Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 14 (1920)
- Issue
- 27 (1.10.1920)
- Date
- 1920-10-01
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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-Seite 6 _JÜDISCHE ZEiTUNQ_' Nr- 27 Wiederbelebung des Judentums kann die vom „Mainzer isiaelit“ vertretene Richtung ebenso' wenig sorgen wie die polnische Schlome Emane Israel —& Referat über Kindererziehung (Gehalten .von Dr. Ehrenpreis auf der Karlsbader Welthilfskonferenz. DeT Ruf nach Wiederaufbau des zerstörten Judentums wäre eine leere Phrase, wenn wir nicht von vornherein uns klar werden wollten, daß dieser Wiederaufbau auch den Wiederaufbau des zerstörten Bildungs- und Schulwesens der Ostjuden in sich fassen sollte. Wenn es eine Arbeit gibt, welche zugleich rasche und konstruktive Hilfe zusammenfaßt, so ist es diese. Es handelt sich zunächst um eine Not der Stunde. Tausende von Kindern laufen in dieser Stunde in der Ukraine, Litauen und Polen in Straßen. Wäldern und Dörfern aufsichts- und unterrichtslos herum. Das^ist auch die Not von morgen. Da ist der geistige Hunger, der ärger als der leibliche ist. Es ist hier sehr viel vom Joint gesprochen worden. Wir wissen, wie viel guter Wille und reine Gesinnung in den Männern des Joint steckt und - wieviel Gutes sie geschaiien haben. Aber es gibt etwas Bleibenderes als der Joint und das ist der organisierte Wille des jüdischen Volkes. Ihn zu formen, sind wir da. Millionen von Juden horchen auf diese Konferenz, auf die Antwort, die sie gibt. Und diese Antwort wird auch eine Tat sein. Millionen von Gebern warten auf die Antwort dieser Konferenz, was man mit dem Gelde machen soll. Darum muß sie auch die Frage beantworten: was können wir geben sie. Ich kann nicht glauben, daß eine Hilfsaktion gemacht werden kann, ohne dem Erziehungselend abzuhelfen. Was uns not tut. ist. mit dem jüdischen Luftmenschentum aufzuräumen. Es handelt sich nicht darum, wieder anfzubauen. sondern umzubauen und neu zubauen. Es ist eine neue Wirklichkeit. die uns das grimmige Antlitz dieser Zeit zeigt. Es war von Melamdim und Schadchonim die Rede. Ich bin der letzte, der diese Menschen unterschätzen wollte, aber wir müssen es ein für ällemai als Tatsache nehmen, daß für diese Menschen in der Welt kein Platz mehr ist. Man kann ein neues Geschlecht nicht schaffen durch kondensierte Milch.' sondern durch vernünftig geleitete Schulen. Wenn wir von dem geistigen Aufbau des Ostjudentums reden, so müssen wir es mit seinen eigenen und nicht mit amerikanischen oder westeuropäischen Augen betrachten. Das Ostjudentum in geistiger Hinsicht aufzurichten, ist im besten Sinne eine Selbsthilfe für uns alle.. Wir müssen uns gewöhnen, das Ostjudentum als einen schenkenden Teil des Volkes anzusehen, als die geistige Kraftquelle des Judentums. Diese Kraftquelle zu erhalten, ist nicht nur eine Frage der lokalen Hilfe, es ist eine Frage der Selbsthilfe für uns alle. Es steht fest, wir müssen jetzt im Rahmen der Hilfsarbeit Kulturhilfe leisten. Denn alles, was seit Hunderten von Jahren mit vielen Opfern errichtet worden ist. ist zerstört Wir haben in der Kommission vom Vertreter von Sowjetrußland gehört. daß 250.000 Kinder ohne anderen als bolschewistischen Unterricht heranwachsen. Wir haben von der Ukraine gehört, daß 150.000 jüdische Kinder ohne jeden Unterricht frei in der Welt herumlauien. Wir haben gehört daß die Baron Hirsch-Stiftung beinahe aufgehört hat zu funktionieren. Daß es infolge der Pogrome und der herrschenden Stimmung auch an vielen Orten unmöglich geworden ist die öffentlichen Schulen zu besuchen. Wir haben gehört, daß in Litauen 45 Prozent der dortigen Juden trotz der ungeheuren Leistung in diesem Land für die Erziehung vollständig ohne Erziehung herumlaufen müssen. Wir haben auch die orientalischen Vertreter gehört. wobei ich darauf hinweisen möchte, daß wir den weiteren Orient nicht vergessen dürfen, das sephardische Judentum, deren Mittelpunkt heute noch die alte historische Judenstadt Saloniki ist. In dieser Stadt hat im