Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 14 (1920)
- Issue
- 22 (23.7.1920)
- Date
- 1920-07-23
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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deite 6 JÜDISCHE ZElTUKg Nr. 22 muttei Industrie fabrizieren sollen. Gleichzeitig soRennoch einige andere, kleinere Industrien an- ■gefügt werden, wie Fabrikation von Strümpfen. Heften und Kandelsbüchern, wie auch eine Drudk- und Lithographie-Anstalt. Das Aktienkapital beträgt 20.000 Pfund. Die allgemeine Versammlung der Aktionäre soll demnächst stattfinden. Rumänien Die AchuSa-Bewegnng in Rumänien. Bukarest. (J. C. B.). Das Palästina-Departement der zionistischen Föderation arbeitet mit großem Eifer an der angefangenen Aktion behufs Gründung mehrerer Achusa- Gesellschaften. In der letzten Zeit wurden 6 Versammlungdh sowie mehrere Komiteesitzungen abgehalten. wo 6 Achusa-Gründungen in vier Kategorien beschlossen wurden. Die erste Kategorie sieht vor die Gründung von 100 Dunam Kolonien. die Zweite 50 Dunam Kolonien, die Dritte 25 Dunam-Kolonien und die Vierte 10 Dtmam Kolonien. Die dritte und vierte Kategorie ist besonders aut jüdische Arbeiter zugeschnitten. Alle diese Achunsa-Gründungen sollen der Gesellschaft „Romano-Palestiniana“ unterstellt werden, die dieser Tage ins Leben tritt. An der Durchführung dieser Organisation^ nimmt besonders regen Angung anizvircten hatten, waren besondere Widersacher der Juden, die Vertreter Frankfurts und der Hansastädte sachkundige, erfahrene und energische Männer, die ihr Ziel mit großer Geduld und Klugheit verfolgten. Den Standpunkt der Juien unterstützten insbesondere der österreichische Staatskauzler Fürst Metternich und die Preußen Fürst Hardenberg und Wilhelm von Humboldt. Die Wiener jüdischen Salons der Franziska von Arnstein und ihrer Schwester Gäcilie von Eske'es versagten fast vollkommen bei Vertretung der jüdischen Rechte. Die beiden Damen mit ihren einflußreichen Salons machten während der Kongreßzeit nur preußische Politik, sie veranstalteten prunkvolle Weihnachtsfeiern (für Wien ein Novum) und weilten, während die für die Juden wichtigen Entscheidungen am Kongreß fielen, zur Erholung in Baden und Hietzing. Doch zur Ehre der jüdischen Adeligen und Putrider sei erwähnt, daß doch eine Anzahl von ihnen für die Rechte der Juden einzutreten versuchte. Dies waren Leopold Edler von Herz. Lazar Auspitz und der auch sonst rühmlich bekannte Simon Edler von Lämel. in dessen Sinne einige Jahrzehnte später seine Tochter zu handeln glaubte, als sie die Lämelschule in Jerusalem gründete. Doch alle Anstrengungen hatten nur ein geringes Ergebnis. Der_Kongreß war durch Nateil Mr. Abraham GoldbeTg aus New-York, 4 i‘ ‘ “TTiT.'“' —Wii.- der unlängst von einer Studienreise aus Palästina .^po,eons ^uckkellr von Elba zur größten Eile ge- Stuaienre.se aus Palastma £dränJtt> und es fehlte nun zur eingehenden Berader Judenrechte an Zeit und Stimmung. Das Amerika T : MB ^wenige. was man erreichen konnte, war Art. 16 uw umousoi run ztirückjrekehrt ist. i am 'j*. "YtttllhiV. W ß.1 mein VI 1 .. —- n» „ __ _. ,. . „ „_.;^öder Bundesakte. Seine letzte Fassung bedeutete D e I2‘citl!lneS^M!^erMrtAonc“l<;n!SAmAl-;LI!1^rean " eine "«sentliche Verschlechterung gegenüber den sabon ...loung Judeans in Amerika- < h;iTüheren Entwürfen. Statt ..Bürgerrechten“ er- New.