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Jüdische Zeitung · 1919-09-12 · 37 (12.9.1919) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
13 (1919)
Issue
37 (12.9.1919)
Date
1919-09-12
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 57 JÜDISCHE ZEITUNG Seilt 5 gleichviel, ob es das flache weiße Dach des Südens ist, von dessen Höhe man auf die Stadt hinab und in den Himmel hineinsieht, oder das Kjeinleute-Ziegeldach, dessen Farbe und Form einen . Mißklang in das südliche Landschaftsbild trägt. Uhd man wird bei der Behausung der Scharen nicht vor allem daran denken können, dem Schönheitsverlangen Genüge zu tun! Aber man wird es vermeiden können uhd müssen, daß unseren Häusern so sehr das Mal unserer Er- -idedrigung auf der Stirn geschrieben steht wie heute den Häusern von Tel Awiw. Mit ihren Mauern und Dächern aus dem alierschlechtesten Gestein, ihrer Form, die eine Folge des Bestrebens war, jede einzelne Stube nutzbar, d. h. in Mietgeld umsetzbar zu machen, waren sie ein so trübes Abbild unserer Lieblosigkeit gegen die Natur des Landes, unseres berechnenden Sinnes, daß sie dem Beschauer des Städtchens alle Fröhlichkeit raubten. Sie gehörten oft Menschen, die im Goluslande in weiten, reichen Räumen gelebt hatten und sich dennoch hier mit engen, unschönen Stuben begnügten, die ihrem Dasein immer den Charakter des Vorübergehenden und Unsteten gaben. Statt daß man hier in der Heimat, im Glauben an die Heimat für kommende Geschlechter mitgebaut hätte! Erst wenn wir in Häusern wohnen,, die nicht mehr den Stempel des Zufälligen tragen, werden wir uns heimisch in unserer Heimat fühlen. Denn bei jedem Hinausgehen aus dem Hause werden wir das Bild der uns lieben, von uns verwalteten Räume mit uns nehmen und bei jedem Heimkehren wird es in unserem Herzen hell werden beim Anblick des uns, unserem Geschlecht und der Landschaft unseres Landes gehörigen Hauses. Unser Haus in Erez Israel soll nicht nur ein Schutz gegen Sonnenglut und Nachttau, nicht nur eine Sammelstätte der Familie sein — sondern auch ein Genuß für unser Auge, ein Werk, dessen Rein- und Schönerhaltung zu dem beiträgt, was uns das Leben in unserem Lande geben soll: Freude. Unsere Straße. Wenn jeder sein Haus mit Liebe baut, wenn auch bei der Behausung der Mittellosen ' und bei den öffentlichen Bauten andere als bloße Nützlichkeitserwägungen mitsprechen, dann werden unserer künftigen Straße viele der verstimmenden Züge erspart bleiben, die den Straßen aller Judenviertel der Welt — auch im bisherigen Palästina — anhaften. Von der Dorfstraße ist weniger zu sprechen als von der Stadtstraße. Die Dorfstraße wird — wie allenthalben — ihren Charakter von den Gehöften erhalten, die sie verbindet, und von dem Stand der Felder und Obstgärten, die sich zu ihren beiden Seiten ausbreiten. Wenn die Gehöfte in gutem Stand und die Felder und Bojaren in sorglicher Pflege sind, so wird auch die Dorfstraße’ ein freundliches Gesicht zeigen. Vorausgesetzt, daß sie sauber gehalten ist und daß vor den Häusern statt der öden Sandplätze saubere Gärtchen liegen. Wir sind einmal an einem Tage voll drückender Glut, den Kopf voll mit Problemen und das Herz voll mit Sorgen durch das Land gefahren und als wir bei Sonnenuntergang nach Mescha kamen und die gerade säubere Dorfstraße von den Rosenhecken der Hausgärtchen bekränzt in der Feierabendstille vor uns liegen sahen, da kehrte uns der Frohsinn zurück! Aber