Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 14 (1920)
- Issue
- 6 (13.2.1920)
- Date
- 1920-02-13
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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seitc 4 JÜDISCHE ZeiTUNS Wr. 6 . und der Stellungnahme sich manifestiert, vielmehr das positive Leben begründen und iortzeugen soll. D*ese Tat. ist ungebahnt durch dfe Gründung der jüdischen Universität ln Palästina, die sich am 21. Juli 1918 vollzogen hat. _ Es ist dies eine Tat des jüdischen Willens, desselben Willens, der den Juden durch die Person eines Josua ben Gamala, _ eines Rabbi Jochanan ben Sakai, eines Rabbi Chija in die Schule schickte, desselben, der dem Juden das Buch in die Hand zudringlich drückte und ahm befahl, „bei Tag und Nacht über die Lehre nachzusinnen“. , , , Sie ist eine Willensschöpfung der jüdischen Psyche, derselben Psyche, die einerseits noch vor einem Menschengeschlecht das im Sinne der jüdischen Moral wertlose Buch als trefe-possul aus dem Hause bannte, anderseits aber die hebräische Sprache in eine heilige verwandelte und sie keineswegs mit dem Alltag in Berührung bringen wollte. . .... Sabbath und Chol. Nichts charakterisiert so sehr das Galuth als d'er trennende Strich, den der Jude zwischen diesen zwei Worten zog. Diese Tatsache ist unwiderlegbar. Das Galuth mit seinen Licht- und Dunkelphasen, das tatsächlich .nicht stets und nicht ausschließlich Galuth war. war es aber um so mehr, je dicker dieser trennende Strich gezogen worden ist Der Jude flüchtete in seine Welt, die er um so Zeitiger nannte, je mehr ihn das Draußen, um mit den Worten eines Dichters zu sprechen, in einen „Hund mit hündischen Gefühlen verwandelte“. Es ist dies ein besonders wichtiges Kapitel in der Erscheinungsweise des Juden, daß er sich, . sofern der ärmliche Ausgangspunkt seinen Intellekt bestimmt, weniger nach dem Raumsinn als mach dem Zätsiim orientiert Hier ist das jüdische Problem wie an seinem Grundherrn anzufassen. Daher symbolisiert der Jude in zeitlicher Orientierung durch die Haw daiah den Uebergang vom Kodesch zum Chol, obwohl dieser Unterschied bei ihm nicht bloß in der Zeit lag, wohl aber auch kn Buch, im Wort wie im Gegenstand. Er vollzog sie auch einst in den erstem Jahrhunderten des Galuth im einer bestimmten Weise am Freitag abends beim Uebergang vom Chol zum Kodesch. Aber, wenn das Galuth drückender und lastender und der Alltag krasser wurde, ließ er die letztere Hawdalah weg, wohl nur darum, weil er in sich nunmehr die psychologische Unmöglichkeit vorfand, in einem Augenblick des Symbolisierems von dem „Hund“ in den „Prinzen“ sich zu verwandeln. Der Jude hat sich zu diesem Zwecke eine etwas Zeit in Anspruch nehmende liturgische Einleitung geschaffen, während deren er sich für den „•Empfang des Sabbaths“ vorbereitet. Die Aufldärumgszeit bringt ■ den aufschlußreichen Satz: „Sei ein Mensch draußen.