Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 1 (1860)
- Issue
- Heft 7 (11.7.1860)
- Date
- 1860-07-11
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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76 sein! Hegen wir keine Furcht, das Mebel darzuthun, wenn wir glücklich sind, - das -Gütern verkündend Die Wahrheit kann'Wunden - verursachen/ aber > sie' HM sie sicherlich zugleich -mit allen verborgenen. Schwächen und'Nebeln. Das Iudenthum ist all-' zu stark, als daß es der Lüge und Erstellung bedürfte,- um sich inder Welt: zu erhallen, Ln allen reinen edlen Geistern zu leben. Unsere- Glaubensbrüderhäben allzuviel Rechts- und Pflichtgefühl in Bezug auf die unsterbliche Aufgabe, die sie auf Erden zu lösen haben, alswaß sie die Wahrheit hasten könnten und diejenigenwelche' sie auszusprechen'wagen, als daßsie sich von Gauklern, die mit den verblendeten- Augen und dein irregeleiteten Menschengeist ihr Spiel l treiben/ täuschen lasten könnten! ivnn! „Das Siegel Gottes ist diel Wahrheit." Zeitungsnachxichten. Deutschland. . Worms, den 4 : Juli. Die . hiesige jüdische Gemeinde schläft den tiefen Schlaf des Jndifferentismus. Gar manches Beachtenswerthe ereignet, sich, aber pr«. - : Rabbiner vr. Sachs aus Duisburg, hat sich um die. hiesige.Predigerstelle :beworben, und hat.verflossenen Sahbath ripn^ rn der-Synagoge gepredigt, um der Gemeinde offen und klar und ohne Rückhalt seine Ansichten, .vorzulegen. Zum Texte seiner Predigt nahm. er die Verse -.16, 17 und 18 aus. 4. B. M. Cap. 27.;. warum derselbe.nicht aus der betreffende n->-iO, genommen ward : /nro npirn 'N-ivtt. Seinem, ausgesprochenen Ueberzeugungen nach, dürfte er nunzwar nicht zu. den Männern des entschiedenen Fortschritts gehörenaber^ auch nicht zu -denen, gezählt werdendie da glaub en-d aß dasiJudenHum ein-abgeschlossenesfertiges sei. Was darf das Judenthum von. einem solchen Manne erwarten? — Wir können dem Prediger das Zeugniß des. guten.Vortrags geben. - > Gr: Glogau/: r hat bekanntlich' unserem Abgeordneten--. Hause in - der jüngsten Session eine! Petition! Um lZu-: lastüngnzstv! Abhaltung des- Probejahres aü einem hiesigen Gymnasium' -eingereicht- -welche-s. Z. zu einerlebhasten Debätte! beiden Preußischen -Volksvertretern Anlaß' 'gegeben- und: schließlich'-umrdr'MüjörikSt'-deM' Ministerium zur- . Berücksichtigung' überwiesest wurde. - Diesem Gesucheist nun: endlich j etzt-seitens'des Cul- Lus- und Unterrichts-Atinisteriums willfahrt wördest, und wird Dr. Arnheim von der ihm nunmehr ertheilten Erlaubniß Gebrauch machen. -/ Berlin, im Juni. ' Diejüngst begangene Feier des 60sten Geburtstages unsereshochverehrten-Näbbinats-Verwalters, Herrn A J/Oettingeranwer sich die geachtetsten und ehrenwerthesten Mitglieder unserer Gemeinde betheiligt haben/hat auch unfern Gemeinde^ Vorstand veranlaßt- -durch eine- DoputatiöM''üüs fem ner Mitte den greisen Seelsorger'zu beglückwünschen-^ und-ihm zur Feier des Tages eine werthvolle silberste' Vase, zu überreichen. '- Außer diesein Geschenk wurden noch andre Aufmerksamkeiten dem hier allgemeimbebeliebten und verehrten Herrn Oettinger erwiesen, und sind auch-vonaußerhalb, namentlich -von seinen zahlreichen Schülern Grätulatiostsschreiben eistgetröf- Berlin, den 4. Juli. ' Me Preußische' Zeitung ist in den Stand - gesetzt, folgenden Allerhöchsten Erlaßbetreffend die Rechtsverhältniffe' der Juden, dem- Wortlaute nach zu veröffentlichen: '' > - „Die Mir in dev Adresse vom 21. April d. A vorgetragene Bitte: das-alte Recht, wonach die Juden ständische Gerechtsame nichtmusüben und öffentliche Aemter nur innerhalb der durch das Gesetz vom 23. Juli-1847 bestimmten Grenze bekleiden dürfenaufrecht zu erhalten, habe'Ich dev' zugesagten wiederholten Prüfung unterzogen.' Ich habe-'Mich dabei aber von Neuem davon überzeugt/ daß -rücksichtlich der Befähigung der Juden - zur Ausübung der bürgerlichen und staatsbürgerlichen Rechte "nicht- Mehr die: lieber das Resultat werde.ich -zur-,Zeit berichten.-N. eklin, inr Juni:! (Privatmittheilnng). Herr ^.Arnheim, Sohn des Rabbiners Arnheim ist in den U'L und 3 des GesepMvöm 23/ JM 1847 gezogenenen Grenzen-festgehalten werden dürfen, stach-- dem -was nach "Anhörung - des "zweiten "Vereinigten k Landtages, ^mithinunter ständischem" Beirathe/ 'erlassener Gesetz vom 6uApril"1Z48"stnd dielVerfaflungs- Urkunde' den. Genuß!' dieser - Rechtefür unabhängig! von-» dem«-'-religiösest Bekenntniffe: erklärt: habön und'