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Jüdische Zeitung · 1919-10-03 · 40 (3.10.1919) · p. Seite 2

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
13 (1919)
Issue
40 (3.10.1919)
Date
1919-10-03
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Sette 2 ' JÜDISCHE ZEITUNG 7.-:. ... T, Hr. 40 mit hohenstaufischer Orientpolitik am Grabe Saladhts das Wort'in die Welt rief: „Die.Muselmanen sollen wissen, daß sie an mir ihren treuesten Freund und Beschützer haben!“ Das klang in London wie eine Fanfare, das scheuchte Europa ans damals noch' friedlichem Alltagsschlummer, das. ofenbarte jedem Briten, welch kompromißloses aut-aut sich hier vorbereitete. Und gerade diese Anwesenheit Wilhelms in Palästina benützte Theodor Herzl zu jener (unter dem „diplomatischen“ Druck Bülows und der Plumpheit preußischer Offimme überdies entstellten und' mißglückten) Aktion vor den Toren Jerusalems, zur demonstrativen Haranguierung des Kaisers als Beschützers auch der zionistischen Sache! Mit dem Erfolg, daß selbstverständlich seither der Zionismus in England als „deutsche“ Angelegenheit verdächtigt und1 behandelt wurde. Wozu später noch der Umstand trat, daß deutsche Zionisten (ebenso wie polnische Deutsch- und Judenfeinde) das Jiddische als deutschen Dialekt und als germanisierendes Element hinstellten. Und wenn England später mit dem Ugandaprojekt hervortrat so ist es wohl nicht ganz ausgeschlossen, daß es, abgesehen von allen anderen Motiven, vielleicht recht gern eine Angelegenheit die sehr leicht den deutschen Interessen dienstbar werden konnte, von dem gefährdeten Plateau nördlich des Suezkanals ab und nach dem isolierten und nicht exponierten Südafrika hingelenkt hätte. Dabei kg es dem Zionismus damals wohl völlig fern, im deutsch-englischen Gegensatz etwa für Deutschland zu optieren. Der einzige Kongreß, den Herzl nicht in der neutralen Schweiz abMelt fand, in London statt was gleichfalls einer nicht minder betonten Demonstration gleichkam und wieder umgekehrt in Deutschland wie vor allem in Konstantinopel ein sehr bedenkliches Echo erwecken mußte. In Deutschland war es Bülow, der nach dem Intermezzo in Jerusalem deutlich abwinkte und den Zionismus auf ein Nebengelelse schob — mutmaßlich, weil er klarer als die Zionisten selbst empfand, daß eine Begünstigung dieser Sache in England erst «recht als Beweis für versteckt feindselige Absichten Deutschlands hingenommen werden und so eine Verstimmung oder gar Auseinandersetzung beschleunigen konnte, welche so weit wie mir möglich hinauszuschieben das Grundprinzip Bülowscher Staatsweisheit war. Aber während in Deutschland nur eine Passivität und betonte Uninteressiertheit seitens der Regierung Platz griff, trat in Konstaatimopel eine äuge Verstimmung ^n. Als Herds Unterhandlungen mit dem Sultan scheiterten, weil Herd nicht mehr und nicht weniger verlangte als den freiwilligen Verzicht der Türkei auf eine Provinz, die den gefährdeten. Außenposten darsteHte und die überdies in Konstantinopel seit langer Zeit als Vor- und Aufmarschgelände , britisch-ägyptischer Aspirationen betrachtet wurde, ließ sich Herd in seinem Unmut und seiner Enttäuschung dazu hinreißen, auf dem Kongreß zu erklären, daß sich unter solchen Umständen der Zionismus an diejenigen Großmächte zu halten haben würde, die dien