was wird aus unserer Stadtstraße werden? Soll sie weiter der Sammelplatz ’ von Schmutz, von peinigenden Gerüchen und lärmenden Lauten sein, wie die Judenstraßen des heutigen. Jerusalem — denen alle Uebel orientalischer Stadtstraßen anhaften, ohne deren Farbenreichtum, ohne die leichte Bewegtheit der Formen? Oder werden sie weiß und sauber sein wie. die Straßen von Tel Awiw, aber in ihrer Enge ebenso kümmerlich wie diese? Diese Ghettoenge von Tel Awiw — wie hat sie uns herabgezogen! Wie fesselte sie uns an den Alltag, wenn sie uns alle Laute des Nachbarhauses, alle Speisegerüche der gegenüberliegenden Küche zutrug; wenn sie uns fortwährend das Tun der Bekannten und Unbekannten hinter den niedrigen Fenstern entschleierte und es uns selbst fast verwehrte, uns zu irgendeiner Stunde vor fremden Augen und Ohren zurückzuziehen. Unsere künftigen Straßen müssen weit sein, - unsere künftigen Häuser müssen festere Wände und weitere Abstände erhalten. Nicht allein, um dem Äuge einen wohltuenderen Anblick zu gewähren, als jene heutige Schar von Häuschen, die sich zusammendrängen wie schwatzende kleine Leute, sondern auch damit uns nicht ganz verlören, geht,, wonach alle feiner besaiteten. Naturen hie üiid da' verlangen: Alleinsein. Wir werden ja •ohnehin von der Gefahr bedroht sein, die das nahe Zusammenwohnen mit , unseresgleichen stets birgt, daß die kleinen gemeinsamen Inter- .• essen des Alltags die großen gemeinsamen Ideen überwuchern — um so mehr .müssen wir uns davor schützen;, unsere ganze Persönlichkeit in der Kleinmünze des Nachbargeschwätzes auszugeben. Es glauben viele von uns, es sei das Vorrecht des Südländers, sein Leben ohne strenge Schranken zwischen Mensch und Mensch, in der heiteren Oeffentlichkeit, gewissermaßen immer unter freiem Himmel, zuzubringen. Sie übersehen, daß. der Orientale vom Leben auf der Straße heimkehrt in ein Haus, das hohe Mauern vor der Straße verbergen, dessen im Herzen des Gebäudes konzentriertes Leben kein unbefugter Blick erforschen kann. Und wenn auch eine so strenge Abschließung uns, die nach Oeffnung der Herzen verlangen, zu kalt erscheint — wir werden unsere Straße um. so lieber gewinnen, je mehr sie uns das Leben in den von ihr verbundenen Häusern nur ahnen läßt, anstatt es scham- ' los zu enthüllen. Unsere Gärten. Wir sollten unsere Häuser nicht durch hohe feindliche Mauern von den Nachbarhäusern trennen, sondern durch Gärten. Gärten sind unerschöpfliche Quellen der Freude. Das erste Grün aus dem Boden schlüpfendurch Pflege zur Arbeit tüchtig zu machen. Aber zu sehen, das langsame Werden zu verfolgen bis zum vollen Blühen und Reifen; Blumen auf dem Tisch, zu haben, die wir selbst vom Keime an gepflegt ‘ haben, Früchte zu verspeisen, die auf eigenem Grunde unter unserer eigenen Arbeit wuchsen — lauter ganz kleine Freuden, und doch groß genug, um uns an jedem neuen Tage ein Lächeln zu schenken. Als Palästina schon mit der Not des Krieges rang, gab es in unserem Hause einen Festtag: weil die Kinder die ersten Veilchen aus dem Garten geholt und auf unseren Tisch gestreut hatten. Der Garten verbreitert den allzu engen Zwischenraum zwischen unserem und dem Hause des Nächsten und trennt doch nicht gleich der hohen arabischen Mauer, sondern verbindet die Heimstätten der Menschen. Wohl kostet es Mühe und Schweiß, dieser verschmachtenden Erde Blumen und Früchte abzutrotzen, mehr Mühe und1 Schweiß, als Europas Gärten