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Jüdische Zeitung · 1919-08-01 · 31 (1.8.1919) · p. Seite 3

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
13 (1919)
Issue
31 (1.8.1919)
Date
1919-08-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 31 JÜDISCHE ZETHJNO Seife 3 „Tagend? jüdischer Kriegsgefangener, dar- ■nter.i viele Hunderte von Zionisten, füllten Jahre Hindurch die Kriegsgefangenenlager Europas uno Sibiriens. Mit Genugtuung pflegte die zionistische ÖeffentlichKeit und Presse die- Tatsache festzustellen, . daß diese Gefangenenlager Zentren iüisch-nationälen Lebens geworden %ind; und daß |b; ihnen die Verbreitung der zionistischen Idee, trotz der Abgeschlossenheit, mindestens in demselben Tempo vor sich ging, -wie draußen. Diese Möglichkeit, für unsere Idee zu wirken und an Unserer Vorbereitung für das Land , zu arbeiten, yiärfür uns der einzigfs Lichtblick durch all diese traurigen Jahre.; Während aber für uiisere glücklicheren Leidensgenossen diese Zeiten bereits vorüber sind tihfl überall unsere Gesinnungsgenossen sich anschicken, ihre Kräfte der eigentlichen Arbeit lii «nd für Palästina zu widmen, sitzeft wir Zionisten der, sibirischen Gefängnisse, fiebernd -vor Verlangen, nutzuarbeiten an dem Werke der nätioiälen Wiedergeburt, vergebens ankämpfend gegen unseren körperlichen, moralischen, und geistigen Untergang, mit dem die bereits vier Jahre dauernde Haft uns bedroht, ohne. Hoffnung; unter den gegenwärtigen politischen Verhältnissen m absehbarer Zeit in Freiheit zu treten. / . Handelte' es ,'sich, nur um ,, die Besserung Unserer'traurigen materiellen. Lage, so wäre, es jetzt vielleicht nlclit iriehr nötig, nach allen _ Seiten um iHilfeausziisciiänen./da. die.Zionistische 0,rgahisation und der J üddSche Na-, fci.bn,a.l r a t. S i b ir i ens als Repräsentanten der“ sibirischen Jüdenscbaft sich .seit :einigef Zeit. füi diese Seite des Problems zu. intersserdn begimteif.; ' Um den Verdacht zu vermeiden, daß wir bei c(er,Schilderung unsere Lage übertreiben und zu schwarz malen, wollen. wir. sie: auszugsweise mit dein Inhalt des Berichtes bekannt-machen, . den ahLGrund. einer Enquete in den Gefangenenlagern Sibiriens und , auf Grund eigener.'Wahrnehmungen Gesinnungsgenosse H. J.e/vy ser oft Mitglied des Exekutivkomitees der Zionistischen Organisation in lrkutsk, in der,in Irkutsk erscheinenden WochenicKrlff " ^J ew rejskaia J isn» erstattet. Es heißt hier unter anderem: -- .... Die GesamteaM der kriegsgefangenen Judea in Sibirien beträgt mindestens 5000 Personen. Ihre Lebensbedingungen sind ungewöhnlich schwer.. Die . Kost ist unzureichend, warme Kleiducg ist. nicht vorhanden. Dabei sind sehr, viele der Kriegsgefangenen — unter ihnen gibt es zirka J500 Offiziere — zu Hause vermögende Leute una wären, wenn eine Verbindung mit der Heimat bestände, wohlin der Lage, auf jede Hilfe vonaußen zu verzichten .ln einer Reihe von Lagern gab es Kundgebungen des gröbsten Antisemitismus. Unter den Verhältnissen der Gefangenschaft wirkten sie a^^dle..Kriegsgefangenen noch stärker, als die materiellen ‘ Entbehrungen. . . : Wir, die wir Staatsbürger der österreichongärischen Monarchie waren, haben mit dem Zerfall des Staates buchstäblich den Boden unter unseren Füßen verloren und sind in jeder Beziehung Entwurzelte. Die Nationalitäten, die jetzt innerhalb der Grenzen Oesterreich-Ungarns