im Orient interessiert wären. Eine ähnliche Bedrohung, wie sie seitens der Pforte in solchen Worten natürlich gewittert werden mußte, nur noch ungleich stärker, brachte überdies eine andere Aktion Herzls zmn Ausdruck: seine Audienz bei Plehwe und die Abmachungen, die er dort traf. Er glaubte einen großen politischen Erfolg erzielt zu haben, als ihm die zaristische Regierung versprach, daß sie ihren Einfluß bei der Pforte zugunsten des Zionismus geltend machen würde. In Wirklichkeit mußte aber eine Empfehlung Rußlands wie ein rotes Van der Jom Kippur-Liturgie Von D a wi d B a u m g ardt (Erfurt). Im September-Heft der Zeitschrift ..Der Jude“ veröffentlicht Dawid Baumgardt eine hochinteressante Studie über den religiösen und sittlichen Gehalt der Jom-Kippur-Liturgie. Wir entnehmen dem Aufsatz mit Bewilligung des Verlages jenen Teil, der über das Mincba- und Neilahgebet handelt. Mit dem Feingefühl, das ihm eigen ist. hat schon, der Talmud zur Mincha-Haftara des Jom- Kippur das Buch Jona bestimmt (s. b. M. 31b). Das Buch Jona zeigt nämlich in einer der stärksten Gestaltung die Konfrontation von sinnlichem Glückswillen und überempirischer Forderung, von individuellem, egoistischem Trieb-Genießen und freiem Eingehen in die All-Aufgabe der Menschheit Aiich der Prophet Jona will zunächst — wie der Beter des Jom-Kippur — vor Gott fliehen: vor der Teschuba in sich und vor der Predigt der Teschuba an die Stadt Ninive. Ja selbst nach der Umkehr .Ninives oleibt er voll übler Laune. Er will immer wieder den Tod, ncht die Teschuba: das Umschaffen des Lebens. Nur Sinnlichkeiten können ihn noch für das Leben gewinnen, der Schatten des Kikajonbaums. und sie verrücken ihm jedes volle Weitverstehen, so daß Gott fragen mußte: ..Verdrießt sie dich so sehr“, die Hitze des Tags? Bis ihm dann endlich nach dem Verdorren des Baumes, ais er sich weder den Tod wünschte. Gott das große Wort sagen muß: Siehe, du forderst Schonung wegen -des Kikaion. um den du keine Mühe hattest, und den du nicht groß zogst . . . der als der Sohn einer Nacht entstand und als der Sohn einer Nacht verschwand. Und mir sollte es nicht leid sein um Ninive, die große Stadt in der 12 mal 10.00C Menschen sind (die nicht zu sehen wissen zwischen rechts und links) und dazu unendliches Vieh“ . . .■ Dieser Satz bedeutet die Grundlage: soll wirklich die unbedingt mögliche Erhöhung, die Läuterung und innerste Höher-Wandlung si*er Tuch auf die. Pforte wirken. Rußland, der Erbfeind, der nur auf türkische Schwächung lauerte, Jede Möglichkeit einer Einmengung in innertürkische Verhältnisse listig ausnützte und darum auch dieselben Juden, die es durch seine Pogrome nach Palästina gejagt hatte, dort im Lande nachdrücklichst schützte — Rußland förderte den Zionismus? Mußte nicht eine zionistische Siedlung, da sie von Rußland unterstützt wurde, von vomhinein als gefährlich gelten? War es nicht mit all jenen Provinzen so gewesen, welche die Türkei im Laufe des 19. Jahrhunderts, verlor: daß irgendeine Großmacht Interesse nahm an der Entwicklung und dem Aufstieg eines bestimmten Volksstammes, daß sie sich zu dessen Protektor aufwaTf und sich als solcher solange in die inneren Angelegenheiten der Türkei einmengte, bis der Autonomie und der vollen Loslösung der Boden bereitet war? Und so erreichte Herzl politisch