Jahre 1917 eine ungeheure Feuersbrunst stattgefunden, bei welcher sämtliche 21 jüdische Schulgebäude vernichtet und 12.000 jüdische Kinder des Schulunterrichtes beraubt wurden. Alle Typen von Schulen sind uns gleich lieb und gleich wert. Mir liegen die Chedarim. zionistische Schulen, moderne Schulen gleich am Herzen. Es handelt sich um das gesamte Erziehungswerk. das heute zerstört ist und wiederaufgebaut werden muß. Noch etwas anderes ist zerstört: das jüdische Haus. Auch diese Kraftquelle ist geschwunden. Vernichtet ist auch das Lehrerpersonal. Noch eine dritte KraftqueEe gibt es nicht mehr, die Lehrbücher. Wir haben im Osten eine ganze Reihe produktiver Lehrbücherveriage gehabt. Heute sind sie zerstört. Bücher kann man nicht drucken. Das ist das Bild der Zerstörung im Schul- und Unterrichtswesen im Osten. Erfreulich ist es. daß mitten in dieser Zerstörung der neue Aufbau begonnen hat. Es war die erste Sorge unserer östlichen Brüder, mitten in der schwersten Not die jüdische Schule wieder zu errichten. Was in dieser Beziehung Wilna. Litauen und die Ukraine getan haben, ist höchst erfreulich, ln Litauen besteht ein besonderes Amt im Rahmen des jüdischen Ministeriums. Wir haben einen ausführlichen Bericht gehört. Es sind sechs hebräische Gymnasien errichtet worden, einie ganze Reihe von Volks- und Mittelschulen, 250 Lehrer sind beschäftigt. Es ist hier ein Prinzip angewendet worden, das richtunggebend . sein kann.' Es gibt drei Typen von Schulen, von denen jede eigene Verwaltung und Autonomie hat: orthodoxe. hebräische (Tharbuth) und jiddische Schulen (teilweiser antireligiöser Tendenz). In Wilna (45.000 Juden) sind 7000 Kinder in Schulen untergebracht. Auch in der Ukraine gab es vor den Pogromen wichtige kulturelle Organisationen, die leider in ihrer Tätigkeit unterbrochen worden sind. Der Mangel an diesem Wiederaufbau ist. daß die Umschichtung in diesen Gründungen noch nicht zu sehen ist. Man steilt sich die Frage: Wie können wir da helfen? Es hat sich in der Kommission folgendes Thema ergeben: Daß wir von dem Leitgedanken ausgehen, daß wir mit unserer zentralen Hilfe uns nur an zwei Gesichtspunkte zu halten haben, an den Gesichtspunkt der Umgestaltung des Erziehungswesens im Sinne einer Produktivierung und anderseits in jüdischer Beziehung, daß wir uns afif den Standpunkt vollständiger Neutralität stellen. Wer berufen sein wird, die zentrale Organisation zu leiten, muß von jeder persönlichen Stellungnahme vollkommen absehen. Es muß der lokalen Bevölkerung überlassen bleiben, denjenigen Schuliypus zu schaffen, der der Struktur der Bevölkerung entspricht Wir werden alle Typen anerkennen und die Unterstützung, die zu gewähren ist. muß in proportionellem Verhältnis stehen zu der‘Anzahl der Schüler in den einzelnen Schultypen. Es ist sehr daran gelegen, daß jedes Mißtrauen in diesem Punkte schwindet. Wie soll diese Hilfe geschehen? Zunächst muß eine Hilfe an Geld geboten werden. Es muß in dem Gesmntbudget der Hilfe ein bestimmter Prozentsatz für Schul- und Erziehungswesen aufteilung dieser Hilie nicht erzwingen kann, wird in dieser Richtung ein Eingreifen der Gesamtorganisation in politischer Hinsicht vielleicht manchmal nötig sein. Was die Not an Lehrern betrifft, so kann diese Hilfe nicht nur durch Jpkale Lehrerseminare erreicht werden. Es muß mehrere zentrale Stellen für zusammenhängende Provinzen geben, welche den Lehrerbedarf versorgen sollen. Ein Teil der Lehrer muß auch für eine gewisse Zeit nach Palästina geschickt werden, um sich dort zu guten Hebraisten heranzubilden und sich vom Geiste des Judentums durchdringen zu lassen. Was die Lehrbücher betrifft, so ist auch hier eine Zentralisierung nötig, sie können jetzt nicht in jedem ■ Lande günstiger Valuta errichten. Um alles das und noch mehr zu erreichen, ist , es notwendig.