Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 13 (1919)
- Issue
- 29 (18.7.1919)
- Date
- 1919-07-18
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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Nr. 29 Mutigste Ueberzengtmg kondzugeben, daß von allen vorgeschlagenen Wegen zur radikalen Lösung des Schicksals des jüdischen Volkes der Weg nach Zion nicht nur der richtigste, sondern auch der nächste ist.“ Die tiefe Ueberzeugtheit seiner Worte, die glänzende Form, der Woblklang seiner Stimme in Verbindung mit der majestätischen Gestalt seiner Figur, machte auf sämtliche Anwesenden einen bezaubernden Eindruck. Viele ließen sich im Ueberschwang ihrer enthusiastischen Gefühle zu lautem Applaus hinreißen, auer die Vorsichtigeren, in bitterer Erfahrung weise gewordenen, ersuchten sie. um Gottes Willen den zu lauten Ausdruck ihrer Gefühle zu unterlassen. Ihre Befürchtung erwies sich als durchaus begründet, denn im Nebenzimmer dieser bescheidenen Versammlung zeigte sich, noch während der Rede unseres gefeierten Gastes die solide Figur eines Pristaw, welcher im Namen der Administration die Abgabe einer formellen Verpflichtung verlangte, in den Straßen der Stadt nicht utnherzufahren, „weil“, so motivierte der Polizist, .aas alleinige Erscheinen des Wagerizuges mit dem ausländischen Doktor überall Demonstrationen hervorruft.“ Um uns noch klarer den Ernst dieser Maßregel einzuprägen. erklärte er kurz und bündig, daß die Polizei im Fall der Uebertretung der Vorschrift angewiesen, sei, die Pierde auszuspannen und die Wagen inmitten der Straße anzuhalten. Und da wir mit der russischen Polizei nicht in einen Konflikt geraten wollten, dessen Ausgang tür uns alle kläglich gewesen wäre, so waren wir froh, auch nur üinen einzigen Punkt unseres Empfangsprogrammes glücklich zu Ende geführt zu haben, und beeilten uns auf dem kürzesten Wege schnellstens nach dem Hotel zurückzukehren, wo wir auf diese Weise bis Abend in den Zimmern des Hotels eingesperrt Hausarrest hielten. . * * * i Die rührendsten Momente spielten sich aber bei der Abreise ab. Gegen ein Uhr nachts war dem Schreiber dieser Zeilen der Auftrag geworden, Dr. Herzl vom Hotel zum Bahnhof zu begleiten. Der Wagenzng, welcher im Laufe des Vormittags ununterbrochen Herzls Wagen folgte, war bereits aufgelöst: die übrigen Mitreisenden (Dr. Katzeneisohn, J. L. Goldberg, Dr. H. Bruk) zogen es vor, separat zum Bahnhof zu fahren. Das Wetter war naß, es regnete hin und wieder, die Stadt war mit dickem Nebel bedeckt. Und trotzdem war der ganze Weg bis zum Bahnhof ein wahrer Triumphzug. Auf sämtlichen Balkons, bei allen Gaslaternen, bei jedem beleuchteten Fenster, ungeachtet der unheimlichen Witterung und der späten Nachtstunde, standen überall wartende Volksmengen. Sobald nur unser Wagen erkannt. wurde, durchzögen die Straßen - brausende Hedadrufe, Taschentücher- und Hüteschwenken bezeichneten unsern Wegv eine ungewöhnliche Bewegung bemächtigte sich der Mengen. Je näher wir dem Bahnhof kamen, desto dichter fanden wir die Menschenmassen, und von der. Gartenstraße an waren die Trottoire voll besetzt. Aber auch diese friedliche Huldigung blieb nicht ungetrübt und ging nicht ohne Opfer und ohne wilde empörende Szenen vorbei. Den ganzen Weg hindurch gab uns die Polizei das Geleite; der Polizeimeister ritt unserm Wagen voran, die berittenen Kosaken jagten energisch mit den Nagaiken die Menge von den Straßen und manchen Trottoirs auseinander. Die Behandlung des Publikums war die übliche, nicht besonders schonende. Schon unterwegs, nächst dem jüdischen Spital, wandte sich Dr. Herzl mit dem Ausdrucke des stärksten Unwillens an mich: „Was passiert da? Aber das ist ja unmöglich! Weshalb schlägt man denn die Leute da?