nur Negatives. Passivität in Berlin, freundschaftliche Ablenkungstendenz in London, Gegnerschaft in Konstantinopel — Förderung aber nur dort, wo grade sie mehr zum Schaden als zum Vorteil gereichen konnte: in Petersburg. Das waren die Früchte einer: Politik' des' Tastens, Schwankens, der Unsicherheit und Unorientiertheit. Das waren die unvermeidlichen Ergebnisse eines Zionismus; der nicht politisch, sondern nur — illusionistisch war. Darin' lag vielleicht das Geheimnis. Der Illusionismus, der alles als wünschenswert Erachtete als so leicht erreichbar verklärt, daß alle realen Widerstände einfach übersehen werden, verbündete sich mit jenem Messianismus, der dem Zionismus als;einer äüf „Erlösung“ hiustrebenden Bewegung ohnedies änhäftete. und aus beiden ergab sich eine ganz eigenartige,’ der Realität Ins Gericht schlagende und schon darum unpolitische Vorstellung von der Verwirklichung des Palästinazieles: man glaubte, Palästina auf Grund freundschaftlicher Einvernahme aller Mächte erhalten zu können; man ignorierte geradezu gewaltsam alles, was auf die tiefgreifenden internationalen Gegensätze hiudeutete (und wer hätte damals in der Hochkonjunktur des Liberalismus gewagt, an die Möglichkeit eines Krieges auch nur zu denken? Man ging mit einer, pazifistischen Einstellung an die Dinge heran, man glaubte, daß es nur einer Aufforderung bedürfte, um die Mächte, die sich bereits zur gewaltigsten Auseinandersetzung anschickten, friedlich an einen Verhandlungstisch zu bringen. Ging doch Herzl in seiner pazifistischen Einstellung so weit,' daß er seinerzeit die Einladung des Zaren zum Haager Friedenskongreß ehist nahm! Und im.,Altneuland“ offenbart sich seine Ueberzeugung, daß das Zusammenfluten von Juden aus allen Ländern in Palästina, da sie doch zu ihnen allen freundschaftliche Beziehungen behalten würden, den Weltfrieden gewissermaßen stabilisieren würde.', V lieber den' Wert5 der : s it 111 c.hPen Auffassung, die rieh darin dokumentiert, braucht Mer nicht gestritten zu werden. Aber das von einem politischen Zionismus unter solchen Umständen noch nicht die Rede sein konnte, steht außer Zweifel., Politik, ist nun einmal die Kunst des Möglichen und das'Mögliche ergibt rieh aus der Realität Ein Politiker, der die Realität nicht kennt oder gering achtet ist wie ein Schachspieler, der mit dem König die Dame schlagen will. (Schluß folgt.) Zahlet die iödisclie Jöltastener! ganzen Menschengemeinschaft scheitern an der Müdigkeit des alltäglichen Menschen? Soll die Teschuba. wie sie für alles Leben zu jeder Stunde notwendig ist. unmöglich werden durch die Hemmnisse des Empirischen? Genau dies ist auch die Mincha-Frage des. Jom-Kippur Wie weit aber endlich jede Empirie dem sittlichen Sein wachen muß. wie voll sich in ihm lösen, das zeigen besonders deutlich die Martyrologien der Mincha-Selichot. Die Unzahl der jüdischen Märtyrer hat, ihr ganzes Sinnen-Sein, ihr Leben, nicht mit Klagen, sondern frei weggegeben, nur um das Ideal, das Bekenntnis zum einzigen Gotte, zu halten Tn allen Einzelheiten werden ihre Qualen aufgezählt und damit auf die Kraft ihrer Ueberwindungen. auf die Gewalt der Idealitäten, auf die Macht der Teschuba in Ihnen hingewiesen und sie zugleich, wie Abraham in den Akedot. als Versöhnerder Streng? Gottes angesehen. „Wie eine Türschwelle wurden sie gestoßen.