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Jüdische Zeitung · 1919-10-08 · 41 (8.10.1919) · p. Seite 3

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
13 (1919)
Issue
41 (8.10.1919)
Date
1919-10-08
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 41 JÜDISCHE 2E1TUMQ Seite 5 Jugend, Religion, Freiheit Die heutige Zeit ist mehr denn irgend eine geeignet, die stets - latente Krise der jüdischen Jugend akut werden zu lassen. Bei Kriegsausbruch begann die Jugend zum ersten Male unmittelbar zu empfinden, daß das menschliche Leben von Kräften beherrscht wird, die sich nicht durch begriffliche Einreihung abwehren lassen; und vollends die Revolution .gog jeden jungen Menschen aus seiner Isolierung, zeigte ihm in einem momentweisen Aufblitzen die ganze Fülle des menschheitlichen Problems; weckte in ihm die Lust an der Umgestaltung des ganzen Lebens, der Gesellschaft der Menschen, der jeden angehenden Einrichtungen; er vermochte seine Tätigkeit nicht mehr einzuschränken auf Gebiete und auf Gruppen; das Verlangen nach Totalität riß ihn fort. Damals kam auch über die zionistische Jugend eine Erschütterung, die nicht zu sehen nur bewußte Selbsttäuschung oder Verblendung vermag. Die jüdische Jugend steht seit Jahren im Banne der zionistischen Idee; der Zionismus ist ihr die Wiedergeburt des Volkes, als deren Schrittmacher sie sich fühlt; aber er hat ihr bisher nicht gehalten, was sie von ihm erwartete. Er blieb politische Bewegung, organisatorisch-technische Betätigung, aber er war nicht Wiedergeburt zum Leben: und auch die kulturelle Erziehung, die Beschäftigung mit Sprache und Literatur des Volkes, wurde mehr zu trockener Wissenschaft als zu seelenvoller Erfüllung. Als der Sturm der Revolution kam, fühlte die Jugend die Berührung lebendigen Werdens, schöpferischer Möglichkeit Sie sucht eine Synthese ihres zionistischen Bewußt- . seiris mit dem Gehalt sozialer Probfeme, die sich vor. ihr aufgetan haben. Mehr aus unbestimmtem . Suchen denn aus klarem Zielbewußtsein hat ein großer Teil der Jugend sich sozialistischen Parteien angeschlossen. Es wurde eine Entwicklung deutlich, die unlängst in einer Sitzung der Führer der Jugendorganisationen in Berlin in dem Bekenntnis zum Ausdruck kam, daß der Zionismus die Jugend nicht mehr auszufüllen imstande sei. Das muß jeden Zionisten bedenklich stimmen; mit Schelten und Drohen ist da nichts zu machen, vielmehr ist zu untersuchen, wie diese Stimmung entstehen konnte. . Der Zionismus hat in seiner empirischen Erscheinungsform als Partei nicht gehalten, was in seiner Idee gelegen war. Er hat sich auf ein bestimmtes Gebiet festgelegt, hat eine feste Dogmatik ausgebildet, und hat die jungen Menschen, ' die zu ihm kamen, in die Fesseln dieser Starrheit pressen wollen. Jugend aber widerstrebt der Starrheit, oder wird kraftlos, wenn sie sich ihr ergibt. Ihre Sache war es, den Zionismus wieder zur lebendigen Idee zu machen, indem sie die erkannte Wahrheit und den erstrebten Reichtum nationaler-Entfaltungmitder ihr eingeborenen Kraft erfüllte. Denn Zionismus ist nicht nur Befreiung des Volkes, sondern innerhalb des Volkes Befreiung des Individuums aus der Erstarrung und der Trägheit mechanischer Bindung zur organischen, lebenerfüllten, weltverbundenen VoII- Existenz. Das ist der Gegensatz von Galuth und Zion, Trägheit und