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Der Israelit · 1860-07-25 · Heft 9 (25.7.1860) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
1 (1860)
Issue
Heft 9 (25.7.1860)
Date
1860-07-25
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Edler war Mitglied rder; ersten Rabbinerversammlung in - Braunschweig, undbekanntlich wurden. damals die.Beschlüsse derselben von den Teilnehmern ausgeführt. — In frühern Jahren war hier ein guter Synagogenchorseit Jahren war er aber wieder emgegangen, bis, er in allerneuester Zeit durch den Eifer unserer Jugend, -wieder, hergestellt wurde.. Die. Kosten dafür müssen, die jungen Leute selbst tragen, denn von Seiten des Vorstandes wurde ihnen nur ein Zuschuß, von 35 Thlr.. jährlich bewilligt Hierbei können wir nicht Unterlasten, der Thätigkeit und Pflichttreue des. Dirigenten, des Herrn Hochfe l d, unsere - volle Anerkennung auszusprechen. , Minder günstig, können wir uns über den Bestand unserer Religior.sschule aussprechen. - Sie: war früher, eine allgemeine Schule, d. h. eine solche, in welcher auch das Deutsche und die Realien gelehrt wurden. Allein aus Gesundheitsrücksichten konnte Hern Edler seine Schuldigkeit als Lehrer nicht in vollem Maße erfüllen, so daß sich die Eltern genöthigt sahen, ihre Kinder in das Realgymnasium, beziehungsweise -in Bürger- und Töchterschulen zu schickem Welcher Mißstand aus einer solcher Theilung entsteht, und wie sehr die jüdische Neligionsschule darunter zu leiden hat, weißman. Daher wird im Hebräischen sehr wenig geleistet, und was den Kindern an gründlichen: Wissen abgeht, kann durch den Confirmanden- Unterricht nicht wohl ersetzt werden. — Die Wohlthätigkeitspflege ist, wie in den meisten Brüdergemeinden; nur zu rühmen, obwohl sie nur den Privaten seit letzter Zeit überlasten ist. Da wir in Minden noch nicht , so weit vorgeschritten sind, daß wir uns unseres Judenthums schämen, und wo wir fehlen, buchstäblich nur aus Unwissenheit fehlen, so wäre es sehr zu wünschen, wenn sich die Gemeinden der Umgegend vereinigten, um einen orthodoxen Rabbiner anzustellen, wäre es.auchnur zur Ueberwachung und Beaufsichtigung -der Schulen. Die Gemeinde, welche einen guten Lehrer hat, - kann sich gratuliren; wem der Wurf nicht gelungen, der ist schlimm daran: Nur durch Prüfung' und Ueberwachung der Lehrer und wenigstens alljährliche. Inspektion der Schulen, wie dies in den Nachbarländern der Fall ist, kann einigermaßen geholfen werden. Möchten die Lehrer ihrerseits selbst darauf einzuwirken suchen; die Würdigen unter ihnen könnten sowohl in materieller (Hierbei eii Hinsicht, als auch in-Ansehen und Stellung nür däbei gewinnen. -- < ,. -10. Oesterreichischer Kaiserstaat.. - Tyrnau im Juli. In Nr. 26 der A. Z. d. I. läßt'Herr vr. Ludwig Philippson es sich angelegen sein, zu konstatiren , womit man im. Jahre 1860 noch gequält wird,, und womit ein gewisser Theil der - Rabbinen sich noch beschäftigt — da. dieselben Ihre Angriffe auf seine. Bibelübersetzung aus..keinem andern Motive gegen ihn richten, als weil es in ihr an einer Stelle „ins Angesicht speien", statt „vorihm-ausspeien" heißt. - Hierauf folgende Zeilen, nicht zur Antwort, den der Redakteur eines unparteiisch en Organs für alles jüdische Interesse hat es bereits öffentlich erklärt, diese weitverbreitete Zeitschrift nie lesen zu wollen, sondern um unsererseits zu konstatiren, wie ein gewisser Theil der Rabbinen im Jahre 1860 die Hebung desJudenthums nach außen anstrebt. , , . Der k. ü Negierungsrath , Herr Professor Or. Stubenrauch weist in seinem jüngst erschienenen, eben so gediegenen als ausführlichen Komentar zun: Ällgem. bürgerl. Gesetzbuche an der betreffenden Stelle auf die barbarische Äitte hin, die mitten im civilifirten Europa noch unter den Juden sich erhalten, habe: auf das Jnsgesichtspucken der Frau bei Verweigerung der Leviratsehe! . Hierauf befragt, wie er auf die Uebersetzungen Luther^ s u. s. w. hin, ein wegwerfendes und verdammendes Urtheil über jüdische Sitten und Bräuche^fällen könne, antwortete Herr Prof. Stubenrauch, daß Oberflächlichkeit ihm von jeher fremd, daß , er vielmehr die Kenntniß ..des Sachverhalts sich aus bester Hand geholt, beim Herrn Rabbiner vr. Philippson zu Magdeburg. Wir rathen Jedem der ein Jntreste daran hat den literarischen Charakter des Herrn Ludwig Philippson kennen zu lernen fleißig sein unparteiisches Organ für alles jüdische Jntreste zu lesen, und er wird eine, merkwürdige Ähnlichkeit finden, zwischen diesem und dem ersten judenfeindlichen Schriftsteller, dem wegen seinen lügenhaften Uebertreibungen und seinew wahnwitzigen Eingenommenheit für sich selbst, seinen heidnischen Zeitgenossen lächerlich erscheinenden u. berüchtigten Ap io n. Isaae Sonvsattzlä.. e Beilage.)

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