“ Dies war .die wahrhafte Parole. der jüdischen Auf- Wänmgszeit, endlich dochmit dem schweren Galuth-wenigstens Insofern abzuschließeri, daß der Jude am Alltag als Mensch erscheine. Der große Hund, von dem der letzte, bedeutendste Pionier der jüdischen Haskala, Smoienskim, sich nach der. Darstellung seiner Biographen begleiten ließ, versinnbildlichte am schlagendsten die Antwort an die voramgegangenen, lediglich an der Sabbathweihe sich orientierende Geschlechter. Dieser Mann aus der jüdischen Gasse hob auch darum am meisten den Alltag, erwar auch darum zugleich der bedeutendste Mahner zu einem selbständig schöpferischen Hebräisch. Die Entwicklungaufwärts schreitet bä uns in der letzten Zeit riesenhaft fort Zuerst -ist das hebräische Wort von der Heiligkeitslast befreit worden, Hann aber, ja fast zugleich, der jüdische Boden von dem auf ihm milde lastenden Messiasgedanken. Erez-Israel lag bislang in der Ferne einer geweihten Abstraktion. Nun will der Jude das Leben ganz umfassen und es in seinen Intellekt aufnehmen: er will nunmehr alles, lernen. Dies ist das Zächen des Zeitalters, sofern es jüdisch bedingt ist Wenn aber der Jude, äußerlich in den Kot getreten, durch das „Lernen“ der innerlich herrschende und nicht beherrschte Herrenmensch war, wenn er, um Gott ein Prädikat aus der .Welt des Wirklichen beizumessen, ihn sich als lernend im Kräse der lernenden Engä vorgestellt hat, so sagt er auch jetzt gewiß nicht: Ich will lernen, um technisch klug zu sein, sondern er will es, weil er in seinen geistigen Zellen die Kraft ahnt, um-den gedanklichen Mechanismus der Wät aufzunehmen und zu verarbäten. Der Jude wollte stets lernen. Der Satz klingt fast banal, enthält "in sich jedoch äff ethnisches Programm von höchster Würdigkeit So wie der Jude lernen wollte, wollte 'es kein Volk in der Welt. „Setze dich in den Staub zu den Füßen der Weisen und sauge ihre Worte mit brennendem Durste ein.“ Dies ist eine jüdische Verheißung, die. Buchstäblich erfüllt worden ist. Die Natur, Gott und die Engel lernen mit, wenn „gäemt“ ■ wird. So bekundet es des öfteren die jüdische Sage. Der Baum und die Wiese, der Himmä und das Wsaser sind käne schweigenden und passiven Zuhörer, wenn der Mensch dem Menschen „lernend“ sich mitteilt Die „Schechina“ ruht dz-- zwischen. Der Mensch wird in dieser Auffassung am erhobenen, verallgemeinerten Menschentum überpersönlich, daher bä uns auch der große Wert des Lernens im Sinne des Zusammenhanges mit der Gesamtheit, daher auch die Unduldsamkät der Mitglieder dieser Gesamtheit gegen ein „fremdes“ Lernen. Es heißt auch einmal von zwä Talroudgelehrten, daß, wenn sie miteinander über ihr Uniersuchungsprojekt debattiert hatten, die in der Luft vorbeifliegenden Vögel infolge der Glut ihrer Worte verbrannt wurden. Dem „Lernen“ und dem. ..Lernenden“ war diie Natur als untertan gedacht. Der jüdische Gäehrte der vergangenen Geschlechter, wird auch wirklich zum großen Täl ehi über die „Natur“ erhabenes Subjekt. Das „Lernen“ batte bä uns grundsätzlich einen sittlichen Wert Eine geschichtliche Paralläe soll diesen Gedanken veranschaulichen. Es. wird von Rabban Gamliel II. erzählt, er hätte an der Pforte seines Lehrhauses die Aufschrift anbrimgea lassen, daß niemand, dessen Gesinnung nicht durchaus wahrhaftig sei, dieses betreten dürfe. Von Plato hingegen wird berichtet, er hätte an den Eingang zu seiner Akademie die Aufschrift setzen lassen, daß niemand hineingehen dürfe, der nicht mit der Mathematik vertraut sei. Der Unterschied, in den Aussprüchen ist klar und deutlich; er kann dahin formuliert werden, daß der eine vor allem Wesensechthät, der andere vor allem die intellektuäle Vorbereitung forderte. Wir wollten lernen, wohl doch in demsäben Maße, wie wir Menschen werden wollten. Bädes bedingt ja einander. Wenn wir die Sagen über die Schulen von Sem und Eber lesen, gewinnen wir den Eindruck, als ob wir unseren Ursprung von der Schule aus genommen hätten; Abraham, Isaak und Jakob lernten hiernach .im Bet-hamidrasch. Jakob, der für alles so viel Geduld haben mußte, wie das Judentum selbst, hatte sogar nach der Ueberiielerung vierzehn Jahre auf der Schulbank sitzen müssen. Wir hießen-das Volk des Buches. Die Araber kannten uns kaum anders als .unter diesem Namen. Nicht darum, weil wir viele Bücher schrieben!