Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 13 (1919)
- Issue
- 48 (5.12.1919)
- Date
- 1919-12-05
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Krise ist Jetzt eminent Das deutlichste Resultat wird, zweifelsohne eine Verminderung der Produktion und ein neues Steigen der Löhne sein. Um die amerikanische Einwanderung. Ein Gesetzentwurf. der jede Einwanderung nach den Vereinigten Staaten für däe Zeit von zwei Jahren aufhebesi will, ist vom Kongreßmitglied Johnson aus Washington eingebracht worden. Diese Maßnahme Wird vonder amerikanischen Arbeiterfödteration Unterstützt welche seit vielen Jahren die Einschränkung der Einwanderung als einen wesentlichen Punkt in ihrem Programm vorgesehen kitte. Die republikanische Partei unterstützt die von Johnson vorgeschlagenen Maßnahmen, welche auch die Zustimmung vieler demokratisch er Partei- «nähmer habet Ein anderer Vorschlag, die Hanson Immigration Bill, wird jetzt diskutiert. Gegenstand dieses Vorschlages ist die Einwanderung aus irgendeinem Lande auf fünf Prozent der schon von di&em Lande in den Vereinigten Staaten wohnenden Bevölkerung zu begrenzen. Sie schlägt vor. daß Repräsentanten der amerikanischen Ernwantlemngsb ehörden in allen fremden Ländern stationiert werden sollen, um über die Zahl, die Erziehung und den Charakter jedes Einwanderers zu entscheiden, so daß er bei seiner Einwanderung in Amerika dem Distrikt zugewiesen werden kann, wo seine Vorbildung und sein Beruf am meisten nottut. Inzwischen hat Präsident Wilson dem Kongreß vorgescMagen. daß das System des Reisenasses für .ein Jahr mach Friedensschluß ausgedehnt werden soll. Das System des Reisepasses ist eine Methode, um „Unerwünschte“ vom Lande fermzuhalten. Die Art seiner Durchsetzung hängt von seiner Interpretation durch die offizielle Regierung ab. Diese Maßnahme verhindert däe Angehörigem der naturalisierten Bürger oder auch die weht naturalisierten Bewohner nicht an der Einwanderung in das Land. Jedermann. der glaubwürdige Leute in den Vereinigten Staaten finden kann, um seinen Charakter zu bezeugen und zu garantieren, daß er nicht dem Staat zur Last fallen wird, kann die Erlaubnis erhalten. einzuwandenr. Es ist zu hoffe». daß die Annahme dieser Empfehlung die Durchführung einer beschränkenden Gesetzgebung verhindern wird. * Die Juden ln Damaskus. Es gibt ungefähr 3000 jüdische Familien in Damaskus. Die Zahl der jüdischen Kinder, die-der Erziehung bedürfe», ist zirka 3800. Von ihnen besuchen 1800 verschiedene Schulen. 1500 hebräische. 500 die Schulen der Alliance. Die übrigen treiben sich in dem Straßen herum und sind gänzlich verkommen. Was noch schlimmer ist. viele der jüdischen Waisenkinder werden in nichtiüdischen Waisenhäusern erzogen. Ungefähr die Hälfte der jüdischen Einwohner von Damaskus sind Handelsleute; ein großer Teil der Einwohner sind in verschiedenen .Handwerken tätig, besonders in 'der Weberei und als Kupferschmiede,' '.Im allgemeinen haben-die-Juden ein schweres Leben. 300 von ihnen sind Bettler, die von Haus zu Haus gehen. Auch leiden die Juden sehr unter dem Mangel an häuslicher Beauemlichkeit und leben ln überfüllten Räumen, wodurch die Schwindsucht sehr verbreitet ist besonders unter den Kindern. Die große Armut hat zu einer Zunahme der Unsittlichkeit geführt Im ganzen ist die Lebenshaltung der Juden, sowohl die moralische wie däe materielle, sehr schlecht im Vergleich zu der ihrer christlichen und mohammedanischen Nachbarn. Der hebräische Klub m Damaskus hat beschlossein, eine besondere hebräische Klasse für jüdische Mädchen zu eröffnen, welche die Allianceschulem besuchen. ' ZiliBärz)liftesD.ZalDtidiafsdie^flfelier