ihre Selbständigkeit erklärt haben, mobilisieren für ihre Zwecke in den sibirischen Lagern und zwar nicht niir ihre Volksgenossen, sondern-.sind: auch' daran, die jüdischen Kriegsgefangenen einzureiben. Seit Dezember 1917 sind wir überdies ohne jede Nachricht' aus der Heimat. So wirksam und verdienstvoll jede wie Immer geartete Unterstützimg unter den gegenwärtigen Verhältnissen erscheint, müssen wir dennoch darauf aufmerksam machen, daß uns auf diese Weise nicht geholfen werden kann. Helfen kann hier einzig und allein der Abtransport. Wenn uns nicht fremde Hilfe zuteil wird, so verzweifeln wir daran. selbst binnen Jabrsirist frei zu werden. Wir richten daher an Sie die dringende Bitte: Bringen sie uns diese Hilfe, helfen Sie mit dem großen politischen Einfluß der zionistischen Organisation dem sibirischen zionistischen Exekutivkomitee bei seinen Bestrebungen, die Zionisten der sibirischen Kriegsgefangenenlager der nationalen Sache zu erhalten und ihr so rasch als möglich dienstbar zu machen. Es gibt keinen unter uns, der nicht mit voller Seele bereit wäre, wo, wann und in welcher Form auch immer, dieser Sache zu dienen. Die ungeheure Aufgabe, vor der die zionistische Organisation mit den neuen politischen Möglichkeiten steht, erfordert es, daß die gebundenen großen Kräfte, die mit uns unproduktivzugrunde gehenden Kenntnisse und Arbeitslust frei gemacht und der vorbereitenden Arbeit gewidmet werden.“ Der Pogrom in Permanenz Von unserem Tarnower Mitarbeiter. Die. zivilisierte Menschheit im Westen Europas und. in Amerika horcht mit gespanntem Atem auf die Nachrichten, die aus Polen kommen- und freut sich, wenn.sie wenige“-Wochen hindurch nicht von neuen Hiobsbotschaften über Judenmassacres in -diesem unheilschwangeren Lande erschüttert wird. .Die. „Welt“, die nicht die Hand am Pulse hält, deren Gehör nur das schwere Donnergetöse aus? der Ferne wahraehmen kann, glaubt — wenn dasfurchtbare Rollen., des Pogromdonners! eine Weile nicht zu hören ist — eine günstige Prognose steilen zu. dürfen; sie ist geneigt, zu glauben, daß, Polen bereits zur Bester uung gekommen sei, daß es nüchtern zu werden beginne und zur Einsicht gelangt sei, daß auch dem Hasse Grenzen gestecktU; werden müssen. Dlese^Prognose'aber ist eine Täuschung, dehn in Wirklichkeit hat der Pogrom in Polen seit den denkwürdigen . ersten Novembertagen überhaupt noch nicht: aufgehört. Nur die Vehemenz, mit welcher die Blutw^llen das Land überfluten, ist von Zeit zu Zeit eine verschiedene. .. Täglich, werden Juden .auf den polnischen Bahnen geschlagen und mißhandelt, werden wehrlose Reisende, nur weil sie Juden sind, ans dem fahrenden Zuge durchs Fenster geworfen. Täglich müssen jüdische Reisende in den Tunnels der größeren Bahnhöfe zwischen zw’ei Reihen mit Stöcken und Knütteln bewaffneter Soldaten buchstäblich Spießruten laufen, bis sie ins Freie kommen und fast jeder vorbeifahrende Transportzug Hallerscher Helden läßt sich nicht das Vergnügen rauben, die zufällig stehenden Personenzüge zu überfallen, die darin befindlichen Juden zu mißhandeln, ihnen die Bärte zusammen mit der Gesichtshaut auszureißen und sie mit den Bajonetten zu verwunden. AbCr wer in der großen Welt hat Kenntnis davon? ' :,;j;■ ‘ Erscheint, am europäischen Horizont das blutige Bild eines Lemberg. Pirisk' oder Wilna, da erzittert das menschliche Gefühl, widerhallt die Presse von