Freiheit. Freiheit.aber ist Gottes Gesetz, im Menschen waltend. Darüber kann nicht hinwegtäuschen, daß der Zionismus offiziell erklärte, Religion sei Privatsache; denn die zionistische Partei kann zwar versuchen, Kulturkämpfe auszuschalten und dies ist auch Herzls Genie gelungen, als es darum ging, die Organisation zu schaffen; aber die Wiedergeburt’ des Volkes ist ohne Religion nicht denkbar, denn nur Religion ist Wiedergeburt des Menschen, nur sie Ist Freiheit. Um dies zu bejahen, ist es freilich nötig, den Begriff _der Religion loszulösen von all dem Einengenden, das ihm heute im Sprachgebrauch anhaftet. Religion ist nicht eine Summe von Glaubenssätzen und Vorschriften; sie ist das Wirken des Absoluten am Menschengeist. Martin B u b e r, der unsere Generation erst wieder zum wahren Verständnis geistigen Geschehens emporgezogen hat, veröffentlicht jetzt eine Rede, die in die geheimen, geahnten Zusammenhänge hineinleuchtet und die Bedeutung von Jugend, Religion, und Volkstum für einander bewußt macht*), damit deutlicher uns vor Augen stellend, was wir verabsäumt und vergessen haben, als wortreiche Reformpläne es tun könnten. Jugend, die Zeit der Alloffenheit, ist jene Periode des Lebens, in der jeden Menschen, wenn auch noch so kurz, noch so dämmerhaft, das Absolute anrührt, das Unendliche sich ihm zuneigt, das All sich auftut. Die meisten aber weichen der Berührung aus, sie halten nicht stand, sie begeben sich freiwillig in Sklaverei und unterwerfen sich der Bedingtheit „Bedingtheit“ bedeutet aber nicht die Dinge der Welt, wie polemisierender Unverstand vorspiegeln wollte, andern die zerfallenden, ihres Sinnes beraubten Dinge. Den Dingen der Welt wird nicht entiremdet, wer dem Absoluten oifen bleibt; vielmehr wird nur er ihrem .Wesen zutiefst verbunden, nur er wird ihnen im Leben wahrhaft gerecht. Darum ist die Not dieser- Stunde, der Jugend zu zeigen, daß jeder Mensch fähig und berufen ist Gefäß der; Offenbarung zu sein, nicht etwa von ihr zu fordern, daß sie ein fertiges Gebäude von Lehrsätzen und Geboten als Offenbarung übernehme. Denn nur solcher Art kann das verschüttete Leben in ihr sieh wieder regen. Gilt dies von jedem jungen Menschen, so gilt es vor allem von der jüdischen Jugend, die in dem Prozeß der Wiedergeburt des Volkes steht Denn Religion kann nicht Wirklichkeit werden ohne die Verknüpfung mit altem nationalem Erbgut, ohne Beschwörung der uralten Kräfte, die den Geisteskampf des Volkes seit Jahrhunderten bewegt haben und in jeder Seele aufbewahrt sind. Denn für den isolierten, losgelösten Menschen droht eine Gefahr, die schlimmer ist als das Ausweichen vor dem Absoluten: nämlich die scheinbare Ergreifung, die literarische Verdünnung zum „Erlebnis“, die Auflösung in eine „Stimmung“, die Gegenstand des Genusses ist. Diese Gefahr ist heute besonders mächtig; die Literatur wimmelt heute von Gottschwätzem aller Art und es ist ein trauriges Verhängnis, wenn es auch bei uns Leute gibt, die nicht zu unterscheiden vermögen zwischen dem Sinn Buberischer Worte und ihrem erschwindelten Gegenteil. Aber um dieser Verirrung zu entgehen, weist Buber den einzigen Weg: die Verbindung mit der lebendigen Volksgemeinschaft. Hier ist die tiefste Begründung des Nationalismus. die jemals gegeben wurde. Der junge Mensch muß national sein, nicht um eines Prograinmes willen und nicht um mit