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Jüdische Zeitung · 1920-02-20 · 7 (20.2.1920) · p. Seite 4

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
14 (1920)
Issue
7 (20.2.1920)
Date
1920-02-20
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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»eite 4 JÜBISCH! ZCiTUNö Nr. 7 Wir haben eine Universität auf eänem Berge in Jerusalem begründet Symbolisch ist es, daß sie in derselben Stadt gegründet worden ist in der einst der Tempel stand. Wir habenf unser Wesen nicht aufgegeben. Das Galuth in seiner praktischen Abwehr ist eine sittliche Größe, wie die Bibel selbst es ist Wir sind dieselben, und wenn wir als Gesamtheit eine geistige Heimstätte bauen, so bauen wir auch damit ein Heiligtum, ein Heiligtum des Lebens selber aut Deutschtum und Judentum Eine Interessante Auseinandersetzung. . Wir haben im Leitartikel unserer vorigen Nummer über die innere -.. Krise im deutsch-assimilatorischen Judentum gesprochen, die durch die wachsende Scheidung zwischen jüdischem und deutschem Wesen verursacht wird, welche man auf deutscher Seite zu errichten beginnt Wir veröffentlichen im folgenden auszugsweise einen charakteristischen Aufsatz des bekannten deutschen Schriftstellers Wilhelm Stapel, dem Herausgeber der Zeitschrift „Deutsches Volkstum“, welcher sich im Juniheft dieser Zeitschrift findet sowie Proben einer sich an diesen Aufsatz knüpfenden Erörterung. In seinem .Antisemitismus“ betitelten Aufsatz konstatiert Stapel, daß seit einiger Zeit sich im deutschen Volk eine gegen Juden und jüdisches Wesen gerichtete Stimmung ausbreitet Auf jüdischer Seite begreife man nicht oder wolle man nicht begreifen, worum es sich handle und „bekämpfe“ die wachsende Stimmung der Fremdheit, wie man früher den Antisemitismus bekämpfte, mit moralischer Entrüstung. Die Hetze, die bei dieser Bewegung auch dabei sei. sei nicht Triebkraft sondern Begleiterscheinung. Es handle sich hier nicht um Religion oder „Rassen“, sondern um verschiedenes Volkstum. „Die Menschheit ist nicht die Summe der Menschen, sondern der Völker Das eigentümliche Gebilde „Volk“ ist nicht ein bloßer wesenloser Begriff, ist auch nicht wie ein Verein oder ein Staat nur ein Werk menschlichen Willens: sondern es ist eine naturhafte, gewachsene Einheit wie der Baum, das Korallenriff. der Bienenschwarm. Es ist ein Stück Wirklichkeit genau so wirklich wie der einzelne Mensch Und weiter. Volk ist ein Individuum, etwas, das in gewisser Weise unteilbar ist. Man kann einem Menschen die Glieder abschneiden. kann ihn blenden oder stumm machen, er bleibt der Mensch, der er ist Aber es gibt etwas, das man nicht hinwegnehmen kann, ohne daß er aiufhörte. dieser Mensch zu sein: etwas Unteilbares, seine innerste Einheit So kann man ein Volk wohl durch Staatsgrenzen zerteilen, kann es äußerlich zerstreuen, kann sogar seine Sprache verändern, und es bleibt doch ein Volk. Aber es gibt etwas, das man nicht angreifen darf, wenn das Volk nicht aufhören soll, ein Volk zu sein: ein Subjektives und llnteilbares. durch welches das Volk zu einem ganz bestimmten Individuum wird, unterschieden von anderen Individuen.