Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 14 (1920)
- Issue
- 2 (9.1.1920)
- Date
- 1920-01-09
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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Seit« 5 Vr. r mmmzemmm sch ältliche Arbeit ehestens atrfgenommen werden kSimte. Sehr erschwert wird die Frage der Einwanderung durch die hohen Fahrpreise und die im Laijide Herrschende Teuerung. der übrigens durch •ffie Emchtüng: groß er. Magazine abgeholfen werden solL in denen Lebensmittel zum Engrospreise abgegeben werden. Dr. Ru pp in wies auf die ungünstige Valuta voni Mittel- und Osteuropa hin. welche iede Beteiligung des Judentums dieser Läitder gegenwärtig sehr erschwere, da in Palästina die hochwertige Pfundwährung herrscht Die autizionistische Haltung der Araber und deren Preßkampaane hat an Schärfe bereits nachgelassen, doch muß das Araberproblem mit der entsprechenden. Vorsicht behandelt werden. ' Das kulturelle Leben in Palästina macht gute Fortschritte.' unser jüdisches S chul w er k umfaßt bereits 13.000 Schüler, das Hebräische ist bereits neben dem Arabischen und Englischen als Amtssprache anerkannt und. kommt auch auf den Pässen zur Geltung. Kolonialbank wird in London durch eine bedeutende Kapitalserhöhung das Zentrum der ganzen Palästinaarbeit werden. Der Friedens vertrag mit Rumänien und die jüdische Frage Nahum Sokoiow äußerte sich au einem Vertreter der „Jüdischen Preßzentrale Zürich“ über die Entstehungsgeschichte des rumänischen Friedensvertrages folgendermaßen: , Unser Komitee hatte darauf bestanden, daß die Traktate der Polen und Rumänen ganz identisch sein sollen und wir hatten allen Grund zu glauben, daß diese Paragraphen aufgenommen werden, um so mehr, da Herr Clemenceau in seinem offenen Schreiben an Herrn Paderewski eine gleiche Methode in der Behandlung der Judenfrage für all die neuen Staaten vbrausgesagt hat Auf Grund der Besprechungen, die mein Vorgänger Herr Louis M a r s h a 11, mit den Vertretern der Regierungen leitete und die ich nach seiner Abreise -ununterbrochen fortgesetzt hatte, waren wir beide absolut sicher, daß auch diese Paragraphen im rumänischen Traktat Raum finden .würden, aber zu unserem Bedauern ist in den letzten Tagen eine Veränderung eingetreten. Rumänien hatte sich hartnäckig geweigert, die Emanzipation der Juden ln diesem Traktat zu genehmigen und wies auf seine eigene Gesetzgebung (im Parlament) hin, indem es angeblich eine Gleichberechtigung der Juden unter gewissen Bedingungen bereist zuerkannt hat. Die Großmächte hingegen verlangten eine inter- ationale Regelung dieser Frage. Nicht weniger groß waren die Schwierigkeiten auch wegen der Minoritätsfechte. Auch hier stießen die .Regierung auf einen sehr starken Widerstand. seitens Rumänien und dieser Konflikt führte zu dem Resultat, daß die Großmächte trotz unserer unaufhörlichen Vorstellungen und Bemühungen die zwei Paragraphen fallen ließen. Es ist dies kein, tatsächlicher Unterschied, denn die Wahrung des Sabbaths ist ia durch die religiöse Freiheit gesichert, während das Recht auf die Forderung einer Deckung für den Unterhalt der jüdischen Elementarschulen aus den Regierungsfonds, auch auf Grund der Minoritätsrechte gefordert werden kann. Aber uns wäre es viel lieber, wenn diese Paragraphen auch aufgenommen worden wären. Die Großmächte ließen sich von der Erwägung