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Jüdische Zeitung · 1920-12-17 · 32 (17.12.1920) · p. Seite 2

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
14 (1920)
Issue
32 (17.12.1920)
Date
1920-12-17
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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I Seite 2 - JÜDISCHE ZEITUNG Nr oft, - mein wesen zu machen, darüber sagt Nordau nichts uni er denkt nicht daran, was mit dien Juden geschehen soll, die Palästina nicht aufnehmen. oder — nicht verdauen kann. Daß die Gahith nkh£durch Palästina aufgehoben werden kann, ist ebenso sicher, wie daß Palästina ohne eine starke Galuth als jüdisches Gemeinwesen nicht wird bestehen können. Gerade die Korrelation Palästina—Galuth erfordert es, daß die Juden in den Ländern, die gegenwärtig bewohnen, im Vollbesitz aller Rechte sind, die es ihnen ermöglichen, sich national, kulturell und politisch auszuleben, nicht in Anspruch genommen von der Politik der Anbiederung an die Wdrtsvölker: denn nur eine starke Jndenheit wird das Jüdische Gemeinwesen in Palästina errichten, eine zersplitterte, unter Fremdenrecht stehende, d. h. vogelfreüe, jedem Druck nachgebende niemals. Nordau geht ebenso wie die Assiniilanten. vor denen er im Eingang seines Artikels warnt daiauf aus. die Forderung der jüdischen Mimderheitsrechte zu diskreditieren, damit er ihre Schäd- Jichkeit besser beweise. Er spricht von Mindierheitsrechteiumit „speziellen Privilegien“, das sieht' der alten, gewöhnlich von den Polen gebrauchten Behauptung, die Juden wollten einen „Staat im Staate“ bilden, verteufelt ähnlich. Die nationalen Minderheitsrechte aber setzen nur. abgesehen vom individuellen bürgerlichen Rechte, daS für alle gleich sein soll, ein kollektives Recht der zu einer nationalen Minderheit sich bekennenden Bevölkerunsgruppen des Staates fest ihre eigenen kulturellen. sprachlichen, beziehungsweise religiösen 4 „Einrichtungen, die jeder Nation eigen sind, ihre Bilduiigsanstalten..ibre soziale Fürsorge u. dgL frei und unbeliindert zu erhalten: der Staat welcher verpflichtet ist. die sozialen und kulturellen Bedürfnisse aller suner Bürger zu befriedigen, hat jeder nationalen Gruppe entsprechend ihrer Stärke zur Erhaltung ihrer nationaLkultureHen Institutionen beizutragen. Daß hierin kein Spezialprivileg Hegt ist klar. Und aus diesen ..speziellen Privilegien“ leitet Nordau ein gefährliches Anwachsen des Antisemitismus her. Er nimmt Ungarn als Beispiel, indem er die Sache so hinstellt als hätte die Gewährung der Minderheitsrechte an die Juden die Pogrome in Ungarn hervorgerufen. Aber gerade die Tatsache. daß die ungarischen Juden von jüdischen Recnten nichts wissen^ wollten, hat sie ln die heutige Lage gebracht, dhr aufdringliches Eindringen in die soziale und kulturelle ungarische Sphäre hat den Zündstoff angehäuft so daß es zur gefährlichen Entladung kam. Denn gerade die nationale Einstellung der Juden muß die Reibungsflächen mit der. Staatsvölkern vermindern. Die Juden, welche nicht der fremdem Kultur und sozialen Gemeinschaft machlaufen müssen, sondern die eigene gesichert haben, werden den Antisemitismus sicher nicht fördern. Gefördert aber muß er werdeu durch die von Nordau propagierte Einordnung der Juden in die gegenwärtigen Wohn- ' sitze auf Kündigung. Die