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Jüdische Zeitung · 1919-12-19 · 50 (19.12.1919) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
13 (1919)
Issue
50 (19.12.1919)
Date
1919-12-19
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Nr. 60 JÜDISCHE ZHTUNö grenze» Nach seiner Auffassung, die er voll und ganz aufrecht erhält, muß.-.es auf das. zionistische empfinden des ..einzelnen völlig, ohne. Einfluß bleiben, ob er Palästina vom. kapitalistischen England oder vom bolschewistischen. Rußland , erhält Ihm darf einzig und allein maßgebend sein, daß es es überhaupt erhält und um dieses.Zieles willen hat er. mit den gegebenen Realitäten zu rechnen, •fine ‘Rücksicht darauf, ob er sie billigt oder bekämpft > ÄDie freie Tribüne“; Jenes Organ der poaloalönistischen Organisation, welches den bolschewistischen Neidenstreich veröffentlicht hat, reagiert auf meine Stellungnahme in Charakteristik Äher \Welse Sie verdreht den Wortlaut meines Aufsatzes so lange, bis sie die Möglichkeit findet jhbelnd die Entdeckung' zu verkünden, daß sie ..durch' ihre, „zielbewußte Politik des Klassenkturipfes uns soweit gebracht , habe, daß wir uns offen als Feinde der jüdischen Arbeiter und Cha- Smm bekennen“. Nun erst beginnt man zu begreifen, was „Die freie Tribüne" mit der.Veröffentlichung jenes Briefes überhaupt beabsichtigt hat Sich gegen eine solche Auffassung zur Wehr zu setzen, scheint unnötige „Die Zionisten denunzieren die Arbeiter und Ghaluzim. als Bolschewiken.“ Nein, gewiß nicht. Wohl aber haben sie die Pflicht, sich gegen .derartige gefährliche Spielereien, wie sich hier von einer zahlenmäßig zürn Glück recht geringen Gruppe, mit der die Gesamtheit der Arbeiter und Chaluzim und nicht einmal der poale-zionistischen Weltorganisation identifiziert werden darf, zur Wehr zu setzen. Wie aber kann „Die freie Tribüne“, wenn sie einen . Aufruf zum Bolschewismus veröffentlicht, behaupten, daß ein Hinweis auf diese Veröffentficliung eine Denunziation sei? „Die Zionisten verwenden sich bei der. eng :sc.hen Regierung, man solle nur die jüdischen Unternehmer, nicht aber die jüdischen Arbeiter einwandern lassen.“ Wann und wo ist das geschehen oder auch nur verlangt worden? Die Forderung, auch Jüdische Unternehmer cin-.vandern zu lassen, hat nur den Sinn, daß man trachten muß. Arbeitsgelegenheit zu scharfen, (jegenrevolutionär in dem Sinne, daß ich loffe, wir werden, in Palästina, die Revolution vermeiden können,'bin ich allerdings, ist hoffentlich auch der gesamte Zionismus, aber nicht-dadurch, daß. er arbeiterfeindlich ist und eine Partei der Unternehmer bildet, sondern dadurch, daß er genügend Arbeitsstätten schafft, um die soziale Lage ier Gesamtbevölkerung zufriedenstellend zu gestalten. Heinrich M a r g u 1 i e s. Was der jüdischen Studentenschaft nöttut : Ungewöhnlich scharfe Worte hat die jüdische Studentenschaft schon in der Vorfeier zum «gentiiehen Studententag hören müssen; sie kamen aus dem Munde der berufensten und prägnantesten Vertreter und Führer des Wiener'Judentums. Oberrabbiner Dr. Chaies und Abgeordneter Ing. Stricker' haben fürwahr mit Worten schärfsten Tadels nicht gespart. — Da drängt sich die Frage auf. ob sie objektiv und subjektiv zu so scharfer Kritik in festlichen Ansprachen berechtigt waT.en. Zunächst möchte ich betonen, daß ich es für &n Ehrenzeichen der jüdischen Studentenschaft