Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 13 (1919)
- Issue
- 48 (5.12.1919)
- Date
- 1919-12-05
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite i phezeiung so genau, eingetroffen ist der, Aufbau Palästinas auch nur in genauester Verwirklichung der prophetischen Leitsätze erfolgen würde. Dieses auszuführen beabsichtigte der zweite Teil. Er -behandelte die Frage irniter dem dreifachen Gesichtspunkt des Einwandenungstempos. des volkswirtschaftlichen .Systems und der politischen Regelung. Hinsichtlich .des Tempos bekannte sich Nossig zu jenen mäßigen. Zahlen, die anrh von der Leitung der Zionistischen Organisation. insbesondere von Ruppin. zugrundegeiegt werden. Was das volkswirtschaftliche System anlangt, so mußte natürlich ein Versuch, diese Frage als einen von drei Punkten einer Referathälfte zu behandeln, in den allgemeinsten Redewendungen stecken bleiben und es war nichts anderes zu . erfahren,, als daß der alte jüdische Geist der sozialen Gerechtigkeit in Palästina etwas Vorbildliches schaffen müsse. Die allzu oberflächliche, gleichmäßig nach allen Seiten hin Lob und Tadel verteilende Behandlung dieses grundlegenden Punktes war. um so bedauerlicher, als Nossig immer und immer wieder darauf hinwies, daß es nur auf die wirtschaftliche, nicht auf die politische Besitzergreifung ahkäme. Anscheinend glaubt er hier sein Hanptargument gegen den Zionismus verwurzelt — nur vergaß er leider hinzuzufügen, daß bisher leriigKrh der Mangel an politischen Rechten die wirtschaftliche Besitzergreifung unmöglich gemacht hat und daß der Zionismus die politischen Rechte .nicht als Selbstzweck, sondern eben als unerläßliche Voraussetzung gerade für jene von Nossig geforderte reale Kolonisationsarbeit erstrebt. deren bewährte Vorkämpfer beute in unserer Leitung sitzen. Die Unzulänglichkeit der Darstellung dieses Punktes mußte natürlich auf die Behandlung der politischen Frage rückwirken, und dieser Teil des Nossigschen Referates - erweckte daher am stärksten den Eindnxck mangeln-' der Vertrautheit und Durchdachtheit Ueber die Araberfrage, die schon zu mehr Kopfzerbrechen Anlaß gegeben hat wurde gesagt daß man sie friedlich lösen müsse und im übrigen wurde verfangt Palästina zu neutralisieren. Alles 'in allem enthielt das Referat nichts, worüber nicht der Leser.einer beliebigen zionistischen Zeitschrift schon längst informiert worden wäre, nur mit dem Unterschiede, daß es ihm an diesem Abend vorge- ..wurde mit der Prätention dessen, der alles iobiAi. besser gewußt hat und der nun r-nwi,tPTdinffs.\5onfibinen mußdaß alles, was taSdtoschlecht ist obwohl? doch nur dasselbe istwas auch er will. Ueber den. zweiten konnte ' Redaktionsschluß noch nicht affsfuhrheh berichtet werden. Er diente der Propaganda Sw wiederum einen neuen Weg zur Herstellung der i^jukschen Einheit Nachdem die deutsch-turkische Freund-, schaft in die Brüche gegangen sst hat die aut, ihr aufgebaute deutsch - israelitisch - osmaniKfae Umon jin4-4te- AJKO auch äußerlich iede Existenzberechtigung verloren. : Nossig -will also die Judenheit anscheinend mit-einem AJKO-Ersatz beglücken. Das Programm hat er schon gefunden: es heißt das „integrale“ Programm. Die neue Organisation wird zwargenau so scheitern wie die frühere und wie alle, die glauben, sich durch die Preisgabe der nationalen Idee die Mitwirkung der Assimüanten-Kreise erkaufen zu müssen. Doch die