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Jüdische Zeitung · 1920-04-23 · 15 (23.4.1920) · p. Seite 4

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
14 (1920)
Issue
15 (23.4.1920)
Date
1920-04-23
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 JÜDISCHE ZEITÜNQ Nr. 15 Dr. Abeies beschäftigte sich mit der Tätigkeit der jüdischnationalen Bezirksräte. In zwei wichtigen Fragen haben die jüdischnationalen Bezirksräte Gelegenheit genommen, ihren Standpunkt besonders zu betonen, in 4er Heimatsrechtfrage und in der Frage -der Konzessionserwcrbungen. Sämtliche Reden sowie 'eine zusammenfassende. Schlußrede des Armenrates Brenner fanden stürmischen Beifall. Eine Vertrauenskundg e b u n g des Bezirkes wurde einstimmig zum Beschlüsse erhoben. Die Forderungen des iüdischen Volkes betreffend Palästina. Das „Bulletin der jüdischen Delegation bei der Friedenskonferenz“ mit dem Sitze in Paris veröffentlicht in der Ausgabe vom 30. März den Wortlaut der Eingabe, welche die Delegation unmittelbar vor Beginn der Verhandlungen über die Türkei der Friedensdelegation überreicht hat. Die Eingabe lautet in deutscher Uebersetzung: An Ihre Exzellenz, die Herren Präsidenten und Delegierten der Friedenskonferenz. Das Komitee der Jüdischen Delegation bei der Friedenskonferenz, welche namens der verschiedenen Unterzeichneten Organisationen' handelt und zwölf Millionen Juden vertritt, hat die Ehre, an die Friedenskonferenz die Bitte zu richten, die historischen Bestrebungen und ° Forderungen des iüdischen Volkes, betreffend Palästina, anzuerkennen, die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, damit der souveräne Besitz Palästinas an den Völkerbund übertragen und zur Verwaltung dieses Landes* Großbritannien als Mandatar oder Kommissär de's Völkerbundes delegiert werde. Unter diesem Mandat oder unter dieser. Verwaltung müßten in Palästina politische, administrative und wirtschaftliche Bedingungen geschafien werden, welche Garantien für die Etablierung e.iner national] üdischen Heimstätte in diesem Lande mit dem Endziel der Schaffung eines autonomen Staates bieten. -Es ist hiebei selbstverständlich, daß nichts unternommen werden dürfte, was Vorurteile gegen* die bürgerlichen und religiösen Rechte der in Palästina bestehenden nicht!üdischen Gemein- . schäften oder gegen die' politische Stellung erzeugen könnte, in deren Genuß die Juden in anderen Ländern stehen.. Ebenso selbstverständlich ist daß in Palästina immer und’ für sämtliche Religionen volle Freiheit der Betätigung der religiösen Kulte herrschen, daß schließlich den Bewohnern des Landes aus religiösen oder Rassengründen hinsichtlich der politischen und bürgerlichen Rechte keine Unterschiede gemacht werden.“ . Aus der ungarischen Hölle. Auf Grund der den „Jüdischen Pineßberichten“ zugekommeneii Meldungen läßt sich nunmehr festswdlen, daß die in der Umgebung von, Kee s kernet veranstalteten Pogrome von dem berüchtigten Pronay-Detachement gemeinsam mit Mitgliedern der Hejjasgruppe inszeniert wurden und jetzt ausgeführt wierden. Der Plan zu diesen Pogromen wurde in den ersten April tagen anläßlich der auf der Orgovanyer-Puszta abgehaltenen Versammlung ausgeheckt Die „Erwachenden Ungarn“ haben nämlich unter dem Vorsitz des Oberstuhirdchters Ludwig Förster und Oberleutnant Ivan Hei ja s ihren Organisationskongreß abgehalten, auf welchem gegen jede mäßigere Richtung in entschiedenster Weis© Stellung genommen wurde und die praktische Anwendung der Parole „Haut den Judten!