Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 13 (1919)
- Issue
- 33 (15.8.1919)
- Date
- 1919-08-15
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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öeite t> ■vertieft Sie begriffen, daß die jüdische Frage eine wirkliche Volkstrage, und1 eine nationale Frage aller Juden ist Im Anfang war der Versuch gemacht worden, die russische Judehfrage als ein reut russisches Problem hinzustellen. Man wollte .nicht anerkennen, daß es sich um ein allweltiichaaiionales Problem handelt Im Erwecken eines nationalen Judentums glaubte man eine Gefahr zu sehen., Aber die Leiden der' Juden in allen Ländern haben es klar gemacht, daß es ein spezifisch jüdisches Gesamtproblem, ein internationales Problem ist Da shat ihre nationalen Gefühle angefacht Die Ostiuden haben sich organisiert und begonnen, auf die Psyche der sogenannten amerikanisierten Juden zu wirken. Mit dem Vertuschen des jüdischen Problems wird es nicht weitergeben können. Der Gedanke des j üdisch en Kongresses in Amerika war der Prüfstein für dieses Problem. Die assimilierten Elemente haben: ach gegen den Kongreß gesträubt Sie gaben mir allmählich nach, aber die Massen haben . darauf gedrungen und den Kongreß durchgesetzt Der Kongreß war die größte und schönste Dokumenderung der Nationalisierung des amerikanischen Judentums. Den' Höhepunkt erreichte der Kongreß, als die palästinensische Resolution und die Forderung bezüglich' der nationalen Rechte der Juden in der Diaspora angenommen wurden. Als das Recht der kleinen Nationen auf Selbstbestimmung proklamiert wurde, haben, die Juden J$ut gewonnen, auch für sich das Selbstbestimmungsrecht in Anspruch' zu nehmen. Anderseits haben rieh die amerikanische öffentliche Meinung, wie.auch die leitenden Kreise ganz klar.^darüber ausgesprochen, daß dieses Selbstbestimmungsrecht .anch ihr die Juden Anwendung finden'müsse. Sowohl die Wi.ls.onpartei, als auch die Republikaner unterstützen den Zionismus. Das alles zusammen hat auf die. jüdische öffentliche Meimrög zugleich 'als innerer, und,.äußerer Ansporn gewirkt. Jetzt beginnt der Zionismus auch in sonst ganz amerikanisierte jüdische Kreise zu dringen.; Persönlichkeiten, wie Rabbiner Stephen Wide, Martin Mayer und last not least Louis. D. Brandeis, der im politischen Leben Amerikas eine sehr hohe Position einnimmt, haben zur Verbreitung des Zionismus' fiel beigetraggn.Besonders; abery hat . das Auftmen! von Scbmarjahu Lewin geradezu -eine-Revolution der zionistischen Gedankengänge bewirkt' und neue Ideen hervorgebracbt, die die Zionisten Amerikas gerne aufnahmen. Es bildete sich eine neue Phase, deren Erscheinen sich bald in der gesamten:Bewegung geltend machen -wird. Der amerikanische Zionismus. wire einen, neuen großzügigen Zug in das Wirken des .Zionismus hineintragen und ein ernstes Wort mitzusprechen haben,: wie es schon das. Pittsburger Programm gezeigt hat Folgende Zahlen illustrieren am besten das Anschwellen der zionistischen Bewegung in Amerika. Im Jahre 1914-zögerten die Zionisten "Amerikas, ein Budget von 80J0Q0 Dollar anfzustelien und es galt, damals als Rekord, ein solches Wagnis auch nur zu unternehmen. Im Winter 1918/19 haben sie bereits ein Budget von 3 Millionen Dollar durchgeführt. Wenn noch Gegensätze zwischen den östlichen und amerikanischen Zionisten bestehen, so werden sie