leiten, daß mit bezug auf Polen in Anbetracht der Tatsache, daß dort einige Millionen Juden leben, diese Spezialparagraphen ihre besondere Berechtigung hatten und daß auch die Eigenart des jüdischen Lebens und des Sprachseparatismus in Polen viel ausgeprägter ist als in Rumänien. Es wurde uns auch gesagt, daß manche repräsentative rumänische Juden erklärt haben sollen, daß sie auf diese Paragraphen verzichten. Wir können dies nicht übersehen, ob tatsächlich repräsentative Juden aus Rumänien derartige Erklärungen geinacht haben, sollen und sind eher geneigt anzunehmen, daß . hier ganz unverantwortliche Faktoren mit im Spiel waren. Aber wir haben hier mit den Tatsachen zu rechnen, daß diese Spezialppragraphen nicht im Traktate stehen, daß aber die Großmächte, und wie ich zuversichtlich hoffet auch der Völkerbund, von den größten Sympathien für die Juden Rumäniens beseelt sind und daß sie die ernste Absicht haben, nicht nur eine vollständige Emanzipation der rumänischen Juden durchzusetzen, sondern auch das Wesentliche, das in den zwei Speziaiparagraphen enthalten ist. auf Grund der Minoritätsrechte in die Praxis umzusetzen. Ich will hoffen, daß sowohl seitens der rumänischen Regierung als auch in der öffentlichen Meinung Rumäniens dem bisherigen bedauerlichen Verhältnis zu dien Juden ein Ende gesetzt und daß jetzt tatsächlich eine neue Aera der Gerechtigkeit für die Juden beginnen wird. Selbstverständlich wird es Aufgabe des Komitees der jüdischen Delegationen sein, dafür Sorge zu tragen. daß diejrJudeneipanzipation in Rumänien zur Ausführung kommt. Dr. Max Diamant, der Delegierte des Jüdischen Nationalrates der Bukowina und Transylvaniens beim Komitee der Jüdischen Delegation in Paris erklärte: . Beneidenswert ist die Lage der Juden im neuen Rumänien heute jedenfalls nicht Welche Entwicklung die Dinge nehmen werden, können wir momentan noch nicht übersehen. Sie werden stark von der äußeren Lage beeinflußt werden. Die Erschütterungen, die Rußland erlebt wirken auf'den ganzen Kontinent zurück'und es ist kaum zu übersehen, daß Rumänien als Grenzland unmittelbar von der Anarchie bedroht ist, die heute die benachbarte Ukraine durchwühlt Dazu kommt, daß der ganze Kontinent der gewöhnt war, von Rußland Getreide und Rohstoffe zu beziehen, zerwühlt durch den Weltkrieg, sich in Not und Fieber schüttelt Die Juden, bei denen Verfolgung die allgemeine Not vervielfacht, sind gegenüber allen Erschütterungen empfindlicher. Weil sie die Gefahr erkennen, bemühen sie sich, ihr entgegen zu treten. Wir wollen arbeiten, um die wirtschaftlichen Kräfte Rumäniens rasch zu heben und nutzbar zu machen. Ich halte es für eine der wichtigsten Aufgaben, jene Hifsmittel und Kredite, die für uns erreichbar sind, zu beschaffen. Es ist das heute keine leichte Sache. Die Haltung der rumänischen Diplomaten während eines Teiles der Friedenskonferenz hat das Vertrauen in die innere Solidi- -tät der rumänischen Staats- und Volkswirtschaft unnötigerweise zur Debatte gestellt Doch das gesunde Land kann die Mißgriffe seiner Repräsentanten unschwer überwinden. Speziell wenn jetzt statt des Politisierens konstruktive wirtschaftliche Arbeit einsetzen wird. Wir hoffen, daß es uns gelingen wird, mit Hilfe unserer amerikanischen. englischen., und französischen Freunde für den Wiederaufbau der jüdischen Wirtschaften in unseren, vom