Mannheim
Compact Memory

Jüdische Zeitung · 1920-01-09 · 2 (9.1.1920) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Zeitung
Volume
14 (1920)
Issue
2 (9.1.1920)
Date
1920-01-09
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2438141-2438777-2438779--6552-2446643
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

»r, 2 pie Stellung der Chaluzim zu der ' : Kolonisationsfrage; Auf der ..Chaluzimkouferönz in Lemberg, die Vor. 'einiger Zeit stattfand. wurde .das palästinenstsehe Kölonisatiousproblem vom Standpunkte der Chaluzim aus durch ein interessantes Referat des Perm Ing. Kontcs beleuchtet, in dem er ungefähr folgendes ausführte: Von der für eine-gesunde Entwicklung der Gesellschaft notwendigen 'engen Verknüpfung der persönlichen Interessen des einzelnen mit denen der Gesamtheit ausgehend, legte der Referent dar. daß eine normale Entwicklung nicht aufgebaut Verden könne . auf. dem Geist der Aufopferung, dessen imtr einzelne fähig seien und der wohl eine richtunggebende, dochkeine erhaltende Kraft sei. Um diese neuen, richtunggebenden idealen Kräfte nicht schwinden zu lassen, müsse das Lebensiriteresse hmzukommen. Auf-die Frage der Palästmakolonisation im allgemeinen und die Chaluzimkolonisation im besonderen angewend’et. bedeute das. daß es keinen sozialen. Rückgang für die intelligente Jugend geben.dürfe. Es dürfte nicht dazu kommen, daß die besten Kräfte des Volkes als Taglöhner einzelnen Kolonisten, überwiesen werden. welche aus der Begeisterung .dieser Jugend den größtmöglichen Gewinn ziehen würden. Für die Opfer, welche die Chaluzim durch ihre Pioniertätigkelt bringen, müßten sie ein Aequivalent haben, welches diese Aufgabe, welche sie auf sich genommen haben, ihnen als Fortschritt in ihrem Leben erscheinen lasse: dies sei die Freude an der durch eigene Kraft gesicherten Existenz, durch welche die Freiheit des Volkes und des einzelnen verwirklicht sei. Dazu sei vor allem Klarheit über das Ziel notwendig. Einhellig werde als die Aufgabe der Kolonisation bezeichnet eine Mehrheit in Erez- Israel zu bilden. In . der Art der Verwirklichung jedoch scheiden sich die Wege. Zwei Richtungen seien heute maßgebend. Die philanthropisch-finanzielle im Westen und die geistige im Ostern Die philcnthrophisch-finanzielle Hilfe beim Aufbau des Landes sei sicher anerkennenswert doch dürfte daraus nicht eine Besitznahme' aller nationalen Möglichkeiten und die Herabdrückung der Arbeitskräfte hervorgehen Wohl könne keine Umwälzung -der Gesellschaftsordnung auf einmal vor sich gehen: doch der gesammelte geistgetragene Wille könne, richtunggebend, neue Tendenzen besseren, freieren Lebens anbahnen. „Wir wissen“ — heißt es im Referate wörtlich — ..daß eine Vollsozialislerung in Stadt und Land die Kräfte des jüdischen Volkes übersteigt und daß wir. um die Schaffung einer jüdischen Heimstädte in Erez-Israel zu ermöglichen, zurzeit ein Kompromiß mit dem Privateigentum schließen müssen: doch dort, wo das Walten der sozialen Gerechtigkeit ungehemmt möglich, wo ein Anfang bereits gemacht worden ist, dort wo die Jugend, der Hechäluz mit eigenem Schweiß das erstrebte Ideal erfüllen will. nämMch1 auf dem Lande — dort muß'die Möglichkeit einer besseren Zukunft gegeben werden! Der Hechäluz muß durch seine Arbeit den sozialen Fortschritt fördern, nicht die soziale Reaktion, mag sie auch augenblickliche Notwendigkeit sein!