-York. (J. C. B.). Letzten Sonntag L| langten sie nur „bürgerliche Rechte“, die bishewurde in Long Island die zwölfte Jahreskonferenz .^r;Sen Errungenschaften galten für die Juden nur der zionistischen Organisation „Jung Juda“ in ^soweit sie von nnd viicht in den einzelnen Bun- Atnerika bei einer zahlreichen Beteiligung von -f-desstaaten verliehen wurden, was einen gewalti- Deiegierten aus dem ganzen Lande eröffnet. Die -.ifgen Unterschied ausmachte. Konferenz erhielt Von allen zionistischen Organisa- Die Verhandlungen des Kongresses.. seine tionen wie auch vom Richter M a c k. Präsidenten Ergebnisse und die Folgen der Kongreßbeschlüsse der zionistischen Organisation in Amerika. Dr.i> <sjn<i jn Dr. Barons Buch auf Grund zahlreicher Stephan W i s e und Louis B r a n d e i s herzliche , ungedruckter Archivalien und mit fleißiger Be- Begrüßungschreiben. Auf der Tagesordnung stannutzung der zeitgenössichen Literatur geschildert, den Probleme der praktischen PalästinarifAuch der Kulturhistoriker, sowie der Freund der arbei-i. Auch der Frage der Verbreitung 4 historischen Anekdote findet viel Interessantes, der hebräischen Sprache wurde einT?.£)as Buch ist keineswegs trocken, sondern recht •gebührender Piatz ir, den Beratungen eingeräumt. 51 anschaulich geschrieben, -wobei es doch als eine ~ ■! ..... . r ........ -Tn v i.;'?arge Uebertrejbnn? zu bezeichnen ist. wenn der Eine neue jüdische Institution m New-York. 1 i von dem „rührigen“ Verlag Löwit beigestellte Das Jüd. Korr .-Büro meldet aus New - Waschzettel als vermeintliches Lob dem Buche Yor k: Im Ostviertel New-York‘s wird eine di«; „Lebendigkeit eines historischen Romans“ neue jüdische Institution unter dem Namen „J e- E nachrühmt. IICUV 4 14 - - — ... w i s h Center“ gegründet, eine Erziehungsanstalt für die jüdische Jugend im Ost- Nicbt unerwähnt dari bleiben, welchen peinlichen Eindruck es auf jeden nationalfühlenden anstalt tur eie juoiscne juxenu uu „-■> neuen cinaruciv es um jeucn luiiumuiumwiuui viertel New-Yorks. deren geistige und physische Tf L^ser macht, daß der Autor ostentativ mehr als V-» . 1 t_ _ 1: -.1. -..awmo oVilo ccvrrf .Mtor •- -i — T AnftnVir>tiiifron .i\f* n Aiicdriirlf Erziehung bis nun ziemlich vernachlässigt war. Besonders W ai sen k ind e r sollen hier untergebracht werden und eine Erziehung im jüdischen Geiste genießen. Diese Institutionen werden in einem eigenen. einstöckigen Hause untergebracht sein, zu dem der gewesene Botschafter Abraham ELkus vor. kurzem den Grundstein gelegt hat. ’ Literatur . Die Juden frage auf dem Wiener Kongreß. Auf. Grund von. zum Teil ungedruckten Ouellen, dargestellt von Dr. Salo Baron. Herausgegeben. mit Unterstützung der historischen Kommission der Israelitischen Kultusgemeinde in Wien. R. Löwir-Verlag. Wien und Berlin 1920. Preis geheftet Mk. 10.—. gebunden Mk. 14.—. Das erfolgreiche Eintreten der Delegierten der jüdischen -Nationairäte am jüngsten Friedenskongreß erregt in dem geschichtlich interessierten Betrachter jüdischer Dinge den begreiflichen Wunsch.