“ gefordert. Die gesamte jüdische Bevölkerung der Umgebung von Kecskemet flüchtet Die christliche Bevölkerung protestiert gegen diese Greuel, sie ist aber ohnmächtig. Die zu Fuß wandernden Flüchtlinge werden unterwegs von den Offizieren© der Brachialgewalt ausgeraubt. Die Züge werden von einer eigens zu diesem Zwecke organisierten Patrouille inspiziert Diese flüchtenden Juden haben aber auch vor Budapest wohin sie sich wenden, Angst denn an den Toren der Hauptstadt harren ihrer gewiß neue Schändlichkeiten der Brachtalofnziere. In der Gemeinde Kiskummajsa wurden die Juden am letzten Pessachtage aus d&r Synagoge getrieben. Die Pronay- und Hejjasoffiziere ließen die Männer und Frauen in Reihen anisteilen. Geschwister und Verwandte mußten einander gegenüber Aufstellung nehmen, die Kinder und Frauen bildeten eine eigene Groppe. Den Stärkeren wurde ein Knüppel in die Hand gegeben und an sie die Aufforder,ung gerichtet auf die schwächeren Juden mit voller Kraft loszuschlagen! Parierte einer nicht, wurde er selbst totgeschlagen. Schlug einer nicht aus voller Kraft zu. wurde der Knüppel dem ursprünglichen Opfer in die Hand gedrückt Die Unglücklichen blieben in iShrem Blute auf der Wallstatt liegen, umgeben von liiren Frauen und Kindern. Die Ausländer-Ausweisungen -in Bayern. Die bayerische Regierung hat eine Verordnung erlassen, nach der alle Ausländer und Sraatslosen. die nach, dem 1. August 1914 zugezogen sind, innerhalb einer Frist von fünf Tagen das bayerische Gebiet verlassen müssen. Diese Maßnahme der bayerischen Regierung richtet sich fast ausnahmslos gegen die in Bayern lebenden 0 s t - juden. die sich dort während des Krieges •niedergelassen und eine Existenz geschaffen haben. Daß die Verordnung nicht nur eine außerordentliche und völlig unverständliche Härte bedeutet daß sie außerdem durch die Kürze der Frist die Vernichtung zahlreicher Existenzen im Gefolge haben muß. ist eine so offensichtliche Tatsache, daß sie auch der bayerischen Regierung nicht entgangen sein kann Es ist kaum anzunehmen. daß die bayrische Regierung sich bei dem Erlaß der Verordnung der außenpolitischen Folgen bewußt war. die ihre Maßnahme zum mindestens zur Folge haben kann. 'Das Arbeiterfürsorgeamt der iüdischen Organisationen Deutschlands hat. um die Durchführung der Verordnung im letzten Augenblick nach Möglichkeit zu verhindern. an den Reichspräsidenten E b e r t ein l elegramm gesandt, worin das Arbeiterfürsorgeamt gegen die genannten Maßnahmen Verwahrung 'einlegt und bittet alle geeigneten Schritte zu unternehmen, um das gegen Recht und Menschlichkeit verstoßende Vorgehen gegen die Ostiuden zu verhindern. L Der Schwabe Albert Einstein und der Jude Matthias Erzberger. Das ..Jüdische Echo“ schreibt: Matthias Erzberger, der Erfinder' zahlreicher, besonders den bisher privilegierten Geldbeuteln alldeutscher Kreise lästiger Steuern* der „Reichsverderber“ und „Geschäftemacher“ ist der teutschen Wissenschaft der „typische“ Jude. Aber alldeutsche Urkimdeniorschung macht sogar die überraschende Entdeckung, dlaß er Blutsjude sei. Als sich nämlich aus dem Taufregister seiner schwäbischen Heimat {ergab, daß seine Abkunft auf eine lange Reihe schwäbischer Bauennahnen zurückgehe, da argumentierte man in .unwiderleglicher Urkundenauslegung: Aus dem Tairfregister ergebe sich mit Sicherheit ja «immer nur die Mutter, niemals aber der Vater«! Also ......! Daß man mit dieser Andeutung illegitimer Zeugung, das Andenken braver deutscher Frauen, d!er Mutter und der Großmütter Brzbergers. besudeLte. ja daß dieselbe Möglichkeit deiutsch-jüdischer Blutsmischung bei sämtlichen, auch, den blutreinsten Germanenabkömmlingen bestehe,, das kann einen wahrheftsedfrigen' Geschichtsforscher nicht beirren. Im Gegenteil: Bietet sich genealogische Möglichkeit, das deutsche Volk vort unliebsamen Gestalten durch derartige „Nachweise“ "ündeutscher Biutmischnng zu reinigen, müssen deutsche Frauen wohl das Opfer bringen, sich beschmutzen zu Lassen. Eine andere unangenehme Gestalt der Zeitgeschichte ist der Physiker Albert Einst e in, der Schöpfer der Relativitätstheorie. Man bedenke: Ein Jude, der etwas Großes leistet, das ihm kein. Geld einbringt und dessen Privatleben ' keine bemerkbaren Anstöße bietet Die Hakenkreuzhistoriker sind nicht verlegen: Flugs leugnen sie die Größe seines Werkes und machen aus seinem Ruhm eine Sünde. Einstein ist nichts als der geschickte Ausbeuter und Plagiator d'er Idleen eines rein arischen, leider nur in gleächblütigen Kreisen berülmiten. weiteren Kreisen infolge jüdischer Machenschaften unbekannten Mannes, der vor x Jahren bereits in dem und jenem Artikel die ganze Relativitätstheorie aufgestellt habe. — Ueber Albert Einstein schrieben kürzlich die „M. N. N.