Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 14 (1920)
- Issue
- 15 (23.4.1920)
- Date
- 1920-04-23
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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- Aleppo 1× ep/1047811
- Beirut 1× ep/1047833
- Odesa 1× ep/1000834
- Safed 1× ep/1046078
- Tiberias 1× ep/1048138
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Nr. 15 Seite 5 i/n Polen befindlichen Familienteile wiiedter mit einander zu vereinigen. Die Kommission hat ihre Tätigkeit mit der Errichtung von Büros zur Entgegennahme der erforderlichen Personaldaten und Brtefflumg von Informationen bereits begonnen. i Hebräische Kurse in Rom. ■ Aus Rom wird! gemeldet: Nachdem die römische Gemeinde Kurse dler orientalischen Sprachen errichtet hat, bestätigte sie auch das Gesuch der jüdischen Gemeinde zur Eröffnung von hebräischen Kursen. Der Unterricht liegt in Händen von Rabbiner Dante Lattes und hat bereits bei einer allerdings vorderhand1 noch mäßigen Zahl von jüdischen und niehtjüdöscheiP Hörerin begonnen. Eia weiblicher Prediger, Lilli Al o n t a g u, die Schwester Lord, Swaythlings und des Ministers für Indien, Montagu, wurde als erste weibliche Predigen« in der Reformsynagoge zu L o n d q n. Hoolstreet Hanovergate West, erwählt. Diese Wahl scheint die Folge eines Beschlusses zu sein, der auf der Jahresversammlung der Liberal Jewish Synagoge, wie wir kürzlich berichteten, gefaßt wurde und der lautete: „Die Generalversammlung stimmt im Prinzip der Zulassung von Frauen zur Seelsorge (mmistry) zu “ Die prinzipielle Zustimmung zur Zulassung von Frauen zu seelsongerischen Funktionen, welche in der Synagoge dm allgemeinen bis heute nur den Männern Vorbehalten blieb, wurde in Konsequenz einer schon! seit langem bestehenden statutarischen. Bestimmung angenommen, laut welcher Frauen in der Liberal Jewdsh Synagoge für alle Stellen im Vorstande das aktive und passive Wahlrecht besitzen. Zionismus in Para (Brasilien). Auf Grund der Bemühungen des Majors Elieser Levy hat sich in Tara unter dem Namen „Ahabath Zion“ im Oktober 1918 eine zionistische Vereinigung gebildet, welche jetzt über eine reiche Zahl von MitgEedem verfügt. Diese gibt seit 8. Dezember 1918 ein Wochenblatt in portugiesischer Sprache heraus, betitelt „Voz de Israel“ („Die Stimme Israels“). Ebenso hat Herr Levy als Präsident des jüdischen Hilfsvereines von Tara eine Elementarschule für jüdische Kinder beiderlei Geschlechtes gegründet, welche er zu Ehren des Zlonistentührers Dr. Weizmaiut-Tagschule genannt hat. Bei der Eröfmui'gszcremonie, welche am 15. November 1919 stattfand, führte der Gouverneur der Provinz den Vorsitz und waren eine bedeutende Anzahl von hervorragenden PersönEchkeiten des öffentlichen Lebens anwesend. Aus Öen Gemeinden , 5 Israelitische Kultusgemeinde Wien.. Beginn des Jügcndgottesdienstes. Schuljahr 1919/20. A. Volks- und Bürgerschulen: I.. Seitenstettengasse 4. Knaben und Mädchen. 24. April. 3 Uhr nachmittags; II.. Patzmanitengasse 6. Knaben. 24. April A3 Uhr nachm, sodann alle 14 Tage: II., Pätzm^nitengasse 6. Mädchen, 1. Mai, 3 Uhr nachm., sodann alle 14 Tage: II., Malzgasse 16. Knaben, 24 April, 3 Uhr nachm., sodann alle 14 Tage: II., Malzgasse 16, Mädchen, 1. Mai. 3 Uhr nachm., sodann alle 14 Tage: UL, Untere Viaduktgasse 13. Knaben und Mädchen. 