Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 13 (1919)
- Issue
- 31 (1.8.1919)
- Date
- 1919-08-01
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 2 JÜDISCHE ZEITUNG Nr. 31 v4->. Theorien, die den -jüdischen Besonderheiten and Anomalien entsprechen, etazanehmen uns bestre-' oen? Wobei niemand zu präzisieren vermaß.-wie der Rest der angeblich durch die Konzentration nicht zd lösenden Jüdenfrage mit Erfolg zu lösen wäre. Natürlich sagt man, die restlich verbleibenden Judenmassen werden nach' den zu wahrer -«und wirksamer Geltung zu bringenden Minoritäten nachten, nach den Grundsätzen der nationalen; Autonomieusw. zu. behandeln .sein. Das gebe ich zu und halte den.KampMur. .Verwirklichung dieser Prinzipien, wie früher schon betont,' für wichtig krad nützlich. After die.völlige ■ Lösung unserer RestProhJepe Jiirsh diese,T^inzjpiep; setzt erstens .voraus, daß. Taktisch die „vyjrtschältjichp und kjdT turelle Läge der jüdischen Minoritäten sich von -.der anderer nicht unterscheide, und daß zweitens die Psychose des Judenhasses, die die Lage der Jiiden« bis jetzt. auch dort, wo sie in gleicher gesetzlicher Verfassung lebten, wie die andere Bevölkerung; doch zu eitnr "'anormalen stempelte nicht mehr vorhanden sei. Diese Voraussetzung wird eben bedeuten.-daß es danü keine Judenfrage mehr gibt Da wird aber auch von Galuth nicht mehr gesprochen ■werden können. — das Dogmawird nicht bestehen. ’ Da ich nun die Ewigkeit des Galuth negiere, habe ich; also die „teste. Ueberzeugung und Zuversicht, aäß idle* l4 MilfiohenV sowie ‘ auch' die^erdendp 15., 16. Million Juden aus der Galuth hinaus werden?;„. , .Nein, fest überzeugt bin Ich davon nicht, das ist auch nicht nötig; rr-, aber, daß, wir es fest wollen, daß unsere ganze Seele.danach schreie^ das tut.nofj ... .' .. , . Ich. weiß , nicht sicher, und ich glaube .eben nicht an die. dieses im bejahenden oder;, verneinenden. Sinne zu wissen angeben — ob alle; Juden; werden auswandern wollen, können.: Ich weiß auch, nicht, ob-es schon die ersten, 'sagen wir,' 6 Millionen werden wollen, können. Ich. glaube manchmal; daran,manchmalnicht — Aber was macht‘s? Es ist . immer.; eineunvollständige und darum .falsche Gegenüberstellung; die so vorgenommen wird, als gäbe es nichts in der Welt als entweder das Seiende oder das Erhoffte, das, an dessen Erfüllung man g 1 a u b t. Mein, es gibt noch ein drittes; das Sollende,' das Gewollte Der innerste Sinn jeder Ethik ist: An Steile dessen, was ist. das aufzurichten, was sein soll, was gut ist, auch wenn wir nicht-sicher sind oder nicht sicher glauben oder nicht sicher erhoffen, daß es verwirklicht werden wird. Die Einsicht von der- Möglichkeit der Verwirklichung muß für alle Anstrengung genügen, —sich stelle mir immer als Ideal vor ei ne« Zionismus ohne Zuversicht. Der kann durch Enttäuschung-nicht-erschüttert werden. . . - Des Zionismus Zukunft-kann doch nur von zwei Faktoren bestimmt sein: von unserem, der Zionisten, Willen als der positiven Kraft, und der Gesamtheit der diversen Widerstände (nach Abzug all des uns Fördernden in den Interessen der Welt* als der negativen.: Ist nun unser Wille eine Kraft; so muß bei seinem Wirken gegen eine zweite Kraft— hier der Widerstand—das allgemeine -Gesetz von der Zusammensetzung der Kräfte gelten: Die Resultante nur wird von beiden Kräften