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Jüdische Zeitung · 1920-10-01 · 27 (1.10.1920) · p. Seite 4

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
14 (1920)
Issue
27 (1.10.1920)
Date
1920-10-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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ieite 4 JÜDISCHE ZEEEÜNG Nr. 27 „Ich glaube, daß in nächster Zeit sehr scharfe Differenzen in der amerikanischen , Organisation zum Austrag kommen werden, in bezug auf die Stellung des Zionismus zur nat i onalen Arbeit 'in der Diaspora. Unter nationaler Arbeit verstehe ich sowohl die politische als auch die kulturelle und soziale Arbeit. Schon jetzt sind sehr einflußreiche Mitglieder unserer Organisation der Ansicht, daßsich der Zionismus von der Teilnahme au allen Angelegenheiten des Galuthiudentums nicht ausschiießen darf, da er sonst das Zutrauen der Massen verliert. Es darf uns der Vorwurf nicht treffen, daß wir uns um die wirkliche Not der Juden nicht kümmern. Aber^auch sonst hängt die Zukunft des amerikanischen Zionismus davon ab. daß wir eine, 'intensive Kulturarbeit führen und das nationale Bewußtsein stärken; denn noch für lange Zeit müssen w.ir die Mittel für Palästina im G a 1 u t h aufbringen, ln welchen Formen die nationale Arbeit geführt werden soll und welche Stellung sie im Gesamtkomplex unserer Aufgaben entnimmt, k .diese Frage bedarf allerdings noch der Klärung. Ich selbst habe dafür noch keine feste Ansicht gewonnen. auch wird diese Frage in den verschiedenen Staaten den Umständen entsprechend verschieden gelöst werden müssen. Ich betrachte diese Frage als eine der wichtigsten, die das Gesamt! udentum. noch zu lösen hat. Ich möchte dies besonders unterstreichen. Mit dieser Einschränkung glaube ich sagen zu können, daß der größte Teil der zionistischen Massen in Amerika für die Gegenwartsarbeit eintreten wird.“ „Auch innerhalb der Delegation gab es Differenzen darüber, doch herrschte bei uns strenge Disziplin und da Brandeis unser anerkannter Führer ist, mußten wir im Plenum seinen Standpunkt unterstützen.“;.\Vas halten Siie von den künftigen materiellen Leistungen .der amerikanischen Zionisten, insbesondere für den Keren Hajessod?“ „Ich bin der Ansicht daß die Amerikaner ihr Aeuß.erstes tun müss eSn. um die Lage zu retten, die ich für sehr kritisch halte. Die Amerikaner haben in finanziellen Dingen den Schlüssel in der Hand und müssen ihre Pflicht tun. Allerdings ist es richtig, daß die Geldsammlungen in der letzten Zeit sehr geschwächt worden sind. Das jüdische Publikum ist etwas ermüdet. Darum wollte auch Brandeis keine festen Versprechungen machen. Ich. habe jetzt in Europa gesellen, welche großen Vorbereitungen hier für die Sammlungen für den Keren Hajessod getroffen werden. Wenn in Europa große Summen aufgebracht werden, so wird das — auch wenn diese Summen bei Umrechnung ln englische Valuta geringer ins Gewicht fallen — in Amerika einen außerordentlich starken Eindruck machen. Ich glaube fest, daß .dadurch die Sammeltätigkeit in Amerika einen kolossalen Impuls bekommen kann.“ „Glauben Sie, daß die Abgabe von 10 Prozent in Amerika durchgeführt werden kann?“ „Im allgemeinen wird dies in Amerika ziemlich schwer durchzuführen sein. Dennoch glaube ich. daß wir die organisierten Zionisten werden in irgend einer Form erfassen können. Wir haben jetzt in Amerika eine sehr eifrige und ergebene zionistische Kemtruppe, insbesondere eine prachtvolle zionistische Jugend Von diesen Zionisten ist zu erwarten, daß sie den Beschluß erfüllen werden. Für die Sammlung selbst werden wir neue Formen und Methoden einführen müssen, denn die alten Methoden der Sammlung in Volksversammlungen, sind schon etwas abgenutzt. Vielleicht werden wir einen progressiv abgestuften Mitgliedsbeitrag entfuhren, der sehr hoch bemessen ward. Jedenfalls kann" die Geldaktion nur durch eine starke zionistische Organisation durchgeführt werden.“ „Bestehen in Amerika bereits Pläne für direkte wirtschaftliche Betätigung in Palästina?