Machtgelüsten zu spielen und Gegensätze zu anderen Menschen aufzüreißen, sondern weil ihm nur aus dar Volksverbundenheit die Kraft erwachsen kann, wirklich und echt die Antwort auf die Berührung des Geistes zu finden, in schöpferischer Schau, ihr standzuhalten und den Keim neuen Lebens zu befruchten. Dreifach ist die lebendige Volksgemeinschaft dem jugendlichen Menschen gegenwärtig: vor ihm, als das Werk des Volkes in Schrifttum und Geschichte, um ihn als die lebendige Volksmasse, in ihm als das Erbe seiner Ahnen und das innere Gedächtnis seiner persönlichen Vorgeschichte. Im Judentum ist gar kein anderer Anschluß möglich als der an das religiöse Leben des Volkes, einmal wegen der Autonomie des jüdischen religiösen Lebens,. das stets nur von eigenen Kräften des Volkes gespeist wurde, dann aber auch, weil gerade im Judentum kein anderes *) Cheruth, Eine Rede über Jugend und Religion. Von Martin Buber. R. Löwit, Verlag, Wien-Berlin 1919. K 2.50. Gebiet schöpferischen Volkslebens übrig bleibt. Zwar wurde seit Beginn der nationalen Bewegung immer wieder die Notwendigkeit ausgesprochen, das Volksleben von der daraui lastenden Uebermacht der Religion zu befreien; aber man darf nicht übersehen, daß diese hemmende Wirkung nur im Galuth auftreten mußte, wo die eigentlich produktiven Kräite gehemmt waren und man sich auf den Ausbau der Verbote beschränkte und die wahre Aufgabe vernachläßigte; die Antwort des ganzen Menschen an das Sein, sohin die Herstellung der Einheit zwischen Geist und Welt, die im Galuthleben verhängnisvoll, gespalten sind. Eine solche Galutherscheinung ist auch die Intellektualisierung unserer Jugend, die Hypertrophie des aus dem Zusammenhang des organischen Lebens gebrochenen, parasitär gewordenen Intellekts. Dies ist eine Eigentümlichkeit der ganzen europäischen Jugend, aber bei keinem Volke ist dieser Vorgang, und seine Folgen, Vereinsamung und Gemeinschaftssehnsucht, so vorgeschritten wie bei unserem. Wenn unsere Jugend aus solcher Sehnsucht zur nationalen Gemeinschaft kommt, so muß sie endlich wissen, daß die Volksgemeinschaft sich ihr nur dann verschließt, wenn sie mehr zu tun bereit ist als nationale Phrasen und oberflächliche 'ästhetische Spielerei mit nationaler Literatur; sondern es gilt für sie das Sich-Einstellen in den ganzen religiös-kämpferischen,, religiös-schöpferischen Prozeß der Volksentwicklung, damit sie das Panier der Erneuerung in Wort und Leben in die Zukunft zu tragen vermag. Buber weist jedoch jene zwei Wege zurück, die sich für den Anschluß an das religiöse Werk des Volkes anbieten: Die Unterwerfung unter eine Lehre — wie es die modernen liberalen Religionsphilosophen fordern —, und die Unterwerfung unter das Gesetz wie es die Orthodoxen fordern. Die religiöse Wahrheit ist kein philosophischer Satz und sie ist auch kein vom Erleben der Seele abgelöstes Gehorsamsgebot. Mit überwältigender Ueberzeugungskraft wendet sich Buber gegen diese Auffassungen, die etwas Fertiges und Geschlossenes dem Leben aufstülpen wollen. Das worum es geht, ist „der Anschluß an die Urkräfte, die lebendigen, religiösen Kräfte, die sich in dem ganzen Bestände der jüdischen Religion, an Lehre und Gesetz, wirkend kundgeben, aber an Lehre und Gesetz nicht zulänglichen Ausdruck gewannen ... Es sind die ewigen Kräfte, die nicht dulden, daß das Verhältnis zum Absoluten je ganz zu Geglaubtem und Gesolltem gerinne, die von der Summe von Glaubenssätzen und Vorschriften immer wieder an die Freiheit in Gott appellieren.