24 April, 3 Uhr nachm.: V.. Siebenbrunngasse 1. Knaben und Mädchen, 24 April. A4 Uhr nachm.: VL. Schmalzhofgasse 3. Knaben und Mädchen. 24. April. 3 Uhr nachm.. VIIL. Neudeggergasse 12, Knaben und Mädchen, 24. April, 3 Uhr nachmittags: IX.. Müllnergasse 21, Knaben und Mädchen. 24. April, 3 Uhr nachmittags: X., Humboldtgasse 27. Knaben und Mädchen, 24. April. A3 Uhr nachmittags: XII.. Penzingerstraße 132, Knaben und Mädchen. 24. April. 3 Uhr nachm., sodann alle 14 Tage; XV.. Turner-' gasse 22, Knaben und Mädchen-, 24. April. 3 Uhr nachm:: XVI- Hübergasse 8. Knaben und Mädchen, 24. April. 3 Uhr 15 nachm.: XVIII.. Schopenhauerstraße. 39. Knaben und Mädchen. 24. April. 3 Uhr nachm.: XIX.. Dollinergasse 3. Knaben und Mädchen. 24. April. 3 Uhr nachm., sodann alle 14 Tage: XX.. Kluckygasse 11, Knaben. 24. April, 3 Uhr nachm., sodann alle 14 Tage; XX., Kluckygasse 11. Mädchen, 1. Mai. 3 Uhr nachm., sodann alle 14 Tage: XXI., Holzmeistergasse 12, Knaben und Mädchen. 24. April. 4 -Uhr nachm., sodann alle 14 Tage: B. Mittelschulen: I.. Seitenstettengasse 4. 24. April, 3 Uhr nachm., sodann aUe 14 Tage: IL Patzmanitengasse 6. 24. April. A4 Uhr nachm.. sodann alle 14 Tage; V.. SLebenbrunnengasse 1, 24. April. A4 Uhr nachm.: VI.. Schmalzhofgasse 3. 24. April. 3 Uhr nachm.: VII.. Neudeggergasse 12. 24. April. 3 Uhr nachm.: IX.. Müllnergasse 21. 24. April. 3 Uhr nachm.: X.. Humboldtgasse 27. 24. April. A3 nachm.; XIII., Penzingerstraße 132, 24. April. 3 Uhr nachm.: XV.. Turnergasse 22. 24. April. 3 Uhr nachm.: XVI.. Hubergasse 8. 24. April. 3 Uhr 15 nachm.: XVII.. Schopenhauerstraße 39. 24. April. 3 Uhr nachm.: XIX.. Dollinergasse 3, 24. April. 3 Uhr nachm., sodann alle 14 Tage: XX.. Kluckygasse 11. 24. April. 3 Uhr nachm., sodann alle 14 Tage. Der Gottesdienst findet in-jenem Gotteshause statt, welchem die betreffende Schuleim verflossenen Schuljahre zugewiesen war. Der Vorstand. Wien. (Drohender Streik der jüdischen Re 1 igi ons 1 ehr er.) Aus Leserkreisen schreibt man uns: Auch in der israelitischen Kultusgemeinde, ist der Lohnkampf der Angestellten ausgebtochen. Die israelitischen Religionslehrer an Volks- und Bürgerschulen verlangen vom Vorstand der Kuitusgemeinde die Gleichstellung im Gehalt mit den städtischen Lehrern. Dieser Kampf nähert sich nun dem Höhepunkt, denn die Religronsl'ehrer haben in einer Resolution an den Vorstand ein Ultimatum gestellt und drohen SGTSSCim ZEITUNG mit der Einstellung des Unterrichts. Die Religionslehrer wollen mit der Einstellung ihrer Arbeit mit der Lahmlegung des Religionsunterrichtes und der Störung des ganzen öffentlichen Unterrichtes nicht nur:, die kommunale Behörde, sondern hauptsächlich die jüdischen Steuerträger auf ihre triste Lage aufmerksam machen. Die jüdische Bevölkerung, die ein eminentes Interesse daran haben muß. ob die Lehrer ihrer Kinder vor Hunger geschützt sind, wird sich mit diesem Problem zu befassen haben Die Wiener Kultusgemeinde muß Mittel und Wege finden, ihre 50 Religionsichrer wenigstens so zu stellen, daß sie nicht betteln gehen müssen. Berlin. Die Berliner jüdische Gemeinde will ihr in der Auguststraße gelegenes altes Krankenhaus. dessen Räume seit längerer Zeit