Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 13 (1919)
- Issue
- 33 (15.8.1919)
- Date
- 1919-08-15
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr 53. gezwungen sind, das Holz der verschiedenen zerstörten Häuser zu verwenden. Vör dem Krieg erhielt der jüdische TiSchlcrgeselle 3 bis 6 Franken pro Tag (dec_.Araber L50 bis 4 Franken). Jetzt erhält der jüdische Tischlergeselle 5 bis 10 Schilling pro Tag, der arabische 2 bis 6 Schilling pro' Tag. Einen Aufschwung ihres Berufszweiges er-, warten die Tischler von der Eröffnung des Haiens ttnd von dem Import von Holz und Rohmaterial. Die: jüdischen Tischler beabsichtigen, sich zu einer sooperaiiven Gesellschaft zusammenzuschließen und, für eigene Rechnung Maschinen zu bestellen. Unlängst wurde eine kooperative Tischlerei gegründet, an Uer sich 6 Tischler beteijigeh. Diese Kooperative übernimmt sowohl Möbelals Bauarbeitern Von der bevorstehenden Immigration versprechen .sich die Tisohler sehr viel. Von der Gründung von Möbelfabriken befürchten sie aber eine Schädigung. Zeitschriftenschaü „Jerubbaal“, eine Zeitschrift der jüdischen Jugend! ’'Herausgegeben von Dr. Siegfried Bernfel ö. Heft 12. — Das letzte Heft des ersten Jahrganges dieser Zeitschrift, deren Herausgabe und geordnete Wetterführung durch den Umsturz, Revolution, Verkehrs-. und Postschwierigkeiten ■ sehr erschwert :war< ist mit großer“Verspätung; erschienen:, Sie bestätigt den Eindruck der früheren Hefte: Viel Ernst in der Erörterung äer'Probleine, viel 'Begabung, vielrichtige Auffassung' und ehrliche' Wegsuche —: neben; manchem Unzulänglichen, das nür' Ressentiment oder Wortschwall ist.'.'Jedenfalls ist die Zeitschrift „Jerübbaal“ der erste gelungene Versuch, der Jugend_eiu ihr gemäßes Organ der Aussprache zu schaffen; der erste Jahrgang’ist ein Anfang, nun .-wird es Sache der. Jugend sein.: was? sie aus -der, Zeitschrift •machen wird. Im vorliegenden zwölften Heft sind einige recht beachtenswerte Arbeiten, so die.-Rede Erwins' Koh n s über „Soziale: Arbeit int Judentum“, ferner mehrere Aufsätze zur Jugendbewegung: Schalom. R u.d el; schreibt über die jüdische Arbeiterjugendbewegung Galiziens, Frida Schiff untersucht theoretisch die Beziehungen von. bürgerlicher und. proletarischer' Jugendbewegung. Aus dem übrigen Inhalt sei insbesondere die Fortsetzung; der Aufsatzreihe „Von der Schande : eurer- Namen“,- erwähnt Es;4st,, zu -hoffen, daß der „Jerubbaal“ auch in seinen, folgenden- Jahren zahlreiche Freunde, findet nicht nur! unter der Jugend, sondern.auch unter jenen Erwachsenen, die Freundeder Jugend sind und einen Einblick in das jugendliche’Denken erhalten wollen. . . ‘Woö'drö w ’ Wilson, "Die neue - Freiheit. ‘Hin 'Aufruf zur Befreiung der edlen" Kräfte eines Volkes. Georg Müller, München 1919. — 5 Mk. - " Romain Rolland, Danton. Revolutionsdrama. Deutsch, von Lury und Jacobi und Wilhelm Herzog.- München 1919, Georg Müller. f ' jüdische zernjNQ Korrespondenzen Stockerau. Uebar Einladung der hiesigen Gesinnungsgenossen veranstaltete der Jüdische Natioiialra t für Deutsehösterreich am 28. Juli .19 einen Propagandavortrag für die kommenden Nationalratswahlen, in sichern Herr Doktor Kadisch über „Ehe Zukunft des- Judentums“ referierte. Die hiesige Kultusgemeinde hatte zu diesem Zwecke den Tempel in Zuvo;kommender- Weise zur Verfügung gestellt Die Ausführungen des Referenten fanden' bei dem zahlreich erschienenen Publikum lebhaften Beifall. Auf Grund . des Ergebnisses der anschließenden Diskussion erklärte sich Herr Dr. Kadisch bereit seine Aufklärungsarbeit mit Beginn der Herbstsaison fortzusetzen. Notizen m Der Verein Jüdische Kinderfreunde schreibt uns: Mit dem allzufrühen Hinscheiden des Fräulein Auguste Holzberger hat der Verein „Jüdische Kinderfreunde“ einen äußerst schmerzlichen Verlust. erlitten. In der freiwilligen Helferschaft unseres Vereines, hat Fräulein tfolzberger durch Einsetzen ihrer ganzen Persönlichkeit und ihrer Arbeitskraft sehr ersprießlich gewirkt und hat ihre Tätigkeit auf.dem Gebiete der jüdischen Kinderfürsorge und speziell des jüdischen Kindergartens zu den größten Hoffnungen berechtigt. Wir betrauern in ihr eine Helferin, die eine tückische Krankheit im jugendlichen Alter von 26 Jahren dahlngerafft hat, .und werden ihr stets ein treues ehrendes Andenken bewahren! Die Helferschaft. Für die Fiiiai-Gottesdiensfe afi den hohen Feiertagen werden stimmbegabte Chorsänger au'fgennmmen Vorstellung Montag, den 18. August um : 7 Uhr abends in der Chorscriuie der Israel. T\ultiisgemoinde I. Seitenstettengasse 4. IV. Stock bei Herrn Chordirigenten J. Zellnik. Der Bethaus- Vorsiamä. ... ■ Konkurs. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien beabsichtigt, mit Beginn des Schuljahres 1919/20 die Stelle eines .1 ns‘pektor für den Israel. Religionsunterricht an Volks- und Bürger- - ■ ■ , . S'C h u 1 e n, dem zugleich die Leitung dieser Inspektion obliegen. dem im Hauptam;te zu besetzen. Bewerber, welche nebst einem entsprechen- ,den Studiengang i mehrjährige. . besonders ersprießliche Tätigkeit als Religionslehrer ini öffentlichen Schuldienste nachzuweisen in der Lage sind, wollen ihre Konipetenzgesuche unter. Anschluß der Lebensbeschreibung-. Studien- und. Verwendungsnachweise und eventuelle'r wissenschaftlicher Arbeiten bis längstens ' ■’ ' 10. S*e bTeftTb'er1919'’. ‘‘ an dfen Vorstand der israe!. Kultusgemeinde Wien. 1.. Seitenstettengasse 4, gelangen lassen. . Die Regelung des Anstellungsverhältnisses bleibt der besgnderen Vereinbarung Vorbehalten. Der Vorstand der Israel. Kultusgemeinde Wien. Seite 7 Vereinsnachrichten Zionistische Sektion d. Jäd.-Akad Jurtste*- verelnes (IX- Alserstraße 28). Sämtliche Mltglie-' der zionistischer Gesinnung unseres Vereines werden ersuchtunverzüglich Name und Adresse i» Vereinslokalc täglich von 11 bis 12 Uhr vormittags oder schriftlich bekanntzugeben. „Lese- und Redehalle jüdischer Bocfaschfller in Wien“, Der am 26. Juli 1919 durch die ordentliche Plenarversammlung gewählte Ausschuß hat sich folgendermaßen konstituiert: Obmann JUC. Kurt Saxl: I. ObmannsteUvertreter stud. phiL Meir Landau; II. ObmannsteUvertreter stud. iur. David Ha Ipern; Schriftführer Dr. Rozüa Singer; Kassler stud med. Siegmund Hirsch^ horu; Bibliothekar sjud pbil. Paul Brück; feruir stud. iur. Adolf Hammermann. stud. med. Rosn Wahl, stud für Jakob Weißb©r& stud. phiL Leopold Peßl. Ankündigungen Kulturverband „Jahne“. — „Rede- und Lesehalle“. IX,, Türkenstraße 9. Samstag, den 16. d tt, K5 Uhr nachmittags: Dr. N. Goldstein: Seminar für jüdisches Recht (Sonstige Ehehindermsse^ ~ Sonntag, den 17 d. M„ 10 Uhr vormittags, Mitgliederversammlung des Verbandes „Jahne“. — Montag, den 18. d. M., 7 Uhr nachmittags: M. Frostig: Kurs über die Agadah. — Mittwoch, den 20. d. M„ 3 Uhr nachmittags: Bibelkur* für Anfänger. — Donnerstag, den 21. d. M., 6-Uhr abends: Dr. A. Kaminka: Seminar für Bibelstndium (Jesaias). — Gäste willkommen. Sport Sportfest der Jüdischen Jugend Wiens, aun 17. August um 3 Uhr nachmittags auf dem Hokoabsport-PIatz (31er Linie). Diese Veranstaltung bringt, einige ngue Konkurrenzen, ‘ wie Staffetea für Damen, ferner Laufen über die verschiedenstem Strecken. .Vorwiegend sind die .Konkurrenzen für Neulinge offen, die noch nicht in öffentlichen Meetings teilgenommen haben. Sämtliche Jugehdgruppen stellen Preiswerber. Karten zum Prel» von K 3.— bei R Löwit. I., Rotenturmstraße 22, und im Jüdischen Jugendheim, IL. Obere Donanstraße 91. II. Stiege, ,L Stock. Austritte aus dem Judentum Bergmann Helene Johanna, geb. 11. 3. 1896, Tetschen. VII.. Neubaugasse 68: Sommer, geb. Spitzer, geh. 20. 9. 1878. Janowitz. VII.. Lindengasse 55: Wechsler geb. Trunhira. geb. 16. 1...1874. Kowno. Vil.; Mariahiiferstraße 64: Welss Ernestine. geb. 24. 3. 1889. Jarotschau. V.. Zeiselhofergasse 12: Zimmer Emilie, geb. 1. 8. 1874. Ne*- tüscheiii. VIL. Kaiserstraße 103. Rücktritt zum Judentum. Fräulein Emilie Wottitz ist zum Judentum wieder zurückgetreten'. Wer an ’ Verwandte, Ungehörige, Bekannte In Amerika schreiben will, kann die Briefe an die Adresse des Galiziäriisdien Verbandes, 66 Second Avenue, New-York, City, V . ‘ richten.;Der'Verband der galirianischen Juden wird die Adresse eruieren und die Briefe zu- - v ■ stellen. QiOBoaoiOBoaoaoBoioaovj ö VERLAG „URZEIT ZÜRICH q n Zwinglistraße 10- 0 Soeben erschienen: 0 ■ von 0! Dr. Nathan Birnbaum.!! 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