“ Das Bewußtsein vom deutschen Volkstum sei seit dem Kriege gewachsen und dieser geschärfte Sinn fürs eigene Volkstum führe dazu, fremdvölkische Bestandteile im eigenen Volk deutlicher als solche zu empfinden. „Viele unter uns lebende Juden wollen nun den Unterschied nicht nur von Rassen, sondern auch von Völkern und Volkstümern wenn auch nicht Noch mehr aber ist sie dadurch dankenswert, daß kenntnisreiche, den Geist dieser jüdischen Epoche aus wirklichem Verstehen und Empfinden ernst erfassende Worte von Dr. Ernst -Müller die Zuhörer — und zu ihrem Lobe sei es gesagt: sie hörten wirklich zu — in das Wesen der mittelalterlichen hebräischen Dichtung einführten. Die Dichtungen, welche von Mir j an Schnabel mit starkem Empfinden, wenn auch manchmal etwas zu iatim, von Josef Schildkraut mehr dramatisch-kräftig, freilich hie und da mit einer gewissen merklichen Ekstaseanspannung, wiedergegeben wurden, waren gut ausgewählt. Was allerdings davon in 'deutscher Sprache vorhanden ist, ist von jüdisch empfindenden Menschen übersetzt worden, die jedoch das Unglück hatten, keine deutschen Dichter zu sein. Die Uebertragungen störten auch empfindlich die Vortragenden sowohl wie die Hörer. Ausgenommen sind jedoch nachdrücklichst Meit W i e n e r’s Uebertragungen zweier Hymnen des Abuiafia und einiger Zkmiden Jehuda Halevis. Diese Nachdichtungen sind ausgezeichnet Es wäre zu wünschen, daß bald viele Nachdichtungen dieser Art dem deutschlesenden Publikum gegeben werden. Dann wird es leichter den jüdischen Inhalten näherkommen können, mit denen es heute so lose verbunden ist. Die Uebertragungen ven Steinschneider, Sachs, Fürst Geiger sind bei aller Sachbegeisterur.g unmöglich. Man sorge also für wirkliche Nachdichtungen (auf Meir Wiener sei energisch verwiesen und auch auf Otto Hauser). Und man wiederhole Veranstaltungen wie diese, welche sich wohltuend durch Sinn und Inhalt von den masten ln Wien üblichen jüdischen Kulturinjektionen, die dem westjüdischen Publikum gemacht werden, unterschieden hat. Aus solch’ gutem Anfang kann segensreiche Wirkung kommen, auch jüdische Faschingssonnfagtradition überwunden werden. s. s. abstreiten, so doch als unwesentlich und zufällig, nicht als wurzelhaft (radikal) gelten lassen Sie stellen ihn hin als etwas, das eigentlich nicht sein sollte, zum wenigsten als etwas, das die Menschen beschränke, verenge, fessele: der Mensch gehöre im Innersten -nicht einem Volke, sondern der Menschheit an. Der wahre Mensch müsse also über sein Volkstum hinaustrachten ins „Menschheitiiebe“. Menschen und; Menschheit allein soll es geben, die Zwischengebilde 'der Völker seien vergangene Entwicklungsstufen, Atavismen oder dergleichen. Für den. der Wirklichkeiten, auch die Wirklichkeiten überindividuell er Einheiten zu empfinden und erkennen vermag, liegt der Irrtum solcher Behauptungen IdaT. Alles wirkliche Leben ist Individuation: es erscheint in der Form von Einzelwesen. Diese Form ist nicht Beengung, nicht Hemmung und Minderung, geschweige denn Entwertung dessen, was in der Form erscheint. Sie ist nichts anderes, als eben die Wirklichkeit des Erscheinenden. Anders ausgedrückt: Menschentum erscheint niemals in irgendwelchen „Menschen an sich" — das sind bloße Begriffe —. sondern es erscheint immer nur in einzelnen Menschen von der und der persönlichen und völkischen Art.