Hauptsache ist daß Nossig wieder ein Ding hat wo er die erste Flöte spielen kami: Bedauerlich bleibt nur, daß gerade eine nationaljüdische Vereinigung sich dazu hergibt. Schrittmacher und Herold eines Mannes zu sein (in gutem Glauben, wie angenommen werden muß, aber wohl offensichtlich ohne genaue Kenntnis der Geschichte des Zionismus), dessen stete Projektemacherei immer nur ■ von der nationalen Bewegung fort und me zu 'ihr hin geführt hat. Ztun amerikanischen' Delegiertentag. (Eine interessante Besprechung der „Zionist Review“.) : The Zionist Review, das offizielle Organ der English Zionist Federation, wirft in ihrer Nummer vom November dieses Jahres interessante Streiflichter auf das Ergebnis der Tagung in Chicago. Nachdem anfangs festgestellt wird, daß <fie Tagung äußerlich sicher einen großen Erfolg darstellt und eine eindrucksvolle Kundgebung der Stärke des Zionismus gegenüber dem Antizionismus war, wird auf der anderen Seite betont, daß weder , die gehaltenen Reden-noch die angenommenen Beschlüsse von besonderer Bedeutung sind.- Hervorgehoben wird der Standpunkt in der Einwanderungsfrage. Hier stehen die amerikanischen Zionisten auf einem extrem minimalistischen Standpunkt Sie wollen (insbesondere ist das der Standpunkt von Brandeis) überhaupt keine Einwanderung vor vollständiger Sanierung des Landes. Bemerkenswert war ohne Zweifel auch der -Beschluß wegen des amerikamscb-jüdisghep Kongresses. Hiezu schreibt „The Zionist Reyiefjgfrf Einer der bemerkenswertesten Beschlüße der Konvention war die einstimmige Annahme der von Stephen Wise vorgeschlagenen Resolution, daß der amerikanisch-jüdische Kongreß wieder einberufen werden solL Dieser Beschluß macht die Frage der Beziehungen zwischen Louis Marshall und Jakob Schiff zum Zionismus von neuem akut Ihre gemeinsame Arbeit mit Sokolow. Jndge Mack und anderen Zionisten in ' Paris und ihre'Unterstützung palästinensischer Institutionen hat es unzweifelhaft für sie leichter als früher gemacht die Brücke zu überschreiten und sich der Bewegung ahzuschließen. Dieser Schritt würde außerordentlich populär sein und würde in eindrucksvoller Weise zeigen, daß die Führerschaft im Zionismus in keiner Weise nur einer geschlossenen Gruppe zukommt. Es ist da noch eine andere Sache, die. mit der Frage der Persönlichkeiten zu tun hat und die so akut geworden' ist: daß sie .die ^Organisation and dfe Betätigung der Zionisten sowohl in Amerika, als auch -in Europa von Grund auf ändert Die Regierung betrachtet die Zionisten nicht nur als die Sprecher des jüdischen Volkes in Beziehung auf Palästina, sondern in Beziehung auf alle jüdischen Angelegenheiten. In den.Vereinigten Staaten ist die Organisation damit beschäftigt, eine ■ besondere Abteilung für 'europäische* Angelegenheiten zu .schaffen. Trotzdieser Tatsache und trotz ihrer Betätigung in dieser Richtung wurde die amerikanisch-zionistische Föderation wiederholt wegen ihres - geringen Interesses für diese Art von Problemen angegriffen: Die Zionisten sahen rieh gezwungen,, unter dem gleichzeitigen Druck der Regierungen und der Judenheit ihr Interesse Fragen zuzuwenden, die früher außerhalb des Rahmens der zionistischen Tätigkeit lagen. Die-Situation ist schwierig. Es muß ein Weg gezeigt werden, wie alle jüdischen Kräfte für die Lösung aller jüdischen Fragen mobil gemacht werden können. Die amerikanischen Zionisten sind nicht ängstlich darauf