ohne Zweifel in der gemeinsamen Palästinaarbeit, inder sie beide so wetteifern, ihren einigenden Ausgleich finden. Morgenthau und das Minderheitssch utzgesetz. Beim Empfange der polnischen Pressevertreter hatte Morgenthan den Wunsch ausgesprochen, auch, von ihnen zu hören, was eigentlich--die Juden tun müßten, um rin .gedeihliches Zusammenleben mit den Polen zu ermöglichen. Die Pressevertreter erbaten sich Bedenkzeit und. teilten Morgenihau bei ihrer zweiten Konferenz folgende Forderungen mit: 1. Die polnischen Juden müssen einen Standpunkt der A s s i m i 1 i e r u n g einnehmen. 2. Sie müssen vor Europa gegen die Ausbreitung der vorurteilsvollen Meldungen über Pogrome und gegen die Klausel der internationalen Garantien Einspruch erheben, wobrischon allein die Tatsache desjüdischen Einspruches' einen Wandel in ihren Ueberzeugungen bedeuten würde. Falls sich die Juden psychologisch zu einer derartigen Tat j fähig zeigen würden, so könnten sie die polnische Gesellschaft veranlassen, sich dein Juden gegenüber so geneigt zu zeigen, daß die jüdische Frage von selbst aufhören würde zu existieren. Es handelt sich lediglich darum, daß die Juden m geistiger Beziehung polnische Bürger werden. -! Mo rg ent hau überzeugte die Versammlung davon, daß die ,Klausel über den internationalen Minderbritsschiitz die Ehre des polnischen Volkes nicht beeinträchtige. Er sagte: .Falls Polen noch lange über Beschlüsse debattieren wird, die.bereits gefaßt sind, so kann unter d«ä Alliierten der Vorrat an Geduld erschöpft werden und sie könnten dann, England wahrscheinlich zu allererst ihre Gunst -aufandere Völker übertragen. Wir haben Ihre weitestgehenden Hofinungen verwirklicht, die Sie selbst für unerfüllbar hielten. Sie sind nicht durch Ihre, sondern durch unsere Bemühungen in Erfüllung gegangen. Wir erwarten, däfl Polen jetzt das tut was wir von ihm erwarten und dies nicht für ehie Kränkung seiner nationalen Würde auslegt Sie verstehen noch immer nicht genau den ganzen Shm jmd die Universalität unserer Politik. Unser Präsident Woodrow Wilson "besitzt die außerordentliche Gabe, daß er alle 64 Felder des Weltschachbrettes gleichzeitig überlebt während Sie In Ihrem Gesichtskreis kaum Ihr eigenes Feld übersehen können. Sie können daher nicht verstehen, daß gewisse Züge unwidermflich sind zum Gewinnen des ganzen Süiefe. * JÜDISCHE ZEITUNG Versöhnen "Sie sich also mit dieser unglückseligen Klausel, um. so mehr als. sogar in dem Fall,-daß die Juden, wie Sie vorschlagen, selbst für die Streichung wären, dies die Sachlage doch nicht ändern würde. Sie könnten aur die ihnen gegebenen Rechte nicht verzichten, ebenso wie die Minderjährigen, und haben das Recht, von den Normen Gebrauph zu machen, die ihre Rechte schützen.“ Hierauf betonte Morgenthau mehrfach, daß der . polnisch-jüdische Streit zu langweilig und zu eingewurzelt sei, um auf einmal erledigt zu werden. Bis zur Regelung der Beziehungen dürfte mehr' als ein Monat ins Land gehen. Plötzliche Abreise Louis - Brandeis nach Europa. Der palästinensische Korrespondent der „Jüdischen Preßzentrale Zürich“ berichtet: Oberrichter Brandeis, de Haas, Prof. Zimmern und Rosoff haben unerwartet Jerusalem verlassen und sich zusammen mit Dr. Friedenwald und Robert Sold nach Europa begeben, tun dort an der Sitzung des Großen Aktionskomitees teilzunehmen, dem sie einen genauen