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Jüdische Zeitung · 1920-06-25 · 20 (25.6.1920) · p. Seite 6

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
14 (1920)
Issue
20 (25.6.1920)
Date
1920-06-25
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seit« 6 JÜDISCHE ZEITUN8 Nr. 20 des Hapoel-Hazair in Deutschland nach der Prager Konferenz von besonderer Bedeutung sei, weij die deutsche Landsmannschaft besondere Aufgaben zu erfüllen hat. Auch die Heb r aisierung müsse jetzt größere Fortschritte machen Er fuhr dann fort, in deutscher Sprache die Ziele <fes Hapoel-Hazair. besonders in Deutschland: auseinauderzusetzen. Der Hapoel-Hazair ist eine Cha>- iuzbewegung, weil eigentlich. alle seine Mitglieder sich auf ein produktives Leben in Palästina elnsteilen müßten. Er sei darüber hinaus aber eine politische Bewegung, um die Forderungen des produktiven neuen Jischuw in Palästina auch bei allen Faktoren im Ziamsmus durchzusetzen. Der arbeitende jüdische Mensch in Palästina sei der. neue wünschenswerte Typ des Jischuw. Es müsse, wenn das Volk erlöst werden soll, der einzelne erlöst werden. Nur durch den einzelnen werde das Volk erlöst Unsere politischen, d. h. sozialistischen Forderungens sind! nicht irgendwelche parteilichen, sondern den Forderungen der besonderen jüdischen Lage angepaßt. Nationalismus und Sozialismus sind daher im Hapoel-Hazair untrennbar miteinander verbunden. Das nationale Leben in Palästina müsse daher auch beruhen auf der neuen sozialistischen Form der Gemeinschaft einzelner Menschen, sowie es die Kwuzoth der palästinensischen Chawerin uns vorgelebt hätten.. Es gelte, besonders in Deutschlands, unsere Ideen in die jüdische Jugend zu tragen. Die jüdische Jugend Deutschlands steht zwar gedanklich auf unserem Standpunkt, hat aber die Ideen doch nicht so konsequent durchgedacht, weil sie des politischen Willens ermangeln. Hauptsächlich deshalb. weil sie im Begriff der Partei ohne weiteres etwas zu Verwerfendes sehe. Der Begriff „Partei“, den der Hapoel-Hazair aufstellt, ist nicht identisch mit dem Begriff „Partei“ im politischen Leben Europas. Für uns steht die Politik nicht im Mittelpunkt, sondern ist nur ein Hilfsmittel zur Durchsetzung unserer Ziele, Politik soll das Leben niemals überwuchern. Wir hoffen daher, daß die Jugend ganz und gar in unser Lager kommen wird, denn sie hat erkannt, daß nicht die Uebersiedlung nach Palästina allein den neuen jüdischen Menschen hervorbringen wird. War wollen aber nicht etwa eine Auslese von wenigen sein, eine Sekte, sondern wir wollen die Erfüllung für das' ganze Volk. Daher müssen wir in das Volk gehen. Die Einwanderung von Ostjuden nach Deutschland gibt uns schon hier die Möglichkeit, reiche Volksarbeit zu leisten, der Wdtverband Hapoel-Hazair-Zeire-Zaon wird seine wesentliche Aufgabe auch darin sehen müssen, dem Osten die Menschen zur Verfügung zu stellen, die in ihm organisatorisch beim Aufbau des Volkes zur Begründung der Gemeinschaft helfen wollen. Ferner müssen Genossenschaften eingerichtet werden, Arbeitsschulen usw. Alle diese Aufgaben wird die Konferenz besprechen müssen. Nach dem Referat von Dr. Weltsch wurde das Präsidium gewählt und die Chawerim, Weltsch. Blumeufeld (Berlin), Singermann (Breslau) und Crohn (Magdeburg) dazu ernannt Begrüßungen von einzelnen Gruppen des Hapoel-Hazair und von der Zionistischen Vereinigung für Deutschland lagen von. Sodann erhielt das Wort