bedacht, die jüdische Führung in Amerika zumonopolisieren. Sie würden es Tim Gegenteil freudig begrüßen, wenn sie die Verantwortung bei der Lösung dieser Probleme mit anderen teilen würden. Der jüdische Kongreß könnte als die gemeinsame- Plattform dienen, mittels deren die zionistische Organisation und der einzelne Jude, der, ohne organisiert zu'sein, doch Zionist ist imstande wäre, gemeinsam unter Leitung eines „Kabinetts aller führenden Leute“ zu arbeiten. Sind doch viele derjenigen. . die am meisten in Amerika; für die Entwicklung Palästinas getan haben, nichtorganisierte Zionisten.“ Diese Darstellung des inneranierikanischen Problems ist auch für -unsere-Verhältnisse von großem Interesse. Es zeigt, wie das Galuthproblem auch in Amerika als brennend empfunden wird, daß von der Organisation in einem höheren Maße Arbeit in dieser Richtung verlangt wird und daß die- Bedeutung des ■ amerikanisch-jüdischen Kongresses sich nicht auf die Arbeit für Palästina beschränkt, sondern daß das Galuthproblem auch als Tätigkeitsgebiet des Kongresses betrachtet wird1. Bemerkenswert ist dann, was „Zionist Review“ über die auf der Tagung sich äußernde Opposition sagt Die Opposition ist in ziemlich scharfer Weise aufgetreten. Ihre Kritik richtete sich -gegen das Verschweigen der Pogromnachrichten und gegen;das mangelnde Interesse für die amerikanisch-jüdischen Legionäre im britischen Heer, die teilweise jetzt nach Amerika zurückkehren mußten. Man hatte gehofft daß die Legionäre in Palästina als wertvolle Elemente des Aufbaues verbleiben könnten. Kritik wurde auch laut über die Tätigkeit der Palästinakommission und endlich über die. Tatsache, daß seit Jahren dieselben Führer an der Spitze der amerikanischen Föderation stehen,, die bei .jeder Konvention wiedergewählt werden, -Zur Frage " der "zionistischen Welfkonferenz. Das Organ der zionistischen VöM:ssozialisten- Partei „Hapoel Hazair“ in Berlin; die „Arbeit“, nimmt im Leitartikel ihrer jüngsten Nummer zur Frage der Einberufung des zionistischen Weltkongresses Stellung. Daß der Kongreß gegenwärtig noch nicht zusammentreten kann, rieht. auch der Verfasser'dieses Artikels ein. Andererseits ist ihm völlig darin beizustimmen. daß das gegenwärtige E.AC. einer neuerlichen Verankerung in der durch den Krieg gewaltig angewachsenen zionistischen Massen dringend bedarf. Diesem Zwecke soll die Jahreskonferenz dienen, welche ' Mitte Jänner in Basel Zusammentritt. Eli es er Kaplan als .Wortführer der Hapoel Hazair und der Zeire Zion fo Paris hat nun auch hiergegen Einspruch erhöben, weil auch die Zusammensetzung der Jähreskonfereriz der neuen Situation nicht mehr gerecht werde. Statt dessen verlangt er, unter Hintansetzung der durch den Kongreß seinerzeit beschlossenen Statuten die Einberufung einer Konferenz., an welcher je 5 bis 10 Vertreter der Zentralkomitees der einzelnen Landsmannschaften teilzunehmen hätten. Wir können uns nicht recht vorstellen, was hierdurch geändert sein sollte, denn an der Jahreskonferenz nehmen ja ohnehin — außer den Mitgliedern des Aktionskomitees — die Delegierten der .einzelnen Landsmannschaften in begrenzter Anzahl (und eine größere Anzahl wird auch von Kaplan nicht gewünscht,) teil. Vorausgesetzt, daß in den einzelnen Landsmannschaften ein wirklich demokratischer; ein engerer Kontakt zwischen Leitung und Partei besteht, als es gegenwärtig zwischen dem E.AC. lind