Bericht über die palästinensischen Verhältnisse übergeben werden. In* „Hadshot Haaretz“ veröffentlicht Dr Friedenwald einen Abschiedsgruß, worin er u. a. schreibt: Wir verlassen euch früher/als wir es voraüssehen konnten, da wir ' beschlossen’ haben. Herrn Brandeis, und Genossen nach Europa zu ‘begleiten;. Wir sind sicher, daß unsere Teilnahme an der Sitzung de^s Größ-eri Aktionskomitees erheblichen Wert für unsere Bewegung, haben „wird. . Wir - werden dort unsere in Palästina gesammelten Erfahrungea vor- . bringen, die von großem Nutzen für .(Ue.zu-. fassenden’Beschlüsse'und die* Entwicklung wie auch wertere Tätigkeit des „Waad Hazirim“ ‘ sein werden. ’ ■ ' Gewerbesektion des jüdischen Nationalrates « In der am 29 .1 nlistattgefundeneu Plenarsitzung des Jüdischen Nationalratesfür Deutschösterreich referierte der’; Leiter der Gewerbesektion des Jüdischen Nationalrates. Herr Ing. Arje.. über die Tätigkeit dieser Institution. Nach einer kurzen Einleitung, in der die ungeheure Bedeutung einer normalen Berufsgliederung der Jud(& für. eine, geschlossene-nationale Siedlung, wie auch für die Beseitigung des Massenelends - unterer den Juden schon in der. Galuth hervorgehoben wurde, .'egte Referent die Aufgaben und die Wege dar. die für eine planmäßige Ueberleitung der .Juden vom Handel und,den freien Berufen zur manuell produktiven Arbeit maßgebend sein müssen An den skizzierten , Arbeitsplan anschließend, erstattete er den Tätigkeitsbericht über die Arbeiten der Sektion während der 2 - Monate ihres Bestandes: In der BerufsberatungssteUe der Gewerbesektion erteilten Fachleute nach eingehender Erwägung mündlich und schriftlich die gewünschte Berufsberatung. Die Anzahl der sich an die. BerufsberatungssteUe Wendenden ' steigt immer mehr und es laufen sogar Anfragen aus dem Auslande ein. die sich einerseits auf Berufsberatung beziehen, anderseits' der Organisation unserer Berufsberatungsstelje gelten., da auch im Auslande an. die Errichtung ähnlicher Berufsberatungsstellen geschritten wird. In dem Rahmen unserer Institution erfüllen praktisch tätige Ingenieure und Gewerbetreibende die Aufgabe einer speziellen Beratung für die manuell produktiven und technischen' Berufe. Bis zum heutigen Tage hat diese Stelle 250 Beratungen erteilt Zur Aufklärung der Eltern über die planmäßige Zuführung Ihrer Kinder zur manuell produktiven Arbeit und die Wichtigkeit e>tner fachlichen Berufsberatung wurden Aufrufe in der. Presse erlassen, die tatsächlich den Erfolg hatten, daß sich immer mehr junge Leute mit Zustimmung ihrer Eltern manuell produktiven Berufen zuwenden..-Ja die Eltern selbst finden sieb mit ihren Kindern in unserer BerufsberatungssteUe ein und äußern daselbst den Wunsch, ihre-Kruder mögen der manuell produktiven . Arbeit zügeführt werden. Um über die jetzige Berufsschichtung der- Juden genau orientiert zu sein, wurde von der Gewerbesektion,ein Berufskata.s t e r angelegt, der zum weitaus größten Teile schon-fertig-, gestellt ist find über 11.000 Karten enthält. In ihm finden sämtlfche' jüdischen,Handwerker. Gewerbetreibende. Industrielle. Techniker und Ingenieure, die in Deütschösterreich wohnen. Aufnahme. Hingegen haben wir es unterlassen, auch die anderen < Berufe, aufzunehmefi.: weil niir die angeführten für" ims’in Betracht" kommen und uns nützen können.’ Nach Fertigstellung, des Katasters wird dieser sta- (is tisch bearbeitet werden.,uni die Grundlage für eine planmäßige Ueberleitung in diejenigen Berufe zu bieten., in welchen die Juden überhaupt nicht oder nur' zu geringem Teile vertreten sind. Die dritte. 1 mit dem P a läs t i n a - A m t e gemeinsame Abteilung der Gewerbesektion. der Arbeitsnachweis, war dank dem Entgcellen. Ingenieure find Techniker in der " Lage, einem sehr großen Teile, der bei uns in Evidenz geführten. Arbeit suchenden Juden diese Arbeit zu verscltanen. Es erschien hiebei von großer Wichtigkeit, unsere Arbeiter gruppenweise unterzubringen. damit sie auf einander günstig einwirkeu und’ en Arbeiter nicht deswegen, weil er sich in einer fremden Umgebung nicht heimisch fühlt, bald seine Arbeit niederlegt. Bisher sind in verschiedenen Fabriken, und besonders im Baugewerbe, Leute von uns untergebracht worden. Speziell der Eisenbetonbau erschien uns von größter Wichtigkeit; da dieser Beruf in sehr kurzer Zeit (ca. 2 bis 3 Monate) ganz erlernt werden kamt Nr. 5.5 und mit Sicherheit’anzuhenmeu ist, daß sich diese ßäuarbeit'iii der nächsten Zeit besonders entwickeln wird .und für Palästina in erster Reihe in Betracht kommt! Bis zum heutigen Tage sind 543' Arbeitsnehmer bei uns in Evidenz genommen wor-- den. Von Arbeitsgebern haben sich &6 an uns gewendet. Wir konnten bis zum heutigen Tage 185 .rüden der maiiueL-procmktiven Arbeit zuführen.' Der y roßte Teil (75) wurde der Landwirtschaftzügeführt, den 2. Platz nehmen die Ba arbeiterein (4!) ln einer Pappenfabrik sind von uns 24- Arbeiter eingestellt worden, der - Rest verteilt sich auf Schlosserei.- Maschinenbau. ■ Elektrotechnik, . Buchdruckerei. Uhrmacher, Schneider. Graveure und andere Gewerbe. Ferner hat die Gewerbesektion in der letzten Woche, mit einer- Firma. die in Wr.-Ncustadt'> größere Bauten erricliret. die Vereinbarung getroffen, daß bei ihr 100 jüdische Arbeiter von den-bei uns in Evidenz Geführten beschäftigt werdensollen. --Die erste Gruppe von 20 Arbeitern ist abgegangen. Sobald sich diese teilweise eingearbeitet haben, werden u eitere Gruppen folgen. . L , :f* Als jüngste, Institution v der' Gewerbesektion wäre noch das A r b :e Her h e 1 m > zu ier.wähnenl das die Gewerbesektion-' gemeinsam mitder Hechaluzorganisation' des Wienerpalästina- A in t e s errichtet hat. Die Einrichtung desselben wurde durch das amerikanische HiifskomiteeLsubi ventioniert. In-diesem Heime können 100 Arbeiten Unterkunft finden. Auch .eine .Gemeinschaftsküche* soll daselbst errichtet werden, um .die .Arbeiter möglichst gut und billig zu verpflegen. -ii yl -. Mit: dem bereits bestehenden, von. anderer- Seite gegründeter. Lehrling s h e i m sind,: wir; in Verbindung und -haben es erwirkt, daß dort von uns gesandte Lehrlinge Aufnahme finden; kqiiZ »en Bei der Zuführungamn. Lehrlingen zum Handwerkerberufe haben -wir ..speziell das. Mauerufid das Zimmermannshandwerk: ins Äuge; gefaßt. TJ- Als weitere wichtige Aufgabe sieht res; die Gewerbesektion an,':.- die,, jüdischen; HanöV.erlcers und Gewerbetreibenden dabiiuzu bringen, daß: sie Ouali tätsarbeit leisten,, die auch dem güreri. Geschmack-' entspricht.; Zu, diesem. Zweckewerden Kurse errichtet werden.: .T o .; r F1 . Schließlich wäre noch zu erwähnen, daß die.