~Wir haben verhältnismäßig weniger Bücher geschrieben als andere Völker. Darauf aber kommt es an, wie wir unser Buch behandelt haben. Wir haben es so behandelt, daß es unter dem Worte Sefer und Bibel der Inbegriff aller Bücher für uns und für die Welt wurde. Ebenso kommt es darauf an. wie .viel wir und wie intensiv wir gelernt haben. Es gab bei uns nie eine Zwangsschule. Dennoch, als von einem Symbole einer Zwangsschule wird einmal berichtet, der König Chiskijah hätte an dem Eingänge zum Lehrhaüse ein Schwert hinstellen lassen zum Zeichen: wer nicht lernen wolle, wäre des Todes schuldig. Nun aber fand sich in ganz Israä „von Dan bis. Berschewa“ kein einziger Mensch ohne änen gewissen Grad von Bildung. Alle lernten, Inwiefern dies der Wahrhät entspricht? Die Hauptsache ist, daß es der Volkswille war, wie es zur Volkssage geworden ist. Wir hatten die Zwangsschule in unserem ägenen inneren Antrieb. Dieser Antrieb äst nun auch in unseren zionistischen Bestrebungen mächtig geworden. __ Wirhatten bereits unsere Kulturkämpfe, aber wenn auch der Geist eines Achad Haam für das innere Wesen des Zionismus bestimmend ist, so sind in der Zeit der Vorbereitungen wöhlgemerkt nicht sowohl die Achad Haamschen als vielmehr die Herzischen Forderungen von maßgebender Bedeutung. Warum? Die Antwort ist: Herzl trat in die Erscheinung .lediglich mit der Sorge um . unseren nationalen Körper, Achad Haam sorgte von vornherein, für .den.Geist, und .diese, der. Zeit vorgräfeffde Särge jst^ei inis'nicht gar so sehr ' geboten. Ja inan .möchte fast sagen, sie berührt uns unnatürlich. Es soll. niemand für die an sich duftende Blume von vornherein sorgen, daß sie dufte. Wenn sie reden könnte, würde sie sich jede solche Sorge sicherlich ,verbitten. Wohl aber sollen ihre materiellen Bedingungen, die hinreichende Menge von Feuchtigkät, Wärme und Licht ihr gewährt werden, alles-ändere überlasse man ihr selbst, sie wird schon blühen und duften. Wir werden schon lernen, man soll für uns nur die äußeren Hemmungen wegräumen, oder aber, was dassäbe ist, die gesunde materielle Basis schaffen. Daher der Wert der Herzischen Tat. Der Jude suchte auch in der Urzeit nicht gerade das Land des Gä- ' stes, sondern das Land, „das von Milch und Ho- _ mg fließt“. * Wir haben einige Jahrzehnte zionistischer Geschichte hinter uns. Unser nationales Streben steht gegenwärtig in änem bestimmten Zusammenhänge mit den großen Ereignissen des Weltgeschehens. Und auch die politische Konstälation ist solcher Art, daß sie auf die Gesundung unseres Körpers mit hinarbeitet Die Politik, ihrer Beschaffenheit. kann ia auch nur dies allein lästern Wir sollen es aber wissen, uns diese politische Konstälation zunutze zu machen. Unser Körper soll in dem Sinne gesunden, daß er auch jung, frisch und rein sei. Dies ist wirklich der jüdischen Auffassungsweise gemäß: nur ein räner Körper ist jung