Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 13 (1919)
- Issue
- 50 (19.12.1919)
- Date
- 1919-12-19
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Ädle 8 Jüdisches Museum ■ Am Saiastaci öem <k Dezember d. J. hielt in den Raumen ®er tt'nai Brüh aie „üe$elischatt für Sammlung und’ Konservierung von; Kunst- und Dexuonaiern des- Judentums“ die Xi. ordentliche Generalversammlung ao. L'je Beteiitpiiili aerMitgüeaer war eine rege und grolie, die Zani der ersctuenenen Uaste, unterdenen man die Vertreter des r-räsiüumis der IsraeL Kultusgemeinae, der IsraeL riumanitäts-Vereine ü. B.. »Wien“ und JEintracüt“. oes Proiessoren-Roildgmmsder „IsraeL IneoL Lehranstalt", der „Israeli Allianz“ und anderer Vereine- und Korporationen bemerkte. -- - Der Vorsitzende, Herr notrat Prof. Dr. A. Pölitzer. erönnete um 6 Uhr die Versammlung, indem er zunächst die zahlreich Erschienenen begrüßte. Sodann erstattete er den mit vielem Beifall aufgenommenen Tätigkeitsbericht des Kuratoriums für die abgelaufene Berichtsperiode 1914 bis 1918. Beginnend;mit der Motivierung der durch die Kriegsereigmsse und deren böigen eingetretenea Berichtspause gab der Vortragende ein Bild der .Mitgliederstandsbewegung, wobei' er einen erfreulichen Zuwachs an Mitgliedern, hauptsächlich mr, des'beiden hiesigen Logen, ieststellte. Er ianrltv,.ö?im, in erster Lini$ die letztwillige Zu- ■.ventlung vonSalo Cohn mit K 10.000.— erwähne«. süc / Hochherzigen Gönnern für die dem Mnsetav ^gewendeten Legate und Spenden und ater den Spendern die als ^Stifter“ einge- ■;si' /Herren-AlbertMayer, Dr. Siegmund St;. ny. 'Samuel* Glückselig und letzthin GskaARosn er. Der IsraeL Kultusgemeinde Wien nnd den beiden Logen „Wien“ und .Eintracht“ wurde besonderer Dankfürdie alljährlich gewährten Subventionen uezollt, ebenso den Spendern von Objekten, darunter Frau Camilla Cohn, Herrn Dr. Siegmnnd Stiaßny, Herrn Alfred Waizner, Wien, wte zuletzt auch-den Mitarbeitern und Förderern. Herrn Eduard Beer, Wien, und JCalman L ä n gs n e r aus' Nadwömä Und dem rührigen Kustos und Sekretär . der Gesellschaft Dr; Jakob Bronner, dem die vollste Anerkennung ausgesprochen wurde Herr Bankdirektor Ernst Lemberger. der Kassaverwalter der Gesellschaft, erstattete dann in kurzen Worten den Kassabericht für die Zeit von 1914 bis 1918 und beantragte über Antrag der Revisoren, die wiedergewählt wurden, das Absolutorium. das einstimmig angenommen wurde. Der Vorsitzende berichtete: hierauf über die durch «den Heimgang Dr. Bela. Taussigs erforderlich gewesene Veränderung unter: den Funktionären des Kuratoriums derart, daß Herr Hofrat Dr. Frankfurter nun die Stelle des ersten Vizepräsidenten und Dr. Siegmund Stiaßny die des zweiten Vizepräsidenten bekleide und schlugmit Berufung auf § 6 der Satzungen die Wahl des Herrn Oberrabbiner Dr. H. P. Chajes als Nachfolger Dr. Gnedemanns und des Herrn Samuel Glückselig als Antiquar-Sachverständigen ins Kuratorium vor. Nach einstimmiger Annahme dieses Vorschlages schloß der Vorsitzende unter Danksagung an das Kuratorium für dessen freudige Mitarbeit, wie an die Löge für die üeberlassung des Saales zur Generalversammlung. Hierauf hielt Herr-Oberrabbiner.Dr. HL P..Chai es einen höchst interessanten and belehrenden Vortrag: D i e j ü d ischen Katakomben in Rom als Geschichtsauelle.