“ Gottes Schrift, eingegraben auf den Tafeln — lies nicht charuth: eingraben, sondern cheruth: Freiheit. Dieser Spruch ist der Rede vorangesetzt. Aus der freien Tat der Jugend können Gottes Urtafeln. die zerbrochen sind, wieder hergestellt werden. Das Mitleben des Geistesprozesses, das der Anschluß an die Urkräfte ist. bedarf ehrfürchtiger und unbefangener Erkenntnis unseres Schrifttums. vor allem der Bibel: Erkenntnis der umgebenden Volksmasse: und endlich, aus den hier gewonnenen Erfahrungen heraus. Erkenntnis der eigenen Seele. Wenn das Schaffen auf dem heutigen Boden der alten Heimat beginnt, wenn durch gemeinsames Werk und gemeinsames Opfer die Gemeinschaft der nach Zion Strebenden entsteht dann, haben wir den Anschluß an den großen Weg des Judentums vollzogen. Die Jugend, die dies vermocht hat, hat ihre Freiheit gewonnen. Hier sind die tiefsten Worte an die jüdische Jugend gerichtet die sie bisher vernommen hat. Diese Rede müßte eine entscheidende Wirkung haben: denn wahrhaftig, zu keiner Zeit war die jüdische Jugend so unbefriedigt, so ausspähend, so empfänglich wie in dieser Zeit des Weltchaos, des Ueberganges. der Krisis. Es wird sich zeigen, ob ihre Sehnsucht ehrlich und stark genug ist, nm ihr Literatur Ein Weg zum Talmud Dr. Chajira Czernowitz. Kizzur ha-talmud, I. Band. Lausanne 1919. — 39 u. 312 S. — 15 Fr. Noch nicht lange ist es her, daß das nationalisierte Westjudentum tastend den Weg zur Bibel zurückzusuchen begonnen hat, noch haben wir die Bibel auch nicht ahnungsweise bewältigt, so ist uns schon klar geworden: der Weg zur Kenntnis des Judentums führt nur über den Talmud. Eine zeitlang hatten wir geglaubt, eine Brücke zur jüdischen Antike schlagen zu können, die spätere Geistesentwicklung, -die «schon den bittem Geschmack der Galuth hatte, überspringen zu können; aber bald haben wir eingesehen, daß weder das Wesen des Judentums, noch die Eigenart der hebräischen .Sprache und ihrer Entwicklung begriffen wenden kann ohne Bekanntschaft mit dem Ungeheuern, tausendjährigen Geisteswerk des Talmud. Diese Erkenntnis war schmerzlich; denn war uns schon die Bibel ferngerückt durch die Schuld unserer Väter, so war tms der Talmud vollends ein verschlossener Garten, ein fremdartiges, unentwirrbares Gebilde, vor dem wir resigniert und ratlos stehen blieben. Der Talmud war unsem Ahnen die Quelle des Lebens, in ihm forschten sie, um ihr Leben nach seinen Lehren zu formen. Für uns, deren Leben aus ganz anderen Grundstoffen gespeist wird und auf anderen geistigen Voraussetzungen ruht, hat er die praktische Bedeutung eingebüßt, aber er ist ein unentbehrliches Element unserer jüdischen Bildung. Wohl wird noch eine Generation in Unwissenheit Vorbeigehen müssen, ehe unsere Gei- . stesschätze wieder unser lebendiger Besitz werden, unter anderen Aspekten als früheren Generationen; aber wir müssen doch bewußt unsere Bildung auf den erwählten Weg einstellen. Das Buch von Czernowitz scheint mir ein überaus gelungener und! wertvoller Führer auf diesem Weg. Der Verfasser ist sich der Eigentümlichkeit seiner Aufgabe, unter den geänderten Verhältnissen den Talmud dem entfremdeten, gebildeten Juden wieder nahe zu bringen, wohl