Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 14 (1920)
- Issue
- 8 (27.2.1920)
- Date
- 1920-02-27
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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Seite 6 Nr. 8 JÜDISCSE ZEITUNG vorzügliche Lehrkräfte viarfügt, überdies idinrch die zentrale Lage Wiens und durch die Valutarverhältmsse eine größere Söhüieranzahl anzuziehen imstande ist. Unser Streben ist -darauf gerichtet, vor allem dieses Seminar so aaiszubauen, daß es hebräische Lehrer-für die allgemeinen Fächer und die hebräische Sprache selbst in so großer Zahl amsbildet, daß .wir von dorit sowohl Lehrer für Palästina, wie für dien nahen europäischen Osten heranbiiden können. Hebräischer Büchermarkt Wir haben unsere spezielle Aufmerksamkeit dem hebräschen Büchermarkt zugewendet. Durch Benachrichtigung unserer Presse über neu . erschienene hebräische Bücher haben Wir an ihrer Verbreitung mitzuwirken gesucht Dies gilt natürlich besonders von palästinensischen Büchern. In vielen Fällen sind wir hebräischen Gruppen und Vereinen durch Bücherschenkungen zu Hilfe gekommen. Die Valutaverhältnisse erschweren die Verbreitung hebräischer Bücher. Wir werden, wenn diese Verhältnisse andauern, dafür Sorge tragen müssen, daß wenigstens die wichtigsten Neuerscheinungen für die Länder mit niedriger Valuta in Neudrucken besonders angelegt wenden. Die gesamte ‘Kulturarbeit .zeigt die Notwendigkeit intensiver Zusammenarbeit zwischen allen Galutbländern. Das Departement für Erziehung und Kultur hat daher sofort nach seiner Begründung in einem Rundschreiben die Organisation auf gefordert, ähnliche Stellen für Kulturarbeit in allein Ländern einzurichten. Diesem Ruf sind die meisten Organisationen gefolgt. Diese KultondepartementS der einzelnen Landesorganisationen müssen sich zu Zentren entwickeln, die das palästinensische Judentum mit dem geistigen Leben aller Länder, insbesondere dem Jüdischen, in innigen Kontakt bringen. Sie müssen die Stellen sein, von denen aus der Strom der geistigen Entwicklung aller Völker und Länder nach Palästina gelenkt wird und die ihrerseits bereit sind die neue hebräische Kultur aus ihrem Zentrum in die ganze Peripherie dies jüdischen Volkes zu tragen. Die Krise im „Blau-Weiß“*) Von med. Dr. Walther Kohner, Karlsbad. (Schluß.)- Auf ein Ereignis des menschlichen Lebens stützt sich die ganze Jugendbewegung und versucht, dieses Stadium herauszulösen, seine Sonderheiten und Eigentümlichkeiten zur Grundlage für eine vollkommen anders geartete Psychologie^ für ein Sonderschicksal zu machen. Gewiß bringt die Pubertät innerhalb des menschlichen Organismus Veränderungen hervor, die es berechtigt erscheinen lassen, den Eintritt derselben als Beginn einer neuen Epoche des Menschwerdens hinzustellen. Durchaus allerdings nicht in dem Maße, wie es teilweise geschieht. Die Kontimität der körperlichen Entwicklung erfährt durch das - Hinzutreten jener körperlichen Veränderungen keine Unterbrechung, wenn auch manche Störungen auftreten können. Die geistige Entwicklung, läuft gleichmäßig weiter, erfährt nur durch die verschiedenen seelischen Erlebnisse manchmal bedeutende Förderung,-manchmal gewisse Verzögerungen. Das Seelenleben des Jünglings oder des Mädchens gerät durch die Pubertät wohl in eine gewisse Verwirrung, Hemmungslosigkeit und Exaltation nach jeder Richtung