“ Ausgehend von dem Nach- JOPISCHE ZETTUHQ weise der Kontinuität einer Jijdensiedlung seit 63 vor .Ch. In Rom als chervörragender Diasporagemeinde verbreitete sich der. Redner nach einer Beurteilung über den hohen Wert der Katakomben als Geschichtsquelle und nach emem kurzen Rückblick auf die schon im 17. Jahrhundert beginnende. Geschichte der. Jüdischen Katakombenforschung über die aus den Inschriften erhellende Organisationder einzelnen römischen Gemeinden Jener Tage,1 die in gewisser Hinsicht mit,: der gegenwärtig in Amerika (New-York) geltenden Ordnung zit vergleichen ist Die Inschriften der bisher: entdeckten fünf Katakomben mit ihren identifizierten elf, resp. zwölf Gemeinden erweisen neben teilweisem Aufschluß über die dermaligen Berufs¬ und Erwerbsverhältnisse den jüdischen Einfluß auf die heidnische Welt, was dadurch gekennzeichnet ist daß in den Katakomben eine größere Anzahl von Nichtjuden, darunter aus hohen Ständen, den Vollproselyten, sogenannten „Göttesfürchtigen“ beerdigt erscheinen. Zum Schlüsse verwies dann der Redner auf den geistigen Konnex zwischen dem antiken jüdischen Rom und der dortigen gegenwärtigen Judenhelt, deren ideeller Aufschwung in der letzten Zelt so stark bemerkbar wird. Die durchaus anziehenden Ausführungen fanden reichen Beifall. Sport Ein Ehrentag des lüdlschen Sports Der Prater Sportplatz des W. A. C. hatte am Sonntag einen Rekordbesuch aUfzuweisen. Ueber 13.000 Zuschauer hatten sich eingefunden, um Zeuge des Entscheidungskämpfes Hakoah gegen Germania zu sein. Der Sieg der Hakoahner war verdient Sie spielten mit der größten Aufopferung und waren ihren Gegnern überlegen. Das aufregende Spiel zeigte folgenden Verlauf: Die-Germania hat den besseren Start und drängt stark. Ein rascher Vorstoß bringt die Hakoah nach vorne, doch geht der Schuß Gansls an die Stange. Während der ersten zehn Minuten haben die Schwechater etwas mehr vom Spiel, dann finden sich; aber idle Hakoahner und -das Spie! wird _ vollkommen offen. Bei einem Zusammenstoß mit Molnar wird Papstein-verletzt und scheidet für einige Zeit aus. Die Hakoah ist jetzt besser, aber erst nachdem sich der Gegner komplettiert hat fällt der -führende. Treffer. In der 35. Minute spielt säch Tszo GarreL in seiner be-' kannten Art durch und sendet unter-frenetischem Beifall der ungeheuren Anhängerschar unhaltbar ein. Das Spiel hat bereits längst wieder begonnen, aber der Jubel will sich" noch immer nicht iegeri. Die Germania sucht Jetzt die Ueberlegeniieit des Gegners durch äußerst derbes Spiel wettzumachen. Mit 1:0 geht es iw die Pause. Nach Wiederbeginn ist .Hakoah glatt überlegen, doch scheitern