“ Nach einem Hinweis auf das gegen den ..intelligenten“ Arbeiter vielfach vorhandene Mißtrauen berührt Ing. Kontes das Leben der Niveauherabdriiekung für die Chaluzim und führt aus: „Es gibt keine Arbeit, die 'ein Rückschritt das heißt eine Unehre für irgend einen Menschen wäre: jedoch unter der Voraussetzung, daß sie aus freiem Willen geleistet wird, nicht unter den Augen und zum Nutzen eines Aufsehers, der selbst ■nicht Hand anlegen. will.“ Das wäre soziale Ungerechtigkeit Sie möglichst zu verringern und die großen Grundlage zu selbständiger Arbeit für tausende Familien zu schaffen, sei die Hauptauf- 'ga! e der Kolonisation. Von diesem Gesichtspunkte aus handle es sich nicht darum, ob man möglichst viel oder möglichst wenig Menschen ansiedeln könne, sondern nur darum, daß für jeden Juden, welcher in Erez-Israel produktiv arbeiten will, die Existenznotwendigkeit geschaffen werde. „So stelle ich mir“ — führt der Referent weiter aus— „vier verschiedene Emigrantengruppen vor: Zunächst städtische Emigranten, welche sich in den Städten 'ansiedeln wollen (Fabrikanten, Kaufleute. Arbeiter): für diese Gruppe muß ein gut funktionierender Informationsdienst gefordert werden. Eine ansehnliche Gruppe bilden die Emigranten, welche sich auf dem Lande ansiedeln wollen und selbst das nötige Kapital für den Kauf und die Bebauung des Bodens besitzen. Für die Gruppe verlangen wir die Bestimmung eines Bodenmaximums pro Familie, um die Bodenspekulation zu unterbinden. Die dritte und größte Gruppe werden solche Familien bilden, welche willens und fähig sind, sich auf dem Lande anzusiedeln, jedoch nicht die •nötigen Mitteln besitzen. Da müssen wir offen sagen: wenn wir eine jüdische Heimstätte in Palästina haben wollen, müssen wir gerade dieser Gruppe die Möglichkeit geben zu emigrieren, weil nur sie uns die große Masse der Landbevölkerung schaffen kaum Von dieser Gruppe kann nicht verlangt werden, daß sie sich vorher beruflich vorbei eite: dazu haben die Leute infolge ihrer schweren Existenzsorgen keine Zeit. Dieser Gruppe müssen kleine Wirtschaften in Erbpacht gegeben werden und sie muß an Ort und Stelle wirtschaften lernen. Die vierte ist die Ghaluzim-Gruppe, nnsere Jugend, welche hingeht, nicht bloß um ein ruhiges Pläizchen zu haben, sondern auch, um ihr Ideal zu verwirklichen, eine neue Zukunft zu schaffen. Die Gruppe wird nicht die größte sein, doch die beste. Gegen sie hat das jüdische Volk eine doppelte Pflicht: dieselbe wie gegen alle Emigranten und die Pflicht gegen die Jugend. Aber auch die Chaluzim-Organisation muß ihrer Wichtigkeit ein¬ JÜDBCS1E ZöTUNO gedenk sein und sich das Recht nehmen, den Mut haben, zu fordern. Von der organisierten Judenheit müssen wir fordern, ‘daß sie nicht die teueren Kräfte der Chaluzim verschwenden und daß sie ih^eu alle Möglichkeiten gebe, sich phisisch und geistig zu" entwickeln.' um’zur Gänze' ihre große Mission erfüllen zu können: von der nichtorganisierten Judenheit verlangen wir materielle Unterstützung, damit wir bei den ersten Schwierigkeiten nicht stecken bleiben. Wir müssen fermer fordern, daß die Chaluzim-Organisation als Genossenschaft voll eingerichtete Farmen zagewiesen erhalte, auf denen sie unter der Leitung von Fachlehrern durch eine Reihe von Jahren Sich vollkommen ausbilden, um .dann einer neuem Gruppe Platz zu machen und selbst sich als Erbpächter auf Nationalfondsboden anzusiedeln. Dabei