Juden, welche erklären würden, sie seien hier keine Nation, sondern nur in Palästina, sie seien hier Ausländer, aber angeschlossen dem jeweiligen sozialen und kulturellen Rechtskreis, wären viel mehr dem Zufall, der Willkür und ocr — Vernichtung .preisgegeben als jemals. Sie würden das Palästina, auf das. sie sich stützen sollen, verlieren, noch ehe sre es besitzen. Auf die Vernichtung aber kommt es in Nordaus Darlegungen sehr an. Denn er predigt die Selbstvernichtung, die Selbstaufgabe der Jude», die jiicht nach Palästina gehen. Das ist Katastropnentheorie Eine jüdische Assimilation und gleichzeitig der Aufbau dtss jüdischen Palästina ist absurd. Der Zionimus hat ach die Lösung des gesamten jüdischen Problems durch die Errichtung einer nationalen Heimstätte in Palästina zum Ziel gesetzt. Wehn mm sein Ziel sein soll, in Palästina einen Teil der Juden zu konservieren •uni die übrigen dem gänzlichen Untergang preise zugeben, so ist er bankerott. Diese Auffassung hat nichts mit Zionismus zu tun. Dr. Siegfried Schmitz. Die Leistungen der Zionist-Commission (Von Dr. Josef Klausner, Jerusalem.) Seit der Londoner Konferenz und der darauf , folgenden „Krise“ hörten die Klagen über den Waad Hazirim (Zionist Commission) nicht auf. Man warf ihm einerseits Verschwendung, anderseits Untätigkeit vor. -Bald beschuldigte man ihn, daß er sich zuviel. mit „Kultur“ abgegeben habe, bald, daß er zu sehr mit den Arbeitern sympathislerte. Die Person Ussfisohkäns, der 39 Jahre lang der Wortführier des praktischen Zionismus war jder fast die ganze praktische Arbeit im Zionismus erkämpft hat, sprach eigentlich nicht für die Richtigkeit dieser Beschuldigungen. Nun. hat der Waad Hazirim einen kurzen Bericht über seine Tätigkeit im Jahne 5680 herausgegeben. Der volle Bericht wird der nächsten Sitzung des Großen Aktionskomitees vorgelegt werden. Die zurzeit in Palästina'weilende Unitersuchungskommissäon .bestehend aus den Herren die lüeme. Simon und Szold, werden diese Berichte prüfen. Zunächst steif der Bericht fest daß die G ehälter der Beamten hur acht Prozent des Budgets ausmachen. Wenn man noch die Bürokosten (Reiisen. Porti, Miete, Drucksacheini - usw.) mit dreieinhalb Prozent hinzufügt, 'erhält man eine Ausgabe von elfeinhalb Prozent für Generalunkosten. Billiger arbeitet kein Büro und keine Regierung. Dabei mußte man. immer darauf beidacht seiit daß die Arbeit nicht infolge Personalmangels litt Man konnte keinen Beamten entlassen, den man voraussichtlich in ein paar Monaten wieder nötig haben würde. Man vermißte in 'der Tätigkeit des Waad Hazirim die Großzügigkeit; er hätte nichts Neues und nichts Großes geschaffen. Aber erstens war nooh keine Zeit dazu, zweitens gestatteten es die Umstände nicht, drittens hatte er keine Mittel. Der alte Waad Hazirim, vor 5680, der aus „praktischen“ Amerikanern^ Engländern unld Italienern bestand und in dem auch Jäbotfnsky tätig war, hat auch im wesentlichen seine Tätigkeit darauf einstedlen müssen, die Einwohner Palästinas vom Hunger zu retten, das heißt Subventionen zu geben. Im Jahre 5680 sind zehn Monate unter der. Müitärher-rschaft verflossen, die nicht gestattete, Bodert.zu kaufen. Wo sollte man denn neue Kolonien -bauen? Nicht einmal ein neues Haus konnte man. in Jerusalem errichten. Wo man aber bauen konnte, fehlten