Ludwig Strauß zu seinem Referat über die Bedeutung der Prager Konferenz. Er führte aus: Die Schwierigkeiten der Vereinigung mit den Zeine- Zion erschien uns vor Prag ungeheuer groß. Der Hapoel-Hazair .in Deutschland schien uns selbst zu schwach uncL unausgebüdet. um sich an eine größere Organisation anschließeen und extensiv arbeiten zu können. Die Kwuzoth, die wir schaffen wollten, hatten sich nicht bewährt. Anderseits hatten die Zeire-Zion für uns auch manches, was ups gefährlich erschien, besonders das Ueberwiegen des politischen Moments. Und doch war Prag für uns bedeutungsvoll Weniger durch die sachlichen Beschlüsse als durch den menschlichen Einfluß, der ausging, von der palästinensischen Delegation. Wir sahen hier Menschen, die schon das waren, wonach wir streben, und insbesondere Chawer G o r d o n stand im Mittelpunkte der Konferenz. Durch ihh wurden auch unerträgliche Debatten beigelegt. Man darf nicht verkennen, daß es auch in Prag Unerfreuliches gegeben hat Auch hier wurde politisiert und diplomatisiert. Selbstverständlich muß das Gute anerkannt werden. Die Prager Konferenz hat noch keine vollkommene Vereinigung der Organisationen Hapoel- Hazair Zeire-Zion geschaffen, sondern erst das Gerüst hinter dem eines Tages das vollendete Haus erscheinen wird Die Vereinigung ist so angelegt, daß eine Entwicklung für beide Organisationen durchaus möglich ist Die Entwicklung eines Teiles der Zeire-Zion ward immer weiter zum Hapoel-Hazair führen, der starke nationalistische und der Chaluzgedanke drängen ihren materialistischen Sozialismus weit in den Hnnterg^imd zurück. Und ferner widerspricht ihr Versuch, den Sozialismus an die Notwendigkeiten des jüdischen Volkes anzupassen den sozialistischen Parteien Europas und zeigt hin zum Hapoel- Hazair. Wenn auch vielleicht ein Teil der Zeire- Zion zu den Poale-Zion übergehen werden, werden diejenigen, die bleiben werden, mit diem Hapoel-Hazair zusammen, den föderalistischen Sozialismus durchführen helfen, wie er von' den palästinensischen Chawerin und Dr. Buber auf der Konferenz dargelegt wurde, d. b. den Sozlalismus, der beruht auf der autonomen Gemeinschaft dem- Zellkern der großen palästinensischen Gemeinschaft.' Mit diesem Referat wurde , nach der Wahl einer Reihe von Kommissionen die erste Tagung geschlossen. f Palästina Die Natloualblbllothek Iq. Jerusalem. Dr. Hugo Bargmann, weicher seit Kar- % zem als Bibliothekar der Nationalbibliothek in Jerut sxlem wellt, bespricht in einem .Schreiben an tflt „Selbstwehr* den Zustand der Bibliothek. Ea heißt - darin: Die Zahl der Bücher ist relativ nicht gering. Es sind etwa 35.000 Bände vorhanden, darunter nicht wenige sehr seltene Bücher, mehr als ein halbes Dutzend hebräischer Inkunabeln, einige Handschriften^ Neben der Stiftung von Joseph Cbasanowitz sind es vor allem die großen Samm-, lungen des Gründers des jüdischen Nationalfonds Prof. Schapira und des russischen Zionisten Plaskow, welche die Bibliothek vermehren geholfen haben. Auch sonst haben sich immer wieder Menschen gefunden, welche für die Bibliothek gespendet haben; erst zu Kriegsbeginn hat eine christliche Engländerin der Bibliothek eine schöne englische Büchersammlung zum Geschenke gemacht, und vor wenigen Wochen ist der Nachlaß des verstorbenen Grünhut in den Besitz der Bibliothek gelangt. Jeder, der das Spendenbuch der Bibliothek durcbsieht, oder die Bücher anschaut, welche auch jetzt noch, wo