“ „Wie ein Zusatzopfer für den Altar wurde die Schuljugend geworfen, wie ein Sühnopfer für das Volk die'Jünger mit ihren Lehrern.“ „Aber wir lieben ünsem Gott bis in den Tod“, riefen sie Dem Rabbi Akiba wurde mit vielschneidigem Eisen-das Fleisch vom Leibe gerissen, „Rabbi Teradion ben Chanania wurde in ein Bündel Reben gesteckt, diese angebrannr, and um ihn recht lange zu martern, nasse Wolle auf sein Herz gelegt.“,Auch dem Rabbi Ismael zog man die Haut ab. * „Und als sie zu der Stelle kamen, wo die Tefillin liegen, schrie er bitter zum Schöpfer seiner Seele. Die Seraphim aber riefen oben „ist das die Lehre und ihr Lohn? Du in Licht Gehüllter, darf der Feind deinen großen, furchtbaren Namen so lästern?“ Da antwortete eine Stimme aus dem Himmel: „Wenn ich noch eine Gegenrede höre, so gieße ich die Welt aus zu Wasser, und. mache die Erde wieder zum Nichts. Denn mein Beschluß ist es so, und die sich mit dem Recht beschäftigen, sie sollen ihn übernehmen.“ Ja. Väter schlachteten in vollem Ergeben ihre Söhne, Frauen brachten ihre Säuglinge. Trotzdem bleibt die Gesamtforderimg auch in dem Minchagebet nirgends auf die bloße Askese, auf das bloße Martyrium oder auf die rückwärts ge- Revisioh des jüdischen Nationalismus?' ' v Von Adolf Böhm. Vor wenigen Jahren hat der Zionist Dr. Ignatz Zöllschan ein vorzügliches Buch über das Rassenproblem geschrieben, in dem er nebenbei dem Zionismus ein sehr ungünstiges Horoskop stellt: „Drei-große Tatsachen zwingen dazu — vorläufig wenigstens — die Aussichtslosigkeit der. Idee anzunehmen: 1. Die Ablehnung durch alle Kreise, welche im Judentum die Macht haben. 2. Das Ignorieren des Zionismus durch, die Türkei, welche an einer zionistischen Lösung der Judenfrage aktiv interessiert wäre. 3. Das Ignorieren des Zionismus durch alle jene Staaten, die passiv an der Judenfrage interessiert sind.“ Diese „drei großen Tatsachen“ haben aber nicht verliindem können, daß Zöllschan: wenige Jahre später sein zweites Buch mit den Worten beginnen mußte: „Die zionistische Bewegung ist ah ihrem Zi el 'angelangt.“ Ich hoffe, er wird in seinem dritten Buch zu konstatieren gezwungen sein, daß der jüdische Nationalismus in der Diaspora, den. als absurd nachzuweisen sein zweites Buch*) bezweckt, auf der ganzen Linie gesiegt hat. So muß es kommen, wenn ein Gelehrter sich auf ein ihm fremdes Gebiet — die Politik — begibt und Massenbewegungen „wissenschaftlich" ad absurdum führen will.: Sein Buch, das eine Fülle von geistreichen - und interessanten Untersuchungen enthält, versagt vollständig im eigentlichen, im politischen Teil. Was zu beweisen war, ist trotz des großen Aufwandes von Scharfsinn und Wissen , nicht. bewiesen .worden. Um Zellschans Standpunkt zu verstehen, muß man'sich vor Augen halten, daß er in einer deutschböhmischen Provinzstädt, die’ nur eine kleine Judengemeinde zählt, lebt. Daß dort für eine radikale iüdischnationale Politik gewisse Voraussetzungen fehlen mögen, kann zugegeben werden, er will aber das Gesamtgebäude, der jüdischnationalen Politik theoretisch untergraben Das ist ihm natürlich nicht gelungen. Nicht gelungen, weil er von vornherein eine unrichtige Einstellung zu dieser Politik wählt. Seine mit großer Kraft und Einsicht geführte Argumentation richtet sich gegen die Förderung einer