- genau zu erfahren, ob und wie das jüdische Volk bei den früheren Diplomatenkongressen seine Rechte geltend gemacht hat. Bekannt ist das wüidelose und-darum vergebliche Eintreten für die-rumänische^ Juden am Berliner Kongreß: statt offene Forderungen im Namen des jüdischen Gesamtvolkes zu erheben, stellte man sich hinter den avileilielüsternen Finanzmagnaten Bleichröder und erreichte nichts als wertlose Versprechungen. , Die vorliegende Arbeit ist geeignet, all denen. die sich für die Beziehungen der Juden zum Wiener Kongreß interessieren, eingehende Aufklärung zu geben. Der Wiener Kongreß von 1914 hat. wie der-letzte Friedenskongreß, nach langjährigen Kämpfen’ eine Neuordnung der europäischen Verhältnisse versucht und starke Wirkung auf die Geschichte der Juden Deutschlands ausgeübt. Das vorliegende Buch beginnt mit einer ausführlichen Schilderung des, politischen und ökonomischen Zustandes der Juden in den Zeiten vor- -und während der .napoleonischen Wirren. Die Politische Steilung der deutschen Juden war in dieser Zeit keineswegs einheitlich geregelt und im ganzen kn-Vergleich mit den früheren 'Jahrhunderten ziemlich erträglich. Die Josenhinisclie Judengesetzgebung. die Reformen der Franzosen in den von ihnen besetzten oder legislatorisch beeinflußten Teilen Deutschlands, sowie das preußische Jüdenedikt von 1812 hatten die Rechtsgleichheit ziemlich bergest eilt. Bayern. Württemberg. Sachsen und einige aridere kleine Staaten hielten an den alten Beschränkungen fest, die Hansastädte aber und'die freie Reichsstadt Frankfurt a. M. Süchten den früheren, für die Juden ungünstigen Refihtszustand wieder herzustellen. Die FrankfürteKJüden. die angesehensten und •weitblickendsten Deutschlands, entsandten, um ihre Rechte beim Wiener Kongreß zu vertreten, zwei Delegierte -nach Wien. Jakob -Baruch, den Vater Ludwig Börnes und I. I. Gumprecht. die Juden der Hansastädte den christlichen Advokaten Dr. Carl August Buchholz..Doch auch die Gegner der jüdischen Rechte waren auf dem Kongreß stank vertreten. Nebst einigen Diplomaten, die im Auftrag ihrer Regierungen gegen die Gleichberechtinundertmal in seinen Ausführungen -den Ausdruck; „Glaubensgenossen“ für die Angehörigen des jüdischen Volkes gebraucht. Sollte da ein Zensurakt der meisten aus Assimiianten bestehenden historischen Kommission der Wiener Kultusgemeinde vorüegen? Paul - Josef Diamant. Dr. Oskar Donath: Masaryk und dias Judentum. Brünn. M. Hickls Verlag, 1920. Eine, kleine Schrift, welche das Verhältnis Masaryks zum Judentum und sein vom Geiste wirklicher Menschlichkeit mit politischer Objektivität erfülltes Eintreten für unser Volk von den Tagen des Poinaer Rifualmordprozesses bis heute, da durch Masaryks. Einfluß <fen Juden der Tschecho-Slowakei die Anerkennung ihrer Rechte •als nationale Minderheit gegeben wurde, gut übersichtlich und. in warmem Tone darstellt. Einige Stellen aus Masaryks -Werken, ein biographischer Aufsatz über sein erstes Schulerlebnis des Judentums ergänzen die Schrift illustrierend1. s. f. Bergingenieur L. Rosenfhal, Basel: Der Ausflug zum Onkel Jonas. (Als Manuskript gedruckt.) Eine Erzählung voll fettiger Rührung. Wenn zu Nutz sie gedruckt wurde, ist rätselhaft. Es muß doch wirklich nicht alles gedruckt und dem Publikum vorgesetzt werden, was ödeste Langeweile verbreitet. —z. Geschichte der neuen hebräischen Literatur von Dr; J. Klausner. Hazziloach-Verlag, Jerusalem.