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Jüdische Zeitung · 1919-12-19 · 50 (19.12.1919) · p. Seite 3

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
13 (1919)
Issue
50 (19.12.1919)
Date
1919-12-19
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Wen* aber, um ras m Strafen and ims za züchtigen, der tebeadfce Herr auf kurze Zeit uns affräfc äo; wind er sich «och wieder gegen, seine Xmedbte'besäaititesa < .. Ou>aher,-RochtoseruiKf Ahscbeulicfrsüer eiler Menschen, tlberbebe dich nicht in deinem Wahne, pablähtvon eitlen Hoffnungen, daß du gegen seine Knechte d» Hände erhebest - Dem noch feist <$u nicht-dem Urteile des allmäctrti^ uiKt alteefoenden Qottes entgangen. Detihunsere Brüder, nachdem sie eine kurze Qual erduldet genießen fetet noch der •Verheißung Öottes eines ewigen Lehens; diu aber wirst nach Qottes Gericht die gerechte Strafe für deinen Hochmut erleiden- . Ich aber gebe gleich meinen Brüdern Leib Und Leben für die väterlichen Gesetze dhhin. indem ich zu Gott flehe, daß er sieb des Volkes bald erbarme, und du durch Pein und Marter gezwungen, anerkennest, , daß er allein Gott ist. Und daß. bei mir und meinen Brüdern der Zorn des Allmächtigen über unser ganzes Geschlecht einhalte.“ r- Da nun der König sehr zornig geworden, verfahr er mtt diesem noch schlimmer als mit den anderen, da er über den Spott sehr ergrimmt war. So endete dieser in Reinheit sein Leben, vollständig auf dien Herrn vertrauend. Zuletzt von allen Söhnen starb die Mutter.“ Wörter und Begriffe (Schluß) Als ich jene Worte veröffentlichte; wußte ich allerdings von vornherein, daß ich die „Zionsfreunde“ gegen mich aufbringe. Aber weil ich Hüch mrr' um die logische Seite der Frage gekümmert hatte, war ich sicher, daß der Hauptton dieser Aufregung das . Wort „Zentrum“ treffen werde, das die Möglichkeit einer Sammlung der Zerstreuten in Abredestellt und jenen phantastischen Hoffnungen die Flügel , stutzt, welche schon damals in der Zeit v o r Basel von vielen als Ende des Gölus und als allseitige und endgültige Lösung der gesamten Judenfrage gedeutet wurden. Das Attribut ..geistig“ aber schien mjr als notwendige logische Folgerung aus der Vorstellung vom Zentrum so selbstverständlich; daß mir auch nicht der leiseste Gedanke daran aufstieg. daß dieses Anstoß erregen könnte und daß es notwendig wäre, sogleich zi erklären, daß dieses Zentrum wohl geistig sein müsse in bezug auf seinen Einfluß auf die Peripherie, obgleich in ihm selbst die Menschen ganz wie anderswo der Nahrung und Kleidung bedürfen werden, und daß darum das Zentrum auch mit materiellen Dingen sich wird beschäftigen müssen, um sich selbst den Weg zu seiner Erhaltung seinen Bedürfnissen entsprechend zu bahnen.- kurz; daß es nicht ohne Bauern, Handwerker und Kaufleute wird existieren können Wie sollte es denn auch jemandem, der z. B. von einem literarischen Zentrum spricht einfallen, die Erklärung hinzuzufügen, daß er damit nicht einen Ort meine, äh dem nicht gegessen und nicht getrunken wird,: Wo es weder Handel‘noch-Industrie gibt; sondern wo die Menschen fortwährend Bücher schreiben und - vom Abglanz ihres literarischen Genies sich nähren? Wie sehr wunderte ich mich daher, als ich später sah. wie meine Kritiker über das Wort „Zentrum“ Tasch hinweggehen und den Nachdruck auf sein Attribut* „geistig“ legen, als ob hierin besonders das Neue und Fremdartige der Sache läge; ein geistiger nichtmaterieller Mittelpunkt — ist so etwas möglich? Aber mein Erstaunen legte sich sogleich, als ich an den psychologischen „Apparat“ dachte. Dieser mußte sich an irgendein Wort halten, um die dem Publikum unangenehme Anschauung als absurd naclizuweisen. Und weil das Wort „Zentrum“ bei eingehender Kritik und reiflicher theoretischer Üeberlegung im Gegenteil imstande wäre. der Menge das Absurde dort ttachxuwefcea. wo es wirklich sich befindet, darum war es besser, über dieses Wort mit gesenkter Stimme hinwezzugehen. um den anderen Teil der Formel laut zu betonen: ..geistig*. „Versteht ihr nun. was jene wollen? Sie wollen keine materielle Ansiedlung. Kolomen. Fabriken, handel: sie wollen vielmehr in Palästina zehn „Batlomm“ (Müßiggänger) ansiedteisn, dtc dort mit geistigem Nationalismus sich befassen sollen!“ Wie groß ist die Macht der psychologischen Assoziation! Diese Erklärung Jbreitete sich aus, ward akzeptiert und ist bis auf den heutigen Tag eine „allgemein bekannte Wahrheit“. Auch jene Zionisten, die ihre .Kenntnis“ nicht aus der Broschürenliteratur schöpften, die in den letzten Jahren die Welt überflutete, sondern die Worte im Original gelesen haben — auch sie „wissen“, daß das der geistige Zionismus ist, und es verschlug ihnen nichts, daß sie unmittelbar darauf in demselben Aufsatz lasen, daß das geistige Zentrum eine echte Miniatur „des jüdischen Volkes“ sein müsse, in dem wieder der „Typus des Juden in seinem wahren Charakter, sei es ein Rabbiner, Gelehrter oder Schriftsteller, sei es .ein Bauer, Handwerker oder Kaufmann“ zutage treten soll; es nützte nichts,: weil die psychologischen Gesetze nicht nur im Urteil, sondern auch im Gedächtnis eine Rolle spielen ... Ich erinnere mich, daß ich vor drei Jahren in einer Zeitschrift einen Protest gegen die Freudenbotschaften veröffentlichte, die damals zu „diplomatischen“ Zwecken über den Stand der Kolonien ln Palästina verbreitet wurden, und mir dadurch den Zorn eines Schriftstellers aus dem Lager der politischen Zionisten zuzog, der beschloß, meine zionistischen Anschauungen mit einem Schlage abzufertigen, damit sie der Menge nicht mehr zum Anstoß werden. Diese Absicht machte er zur Tat durch einen „großangelegten“ Aufsatz, der in jener Zeitschrift selbst in vielen Fortsetzungen abgedruckt wurde. Die Einzelheiten daraus haben in meinem Gedächtnis keinen Eindruck hinterlassen, da sie nur eine Wiederholung der alten Einwände in anderen Worten waren. Aber noch ist mir ein Punkt daraus in Erinnerung, der bei mir nicht nur ein Lächeln, sondern auch Gedanken hervorrief, ähnlich denen, die uns hier beschäftigen. Nachdem der Schriftsteller mit entscheidenden Beweisen gezeigt hatte, daß auch das „Materielle“ von großer Wichtigkeit sei und nicht einfach übergangen werden dürfe, kam er zu dem Schlüsse, daß es unsinnig wäre, unsere Arbeit auf die Gründung eines geistigen nationalen Zentrums zu beschränken, daß man vielmehr in Palästina, daß man vielmehr in Palästina „ein ökonomisches und geistiges Zentrum gleichzeitig“ gründen müsse. Der Verfasser fühlte gar nicht daß er schon, da gr .das. VYgjt „Zentrum“ anssDricht. sich selbst als geistigen Zionisten bekennt tmd daß das darauffolgende Attribut „ökonomisch“ nur ein bloßes Wort ist. Jene.Zeitschrift erschien in Warschau, wo damals auch jener Schriftsteller wohnte, und um die Sache richtig aufzufassen, hätte er nur auf die Straße gehen und irgendeinen denkenden Polen fragen müssen: „Was ist Warschau dem polnischen Volke überhaupt — ein geistiges oder ein geistiges und ökonomisches nationales Zentrum zugleich?