wir gar nicht für die Bibliothek agitieren, aus allen Teilen der Welt der Bibliothek zugehen, wird' erkennen, daß die Bibliothek — wie alles, was in Palästina geschaffen wird — ungeheure Möglichkeiten hat. die nur leider bisher nicht genügend ausgenützt worden sind Nur Prof. Heinrich Loewe in Berlin hat seit Jahren unermüdlich für die Bibliothek geworben. Große Schenkungen, die wir seiner Agitation verdanken. Sind derzeit noch in Berlin und werden hoffentlich auch bald in das bücherhungrige Palästina gelangen.. Denn Palästina ist bücherhungrig, hungrig nach Anregungen von außen, nach dem Zusammenhang mit der Welt. Die Bibliothek konnte, so wie sie bisher war. dieses Verlangen nicht stillen! Sie ist in einem Gebäude untergebracht, das schon vor dem Kriege lange nicht ausreichend genug war. So hat sich folgender Zustand herausgebildet: Etwa die Hälfte der vorhandenen hebräischen und nichthebräischen Bücher ist katalogisiert; die Bücher sind zum Teil entliehen, aber während des Krieges haben die Türken die Aufzeichnungen der Bibliothek verschleppt und infolgedessen ist ein Teil der entlehnten Bücher als verloren zu betrachten. Eine Hälfte des Bücherbestandes ist aber überhaupt noch nicht katalogisiert, ist zum Teil wohl in den Bücherschränken aufgestellt, zum großen Teil aber noch in Kisten verpackt; die ganze Bibliothek schreit nach Raum! Nun, die Raumfrage wird jetzt wohl bald gelöst werden und die Bibliothek wird, hoffentlich in naher Zeit in ein würdiges großes Haus ejnziehen; dann muß rasch an die Katalogisierung und an die Aufnahme des Inventars geschritten werden. Der nächste Schritt wird sein, daß wir die großen Bücherbestände, welche in Berlin. New- Yöric.-Odessa.-London, Brüssel für die Bibliothek bereitstehen', nach-Jerusalem überführen. Hand in Hand-damit aber, muß eine große Sammeltätigkeit sämtlicher zionistischer Landesorganisationen gehen. Es muß selbstverständlich werden, daß — wie Prof. Loewe vor dem Kriege propagiert hat- — jeder Autor seine Bücher der Nationalbibliothek übersendet, als ein Ehrenpflichtexemplar. Aber damit ist noch wenig getan. Die zionistischen. Organisationen müssen die Büchersammlung ganz großzügig in die Hand nehmen. Dies gilt besonders von den Organisationen in Mittel- und Osfeuropa, wo iqfolge der Valuta die Geldsammlung momentan weniger Bedeutung hat. als die Sammlung von Materialien für Palästina. Es müssen in jedem Lande Komitees gebildet werden, an deren Spitze ein bibliothekarisch erfahrener Mann steht und diese Komitees müssen ihren Ehrgeiz darin sehen, für die Bibliothek gute Sammlungen zu- ' stände zu bringen. Vor allem muß jedes Land an die Bibliotheken eine möglichst vollständige Sammlung der. in dem betreffenden Lande erschienenen und erscheinenden Hebraica und Judaica abzugeben trachten. Hätten wir zum Beispiel von Tscbecho-Slowakien eine Sammlung der schönen und wertvollen hebräischen Drucke, die in Prag erschienen sind, wie reich wären wir jetzt! Dazu kommt aber noch anderes. Es fehlen die grundlegenden Bücher der Naturwissenschaften, der Technik, der Soziologie, der Philosophie. — Als kürzlich in Jerusalem ein Kreis von Menschen philosophische Studien zu treiben beschloß und mit der Metaphysik des Aristoteles anfangen wollte, da war im ganzen Lande mit Mühe und Not ein Exemplar dieses Buches aufzutreiben. Oder, als in Jaffa vor einiger Zeit über Anregung einiger Frauen aus Amerika Kurse über