“ „Juden leugnen nun oft auch wenn sie es sich seihst nicht etagestehen, die nicht bloß zufällige, sondern wesentliche Verschiedenheit der Völker -darum, weü sie nicht ihrem eigenen, sondern einem anderen Volk, etwa dem deutschen Volk, angehören wollen. Will man einem anderen Volk angehören als dem. in das man hineingeboren ist so muß es möglich sein, das Volkstum ebenso beliebig wre etwa die Staatsangehörigkeit oder eine Vereinsmitgliedschaft zu wechseln. Man muß also die naturhafte Besonderheit und Wesenhaftigkeit des V olkstums bestreiten. Auf der anderen Seite haben viele Deutsche, wie wir ausführten, die Wirklichkeit ihres Volkes und Volkstums und ihren eigenartigen Wert immer deutlicher erlebt. Sie stehen daher mit Mißtrauen allen denen ge-, genüber. die timen diese offenbare Wirklichkeit und diesen offenbaren Wert wegbeweisen' wollen. Ihnen erscheint der. welcher dieses Volkseriebnis ■nicht hat und darüber als über etwas Nebensächliches. ja Hemmendes sprechen kann, als nicht vollmenschlich. Der volklos sein wollende Menschheitsmensch erscheint. ihnen wie em Zaunpfahl neben einem wurzelnden, wachsenden Baum: er kann sehr nützlich und in seiner Art wertvoll sein, istaber kein im Tiefsten lebendiges Gebilde mehr. Der Mensch, der aus einem Volk ins andere htaühenvechseit. erscheint ihnen als einer, der sich gegen sein Bestes und Innerlichstes auflehnt.“ Stapel spricht weiter von der Unmöglichkeit. daß Menschen die Wurzel ihrer ganzen Persönlichkeit ändern, weshalb es unmöglich sei. daß ein Jude wesenhaft ein Deutscher werde. Wer sich gegen diese naturjuafte - Wirklichkeit amlehne, lehne sich gegen Gottes Willen auf. Darum finde man unter denen, die ihr Volk verleugnen, so viele unfronmxe Menschen, so viele, die mit 'einer Maske durchs Leben laufen Der religiöse Antisemitismus sei tot Der rein wirtschaftliche dürfe nicht allzu hoch angeschlagen werden. „Eine andersartige Gegnerschaft gegen das Jüdische erwächst gerade unter den Gebildeten, aus der feineren Empfa.dlichkeit für Volkstumswerte. Warum — da wir doch sagten, es müssej daraus gegenseitige Achtung der Völker ent-' stehen? Ist der Grund in bloßer, eingeborener Niederträchtigkeit der deutschen Rasse zu finden? Jaden haben sich eine sehr selbstgerechte Theorie vom „grundlosen Haß“ zurecht gemacht. Aber kein Haß ist ohne Grund. Je klarer die Juden begreifen, daß sie selbst den Grund für die zunehmende Entfremdung und Bitterkeit schaffen, um so besser für alle, für sie und uns.“ . Was weite Kreise der gebildeten Deutschen beunruhige, sei die Durchsetzung und Zersetzung des deutschen Volkstums durch jüdisches. Er weist nach, daß ein Jude deutsche Kunst und Dichtung anders empfinde als ein Deutscher. „Jeder fühlt aus einem Volkstum immer nur. das heraus, was er hinetafühlen kann. Sobald nun ein Jude uns sein Urteil als deutsches Urteil aufdrängt, oder als „menschliches“ über das „bloß völkische“ Urteil stellt, müssen wir uns zur Wehr setzen. Wie Lessing sich einst gegen das Franzoserrtum wehrte, so wehren wir uns heute mit Recht gegen das Judentum. Nicht aus r-eligösen, wirtschaftlichen oder politischen Gründen, sondern um unserer Seele willen.