- daß schon hier und jetzt eine Zentralinstamz für alle diese Arbeiten eingesetzt wird! welche mit dem Schul- und Erziehungswesen sich befassen soll. Es wäre ein Fehler, wenn wir heute den Nachdruck nur auf die Hauptzentrale legten und die zentralen Instanzen für die positiven Arbeiten ad calendas grecas verschieben würden. Wir sollen darauf bestehen, daß unabhängig von der Form der Gesamtorganisation für konkrete Aufgaben der Hilfe, wo es keine Gegnerschaften, gibt, schon hier und jetzt zentrale Instanzen geschaffen werden, welche sich in dem Rahmen der Gesamtorganisation einzngliedern haben werden. Palästina (Jüdisches Gerichtswesen.) Vor kurzem fand in Jerusalem eine Tagung jüdischer Rechtsanwälte statt, unter Beteiligung zahlreicher Advokaten und der meisten bei der Regierung beschäftigten jüdischen Richter. Vertreter des Waad Häsmani. der Leitung der Friedensgerichte in Jerusalem. Jaffa und Haifa und Dr. Ruppins namens des Waad Hazarim. Leiter der Versammlung war Dr. Thon. Auster referierte über die Tätigkeit der Friedensgerichte und das Verhältnis der Regierung zu denselben. Dr. Thon sprach über die fetzt im Lande herrschenden Ansichten bezüglich der Friedensgerichte. Alle Diskussionsredner betonten die Wichtigkeit der Aufrechterhaltung der F r ie den s g e r i c h t e. nachdem ihnen die Bevölkerung großes Vertrauen entgegenbringt. Es würde auch die Notwendigkeit der Eröifnung eines national-jüdischen Gerichtes auf Grundlage des alten Rechtes betont, das in den Regierungsgerichten nicht znr Anwendung kommt. Ein Teil der Anwesenden betonte ferner die Notwendigkeit des gemeinsamen Vorgehens mit den rabbinischen Gerichten zwecks Gründung dieses Gerichtes. Verschiedene Reformen des Friedensgerichtes wurden besprochen und die Herausgabe einer r e c h t s w i s s e n s c h a f 11 i c her Vierteljahrsschrift beschlossen. Straßenbau. Wie der ..Kuntres“ berichtet, wurde der . Straßenbau zwischen Tiberias und den Heilquellen wegen des historischen Fundes bis auf weiteres eingestellt. Von den Heilquellen aus und weiter wird der Straßenbau fortgesetzt, wobei 240 Arbeiter, und zwar 120 Aschkenasim. hauptsächlich von den in Palästina angelangten. §0 Sefardim und 30 Araber beschäftigt werden. Bei diesen öffentlichen Arbeiten, die von den Arbeitergruppen des Hapoel-Hazair und des Achduth-Hawodah, wie von den Araber-Arbeitergruppen ausgeführt werden, verdienen nichtgeübte Arbeiter £5 bis 30, geübte 40 bis 50 egypfische Hrusch per Tag. Wie die genannte Wochenschrift meldet, hat der griechische Patriarch im „Haaretz“ einen Aufruf an die Juden veröffentlicht, in dem er ersucht, den Besuch der christlichen heiligen Stätten in Jerusalem zu unterlassen. Er schreibt unter anderem, daß der Besuch der J uden .dieser Stätten nicht geduldet werden könne, um so mehr, als diese Stätten das private Eigentum des Patriarchen sind. Der „Kuntres“ bemerkt dazu, daß dieser Aufruf nicht im Einklang mit den Ueberschriften, die .auf den dortigen Kirchen zu lesen sind, stehe: „Denn mein Haus ist berufen, das Gebethaus für alle Völker zu /sein.“ ■ Die gegenwärtige Lage in Palästina. Die Informationsabteilung des „Weltverbandes Hapoel-Hazair—Zeire-Zion“ gibt das Bulletin 11 über die I-age Ln Palästina und den Stand der Pionierbewegung heraus, aus dem wir Nachstehendes mitteilen: Die Lage in Galiläa ist gegenwärtig besser. Die Besorgnis vor Ueberfällen ist zwar nicht geschwunden, aber die Regierung zieht Truppen an allen Stellen zusammen. An viele1 Orte wurden auch neuangekommene Chaluzim geschickt. Die Einteilung der Chaluzim. Alle Chaluzim, die in der letzten Zeit durch den Waad-ha-Alijali in Wien nach Erez-lsrael gekommen sind, sind beschäftigt. Dieselben befinden sich auf Arbeit in: Har-Kenaän, Merchawjah. Daganjah, M'ilchamjah. Bethania und Jabee!. — Auch für die nächste Zeit beisteht Hoffnung, die neuankommenden Chaluzim der Arbeit zuzuführen. Es ist nur die Frage, welcher Art von Arbeit. Denn wie bekannt, ist jetzt die Landarbeit von der Zeit nach dem Drusch angegangen bis zur Reigenzeit an den meisten Orten aus, so daß sogar viele. die in diesem Arbeitszweig das ganze Jahr hindurch beschäftigt sind, gezwungen sind, andere Arbeiten, wie Straßenbau und ähnliches zu leisten. Es ist daher notwendig, daß sich