müssen wir die hier auftauebende Frage der Oppenheimer'schen SSedliingsgenossenschaften berühren. Wir wollen, daß vom NationalfonJs eingerichtete Farmen als Schule für eine Reihe von Chaluzim-Genossenschaften dienen; welche eine nach der anderen dort ausgebildet werden — nicht jedoch, daß dieselbe Genossenschaft ständig auf der Farm bleibt und für neue Genossenschaften neue Farmen errichtet werden. Da müssen die großen persönlichen Schwierigkeiten in Betracht gezogen werden, welche jede neu einwandernde Genossenschaft haben würde und es muß getrachtet werden, ihr die Arbeit zu erleichtern, in dem ihr bereits kultivierter Boden mit eingerichtetem Farmbetrieb übergeben wird. Wollen die bereits geschulten Arbeiter sich genossenschaftlich auf noch nicht'kultiviertem Nationalfondsboden aus eigenen Mitteln emrdchten. so ist das gewiß von Vorteil. Wollen sie es nicht, so soll jeder einzelne von ihnen'ein kleines Landlos vom Nationalfondsboden erhalten. Für keinen Fall darf auf einer Farm, die der Nationalfonds eingerichtet hat eine Genossenschaft länger als vier Jahre bleiben .... -Von den Banken in Erez-Israel müssen wir einen Kredit für die Zelt vom ersten Anbau bis zur ersten Ernte verlangen, vom Gal.uthjudentum die Beisteflung der Mittel zur Ueberfahrt“ Palästina Haifa — der Zukunitshafen Palästinas. Unter obigem Titel veröffentlicht die „Neue Züricher Zeitung“ vom 14. Dezember einen Artikel ihres palästinensischen Korrespondenten Dr. A. B.. in dem es u. a. heißt: Haifa soll auch eine eigene Werft fiir den Bau und die Reparatur kleinerer Fahrzeuge erhalten. Dieser Tage wurde sogar der' erste Schritt in dieser Richtung getan. Ein jüdischer Unternehmer hat mit Erlaubnis der Küstenkommandantur ein 100 Tonnen fassendes Motorbot bauen lassen, das für den Verkehr zwischen den palästinensischen Häfen sowie mit Beirut und Aegypten bestimmt ist. Das Schiff wird unter jüdischer Flagge (Blauweiß mit 7 Goldsternen) segeln und in der Hauptsache dem Lokal- und Warentranspört dienen. Es "wird das erste Fahrzeug sein, das in Palästina erbaut wurde und dem heimischen Verkehr dient das erste auch, das unter jüdischer Flagge in See sticht Die Entwickiungsmöglichkeiten von Haifa Schemen auch den britischen Behörden vollauf eingeleuchtet zu haben, denn die Vorbereitungen für den Ausbau von Stadt und Hafen sind bereits bis auf die geringsten Einzelheiten vollendet und nur der sehnsüchtig erwartete Abschluß der Pariser Verhandlungen, die kein Ende nehmen wollen, verzögert den Beginn des Baues. Aber auch für das übrige Land sind Arbeiten und Verbesserungen vorgesehen, die geeignet sind, das heute zu neun Zehntel wüste Land in ein Paradies umzuwandeln. Wenn wir richtig informiert sind, soll die Absicht bestehen, für die Erschließung Palästinas die Summe von 200 Millionen Pfund auszuwerfen. welche nach Aussagen von Fachleuten in wenigen Jahrzehnten getilgt werden können, da das Land imstande ist. landwirtschaftlich und industriell einen sehr bedeutenden Aufschwung zu nehmen. Die hebräische Realschule macht erfreuliche Fortschritte. Aus Raummangel war man gezwungen, einige Klassen im V o lksh a us e einzurichten. Wir hoffen allerdings, daß in nächster Zeit auch die Lokalfrage geregelt werden wird. Der Schulleiter. Herr Dr. Biram. ist bestrebt, das Lehrprogramm dahin zu erweitern, daß auch der Unterricht in der Landwirtschaft an der