die. Aißjriffe äh der guten "Arbeit des gegnerischen- Tormanns. In der 28. Minute'wird Bachmayer, der linke Flügelmann der Germania, der sich schon tnehrmal durch derbe Fouls bemerkbar gemacht hat. ausgeschlossen-. Die Hakoahner haben jetzt bedeutend mehr vom Soiel lind Grünfeld schießt in der 33. Minute das zweite Tor. Wieder folgen ungeheure Kundgebungen. Der 'Sieg ist Jetzt gesichert Wohl gelingt fes der Germania, zehn Minuten vor Schluß durch König einen Treffer zu erzielen, aber die' Niederlage kann .sie nicht mehr abwenden. Volles Lob verdient der Schiedsrichter Herr Lorenz, der den scharfen Kampf mit großer Sach- . . : . ■ Nr. 5fr *./ kennbäs und vöIKger Unoarteffichkeit leitete. Däk; gleichet güt von: den Linienrichtern-, den Herr«* Haxfcr. und Trroks. die sonst berufen sind, selbst erstklassige Wettspiele zu leiten. Vereinsnachrlditen; Chanuka-Feier In der „Jüdisches Bühne*« Montag, den 22. d. M.‘. findet in der ..J üdischen- Bühn e“. 1L Taborstraße 12. eine Chanuka- Feier statt Die Festr ede.hältHerf Dr. Meyetv Geyer. Zur Aufführung göiängen: 1. Akt vöät „Gott Mensch üiid Teufel“ von. Gördin. .Agenten“ . von Schälonf AlejcheitL GesängsVörfräge von tÜl Damen Weinträüb^Gräz. GiücksmantÜ den Herfen Deutsch und.Strang. Karten im Vorverkäufe äh der Theatefkässä und int KartenP büro „Aida“. II.. Täborsträße 5. Beginn 6 Ute ' abends. ' . Die „Makkabäerieier“ der Jüdischen Jugend findet Sonntag, den 21. d. M,. präzise halb .11 Uhi>., vormittags, in der „Neuen Wiener Bühne“ statt Das Programm hiefür ist folgendes: 1. Chor de« Blau-Weiß. 2. Festrede (Herr Dr.. Emil. St eint 6. Heitere Lieder (Herr Rudolf Bäudler. Volksooerh 4. Gesang (Fräulein Viktoria Keid. OpemsängerinJ. 5. Rezitation . (Herr Räoiil Aslari, Volkstheatern 6. Heiteer Lieder (Herr Rudolf Bandler.-Voiksopert. 7. Klaviervörträge (Herr Klavier.virtuose Maximilian JReichlifl). / Ankündigungen Kultunrerband „Jabne“. IX-.. Türkenstraße 9. Sonntag, den 21. d. M-, 10 Uhr vormittags. Vortrag des Herrn Mendel Sin ger über Schal oft» AI eich em. , Hebräischer Konrersationsklub. Sonntag, den 21. d. M.. 6 Uhr nachmittags. Zusammenkunft litt Lokale der Vereinigung Jüdischer Handelshochschüler. II.. Tabörstraße 1. , Hecbaluz. Die Versammlung findet Sonntag; den 21. d. M.. um 3 Uhr nachmittags. II.. Ziricusgasse 33. statt - Juxendverein „Ahawath Zion“ veranstaltet am 20. Dezember in den Prachtsälen des „Phönix- Palastes“. II.; Prater 26 (neben LusteoieLtheatert ein-; große Chanuka-Feier mit anschließendem Tanzkränzchea Karten ä K 5— bei Löwit . L- Rotenturmstraße 32. und ab 6 Uhr abends Jm Vereinslokal. il.. Stuwörstraße 46/3. Verein „Freie lüdlsche Volksbühne“. Samstag, den 20.. und den 27. cL M„ wird vom Vereint „Freie Jüdische ' Volksbühne“ ..Der Dörfiüng“. Drama in 4 Akten von Leo Kobrln. aufgeführt; Beg,nn 2 Uhr nachmittags. Hebräisches Sekretariat des Zionistischem Lahdeskomitees und Jüdisch-akademischer Juristenverein in Wien, Sämtliche hebräisch könnend» Juristen werden zu einer äußerst wichtigen fachlichen Besprechung, die Freitag, den 26. <L M-, präzise halb 6 Uhr. abends im Vortragssaal des jüdischen Hoclischulausschusses. IX.. Alserstr. 