hin. Die Flegeljahre und die Backfischjahre kennzeichnen dieses Lebensalter vor dem Eintritt der Pubertät und im Beginne desselben. Die Jugendbewegung will nun die Exaltiertheit, Hemmungslosigkeit dieser Epoohe zum Ausgangspunkte ihrer Weltverbesserungsbestrebungen machen. Das Revolutionsfieber der . Sturm¬ und Drangperiode soll die Gesellschaft stürzen und ihre Ideale zu den Idealen der künftigen Generationen machen. Bei der jüdischen Jugendbewegung soll nun noch der „Ekel vor Europa“ das Abwenden von seiner verlogenen Zivilisation dazukmmnen. In dieser Bestrebung mm sehen wir das Sträfliche und Leichtfertige, nicht im Objekte ihrer Angriffe — Gesellschaft, Europa — sondern darin, daß eine beim normalen Menschen unbedingt vorübergehende Stimmung, und’ zwar psychologisch notwendigerweise vorübergehende Stimmung als einzige für den wahren, echten Menschen mögliche hingestellt, daß eine Wertung geschaffen wird,' die klipp und Mar nur das, was dem Empfmdungsleben dieser Zeit entspricht als gut, alles andere' als schleoht hinstellt Mit allem Raffinementder „Alten“ wird der Jugend die Verachtung der normalerweise kommenden Denkungsart eingeprägt mit Worten, mit denen die Jugend so schnell fertig ist und gehen ein paar Jahre vorüber, ist der Rausch der Pubertätszeit vorbei, so kommt der entsetzliche Katzenjammer, die Situation, in der der junge Mensch das -nicht mehr hassen kann, was er nach seiner Erziehung hassen sollte, wo er tun und lassen muß, was ihm zu tun oder zu lassen als verächtlich hingestellt wurde; wo mit einem Worte -das Leben ihn anfaßt die Gesellschaft ihn ergreift, das Stadium, das eben für fünfundneunzig von hundert jungen Menschen einmal kommen muß. Weil die Jugendzeit aber nach der Phraseologie der „Führer“ durchaus nicht als „Vorbereitung“ auf das Leben benützt werden darf, so steht der junge Mensch, von dem Elternhaus und Schule, die so verleumdeten und herabgesetzten, ihre schützende Hand abgezogen haben, allem hilflos gegenüber, was auf ihn eindringt. Dazu kommt noch erschwerend, daß die Forderungen nach „Vertiefung“, nach „unbedingterem Leben“ nach „Ganzheit“, mit denen seine Seele angefüllt worden worden war, in ihm noch fortbestehen. und daß gerade die -besten der Jugend dies nicht alles zum „alten Plunder“ werfen können und nun schwer und aussichtslos am Leben leiden. Denn sie sind noch nicht darauf gekommen, daß alle derartigen Forderungen der „Jugendbewegung“ Unsinnigkeiten sind, sondern sie halten sich für schlecht und verwerflich, weil sie ihre Ideale nicht' mehr bewahren können. Nicht nur innerlich leiden sie selbst, sondernsie werden von ihren Adepten, die sich noch im Stadium der „Jugend“ befinden, als „verlorene Alte“, „vom Leben erniedrigte“ usw. angesehen. * ■ Hier beißt es für uns: Einschreiten. Wir dürfen dem Unfug, der mit den Seelen der Jugend getrieben wird, nicht mehr Zusehen, dürfen es nicht mehr zulassen, daß gerade die Besten, die Idealsten der Jugend, auf denen unser Werk ruhen soll, zerbrochen und mit Ekel erfüllt werden. Wir. dürfen uns nicht von dem Odium abschrecken lassen, daß die „Führer“ auf uns werfen werden, daß wir als „Alte“ uns Rechte anmaßen, die uns nicht zustehen, und mit schonungsloser Härte alle die Lügen und Verschwommenheiten aufdecken, die die Seele der Jugend verwirrt. Zn diesem Zwecke heißt es. das Uebel