die Mittel' hierzu. Was der Waad Hazirim tun konnte, war die Errichtung von 33 Häusern und 20 Ställen in verschiedenen Kolonien und die Vornahme verschiedener Reparaturen. In vier Kolonien1 hat der Waad Hazirim Wasserleitungen gebaut in Merebavja, Daganiah, Kinereth hat er dlie Sümpfe trocken gelegt Die vom Waad Hazir im vor genommene Kanalisation im Nordwesten Jerusalems ist eine Großtat, die nicht nur Juden zugute kommt. Große Summen sind Für die Landwirtschaft ausgegeben worden, und nicht nur für die i,ivwuzoms . Aue ue niete aer Landwirtschaft sind im Berichte vertreten: Ausbildung landwirtschaftlicher Arbeiter,-' Garterjbauunterrichf ' für Jerusalemer Mädchen, Errichtung eines chemischen Laboratoriums, agromische Hilfe an die Kolonien, Förderung der Konservenindustrie, der Sämen-, Geflügel- und Bienenzucht Bekämpfung 'der Heuschrecken usw.. Wenn Jn den Kolonien die jündischb Arbeit vorherrschen, würde, so hätte man es nicht nötig, den Kwuzoths besondere Aufmerksamkeit zu schenken. 'Aber die Förderung jüdischer Arbeit ist ebenso wichtig, wie die jüdischen Besitzes. Dabei bezweckt ein Teil des Kwuzothbudgets (1000Ö Pfund Sterling) die allgemeine Immrgrantenfürsorge. - . Für die Immigration konnte der Waac Hazirim ebenfalls nur im Rahmen seiner Mittel arbeiten. Schließlich, sind doch 7Qß0 Menschen nach Palästina gekommen, von denen nur 500 das Land verlassen haben.“ Im Durchschnitt verausgabte der Waad liazirün nur zirka dreieinhalb Pfund Sterling pro Einwanderer. Weitere Summen erforderten die jüdischen Gerichtshäuser, Magistrate. das Volkshaus, sowie die Beschaffung utid Bearbeitung statistischen Materials. Verhältnismäßig viel kostete die'Se 1b s t wehr bei den Unruhen, ferner die Fürsorge für die Gefangenen'üt Akko. Aber wer wird den Waad Hazirim dafür tadeln? Ebenso waren die Ausgaben nötig für die Unterbringung von jüdischen Arbeitern bei der Eisenbahn, für jüdische Schutzleute, für telegraphische Kurse, Ländmesserkurse usw.-Allesdies sihd notwendig® Steine im Bau unseres Hauses. Besondere Behandlung beansprucht die Schulfrage. Zunächst, macht das Erzielnuigsbudget mit zirka 100.000 Pfund Sterling nur zirka fünf und;-v, anzig . Prozent des Gesamtbudgets aus-, . Dann gehören viele Ausgaben dieses Ressorts eigentlich auf die Kosten Landwirtschaft, Lmmigrantenfürsorge usw. Im übrigen habea alle. Völker den wirtschaftlichen Wert der Ausbildung der Jugend begriffen. Wir' aber, die wir in Palästina noch in vierzehn Sprachen reden, werden nie ein Volk werden, wenn, wir^nicht durch ein ausgedehntes Schulnetz alle Kinder erfassen, um ihnen die hebräische Sprache beizubringen. Die Folgen der Einschränkung des 'Scbulbudgets haben sich bereits gezeigt: die ■ Zahl der Schüler der im Absterben begriffenen Alliance- Schulen ist gestiegen. Aber auch die Missionen warten nur auf die Kürzung unseres Schulbudgets um daraus Kapital,zu schlagen. Auch die jetzt von d'er Regierung eröfnreten arabischen Schulen werden davon profitieren. Gerade auf dem Gebiete des Schulwesens ist es dfem Waad Hazirim gelungen, etwas Neues und Ganzes zu schaffen. (Aus „Haarez“.) . Die Morning-Post auf dem Kriegspfade Man schreibt uns aus London: Die Morning-Post Ist die typische Zeitung dies reaktionären, englischen Imperialismus. Sie ist die einzige englische