28. stattfindet eingeladen. _^ Die bolschewistische Gefahr. Zu dem unter, diesem Titel in Nr. 48 der „Jüdischen Zeitung“ vom 5. Dezember d. J. erklär| ,das zionistische Landeskomitee, daß die Zc'ciraung desselben durch Versehen weggebiieben ist der Artikel daher nur als . private Aeußerung seines Autors Heinrich Mar-, gulies anzusehen ist und er nicht die Meinung, des zionistischen Landeskomitees darstellt Zdilizailes i ZdüiteAiiisdes Atelier Vien ilf Leopoldsflasse £S Aaerikaafsche Krone« and Brflcfcem. Im ■ Müdefestsitzead, Sdunerdoaes Zahnziehea. Plomben aller Art. Zähne avi Gebisse. Mäßige Preise. Kjdaate Zahlnagsbedlmnuigeni BERNH. FRANKL Wien II., Obere Donaustraße 99. Treffpunkt aller Zionisten. Wer sieb über das Wesen der j&dischnationalen Bewegung informieren will, lese die Broschüre Der ifidischB Hatinnalismus VOH 9bg. Batert Stritter Pre» K 2 J0. — Zu beziehen durch die Administration der „Wiener Morgenzeitumg*', Wien II., Tabörstraße 1 bis §; Kar VoMinsMdunp d« i; Botoage«, $egen Uukulu» wird oichu vor.endet. MOSES RATH’S Lehrbücher der hebr. Sprache ■uöjtnBw. Derzeit vergriffen! Neue Auflage ersdteint am 15. November Preis K 25.— Zm SasMlem Sei Moses Rath, Wien I., Postg. 11 ■ad J« aflea Bmchhandlaxca«. Sie können nie Hebräisch erlernen wenn Sie nicht ein wirklich praktisches wissenschaftlich zuverlässiges neu-hebräisch-dwtsciies unddsutsch-nenhäbräisohta Wörterbuch besitzen. Ein solches ist das von den ersten wissenschaftlichen Autoritäten glänzend begutachtete neue fflenarati-NBilEFbach Es erscheint demnächst im Hebräischen Verjag „Menoroh“, Berlin 5W., HeuenburgerstrafeßT. Preis beider Teile in einem flexiblen Ganzleinenband geburdcn'mit künstlerischer Deckelzeichnung Mk. 28 — und 10*/» Tcuarungszuschlag. Alleinvertrieb: M. Poppelauer. Buchhandlung, Berlin C. 2, Nene Friedriclutraße 50. yirlugM Sie lieb beite Presgtkt eef rribeuilii. Jüdiscii-ahad&m. Vcrbinduns „HefzI“ veranstaltet Montag den 22. Dezember 1919 um 4 Uhr nachm, m den Olympia-Prachtsfilen, Rothgasse S, eine große Fest-Akademie mit anschließender ' Tanzunterhalftung. Der Reinertrag lat fltr. nnbemlttelte lUdlache HochsahUter u*4 jüdische Mens* Academica besKmtnt. PSOQHAM M: Bläserchor des TonkÜnctlerorctiesters „Hntlkwah“,' Prl. Ren» Pflffe'r, Volksoper, Prl. Marie Kogox. Klaviervirtuosin, Frl.' Loska Wolf. Koniertsäneerirr. Prl. Bra Haudek, Violinvirluosin, Herr. Kart Neumsna. Volksoper, Herr Ernst Tanker, Votksoper, Herr Rudi Merstallinjer, Volkaoper, Karienvorverkeuf: Wr. Morgenreitunjf, II., Taborslr. l.R. Lövrit, I., Botenturmstr. 11, Kartenbureau „Aida“ II., Taboratr. 8 and - Jüd. HochichulausachuS, IX„ Alserstr. ts. MBrnosgeber Alexsuader QcQeg, ▼erantworificheir Redaktem- David Nebenzahi — Druck von Ignatz Spitz A Söhne. Wfca. B„ Robertgaz*# 8.