hätte, daß sie bei einem Feste in solcher Weise begrüßt werden konnte und daß ich glaube, beide Redner hätten nicht so gesprochen, wenn sie die jüdischen Studenten für wertlos, iür schlecht oder verächtlich, hielten; nein, das war nicht so. Sondern es war vjel Liebe, viel Wertschätzung und viel Achtung aus ihren Worten zn hören. Anderen als jüdischbewußten Studenten hätte man solches webt sagen dürfen; wir wissen ja, wie deutsche Rektoren zu ihren Studenten sprechen. Gott sei Dank, daß man uns härter, rauher, fester anoacken ■ kann, wenns um eine große Sache geht. Und die Geraderen haben die Worte richtig verstanden; b^bentief in ihren Herzen die Berechtigung gefühlt uni sind zusammengezuckt unter diesen Hiebe» Sie wollen sich wieder aufriehten und der Qual solcher Züchtigung in Zukunft nicht ausgesetzt sein. Wer aber hilft ihnen? Wer stützt sie. wenn sie schwanken? Ja, wer iührt sie auch nur, da säe irrend den Weg suchen? Objektiv, das soll und muß zugegeben werden, war die Kritik nur allzu berechtigt. Der jüdische' Akademiker ist seinen Pflichten nicht nach- . gekommen; aber sagen wir es gleich heraus; seiner Pflichten sind viele und sie sind allzu schwer; sie übersteigen bei weitem die Kräfte des Durchschnittsmenschen, das hat Oberrabbiner Chaies auch anerkannt: von uns wird mehr verlangt als von anderen. Fünf Jahre Krieg haben ■ns physisch, geistig und seelisch zermürbt. Wir sind sehr krank —in jeder Beziehung — aus dem Felde zurückgekehrt und wir sind noch nicht gesesen. Ist der Wille zu unserem Ideal auch fest geblieben wie je. so ist doch die Kraft gebrochen fiesem Willen zu dienen. Der Verlust von zehn Studiensemestera ist nicht darnach angetan, diese Kraft zu stählen. Die Sorge um eine ungewisse Zukunft, die Mühe, sich auf der Schulbank wieder »«recht zu finden, imerhörte Bedrückungen. Hanger und Kälte tun es auch nicht. Und da sollen wir ohne Vernachlässigung 4er schwer gewordenen Studien uns bestreben, durch Beschäftigung mit den Werken jüdischer Kultur jüdischer zu werden, und durch aktive Teilnahme am Kampf für die Lebensnotwendigfcoii unseres Volkes unsere Pflichten dem Volke gegenüber zu erfüllen. Ja, weiß Gott, wir wollen *9, wir wollen es nur; allzusehr, wir wollen es sogar lieber, als unsere Studien vollenden und als für persönliches Fortkommen sorgen. Aber wir können es gerade jetzt, da die Kontunuität unterbrochen ist, nicht aus eigener Kraft. Wir bedürfen älterer, erfahrener, abgeklärter und doch energischer Männer-als Führer. - ■ Ein Vergleichmit. den Verhältnissen in Deutschland zeigt uns deutlich, Was uns fehlt Vorausgesetzt darf wohl werden, daß das Material bei uns nicht schlechter ist als in Deutschrand; wenn das aber zugegeben ist dann sind die Bedingungen für eine gedeihliche Arbeit günstiger bei uns als drüben. Das ost- und urjüdische Element ist hier bei weitem stärker vertreten und es ist in Wien eine organisierte Masse von 400(1 jüdischen Studenten vorhanden. (Ein Umstand, der sich nicht sobald wiederholt und ungeahnte Möglichkeiten bietet.) Dieser Zahl gegenüber scheinen die Verhältnisse m Deutschland geradezu zwerghaft und doch, washat das „Kartell jüdischer Verbindungen“ in Deutschland geleistet! Nicht nur für di« jüdische Studentenschaft, sondern für die gesamte zionistische Bewegung,, die ganz in Händen von K. J. Vern. ist. Welche Vorteile es auch über,die