bewußt Er weiß, daß wir heute nicht mehr so viel Zeit für das Studium aufbringen wie frühere Geschlechter, daß unsere Zeit kaum für die Bibel ausreicht; darum will er uns den Talmud sopräpariert darbieten, > daß wir uns unschwer darin zurechtfinden. Sein Buch ist, trotz dem Titel, keine eigentliche „Kürzung“ des Talmud; nicht Wesentliches ist gestrichen, nur die Anordnung ist geändert, Wiederholungen ausgemärzh in möglichster Beschränkung auf das Wesentliche soll die größte Wirkung in kurzer Zeit erzielt werden. Die „Kürzung“ ist eine Frucht jahrelanger pädagogischer Erfahrungen. Da das Buch sowohl iür Erwachsene als auch für Kinder bestimmt ist (obwohl im modernisierten Schulbetrieb der Talmud wohl erst auf der höheren Stufe der Jugend vermittelt werden dürfte), sind mehrere Stellen ad usuir delphini gestrichen. Aber auch aus systematischen Gründen wurden Streichungen vorgenommen, zur Erhöhung der Uebersichtlichkeit; so z. B. wurden nicht zur Sache gehörige Einschiebungen, die nur aus Gründen äußerer Assoziation an ihrer Stelle stehen, weggelässen, ebenso Stellen, die den Zusammenhang empfindlich stören und das Verständnis erschwerea Mancherorts wurden Umstellungen vorgenommen, besonders bei den eingesprengten aggadischen Teilen. Der Text ist im Druck gut angeordnet und die Interpunktion erleichtert das Lesen. Die Hauptarbeit des Autors ist der Kommentar. Er schließt sich im allgemeinen an Raschi an, doch weiß der Autor, daß Raschi weder für die Bedürfnisse unserer Zeit zulänglich, noch für Anfänger ausreichend ist. Sein Kommentar geht daher viel weiter. Er erstreckt sich auf schwer verständliche Worte und Ausdrücke, ebenso wie auf Erklärung des Sinnes, Darstellung von Realien, in weitgehender Voraussetzungslosigkeit, die dem ganz ungeschulten Leser besonders wohltut. Man fühlt; daß der Verfasser nicht mir ans dem reichen Born talmudscher Gelehrsamkeit schöpft, sondern auch in moderner Wissenschaft und deren Methoden zuhause ist. In dem vorliegenden ersten Band sind zunächst die Traktate Berachoth, Roseh haschanah und Joma vereinigt. Jedem Traktat geht eine umfangreiche reifefonsphilosophische und historische Einleitung voraus, die vortrefflich in den Gegenstand einführt und eine Fülle gedanklichen Materials liefert, auf dessen Diskussion im Rahmen dieser kurzen Anzeige nicht eingegangen werden kann. Doch soll auch hier bemerkt werden, daß die Anschauungen des Verfassers keineswegs freierer Auffassung verständnislos gegenüberstehen. Auch die einzelnen Kapitel der Texte haben Ueberschriften und kurze, schlagwortartige Inhaltsangaben an der Spitze, so daß man sich leicht zurechtfindet. Das Buch wird zweifellos zur Verbreitung der Kenntnis des Talmud sehr viel beitragen und ist ein dankenswertes Unternehmen. Der Wiener muß nur bedauern, daß es in Lausanne erschienen ist und daher der Preis von 15 Francs für den Band für unsereinen nahezu unerschwinglich ist, Robert W e 11 s c h. Otto Weininger. Taschenbuch und Briefe an einen Freund. Herausgegeben von Airtur Gerber, Leipzig und Wien 1919, E. P. Tal & Co. In dtem schmalen Büchlein sind Dokumente aus Otto Weiningers Leben zusammengetragen, sein Taschenbuch und Briefe, flüchtige Notizen, die der Herausgeber nur mit Mühe entziffern konnte. Aber auch diese Gedanken sind wert-

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