zum Blühen bringt; aber wer es an Eifer in diesen kleinen Dingen fehlen läßt, der wird auch und erst recht in den großen Aufgaben, und Kämpfen versagen. Und Wird sich um eine Freude bringen, die seinen Mut zur Erfüllung der großen Aufgaben erhöht hätte. Unsere Innenräume. Warum habenso viele, die nach Palästina gingen, den Hauptteil ihres Hab und Gutes in Europa zurückgelassen und haben nur jenes Gerät mit sich genommen, mit dem man in eine Sommerwohnung zu ziehen pflegt? Und warum haben so viele andere, die Mittel genug besaßen, um ihre Wohnung genau so heimisch zu machen, wie sie es in Europa getan hatten, sichdrüben nur die notwendigsten Gegenstände angeschaüt — und auch diese nur von geringem Wert und in zufälliger Auswahl? Wer es wagt, seine ganze Existenz, sein Denken und Fühlen aus Europas Boden auszugraben und in Palästinas Erde zu verpflanzen — sollte der es nicht auch wagen, dem neuen Lande seine Habe anzuvertrauen oder sich im neuen Lande mit einer Habe zu umgeben, die ihn um einiges mehr an den einmal gewählten Ort fesselt? E’iese häßlichen, unwohnlichen Stuben in den palästinensischen. Kolönistenhäusern! Statt der Teppiche, (die zum orientalischen Hause gehören, wie die Palmen und Kakteen zur orientalischen Landschaft) der nackte Steinboden, ungeschmückte Wände, unpersönliche, nur den primitivsten Anforderungen dienende Möbel, allzu oft gardinenlose Fenster, ein kaum bedeckter Tisch mit den Resten einer unsorglich aufgetragenen Mahlzeit das war das Bild unserer Heimstätten. Zum Teil aus einer asketischen Verneinung jedes kleinen Luxus, zum Teil aber auch aus — Trägheit. Aus dem unseligen Glauben, das Glück in Palästina bestände auch, darin, daß .man es sich dort „leichter macht“. Als ob man es sich wirklich leichter machte, wenn man beständig in Stuben lebt, die nichts verschönt, an die nichts einen fesselt, die nie einen festlichen Ausdruck tragen. Vielleicht erleichtert es die Arbeit, wenn man sich die Sorge um den Hausrat spart — aber erleichtert es auch das Leben? Im Pflegen der eigenen Räume liegt neben der Mühe zugleich eine sich immer erneuemde> Freude, an der jedes Glied der Familie, jeder Besucher teil hat.1 Wenn wir an unsere Kindheit zurückdenken, so bleiben unsere Erinnerungen liebevoll an einzelnen Möbelstücken, einzelnen Bildern hängen, in denen sich der ganze Geist und Geschmack unserer Familie aussprach — und wir sollten nicht wünschen, daß sich in unseren neuen Heimstätten in unserer Kinder Gemüt die Stimmung, die von diesen Möbeln, diesen Bildern ausstrahlt, einsenkt und die Erinnerung an das Elternhaus verklärt? Wohl war bisher für manchen von uns die Uebersiedlung nach Palästina nur ein Versuch, dessen Ausgang ungewiß erschien, und für manchen wird sie das auch nun sein. Aber je mehr Schiffe wir in Europa ziirücklassen, je mehr wir unserer Umgebung drüben den Charakter des nur Zeitweiligen und. eines Tages Aufzuhebenden geben, desto weniger wird es uns glücken, auf . jener Erde Fuß zu fassen. Glauben wir doch nicht, daß wir dort die kleinen Freuden entbehren können, die wirhier als untrennbar von unserem Wohlbehagen empfinden. Wer hier Freude an seinen wohlgestalteten Möbeln, an seinen Bildern an der Wand, an dem sorgfältig gedeckten Tische fand, der gewähre sich diese Freude auch und erst recht'in der Heimat. Unsere Mahlzeiten. Bis zu ihren Speisebedürfnissen reichte bei vielen die Primitivität und — Nachlässigkeit