und frisch und vor allem ist derjenige jung, der lernen kann. Der Jude hat sich in seiner üesamtersdheimung das beste Zeugnis seiner Jugend und seiner Frische ausgestellt, indem er wieder laut und energisch ruft: Ich will lernen! Wir wollen lernen! Wir taten es stets, wenn auch verschiedenfach. Wir werden im jüdischen Sinne lernen, wie wir jüdischen Mut und jüdischen Willen haben, unsere Lehrstätten uns zu begründen und uns zu sichern. Der Baustein zu einer Universität ist gelegt Noch ist 'keine da. Sie ist noch fiktiv, wie es der jüdische Staat noch selbst ist. Aber sie sbd bäde im glücklichen Werden. Wir haben be'-cte!ri Angriff genommen, wir haben sie beide stets in unserem Innern getragen und projizieren sie endlich nach außen nach der Maßgabe der Weltverhältnisse. Nach und nach wird Fläsch und Blut aus unserem inneren Erleben. Es wräe mißlich, zu fragen, was wir lernen werden. Die Wissenschaft im wahren Sinn des Wortes bedeutet zugleich eine Organisierung der Lebenspraxis nach Prinzipien. Unter allen Umständen muß sich die Lebenspraxis vor dem Prinzip rechtfertigen. Dies ist der Sinn,. auf den wissenschaftliche Airbeit hinlenkt. Wir werden daher begreiflicherweise Wissenschaft treiben, sofern dies von uns die im allgemeinsten, aber auch -im innerlichsten Sinn gefaßte Lebenspraxis erfordert. Was wir nicht lernen werden, kann man leichter affdeuten. In unseren Schulen wird der Religionsunterricht voraussichtlich einen Platz einnehmen. der ans" ihm" keine besondere und abgesonderte Disziplin macht Sofern die Schule jüdisch war, im besten Sinne dieses Wortes, hatten wir keinen Religionsunterricht Ebenso wird eine jüdische Hochschule neben der Disziplin der Philosophie kaum noch eine Theologie beherbergen können. Gott war" dem schaffenden Juden nie ein Objekt der Untersuchung. Wie wir in der Urzeit ab und zu in den Götzendienst verfallen sind, so haben wir auch-in Nachahmung anderer Untersuchungen Theologie getrieben und dogmatische Glaubenssätze aufgestellt. Maünonides Ist nicht ganz mit Unrecht zu einem gewissen Teil verketzert worden. Der Erez-Israel-Jude in seiner ausschließlich positiven Scbaffenstätigkeit wird manches nicht mehr, zu überwinden haben, was der schaffende Jude des Galuth trotz aller säner Denkmittä zuerst überwinden mußte. So mußte Spinoza zuerst die Theorie von der Substanz-überwinden, am erfolgreichsten, eben an der Siibstanz säbst. Wie er selbst dadurch zuerst auf einem großen Umwege zu seiner Philosophie gelangte, so gab dies auch Grund zu vielen und unendlichen Mißverständnissen, die noch bis in unsere Zät häneinreichen. Umwege des "Denkens, und gerade des philosophischen, sind die verhängnisvollsten für den wahren Fortschritt der Menschheit. Theologie ist'unserer Auffassung nach nichts anderes als der Umweg auf dem Wege zur Philosophie und zur Ethik. Dieser- Umweg war zwar ein Ordnen des Prinzips, aber für äne Praxis, deren Wesen auf Distanzierung zwischen Mensch und Gott, zwischen Mensch und Mensch beruhte.. Die Theologie kann daher für uns höchstens als eine Wissenschaft zur Erkenntnis verhängnisvoller Denkfehler der philosophischen Disziplin ängereiht werden.-Ihre negative Stellung darf nicht übersehen werden.!