- Dieses Buch,ist geeignet, eine empfindliche Lücke in -unserer pädagogischen. Literatur auszufüllen. Bisher mußte man sich mit Lehrbüchern behelfen, die ■ lediglich Monographienaneinanderreih fen. Dr. Klausner hat esnunmehr übernommen. den umfangreichen. Stoff systematisch durchzubilden und ein zusammemhäng-endes Entwicklungsbild1 der neuen hebräischen Literatur zu entwerfen. D. Red. The Industrial Developement of Palestine. Von N. Wilbuscheritsch. The Zionist Ideal in Jerish History. Von Dr. Mayer Waxman. Kultusgemeindewahlen in Berlin. Von insgesamt abgegebenen 14.442 gültigen Stimmen erhielt die Liste der vereinigten Liberalen und Konservativen 8662. die nationale „Jüdische Volkspartei“ 4521, die nationale,.Poale Zion 940, die „Unparteiischen“ 269, die Orthodoxen 50. Die nationalen Parteien haben cs also weit mehr als die Häjfte der. Stimmen erhalten, die die vereinigten Reformer und Konservativen gewinnen konnten Es ist dies nach dar Sachlage ein außerordentlich erfreulicher Erfplg, der zeigt, daß der nationaljüdische Gedanke mvder größten und. maßgebendsten Gemeinde Deutschlands stark Boden gefaßt hat und daß es mit der Vorherrschaft der Assimilation in Deutschland vorbei ist In der künftigen Repräsemtantenversammlung werden von 12 Sitzen die Angehörigen der Volkspartei 4 innebaben. und von. 7 .Stellvertreterposten 3. Jüdisches Pädagogium Wien 1. Mit dem nächsten Jahre eröffnet das Pädagogium eine neue Abteilung zur Heranbildung von Volksschul Lehrern in hebräischer Sprache; Die Unterrichtsdauer für die Volksschullehrer beträgt vier Jahre (Lehrer der hebräischen Sprache und Kultur machen eine fünfjährige Ausbildung durch. Kindergärtnerinnen eine dreijährige. Für däs nächste Schuljahr werden neue Hörer für sämtliche Abteilungen, und zwar Kindergarten. Volksschullehrer und hebräische Sprachlehrer äüfgenommen. , 2. Im Augiist dl. J. erscheint ein detailliertes Lehrprogramm des Pädagogiums, jn dem der Aufbau desselben wie auch die Gliederung des Lehrstoffes ausführlich daxgestellt sein wird. Das,Erscheinen des Progrämmes wird noch seinerzeit bekanntgegebeii. . 3. Informationen betreffs Eintrittes ms Pädagogium (wie auch Vormerkungen) werden iim Sekretariate des Pädagogiums. Wien. II., Obere Donaustraße 91, jeden Montag von 9 bis 12 Uhr vormittags erteilt. __• Sprechsaai Ein neues Heft „Erez Israel“ i Soeben ist lieft 4 der deutschen Ausgabe von . „Erez Israel“, Mitteilungen d e s Hauptbüros des J N F. i m Haag, J ü d'i- S.c h e r V e r 1 a g. B e r 1 i n, erschienen. Dieses Heit, dessen Herausgabe infolge der Papier- .und Druckschwiefigkeiten eine Verzögerung . erleiden mußte, ist dem Problem gewidmet: welche, praktischen Wege müssen eingeschlägen werden,;um das Ideal eines dicht besiedelten, auf jüdischer Selbstarbeit begründeten Palästina möglichst bald zu erreichen, dessen Boden sich im G e m e.i neigentum. des jüdischen Volkes befinden soiL Was dieses Heft von den vorangegangenen unterscheidet, ist, daß in ihm nicht so sehr die prinzipielle Seife der angeschnittenen Fragen erörtert wird, als vielmehr die technischpraktische zur Diskussion gestellt ist: Aus .der Erkenntnis, daß das oben erwähnte Ziel nur durch, möglichste Intensivierung unserer Kolonisationsmethoden zu erreichen ist, werden neue intensive Methoden ih Vorschlag gebracht, wie auch die In der Palästinaliteratur der letzten Jahre in Vorschlag gebrachten Wirtschaftstypen und Siedlungsmethoden kritisch beleuchtet, ln diesem’ Hefte wird auch versucht, die Gebiete und Kompetenzen des Staates , und der Privatinitiative, in bezug auf die für Palästina lebenswichtige Frage, der Aufforstung abzugrenzen. Ebenso wird die praktische Durchführung von Besitzformen be-, sprpcheh,. welche eine gedeihliche, sozial-wirtschaftliche Entwicklung der Palästinagemeinschaft gewährleisten. Der Frage der Intensität der Wittschaftsmethoden und der Wirtschaftstechnik in der Palä.