nationalen Autonomie für die Juden der Diaspora. Er erwähnt wohl, daß auch manche nationaljüdische Theoretiker die Möglichkeiten und den Inhalt einer solchen Autonomie sehr kritisch beurteilt hätten, uns fehle aber die Kraft, auf den Grund des Uebels vorzudringen. Und dieses sei gelegen in dem „Schlagworte von der jüdischen Nationalität“. Hier setzt seine Kritik ein, die den Eindruck , macht, als ob der Zionist Zöllschan die von den Assimi- Ianten durch J ahrzehnte ins - Treffen geführten, heute aber schon vollkommen verschlissenen Argumente gegen das Nationaljudentum nochmals in semer glänzenden Dialektik aufleben ließe. Wir haben aber wirklich keine Nötigung mehr dazu, uns heute noch über den Begriff: „Was ist eine Nation?“ auseiuanderzusetzen, noch dazu mit einem Zionisten. Selbst wenn wir zugeben wollten, daß wir keine Nation sind, so wollen und müssen wir doch eine Nation werden, wie schon 1882 Pinsker sagte, und nicht nur m Palästina, wie Zöllschan glaubt. Heute ist der Prozeß dieses Nationwerdens der Juden auch in der Diaspora in vollem Gange und der Hauptfehler *) „Revision des jüdischen Nationalismus.“ R. Lowrt, Wien. wandte Buße gerichtet, sondern überall drängt alles auf den „Tag der Stiftung der Liebe und der Nachsten-Innigkeit. auf den Tag des Verlassens der Eifersucht und jeden Streites“. (S. das Mussaf- Stück abal awonoti nach der Aboda.) Wohl häufen sich auch in dem Nachmittags¬ und Abendgebete die durch den ganzen Tag wiederholten Klagen: „O Herr. laß mein eignes Blut und Fett, das ich durch Fasten verlor, dir dienen statt des Opferfettes und Opferbluts.“ „0 unterdrücke unsere Schuld und versenke“ sie „in die Strudel des Meeres, an einen Ort. wo ihrer nicht mehr gedacht und nicht mehr Erwähnung getan wird und sie in Ewigkeit nicht mehr aufsteigt“ „Hilf uns. Gott, denn die Wasser dringen bis an unsere Seele.“ „Auf meinem Rücken pflügten die Pflüger lange Furchen.“ ..Von Meer zu Meer irrten wir wie ein unsteter Vogel und haben nirgends Balsam gefunden für unsere Wunden.“ Aber über alle Klagen schwingt sich stets der Schrei und das Drängen, nach wahrer Erneuerung zu einem ganze«, reineren, größeren, freieren Leben. „0 Herr, zerschneide die Jochriemen vom Halse deines Volkes.“ „Und ihr. ihr Stämme, ihr noch Gerettete» Israels, o ergreifet die Reinheit,. . . . beschneidet die harten Herzen, schaffet Bahn, räumt jeden Anstoß aus dem Wege, machet klar und gerade eure Krummheit . - . und schafft euch ■ das Herz eurer Unschuld.“ . In manchen Gebeten, in den Selichot aus der Zeit der Kreuzzüge, der Zeit der stärksten Judenverfolgungen, flammt noch der Gedanke’der Rache auf. „0 Gott, schweige nicht zu meinem Blute, schweige nicht, sei nicht still gegen meine Gegner, suche, fordere es von der Hand meiner Vernichter, die Erde decke es nirgends zu.“ Aber über alle Rache weit leuchtet auch 'hier .in dem Minchagebet diestärkste menschheitliche Läuterungssehnsucht, der Messiäsgedanke vom VersöhnungSrtag aller Völker, wie er am Schlüsse jeder Tefilla wiedergenannt wird mit dem Jesajawort: „Denn mein .Haus soll ein Bethaus sein für alle Völker." oder schon im Mussaf: „0 geleite die Völker zum Lichte deines wieder erbauten Tempels.“ und wie derselbe Gedanke eadticli eins» «rgreifemlsteaAas-

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