Kriege heimgesuchten Gegenden, Kredite, Rohstoffe, Werkzeuge und Waren ins Lanfl zu bringen. Es ist selbstverständlich. daß das nur möglich sein wird, wenn die Verwaltung, statt dauernd im Chauvinismus zu schwelgen, — allerdings wer selbst national fühlt, muß in dieser Stunde mit den Rumänen mitfühlen. — zur ernsten Arbeit übergehen wird, vor allem zur Ueberwindung der Verkehrskrise. Wie Sie wissen, haben alle diese außerordentlichen Verhältnisse für uns Juden im Osten ihre gesteigerten Gefahren. Wenn z. B. der nationale Chauvinismus gesteigert und die Zahl der Waggons vermindert ist, dann bekommt der jüdische Kaufmann keine Waggons und bald ist der ganze Verkehr gestaut, die Bedarfsgegenstände kommen nicht unter die Bevölkerung, ihre Erregung steigert sich etc. Wir wollen abwarten, was die nächste Entwicklung bringen wird. Rumänien ist ein fast jungfräuliches Land und hat so ungeheure Naturschätze, daß es für alle seine Bewohner reiche Möglichkeiten einer großartiges Entwicklung bietet, wenn nicht Haß und Unverstand es vorziehen, selbst nichts zu schaffen und andere an schaffender Arbeit zu hindern. Der Vertrag zum Schutze des Rechtes der Minoritäten soll sicherstellen, daß das nicht vorkommt. Ich habe die tiefe Ueberzeugung, daß seine redliche Durchführung ein Glück für den neuen Staat und für jeden seiner Bewohner wäre. Allerdings der Moment scheint geeigneter, andere Ideen zu verwirklichen, als die des nationalen Einvernehmens. Desto ernster aber müssen dieienlgen dafür wirken, die die Bedeutung der Respektierung fremden Wesens für die Wohlfahrt und das Einvernehmen aller Völker anerkannt und erlebt haben. Ich muß mit Befriedigung konstatieren, daß das Einvernehmen zwischen den Rumänen und den Juden in der Bukowina seit jeher ein gutes war und es ist zu hoffen, daß dieser Geist des gegenseitigen Verstehens durch die politischen Veränderungen nicht beeinträchtigt, sondern im ganzen Staate angenommen wird. Die faktischen Verhältnisse zwischen det! herrschenden Majorität eines Landes und einer sozial gegliederten und ihres politischen Zusammenhanges bewußten Minorität sind entweder Gegenstand ewiger Konflikte, staatlicher und Internationaler, oder sie werden einvernehmllch und rechtlich geordnet. Das Minoritätenrecht des Pariser Kongresses brachte einen entwicklungsfähigen Versuch einer internationalen Regelung dieser Probleme. Es ist weder das erste noch das letzte Wort auf diesem Gebiete. Das letzte Wort sprechen die Völker selbst. Welche Verdienste um die Wohlfahrt und den Frieden aller Völker sich bei diesem Werke die jüdische Delegation in Paris erworben hat bleibt späterer Darstellung Vorbehalten. Wir. die wir das gleiche Recht der Minoritäten als eine Grundlage des europäischen Friedens erkennen, haben die Pflicht, für seine Verwirklichung zu kämpfen. Wir fürchten, es wird uns in Rumänien nicht leicht gemacht werden. Aber entweder kommen wir bald zur Völkerliga oder der Weltkrieg war nur ela Vorspiel für das große Morden und Vernichten, za dessen Vorbereitung wir uns bereits anschicken. Darum muß man im Angesicht dieser furchtbaren Gefahr mit aller menschlichen Hingebung für den Frieden zwischen den Völkern kämpfen. Einmal werden die Rumänen einsehen, daß der Konflikt mit seiner Viertelmiliion Juden zwecklos war und sie werden dazu kommen müssen, ihrer Million Juden und ihren