Protesten gegen diesen Barbarismus dem so und soviel Menschenleben zum Opfer gefallen sind, der soviel Verwundete gemacht und soviel Millionen jüdischen Vermögens vernichtet hat Aber hundert einzelne Fälle von Ueberfall und Raub kosten ebensoviel Opfer an Toten und Verwundeten, vernichten ebensoviel Millionen an jüdischem Hab und Gut, nur regen sie die „Welt“ nicht auf, rufen sie keine Proteste hervor; der einzeln Geschlagene jedoch empfindet seinen Schmerz ebenso wie das Opfer eines Massenpogromes, nur ist seine Stimme zu schwach, um gehört zu werden. . Daher möge es sich die Welt merken, daß In Polen nicht deshalb „Ruhe“ konstatiert werden kamt weil der Feuerschein eines Brzesko oder Kolbuszowa den Himmel nicht gerötet hat und daß die Lage der Juden in Polen nicht nach der Stärke der wehklagenden Stimme beurteilt .werden darb Wer kann es sich zum'Beispiel vorstellen; daß vorbeiziehende Rekruten die kurze Zeit ihres Aufenthaltes in den Stationen dazu benützen, um ein benachbartes jüdisches Haus oder Geschäft ausziirauben und dessen Bewohner blutig zu schlagen? Wer würde es glauben, daß jüdische Greise und Greisinnen von ihren Plätzen im Efsenbahnkupee so „sanft“ gestoßen werden, daß sie zu Boden stürzen und daß nur deshalb, weil die edle polnische Jugend ihr Opfer nicht einmal einer Aufforderung für würdig hält, daß es seinen Platz verläßt, um dem „höher“ stehenden polnischen Bürger Platz zu machen? Oder wer kann sich in die Seele des gehetzten Jnden hineindenken, der entgegenkommenden Soldaten in weitem Bogen aüsweicbt, um ihnen nicht begegnen zn müssen? Und die Ranik. die die Juden in einer Stadt ergreift, wenn in irgend einer entlegenen Gasse ein harmloser Streit entsteht, kamt nur der verstehen, der in Polen lebt and die allen großen, und kleinen Ereignisse auf seine Nerve» wirken läßt Nicht nur die großen welferschütternden Pogrome, aber auch diekleinen täglichen Ueberfälle, ja selbst die nur in der Phantasie der fortwährend Gehetzten überlebten Pogrome mache» den Juden in: Polen das Leben unmöglich. Chermon. Die amerikanische Pogrom-Untersuchiuigskommission „Dos Judisze Folk*4 (Warschau) berichtet: Der Arbeitsplan der aus 12 Personen bestehende» Kommission ist noch in Paris aussrearbeitet worden nnd umfaßt ein weites Gebiet Die Kommission wird sich nicht anf die Ausforschung der polnischen Progrome beschränken, sondern auch erfindlichst die ganze jüdische Frage in Polen studieren. Paderewski hat dem Aussenministerium die Weisung erteilt, der Kommission die Arbeit auf alle mögliche Weise zu erleichtern. Alle Ministerien und andere Amtsstellen erhielten den Auftrag, alles in ihren Händen befindliche Material, das mit der Judenfrage zusammenhängt der Kommission zur Verfügung zn stelleil: Mit den Vorbei reitimgsarbeiten beschäftigt sich seitens des Aussernninisterinms der Führer des sog. englischen Referates. Zoltowski. und der jetzige Leiter des jüdischen Referates in der politischen Abteilung des Außenministeriums. Wolowski. Ehre größere Zahl jüdischer Politiker oder im öffentlichen Leben bekannter Juden, die den verschiedensten Parteienangehören, wurde 'eingeladen, an den Konferenzen; die das Außenministerium zu organisieren beab- , sichtigt teilzunehmen. Außerdem wurden viele Vertreter polnischer politischer Parteien, der verschiedenen Ministerien. des statistischen Amtes, des polnischen- Bureaus