meistens unbenutzt geblieben sind, dem Verband der Ostjuden zur Einrichtung einer Herberge für Flüchtlinge zur Verfügung stellen. Palästina Das Waisenproblem in Jerusalem (Vom Preßbureau der zionistischen Kommission.) Eines der düstersten Bilder m der ohnehin keineswegs glänzenden Lage der Judenschaft im heutigen Jerusalem ist die große Zahl verwaister Kinder. Ihre Zahl ist so hoch, daß sie ein schreckliches Zeugnis für die Leiden der Juden während des. Krieges darsteUL Als die zionistische Kommission zuerst in Palästina ankam. ' war infolge der Lebensmittelknappheit und der Transport- Schwierigkeiten die Lage im allgemeinen sehr ernst. Der Verkehr mit Amerika war sehr schwierig, das Geld hatte soviel von seinem ursprünglichen Kurswert verloren, daß das Waisenkomitee als tägEche Ration nur ganz geringe Ouantität von Brot verteilen konnte. Mit der Schaffung der Hilfsabteilung der zionistischen Kommission wurde ein Waisendepartement gegründet, welches zunächst ein Verzeichnis aEer Waisenkinder in Jerusalem anlegte. Dann verstand es Dr. Eder die Agudath Naslim (ein Frauenverein mit über 600 Mitgliedern aus allen Bevölkerungsklassen), für die Sache zu interessieren. Diese Körperschaft. leistete ganz ausgezeichnete Dienste. Das ganze Gebiet wurde in ungefähr 45 Distrikte eingeteilt, an der Spitze jedes Distriktes stand eine Gabbaith (Vorsteherin). Nach zirka 3 Monaten tüchtiger Arbeit hatte die Organisation ihr Werk vollendet, sämtliche Waisen entweder in vollkommen einwandfreien Waisenhäusern^ oder aber, wo diese Art der Versorgung nicht mögEch war. zu Privatfamflien untergebracht. Vaterlose Waisen erhielten eine Monatsunterstützung von 50 Türk. Piastern und 10 Shil- . Eng*), vater- und mutterlose Waisen 100 bis 200 Türk. Piaster, ersteres. wenn das Kind bei einem Verwandten untergebracht werden konnte, letzteres in besonderen AusnahrUsfällen. Die Verteilung der Brotstation würde fortgesetzt Außer von diesen freiwilligen Vorsteherinnen wurde Dr Eder auch von einem Stab sonstiger, teilweise auch bezahlter Mitarbeiter unterstützt, welche die Kinder in ihren Wohnungen besuchten und über deren Lebensbedingungen Bericht erstatteten. Auch Kleider und Schuhe wurden in den tLLfswerkstätten angefertigt. Später wurden aus England noch Hilfskräfte gesandt, die ganze Verwaltung reorganisiert und gegenwärtig besieht die Abteilung, die für das ganze Waisenkinderwesen in Erez Israel verantwortlich ist. unter dem Vorsitz von Oberstleutnant Normann B e n t w i c h. dessen Mitarbeiter vor aUem Dr. Eder. Miss Seligsberg. 3 Delegierte der zionistischen Kommission und der Chefrabbiner von Jaffa Ben Zion Uziel sind. .* Erziehung. Alle unter der Obsorge des Waisendepartements stehenden Kinder haben genau die gleichen BildungsmögEchkeiten wie andere Kinder, welche die verschiedenen Schulen und Kindergärten besuchen. ohne daß individueEe Unterschiede gemacht würden. Nach Absolvierung der Elementarschule wird den sich geeignet erweisenden Kindern Gelegenheit gegeben, ihre Studien am Gymnasium fortzusetzen. Die übrigen werden als Lehrlinge irgend einem Gewerbe zugeführt wobei die Weitererteiiung des Zuschusses davon abhängig gemacht wird, daß sie die Abendschule besuchen. welche an 5 Abenden in der Woche