anderen vier Millionen Minoritätsvölkern eine Gemeinschaft von Interessen und eine Gleichheit von Rechten anzuerkennen. Dann wird der neue Stat erst innerlich erstarkt sein und die Begründer des neuen Staatswesens werden sagen können, sie haben eine der Pflichten erfüllt, die sie auf sich genommen. Die jüdische Wanderbewegung' Ueber das neueste Buch von Dr. Kaplan- Kogan: „Die jüdischen Wanderbewegungen in der neuesten Zeit“ sind an dieser Stelle von Heinrich Margulies schon einige kritische Bemerkungen gemacht worden, die aber, wie mir scheint, nicht völlig der speziellen Aufgabe, die sich der Autor gestellt hat, gerecht werden. Kaplan-Kogan hat vor einigen Jahren eine vorzügliche Arbeit über: „Die Wanderbewegungen der Juden“ herausgegeben, ia der er, gestützt auf eine überaus reichhaltige Quellenkenntnis und mit glänzender volkswirtschaftlicher Schulung, erstmalig die Wanderungen der Juden von den ältesten Zeiten angefangen dargestellt hat. Es ist richtig, daß er. was Heinrich Margulies bemängelte, unter „Wanderbewegung“ ausschließlich die großen Strömungen von Land zu Land, und nicht auch die Binnenwanderungen den aufgetauchten Gerüchten von Judenpogromen behielten sie ihre gute Gesichtsfarbe und das seelische Gleichgewicht . . . Für diese von der Kriegswelle nach Neutralien verschlagene Menschenkategorie, die sich weder durch Schönheitsreichtum noch durch Reichtum psychologischer Nuancen auszeichnet, mag die vorstehende Charakteristik ausreichend sein. Einen aber möchte ich aus diesem Kreis herausgreifen und bei ihm etwas länger verweilen. Ich meine den reichen Baumwolihändler aus Suchum, Nachim Holodetz. Er hat es wirklich verdient. Durch seine kindliche Unbeholfenheit und seinen einsamen Tod. Nachim Holodetz, in seiner Heimat Suchum sicher ein unerschrockener und geschickter Geschäftsmann, war hier im Auslande ein tief Unglücklicher und kann wahrlich zu den Opfern des Krieges gezählt werden Im allgemeinen ein guter Durchschnittsjude, der mit Liebe und mit Geschmack sein Geschäft leitete. Gerade als ihm das Glück zu lächeln begonnen hatte und sein Vermögen einer schönen, bedeutenden Ziffer entgegengaloppierte, gerade da hatten die widerlichen Aerzte bei ihm eine ihnen selbst unbekannte Krankheit entdeckt und ihm aufs strengste befohlen, jährlich in ein Auslandsbad zu reisen. Nachim Holodetz war zu sehr beschäftigt, um sich seinem Körper zu widmen. Er hatte stets geglaubt, daß, wenn seine Geschäfte Gott sei .dank gut, man kann sagen, glänzend gehen, auch der Organismus keinen Grund zur Klage hat. Aber die Aerzte beständen auf ihrer Forderung, sie mißachteten das Banmwollgeschäft in Suchum, für das die Anwesenheit Nachim Holodetz* unentbehrlich war. Die Aerzte forderten und mahnten streng, und so mußte er nachgeben. Was war zu machen. Nachim Holodetz reiste ins Ausland. Er fügte sich der Notwendigkeit mit Widerwillen und Aerger. Noch selbst im Kurpark des Badeortes schritt er finster und verstimmt dahin, wie einer, der die ihm zugefügte Kränkung nicht vergessen kann Die Kränkung war groß. In der Tat. mitten in der Hochsaison, wenn es mit Baumwolle geradezu „brennt“, wird er plötzlich herausgerissen. Er war überzeugt daß die Konkurrenz seine Abwesenheit reichlich ausnutzen wird. Und überhaupt: wo ihm sein Suchum so völlig genügt und er mit seiner Rolle als Vorstand der Suchumer Synagoge