Wien II., Leopoldsgasse „23 Amerikanische Kronen und Brücken. Im Monde lestsltzend. Schmerzloses Zahnziehen. Plomben aller Art Zähne und Gebisse. Mäßige Preise. Kulante Zahlungsbedingungen! Literatur Dr.L.Weinborg; „Das Jfldische Palästina"1 Die soeben im Verlag «Jüdische Rundschau“ erschienene Schrift gib*, von der englischen Deklaration vom 2. November 1917 ausgehend ein Bild von den politischen Zielen des Zionismus, wie sie durch die umwälzenden Ereignisse dieser Zeit Gestalt gewonnen haben und durch die Arbeit finden Aufbau des jüdischen Palästina in die Wirklichkeit sich umzusetzen beginnen. Die Bedeutung der jüdischen Arbeit der letzten 30 Jahre in Palästina wird in das rechte Licht gerüclct und die Entwicklung der palästinensischen Verhältnisse in der Kriegsperiode, besonders nach der englischen Besetzung. zum Ausgangspunkt genommen für eine Darlegung der großen Möglichkeiten und: der daraus sich ergebenden Aufgaben in wirtschaftlicher. sozialer und kultureller. Beziehung, die in absehbarer Zeit zu einem starken jüdischen Volks- Zentrum führen müssen. Die Schrift orientiert über die großen Probleme. die durch den bevorstehenden Aufbau des Landes aktuell geworden sind. Probleme, die das Land stellt und die durch die Besonderheit des künftigen Menschenmaterials aufgeworfen werden und weist auf die besonderen Lösungen, die aus der Zusammenstinrmung von Volk und Land sich ergeben, hin. Hervorgehoben seien in dieser Hinsicht die Abschnitte über die palästinensische Landwirtschaft und über die Rolle, die voraussichtlich die intensive Gartenwirtschaft in der Entwicklung des jüdischen Palästina spielen wird, wobei die besondere Bedeutung berührt wird die dem Gartenbau für die Schaffung eurer gesunden Verbindung städtischen Lebens mit ländlicher Betätigung zukommt. In dem Abschnitt über den kulturellen Aufbau wird die. Tätigkeit des neuen nationalen Unterrichtsausschusses (Waad hachinuch) als eines Wahrzeichen für die kommende Entwicklung herausgehoben und auf die Vorarbeiten aufmerksam gemacht die der Schaffung der jüdischen Universität in Jerusalem gewidmet sind. Vereinsnadiriditen Hechaluz. Die Versammlung findet Sonntag, den 7. Dezember, 3 Uhr nachmittags, II.. Zirkusgasse 33. statt. Die zionistischen Mittelschülerverbindungen. Vor mehreren Wochen hat Dr. Felix Mandel im Aufträge des zionistischen Landeskomitees den Versuch gemacht auf die Wiener zionistischen Mittelschülerverbindungen, deren Anzahl gegenwärtig zehn beträgt im Sinne des Landeskomitees Einfluß zu nehmen. Nach vorläufigen Verhandlungen, die durch die größte Bereitwilligkeit aller zehn Verbindungen wesentlich gefördert wurden, wurde eine Vollversammlung aller Angehörigen der Verbindungen einberufen, in der Dr. Mandel über „Zweck und Ziel einer zionistischen Jugend- und Mittelschülerbewegung in Wien“ gesprochen hat Da hiebei eine vollständige Uebereinstimmung zu verzeichnen war. ergab sich ein engerer Zusammenschluß aller zionistischen Mittelschülerverbindungen in Wien von selbst mit dem Ziele, gemeinsame Erziehungsarbeit zu leisten, insbesondere gemeinsam hebräisch zu lernen. Zum Vorsitzenden des gemeinsamen Präsidiums wurde Herr Sendrowicz (Mässadah). zum Leiter der Hebräischkurse Herr Ehrenkranz (Hosmonäa) gewählt. Ida Dicker — Aba Dip er Delatyn VERLOBTE Wim, im November 1919. Wer sich über das Wesen der jüdischnationalen Bewegung informieren will, lese die Broschüre Der jüdische Hationalismus von Big. lotet Stricte Preis K 2.50. — Zu beziehen durch die Administration der „Wiener Morgenzeitung“, Wien II., Taborstraße 1 bis 3 Nur gegen Voreinsendung des Betrages» gegen Nachnahme wird nicht« versendet. — MOSES RATH’S Lehrbücher her hebr. Sprache ijaj? rar Derzeit vergriffen! Neue Auflage erscheint am 15. November Preis K 25.