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Der Israelit · 1860-07-18 · Heft 8 (18.7.1860) · page 15

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Journal
Der Israelit
Volume
1 (1860)
Issue
Heft 8 (18.7.1860)
Date
1860-07-18
Page
– (sequence 15)
Language
German
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103 durch den Ausdruck einerseits N'r« -«'v und anderseits i'N8 2^2 (vergl. 'N2 dort). Diese beiden Wörter behält O.dort wörtlich bei; es gelten also natürlich auch für seine Jnterprätatiion dieselben Konsequenzen. In unserer Stelle nun ist ein wesentlicher Unterschied in den Ausdrücken bemerkbar. In Rücksicht auf die Zeugen gebraucht O. einfach den stat. adsol. — einfachen Plural, in Rücksicht auf die Richter aber den stat. smpbatio. --- Plural mit Artikel also Distinktion, obgleich beide Ausdrücke im Texte ein .2p'2'.2 haben. Offenbar bezieht sich also O. in Rücksicht auf die Richter auf die bestimmten d. h. in vorigem Verse erwähnten; also ganz entsprechend der ^22) P2222O. Diese nun werden jedesmal (82^>p2 2'L2 wie pino 2c.) die Nechtsgültigkeit der Zeugen d. h. auch eines Einzelnen, wenn er überhaupt Zeuge zu sein fähig ist, nämlich mit Ausnahme einer Frau (vergl. das.) beurtheilen; denn das ist 22"2'? 2212. — Hier kommen wir nun, nachdem wir unfern eigenen Gang gegangen, auf den obenerwähnten genialen Gedanke^des Herrn Nappoport zurück, durch welchen allerdings Vieles der obigen Punkte erledigt ist. Nachdem wir also dem Kritiker durch Schein und Trug, durch Lächerliches und Flüchtiges gefolgt. — dürfen wir, ohne vorurtheilsvoll zu erscheinen, aussprechen, daß die daraus gezogene Konsequenz, jede Anknüpfung an die Schrift sei nur xrwvox und die Tradition habe nur in der mündlichen Ueberlieferung Stütze und Quelle, völlig unbegründet und ganz aus der- Luft gegriffen sei. Zur Begründung dieser funkelnagelneuen Lehre, daß jede An- . knüpfung an die Schrift nur 822228 sei, werden 4, sage vier Stellen kurzangedeutet, wo es aber überall in der 8222 heißt 82p-r 1221 im'2228i ^2^.2. Ich frage weiter nichts als: Ist das Ehrlichkeit, heißt das objektiv die Wahrheit lieben? — Freilich gehen bei Weitem die meisten Leser bequemgläubig über die Citate hinweg, welche solch' eine ba^ateUs beweisen soll. Dafür muß es aber Andere geben, denen solcher Satz keine Kleinigkeit ist: „Unser Herrgott darf keinen Schaden haben," hörte ich einmal Jemandern sagen! Es folgt die Behauptung, daß selbst ohne Tradition geschloffen werden könne, wozu als Gewährsmann ^2 angeführt wird. Da dieß aber unzähligen andern Stellen ausdrücklich widerstreitet, so ist es gar keine Frage, daß, wie schon 'Ni2'n 2N 'NN dort ausdrücklich erklärt, hier nur von einer Ergänzung einer bereits anderweitig erwiesenen. Regel dieß behauptet wird; nie und nimmermehr aber bei einer selbstständigen Deduction. Auch ist die Anwendung des N2222 .22^.2 1-,'vb pr« auf O. ganz falsch. Vergl. O. zu n"' )"2 W222 und 2w'82 2"7l 8^2 2222 und dort 2"2. Hier kommt wieder ein lustiges Argument aus "2 .21N2 21222 2"' ^212 (wobei übrigens zu bemerken, daß 2«n 2'2 dieß gründlich widerlegt), wonach keine 22d.2 aus N22Q 2122 zu deduciren sei, was sehr einfach ist, denn (2^222 ^2P "2 rpOi 28'22 2"s '2bNi2'), was aber auch seine Schwierigkeiten hat, wenn man alle Stellen vergleicht (vergl. ^22 2^2 '228 2222 2^8^ 21'2 '2L i"22). Nun aber, 222 N222 u. O. über einen Leisten zu schlagen, dazu gehört ein Redlichforschender, wie cs Herr Z. ist! So sieht es mit den Beweisinstrumenten desselben aus. In eine Diskussion über die Wunschenswürdigkeit einer traditionellen Uebersetzung und über das, was ich eigentlich darunter verstehe, werde ich michhier nicht einlassen. Für diejenigen, denen es große und kleine, d. h. objektiv große und kleine.Objekte giebt. gehört diese Frage zu denen, die nicht,, wie es Herr Z. gethan, in 7^1 Zeilen abgemacht werden können. Wir werden 2"'"8 darüber noch sprechen. Für heute einstweilen nur noch so viel, daß wir nach allen: Obigen uns durchaus nicht bemüssigt fühlen, gegen die von der ältesten Zeit her so hochgeschätzte und von unseren 2'222 sanktionirte Uebersetzung des O. zu protestiren; das wäre Vermessenheit und „eines paßt ja nicht für alle". Was aber das Vertrauen auf die Biederkeit*) des Red. der Judenthumztg. betrifft, so ist das Gefühlssache; äs Austikus von sst äisxntaväviv; wir wollen es hier nur mit Objekten zu thun haben. Jetzt zur „Fackel". Herr Z. kann sich immer noch nicht von O, trennen; es kann zwar den PH.'schen Schnitzer bei '22 durch das Wort 82N2 bei O. auch vor seiner Tendenzwissenschaft nichtrechtfertigen, ist aber wenigstens bemüht, ersterem einen ganz leidlichen Leidensgefährten zu verschaffen. Leider aber ist ihm dies durchaus nicht gelungen. O. übersetzt '-u durch *) Neugierige Anfrage: Gehört Gemeinheit, Schmähsucht re: re«' auch zur Biederkeit? vergl. Leitartikel in Nr. 17 der Jdztg. vr. S.

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