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Jüdische Zeitung · 1920-10-01 · 27 (1.10.1920) · p. Seite 7

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
14 (1920)
Issue
27 (1.10.1920)
Date
1920-10-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Sr. 27 Seite 7 JÜDISCHE ZEFFUNG Unstimmigkeit in der zionistischen Partei in Amerika. New-York, 12. September. (J. C. B.) Rabbiner Stephan Wise hat auf seine Stelle als Vicevorsitzender der zionistischen Organisation Amerikas verzichtet. Er begründet seinen Schritt damit, daß er in das Große Aktionskomitee nicht gewählt wurde und er mit der Politik Louis Brandeis und Jacob de Haas’ auf der zionistischen Jahreskonferenz in London nicht einverstanden ist. Sprechsaa! Zur Bodenerwerbsfrage in Palästina. Herr M. Horowitz hat in Nr. 26 dieses Blattes einige bodenreformerische Vorschläge für die Bodenpolitik in Palästina gemacht, als Ergänzung meinse Artikels über diese Frage. Wenn ich solche Vorschläge in diesem Artikel nicht erwähnt habe, so geschah dies aus dem Grunde, weil sie alle bereits schon lange Zeit Gegenstand der Verhandlungen mit der Mandatarmacht sind, wobei es sich gar nicht mehr um das ob?, sondern um das wie? handelt. Ich habe darüber nach der Aktionskomiteesitzung im Februar wiederholt einiges Weniges veröffentlicht. Ueber im Zuge befindliche Verhandlungen können natürlich ausführliche Mitteilungen nicht gemacht werden. In dem Referat Simons sind aber darüber manche prinzipielle Gesichtspunkte angedeutet worden, wie z. B. über die Frage der Maximalbodenflüche für den Einzelnen. Es wurde cParin gesägt, daß die Berechnung einer solchen Größe auf Grund des arabischen Standard1 of life von heute nicht zureichen würde. AU diese Fragen sind fortlaufend Gegenstand der Beratungen im Aktionskomitee und es kann darüber nur soviel gesagt werden, daß die Forderungen, die Gg. M. Horowitz in vollkommen richtiger Weise erhebt, von Anfang an das Substrat dieser Beratungen und der Verhandlungen gebildet haben. Adolf Böhm. Anzeigen Der „Misrachjud“, jiddisches Wochenblatt. Zencralorgan des „Verbandes der Ostjuden in Deutschland“. Abonnementspreis: 12 Mark vierteljährlich. Adresse der Redaktion und Administration: „Der Ostjude“. Berlin C 54, Rosenfhakrstraße 43. Zeitungsvertriebsbüro: „Hamewasser“. Das neue Blatt, dessen erste Nummer uns voriiegt. entspricht einem in weiten Kreisen empfundenen Bedürfnis. Die Ostjudenfrage in Deutschland hat in jüngster Zeit einen immer aktuelleren Charakter angenommen. Bei den mannigfachen Erörterungen dieses Problems vermißte man hier bisher die Stimme der Ostjuden selbst, denen es an einem eigenen Organ fehlte. Uuf diesen Umstand .weist der Redakteur Herr Josef Lin in seinem programmatischen Leitartikel hin. in dem die Bedeutung des Ostjudentums für die Erhaltung und Stärkung des Judentums in Deutschland beleuchtet wird. Dr. M. Aschkenasy behandelt in einer Neujahrsbetrachtmig die jüngsten Judenverfolgungen in Polen und anderen Ostgebieten. Mit den bekannten Vorgang enin Kattowixz, wo mehr als tausend jüdische Emigranten über die Grenze nach Polen abgeschobeu wurden, beschäftigt sieh der Sekretär des Arbeiter Fürsorgeamtes Dr. M. Senator. Von dem weiteren Inhalt der ersten Nummer ist besonders das Bulletin von M. Gouzer ..Brieferl zum lieben Leser“, sowie eine reichhaltige Informationschronik, hervorzuheben. Die von Josef Budko hergestellte' Kopfzeichnung zeigt eine alte gebückte Judengestalt, umgeben von zerstörten Häusern. Aus dem ganzen Inhalt des Blattes spricht das ergreifende Leiden unserer östlichen Brüder. Wir begrüßen die neue Zeitung und wünschen, daß sie im eben begonnenen Jahre von erfreulicheren Vorgängen' berichten könnte. M. G. Stockerau. Am 25. September 1920 eröffnete die J. A. C. Jordania ihr Winterprogramm mit einem Vortragsabend. Herr Dr. W einer vom zionistischen Landeskomitee sprach über ..Akute jüdische Probleme mit der Baliourschen Deklaration“. Seine glänzenden sachlichen Ausführungen ernteten bei der stark besuchten Versammlung großen Beifall. Selbstverständlich blieben die kommenden Nationalratswahlen nicht unerwähnt. So scheint diese Veranstaltung den Auftakt zu einer .gedeihlichen Weiterarbeit zu bilden. Zionistische Bezirkssektion Währing. Bei der am 19. September 1920 im 18. Bezirke. Schopenhauerstraße 39. abgehaltenen Generalversammlung der Zionistischen Ortsgruppe. Bezirkssektion W ii h r i n g. wurden folgende Vorstandsmitglieder gewählt: Obmann: Dr. Arnold Friedmann. Rechtsanwaltsanwärter. XVIII., Edmund Weissgasse 7: Obmannstellvertreter: Dr. Siegfried Schmitz. XVIII., Czartoryskigasse 36: geschäftsführender Leiter: Artur Seidl, Ingenieur. XVIII.. Abt Karlgasse 21: Schriftführer: Josef Zohn. Student. XV11L. Kreuz- Kasse 29; MR-Kommissär: Dr. Heinrich Reuch- 1 i n. Privat. XVIII.. Schulgasse 12: Kassier: Moses Trepp'er, Kaufmann. XVIfL Gersthoferstraße Nr. 166: 2. Kassier: Frau Erna Patak. Private. XVIIL, Hasenauerstraße 43: Schriitieiter: Dr. Hermann Ebner. Rechtsanwalt. XVIIL. Messerschmiedgasse 38: Ausschuß: Karl Mayer. Ingenieur. XVIIL. Hans Sachsgasse l.s. Dr. M. Neumann. Zahnarzt. XVIIL. Karl Beckgasse 41. Dr. Moritz L a u t e r s t e i n. Arzt. XVIIL. Schulgasse Nr. 58/4, Dr. Dawid Brennstein. Arzt. XVIIL. Währingergiirtel 97. Fr!. Risa Schlesinger. Private. XVIIL. Herbeckstraße 51. Leopold Moses. Privatbeamter. XVIIL. Karl Beckgassc Nr. 29. Josef Kolm. Privatbeamter. XVIIL. Hofstadtstraße 22; Revisoren: Oskar Reissmai: n. Prokurist. XVIIL. Hockega-.se 6t. Aibert Sin g e r. XVHL. Hockegasse 61. Eingesendet Oeifentliche Danksagung. Der israelitische Kultusvorstand Nidwor r. a. vertreten durch den Alt-Bürgermeister. Regierungskommissär und Kultus-Präses Mozes Bodnar. Herrschafts- und Fnbriksbesitzer. sprich: aut diesem Wege dem P hi 1 a n t r o p e n Sr. Wohigeboren Herrn M a x Rudolf M e i s e 1 s samt edlen Lebensgefährtin, \V i e n, L. Grand H o t e 1. den öffentlichen Dank für seine Spenden für die arme jüdische Bevölkerung Nadwornas aus. So spendete genannter Herr: a) überbraclu durch Herrn Awner Zwiebel .20.0')i) K b) überbracht durch Herrn Bürgermeister Mozes Bodnar. . . . 10.000 K c) gegenwärtig überwiesen durch ■ Herrn Bürgermeister Mozes Bodnar 50.000 M ad a) und b) wurden bereits laut Ausweis verteilt,, während ad c) 5000 Mark an den einbeinigen Rubin Hi r s c h, 25.000 Mark für die verbrannte große Synagoge gewidmet und 20.000 Mark an die Aermsten aller Armen sofort verteilt wurden. Der Ausweis (Spezifikation) wird demselben demnächst vorgelegt werden. Die Vorsehung vergelte dem Wohltäter un<i dessen ebenbürtigen Frau Gemahlin in allen Richtungen tausendfach, so ertönt es aus den Kehlen der hiesigen Armen und aus der Tiefe deren Herzen. Isr. Kultusgemeinde Nadworna der Präses: Regierungskommissär Mozes Bodnar. In allen Synagogen werden bei der Thora Segenswünsche für dieselben gesprochen. ^■laaBaununHHHiHHgaBHHnumuaHHagasaBBMnfliBaina EmpiehlensueHe E&bkb: | Magenleidende * (jedes Wort 40 Heller, fett gedruckt 60 Heller) £ » 9BWlpI VfaS 118 9 959 B W 95 31 Isidor Trebitsch, Schneiderzugehör, 9. Bezirk. Serviitengasse 12. Löw &• Weinmann. Seiden- und Wollstoffe. L Bezirk, Tuchlauben 12. Adolf Gans, Bettfedern, 1. Bezirk, Tuchläuben 7a. F. Istinger & Co„ Brennholz, 17. Bezirk, Hasiingergasse 41. Richter Sc Donnebaum, WaschblaiuSabrik, Bratislava. Schönxäone rgasse 40. Wflh. Kobn, Herrenkleiderkonfektion. I„ Salvatorgasse 10. Ant. Blsenz, Schnellschuh-Reparaturanstalt, IV., Schleifmühlgasse 12. Werbet Abonnenten für die „Jüdische Zeitung“! r iS Saccharin Fabrikation gründlich zu erlernen. Brieflich und persönlich, schnell und billig und iedem zugänglich. ~ Prospekte gratis. =- Chemische Industrie : J. 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