— 1m bestellt« Sei Moses Rath, Wien I., Postg. u ud la ales BacUmadhmges, ▼TTrrTTTvyTTTrrTTTTTTrrTrrrrrTTT Unter Leitung des L. K. finden nun aBwöchentlich am Sonntag vormittags gemeinsame Zusammenkünfte und Vorträge im. Vortragssaale des jüdischen Hochscbulausschusses. IX.. Alser--. straße 28. sflatt. Bisher haben außer Dr. Mandel Herr Dr. Emil Stein und Herr Jakob Weiner vom zionistischen Landeskomitee über „Zionistische und Palästina-Fragen“ gesprochen. Die Vorträge erfreuten sich der regsten Beteiligung, indem last alle Angehörigen der zionistischen Mittelschülerverbindungen erschienen. Eine weitere gemeinsame Arbeit wurde in der Anlegung eines Katasters der zionistischen MittelschiÜerverbindungen erkannt - und diese Arbeit bereits begonnen. Hoffentlich gelingt es, die auch, jetzt schon nicht unbeträchtliche Zahl der Mitglieder der zionistischen Mittelschülerverbindungen noch weiter zu vermehren und so den Kreis der Mittelschüler. die im Begriffe stehen, ernste zionistische Arbeiten zu leisten, noch weiter zu vermehren. Jüdischer HochschniausschuS. Während des Studententages am 8. und 9. d. M. bleiben die Lokalitäten des Hochschulausschusses geschlossen. Es entfallen daher für diese Tage sämtliche Kurse. Seminare, Amtsstunden und dergleichen. Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler. DL. Türkenstraße 9. Samstag, den 6. d. M.. präzise 6 Uhr abends spricht im Veremstokate Dr, Th. Reik über „Der Dichter Richard Beer- Hoffmaim“. Gäste willkommen. Ankündigungen Mitteilungen des Paläsflnaamtes. Die technische StudlenxruDoe des Palästina- Amtes beabsichtigt demnächst einen Kars zur Heranbildung von Chauffeuren und Motorboot! ühreirn für Palästina-Interessenten ins Leben zu rufen. Diejenigen; weiche sich dafür interessieren, werden ersucht, sich rechtzeitig beim technischen Referat des Palästina- Amtes. II., Zirkusgasse 33, zu melden.'da nur eine beschränkte Zahl von Teilnehmern aufgenommen wird. Dichtung des Ostens. Urner diesem Titel veranstaltet die Künstlerveremigung „Der Bücherkasten“ einen Vortragsabend, an dem Mirjam Schnabel Dichtungen des Ostens sprechen wird. Besonders interessant ist der jüdische Teil des Programms, der neben Psalmen, einem Kapitel aus Jeremias, althebräischen Erzählungen, auch einige im Deutschen noch unbekannte kabalistfsche Hymnen in der Uebertragung von Meir Wiener enthält. Außerdem Dichtungen aus dem Chinesischen und aus dem Indischen. Der Abend findet am 6. Dezember um 6 Uhr im Stock-iro- Eisen-Saal 1., Kämtnerstraße 4. statt. Wenige restliche Karten sind in der Buchhandlung Löwit. Rotenturmstraße. im Hochschulausschuß, Alserstraße 28, und im „Bücherkasten“. I„ Kämtnerstraße 4, erhältlich. Sozialismus und Mosaismus. Vortrag von Dr. Alfred Nossig. Sonntag, den 7. Dezember, halb 11 Uhr vormittags, im Wiener Komödienhaus. IX.. Nußdorferstraße. JÜDISCHER SCHULVERE1H IN WIEN, Sonntag, den 7. Dezember 1919 im Mittleren Konzerthaussaale Werbe - Versammlung Sprechen werden: Hr. Oberrab. Dr. H. P. Chajes über die Frage: Was will die jüdische Schale und Herr Professor Dr. V. Kellner über jüdische Erziehung Beginn 10 Uhr vormittag. onBon vroa rvoa mm mennn hx, nnnpn -ne1? '■cd cncas •awp -crDTc-D .naiön «rncö *rvmapr? .bvr\ nsoj nrnKi omo di» ,nmn rrn map« t~ * S D-nswt 'xbi o$b nprfl'iwa : TIN*? 1K2T *131277 -OT. No. 2 nueron ppn .-tena nman ■natfm naorNo. l § "TI m'm trag .rf'xm w ♦ortrb rrraa npwbstt .no'ewn nnbrtf ma mol br? 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