Tageszeitung mit' einem ausgesprochenen antisemitischen Programm, vergleichbar den Organen des deutschen konservativen Antisemitismus, *der „Deutschen Tageszeitung“ und der „Kreuz-Zeitung“. Keine andere englische Zeitung ist -auch durch einen so militanten Imperidismus gekennfeeichnet wie sie. Seit Mo- Kirjat Anawim Die erste Gartenstadt Palästinas. Von Davis Trietsch, zurzeit in Palästina. Kirjat Anawim (arabisch Dilb) heißt ein in der Nähe von Jerusalem gelegener Ort auf dem d .e -grüßte bis jetzt arbeitende Chaluzimffruppe von zirka zweihundert Mann mit der Wledeihersteliung der alten Terrassenanlagen beschäftigt ist Es wird hier eine Arbeit geleistet die sogar die bisher von mir verlangte Intensiviität in unserem Kolonialwesen übersteigt. Der Boden, zirka 160 Hektar,, wurde 19.14 durch die Palestine Land Development Company erwarben und ist vor einigen Monaten in den Besitz des Nationalfonds gelangt Ein weit .größeres Grundstück, das an Dilb grenzt wird demnächst zu Dilb geschlagen. Augenblicklich arbeiten dort 190 Chaluzim, die damit beschäftigt sind, zunächst von der Chaussee eine dreieinhalb Meter breite Zufahrtstraße zu den Feldern zu bauen, die in den nächsten Wochen mit Gemüse und Futterpflanzen besät werden. An der Straße sitzen junge Leute und junge Mädchen und bebauen lustig die Sterne, was manchen erstaunen wird, wenn man berücksichtigt daß viele von ihnen Akademiker sind. Die gute Stimmung erklärt sich zum Teii dadurch, daß die Arbeit an eine K w u z a h vergeben wurde, deren Mitglieder den Lohn unter sich nach einem vereinbarten Schlüssel verteilen, Vorarbeiter und Aufseher selbst wählen und den ganzen Betrieb selbst führen. Hier ist die Frage gelöst worden, wie die Lohnarbeit mit einer Selbstbestimmung der Arbeiter zu vereinigen ist. Es ist eine der schönsten Leistungen unseres Volkes, glückliche Lösungen des sozialen Gedankens bei' dem Wiederaufbau des alten Heims zu finden. Allerdings ist es sehr traurig, daß diese prachtvollen Menschen die Steine mit den Händen statt mit- Maschinen behauen müssen. Wenn man aber gewartet hätte, bis Maschinen eingetroffen, sind, so wäre ein ganzes Jahr vergangen, während diese Arbe't noch vor dem ersten Regen fertiggestellt werden muß. Die Hauptarbeit in Dilb ist aber nicht der Straßenbau, sondern die Renovierung der alten Terrassen. Hier versuchen Juden zum -erstenmal, durch jüdische Hände die alten Terrassen und ihre. Kulturen in großem Maßstab wicderherzusteilen. die in alten Zeiten das ganze ' Land bedeckten. Es sind bereits jetzt große Flächen mit Terrassen bedeckt worden, die nur auf den ersten Regen warten, um bestellt zu werden.. Auf einem ,besonderen. Platze denzukünftigen Gartenstadt, von der aus eine prachtvolle Aussicht aufvlic gebirgige Umgebung sich bietet, werden nach einem besonderen Plane Straßen und Wege gebaut, Parks und Ziergärten angelegt, die im ganzen ein Drittel der zukünftigeji Stadt ein-, nehmen' werden. Die nächstgelegenen Terrassen werden mit Bäumen beforstet, die außer Brennholz auch noch eine Art Beeren geben. Zuletzt werfen wir'einen Blick apf die Zelte, die den Arbeitern bis jetzt als' Unterkunft dienten, und auf. die Holzjbaracken. die für die Winter zeit vorbereitet werden. Steinhäuser wären an diesei Stelle -natürlicher und dauerhafter; die Zeit