- Um so mehr werden wir, -ein Volk mit einem solch außerordentlichen Sinn für Leben in dem nicht relativen Sinn des Wortes auch sicherlich diejenigen wissenschaftlichen Disziplinen mit äner ganz besonderen Intensität aufnehmen, die das Leben in seiner Unmittelbarkeit Und größter Allgemeinheit umfassen, vor allem wohl die Biologie. (Fortsetzung folgt.) Litauen Die erste Kehilloth -Konferenz in Litauen , Ueber die ersten Sitzungstage der am 5. Jän ner in Kowno zusammemgetretenen ersten Konferenz der jüdischen Gemeinden berichtet der Kownoer Korrespondent der „Jüdischen Preßzentrale Zürich“: Der Eröffnungssitzung wohnten 139 Delegierte bei. die IS Gemeinden vertraten. Als Gäste waren unter anderen anwesend: Ministerpräsident Galwanauskü Außenmini, ster Woldemar, wie auch Major Be-: aum.ont . als; Vertreterder ..englischen Regierung MinisterSolöweitschiik eröffnete die Konferenz ,in hebräischer Sprache. Jiddisch fortfahrend, betont er die schwere Aufgäbe, gleichzeitig die Grundlage eines unabhängigen Litauen und unseres nationalen Lebens zu schaffen. Mit unseren bürgerlichen Rechten sind auch unsere Forderungen auf nationale Autonomie verbunden.. Der Redner entbietet den - Gruß allen Brüdern, die sich in den von den Polen okkupierten Teilen Litauens be-/ finden und spricht die Hoffnung aus, daß - die nächste Konferenz von äffem Vertreter der WUnaer Gemeinde eröffnet" werden möge. Die schreckliche -Zät. die wir durchleben, trieft von ostjüdischem Blute, Diese Zeit stärkt jedoch auch unser nationales Bewußtsein und unseren nationalen Willen. Wir sehen, daß wir eine Macht bildern Wir schufen dem allwätlichen Judentum ein Zentrum, das Komitee deff'Jüdischen Delegationen in Paris, dem wir unseren brüderlichen Gruß entbieten. Die freien Gemeinden müssen sich vereinigen und ein Zentrum — den> Na,, tionalrat —schatten, der die Arbeit konsolidieren. und.zu einem einheitlichen Ziele führen soll. Wir. wollen, auch eine Verbindung mit dem „Waad Haarazoth“ schaffen und in diesem einen eigenen Vertreter haben. Wenn Litauen auch klein ist, so können wir doch ohne Ueberhebung sagen, daß aus allen Teflon der Wät die Blicke auf uns gerichtet sind, weil Litauen einen Mittelpunkt des jüdischen Geistes bildet --rXis~~'drster begrüßt Ministerpräsident Galwanauski die Konferenz. Zum erstenmal treten die Vertreter des litauischen Judentums zusammen, um über die Mittel des Aufbaues ihres nationalen Lebens zu beraten. Die Arbeit der kleinen Nationen besteht darin, eine Möglichkeit des Aufbaues ihres Lebens auf gesunden Grundlagen zu schaffen. Sie müssen das Recht haben, nach ihrem Belieben zu leben. In Litauen darf es keine nationalen Streitigkeiten geben. Er wünsche namens der Regierung vollständigen Erfolg in der Arbeit für den Grundstein der jüdischen Autonomie — die jüdische Gemeinde. Leider seien die Vertreter des okkupierten Litauen durch Gewalt verhindert, an den Beratungen teilzunehmen. Hoffentlich nur vorübergehend. Er glaube, daß die Juden Litauens den anderen kleinen Nationen in Litauen. und den anderen Ländern als Beispiel dienen werden. . Außenminister Woldemar erklärt, nicht als Vertreter der Regierung, sondern als aller Freund anwesend zu sein, der von den Juden viä gäernt hat. Das litauische Judentum wird friedlich und glücklich im freien Litauen leben,'1. Wir wollen niemand unterdrücken und die Minderheiten als glächberechtigte Glieder betrachten. Wir wollen den Juden nicht nur die bürgerlichen Rechte, sondern auch besondere nationale Autonomie