“ Obwohl ich mir die größte Mühe gab, den unerfahrenen Doktor zu beruhigen, und-ihm klar zu machen, daß dies hierzulande die übliche Methode sei, öffentliche Ordnung zu schaffen und einzuhalten, konnte Dr. Herzl dies absolut nicht begreifen. Ich machte unserm teuren Gaste klar, daß in der Handhabung der Ordnungsmaßregel scheinbar nur ganz unwesentliche Aenderungen vorgenommen sind, daß nur aus Anlaß seiner Anwesenheit statt der gewöhnlichen Infanteriepatrouillen diesmal auch manche berittene Kosaktnpatrouillen zur Aufrechterhaltung der Ordnung auf die Straßen abkommandiert seien.' Alle meine Erläuterungen waren wirkungslos, Dr. Herzl behauptet stets ein und dasselbe: „Nein, das ist ja unerträglich, unmöglich, wie kann man in einem solchen Lahde leben!" In den dem Bahnhof zunächst liegenden Straßen war aas Menschengedränge 'besonders energisch. Gleichzeitig mit den Hedadrufcn erhob sich ein himmelschreiender Jammer der mit den Nagaiken Bearbeiteten, der von den Pferden Getretenen, manche Leute mußten sogar ins Spital zur Heilung der erhaltenen Wunden gebracht werden, auch manche \ erhuftangen fanden statt. Mit einem Worie-, das bei uns übliche Bild der Aufrcchfcrhaitimg der öffentlichen Ordnung war in seiner ganzen Größe entfaltet und machte auf Dr. Herzl den niederseniagendsten' Eindruck. Gänzlich zusamrnengebrcchen und bleich wie eine Mauer traf Dr. Herzl am Bahnhof ein. Sein Gesicht spiegelte den Ausdruck stärkster innerer Aufregung wider. Der -Vorhof des Bahnhofes und der Bahnhof selbst 'waren' ganz leer, die strenge Wache ließ durch das Tor niemand von den „vagabundierenden Juden“ durch. "Den Dden war der Eingang nur als Reisepassagiere gestattet, die auf Droschken mit Reisekoffern und Reisegepäck ankamen. Trotzdem fanden sich beim Abgang .des Zuges 4(1—50 von den Unsrigen 'auf dem Bahnhof ein. Dis jüdische Findigkeit und die besondere Geschicklichkeit, allen möglichen und unmöglichen Lebenslagen sich anzupassen, feierte auch hier JÜDISCHE ZEITUNG Seite S ihre, erbärmlichen Triumphe.. Manche Zionisten, die in nicht zu großer Entfernung vom Bahnhof wohnten, begaben sich schleunigst nach ihren Wohnungen, packten ihre Reisekoffer respektive Reisesäcke, kehrten bald als. „Passagiere mit Reisegepäck“ zurück und passierten dann glücklich den Torweg mit seiner strengen Wache. Die auf diese Weise im-Bahnhof angesammelte kleine Schar Begleiter Dr. Herzls bemühte sich, die allermöglichste Aufmerksamkeit und ihre bereitwilligste Zuvorkommenheit in den kleinsten Details zu äußern, um so dem teuren Gaste, der von dem Im Laufe des einzigen Tages so viel Erlebten ganz gerührt und aufgeregt war, die letzten Minuten seines Aufenthaltes möglichst angenehm und beruhigend zu gestalten. Dr. Herzl bat uns dann,!hm noch einen einzigen Dienst zu erweisen und jede Demonstration, jeden Ausruf, jede Huldigung nunmehr zu vermeiden, denn es wäre ihm zu schmerzlich, durch seinen Aufenthalt auch die Schmerzen eines einzigen Juden noch zu vergrößern. Die letzten Worte Herzls an die Wilnaer waren: „Meine Herren, verlieren Sie nur nicht den Mut,,es wird eine bessere Zeit kommen, es muß ja besser werden, dafür arbeiten wir ja!