“ „ln den letzten Monaten haben sich mehrere Privatgesellschaften gebildet mit dein Zweck, in Palästina zu arbeiten und wirtschaftliche Unternehmungen zu gründen. Aber bis jetzt ist noch nicht deutlich, womit sie sich befassen werden. Jedenfalls stehen in Amerika sehr große Summen für geschäftsmäßige Anlagen in Palästina zur. Verfügung. Aber auch dies hängt von der zionistischen Stimmung und von der Propagandatätigkeit unserer Organisation ab.“ „Gibt es keine Bedenken gegen privatkapitalistische Unternehmungen? Die Pittsburger Resolution spricht doch von einem sozialistischen Aufbau?" „Im allgemeinen kann man wohl sagen, daß eine ablehneiVde Stimmung gegen die wirtschaftliche Arbeit des Privatkapitals in Palästina nicht besteht. Das Pittsburger Programm ist zwar im Prinzip akzeptiert worden, aber es wird von den meisten nur aufgeiaßt als ein Ideal, das in späterer Zeit einmal erreicht werden soll.“ . „Wie steht es in bezug auf den Bodenkaui?“ „Wir haben offiziell die Stellung eingenommen, daß der Boden n a ti on aJ is i e r t werden soll. d. h. daß der Nationalionds den Boden kaufen soll. Wir glauben, daß dieses Prinzip bei entsprechender, Aufklärungsarbeit durchgeführt wenden kann, wenn der Boden Eigentum des Volkes ist und in Erbpacht vergeben wird. Dies ersetzt völlig den privaten Bodenbesitz, was der ' Allgemeinheit noch nicht so klar ist. Trotzdem glaube ich, daß dlie Amerikaner nicht dagegen sein werden, daß man im heutigen Stadium auch Privatleuten erlaubt, Kapital im Bodenkauf zu investieren. Es ist ein großer Fehler, daß der Nationalfonds bisher in Amerika nicht populär genug ist. Er war bis jetzt nicht sehr tätig, und seine amerikanische Zentrale müßte unbedingt stärker entwickelt w.erden.“ ' lm weiterer. Verlaufe der Unterredung berichtete Herr Rothenberg über die Reise, die er im Aufträge des People Relief Committee in Europa gemacht hat. Er hat Wien. Prag, Bratislava und nun Berlin besucht und besonders die Frage der jüdischen Flüchtlinge studiert. Bezüglich der C h a 1 u z i rn w a n d e r u n g führte er unter anderem aus: „Ich halte die Chaiuzimfrage für sehr ernst. Für ,dle Wanderung ist gar nicht vorgesorgt. Die Leute kommen oft in schrecklichem Zustand über Ungarn und Galizien, wo man ihnen an den Grenzen meist das Geld abger.onunen oder unterwegs gestohlen hat. Das Joint Distribution Committee 1 hat sich jetzt entschlossen. ein Drittel der Reisekosten der Chalttziin bis Palästina zu geben, wenn sie wirkliche Chaluzim sind, die als Arbeiter dort leben wollen. Dies ist nach der jetzt durchgesetzten Anschauung eine Art der konstruktiven Hilfe, deren Grundsatz es ist, arbeitswilligen und arbeitsfähigen Elementen die Reise zu einem geeigneten Arbeitsplatz zu ermöglicheu.'‘ (Wir bemerkeji hiezu, daß Mr. Rothenberg uns bei seinem Aufenthalte in Wien die gleiche Auffassung entwickelt hat.) Diese Differenzen haben auch schon zu konkreten . Geschehnissen geführt. Der zionistische Orden „B n e i Zion“ in New-York, welcher über sehr zahlreiche Mitgliederscharen in den Vereinigten Staaten verfügt, ist infolge tiefgehender Differenzen zwischen ahm und dem offiziellen amerikanischen Zionismus aus der Organisation der amerikanischen Zionisten ausgetreten. Der Austritt erfolgte auf Grund von Beschlüssen, die dieser Orden auf einer Ende August in New- York abgehaitenen Speaialkonierenz gefaßt hat. Der Orden hat sich iinnme.hr als gesonderte unabhängige zionistische, Föderation in Amerika konstituiert und wird sich beim zionistischen Aktionskomitee in London für die Anerkennung seiner Unabhängigkeit von der zionistischen Gesamtorganisation in Amerika einsetzen. Ebenso hat Rabbiner Stephan Wi s e auf seine Stelle als Vizevorsitzender der zionistischen Organisation Amerikas verzichtet. Er begründet seinen Schritt damit, daß er in das Große Aktionskomitee nicht gewählt wurde und er mit der* Politik Louis ßrandeiis und Jak de Haas* auf der zionistischen'Jahreskonferenz in London nicht einverstanden ist „J