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Der Israelit · 1860-06-27 · Heft 5 (27.6.1860) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
1 (1860)
Issue
Heft 5 (27.6.1860)
Date
1860-06-27
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Weise-kund geben^zu können, wie am letzten Samstag, rän welchedsie das .7y'.^Ge-ür1sfestldes Oberjuristen, iHerim, S:-L. Räpoport/ feierte. Lange vorher, wurden zudiejem-Feste üW-M hier, sondern auch imcJn- und Auslände won KörporationeyAuud Privaten Vorbereitungen-getroffen, und Alles beeiferte sich, in sichtbarer Weise'seine Theilnähme zu bekunden. Sinnvolle und äußerstwerthvolle Geschenke wurden ihm von vielen Seiten dargebracht-, - BeMckwünschungsbriefe tarnen; aus den verschiedensten Ländern Europa's, aus Paris und' London, -aus Amsterdam, Berlin, Breslau, Leipzig m. s. w. Am Samstag - allein trafen 32 solche Briefe und eine telegraphischeDepesche (am Samstag?!) aus'-Breslau mls Morgengruß ein. Außerdem kamen-'auch viele Israeliten aus-Nah und Fern zu dieser Feier mach Prag. Die eigentliche Festfeier .wurde durch die festliche Beleuchtung der-Altneuspnägoge am Vorabende eingeleitet. Am 9. d. M. nach wem SabbäthgottesdieNste wurde der Jubilar bei der -Ankunft in seiner Wohnung zuerst-von dem Rabbiner der Tempelgemeinde, Herrn Professor Kämpf, im Namen derselbenmit einer Hebräischen-Ansprache begrüßt; nach ihm begrüßte ihn der Vorsteher der Kultus-Gedern der Kultus-Repräsentanz mit einer gehaltvollen Ansprache, in welcher er-unter Anderm des Gefeierten Verdienste um die hebräische Literatur erwähnte und denselben — wie dies.auch von verschiedenen andern Seiten bereits geschah —als den Schöpfer der hebräischen Archäologie mit dem ihm gebührenden Lobe besonders begrüßte. Zugleich wurden ihm von Seiten der Repräsentanz zwei in der Fabrik des Herrn A. B. Bächer prachtvoll gearbeitete silberne Kandelaber und eine Beglückwünschungsadresse und nebstdem das Dekret der hohen k. k. Statthalterei übergeben, vermöge dessen er den Titel „erster Rabbiner Prags" erhielt. Er beantwortete die Ansprache zuerst-mit einem Dankgebete zu Gott und knüpfte an dasselbe einen religiösen Vortrag, bei welchem-er zuletzt seinen Dank an die Gemeinde aussptäch und ihr seinen Segen ertheilte. Nach ihm trat im Namen der Wiener Jsraeliten-Gemeinde der Sekretär derselben vr. Ludwig -August Frankl in den Kreis undmeldete - im geistvoller und gewählter Ansprache — in welcher er auch seiner Mission, in Jerusalem eine Schule zu gründen, -gedächte — den von der Jsraetiten-Gemeinde Wiens an den Gefeierten geschickten.Glückwunsch, der. inaner Miesse ausgesprochen war,'. welche: von den Vertretern d^r dortigen - Israeliten unterzeichnet worden, , AehnsiHe Beglückwünschungsädreffen trafen auch von den JsraeliLen-Gemeinden in Krakau,- .Leipzig, und Hannover (letztere mit Beigabe, eines, großen silbernen Pokals) ein. - Außer: der Wiener Adresse übergab Herr Dp. Frankl auch .einen poetischen Glückwunsch von.dem als hebräischen.Dichter bekannten Herrn M. I. Steyr in Wien, und ein Beglückwünschungs-Schreiben vom Freiherrn von Rothschild. Vormittags^ wurden depr Herrn Rabbiner noch die Beglückwünschungen von-der Beerdigungsbrüderschaft mit Ueberreichung einest großen Pokals, von den Vorstehern der Prager'Synagogen und den Vorständen der frommen Vereine dargebracht. Nachmittags geschah ein Gleiches von der israelitischen Schuljugend und von israelitischen Studirenden an den Gymnasien und den Realschulen, welche von den betreffenden Religionslehrern geführt und von welchen auch die Begrüßungsreden gehalten wurden. Ein Fackelzug, den man projektirt hatte, wurde auf den Wunsch des Gefeierten abbestellt; doch wurde ihm eine Serenade dargebracht und bei dieser, unter Leitung Wes- Oberkantors von den Sängern am israelitischen Tempel, denen sich noch andere stimmbegabte Jünglinge anschloffen, eine hebräische - Cantate und ein deutscher Choral vorgetragen. Zwischen diesen beiden Gesangspiecen, welche von vierzig, Sängern vorgetragen wurden, ward ein Quartett, Kreuzers „Das ist der Tag des Herrn" gesungen, bei welchem in liebenswürdiger Bereitwilligkeit der Kunstveteran Herr Sträkaty die Baßpartie übernommen. Der Text zu beiden- Gesangstücken war von dem Prediger und Rabbiner Herrn Professor Kämpf verfaßt worden. Unzählige Zuhörer Mten bei dem Vortrage der Gesangsstücke den engen Raum des Dreibrunnenplatzes. Nach demselben wurden die Sänger.in die Wohnung des Jubilars, geladen, wo er ihnen persönlich seinen Dank für die därgebrachte Serenade abstattete. Die Theilnahme von einzelnen israelitischen Bewohnern., die dem. ersten Rabbiner, ihre Glückwünsche am Tage -darbrachte,war ebenfalls eine äußerst zahlreiche. .?Mattersdorf.ün.Ungarn. Die-für.-die hiesige'Gemeinde .sehrschmerzliche .Gewißheit, daß der -allgemein: geliebte und hochverehrte. Rabbiner, Herr Simon Schreiber, den unablässigen, undoft wie-

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