beeinflußt, nicht aber eine Kraft von der anderen. Unser-Wilie gehe stahlhart seinen Weg, die Korrektur der Wirklichkeit wird am Resultat schon-von selber alles mindern, was eben von seiten-der" Widerkräfte gegen unseren Willen gemindert wird werden können.; . * Geht der Zionismus als Ideologie und Zielsetzung nicht von der Annahme tmjä Forderung.aus. daß.; er die Judenfrage von Grund aus Und restlos lösen will, ganz gleich, wann damit zu beginnen nnd'innerhalb :welcher Zeiträume es durchzuführen, ihm die-Welt gestatten wird, so darf er sieh nicht auf die zw.eitausendjährige _ Hoffnung und Sehnsucht des jüdischen Volkes berufen; so verdient er wohl die Unterstützung unser aller, nicht aber die heiße Inbrunst und das bedingungslose Opfer unserer Besten. - Ist die Galuth pwig, so ist der Zionismus nicht, heilig. Wien. Abraham Schwadron. Die Kongreßbeweguttg in Deutsch- *) Vergleiche meinen Aufsatz, „Etwas zum Hiema: Der1'Pazifismus und die uätiönaieh’.Frageii“ in den „Dokumenten desJ Fortschritts“, April »16. . Die Rolle, die das nichtzionistische deutsche Judentum bisher ifi der Welf gespielt hat, ist eine ebenso bemerkenswerte wie für die Interessen des Gesamtiudentums schädliche gewesen. Jene -ersten Rabbiner, die in den Tageszeitungen ihrem Protest gegen den Zionismus veröffentlichten, wären deutsche -Rabbiner.;-’ Die Münchner Jüdische Gemeinde;-war es. die: gegen den in; München abznhaltenden Kongreß; protestierte und bis. zu. dem Sprachenkainpfe. der vom fjilfsverein der Deutschen Juden entfesselt wurde, sind die deutschen Assimilanten ihren'- Prinzipien ' treu geblieben. Wenn der’ Satz’ „nichts gelernt;und nichts-vergeh sen“ schon ejnmal, Geltung gehabt hat. , so-ist es bei den deutschen Assimilanten im Verlauf der letzten 5 Jahre. Wohl 'haben die Führer einiges einsehen gelernt T Sle vermögen sich der Macht des nationalen; Palästina-Gedankens nicht mehr ganz zu verschließen und haben auch ein gewisses Verständnis für die, Förderungen der nationalen Autonomie;lni‘ Osten "gewonnen.' aber 'dabei ist zweierlei charakteristisch: das Verständnis hört auf. sohal i das deutsche Judentum in Frage kommt un-J von zionistischer Seite nur seine Demokratisierung. geschweige dehn seihe Nationalisierung gefordert wird und was noch bedeutsamer zu seih scheint die deutschen Assimilanten verweigern ihren Führern immer deutlicher in den außerdeutschen Fragen die Gefolgschaft, wo diese Führer zu Konzessionen bereit sind. Das gilt keineswegs nur von der alten Generation: äüch die Jugend, soweit sie nicht der immer’ mehr erstarkenden nationaljüdischen Jugendbewegung angehört zeigt keine Spuren von erwachendem jüdischen Bewußtsein. Für .das deutsche Judentum ist heute , dpr Ko r. g r e ß g e d a n k e die Entscheidung. Keine Tagung geht vorüber, keine Versammlung findet statt keine Nummer einer Zeitung erscheint ohne daß die Frage;des deutschen Judenkongresses, den die Zionisten gefordert haben, .zur Debatte steht Die .Zionisten hatten ursprünglich vorausgesetzt daß nur diejenigen . Juden - zum Kongreß wählen dürfen, die sich zum jüdischen Volk gehörig fühlten. Hierbei waren die Zionisten von der Voraussetzung äusgegangen. daß nur ein solcher Kongreß sich dem Rahmen der jüdischen, Kongresse ra den anderen Ländern einfügen würde, die. sämtlich auf national-jüdischem Boden standen. wenn sie auch