“ E'ne feierliche Stille, eine stumme, heilige melancholische Stimmung beherrschte die letzten Minuten von Dr. Herzls Aufenthalt in Wilna. Um 1 Uhr 24 Minuten nachts brauste der Eilzug ab, und unser Führer Dr. Herzl verließ Wilna und unk alle zu unserm tiefsten Leidwesen bald . . . auf immer. Erinnerung Von Hermann Bahr. Als ob es gestern gewesen wäre, seh' ich mich noch, frohgemut und ungebärdig, mit meinem Leibburschen durch die Stadt flankieren und. wie wir in die Wollzeile bogen, auf einen rasch schreitenden, hochgewachsenen, dunklen Jüngling stoßen, der, unsere blauen Mützen erblickend, unwillkürlich stehen blieb, meinen Begleiter erkannte und ohne_ seine Verlegenheit bemerken zu wollen, ihn spöttisch _ gißdig ansDrach. um uns nach einigen gleichgiltigen Worten huldvoll wieder zu entlassen. Mir machte die große, wenn auch fremdartige .Schönheit des stolzen jungen Mannes einen starken Eindruck, auch wunderte mich die Befangenheit meines Gefährten, der sonst dreist und herausfordernd war. Ich erfuhr von ihm. daß dieser Theodor Herzl unserer Verbindung angehörte, wohl gelitten als ein fröhlicher, herzhafter, sprudelnder Geselle, jetzt Inaktiv, um sich aufs Examen vorzubpreiten; und nun. setzte mein Leibbursch., halb bedauernd, halb resigniert, hinzu, wird es . ihm aber wohl ja auch an den Kragen gehen! Um diese Zeit drang nämlich derAntisemitismus allmählich in die ■ österreichischen Burschenschaften ein. zunächst*-’ ohne 'besonderen Nachdruck, es wollte aber doch keine hinter der anderen Zurückbleiben. Einige Tage später erhielt denn auch Herzl wirklich ein Schreiben, worin ihm das Band abgefordert wurde, weil er eben nun einmal kein Deutscher sei. Man hatte dies bisher nie bemerkt und er selber auch nicht. Ich hörte dann erst nach einigen Jahren wieder von ihm, in Berlin, wo er für das ..Tageblatt“ Feuilletons schrieb, von der glänzenden, schäumenden, perlenden, anspruchsvoll nichtigen Wiener Art. die dort damals noch ganz neu war. die einen erschreckte, die anderen betörte und ihm Bewunderung. Neid und Feindschaft eintrug. Die Frauen schwärmten ihn an. ein Lustspiel von ihm wurde aufgeführt, das man voll Geist, voll Laune, nur doch füf den Sinn der damals noch sehr ernsthaften,' ja pedantischen Stadt zu leicht fand, es schien mit ihm ein neuer Paul Lindau heraufzukommen. Wir begegneten uns aber zu jener Zeit niemals, und erst nach Jahren, als ich. von einer Wiener Zeitung nach'Paris geschickt, um ihr über den Panamaskandal zu berichten, eines Tages In die Jourr.alistenlogc der französischen Kammer trat, fand ich ihn wieder": in der ersten Bank die geschäftigen Kollegen überragend, erkannte er mich gleich, hielt mir die Hand hin. und schon war ich wieder im Bann seines großen, strengen, dunklen Blicks, der so still auf einem ruhte, nicht ohne Wohlwollen, doch auch nicht ohne Mißtrauen, immer einer neuen Enttäuschung gewärtig. Sfr hatte sich inzwischen völlig entwienert. eher hätte man ihn für einen spanischen Diplomaten halten können. Doch am stärksten empfand ich. wie vor zehn Jahren in der Wollzeile neben meinem