für gesellcbafti/che Arbeit usw., eingeladen. Die Kommission wird sich beschäftigen mit dem Studium der Geschichte der polnisch-jüdischen Beziehungen, mit der Frage der Organisation der jüdischen Gemeinden, mit der ökonomischen Lage der Juden in Polen; mit jüdischer Statistik usw. Zu jeder Fräse wird eine ganze Reihe von Konferenzen emberufen. an denen Vertreter der jüdischen nnd polnischen Parteien wie auch entsprechende Sachverständige teilnehmen werden. Die Anordnung nnd die Teilnehmer dieser Konferenz wird die Kommission von sich ans selbstständig bestimmen, und das Aussenmnfisterium leitet — wie es versichert — nur die Voroereitungsarbeiten. Später wird die Kommission in ihrem Handeln vollständig frei sein und nach eigener Wahl ihre Mitarbeiter. Experten und Informatoren bestimmen. Die Kommission wird auch ungestört und ohne jede Vermittlung des mähre, .der „ewigen Kliatsche“ — wohl eine Umschreibung des „ewigen Juden“ —, die das ganze physische und moralische, historische und Gegenwärtsele’nd des Judentums durch das Dasein schleppt.“ Aber abgesehen von einer gleichsam zeitlich verdichteten Gesamtprojektion der Hi; storie in das Bild der Gegenwart und abgesehen von einer doch nicht bis an den Grund dringenden Reflexion gißt es wieder einzelne Züge dieses VMkdebens. in welchen sich jener Zusammenhang mehr als in änderen ausprägt Dazil gehört vor allem das religiöse Leben mit seinen tausendfachen Modifikationen, Stimmungen und Beziehungen : und wieder vor allem die -geistige Sphäre dieses Lebens, in welcher jeder Mensch derselben schon geboren wird, die Kräfte der Entwicklung empfängt und seine Lebensrolle spielt. Das macht aus fast, jeder einzelnen der Gestalten Mendeles mehr odei: weniger einen Typus, der aus der Gesamtheit dieses Volkslebens wie aus einem Meere ■ hervortaucht. So haben sie alle. etwas Jüdisch- Gemeinsames rund .Organisch-Verbundenes: der Melamed^ der Krämer, der Fuhrmann, der Reiche, der Bettler. ...: Aber am rührendsten spricht die Seeie dieses gemeinsamen .Lebens zu nnd aus dem Heranwachsenden .Rinde. Der kleine Schlol'melp (,;tin Tränentale“) ': führt-gleicßsam ein doppeltes oder, wenn .man will, ein' dreifaches rL'ebeh:* Sein .physischer .Lefierishorizönt - ist. durch Erlternhaus, Cheder und die Mengen Grenzen des KIeinstädtchens; bestimmt Aber außer dem „Städtel“ hat der!Khäbe noch eine andere Ufiimat: Jerusalem., die,-Vorzeit,, eine durch Chedernnterricht und religiöse ,Lebehsf6rmen ,ih 'dumpfer Kunde . übermittelte ferne Welt, von überreicher Phantasie In seltsame..Farben^etanidit-.Und^dazu-fejribt - noch die. gesunde K(ndesnafnr zuJkonkreter'Reäktfon 'gieren ein fgäimlich?npkindlfÖie‘s Lebäh,lzu Verstohlenem 4 .Spiel. V zif . nicht *. all^i gewagten flndpÄinsJnlftlraR^CgMiMgpng gewrnfiber allem Naturhaften, Ursprünglichen, welche im Widerspruch' gegen religiöse Pilichtempfindung, selbst fast religöse Färbung annimmt Kaum einer hat wie Mendele jene seltsame Mischung von Träumertnm und konkreter Natursehnsucht im Leben der Ghettojugend erfaßt, in besonders grotesker Gestalt in der „abenteuerlichen Reise“ des kleinen Benjamin („Die Reisen Benjamins des dritten“), der mit seinem Freunde Senderl sich eines Tages zur Reise ins. heilige Land aufmacht, den nächsten größeren Bach schon für den Wunderiiuß Sombatjon und ein Nachbarstädtchen für die Wunderstadt Konstantinopel