war aber zu kurz, und auch an Mitteln fehlte es bis zum letzten Augenblick. Diese Sparsamkeit wird uns sehr teuer zu stehen kommen. Die erste Sorge ist die Sorge um .passende Unterkunftsräume. Das System der Gartenstadt Kirjat Anawim soll, wie versichert wird; den besten englischen Erfahrungen au! diesem Gebiete entnommen ' sein, D.er Boden gehört dem Nationaifonds. der ihn nicht Einzelpersonen, sondern ganzen Gruppen, verpachtet, die dann die Teilung untereinander vornehmen. Es ist eine 'Erbpacht die zunächst auf 49 Jahre gegeben wird, mit dem Recht der jeweiligen Erneuerung. Sie kommt also einer Dauerpacht gleich. Der Pachtzins wird alle zehn Jahre neu vereinbart. Der Nationalfonds beteiligt sich an allen wichtigen Erschließungsarbeiten; die Siedler übernehmen die Pflicht, in den ersten drei Jahren einen Minimalbetrag zu entrichten., der für den Wohnungsbau bestimmt ist Sie haben aber das Recht, während der Uebergangszeit sich in Zelten öder Baracken aufzuhalten. Die Mitglieder können ihre Parzellen nur mit Zustimmung des Natianalfonds einem anderen übertragen. Die Hänser können auch vermietet werden, die Miete darf, aber zehn Prozent des investierten Kapitals nicht übersteigen. Auf diese Weise wird jede Spekulation ausgeschlossen. Jedes Haus besitzt einen Bodenanteil Yon 1000 Quadratmeter oder ein, Zehntel Hektar. Der Gartenstadt schließt sich ein Gut für landwirtschaftiichen Betrieb an, dessen erste Zone für intensivere Wirtschaft bestimmt ist. Oettinger will jeder Familie 25 Dunam Vorschlägen. Dabei rechnet er in der Zukunft mit einer Steigerung der Intensivität Außerhalb dieser Zone ■wird der Betrieb nach Lage und Bodenqualität extensiver werden. Zunächst wind in der zukünftigen Gartenstadt mit 180 Parzellen, gerechnet, für die ein Hügel unweit der Chaussee, bestinmit ist Aber Kirjat Anawim kann mit djer Zeit noch mehr Familien aufnehmen, bis es zu einer Kolonie wird; die mehrere tausend Köpfe ernährt. Außer den ständigen Einwohnern von Dilb, deren Hauptberuf Kleinindustrie oder Handwerk sein wird (man wird auch von Dilb nach Jerusalem zur Arbeit gehen können), rechnet man noch mit Sommergästen, die in Kirjat Anawim eine prachtvolle Sommerfrische und Traubenkur finden werden. Diese Gartenstadt mit dem angeschlossenen landwirtschaftlichen Betrieb kann mit der Zeit an einer reichen Kolonie werden, die mit Jerusalem in segensreichem, wechselseitigem Verkehr stehen wird. Auf dem Rückzug gingen wir an einem Feigenbaum vorbei, der noch zum jüdischen Dilb gehört. Einige Araber ließen sich ihre Feigen, die •noch jetzt zahlreich an dem Baume hingen, gm schmecken. Da sagte mir Öettinger. daß die zweihundert jüdischen Araber in Dilb seit drei Mo-- naten Feigen von den zwanzig dort vorhandenen Bäumen verzehren, imd daß trotzdem immer noch Feigen übrig, geblieben sind. Im Gegensatz zu den Arabern haben die Juden in den vierzig Jahren unserer Kolonisation noch keinen einzigen Feigenbaum gepflanzt, obwohl der Feigenbaum noch weniger Boden und Pflege braucht als der Olivepbaum. Uebe-rall im Lande, auch aufdem , schlechtesten Boden können Feigenbäume gepflanzt werden. Auch die Verwertung der Feigen ist überausx mannigfaltig. In Smyrna leben zehi-. Menschen von -dem Ertrage eines Hektars an

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