an der Wurzel anzugreifen. Das Wort von der sogenannten Autonomie der Pubertätszeit muß verschwinden, es muß der Jugend durch persönliche Belehrung klaT gemacht werden, daß das Stadium ihres Ueberschäumens nur ein natürlicherweise Kommendes, aber ebenso natürlicherweise wieder Verschwindendes sei. Die Hebephrenie. die Sinnesart der Pubertätszeit, bezeichnet beim Erwachsenen nicht nur eine geistige Anomalie, sondern Geisteskrankheit Wer aus der Zeit des Ueberschäumens zeitlebens nicht mehr heraus kommt, mag als „Original“, als „Revolutionär“. „Bohemien“ usw. der Menscheit noch .unschätzbare Dienste leisten, aber bildet eine Ausnahme, ohne sich deshalb ein besonderes Verdienst zu- . schreiben zu dürfen. Die Verachtung der Lebensformen, wie siederartige Menschenauszeichnet, das Anstoßen an allen „Bedingungen“ des Lebens, mag verlockend für den oberflächlich Urteilenden sein. Menschlich wertvoll ist es aber deswegen noch nicht und in dem Erstarren der „Bohemienform , in der Systematik des Außer-Acht-lassens der äußeren Formen liegt oft wieder so viel Philiströses, daß man schwankend wird; wer der Philister -ist ob der. der prinzipiell mit angeschnittenen Haaren und Nägeln umherläuft oder der. der allzu großes Gewicht auf diese Aeußerlichkeiten legt - Die Pubertätszeit -hat : keine eigenen „Gesetze , noch dazu solche, die Richtunggebend für eine „Wenn und Aber-Welt“ sein sollen. Hemmungslosigkeit ist kein'.Gesetz, sondern ein Uebel. das von Tag zu-Tag Meiner-'wird; „Ungenügen an dem Gegenwärtigen“ ist: jedes guten Menschen Empfindung, ebenso wie ..Sehnsucht nach Vervollkomrmmgs“. Aus diesem Streben heraus kommt unser Zionismus. Das wäre der Jugend nachzuweisen. Dann muß'eines der Schlagiwor-te nach dem andern vorgenommen1 und. gemeinsam mit der Jugend in seine Bestandteile aufgelöst und dadurch seine Nichtigkeit Margelegt werden, Unsinnigkeiten.. w;ie „Unbedingtheit“ d'es Lebens. „Geistgestalhing“ u. ’dgl. sollen endgültig am dem Sprach-„Schatze“ der Jugend verschwänden! Darm muß. und damit wird am meisten getan sein, dargelegt werden, wie hach dem alten Worte, das, was an der Jugendbewegung wahr ist, nicht neu und das. was neu ist. nicht wahr ist. daß bei den Romantikern aller Zeiten dieselben Schlagworte Vorkommen, daß die Propheten der Jugend nicht aus ihrr eigensten Tiefe schöpfen, sondern aus Quellen, die jedermann zugänglich sind. Wenn wir aber der Jugendnur rauben wollten, was sie bisher gefreut und ihr nicht zugleich Positives geben wollten, würden wir nicht das erreichen, was unser Ziel ist. Wir . würden-die Jugend ernüchtern und dadurch die abstoßen und' -uns entfremden. denen Begeisterung und Idealismus Lebensnotwendigkei-t ist und die oberflächlicheren, kälteren zu blassierten Skeptikern machen. Da wir aber aus ihnen ganze Menschen und Zionisten macherf wollen. Menschen, die in bezug auf ihre Möglichkeiten sich im’ Klaren' sind, die den festen Willen haben, ein Leben zu führen, das ihrem Gewissen entspricht.