“ Dann hätte er. wie mir scheint, etwa folgende Antwort erhalten: ..Für das polnische Volk überhaupt ist diese Stadt gewiß ein geistiges nationales Zentrum: hier verkörpern sich die nationalen Charakterzüge in allen Teilen des Lebens, hier leben und entwickeln sich nationale Sprache. Literatur nnd Kunst und all dies und noch anderes beeinflußt den Geist der Volksgenossen, verknüpft sie mit dem Zentrum, wo sie immer sein mögen und läßt den Funken nationaler Begeisterung in den Herzen nirgends erlöschen. Aber ein nationales ökonomisches Zentrum? Wie kann Warschau ein ökonomisches Zentrum sein für all die vielen Polen, die in verschiedenen Ländern zerstreut sind und deren wirtschaftliches Leben von ganz anderen Zentren abhängt. die mit den polnischen Wirtschaftsinteressen nichts zu tun haben?“ Und -nach einer solchen Antwort rate ich dem Schriftsteller nicht, noch einmal zu fragen: „Wie? Gibt es in Warschaa nur Geistiges, nicht auch so und so viele Fabriken, so und so viele Handelshäuser und noch ander# materielle Dinge, ohne die es nicht besteben und seine geistige Kultur entfalten könnte, ist es daruni nicht ein ökonomisches und geistiges Zentrum gleichzeitig?“ Ich rate ihm das nicht weil Ich mich nicht dafür verbürgen wilL daß jener denkende Pole sich noch in längere Unterredung mir einem solchen Fragesteller eingelassen hätte; Bei uns aber ist das ..wirtschaftliche Zentrum“ ein allgemein geläufiges Schlagwort geworden bei denen, die einerseits die ökonomische Begründung des Zionismus (und ohne diese geht es ja heute nicht) nicht falten lassen wollen, anderseits sich aber nicht auf den Flügeln ihrer Phantasie zur Höhe des ..proletarischen“ Zionismus anfschwingen können, der in Palästina emo s> gesunde und groß angelegte Wirtschaftslage schaffen zu können versichert daß er allen Juden; die heute nach und nach aus den wichtigsten Erwerbszweigen in den Ländern der Diaspora verdrängt werden (also etwa nenn Zehntel de» Volkes). Raum und Arbeitsgelegenheit wird geben könne.i Solche Zionisten, die der schwierigen Frage von der Möglichkeit der Ansiedluog des größten Teiles des jüdischen Volkes in Palästina auch auf neuen, wirtschaftlichen Grundlagen ausweichen wollen, erklären sich bereit sich mit wenigem zu begnügen und wollen in Palästfaa ein „ökonomisches Zentrum" allein sehen. Aber damit kommen sie nur aus dem Regen in dis Traufe: der äußeren Frage sind sie entgangen, dl# von Eriahrungsbeweisen abhängt. sind dafür aber in den inneren Widerspruch geraten, der der Logik nicht standhalten kann. Mit der „proletarischen Schule“ kann man noch diskutieren und etwa eingehendere Erklärung verlangen, z. B. über jenen ..inneren Prozeß“, durch den die ökonomischen Grundlagen geschaffen werden sollen, die Palästina in so wunderbarem Maße aufnahmsfähig machen werden, wie tfies bisher noch nie der Fall war. Wenigstens gibt es hier keinen Widerspruch in der Vorstellung selbst während der Begriff eines nationalen und ökonomischen Zentrums