Studentenschaft hinaus hat, wenn solche in. gleichem, „nicht einheitlichem, aber eitrigem" Geist erzogene. Akademiker überall die zionistische Arbeit leisten, braucht nicht betont zu werden. Aber wie wird auch im K. J. V. gearbeitet und von wem wird gearbeitet! Die Jüdische Studentenschaft in Deutschland ist bei weitem nicht so sich selbst überlassen - wie hier. Eine ganze Reihe ausgezeichneter Männer, die ihre Schuljahre längst hinter sich haben, mit Kurt Blumenfeld an der Spitze,-leiten das Kartell. Und welche Mühen und welcher Apparat wird aufgewendet, um-die Ziele des Kartells zu verwirklichen. Dabei handelt es sich in ganz Deutschland um zirka 1300 Studenten: in Wien allein sind fast schon dreimal soviel organisiert. Vielleicht wird ein anderes Mal darüber zu sprechen sein, daß wir uns auch fn den Organisationsformen das K. J. V. zum Muster nehmen müssen. Heute ist bloß zu betonen, daß schon die Organisation, die das wichtigste ist, zwar von uns selbst begründet und ausgebaut werden konnte, , daß aber zu ihrer Erhaltung und Nutzung ganz andere Kräfte erforderlich sind. Als Beleg dafür nur ein Beispiel: Es gereicht uns sicherlich nicht zur Schande, daß wir uns gleich von Anfang an, seit dem Bestände des Verbandes der jüdischen Hochschüler in Wien bemüht haben, alle jüdischbewußten Gruppen, also auch die Pöale-Zionisten zu vereinigen. Aber wie teuer haben wir dieses Streben bezahlen müssen, wie viel Kraft gerade der Besten ist nutzlos in dem Kampf mit den kleinen Gruppen der Poale- Zion und des „Bund“ verzettelt worden. Läge die Leitung des Verbandes aber zum Teil wenigstens in älteren erfahreneren Händen, dann wäre ein Ausgleich sicherlich leichter und früher zu erzielen gewesen. Jedenfalls wäre uns die Diktatur einer verschwindenden Minderheit, die ohnehin nür künstliche Hinderhisse; Enttäuschung jugendlicher Hingabe und froheiriOpfermutes, Erbitterung und Resignation zu diktieren versteht, erspart geblieben. Nicht als ob wir nach .Tyrannen riefen, denen wir die Macht geben wollen, damit sie für uns sorgen und arbeiten, mein, wir kennen unsere Fähigkeiten, aber wir sind uns unserer Grenzen auch bewußt,, darum negieren wir die Selbstherrlichkeit der Jugend, darum wollen wir uns nicht verzetteln, wo andere viel leichter Besseres, Größeres leisten können. Was wir brauchen, ist, kurz gesagt (vielleicht so kurz, daß es mißverstanden werden kann), ein Präsidium, das unparteiisch (nicht färb- und energielos) allem gegenübersteht und doch seine festen Ziele hat,, das unserem Willen folgt und uns doch von Irrwegen abhält; kurz ein Präsidium nach dem Muster desiengen im K. J. V. Mehr brauchen wir nicht, als Quasi diesen unparteiischen, zielbewußten Geschäftsführer und Handhaber der Geschäftsordnung, denn wir besitzen die Kräfte, alles andere allein zu besorgen. Ich stehe noch genug innerhalb und doch auch schon genug außerhalb der Studentenschaft, um das Urteil abgeben zu können, daß unsere akademische Jugend in Wien reich genug ist an .charaktervollen, opferwill:gen, begeisterten, vernünftigen und gebildeten Elementen, um allen Anforderungen aufs Beste entsprechen zu können. Der Prozeß der Gärung und Neuorientierung ist nicht so aussichtslos, (fas Problem nicht so verworren, wie manche glauben, wenn wir nur unsere unmittelbaren Ziel« nicht m den Himmel setzen, sondern hübsch auf der Erde lassen wollen; das