“ Auf diesen -Aufsatz antwortet der jüdische Schriftsteller jakob Löwenberg im 11. Heft des „Deutschen Volkstum“ in einem offenen Brief an Wilhelm Stapel. Er konstatiert daß ein Volkstum nicht einheitlich und unveränderlich sei, fragt ob eine kleine jüdische Minderheit das deutsche Volkstum zersetzen könnte, stellt fest, daß in gewissem Sinne allerdings das deutsche Volkstum vom jüdischen durchsetzt sei, da man jenes vom Christentum, das in seinem Ursprung jüdischen Wesens sei. nicht mehr lösen könne, ferner, die Juden-seien keine Germanen, aber Deutsche. „Seit mehr als einem Jahrtausend, seit den Tagen der Völkerwanderung leben wir in Deutschland, seit mehr, als einem Jahrtausend sprechen wir deutsch, und seit den Tagen -der Freiheitskriege haben unsere Söhne auf allen Schlachtfeldern für deutsches Vaterland und deutsches Volkstum gestritten und geblutet. Soll ich die Gefallenen des letzten Krieges aufrufen. die Verstümmelten und Siechen, die trauenden Mütter und Väter, die Witwen und Waisen, daß sie Zeugnis abl'egen. sie seien Deutsche und nicht Gäste, nicht Fremde? Die feindliche Kugel hat es besser gewußt als Sie, Herr Stapel, wo Deutsche zu .treffen sind.“ Stapels Frage, ob es Juden gebe, die den „Grünen Heinrich“ oder Goethe aus dem Innersten heraus verstehen, bejaht er, weist auf Rah-el Lev in. auf Auerbach und andere Beispiele hin. Dann heißt es: „Es wäre traurig für den deutschen Dichter, wenn nur der ihn ganz verstehen, sein eigenes Ich in ihm ausleben könnte, „dessen Vorfahren in deutschen Wäldern gelebt, deutsche Mädchen gefreit. deutschen Ackerbau und deutsches Handwerk getrieben haben?“ Etas oder alles? Ist: es nicht eine Herabsetzung des Dichters, von solchen Bedingungen das volle Verständnis seines Werkes abhängig zu machen?“ „Was würden Sie sagen, Herr Stapel, wenn ich behauptete, die Bibel, einen Jesaja, einen Hiob, die Psalmen nennen nur die ganz verstehen, deren Vorfahren vierzig Jahre durch die Wüste gezogen. - die unter Zedern und Palmen gepflügt die mit Philistern gestrittenhaben? Hat Herder denn nicht die Bibel verstanden? Und welche Bedingungen hätten-wir Deutsche zu erfüllen, um Shake-; speare verstehen zu können?“ Der offene Brief schließt mit den Worten: Nicht das Sondern rettet uns, sondern das Zusamtnerstei.en! Wir alle tragen Schuld, und nur vereintes Arbeiten und Wirken bringt uns vorwärts. Ich cehke. auf den Wahlspruch Moses Mendelssohns könnten wir uns alle auch heute noch einigen: „Nach Wahrheit forschen. Schönheit lieben, Gutes wollen, das Beste tun“. Die ausführliche und tiefgehende Erwiderung Stapels im selben Hefte, die Volksbegriff an der Hand der Ficht e‘sehen Auffassung analysiert muß man selbst nachlesen. Hier nur einige aus dem Zusammenhang gerissene Stellen: „Es ist zweifellos so. daß ein Jude sich in deutsches Wesen so einzufühlen vermag, daß er es viel bewußter und klarer erlebt als ein Deutscher. Eta Jude von starker Kraft des Nacherlebens kann mir vielleicht. über deutsches Wesen, über deutsche Kunst. Frömmigkeit. Sitte tiefere Aufschlüsse geben als ein Deutscher von geringeren geistigen Fähigkeiten oder als einer, der sein deutsches Volkstum unbewußt lebt Er bringt uns vielleicht wesentliche Züge eines Beethoven, eines Goethe näher, als viele Deutsche es könnten. Aber es bleibt immer ein Wesansunterschied zwischen ursprünglichem Erleben und Nacherleben, zwischen schöpferischer und nachschöpferischer Kraft zwischen unmittelbarem Fühlen und