“: Dr. Einstein stammt aus schwäbischem Geschlecht" also ans jenem Stamm des deutschen Volkes, der schon immer die tiefsten Denker und hartnäckigsten Grübler hervopgebrächt .hat Beide Eltern sind Württemberger...“ Es folgt dlami die Erzählung; dlaß E. Schweizer Bürger wurde, als Professor lange in Prag und Zürich wirkte, wohin er als Berliner Privatdozent berufen worden war; von Zürich aus berief man ihn, als der Ruhm seiner Leistungen schon die Welt durcheilte, als Professor nach Berlin usw. Es ist schade, daß das genannte Blatt nicht auch erzählt daß Albert Einstein in München nicht die. christliche, sondern die jüdische Religionsstunde besucht hat, daß er jahrelang iim Ausland an Hochschulen zweiten Ranges leben mußte, weil für ihn als iüdischen Professor kein Lehrstuhl in Deutschland sich fand und daß hierin der Grund des Wechsels, seiner. Staatsangehörigkeit liegt ferner, dlaß Einstein Zionist ist sich zum jüdischen Volk bekennt und sich brennend für die jüdische Universität in Jerusalem interessiert Das Ende des „Philantfopin“. Das „Philautropin“.- die ausgezeichnete jüdische Realschule in Fr ankf ur t a. M. mußte, wie berichtet wird, aus Mangel an Mitteln geschlossen werden und wurde als Siimultanscliule von der Stadt übernommen. Das Philautropin wurde im Jahne 1804 auf Veranlassung des Ahnherrn der Rothschilds ' gegründet Viele Tausende von Schülern haben das Philahtropln besucht, und viele davon sind Zierden des Judentums geworden. Auch dessen Leiter genossen den Ruf als hervorragende Pädagogen. Erwähnt seien nur düle letzten’. Bärwald und Adler. Diese jüdische Lehranstalt «ist nunmehr aus den Händen dier Frankfurter jüdischen. Gemeindle in die der Stadt übergegangen und hörte somit auf., eine jüdl- . sehe Lehranstalt zu sein. Als Grund hierfür-wird angegeben, daß die jüdische Gemeinde die Schule nicht mehr erhalten könne; sie habe im letzten Jahre einen Zuschuß von 900.000 Mark erfordert Neben der jüdischen Hauptgemeinde besteht in Frankfurta. M. noch eine orthodoxe Separatgemeinde. bekannt unter dem Namen „die israelitische Religionsgeseflschaft“. Sie ist viel kleiner als die Haiuptgemeinde; sie umfaßt an Seelenzahl schier kaum den dritten Teil. Auch sie erhält eine Real- und höhere Töchterschule, dianeben auch noch eine Volksschule. Sie muß sicher nicht geringere Zuschüsse leisten; eher sogar größere. Aber sie erhält ihre Schulen weiter; sie werden infoige der Auflösung des Phiiantropins vielleicht jetzt erst recht aufblühen. ’ Die Hilfsaktion in Galizien. Dr. Bogen, welcher die Hilfsarbeält des Joint Distribution Conuraittee in Polen organisiert, ist von einer Reise nach Krakau und Lemberg nach Warschau zurückgekehrt und berichtet über seine Tätigkeit daß in West- und Ostgalizien ein ganzes Netz jüdischer Hilfskomitees entstanden ist; die Hauptzentren sind Krakau und Lemberg. Es werden alle Mittel angewendet um das ruinierte Wirtschaftsleben der Juden in Galizien wieder uufzubauen. Besonders soll die ATbertwerka etättenaktion gefördert werden. Eines der Kommissionsmitglieder, Herr Zucker, ist in Lemberg geblieben, um die Hilfstätigkeit für die jüdischen Flüchtlinge in den kleinen Städten zu organisieren und besonders-ihre Repartrierung in ihren früheren Wohnorten sowie den Aufbau ihrer zerstörte» Wohnungen und Arbeitsstätten duirchzufübren. Besonder« anerkennenswert ist nach Da Bogens Bericht die Tätigkeit dtes Lemberger Komitees zum Schutze der Sicherheit deT jüdische» Bevölkerung, welches energisch gegen alle Gewalttaten reagiert, die gegen dtie jüdische Bevölkerung begangen werden. . . Bäckerläden und Sabbatruhe. Das Reutersche Büro verbreitet folgende Meldung: In Fraga, der. Vorstadt von Warschau, wurden 25 jüdische Bäcker, von den lokalen Behörden verständigt, dlaß, wenn sie ihre Läden nicht am Sabbat öffnen würden, ihnen die Lizenz entzogen würde, da die Behörden nicht gestatten könnten, daß Bäckerläden zwei Tage in der Woche geschlossen seien. Die von ihnen hinterlegte Summe würde dann konfisziert werden. Die Bäcker haben, sieh, um ihre Lizenz nicht