- stihakolonisation. sind die Aufsätze Soskin: ,;Die Ackerbeetkultur“, de Lieme: „Idee oder Plan“* und Grano.wsky: „Autarkie als Ziel und Methode der Kolonisation“ gewidmet. Soskin behandelt die Frage der Einführung intensiver Methodendes Ackerbaues in Palästina nach dem Vorbild der 'in China so sehr verbreiteten und in Europa viel zu wenig bekannten Methode der Ackerbeetkultur. Die letztere ermöglicht nach den Angaben verschiedener Kenner Chinas Erträge von 85 Doppelzentner pro Hektar. N. .de Lieme beschäftigtsich mit einer in der JNF.-Bibliothek erschienen-Arbeit von Dr. Soskin über die „K1 e i n s i e d 1 u n g u n d\ Bewässerung“ und . untersucht, inwiefern die von Dr. Soskin in dieser Schrift empfohlenen-Methoden in Palästina anwendbar sind und welche Ausdehnung ihnen .dort beschieden sehr würde.’ während Granowsky sich .mit der in Palästina, in den jüdischen Arbeiterkreisen populär gewordenen Idee der „Arbeitersiedlungen“, welche auf defh Grundprinzip der völligen Autarkie jedes einzelnen Kolonisten beruhen, befaßt. Es ist zu hoffen, daß diese Aufsätze einerseits auf die bisher ungenügende Intensität der „Wirtschaftsmethoden in Palästina befruchtend wirken, wie auch die über^ spannten Hoffnungen, welche die Anhänger bestimmter Wirtschaftsformen in Palästina an dieselben knüpfen, auf das richtige Maß zurückführffn werden. ... ä Mit der Abgrenzung der Privat- und Staatsinitiative auf einem der Kolonisationsgebiete Palästinas.’nämlich dem der „Aufforstung“, beschäftigt sich der Aufsatz von Granowsky. In Anbetracht der Mängel, mit welchen die Privatinitiative bei der*Aufforstung behaftet ist, empfiehlt Granowsky die Durchführung der Beforstung Palästinas durch die jüdische Koionisationsgesellschaft, welche allein auch die Garantie bieten kann, daß das Prinzip der jüdischen Arbeit möglichst gewahrt werden wird. Sollten infolge der politischen Konstellation die Staatsgewalt in Palästina und die jüdische Kolonisationsgesellschaft nicht identisch sein, so wäre zu wünschen: daß die Ratschläge von Granowsky — die Beforstung durch die Kolonisationsgesellschaft — besonders berücksichtigt werden, da auf dem Wege der Aufforstung wüster Ländereien durch die jüdische Kolonisationsgesellschaft dieselben in den Besitz der’ jüdischen Gemeinschaft überführt werden können. Mit der Frage der Ausgestaltung der zukünftigen Gesetzformen in Palästina, „der Erbpacht und des Erbbaurechtes“, beschäftigt sich der Aufsatz von Nathan Ben-Nathan. Um der so häufig anzutreffenden Verwirrung dieser beiden Begriffe entgegenzutreten, versucht der Verfasser auf Grund eines Vergleiches der Gebiete, bei denen sie beide zur Anwendung kommen, der Ziele, die iede von ihnen zu erreichen strebt, wie-auch des Menschenmaterials, mit .welchem sie. zu tun haben, die sich als notwendig ergebende. verschiedene Gestaltung der beiden Institutionen zu erweisen. Der