abgehalten wird. Während ihrer Lehrlingszeit werden sie unterstützt und es wird keine Mühe gescheut, jeden dem für ihn geeigneten Berufe zuzuführen. Das ist gegenwärtig eine sehr schwierige Aufgabe. Zu diesem Zwecke gibt es einen Inspektor, der die Aufgabe hat, geeignete Stehen für Knaben und Mädchen auifindig zu machen, welche die Schule verlassen, welche ferner sie bei der Arbeit regelmäßig zu besuchen und darauf zu sehen hat, daß sie die Abendschule besuchen. Ungefähr SO Jungen wurden in die landwirtschaftliche Schule Mihweh Israel aufgenommen, wo Sie . die Kurse über Ackerbau durchmachen. Es ist nur zu bedauern, daß es derzeit nicht mehr solcher Schulen in Palästina gibt. 'Neue M’ethoden. Die ideale Methode zur Lösung des Waisenproblems würde die Schaffung einer Kinderkolonie sein. Die Kinder sollen aus Jerusalem mit ihrer Chalukah-Atmosphäre wegkommen. Es ist schwer, ihnen nationalen unabhängigen Geist einzuimpten, der sie wert macht. Burgen von Erez Israel zu sein, weil sie von einer Generation beeinflußt sind, die es gewohnt war, von der Hilfe anderer Leute zu leben. Die Errichtung der Kinderkolonie wird geplant in der schönen Umgebung von Jerusalem. *) Der Kuriosität haE>er sei bemerkt, daß dies in österreichischer Währung zirka 3000 bis 4000 K beträgt ln der ireien Natur auf den schönen Hügeln von Judäa wird jedes Kind ungeheuer an geistiger und -physischer Gesundheit gewinnen. Eine solche Kolonie würde aber große Auslagen notwendig machen, ihre Errichtung erscheint deshalb nicht unmittelbar praktisch, aber die Möglichkeiten einer soichen Gründung sind derartige, daß der Plan in der Zukunft wohl erwogen werden dürfte. Das Waisendepartement genießt einen derart weitverbreiteten Ruf. daß Waisenkinder von weither. nicht nur aus Safed und Tiberias,' sondern auch aus Aleppo. Beirut und Damaskus und Aegypten kommen, um vom palästinensischen Waisen-Komitee Hilfe zu empfangen.. Auch Flüchtlinge bringen oft Waisenkinder, für welche sie die Obsorge in Palästina nicht übernehmen können oder wollen, so kamen neulich aus Alexandrien 50 und aus Odessa 10 Waisenkinder. Wenn möglich, werden auch diese Kinder aufgenommen und nach besten Kräften versorgt. Die Vorgänge in Jerusalem. Ueber die Vorgänge in Jerusalem gibt das Exekutivkomitee der zionistischen Partei in London die folgenden Einzelheiten bekannt. Anläß'ich einer religiösen Prozession am 1. April hat die von arabischen Agitatoren aufgehetzte Menge in der Nähe des Rathauses 'einen Sturm auf die Juden unternommen, wobei etwa sechzig jüdische Geschäfte geplündert wurden. Ungefähr zweihundert Personen, unter ihnen fünfzig schwer. Von den letzteren sind zwei bald darauf ihren Wunden erlegen. Die arabische Gendarmerie blieb teils untätig, teils unterstützt sie die Eingeborenen bei ihren' Gewalttaten. Britische Und indische Truppen patroullierten durch die Straßen, in deiien auch Maschinengewehre aufgestellt wurden. Der Handel in der Stadt wurde unterbrochen. In den jüdischen Spitälern wurden am ersten Tage, der Ausschreitungen über zweihundert Fälle behandelt. Die zionistische Kommission in Jerusalem erhob sofort nach Ausbruch der Unruhen sowohl beim Chef der Administration. General L. V o k s. als auch beim Gouverneur. Obersten