eine derartige formelle Wahlvoraussetzung nicht-'gehabt haben. Als sich, aber zeigte, daß auch weitere Kreise des nichtnationalen. Judentums für den Köhgreßgedanken" Verständnis' zu zeigen begännen, da erklärten sich die Zionisten in einer Aussprache mit dem Vorstand des Zentrlavereines; Deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens bereit die genannte Wahlvoranssetzimi..unter'gewissen Bedingungen fallen" zu lassen; Es wurde daran'gedacht daß «Zionisten und Zentralverein den Kongreß gemeinsam einberufen sollten. (und daß .so ein Parlament geschaffen würde, das einerseits sich den jüdischen .Kpn^resr ses m alien Län&rn ethfügen würde und hilf dessen Bühne' anderseits dife'jKämbfe um-die Wiederbeleßuhg und Ausgestaltüng des dentschem^Juden- - törns'sich ‘äbspie|eh würdemlPas bwjeutet ^elbstverstäindlic^'keinerl^iC^hprÄniß. wie' es;ja auch keifi Kompromiß TstiWCTin ach. die verschlpdenen Parteien eines Landes ln einem Pärlamenf’zusam- . inenfinden. Zu diesem Vorgehen Wären die; deutschen Zionisten bereit gewesen, wenn der Zen’trälverein sich für aktlye Teilnahme am Ausbau Palästinas ausgesprochen hätte. .wenn er den auslän-; dischen Juden in Deiltschland das Wahlrecht nicht: verweigert hätte, und wenn.£ der ’ rein' jüdische Cha-t rakter des Kongresses'gesichert gewesen'WäreJ Der Vorstand ■'des''Zenträlveremes'* 'schien diesen Bedlnguhgen^geheigtr''"' "' ' ■ Die inzwischen abgehaltene Generalversammlung des Zentralyereines hat [den Zwiespalt zwi-‘ sehen Führern und Geführten im Lager der Assimilation offenbart. Man hat» sich nach langer Debatte f$r einen Kongreß ausgesprochen.- der ans Vertietern der deutschen Juden bestehen soll, un-, ter Ablehnung einer Formulierung, dielvon den Deutschen’ jüdischen Glaubens spricht - Befass kann pur als Ausschluß der Ausländer vom Wahl- ■ recht aufgefaßt werden.. In demselben Geiste, liegt . es. wenn fast alle Redner sich gegen die nationale Autonomie wandten und wenh eine' Stellungnahme des Zcirälvefelnes:füir Palästina* vermieden würde, sondern der Standpunkt vertreten wurde, daß die Stellungnahpie zu Palästina dem privaten Ermes^ sen' des Einzelnen ähheimgestellt würde. Den Höhepunkt der Tagung bildete aber die' Tatsache; daß ein ■- Antragr Uewiri.1' der die Verpflichtung ' des Zentralvereines feststellte. auch für die Gleichberechtigung der deutschen: Natiönaliuden einzutreten. mit Uehervapg zur Tagesordnung beantwortet würde. Damit ist die Möglichkeit einer Einigung äußerst gering geworden^ Allerdings ist in der Re* soIution für den Kongreß: dem. Vorstand die Regelung der Einzelheiten überlassen worden. Ob er aber nach dem Verlauf der Tagung noch die Möglichkeit haben wird, die zionistischen Forderungen zu akzeptieren, ist schwierig vorher zu sagen. Von dem gleichen Geiste absoluter Negation gegenüber allen nationalen aufbauenden indischen - Tendenzen war auch die Tagung der neutralen Jugendbüvide erfüllt. .Ihre,Haupttätigkeit war. die Aufnähmie eines dem Patriotismus dokumentieren^ den: Paragraphen ins Statut Und die' Aufforderung aii alle Mitglieder, am Aufbau Deutschlands Anteil zu nehmen. Was Palästina; änbetrifft, so, glaubte man seiner Verpflichtung zu genügen, wenn mah forderte.' daß jeder die Entwicklung des jüdische« Palästina ..mit Interesse verfolge“, wobei’man einen weifergehenden Antrag, der Teilnahme au dieser. -Entwicklung forderte, ausdrücklich ablehnte. Trösten mag, über . diese Tatsache ,und über die Ablehnung des Ausländetwahlrechtes; die die Jugendvereine ebenfalls'beschlössen.’'die Tatsache, daß wirkliche Jugend auf der Tagung kaum gewesen ist. : Was nun?’ Öb der Kongreß der deutschen Juden zustande kommt., ist noch nicht zu beurteilen. Es hängt von der Reife des deutschen Judentums ab; ob er für den' Kongreß zu gewinnen sein wird.; Die deutschen Zionisten, aber, werden in ihrem Kampf um die. Seele des deutschen,Judentums nicht ermüden. , F. L.' Das Schicksal der jüdischen Kriegsgefangenen in Sibirien .. Das Köp enha ge n er'Zi on i s t i sch e Büre'aü' erhält nachstehende^ Schreiben-- vom Komi tee det jüdisehen Kr iegsgefa% genen in Krasnojarsk (Sibirien), datiert vom 31. März 1919:. . ' ' / ^dei§i! Mßc^ier SfoFim Von Emst Müller..; ■ - - i Wie1 bemerkenswert Voriäüfertum und Vorbeginn der neuen jüdischen’ Literatur waren, sie 1>eginnt!*fecht;eigetit!ich' erst mit ihren echten und vOTbÜdiichen Repräsentanten. ' “ ’' ’ : -' '' •' '’ Tn Threm'An.fang .'steht ein ivleister, der schon Qstqaijäidi.e. Brücke' vom; ’Alten ' ztipp cNüPen ^hläSen Ikönute; ‘daß■;/ sein; .eigenes L?ben; lijid sehrjfts|ell erisch es Wirken' aus nahezu jängst enfsciiwünqenef~ Epoche1 bis in ’die jüngste Gegenwart hineinreicht.' Es Ist Schalöm Jakob Abramo- '' _«nie ln ^ider "fiä'skatäh "besächiöSseh' ist.’ wäjirend -gefäde erst jene VVdfke.,die‘er als;SechzIger und SIebjz)gerl Sdirieb,’ ‘ die'Reife; der Klassizität an;sich trägem Schon' diese rf/lpmente erklären zuhi Teile je^e',5iohe;yefehrtjng, welche.ejne'Generation von Jungeh.'dem „Seide“; .entgegenbrächfe; als ihrem nÜdi. "unter ihnen weilenden "Ähhhefro gleichsam. eln|:r,, ^CTsßnjlchkeit deren' .Reife geradeter^t aps^uTjefn' ..'Klugen, milden/Greiseriblicke herzuko^men scjiiesn.^ , Äbr^mpwiteeh ireilicb gilt beute nur npeh als Name eines :Masitil. der die Frommen mid F?^n«vijer: ye^Tiotiete., Aufklärung ins Volk trüg. Rp^iilärwlssensdrui .hebraisierfe nnd mit frömmer ^ei5eisterii.ing-,eine/'S jiebröische ’Natnrgeschlclite schrieb. Zu seinen /Kampfmitteln gehörte wie bei dijderen -aüch der s^lbsthiöm-aphische Röipan und so zeichnet er in seinen hebräischen.^.Vätern und 3§hnoi“ '.ggf -setee Arf äeij Kämpf .V;der Geperätionen. nicht -ohne daß die Sdiilderung , dieses Kampfes sich zum künstjerlscheh K\jlturgemalde geweitert hätte.- Aber dpr wirkliche :Meister Ist nRrppterdemNamen„MendeleM.ocher.ßfof^i'‘ l^era^rzef;:alsr .iMendele“ .bekannt 'Bu /iganz Teafi^tischeT iVÖlksname, mit-dpnj;ifr%§ich,selbst Pöj.^nancbet;:iandere;seineri Gestalten, rmd; Motive aus der groben Realistik, unbewußt oder nur unbemerkt, durch: Dichterkraft in den Bereich der Symbolik erheben will. Ein Mensch, -der^.init Büchern hausiert, alle Juden kennt, ihr, gapes Lebeh .^eichsam dufchwändert ’ und sich 'damlt vöilgesi^eh hät Und‘def;’nachdem die " Grühdstimmung dieses Lebens;' aus Weinen und’Lachen seltsam gemischt.) rihn-.sanz ü/durchsättigt,ib sejpe einzige Freude daLrin. weiß. alles zu sehen, upd imt sähM'.Bfic^än'umniiirläira zu' durchleuchteh.' v So; Ist denii lyi'ehdeles Eigenart" bezeichnet durch vdie nur ^lhm eigehe UmTähglicKkeit und Tiefe,- Realistik ’und Stimmungsechtheit in der «Erfassung-des jüdischen^ Volkslebens. .DavidüErisdfcmann hat . diese