dem Volksganzen der Fall sein kann, w-ird die Jahreskonferenz'uns zweifellos um einen großen Schritt vorwärts bringen. Jakob Moser, Am 28. November 1919 vollendete Jakob Moser sein achtzigstes Lebensjahr. Jakob Möser, der lange Jahre, dem Großen Aktionskomitee und den leitenden Körperschaften unserer Banken und des Nationalfonds angebörte, ist einer der verdientesten Männer unserer Bewegung. Als treuer Freund Theodor Herzls stand er. ihm seit dem Beginn der zionistischen Arbeit zur '. Seite, besonders .hat er sich um das Zustandekommen der Expedition nach El-Arisch und Uganda verdient gemacht Mit inniger Liebe bängt er. an der Arbeit in Erez-Israel. Er kennt das Land aus eigener Anschauung und hat die Institutionen des aufblühenden jüdischen Palästina aus allen Kräften gefördert. Vor allem gilt sein Interesse, dem Hebräischen Gymnasium in Jaffa, für das er sich in großzügigster Weise zu jeder Zeit eingesetzt hat Der schöne Bau des Gymnasiums, der Schmuck von Tel-Awiw. ist ihm zu verdanken. Wir wünschen dem Jubilar, daß es ihm noch lange vergönnt sein möge, tätigen 'Anteil an dem Aufbau von Erez-Israel zu nehmen. Nr. 48 RUNDSCHAU * Zwangssonntagsruhe ln Polen. Der polnische Landtag hat das" Gesetz über den Achtstundentag, welches im Artikel 10.die Zwangssonn tagsru h e einführt in erster und zweiter .Lesungeinstimmig, nur gegen die Stimmen der elf jüdischnationalen Abgeordneten, beschlossen. Eta, Teil. der. polnischen sozialistischen Abgeordneten war geneigt den jüdischen-Forderungen nachzit- geben. Den Bemühungen des Abgeordneten Thon war es gelungen, auch die sehr starke polnische Volkspartei welche als Bauernpartei _. an den? ganzen Gesetz wenig interessiert ist und den,, jüdischen Abgeordneten für ihre Stellungnahme in der Agrarreformfrage zu Dank verpflichtet ist dafür zu gewinnen, für die jüdischen Zusatz- und Abänderungsanträge zu stimmen. Die Volkspartei; versprach dies unter einer Bedingung, nämlScifa daß auch die polnischen Sozialisten für die jüdi-, sehen Anträge stimmten. Da'fand sich unter den polnischen; Sozialisten ein Abgeordneter - i üdi-, scher Abstammung. Herr Perl, welcher, eine überaus eifrige Agitation dafür entfaltete.’daß sein Klub einstimmig gegen die jüdischen Anträge, stimmen solle. Und so geschah es auch. Die polnischen Sozialisten stimmten geschlossen dagegen. und damit war auch die Gunst der Volkspartei verloren. Sie konnte doch nicht iudenfreundjicher seid als die P. P. S. Herr Perl ließ es sich nicht nehmen,. im Plenum seine Gegnerschaft gegen die Juden zu. begründen. Seine Rede machte-auf die christlichen Abgeordneten einen ungeheuren Eindruck, und damit war das Los der jüdischen Anträge besiegelt In der Debatte sprachen die jüdischnationalen Abgeordneten Dr. Thon. Rabb. Halbem, Dr Schipper. Adv. Grünbaum und Hirschhorn.’ Während Rabbiner Haipern vom Standpunkte des religiösen Juden sprach, verteidigte Abg. Schipper: in seiner Rede die Interessen des jüdischen Pro- ■ letariats. Aber alles Bemühen war fruchtlos. Das ganze Haus stimmte gegen die Anträge der jüdischen Abgeordneten, Die dem Hause als nominierte jüdische Abgeordnete aus Ostgalizien an-; gehörenden Mitglieder des früheren österreichischen Reichsrates, die Herren Rauch, Löwenstein. Kolischer. Steinhaus. Diamand und Liebermai® waren zum Teil abwesend, zutn Teii stimmten sie für die Zwangssonntagsruhe. Zentralverein und