— und darin sehe ich die einzige Möglichkeit „eines unbedingten Lebens“ nnd Zionisten, deren Willen darauf gerichtet ist sich des Volkes wegen und mit sich das Volk zu gesunden Entwicklungsmöglichkeiten zu erheben, so müssen wir Positives als Ziel''Voranstellen. Hier ist es notwendig, einen streifenden Blick auf die Möglichkeiten -irgend einer Erziehung und einer zionistischen Erziehung im Besonderen zu, werfen. Wenn das Postulat aufgestellt wird. J u d en zu erziehen, so ist fast schon ein Gemeinplatz. daß wir eigentlich nur jüdische Menschen erziehen können Spencers Meinung scheint uns die richtige zu sein; „Das 'Hauptproblem, das jedes besondere Tedlproblem einschließt ist die rechte Beherrschung unseres Verhaltens unter allen Umständen. und Verhältnissen ... dies ist die große Aufgabe, die wir lernen müssen, dies folglich ist die große Aufgabe, die wir der Erziehung stellen müssen. „Wir können bei unserer heutigen Jugend nicht durch Belehrung und Unterweisung eisetzen, was Mutter und erste Schulerziebung verabsäumt haben, und nur schwer beeinflussen, was das praktische Leben1 in dieser Richtung tun wird. Es handelt sich nicht um die Beibringung von Kenntnissen, sondern wesentlich ist daß Gefühle ausgebildet werden, welche das ganze Leben und die Lebensanschauung eines Menschen regelm Und Gefühle, sagt fein und richtig Sigmund Kornfeld, treten immer nur als Reaktion unsers Gemütes auf Erlebnis auf; sie können nur durch Erlebnisse geweckt werden und nur durch wirkliche Erlebnisse. Was ein wirJdächer Führer und Lehrer der Jugend geben-kann, -können nur derarte Erlebnisse sein. „Nur der kann Gefühle bestimmter Art bei Anderen erregen1, oder auf das Gefühlsleben anderer Menschen Einfluß gewinnen, der -ein Gefühlsleben selbst hat“ Sofern Jugend, gesunde Jugend überhaupt will, so will sie .sich nicht selbst erziehen, sie will Auflehnung und Stütze haben, sucht ein Objekt ihrer Begeisterung und Hingebung, will Beispiel -haben. Bezeichnenderweise sind' es aber nicht die, die der Jugend nach dem Munde reden, an'die sie sich klammern, sondern. die, bei denen sie das empfindet, was sie nicht haben kann, aber haben will. Ganzheit Kraft Zielsicherheit, Festigkeit Solche Menschen, die das haben, was der Jugend fehlt und die echte wahre Gefühle besitzen, werden von der Jugend mit vollster Hingebung geEebt Sie sind die einzigen Möglichkeiten, einer Erziehung der Jugend. Hunderte Zeitschriften „für die Jugend“ „über die Jugend“ und „d'er Jugend“, noch so viele Essays über die Erziehung fördern die Sache nicht so wie ein einziger Mann, ein einziges Beispiel. Aber auch wir können uns Gefühle suggerieren: sofern, wir sie aber ijicht wirklich selbst haben, wird in ihnen ■nie die wirkEehe Kraft sein, in der Jugend Gefühle zu erzeugen. „Liebe zum Judentum“ 1 als Unterrichtsgegenstand ist absurd, Hingebung' an das Volk“ lehren zu wollen, ist ein Unding. Aber ein ganzer Mann, der Liebe und Hingebung hat wirkt mehr als alle' Unterweisung. Derartige Männer — und es gibt ihrer noch — müssen wir unserer heränwachsenden Jugend zeigen und mit ihr in Berührung kommen lassen. Solche Männer müssen mit all dem literarischen Schnick-Schnack auiräumem, der das Gemüt der Jugend überlastet müssen der Jugend das Leben zeigen, wie es ist, wie sie sich hineinstellen' können, und „ihm nicht zu unterliegen“, aber es auch nicht zu verachten. Solche Menschen, die Liebe und Sehnsucht haben, und im Auf und' Ab des Lebens -diese Liebe und Sehnsucht nicht fallen lassen, brauchen darüber kein Wort zu sprechen oder zu schreiben: Dadurch allein, daß sie sind, wirken sie: sie braucht di'e Jugend, braucht die Sache. Verdächtig aber sind die, die in der jugendlichen Seele mit gierigen