Leibburschen mit der blauen Mütze, auch jetzt wieder unter den eilig um ihn schwätzenden, skribelnden, witzelnden, zankenden und raschelnden Kollegen hier, wie fremd er immer in seiner Umgebung stand, fremd und verei^amt. Und dann kam eine Zeit, wo wir fast Freunde wurden. Wir waren beide wieder in Wien, wohnten uns nahe, und er holte mich auf dem Heimweg aus seiner Redaktion gern aus der meinen ab. an schönen Abenden, sind wir ait eine Stunde iang tim die Vötivkirche heraumsegar.gen. In jenem Wiener Ton. der nichts ernst nimmt, sich nichts Tiahegehen läßt und vor nichts Respekt hat, begann das Gespräch meist. Aber wenn man ihn reden "ließ, verriet er sich. In Monologen war er ein ganz anderer Mensch.-Wer nur. aus der Redaktion oder von Premieren her, den Fauiiletonisten,. den gelinde wehmütig charmanten Spötter, den Weltmann Herzl kannte, dev macht sich wohl gelegentlich über den Herz! lustig, den die polnischen Juden im Herzen tragen. Ich aber nabe den. Herz! der jüdischen. Herzen persönlich gekannt, er ist mit mir leibhaftig um die Votivkirche gegangen Da hat er mir auch einst erzählt, wann dieser Herzl geboren wurde. Das war in Paris, als Dreyfuß. der Verräter, degradiert wurde. Er stand dabei. Auch er zweifelte damals nicht an der Schuld des Kapitäns. Er ging nur Mn. um für sein Blatt darüber zu berichten: es gab vielleicht ein hübsche» Feuilleton. Das Verfahren der Degradaaber ia nicht empfindlich sein. Franzosen machen sich auch aus allem gern ein Theater: in der Aufregung smd sie nicht zärtlich. Und schließlich war es ein infamer Verräter! Nur auf eins, erzählte Herzl. war er nicht gefaßt gewesen: auf diese Freude! Freude, namenlose Freude, nichts als einen wahren Freudenrausch sah er in allen Augen, als dem Kapitän die Zeichen von der bchulter gerissen wurden. Ein Verräter! Aber war der Unselige nicht ein Mensch? Und unter aßen diesen so ritterlichen, leicht aufwailenden. leaer edlen Empfindung offenen Franzosen keiner, dem ein leidender M'ensch leid tat? Nur diese rreude, jauchzend, und eine unersättliche Gier. •:?,oc“ m®hr zu peinigen, und immer noch mehr, in allen rachetrunkenen Augen? Denn es sah keiner -einen Menschen leiden, sie sahen alle nur den Juden! „Da war mir“, erzählte Herzl. ..als wäre mem Platz bei ihm. bei dem Verräter dort, was immer er auch verraten hätte, und ich schämte mich unter den ritterlichen Franzosen, in denen uns der Haß aufiauert. jedem von uns. und seitdem bin ich Jude!1 Nun ist es zehn Jahre her. daß ich hörte. Herzl sei krank. ’Jm eben diese Zeit war gerade der T°d an mir vorübergegangen: ich wußte noch nicht, ob er schon vorbei war. ln dieser Erwar- Jraf mich die bösc Nachricht. Herzl lag ia Edlach, ich fuhr mit Josef Redlich hinaus, die Rosen blühten. Herzl lag im Garten von den Seinen und Freunden umgeben. Er lag eingehüllt. in einen Lehnstuhi hingestreckt. Sein stolzes Gesicht hatte sich kaum geändert, nur durch seinen starren, schwarzen Bart schlichen weiße Fäden. Wir sollten ihn nicht aufregen, so scherzten wir. bangen nerzens. Als es Abend wurde, begann er zu rröstein und ließ sich ins Haus tragen. Als er zu Bette war. holte man mich: er wollte mich noch einmal sehen. Da stand ich nun an seinem Bett. Er saß aufrecht, das gelbe Gesicht mit dem schwarzen Bart im weißen Linnen. Aller Spott war von ihm gewichen, in seinen Augen stand, daß er es wußte. „Wir wollen uns noch einmal die Hände reichen“, sagte er. „wir waren uns gute Freunde!'