ihres Lebens in Palästina. Daß das Mahl in den Arbeiterkolonien unzulänglich in seinen Bestandteilen und seinen Formen war, das war freilich oft eine Folge bitterer Not: weil es sowohl an Mitteln fehlte wie an liebevollen Händen, die willig waren, dem Körper der Schaffenden d;e nötige Speise zu bereiten und im Bereiten und würdigen Aufträgen dieser Mahlzeiten ihre Lebensaufgabe zu sehen. . Aber weshalb nährte man sich in so vielen Privathäusern von roh zubereiteten Speisen, zu deren Fertigstellung möglichst wenig Arbeit gehört? Und weshalb trug man diese Speisen ohne Sorgfalt und Regelmäßigkeit auf, so daß dem Mahle immer mehr seine Aufgabe genommen wurde, die Hausgenossen zu bestimmten Stunden zu versammeln? Die Verschmähung. der Leibespilege entsprang wohl in vielen Fällen einem reinen Willen: dem Willen, sich immer mehr von der Herrschaft des Körpers zu befreien, damit er den Geist nicht hemme. Und doch gaben auch die, bei denen die Verachtung der Speise aus dieser Quelle floß — sofern sie körperlich arbeiteten — einen Beweis für die Unvollkommenheit und Unentwickeltheii unseres neuen Menschentyps. Denn wer wirklich und vor allem den Willen hat, dem Lande durch körperliche Arbeit zu dienen, der achtet seines Körpers und empfindet es als seine Pflicht, ihn auch die, welche sich immer mehr zu geistiger Arbeit ertüchtigen wollen, werden in. Gefahr stehen, falsche Geisteswege zu gehen, wenn sie der anderen Hälfte ihres Ich, der körperlichen, nur Geringschätzung entgegenbringen. Sicherlich war die Vernachlässigung des Mahles in vielen Fällen die Folge einer begrüßenswerten Reaktion gegen die Ueberschätzung des Fleischlichen und die Verweichlichung des Körpers in den Bürgerhäusern des Golus, aber sicherlich war sie in fast ebensovielen Faßen Trägheit, Ünwilligkeit, an die kleinen Dinge des Lebens Gedanken und Mühe zu verwenden Wenn , auch der einzelne, der sichvon der Gemeinschaft losgelöst, bat, um in letzter Einsamkeit der Wirklichlceit zu vergessen, seinen Körper, kasteien darf — wir, deren Leben ja nicht nur im Reiche der Idee dahinschwebt, sondern die ihres Lebens Inhalt auch in den kleinen Freuden und Leiden des Tages finden, dürfen nicht die Mühe um die Stärkung des Körpers scheuen. Und vor allem dürfen die es nicht, die für andere, für das körperliche und geistige Wohl einer Familie zu sorgen haben. Palästinas Fülle gibt uns die Möglichkeit, mit den einfachsten Mitteln kräftigende und wohlschmeckende Mahlzeiten zu bereiten. Warum Sollen wir nicht uns und den Unsren den Genuß des. Mahles erhöhen und über den Genuß des Gaumens hinaus zu einem Genuß aller Sinne und des Geistes erhebeu, indem wir die Speisen auf einen freundlich gedeckten Tisch stellen und die Mahlzeit zueiner regelmäßigen Erholung der Hausgenossen machen? Regelmäßigkeit bedeutet freilich Zwang, und viele der Unsern leben in dem irrigen Glauben, Erez Israel sei die Befreiung von allem Zwange: Sie vergessen, daß das Miteinanderleben der Menschen auf tausend großen und kleinen Ueberwindungender eigenen Gelüste beruht, und daß dieses Miteinanderleben das Ziel ist von “dem wir das große Glück und die kleinen Freuden unserer künftigen Existenz erwarten. Die Rückkehr der Palästinafiüchtlinge Kaum war es bekannt geworden, daß die englische Militärverwaltung Palästinas grundsätzlich geneigt sei. die durch den Krieg aus diesem Lande gerissenen Juden wieder heimkehren zu lassen, setzte