Rattenschutz. Der „Zentralverein Deutscher Staatsbürgeijüdischen Glaubens“ dient der Bekämpfung des Antisemitismus. Wie bei allen Organisationen, d» . nur aus Gründen der Abwehr geschaffen wurden, wurde ihm die „Angst“ allmählich zum Berufe und um sich selbst seine Existenbereeliiigün weisen, tat es ihm : not. sich alltäglich einige „Siege“ zu konstruieren und! wären es auch nur- ■ Siege wie dje der sieben braven Schwaben-,,'Soverkündet die neueste Nümmer'äfö.yereinsOTgaijsi wiederum einen? solchen Sieg ■ünd.'ln'die Herzen der deutschen Judenheit dringt wie Balsam die. Nachricht, daß treue Wächter sich schützend vor alle ihre Gegner stellen. Was ist geschehen? Die Firma Stabsarzt Dr. Schulze. Verden, Creme G. m. b. H., hatte'seinerzeit. beim Patentamt das Waren-. Zeichen „Pogrom“ als Ungeziefermittel eintragen, lassen. Natürlich zogen die sieben aufrechten Heldlein des Zeiitralvereines sofort mit Rössen und Reisigen aus. diese ungeheure Katastrophe*, welche dem Judentum drohte, äbzüwenderi. In erster Instanz entschied nun die BeschwerdOabteilung des Reiichspätentamtes, daß die Klage ungerechtfertigt sei, da „Pogrom“ im Russischen ganz allgemein „Vernichtung, Verwüstung“ bedeute und keineswegs gerade mit Juden pogrom identifiziert werden könne. Natürlich legte der ■ Zentralverein schleunigst Berufung ein- 'undverwies nochmals darauf, daß es „in jüdischen Kreisen Aergemis erregen würde, wenn das Wort im Verkehr für ein Mittel zur Vertilgung von Ratten verwendet würde und damit eine k rän-' kende Gleichstellung des Vernichtungskrieges gegen die Juden mit einem Ausrottungsmittel für Ungeziefer erfolge“. Da hatte endlich der Richter ein Einsehen, er erkannte, daß der Zentralverein, da er die Gleichstellung empfand, rieh' über diese kränken müsse, und veranlaßte die Löschung der Bezeichnung. Der Zenfralverein darf eine Siegesfeier anstimmen — es ist ihm wahrhaftig gelungen, die Ratten vor dem Pogrom zu schützen; ob es ihm bei den Juden auch ge-; fingen wird? 6 Zionismus und Konfektion. Der Erfolg den . zionistischen Bewegung in den Vereinigten Staaten : verursachte große Beunruhigung in den Konfektionsindustrien. deren Arbeiter größtenteils ednge- ■ wanderte Juden sind, die der Bewegung mit En-;. thusiasmus angeboren. Die „Zionist Society“ beabsichtigt eine Musterkolonie von 100.000 Jude« in Palästina anzuriedeln. die zum großen .Teil au»; den Vereinigten Staaten kommen würden. Man rechnet, daß zirka 8000 Arbeiter des Schneidergewerbes auswandern werden. Nachdem die Arbeitefzahi in diesen Industrien seit dem Kriege infolge des Einwanderungsverbotes schon ungenügend ist und viele Arbeiter im die Fabriken der Kriegsindustrie abgewandert sind, so muß ma*. bei der äußerst wahrscheinlichen Realisierung dieser Eventualität, sich auf eine scharfe Kris* gefaßt machen. Um dieser Situation möglichst abzuhelfen. werden gegenwärtig große Anstrengungen gemacht, um 'die ausländischen Arbeiter efc "amerikanisieren und ihre Lebenslage zu verbessern. Es werden ebenfalls professionell» Schulen gegründet, um wirkliche Amerikaner te den Handwerken auszubilden, die bisher vom Juden polnischen oder rumänischen Ursprungs. < ebenso wie von Griechen. Italienern und Südslawen ausgeübt wurdien, die jetzt in Massen nadft ihrem Heimatlaude zurückströmen. Alle dies*' Mittel jedoch werden keine nennenswerten Re- . sulfate vor einer" gewissen Zeit bringen und dt*