Stores, die ernstesten Vorstellungen und 'erhielt von beiden die Zusage, daß die an den Ausschreitungen Beteiligten strenge bestraft und Vorkehrungen getroffen werden, damit sich ähnliche Vorfälle nicht wiederholen. Trotzdem haben sich die Ausschreitungen am nächsten Tage wiederholt. mit dem Ergebnisse, daß weitere dreißig Juden, darunter einer tödlich, verwundet wurden. Die Angreifer drangen in die Häuser der Juden ein. überfielen die Bewohner, zerschlugen die Möbel und schützten das Bettzeug auf. •Infolge neuerlicher nachdrücklicher Vorstellungen der zionistischen Kommission beim Gouverneur, wurde das Kriegsrecht proklamiert und neuerlich versprochen, daß die arabische Polizei zurückgezogen und der Schutz der Stadt britischen Truppen anvertraut werden *wir<L Nichtsdestoweniger fanden am darauffolgenden Tage neuerliche Angriffe auf Juden statt, wobei elf Juden xerwundet und zwei Frauen dps Opfer von Vergewaltigungen wurden. Die Verantwortung für diese Vorfälle lastet auf den gewissen, bekannten arabischen Agitatoren, aber auch auf einer Anzahi von städtischen Funktionären, die schon seit längerer Zeit Feindschaft gegen die Juden an den Tag legten und den Judenhaß in der nichtiüdischen Bevölkerung schürten. Die zionistische Kommission hobin einem Memorandum an den Chef der Administration den schärfsten Protest gegen die den Ausschreitem gegenüber bewiesene Langmut und stellte die folgenden Forderungen: Die arabische Polizei müsse unverzüglich durch eine britische ersetzt werden, zumindest aber müsse die Stadtschutztruppe zur Hälfte aus Juden bestehen. Die Urheber der Unruhen müssen der verdienten Strafe zugtführt werden. Die arabischen Klubs, welche sich als Zentren der iudenieindlichen Agitation erwiesen haben, müssen geschlossen werden. Der von der Regierung eingesetzte Bürgermeister von Jerusalem müsse seiner Stelle enthoben werden. Den Verwundeten und Beraubten müsse voller Ersatz des erlittenen Schadens geleistet werden. Zur Untersuchung der ganzen Angelegenheit ist eine Kommission einzusetzen, welcher auch Juden als gleichberechtigte MitgEeder anzugehören haben. Wichtig ist. daß nunmehr alle Maßnahmen getroffen werden, durch welche Leben und Gut der Juden in Palästina unbedingt geschützt werden. Die Militärverwaltung erklärt, daß sie die Situation beherrsche. Auch die zionistische Exekutive inLondon ist bei der britischen Regierung eingeschritten und hat von ihr die Mitteilung erhalten. daß seit dem 7. April in Palästina vollkommene Ruhe herrsche und dafür gesorgt wurde, daß sich diese beklagenswerte« Unfälle nicht wiederholen. Das Manifest des „Waad Hasmani“. Nach den Ausschreitungen in Jerusalem hat der „Waad Hasmani“ an das arabische Volk ein Manifest gerichtet, worin sie erklären, daß die Juden nicht nach Palästina kommen wollen, um ihre arabischen Brüder ihrer Rechte zu berauben und sie von ihrem Boden zu verdrängen, sondern um das Land zu bearbeiten, seine Bewohner zum Wicderenvachen zu bringen und seine Naturschätze zu heben Das jüdische Volk sei bereit, für das Wohl und die Wiederbelebung des Landes, mit dem arabischen Volke, das im Lande^ lebt, zusammen zu arbeiten. Der „Waad Hasmani“ rufe daher das arabische Volk zum Frieden auf und zur Arbeit für das Wohl des Landes.