Eigenart. so charakterisier,!, daß, wenn etwa älle.Erinnefungen'ijnd Dokumente ‘des östjudischen Lebeiis’'seiner‘ Zeit ’eihmär’verlö’reh gingen’ und nur‘ ein gewisses' Büch 'Mendeles 'er- , halten:.r bliebp,:--; die Nachwelt« sich-daraus?.dg.s Wesentliche, dtespr, Lebenssphäre.rekonstruief-e^i könnte. ‘ Man käpn -in*'Sl>^e‘. „l^fehdi^^ Werke als“ ein; einziges KulturdöknmenF dies'es Lebens: ih innerilch-völkskundlichem Sinnö ^betrachten. Innerhalb desselben bildet in den älteren Werken, nur-,ejnr Moment eijm subjektive, /für-.die Kiiiturs.childeriing r a!,s solche wertvolle., aber künstlerisch hie, und dä störende Nöte: 'die Tendenz der’ Kritik, ’eine -gewisse Haltung im“ Betom>n öe- Crhtt-Schen dipses Lebens «fti i seiner-Gesamterscheinung, aus bitterer; Schärfe,; und wehmütigem Pat)ips seltsam gemischt. , Was Mendele meisterhaft ersrhaüt und wiedergesfaitet' hat, ist gieichsam die 0 e b ä r d e dieses ’ Volkslebens: die ihm an Metalls ünerscliönf: lieh Ist. Er schildere das Märktefahren der Juden oder .ihre köstlich-naiven politischen .Gespräche, dtesie in ihren;AnsammIungen;auf der .Straße.,,im Bet-hä-Mldrasch"'oäeT‘bei anderen‘Züsänuhenkühften''führen, die’’: Hochzeit ^’Jm Hause-/"des Reichen ’ oder das: Elntreteni«ines:Armen. in :.eln solches: Hans.schildere-Juden Im -.BaddOder-yor Ifijren H,?.vstürfiji: ' der Landstraße öder beirn' .,Pessächmäch'enu.' 'es geht ein Zug durch dies alles, welcher gleichsam für - das, ganze Volk; scjiickgalsmäßig ist,, ein Ewigkeitszug, der all(e. diese..kleinen Wanderungen und Bewegungen des Lebehs in! einen Zusammenhang stellt mit der täüsen'djähfigen Wänderüng und Be^ wegung des Volkes: . Und diesem Leben: haftet im , ganzen trotz: seines. Ernsjes .und seiner eigenen Art .won Schönheit ein Zpg der ‘ Lefiensfremdheit an, der ■yefqumpfthert una‘noch mehr: einer-gejwisseh Nichtigkeit der ZieIe. Ohne«-daß Mendele sie’ selbst ’Stellen-niüßtei '-fordert .seine.Art der Schilderung die.1 Frage .heraus: y/ie ist dieses Lehen ^geworden. ..jijnd wohin kann, es führen? Denii .was "sich ip ifim äm ’ meisferi verbirgt,Ist gleichsam’ die' Perspektive'’des Raumes und det Zäit,;-öf? erscheint wle> in! eine: Insel; des Raumes ünd der Zeit verbannt.;. : «! - - ,;j;)■ -Zu -Mendeles tiefernsten Charakteristiken gehören jene d?r. eigenartige^. sozialen und börüfiiehen LebensfüHrüng.^ Ein" Jude wird vfinrnäl gfeujagt." w'ovoh er - lebe: ' er Versteht; die -Frage nicht TÖcht'- uhcP als;>ef'Ihrem « Sinne inähefköniint, verweist err apf-ßott.- der. niemanden -aus Israel verhungern -läßt Iij „Fisqjike deip Krummen“ gibt Mendele ejne ganze Einteilühg dör'verschiedenen Bettleftypen;'“nnd~Kier findet sich ’schöh •der’-dänn Von-“ Zähgwili« wiederholte;Witz-i‘von jenem Schnorrer.-rder seiner Tochter-eine-.ganze- Straße zur überläßt, oder, der andere, wie. der Schnprfer als' JftßtgSn^'r^söii’«»;“'''kßnftiircih' Schwieger söhn' niitb’rihgt,' -<veil er ihn für diesen Abend ’eirigeladen ’-hat.- Eine - ganze Reihe , seltsämer; .Lebenshetätigungen und-Berufe, wie .sie bei keinem^ Volke lihresgleichpfi., haben, wird när. tiim0rlC:9urck''^n,]fonnSn'.4es'.'rel|«^äR''Lebeijs.'. geschaffen.'' ' Und' a!s":‘neuä:nfiäucfietid6';Shez!aHfä* eines: f’ prob!e‘maHscheti' Tebenstyphs erscheint scliließlichraüchcIder:jüdisdipr,^chreib.pia.;;.! «McndeIe’selbst*ufragt:maöhudenä.hlstorlscben