Realschule erteilt wird. Die kürzlich im Volkshans abgehaltene Elternversammlung bewies das lebhafte Interesse der hiesigen Bevölkerung für die Anstalt Bezeichnend ist. daß der größte Teil der Versammlungsbesuciier Aschkenasim waren, während von den Sefardim. deren Kinder in großer Anzahl die Schule besuchen, nur 3 Eiternpaare erschienen waren. In der Baubewegung wie auch in der Geschäftswelt ist ein Aufschwung zu verzeichnen; Der Arbeiterstreik beim Bau des Hauses Itin, der mehrere Wochen andauerte, wurde beigelegt Herr Rosaff hat den Bau seines Hauses in der Nähe des Technikums begonnen. Herr I. L. Goldberg schreitet demnächst an den Bau eines großen Hotels, iür das die Vorbereitungen bereits getroffen sind. Mehrere hiesige und ägyptische jüdische Kapitalisten haben in Haifa große Warenmagazine gegründet und. eine Reihe von Geschäftshäusern iür Import- und Exportwaren wurden in letzter Zeit von hiesigen Jude: eröffnet. Der Geschäftsverkehr zwischen Haifa und Aegypten hat bedeutende Dimensionen angenommen. Die Wohnungsfrage ist in der letzten Zeit bei uns zu einer schweren Krise geworden, zumal viele Wohnungen von den Militärbehörden, die sich in großer Anzahl in Haifa niedergelassen, in Anspruch genommen werden. Zur Linderung der Wohnungsnot-ist'jetzt ein wichtiger Schritt un- $ette » teruommen worden. Eine Gruppe von Handwerkern und Kaiiileiiten bildete eine Gesellschaft, um in der Umgebung von Haifa eine kleine Gartenstadt zu errichten. Die neue Gesellschaft die de« Namen Newe Schaanaar trägt hat sich bereits mit der Palästina-Kommission in Verbindung gesetzt um den Bau der neuen Gartenstadt bald in Angriff nehmen zu können. Rischon-le-Zlon. Zurzeit beherrschen zwei bremsende Frage» die Gemüter der ganzen Kolonie. Es sind dies die Frage des Waad Hair und die Dünenfrage. Die sich bekämpfenden Parteien sind die landwirtschaftlich tätigen Kolonisten und die nicht Ackerbau treibenden Bewohner der Kolonies. Die ersteren halten sich iür das schaffende und tonangebende Element der Siedlung, wähnend die letzteren. an Zahl weit stärkeren sich auf ihre .Majorität berufen. Die ersteren wollen uämSch den übrigen Koloniebewohnern nicht die gleichen Rechte im Stadtkomitee zuerkennen und begründen ihre Haltung mit dem Argument daß der bäurische Charakter der Kolonie nur durch die eigentliche» Kolonisten gewahrt werden könne. Sie verlangen daher eine von vornherein gesicherte Mehrheit im Kolonie-Komitee (Waad Hamoschawah). Die Versuche. eine Verständigung herbeizuführen, sind bis jetzt an der Hartnäckigkeit der Bauern gescheitert. Da die anderen Koloniebewohner indessen •großes Verständnis für die Sonderwünsche der Landwirte bekunden und ihrerseits bereit sind, weitgehende Konzessionen zu machen, dürfte es aller Voraussicht nach schließlich doch gelingen, eine Verständigung herbeizuführen. Ein anderer Konflikt besteht wegen der Dünen frage Bekanntlich hat Diemal Pascha seinerzeit der Kolonie Rischon-le-Zion die angrenzenden Dünen als 'Geschenk überlassen. Es entstand aber auch in dieser Sache wieder eia erbitterter Streit zwischen den eigentlichen Kolonisten und den nicht Ackerbau treibenden Bewohnern Rischon-le-Zions. Die Bauern behaupteten. das Geschenkt sei ausschließlich im Interesse der Lar.dirtschaft erfolgt und zwar auf Fürbitte der Kolonisten, denen ausdrücklich die Möglichkeit einer baldigen Bearbeitung des Bodens m