zu verlieren, entschlossen, die Sabbatruhe zu verletzen. Eine starke Protestbewegung ist in der ganzen jüdischen Bevölkerung im Gange. Die" obligatorische Sonntagsruhe hat die Beziehungen zwischen Polen und Juden verschärft. Skandalszenen im polnischen Sejm. . Auf einer Sitzung «des polnischen Sejm las der antisemitische Abgeordnete Dymowskt ebien auf unerklärliche Weise — in Zwischenrufen warf man ihm Diebstahl «vor — in seinen Besitz gelangten Brief des Abgeordneten Dr. Diamand an dessen Frau vor, worin diesr über einen Besuch bei Morgenthau sich ironisch äußerte. Er erwähnt Morgenthaus Plan einen Preis von 25.000 Dollars für ein Buch auszusetzen, das sich mit der Judenfrage befasse und von dem man sicherlich für 100.000 Dollars Exemplare werde absetzen können. Diamand macht sich über Morgenthaus „Geschäftsgeist“ lustig. Charakteristisch an diesem parlamentarischen Zwischenfall, der unerhörte Skandalszenen im Sejm hervorrief, . ist die Tatsache; daß man bei dieser .Gelegenheit erfuhr, wie jeder Verkehr mit Morgenthau von der polnischen Regierung überwacht wurde. Diamand erklärte, daß er. wenn auch ungern, auf speziellen Wunsch des Außenministeriums Morgenthau aufgesucht habe, um den.Einflüssen der Nationaljuden entgegenzuwirken. Zusammenschluß der deutsch-Dolnischen Juden. In Posen fand dieser Tage eine Besprechung zwischen den Vertretern der in Thorn gegründeten iüdischen Vereinigung und Vertretern der Posener jüdischen- Gemeinde statt, die den Zweck hatte, einen Zusammenschluß der Juden in allen bisher preußischen Landesteilen Polens anzubahnen. Ohne Unterschied der religiösen und politischen Richtung soll dies geschehen, lediglich zur Wahrung der staatsbürgerlichen . und gesellschaftlichen Gleichstellung der Juden; und zur Pflege treuer Anhänglichkeit an die jüdische Religion. Zur Förderung dieser Ziele sind zunächst drei Ausschüsse gebildet worden: 1. für staatsbürgerliche und gesellschaftliche Gleichstellung der Juden (Rechtsschutz), 2. für soziale und Wohltätigkeitsangelegenheiten: 3. fürgeistige und religiöse Interessen. Dem Vorstände gehören Vertreter aller politischen und religiösen Richtungen an. Zur «Besprechung waren Delegierte aus Thorn und Bromberg erschienen. Auch Vertreter des Jüdischen Volksrates in Posen waren hiezu geladen. Der Brief eines französischen Offiziers. Das Büro der Jüdischen Presse empfing einen Brief von Dr Genay An«dre. 3. Division polnischer Jäger, einem französischen Offizier, worin er die Aufmerksamkeit auf das fürchterliche Elend der Juden in Osteuropa zu lenken sucht Die Erzählungen, die von Flüchtlingen über die Massaker in Kiew und Proskur o w hörte, haben ihn «buchstäblich niedergeschlagen. Auch in Pol e n. obgleich künstlich verdeckt sijid die Juden schrecklicher Verfolgung anheimgegeben. so daß ihm viele sagten, sie würden die brutale Behandlung de? Russen, die einfach töteten, der verfeinerten, aber’ unversöhnlichen Grausamkeit der Polen mit. ihrem Anschein von Zivilisation, die doch «nichts anderes als den Tod wünscht, vorziehen. 7 «bis 8 Millionen Juden werden im Europa des 20. Jahrhunderts mit weniger Humanität behandelt, als die Neger Afrikas seitens der Franzosen. Er hofft daß diese freie und loyale Erklärung, die aus-reinen Gründen der Menschlichkeit und nicht -aus irgend einer Parteinahme für die Juden abgegeben ist die Herzen aller Menschen von Gefühl und wohlhabender Juden rühren wird. Die jüdische Auswanderung. In Warschau ist e'ine aus den Herren Leon Kamajka, Jakob MaseL und1 Louis Kasker bestehende Kommission der New Yorker jüdischen Einwanderer-Hilfsgesellschaft angekommen, wel- .che an Amerika nahe Verwandte haben, in die Wege zu Leiten und die vorbereitenden Schritte für ihre Uebersiedlung niach Amerika zu unternehmen. Die Kommission hat an die Juden eine öffentliche Erklärung ergehen lassen, -daß sie weder politische noch philantropische Tätigkeit zu entfalten berufen sei, - sondern Lediglich das Ziel im Auge habe, die von einander getrennt lebenden Familienglieder im Wege der^Auswanderung der

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