e w i s li Daily New s“ greifen Brandeis an, den obersten Richter einer demokratischen Republik, der einen diktatorischen Dreierrat vorgeschlagen habe, dem linkontrollierbare Vollmacht zukommen sollte. Mit der Wahl Flexners. welcher nach der Absicht von Brande.is diesen im Komitee ersetzen sollte und der jedenfalls einen hervorragenden Anteil an der Leitung haben wind, ist das Blatt nicht zufrieden. Flexner sei ein völlig unbekannter Zionist. Auch „T he Da y“ und „J e w i s li M o rn i n g J o u r n a 1“ kritisieren die „autokratischa Haltung“ von Brandeis in London. B r a n d g i s selbst ist bemüht, den in London zutage getretenen Gegensatz der Auffassungen zu überbrücken. Nach seiner Ankunft in Amerika hat er in einer Sitzung der amerikanischen zionistischen Exekutive Bericht erstattet. Brandeis sprach die Hoffnung aus. daß die neue Exekutive gemeinsam mit dem Oekonoinischen Rat bedeutende WiederaüfbauarbeLten aufnehmen werde. In seiner Rede betonte Brandeis, daß etwas wie spezielle Interessen der amerikanischen Zionisten nicht existiere. Die Interessen des amerikanischen Zionismus seien dieselben wie die des interterritorialen Zionismus. Das jüdische Volk habe jetzt die Aufgabe, die Mittel für das große Werk zu schaffen. Den größten Teil der notwendigen Fendis, wilrd' Amerika aufzu,treiben haben. Justice Brandeis schloß seine Ausführungen mit dem wannen Appell an die amerikanischen Zionisten, ihre Energie zu verdoppeln und mit ganzem Herzen an den Wiederaufbau der nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina zu gehen. Auch die Nachricht von dein Beschlüsse, dine außerordentliche Parte'ikonvention in nächster Zeit abzuhailten. deutet darauf hiän. daß die Stimmung der amerikanischen Zionisten nach einer Revision der Haltung ihrer Londoner Delegierten drängt, ebenso der Austritt von Rabbi Stephan W j s e aus der Leitung de‘s amerikanischen Zionismus. , Zum Sukkothfeste Die jüdischen Feste unterscheiden sich vorteilhaft von den Festen anderer Bekenntnisse, unter anderem dadurch, daß ihnen gesicherte geschichtliche Tatsachen" zugrunde liegen. Ereignisse, die auch durch außerbiblische Dokumente bezeugt sind. Dieser große Vorzug der historischen Wahrhaftigkeit unserer Festesanlässe hat aber auch seine Kehrseite. Und das ist der leicht begreifliche Irrtum, daß die 'Feste dazu eingesetzt seien, um lediglich an das bestimmte Ereignis zu erinnern, das uns in die graue Vorzeit zurückführt. Dem ist aber keineswegs so. Bei aller Bedeutsamkeit der geschichtliche!! Grundlagen unserer Feste, wollen diese' jedoch ein Größeres und Höheres- Sie wo'len vor allem zu uns selbst und zurück. Nach einiger Zeit wurde ich nach Haifa versetzt Hatte ich durch den Fall Scott und meinen Prozeß mir das moralische Heimatsrecht in Palästina erkauft so erwarb ich in Haifa durch Aquirierung von Chasara (juckender Hautausschlag) und Malaria (41 Grad Hitze) das physische Bürgerrecht. Ich bleibe liier. Palästinensische Menschen Ein Brief von Hugo Bergmann aus Jerusalem. Liebe Freunde! Es ist 11 Uhr abends, ich sitze allein bei dar Perroieumiampe im Zimmer, eben hat eine Gesellschaft von 20 Menschen uns verlassen und es drängt mich. Euch zu sagen, wie glücklich man Ln Erez Israel sein kamt. Ich weiß nicht, ob es mir gelingen wird. Euch diese Menschen zu schildern, die eben da waren. Euch einen Begriff davon zu’ geben, was das heißt palästinensische Arbeiter — wieviel Sorgen und Verantwortungen und Streitigkeiten und doch wiksder. wieviel Glück der Arbeit, wieviel Freude der Hingebung, wieviel große elementare Lustigkeit in diesen Menschen offenbar werden kann. Welch wunderbare Menschen haben wir kennen gelernt! Erst jetzt fühle ich. wie reich wir in all unserer Not und Armut sind! Und welche Einfachheit, welche Schlichtheit, welche Dumpfheit dieser Menschen! So lernte ich heute vormittags den Führer der hiesigen Poale Zion. Jabnieli. dessen Aufsätze über das Hebräische Ihr im „Juden“ vielleicht gelesen habt, kennen; dieser Mensch, in