Findern herumtastem -die ein Stadium des Schäumens und Gärens in ein System pressen wollen, die Formen schaffen wollen für etwas, was aus der Form heraus will und die nicht Verstehen wollen, ‘daß -das ein üblerer. Zwang ist als es jemals Elternhaus und Schule sein können. Im Elternhaus herrscht als dominierendes Gefühl Liebe und die Schule hat wenigstens einen Zweck, wenn sie ihn auch nicht immer enreicht „Jugendbewegung“ im Sinne Bernfelds und des „Jerusaal“ aberlassen beides vermissen, weil sie Gefühle und noch dazu elementare Gefüllte, wie Scham. Empörung. Sehn-, sucht, Ungenügen (zitiert nach Bemfeldis: Die heutige Jugend) in Zeitschriften und Kursen- .der Tugend beibringen wilL Diese Lüge hat -die wirkliche Krisis unserer Jugend herbeigeführt, eine Krisis, die zugleich auch eine Krisis der ganzen zionistischen Bewegung sein kann. Die Jugend besännt sich von ihrem „Profetea“ abzuw-enden und die Vereinsamung, in welche diese hoffentlich geraten werden. mögenvon ihnen zur Einkehr- und Umkehr benützt werden. Unseren ,3 lau weiß“ aber wollen wir in dem Sinne umgestalten, daß dias Gerede von der Selbsterziehung der Jugend zu ■ ihren eigenen Zwecken, die Rederei über sich selbst endgültig daraus verschwinde. Wir wollen: daß im „Blauweiß“ junge Menschen heranwachsen, -die vor allem Freude am Leben haben sollen. Freude an der Betrachtung der .Natur, am Genüsse ihrer Schönheiten, im Studium ihres Seins. Tätigkeit will und braucht die Jugend; Sie findet nichts Entwürdigendes darin „Kleinarbeiten“ zu leisten, weil sie empfindet daß die Größe-einer Sache auf Kleinigkeiten aufgebaut ist Suchen .wir nur für jede Gruppe der Jugend einen Menschen. der dem vorbergescbild'erten Idealbilde möglichst nahe kommt und es steht außer Zweifel, daß wir einen festen arbeitsfrohen und verläß- Echen Nachwuchs bekommen werden. Trennungszionismus? Vor kurzer Zeit hat in Amsterdam eine sogenannte W eltkonfer-enz des „M i s r a c h i stattgefunden. Das Büro des Misrachi hat über den Verlauf der Sitzungen ausführEche Berichte veröffentlicht, von denen wir unseren Lesern das wichtigste übermittelt haben. Manche Beschlüsse wurden auf dieser ■Konferenz gefaßt die geeignet sind, lebhaftes Befremden hervorzurufen und zur Kritik herausfordem. Wir haben es unterlassem zu der Angelegenheit Stellung zu nehmen, weil wir für den gegebenen Augenblick, da die größte Konzentration der jüdischen Kräfte das dringendste Bedürfnis ist eine Verschärfung etwa bestehender Gegensätze vermieden sehen möchten. Nunmehr jedoch beginnt sich auf anderer Seite Widerspruch zu erheben und dadurch tritt die Frage in ein Stadium, das zur Stellungnahme verpflichtet. „ „ Wir haben hier den auf jener Konferenz gefaßten Beschluß im Auge, der in der Form eines Ultimatums an die zionistische Leitung gehalten ist und besagt, daß der Misrachi in Palästina das Schul werk unabhängig von der zionistischen Organisation und gemeinsam mit anderen gesetzestreueii Gruppen in die Hand nehmen müßte, wenn ihm die Leitung nicht innerhalb' zweier Monate die Schaffung von zwei voneiander völlig unabhängigen Schulwerken bewilligt. ., In der BerEner „Jüdischen Rundschau meldet sich -ein junger Misrachist aus Deutschland zu Worte, welcher diesen Beschluß einer sehr treffenden Kritik unterzieht und auf die geradezu verhängnisvollen Folgen Hinweist, von denen die