unter den Flüchtlingen in Wien, der Tschecho-SIowakei. Galizien und Ungarn eine lebhafte Bewegung ein. Hatten sie ja auch hierzulande doppelt schwer durch den. Krieg gelitten, und, meist auf die Almosen ihrer hiesigen- Brüder angewiesen, ein kärgliches Leben gefristet! In Wien kristallisierte sich diese Bewegung zuerst zur Tat. Eine der ihrigen, die Spraehlehrerin rräulein Chaiah Lorbeerbaum, setzte sich mit den Lokalbehörden und der italienischen Warievis tilis ta nds ko m m issi oti in Verbindung und erwirkte die Ausstellung eines .Kollektivpasses mit Bewilligung der Durchreise durch Italien für etwa 90 Palästinenser, die am dringendsten heimbegehrten. Es waren meist Frauen und Kinder, die mit ihren Männern und Vätern wieder vereint sein wollten. Eine von Herrn Oberrabbiner Dr. C h a i e s zur Aufbringung der Reisemittel einberufene Versammlung der in Wieu vertretenen Palästinahflfskomitees übertrug die Durchführung der Aktion dem Wiener Paiästinaamt Dieses wieder bediente sich der Hilfe der von ihm gegründeten iüdischpalästinensischen Reise- und Transportgesellschaft m. b. K.. welche mit dem Lloyd Triestino und der Staatsbahn entsprechende Reiseverträge abschloß, die englische Einreisebewilligung für Palästina sicherstellte und alle weifereu nötigen technischen Reisevorbereitungen traf. Endlich waren auch die vom „American Joint Distribution Committee“ und den anderen Hilfskomitees zugesagten Quoten eingehoben. Für Dienstag. 8 Uhr abends, wurden die Heimkehrer nach dem Fraehtenbahnhof der Westbahn bestellt Bald waren die Koffer und Ballen, die ein Lastenauto herbeigebracht hatte, in den Waggons verstaut und die Palästinafahrer selbst belegten, nach Familiengruppen geordnet. ihre Plätze. Ein Taumel der Freude ging durch diese Menge. Und richtig, dort hinten fängt man auch schon zu singen an. Ein paar Burschen, im offenen Frachtwagen sitzend, geben den Takt und vor ihnen schart sich em immer dichterer Halbkreis junger Mädchen, die erst schüchtern anstimmen und dann immer lauter, ie mehr die Menge um sie anwächst. immer beherzter ein Lied ums andere singen, jauchzen, hebräisch natürlich. Der Jargon überwiegt, doch wo die Jugend sich drängt tönt es besser, herrscht das Hebräische. Auch dio modisch geputzten Mädchen sprechen es. die in ihren weißen Strümpfen und Schuhen sich seltsam genug aus der schlicht gekleideten Menge abheben. Dort auf der Böschung beim Laternenpfahl taucht jetzt ein Redner aut Augenblicklich wird es still. Der Mann ruit den Scheidenden herzliche Re segrüBe zu. mahnt sie zu einem jüdischen Leben in der uralten Heimat und rühmt die Verdienste Fräulein Lorbeerbaums. Jubelnde Zustimmung. Eirr mächtiges Rosengewinde wird ihr _überreicht Mitten im Trubel steht wohlwollend lächelnd ein stattlicher Mann, Professor Macaulav_ von der Universität von Cambridge, ein Engländer und Christ: seit ie ein warmer Freund der Juden, ihrer Sprache und Literatur, hat er sich dieser unglücklichen Palästinenser in diesen Rüsttagen der Heimkehr werktätig angenommen. Sie alle wissen es und danken es ihm herzlichst. Die Stunde der Abfahrt rückt näher. Herr Brings. der üeschäiisiührer der Transportgesellschaft, welcher den Transport bis nach Triest begleitet. und ihre anderen Organe, alle durch blauweiße Armbinden kenntlich, eilen hin und wieder, drängen die Heimkehrer in die Wagen, ein lauter

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