seiner ganzen Schlichtheit, hat jetzt eine ungemein schwierige Aufgabe auf sich genommen: Er hat sich zum Mund. der stummen, sozusagen stummen Jemeniten gemacht und vertritt ihre- Forderungen gegenüber der zionistischen Oeffentlichkeit. der zionistischen Regierung hier, die ebenso konservativ und langsam isr. wie alle Regierungen. Und gleich. legte er mir, als wäre ich einer von ihnen, die ganzen Sorgen der Jemeniten dar. Doch ich will hier auf 'die Einzelheiten'nicht eingehen. — Mittags: Wir essen in der Arbeiterküche. Was sind das wieder für Menschen, die da verkehren. wie gut die Speisen, wie billig! Die Aufträger sind Genossen, die hier freiwillig ihre Gemeinschaftsarbeit tun. Welcher Unterschied zwischen einer derartigen Mittelstandsküche, die ich einmal in Prag sah, wo Damen der Gesellschaft die Hungrigen bedienten und „soziale“ Arbeit leisteten und hier, wo Genossen bedienen mit einer Zuvorkommenheit, wie sie der beste Kellner nie aufbringen würde. Ich brauche nicht hhrzuzufiigen, daß es da kein Trinkgeld gibt. Der allgemeine Gesprächsstoff .ist hier die Woche der Erlösung. Welche patriotischen Taten da Palästina geleistet hat. läßt sich nicht schildern. In. Haifa brachte ein, Lastträger, der seine hungrige Familie nicht zti ernähren imstande ist; 1 Pfund Sterling. Dieses Pfund war allen ein teueres Symbol und1 es wurde versteigert und fiir 50 Pfund erstanden, ln Jaffa brachte/eine Frau das Geld, das sie für ihr Totenhemd, aufgespart hatte. Wenn Palästina erlöst sein wird, brauche sie kein Totenhemd, ln Tiberias schenkte ein Mädchen ihre beiden Ringe. Der Vater wollte sic überraschen und kaufte sie um 50 Pfund wieder. Das Mädchen nahm sie nicht an und1 gab sie wiederum dem Aufbäuiond und sie wurden wiederum um 700 Pfund zurückgekauft. Der Sohn eines bekannten Führers des" Hapoel Hnzair verlangte von seiner Mutter, die schon alles weggegeben hatte, sie solle auch noch eine Uhr, die da geblieben war. hergeben: „Wenn Du es nicht tust, so verkaufe ich mich selbst und Du mußt mich wieder Zurückkäufen! Von Dagania ging der Sohn' eines Genossen den weiten Weg nach Tiberias und trug seine Geige, die ihm der Vater aus Rußland mitgebracht hatte, zum Verkaufe für den Aufhaufond. Und all dies erzählen diese Menschen mit solcher Freude, solchen leuchtenden, fröhlichen Augen. Wir Wes finden mit unserem kalten Temperament, unserem ewigen Berechnen und unserer Nüchternheit, stehen beschämt da; ob wohl auch bei. uns einmal die* -Flamme des Gefühls so alle Hemmungen hinwegschwemmen könnte?! »i Der Sorgen und Kämpfe gibt es hier genug. Aber trotz aller Sorgen, die - einen oft niederdrücken — ich hätte nicht geglaubt, daß man in Palästina solche Augenblicke reinen Glücks genießen kann, wie ich, es jetzt siehe. Nur das eine muß ich hinzufügen, daß man ohne Kenntnis der Sprache keinen Zugang zu dieser Welt finden kann. Noch Eines: Ihr würdet staunen, welchen lebendigen, sinnvollen Ausdruck hier das Wort „Chav/er“ darstellt. Das ist wirkliche tiefe Hilfsbereitschaft. Ebenkam ein Lehrer, zu mir und trug sich an; düe Kinder täglich zu unterrichten, selbstverständlich ohne Bezahlung — alles das ist so selbstverständlich, als würden diese Menschen die Mauer, die Mensch und Mensch trennt, überhaupt nicht kennen. Das Leben in der Genossenschaft-macht diese Menschen weitherzig, da die kleinliche Sparsamkeit an Geld und Zeit, welche in der Privatgesellschaft einen Sinn hat. sinnlos wird* wo es sich um eine gemeinsame Wirtschaft von 25 oder 30 Menschen handelt; so haben alle die Menschen — und auch die Städter, die unter ihrem Einfluß stehen, etwas vom GrandseignEur im Sinne von, Scheler. Nun lebet wohl und trachtet hierüberzukommen!. Unterdessen sammelt Bücher für die Nstionalbibliothek, womöglich wissenschaftliche — mathematische, naturwissenschaftliche, politische, soziale und sendet sie her. Seid alle recht herzlich .gegrüßt von'Eurem . Hugo B e r'g m a n n. („Selbstwehr“, Prag.)

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