Bürgerkunde abgehalten werden sollten, da waren im ganzen Lande keine Bücher über diesen Gegenstand aufzutreiben. Und, was es heißt, wenn man ein Buch sucht, erst nach Europa zu schreiben, womöglich ohne den Titel oder Verfasser oder Preis des Buches zu kennen, und drei, vier Monate zu war- . ten, bis die Antwort kommt, das brauche ich weiter nicht auszumalen. In ganz Jerusalem oder Jaffa gibt es keinen Platz, wo die vielen Intellektuellen, Lehrer, Beamte, Arbeiter (unsere Arbeiter sind ja Intellektuelle) eine europäische Zeitschrift zu Gesicht bekommen könnten. Die Nafionalbibliothek wird hier Wandel schaffen müssen. Aber es geht nicht an, daß immer wieder das Budget der ' zionistischen Zentrale mit neuen Forderungen belastet wird. Hier muß freiwillige Hilfe einsetzen. (Bergmanns Anregungen sind sehr beachtenswert. Die Arbeit für die jüdische Nationalbibliothek muß mit Eifer undi systematiscH angegangen werden. Auch ln W i e n sind sicherlich für diesen Zweck reichliche Möglichkeiten. Hoffentlich erreichen diese Zeilen, daß sich ein Komitee zur Förderung der Nationalbibliothek konstituiere und die Obsorge für diese Aufgabe, von eminent national-kultureller Wichtigkeit übernehme. Die Red.) Lloyd Georges Organ über Palästinas Zukunft. Das Organ Lloyd Georges. ..Daily Chronicle“. bespricht die Bedeutung der Ernennung Herbert Samuels zum High Com- ^nissioner von Palästina. Seine Ankunft in Palästina — schreibt das Blatt — bedeutet den Beginn der Wirksamkeit des britischen Mandats, sie bedeutet den Uebergang von der militärischen Verwaltung, die sich noch vom Kriege her hinzog. zu einer neuen, vielverheißenden Zivilregierung. Es wäre aber ein großer Fehler. anzunehmen, daß Palästina dadurch sogleich ein jüdischer Staat werde. Die Engländer haben das Mandat über ein Land mit gemischter' Bevölkerung übernommen.^ Die letzten Ausschreitungen gegen die. Juden sind die Folgen des falschen Glaubens, daß die Araber verdrängt werden sollten. Dieser Glaube ist gar nicht gerechtfertigt. Die Zasammensetzung des neuernannten Stadtrates für Jerusalem zeigt, wie die Behörden zur Ausführung ihrer Aufgaben schreiten. Die britische Politik macht keine Versuche, ein Minoritätsregime einzuführen. Gleichzeitig aber wird entschieden, beabsichtigt, 'in Palästina ein nationales Heim für das jüdische Volk zu errichten und die Emmi gr at i on zu fördern. Palästina hat jetzt nur einen Bruchteil jener Bevölkerung, die es imstande wäre, aufzunehmen. Die Araber sind kein ackerbautreibendes Volk und; deshalb gibt es außergewöhnlich günstige Gelegenheit für die Entwicklung der Agrikultur, ebenso wie für die Industrie- und Handelszweige. in denen die Juden so Großes leisten. Es unterliegt keinem Zweifel, daß die Juden mit ihren ungeheuren Quellen, Fähigkeiten und Begeisterung bald dazu kommen werden, das auch in Zahl stärkste und bestorganisi'erte Element im Lande zu sein. Ihr Hinkommen bedeutet den Beginn einer westlichen Zivisation auf asiatischen Boden. Die Produkt!vierung Jerusalems. Der Jerusalemer Korrespondent des Londoner Jewish Corresoondence Bureaus schreibt: Die Bevölkerung Jerusalems den produktiven Berufen zuzuführen, ist ein Problem, das seit Beginn, der zionistischen Kolonisation wiederholt — und bisher immer vergeblich — in Angriff genommen ■wurde. Sowohl van zionistischer wie von privater Seite — von der Bnei Brith-Loge usw. — ist wiederholt der Versuch gemacht worden, den