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Der Israelit · 1860-07-04 · Heft 6 (4.7.1860) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
1 (1860)
Issue
Heft 6 (4.7.1860)
Date
1860-07-04
Page
– (sequence 6)
Language
German
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6tz ÄäteH,' Et^^er^ül'seiner'Wiist dürch°!ichk religiösen AMswandel, verbunden mit den vorzüglichsten nW/eln leuchtendes Vorbild seiner Gen:etnbe' zÜWetden, und so blühte er bis zu' seiM'"TödMtünde als trn wahrhafter ' ' jki' N^'s d 's^''. W ist fast'kein Einziger in her 'Gemeinde, nM es srD NNr Menige in Wr UmgegeNt), denen er Nicht Mrt Ünd That zur^ Seite gestünden hat; itnsre Jucheklagt ^rn ihm einen Vater und Lehrer; er wcht det' Einziges der, wenn' es die Bewahtung des Seelenheils un' Gänzen wie' im Einzelnen galt, ünerMüdek üNd üstersch'rocken imwahren Sinne ->vw Mü 'gewesen. Er genoß Nichl nur die Ächtung seiner Glaubensbrüder, viele achtbare Männer andrer Consessionen ehrten . inihm .jene edelmüthige Aufopferung, die er zu jeder Stunde für seine Mitbürger, so herrlich an. den Tag gelegt. - : -. - . --.Die vielen Thränen, welche bei den mehrfach abgehaltenen - O'NDON geflossen-! der großartige Leichenzug, bei welchem auch. andere Consessionen vertreten waren, bekunden zur »-Genüge, daß seine Umgebung den Verewigten zu früh-verloren zu haben glaubt. W OV 'N' der Name Gottes, er sei gepriesen! Die Genreinde ist verwaist, und mit Wehmuth blicken wir in die Zukunst. Doch p'-m ri'ri' 12^ ,-Möge das Andenken des Gerechten viele Andere zur Nachahmung führen." Mögen unsre Gemeindemitglieder beherzigen, daß der» Verlust ersetzt werden muß, und mögen sie sich bestreben, die fühlbare Lücke nach Kräften auszufüllen. llalrob Livetb HZeAH. Ende Juni. Wenn ich Ihnen, verehrter Herr Nedacteur, Mittheilungen über unsere große Gemeinde machen soll, so befinde ich mich wahrlich in-Verlegenheit -, da es hier so viele Uebelstände zu rügen und zu tadeln gibt, daß ich nicht weißwo der Anfang zu machen sei. Pesth zählt mehr als 30,000 Seelen:an'--jüdischer -Bevölkerung- - deres) weder an materiellen noch an spirituellen Kräften fehlt. So wie es der EentralpuM und das Herz dieses 'mit^ Allem reichlich gesegneten Landes Ist, wö Handel, AgricultNr und JNdüstrie in ihrer schönsten-BMHe sich'entfaltenso fehlt es 'auch nicht an Zusammenfluß jüdischer Intelligenz, und sehr viele reiche und gebildete Israeliten , die aus den Provinzen Ungarns kommen und sich -hier bleibend Niederlassen, venNehren von Jahr U! Jahr/ ssie hiesige 'MvöÄerutlg: - Unter sülchen' UniflaNdeN''sollte ja' Peflh^ ein^^ÄustergenlÜinde'sein für das MdMtzüm /dedgMW'HeW Düs' wenigstens drirfte'man von der Hüuptgeiireindb ÜiNes^Nndes etwärteN, in Welche so viele Wische^Toryphäen gelebt Und gewirkt haben, wie z. B:- ist PrWnrgMlt-Ofeiß Unghar, Gyarmat, Koniorn, Verbow,-Verbellet- Paks- Bonphad, Szanta, Baja, Papa, Neustadtl,. Unzdorf, Gr! Caroly/Großmardein und den n. in. a. Nach diesen Gemeinden strömten stets Tausende von Jüngern, um zu den Füßen berühmter Nabbinen die Erkenntniß unserer heiligen- Religionen sich aufzunehmen, so daß jüdisches Wissenim ganzen Ungarlande einheimisch war. Sollte man -da nicht glauben/ daß die größte jüdische Gemeinde eines solchen Landes die vorzüglichsten und frömmsten Rabbinen und Lehrer zu ihren Kindern und Mitgliedern zählendie musterhaftesten Institutionen zur Aufrechterhaltung und Kräftigung des Judenthums besitzen und mit dem schönsten Beispiele echt jüdischen Lebens den übrigen Gemeinden voranleuchten müßte!! Leider aber ist von dem Allen nicht nur keine Spur, sondern — der krasseste Gegensatz zu finden. .... Pesth hat^unter^seinen Kindern Wohb^einige große Musikanten und mittelmäßige Aerzte, Schauspieler und Tänzer u. d. gl., aber keinen einzigen Prediger, keinen einzigen .Rabbiner, keinen Gelehrten oder auch nur einen guten israelitischen'Volksschullehrer oder überhaupt nur einen --jüdischgebildeten Israeliten aufzuweisen. Dagegen" -findet sich, desto mehr öffentliche Sabbatentweihung;r<'O?i^ vivri L'Vv-n OnrpV.-'-vni tW'2-r, Zerwürfnisse und Zerrüttungen im häuslichen und ehelichen. Leben, einehöchst vernachlässigte' Kindererziehung, nicht minder ein unersättliches Streben nach allen erlaubten, 'erschwinglichen und unerschwinglichen, kostspieligen Lebensgenüssen, was natürlich die bedauerlichsten Folgen nach sich ziehen muß. — Die ferneren Consequenzen dieser Zustände, sowie^ die trüben Unheilsquellen, aus denen dieselben eütspringen, werde ich mit Nächstem darzustellen mich bemühen, zumal da-es-ja meine Aiifgäbe ist, die Uebel und ihre Quellen zu zeigen üüd deN Bessergesinnten 'unsrer lGtztueinde auch Vorschlag'ezür Abhilfe znMächemAuch'kMn kch-Jhnen die beruhigende VersicheMng gebeN/baß aüch-hier noch Nicht alle Hoffnung verlören ist. U.

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