-. Gewerbesektion mit den Vorarbeiten für. die Errichiung einer K u n s.t k a r. t o mag e und K u n str; tünch b i n de r e i beschäftigt ist. Die Lehrpläne; sowie, der Wirtschaitsplan sind bereits fertiggesiellt: diese Institution wir. debenfälls gemeinsam, mitdem W.i euer P a 1 ä s t.i n a - Amt e .geführt" werden. Ebenso ist die Sektion mit den Vorarbeiten für die Errichtung einer Tischler e i .beV sciiäitigt. die sowohl als kaufmännisches Unternehmen. wie als Handwerksschule, für i Lehrlinge, als auch .endlich als Musierwerkstätte gedacht, ist; Für diesen Zweck Haben wir uni eine: größere Subvention" angesucht, sobald diese bewilligt sein wird, werden wir diese Arbeitswerkstätte hi einem,, bereits, zur y,erfüKung: .stehenden Lokale, eröffnen. , 1 " ' " V ’ Die meisten Arbeitender' Gewerbesektion werden im Einveniehmen mit der Leitung des Wiener Palästina-Amtes,, den Herren Dr. Emil Stein und Dr. Egon Zweig und oft auch gemeinsam mit diesem Amte ausgeführt.' Da die Gewerbesektion dem Palästina-Amte; manche Agenden, wie die Vermittlung der landwirtschaftlichen Stelle!!, abgenommen hat. hat das; Palästina-Amt auch "^zwecks Herbeiführung eines" sonstigen. '. möglichst weitgehenden Arbeitskontaktes einen Beamten. Dr. Paul Berger in-die Gewerbesektion delegiert ln. technischen Fragen stand "die technische Studiengruppe des-Palästina- Ämtes. (ing I. a s z k o \v i t.z) der Gewerbesektion beratend zur Seite. " : Das Tischlerhandwerk in »Jaffa . In .'Jaffa; gibt es 6 jüdische Tischlermeister' (Äskenasim), die Gesellen; beschäftigen, und 10 jüdische Tischlermeister, die,ohne Gesellen arbeiten»’ 4 niohanimeüanische find S christliche ’ Tischler, die sich mit der Anfertigung von Kisten für, den; Export der. Apfelsinen geschäftigen.; "; ‘;" Das Tischlerhandwerk'.zerfällt iii zwei Kategorien: 1) Möbeltischler! -2). Bautischler;(die Türen, Fenster üsw. anfertigen): Vor dem Kriege war der jüdische Tisclder entweder auf. dem einen oder den? anderen Gebiete des'TfschlorK-ewierHes tätig,, jetzt;beschäftigt"sich. Jeder’ von' ihnen..aitf beiden .Gebieten., Von den: arideren .Tischlern;, sinif^ yier.r iytöhammedaner und sieben Christen'tnit'.'Art-.* fertigung von Möbeln, beschäftigt, ein Chri'st ist; auf beiden Gebieten tätig.. V V , 1‘. ~ Unter den Möbeltischlem gibt es auch zwei Kategorresv:!) solche, die einfachere; Arbeiten "und; allerlei'Möbelreparatumi ausführen. Zurl. Kate-; gor-ie gehör,en 10 Juden, 2 Mohaniedäner lind 6 Christen, und zur 2. Kategorie 6.. JudeiC 2 : Mohammedaner . und'2 Christen.. Infolge "der schlechten materiellen Verhältnisse find des Mangels an Holz nehmen jetzt auch die, guten Tischler* einfache Arbeiten imd Möbelreparaturen an. . Tischlergesellen gibt es: Judrai 3.0 (24. Askenasjpi, 5 Sefardim,. 1 Jemenit), .Araber, und. Christen 20... . : ... - Die Arbdtsinstrumente der Tischler sind dte. primitivsten, Hammer, Zange, Säge etc. Maschinen gibt es nicht Eine Konkurrenz infolge Importes': ■ ausländischer Waren ist vorläufig nicht Vorhanden,: da dier Hafen gesperrt ist Die inländische Konkurrenz Ist ganz uiibedeutgiid.. Letzteis -hat. sich aber. einCKonkurrenz zwischen jüdischen undarabischen Tischlern geltend gemacht, da die letzteren aus verschiedenen. Gründenüber gewisse Mengen Holz, das noch von vor der Kriegs-" zeit stammt verfügten, .wodurch sie imstande waren, -billiger als die jüdischen Tischler zu arbeiten. Zurzeit-ist aber absolutkein Holz- und. Rohmaterial mehr vorhanden, so d^H die Tischler