Gedanken der Arbeit nach Jerusalem zu tragen und den Geist des neuen Jischuw in die Hauptstadt des Landes zu verpflanzen. Der Versuch mißlang, Jerusalem blieb ein Fremdkörper in dem zionistischen Palästina. Erst in letzter Zeit, seit die Zionist Commission durch Ussischkin nach 'Jerusalem verlegt wurde und die Verhältnisse in Jerusalem den Mitgliedern und Beamten täglich vor Augen traten, hat auch die Aufgabe der Produktivierimg Jerusalems aktuelle Form angenommen und beschäftigt jetzt. ..weite -Kreise^d^r jüdär sehen Intelligenz. Die Arbeit'kanri aber nur schrittweise vor sich gehen und muß organisch an die bestehenden Keime eines Produktiven Lebens in Jerusalem anfcnüofen. , Welches sind diese Keime? Die judäischen Kolonien sind bekanntlich zu weit von Jerusalem, um dorthin wirken zu können. Nur eine kleine Kolonie. Mo za, liegt eine Wegstunde von Jerusalem entfernt Dort trifft man jetzt auch Vorbereitungen zur Errichtung einer Ziegelei. Die Vorarbeiten sind schon vor dem Kriege begonnen worden und werden jetzt wieder aufgenommen. Drei Kwuzoth (Arbeitergruppen) arbeiten in der Nähe Jerusalems: „Talpiot“. in der Nähe der Bahnstation.Jerusalem, .in Moza selbst eine aus 4 Genossen bestehende Kwuzah in D i 1 p bei Mozah. die jetzt durch neu hinzukommende 30 Genossen auf zirka SO Mitglieder erweitert wurde. In Jerusalem selbst bedeuten die Kooperativen ein sehr segensreiches Element. Es gibt derzeit 'eine vom Haooel Hazair gegründete Schusterkooperative und eine von der Ach-duth haawoda gegründete genossenschaftliche Tischlerei. Ein sehr wichtiges Element für die Produktivierung Jerusalems ist die Kwuzah „Hachaluzah haieruschalmith“. eine Mädchenorganisation, welche unter der Leitung von M a 1 k i n steht und um die sich Frau Bentwisch sehr große Verdienste erworben hat. Diese Gruppe besteht aus etwa 50 Jerusalemer Mädchen, welche an verschiedenen Plätzen Jerusalems Pflanzungen übernommen haben. Die Gruppe besteht jetzt das zweite Jahr und hat schon den Erfolg zu verzeichnen, daß mehrere in ihr ausgebildete Jerusalemer Mädchen vollständig zur Landarbeit übergegangen sind. Dies ist umso bemerkenswerter, als die Mädchen aus Kreisen stammen, für welche Arbeit noch als Schande gilt, und gerade Mädchen dieser Kreise haben während der Krieesnot sehr schlechte Pfade betreten müssen. Einen sehr wichtigen Schritt zur Produktivierung Jerusalems hat die Zionist Commission eben gemacht, indem sie dem Hapoel Hazair eine größere Summe mit dem Aufträge bewilligt hat. hundert junge Leute im Bauhandwerk auszubildea Obzwar schon lange bekannt ist daß in Palästina in naher Zeit große Bauten notwendig sein werden, fehlt es bisher noch immer an geschulten Bauarbeitern. Zwar gibt es sephardische Bauarbeiter, aber diese sind mit ihrem Berufe nicht innerlich verbunden und immer 'bereit, ihn für einen anderen aufzugeben. Nunmehr sollen Chaluzim d'es Bauhan d w erkes ausgebildet werden, die ihrer Arbeit so ergeben sind, wie die landwirtschaftlichen Chaluzim. Sie sollen dann die Lehrer weiterer Gruppen sein und zugleich erziehend auf di'e erwähnten sephardischen Bauarbeiter einwirken. Alles dos sind natürlich nur Anfänge. Aber immerhin — Anfänger sind jetzt schon da und wir haben allen Grund zu hoffen, daß sich an sie weitere Fortschritte in der Richtung knüpfen werden. Palästinas Hauptstadt dem produktiven Leben zuzuführen.

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