aber müssen wir, wenn wir praktische Arbeit leisten, wenn wir dem Leben des Volkes dienen wollen. Darum sehe ich. auch keinen Widerspruch in dem, was Ing. Stricker und was Dr. Chajes gesagt haben. Ich kann wiederholen, was ich am . Studententag ausgeführt habe: Wie diese beiden Männer int täglichen Leben Zusammenarbeiten,' und ihre größten Aktionen gemeinsam unternehmen, so sind auch ihre Postulate durchaus miteinander verträglich, keine Gegensätze. Sie dürften als Redner so viel Verständnis und so viel Kenntnis ihrer persönlichen Anschauungen voraussetzen, daß sie nicht erst betonen müssen, daß Kulturarbeit ohne politische Betätigung ebenso unmöglich, als Politik ohne Kulturzweck sinnlos ist — Noch einmal sei es gesagt: Wir zionistischen Studenten wollen uns jüdüsche Kultur zu eigen machen, denn wir sind Juden und wir wollen Politik treiben, denn wir sind freie Männer und wollen es bleiben, und nur als solche können wir Wertvolles auf dem Gebiet der Kultur leisten und nur als solche können wir Palästina bauen. Aber daß wir es bisher nicht in dem Maße getan haben, als wir es hätten tun sollen, daran tragen wir allein die Schuld. Es soll und muß gesagt werden, daß gerade Oberrabbiner Chajes und Abg. Stricker in erster Linie, berufen wären, sieb um die Studentenschaft zu bekümmern, das aber haben sie bisher nicht .getan . Darum warnt sin subjektiv' hfah't’ ‘ ‘bereenti^ ^Vorwurf. Tadel 'auszusprechen. Sie müßten mehr .tun, als. ernmal. im Jahr das Ziel zeigen. Es ist dringendste Notwendigkeilt, daß sie 10 oder. 20. erfahrene, erlese«« Freunde der jüdisch-akademischen Jugend qm sieb sammeln und durch diese und mit diese«. (un4t selbstverständlich mit den noch studierende» Vertretern .der Studentenschaft) die gesamte Arbeit der. jüdischen Studentenschaft leiten Nur das. kann uns bald dem Erstrebten nahe bringen. Der Aufwand, an Mühe und Zeit wird ihnen, tausendfach ersetzt werden durch den Erfolg imallgemeinen und auch dadurch, daß beide .Männer sieb eine, große Zahl begeisterter und treu ergebeaer- Mitarbeiter gewinnen.würde» die ihnen ihre Lass mittragen helfen könnten.. .. . . So wäre dreierlei erreicht:. dSe.jungjüdisch» Bewegung, und somit das jüdische Volk hätten.des Nachwuchs, den sie dringend, benötige». Di« Führer der Bewegung müßten nicht mutlos werden, .weil. sie. allein sind und. zusamenbrechea* unter, ihrer Bürde, und der jüdische .Student könnteleichter seine Pflicht erfüllen und sicherer zum- Ziele schreiten. .Jakob Weiner. Maximal-Dilettantismus Herr Davis Tri et sc b setzt sich, i* Heft 46(47 von „Volk und Land“ .mit dem -mnter obigem Titel in der „Jüdischen Zeitung'*“ tSschienenen Artikel in. einer Weise auseinander, dje ein sachliches Eingehen außerordentlich erschwert. Zunächst wendet er das hewährte demagogische Mittel an, .den Gegner als. „Anonymus“ gu verhöhnen. Herr Trietsch. der offenbar wenig osterreich:sche Zeitungen liest,.weiß.nicht, daß:!» Oesteirelch die Gepflogenheit besteht, Leitartikel nicht zu.zeichnen-, ohne..daß ..darin irgend e!» Mensch den Versuch. sähe;, der Verantwortungairszuweichen.,Dazu kommt aber noch die Pikanten» daß . just in derselben Nummer 41 vom 8.. Oktober,;in der. der. Artikel „Maximal-Dilettantismus“ erschienen, ist, eine von. mir als dac maligem Redakteurrider ..Jüd. Zeitung“ mit vollem Namen gezeichnete Erklärung zu lesen ist; daß die „anonymen“ Leitartikel der „Jüd: Zeitung“ vo» mir .verantwortet .werden. . Ich übernehme dl« Verantwortung für: den Aufsatz „Maximal-Dltettantismus“ umso leichter, als ich auch nach der Entgegnung des Herrn Trletschkein Wort de» Artikels zurückzunehmen: habe. Vielmehr--ist durch seine Bemerkung. meine Auffassung^ völlig; bestätigt: Ich lehne es ausdrücklich ab; den maxfmalistischen Standpunkt- „karrikiert“ zu habe» um: ihn bekämpfen zu. könne» : leb kann doch!» der Polemik mich nur am leite extremen Konsequenzen halten,, die erst das Wesen ' lener- Anschauung charakterisiere» Denn den Wunsch, in Palästina eine jüdische Mehrheit zu schaffe«; bekämpfe ich nicht, und daß jeder Zionist wünscht; daß so schnell als möglich viele Juden einwon-’ dem, ist eine Banalität. Nur handelt es sich, hier nicht um den „Wunsch“ sondern um die Realitäten, mit denen die verantwortlich« Leitung des Zionismus rechnen muß. Diese Realitäten sind erstens politischer Natur — dag übersieht Herr Trietsch völlig: zweitens liege» sie in der Eigenart der einwandernden Masse» ihrer Psychologie und sozialen Struktur. Wen»; Herr Trietsch — absichtlich öder unabsichtlich — nicht versteht, was unter Total iösung der Judenfrage gemeint ist, so sei nur darauf hingewiesen, daß diese Lösung eine fundamentale Neuschöpfung des jüdischen Lebens meint, so zwar, daß das normal aufgebaute, produktiv arbeitend» wirtschaftliche Zentrum sowie das kulturelle Zentrum des jüdischen Volkes durch keinerlei berübergeschlepptes' Galutberbe belastet ist und dadurch .wirklich geeignet wird, dem ganzen jüdischen-Vokskörper neues Leben zuzuführen, alle» jüdischen Gruppen, auch in der Diaspora, das Rückgrat zu-stärken und erziehlich, umbildend auf sie einzüwirken. Der Maximalismus berücksichtigt diese Momente überhaupt nicht, er will nur viele einzelne Juden in Palästina unterbringe» ohne Qualitätsforderungen zu stellen; und da selbst Herr Trietsch schwerlich glaubt daß er sofort alle Juden dort unterbringen kan» so wird durch seinen maximalistischen Zionismus die Judenfrage überhaupt nicht gelöst da er auf jene fundamentale Forderung verzichtet oder wenigstens kein Gewicht legt Daß im übrigen viele Einzelheiten der Triel sch'schen Anregungen sehr wertvoll, beachtenswert und willkommen sind, ist ausdrücklich bereits im Artikel „Maximal-Dilettantismus“ ausgesprochen. Wir haben uns nur dagegen mit Entschiedenheit gewendet daß er mit derartiges Prätentionen auftritt und vor allem in einer das Maß des Zulässigen überschreitenden W'eise dl» zionistische Leitung und ihre Beamten angreift („Unfug und Volksbetrug“, „antizionfstische Politik“ etc.). Wer sich derartige Kraftausdrücke erlaubt darf gegen Kritik nicht selbst allzu empfindlich sein. Daher kann ich auf den persönlichen Teil seiner Ausführungen nicht reagiere» Ueber Fragen persönlicher Wertschätzung läßt sich nicht diskutieren und Herr Trietsch möge sich immer vor Augen halten, daß er selbst darauf ausgegangen ist Rupprn zu diskreditiere» Es bedarf kaum noch der Erwähnung, daß der „drollige“ Schlußpassus über die bevorstehende Aenderung der zionistischen Verwaltung Palästinas sich nicht auf Ruppins Palästina-Amt bezog, das ja lange lahm» gelegt ist sondern auf die „Palästina-lOfi»^ mission“, die inzwischen reorganisiert wurdeaPgB z. Z. Berlin. Dr. Robert W el tsIffiB

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