Aussicht gestellt worden sei Dre anderen bestreiten diese Auffassung und erklären, die Schenkung sei nicht nur den landwirtschaftlich tätigen Kolonisten, sondern der ganzen Kolonie gemacht worden, und verlange» dementsprechend den ihnen zukammenden Anteil: Nach stürmischen Verhandlungen erklärten sich die eigentlichen Kolonisten schließlich bereit den übrigen Bewohnern, die mehrere Jahre in der Kolonie leben, einen bestimmten Anteil am Boden zu gewähren Die Verwaltung des Dünenbodens müsse aber ausschließlich in den Händen der Kolonisten liegen. Man hofft, daß die demnächst stattfindende Versammlung der Kolonie eine befriedigende Lösung der Streitigkeit bringen wird. Palästina. R e c h o b o t h. Die Einnahmen aus der diesjährigen Ernte werden auf etwa eine Million. Franken taxiert Die Trauben und Mandelemte war vethältnistnäßtg gut. Die Mandelmenge beträgt gegen 700 Zentner, während an Trauben 5300 Zentner. doppelt so viel als im vorigen Jahre, eingebracht wurden. Die Obst- und Weinernte kam der Stadt nicht teuer, da die Beduinen des Südens sic während der ganzen Ernte überschwemmten uni billig arbeiteten. Der maximale Tageslohn eines erwachsenen Mannes betrug 6 ägyptische Groschen. Mit der Einbringung der Ernte macht sich die Arbeitslosigkeit in den hiesigen Arbeiterkreisen wieder fühlbar. Bei den Neubauten in Rechoboth ist keine jüdische Hand beschäftigt: was in Jaffa bereits selbstverständlich ist., ist den Einwohnern von Rechoboth noch vollständig fremd. „Hapoel Hazair“ und „Achusa* Wir haben in unserer vorigen Nummer deu Inhalt des neuen Regulativs für Achusoth bekanntgegeben, das war einer Sachverständigenkommission ausgearbeitet und war der zionistischen Leitung in London in einem ihrer letzteu Rundschreiben bekanmtgegeben wurde. Dazu bemerkt „Hapoel Hazair“: Für uns sind Leute mit großem Vermögen nur Mehrer der nationalen Sorgen. Für uns ist die Frage der Einwanderung iil das Land niciit verbunden mit der Frage, wer sich dort sofort „einnchten“ kann oder nicht. Zwar muß die Einwanderung in Palästina geordnet und organisiert vor sich gehen, — aber hier handelt es sich in erster Reihe, vor jedem großen oder kleinen Kapitalisten, um das fierotiziehen von Arbeitskräften in das Land, die Einwanderung der Chaluzim. wobei es von vornherein rmsere unumgängliche Pflicht ist. ihnen Arbeitsmögtichkeaten zu schaffen Arbeit ist das sicherste Kapital bei allen Völkern, und erst recht bei uns. Ohne Arbeiter und ohne Arbeit ohne neue Ansiedlungspunkte und ökonomische Betriebe wird im Lande nichts erstehen. Durch die „Hotels“ der Kapitalisten und durch Boden- und Häuserspekulation wird Palästina nicht erbaut und erlöst werden. Die „Achusa“ ist jetzt das populärste Schlagwort im Zionismus geworden. Die Führer des Zionismus sehen in ihr die Synthese zwischen einer niciit zu kapitalistischen und nicht zu proletarschen Ansiealung, einer balebatischen Kolonisation in der gegenwärtigen Form, die wir von vornherein ablehnen und wir verwahren uns entschieden dagegen, sie als System in der zionistischen Arbeit festzusetzen- Nur eine positive Seite muß man hier hervorheben: „Unerläßliche Bedingung ist, daß alle Arbeit in «lesen .Achusoth“ nur von Juden geleistet wird.“ Aber auch hier, bei diesem Sieg des Prinzips der jüdischen Arbeit in der zionistischen Organisation, ist uns

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.