hält, aber bald mitten in den phantastischen Fernen sich doch wieder von Menschen seiner gewöhnlichen Umgebung umgeben sieht. Und Mendele erfaßt mit feinem Wirklichkeitsinstinkt inmitten eines ungesundem äußerlich völlig unproduktiven, gleichsam im Nichts hängenden Lebens Züge gesunder Ursprünglichkeit und innerer Nahrhaftigkeit. Gerade die Gestalten aus. dem unteren Volke tragen solche Züge echter Völkshaftigkeit und mit besonderer Vorliebe verweilt die Schilderung bei diesen Fuhrleuten und Handwerkern, weiche hie und da sogar in den Augen des Volkes über die eingewurzelte Verachtung aller physischen Arbeit bbiauswachsen. ln. solchen Zügen zeigt slch die gesunde Richtung, welche Mendele dem jüdischen Leben weisen möchte: Durchsetzung dieses Lebens mit Natur und Natürlichkeit. Denn diese sind ja allerdings bereits im Ghetto da., nur auf eine wunderliche, gleichsam verzauberte Art. .Unvergleichlich läßt Mendele Sonne und Mond. Frühling und die Poesie der Landstraße in' das, Ghetto, hinein; strählen', imd duften. Seifte Näturschildernngea trägen .gegenüber, der gekünstelten Art der Haskalahepoche wieder, die Melodie der Ursprünglichkeit. Un’d wenn In. dieser Beziehung von, Mendele gesägtwiirde,,'däß. er die ganze'Natur „verffldiscM“' n'detv wie;Bf^ik:;bferfcJhti*gt.’! schön von vömehereih als. ]fi'd(sche7 vonrefimden habe. So wifl dies mpr iHe Art charakterisferen.wte er, selbst in das Milieu des jüdischen Lebens ganz eingetaucht, dasselbe mit dem Leben der Natnr in untrennbarer Einheit erfährt, nur eben auch das Natimnoment dieses Lebens ins. Bewußtsein hebt, das es ja ganz durchdringt, ohne ihm aber sonst bewußt zu werden. Mendeles- Naturliebe spiegelt sich auch in manchen Nebenzfigen seiner Darstellung, sogar auch in der Art, wie der Nichtiude, gleichsam von einer Weit. ursprünglicher Naturhaftigkeit her, gesnnd; manchmal roh; manchmal aber auch in menschlicher Nähe („Sem und Jafet im Wagen“) dem Gfaettojuden gegen; Übertritt. Und wie die Natur für Mendele nicht bloß Hintergrund, sondern webende Kraft des Menschenlebens bildet, so bat er zu ihr recht eigentlich das Verhältnis der Liebe, Damit in Zusammenhang steht auch, die für ihn ganz besonders charakteristische liebevolle Erfassung der die Natur auf eigentümliche Art belebenden Tier; weit Mendeles Naturliebe aber erscheint wieder nur als Quell und Abglanz zugleich seiner liebevollen Art, das Zusammenleben der Menschen mit seinen Schönheiten und noch mehr seinen Schwachheiten zn schonen und zn beleuchten. was aen diu von menneies Dreitgespoimene Erzählungen, welche zumeist in hebräischer un jiddischer Sprache doppelt geschrieben sind, bc trifft, so bildet derselbe mit ihrem Inhalte ei Ganzes. Er ist fast immer ruhig, beschaulich, bre schildernd. Es sind eigentlich keine Erzählnngei noch weniger Romanein üblichem Sinne, z denen, wie Mendele. selbst einmal auseinandei setzt, das jüdische Leben gar keinen Stoff biete sondern .in Bilder . zerfallende Lebensansscbnlti und. als solche zumeist ohne Anfang nnd, End ohne eigentliche Entwicklung; Ihr Typus Ist o biographisch, manchmal („Salomo Refr Chajims' autobiograpfijsch- Dennoch , liegt in.; der Ve knüpjung der einzelnen Bilder, hr einer dfskr< verborgenen Entwicklung oft (wie bi..JRschke (fei Krummen ). ein Zug echt künstlerischer Kamp) sfflbfe "■ ■ v

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