in bezug auf ein in aller Welt zerstreutes Volk für eine solche Debatte gar keinen Raum läßt da er seine Widerlegung in sich selbst trägt Aber solche psychologische Ideenvertauschungen sind ein gutes Zeichen, aus ihnen — uni auch aus anderen untrüglichen Anzeichen — sehe ich klar, daß der Gedanke eines ..Zentrums“ an und für sich siegreich fortschreitet und zu verschiedenen Folgeerscheinungen geführt hat an di# zu denken vor einigen Jahren noch Sünde gewesen; wäre. Ist das aber geschehen — so ist alles getan und auch jene Folgerung, die aus dem richtig verstandenen Beiwort ..geistig“ sich ergibt, muß endlich zu ihrem Rechte kommen, ohne daß man sie durch psychologische Mittelchen weiter verberge» könnte. Das alles wird freilich das Märchen vom „geistigen Zionismus“ nicht aus der Welt schaffen: im Gegenteil — auch das sieht man aus verschiedenen untrüglichen Anzeichen —„ ie mehr der Inhalt dieses Zionismus an Boden gewinnt ums» mehr wird die „Psychlologie“ sich bemühen, de» siegreichen Inhalt von dem ihr verhaßten Namen zu unterscheiden. . . . Was liegt daran? Mag das Wort untergehen, wenn nur der Begriff siegt! Werbet Abonnenten, fär die“ „Jüdische Zeitung“ Aber siehe, so einzelhaft und ganz für sich selber vorhanden jeder Judenmensch dort erscheint. er wirkt mir nun, erinnernd gesehen, in Wehst wundersamer Weise der gleichen „Unbestimmtheit“ teilhaftig wie der . Russe, einer massig-riesiK-steppengroßen Unbestimmtheit Der Ostjude und der Russe ähneln also einander? Es ist nicht einmal paradox: Der Russe nämlich ist das Menschwesen, welches aus der Unbestimmtheit der Volksmassigkeit und ihrer mütterlichen, allzumütterlichen, allzu trägen Hühhcrstallwärme sich Ins Einzeihaftere, d. h. Klarere, d. h. Kältere sehnt. Der. Ostjude ist das Menschwesen, das aus der bis zu Schmerzen hochentwickelten Einzelhaftigkeit der Persönlichkeit sich in den-süßeren,, milderen, trägeren Binnensee-Flutverband des Volkes sehnt. Daßdiese beiden, verschieden gerichteten Sehnsüchte, einander zum Verwechseln ähneln, erklärt sich daraus, daß sie. diese Sehnsüchte, sich unbewußt vollziehen, aber eben diese unterirdischen Vollzüge modeln aufs entscheidendste die Seele, die typische Leiblichkeit und, wenn ich so sagen darf, die Klangfarbe der einzelnen Gestalt. Hier haben die Sehnsüchte in beiden Physiognomien das gemodelt, was ich das „ergreifend Unbestimmte“ nenne, und was diese beiden feindlichen Völker schier zu Geschwistern macht, das heißt zu Kindern der gleichen Mutter: des Fernenwehes, oder, kühnest gedeutet: der Messiassehnsucht. Der Ostjude als einzelner (ich sehe ihn vor mir, .meinen Freund, den jüdischen Gutsinspektor von Perjessnäja), dieser gescheite Mann wird meine Deutung mit einer seiner .unvergeßlichen humorvoll - spöttisch - gütig - bissig - schalkhaften i Geistbemerkungen, zur Kenntnis -nehmen. Aber er wird, denken: „Was redest du dir vor, und was willst du mir Vorreden. Ich weiß, daß nichts Unbewußtes in mir steckt.