jeder Chaluz. noch bevor er palästinensischen Boden betritt, klar macht, daß er bis Ende des Jahres auf keinen Fall mit Sicherheit rechnen kann, in der Landwirtschaft Beschäftigung zu finden. Noch nicht plaziert sind bisher die neu angekommenen Ingenieure, aus dem Grunde, weil es in den letzten Monaten an jederlei Arbeit gefehlt hat, so daß sogar die Baumeister, die1 schon seit langem im Lande sind und deren. Zahl so klein ist, beschäftigungslos waren. Sobald aber mit der Ausführung der großen Baupläne begonnen werden wird, dürfte sich dieser Zustand gleich bessern und Arbeitsmöglichkeit für die verschiedensten Berufskategorien geschaffen werden. Zi@nistisäie Bewegung Die deutschen Zionisten für'den Keren haiessod. Die Sitzung des Landesvorstandes (Geschäftsführender Ausschuß und1 Zentralkomitee) der Z. V. f. D„ die am Sonntag, den 5. d. M. tagte und an der zirka 30 Mitglieder teilnahmen. hat nach eingehender Diskussion über die Londoner Jahreskonferenz und über Keren hajessod) folgenden Beschluß einstimmig angenommen. „Der Landesvorstand begrüßt die von der Londoner Jahreskonferenz beschlossene Schaffung des Keren hajessod. Er verpflichtet alle deutschen Zionisten, zu diesem Fonds in der Regel 15 Prozent vom Einkommen der nächsten fünf Jahre sowie 10 Prozent des Vermögens, die gleichfalls in fünf Jahresraten gezahlt werden können, beizusteirern. Die Aufbringung dieser zionistischen Beiträge für den Keren hajessod soll unverzüglich beginnen. Der Geschäftsführende Ausschuß wird! beauftragt. die nötigen Schritte zu tun, um ein Zusammenwirken mit den nichtzionistischen jüdischen Kreisen auf dem Boden der Keren hajossed-Arbeit herbeizufiihren. Die Gründung eines zentralen, aus Zionisten und Nichtzionisten bestehenden Komitees der Keren hajessod für Deutschland, sowie entsprechender lokaler Komitees ist aaizustreben. Die Sammlung soll im wesentlichen durch persönliche Erfassung einer möglichst großen Anzahl deutscher Juden durchgeführt werden. Der Landesvorstand richtet an: alle für 'diese Sammeltätigkeit geeigneten deutschen Zionisten die Aufforderung, sich für die Durchführung dieser Sammlungen während eines bestimmten Zeitraumes mit ihrer ganzen Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen.“ Nach der Sitzung wurde bei der ersten Zeichnung von 18 der anwesenden Herren ein Betrag von zirka 750.000 Mark subskribiert. Ferner stellten sich 20 Herren für verschiedene Zeitdauer (bis zu einem Jahre) zum freiwilligen' Dienst für die Sammeiarbeit zur Verfügung. Die neue Leitung. ..Zionist Bulletin“ veröffentlicht nachstehende offizielle Verlautbarung: Von der neuen Exekutive der zionistischen Organisation werden drei Mitglieder, und zwar Dr. Weizmann, Sokolow und Julius Simon ihren Sitz in London haben. U s s i s c h k i n wird in Palästina bleiben und der Ehrenpräsident der zionistischen Organisation Justice B r an d e i s wird weiterhin in Washington wohnen. Sekretär der Exekutive ist Dr. Abraham Sonne. Mit der Einführung der Zivilverwaltung in Palästina und der zu gewärtigenden Wiederkehr normaler Verhältnisse ist es möglich geworden, einen Teil der bisher vom Zentralbüro in London besorgten: Tätigkeit auf die Zionist Commission in Jerusalem zu überführen. Infolge dieser Veränderungen wurde das Zentralbüro reorganisiert. Es besteht jetzt aus drei Departements: Politik. Finanzen und Organisation, deren erstes eine eigene Transportabteilung hat. Die Liquidation der Departements. deren Arbeit nach Palästina überführt wurde, erfolgt provisorisch durch das Sekretariat der Exekutive. Der künftige Aufenthaltsort N ehemia de Lieraes ist noch nicht deiintiY festgesetzt. für die Not der Schule? Wir haben gehört, daß der Joint es ablelmt, Kuliurhilfe zu gewähren. Ich hätte fast gesagt, ich kenne die Gründe nicht, aber ich mißbillige genommen .werden. Wir werden auch dafür zu sorgen haben, daß die staatliche Hilie, die der Frjedensvertrag verlangt, unseren Schulen tatsächlich zukommt. Diese Frage streift schon das Politische, aber da die lokale Organisation die Er¬