* Nach drei Tagen starb er. Dann war sein Begräbnis, das einer Heerschau glich. Salzburg. 8. Mai 1914. Mahnung an die Akademiker Zum 20, Tamus 5679.*) Als wir vor 15 Jahren an seinem Grabe standen, erschüttert, ins Herz getroffen, fast vernichtet. da gelobte Wolffsohn für uns: „Wenn ich Dein vergäße.“ Wir haben Zions nicht vergessen, wir. die. wir damals an Herzls Grabe standen, und wir haben Herzl nicht vergessen, wir. die wir mit ihm gelebt und gearbeitet haben. Es gibt aber jetzt viele in unseren Reihen, die ihn nicht gekannt haben Nicht von Angesicht zu Angesicht gekannt haben, die ihn nur aus seinem W'erke kennen und aus den Worten derer, die zu seiner Zeit und unter seiner Führung waren. Und unter ihnen sind ‘viele, die seinen Geist nicht zu erfassen, sein Herz nicht zu ahnen vermögen. Die dem überlieferten Worte des Führers dienen, nicht seinem Geiste und nicht dem tiefsten Willen seines Herzens. Wer war der Herzl. der uns starb? War es der mondäne Schriftsteller, war es der Genießer des Feinsten aller Kultur, der Mann der Gesellschaft, der auszog. ein Volk zu befreien? Nein, nein! Wie Zunder fielen alle Aeußerlichkeiten von ihm ab, als er zu seinem Volke zurückgefunden hatte. Was in ihm zn tiefst/ geschlummert hatte, wachte auf. Der Funke, der in seiner Seele nur glimmen mochte, wurde zum zehrenden Feuerbrand. alles Konventionelle vernichtend und ln der Vernichtung läuternd. Als einer der vielen Geistigen des zu Ende gehenden 19. Jahrhunderts war er ausgezogen, seinen Schriftstellerruhm zu suchen. Einer von vielen, einer mit vielen. Und plötzlich stand er da: Unverstanden, verhöhnt, verhaßt gefürchtet, allein — der Revolutionär! Denn das Revolutionäre seiner neuen Gedanken, das haben sie sogleich empfunden. Darum haßten sie ihn und rückten von ihm ab. Das Propheten tum. das sie und ihr ödes, häßliches, knechtisches Dasein geißelte, fürchteten sie und darum ließen ihn seine allen Weggenossen bald allein. Sie empfanden es: er hatte sich von ihnen gelöst, es war nicht mehr einer von vielen, er war Künder einer anderen Welt, voi der sie Schrecken empfanden, weil sie die ihrige Lügen strafte, alle ihre Nichtigkeiten und Erbärmlichkeiten erst recht zu Bewußtsein brachte, den giftigen Sumpf aufzeigte. in dem das jüdisch* Volk, besonders aber seine Geistigen zu versinken drohten. Zum Revolutionär des jüdischen Lebens, des jüdischen Denkens, des jüdischen Fuhlens war er empoxEcwachsen und die Form selbst seines eigenen Lebens hätte er sprengen müssen, hätte es nicht vor der Zeit geendet... Statt des Gemeinen das Ungewöhnliche, statt der Dumpfheit die Klarheit, statt der Lüge die Wahrheit, das, war Herzls Wollen. D?.s fiöcbsis erstreben, uikI mit beiden rußen doch fest auf der Erde stelle::, aas war seine Art/ - „Glauben Sie mir. die Politik eines ganzen Volkes — besonders wenn es so in aller Welt zerstreut ist — macht man nur mit Imponderabilien. die hoch m der Luft schweben“, schreibt er unter dem 3. Juii 1893 an Liaron Hirsch, und im selben Briefe: „Und bei dieser Unternehmung (dem Auszug ins gelobte Land) wird schon in den *) Diese Worte werden in der nächsten Nummer der Zeitschrift des jüdischen Akademikers „Esra“ erscheinen. I