so sehr zufrieden war. Mein Gott wozu brauchte er dieses unselige Ausland? Er kann es nicht ausstehen. Man denke nun. wie mußte dieser Jude sich fühlen, als er vom Krieg in einem ausländischen Badeort überrascht und dann interniert wurde. Wenn er auch gleich ireigelassen war, so doch nicht um nach Suchum zurückzukehren, sondern, um nach der Schweiz zu kommen. Hier, angesichts der ihm fremden und gleichgültigen Berge, denen er nicht die Ehre erwies, sie auch nur anzusehen1, erfuhr er, daß er in der gewöhnlichen Weise unmöglich nach Hause zurückreisen kann. Es dürften Jahre vergehen, ehe dieser Weg wieder offen sein wird. Der Seeweg aber war für ihn. den alten Mann, mit dem seltsamen, den Aerzten selbst unerklärlichen Husten, unmöglich. Die anderen Betroffenen, die ihren Körper sicher nicht weniger liebten, hatten sich bereits mit dem Gedanken, dasitzen und warten zu müssen, abgefunden. Sie lehnten nach d'em Abendessen in den bequemen Sesseln des Hotels und spielten Karten. Nur Nachim Holodetz schritt düster wie eine Wolke umher, fragte jeden um Rat belästigte alle mit seinen Klagen. Eines Nachmittags bemerkte ich bei 'einem Spaziergang die gebeugte Gestalt eines alten, hustenden Mannes, und als er näherkam. sah ich. daß ihm große Tränen über die Wangen liefen, während er seinen nach vorne herunterhängenden Kopf .hin und her bewegte. Das war Nachim Holodetz. „Reb Jid. was ist Ihnen?“ fragte ich gerührt und erregt durch seinen Anblick. Ein weinender alter Jude in Wilna oder Warschau, das fügt sich noch in den Rahmen des dortigen Lebens. Aber im schönen, ausgeglichenen Montreux.Reb Jid. was ist Ihnen?“ Durch die mitfühlende Frage aufgemuntert, erzählte mir Nachim Holodetz seine Geschichte und seinen großen Schmerz. Er weihte mich in die Geheimnisse des Baumwollgeschäftes ein, malte die Intriguen seiner Konkurrenten aus. Die Hauptsache jedoch war seine Angst in der Fremde zu sterben. An dieser Stelle seiner Mitteilungen begann er laut zu schluchzen midi seine zitternden Hände klammerten sich fest an mich, „Verstehen Sie. mein Herz.“ sagte er. sich fortwährend die Tränen wischend. ..ich darf nicht sterben! Ich darf nicht sterben!“ Bei allem Mitleid mit dem hilflosen Menschen muß ich gestehen, daß ich hier einen kleinen Trick sah. Nachim Holodetz hatte für sein Nichtsterbenwoilen keinesfalls mehr Grund als ieder andere Sterbliche. Dia Sache war einfacher: Nachim Holodetz wollte nicht sterben, wollte es nicht in furchtbarster Weise. Es schien ihm. man würde in den Himmeiskanzieien seinen überzeugend beigebrachten Gründen eventuell Gewicht beilegen, man wird sich dort für ihn einsetzen und beschließen: „Dem Einwohner der Stadt Suchum. Baiumwolihändler Nachim Holodetz. ist eine Frist zu gewähren.“ Die Frist war jedoch kurz. Er starb einsam in irgendeinem GebirgshoteL Später wurde erzählt daß die Polizei unter seinen Sachen Geld verschiedener Währung gefunden hat Nachim Hoiodet» wechselte fortwährend s«in Geld: er wurde ungemein mißtrauisch, die Welt verlor in seinen Augen ihre Kreditfähigkeit Er war mißtrauisch gegen alles, gegen die Badeorte, gegen die Aerzta gegen das Ausland überhaupt Er glaubte, glaubte fest und unentwegt nur an sein Baumwoligeschäft an sein Ehrenamt in der Synagoge, an sein trockenes, liebes Suchum. Es war ihm nun nicht mehr besebieden. sein Suchum wiederzusehen. . . .