Einfühlen. Der Jude kann sehr tief in die Seele von Goethes Faust oder Kellers Grünem Heinrich nach fühlen, kann tiefer ln sie eindringen als ein beschränkter deutscher Mensch, aber er erlebt im Faust und im Grünen Heinrich immer einen andern, nicht sich selbst. Das ist ia eben der ungeheure Wert, einer,NationaJlLteratiir, einer National kunst'daß darin ein Volk sich selbst erlebt Und das hingegen ist der große Wertfremder Kunst und fremden Schriftums. daß man darin .fremdes Leben nacheriebt und sich daran •bereichert. Fremdes eignet man sich an, schöpferisch aber ist man nur aus Eigenem. Hernes Lieder, die in der Art des deutschen Volksliedes geschrieben stad, sind nachempfunden: wo er aus seinem eigenen Tiefsten schöpft quillt es aus jüdischer Seele.. Wer aufmerksam ist. wird bei allem Nacherleben fremden Volkstums immer die Grenze, das Fremdartige spüren. Gibt es doch selbst im Menschentum Jesu etwas, wo ich als Deutscher nicht „mit kann“. Selbst ein Herder mit seiner reichen Gabe des Einfühlens hat sicherlich die Bibel nicht so empfunden,' wie ein Jude sie empfindet; denn letzthin begreift jeder im andern nur sich selbst Die Gestalten des alten Testaments muß ich ' mir ins Deutsche „übersetzen“, wenn sie mir vertraut werden sollen: ich muß sie verdeutschen. Wodurch sie wiederum in anderer Weise unverständlich werden; denn ihr Handeln und ihr äußeres Schicksal geht nun nicht mehr mit der deutsch gewordenen Seele zusammen.“ Endlich, es ist gefragt worden, ob. man die Zugehörigkeit zum andern Volke nicht erwerben könne, wenn man -sein Leben dafür opfert Ich stehe im Geiste vor den Gräbern jüdischer Soldaten. die für Deutschland gefallen sind. Die Ehrfurcht gebietet mir Schweigen. Aber da nun einmal jene Frage aufgeworfen wurde, so will ich ehrlich reden. loh hörte von Juden, die waren ins Feld gezogen, weil siejdort ihr eigenes Haus, ihres Hauses Zukunft, ihr Schicksal, das nun einmal an das d'es deutschem Volkes gebunden ist. verteidigen wollten. Sie haben ihren Lohn darin wie wir den unsern. Ich hörte von einem Juden, der ging an die Front, um zu beweisen, daß auch Juden tapfer sein können. Er hat es durch den Tod bewiesen. Wie aber stellen wir uns zu den Juden, die. von ihrem Volke gelöst mit glühendem Herzen m den Krieg eilten, um sich die Zugehörigkeit zu dem Volk ihrer Wahl zu verdienen durch das höchste Opfer, das Liebe bringen kann? Wir werden euch mit Ehrfurcht behandeln, euch Lebende wie Tote — aber kann Gemeinschaft je verdient werden? Den Menschen, d'er mein Kind vom Tode errettet werde ich unauslöschlich dankbar sein. Aber darf dieser Mensch nun fordern, daß ich ihn darum als Glied meiner Familie aufnehme? 5 Der Deutsche kann sich vor dem Untergang seines Volkstums und seiner Geschichte nicht flüchten — es sei denn ins Jenseits. Der deutsche Jude aber hat neben dem Deutschtum, das er beansprucht, immer noch sein Judentum. Er kann sich flüchten. (Ob er es'will. is_t hier nicht die Frage, er kann es: darum ist -er innerlich freier, ist er nie s o gebunden wie der Deutsche.) Der Deutsche ist mit dem Wohl und Wehe des Deutschtums unlösbar 'und rettungslos verkoppelt Ist er nicht mehr Deutscher, so ist er nichts mehr. Dem deutschen Juden aber bleibt bei

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