“ Aber dennoch wird etwas in seinem Antlitz sein, was er vielleicht Im eigenen Spiegelbilde nicht erkennen oder an--? erkennen würde, was aber mich, den Nichtjuden, * von Anbeginn so tief betroffen gemacht hat: es wird darinnen sein ein ewig nnschlichtbar scheinender, grenzenloser Zwiespalt zwischen dem heiter-liberalen Munde und den unsäglich traurigen, torheitssehnsüchtigen, törichten, guten Augen des Heimwehs. Man verstehe mich recht: in diesen Augen ist Tieraugen-Leuchten. Man übe es öfter, in die Augen von Tieren zu schauen. In ihnen ist das Rätselhafte des Gewordenseins und der Uneinzelhaftigkeit erkennbar. Vor Tieraugen wird man sagen: Kreatur, Kreatur!, aber man wird nicht das Tier allein benennen wollen, sondern sieb, den Herrenhaften, den Stolz-Einzelnen auch, demütig auf Knien: Kreatur, ich Kreatur! In den Augen der Ostjuden ist das Schmerzenslicht der Kreatur und ruht die Tiefe der Mission, die der Kreatur auferlegt wurde, als Würde und Leid und die es selber nicht kennt. Zuweilen erbebend ahnt? Solche Augen sind die eigentlich religösen Augen. Noch in den widerlich perfiden Gesichtern jüdischer Schweinehunde (ich brauche hier das verletzendste Wort), noch in ihnen habe ich solche Augen gesehen. So unausrottbar ist im Juden sein Ewiges, d. h. seine Kreatürlichkeit, sein Unbewußtes, das in fernstem Mutterboden wurzelt Im Ostjuden aber ist es diesem Ewigen leichter, lichtvoll das Auge zu erfüllen, als in den übrigen Juden, wo es den Weg durch eine Schicht fremder Kultur zu erzwingen hat. Meine mit dem Maule traditionshalber stramm antisemitischen Soldaten spürten — und wußten freilich nicht, warum —'eine große, sohnhafte Ehrfurcht vor den alten Judenmännern und Jndenweibern Rußlands, denn keiner konnte blind sein vor soviel Licht Einer sagte: „Wie aus der Bibel sind sie“ und schüttelte erstaunt den biederen Dickkopf. Ja. mit einem Male ist einfache natürlich» i; Liebe da. Plötzlich fühlt der Antisemit im russischen Judenhause: Zu Hause, zu Hausei als gehöre er selber dahinein. Sein Heimweh nach Deutschland wird unendlich: Deutschheit, Judenheit müssen also wohl seelisch einander nahegesellt sein? Also einander ähnlich? Nur ähnlich? Nein, brüderlich, brüderlich! Ach, wir sind weit davon, etwas so Schöne» schon in breiten Massen zu glauben. Auch dies Gefühl bleibt vorerst im Unbewußten, aber e» war da, ich habe es hundertmal in den Auge» gesehen, tyie preußisch harten Soldatenaugen wurden in russischen Bauernhäusern und in de» Buden jüdischer Mjestjeitschkas gleicherweise verwandelt, ich habe die Verwandlung gesehen, ich erkannte die Seelen besser, als die Seelen sich selber. Ich habe wahrhaft gesehen, daß harte und rohe Menschen in den Häusern der ärmsten und dreckigsten Juden zwar mit dem routinierten Großstadtmaul noch böse Landslaiechte waren; aber mit den Augen schon sprachen: Wir liebe» euch! Die Europäer mögen auf Rußland schauen, der Russe verbürgt die neue Menschheit. Der europäische Jude möge nach Rußland' schauen, der Ostjude verbürgt dem wandernde» Messias seinen gewissen Weg! Alle Menschen mögen auf Rußland schaue» und sich nicht beirren lassen durch das Zeitlich- Erschreckende; Ewiges ist dennoch nur dort z» sehen. Alle werden, wenn sie nach Rußland schauen, den Ostjuden sehen. Schaut ihm in di® Augen, bevor ihr Haß in euren Herzen züchten wollt. Nennet die Russen Brüder, sagt zu den alten Judenmännern Vater, und die feierlichen guten alten Judenfrauen nennt Mütter. Ein geheimnisvolles Volk ist der Ostlude. Lauschen wir auf sein Geheimnis, denn wir brauchen das Geheimnis in dieser Zeit! (Nene Jüdische Monatshefte.)

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