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Jüdische Zeitung · 1919-07-11 · 28 (11.7.1919) · p. Seite 4

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
13 (1919)
Issue
28 (11.7.1919)
Date
1919-07-11
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 JÜDISCHE ZEiTUNQ Nr. 28 In den ersten Zeilen des interessanten Artikels wird der Geffentlichkeit verraten, daß die Partei sich in einer ^schweren Krisis befinde. Daß eine wesentliche Ursache dieser Krisis in — sagen wir — nicht vollei Ideenübereinstimmung zwischen dem zionistischen Landeskomitee und dem jüdischen Nationalverein gelegen sei. ist unschwer aus dem weiteren zu entnehmen. Margulies ist nun mit dem Ergebnis des a.-o.- Delegiertentages zufrieden und auch nicht zufrieden. Ihm konveniert zwar die Fusion der zionistischen Partei mit dem Nationalerem; aber nur dann, wenn dieser vollständig in der Partei anfgeht. Das bedeutet, daß die Männer, welche in Deutschösterreich durch Tüchtigkeit. Ausdauer und unendliche Geduld, in zäher Verfolgung ihrer Ziele und in ehrlichem - Streben den Erfolg an ihre Fahne zu heften verstanden, zu Marionetten herabgesetzt werden sollen, deren Drahtzieher der großen Masse unbekannt sind. Unsere Mandatare sollen sich der Richtlinien ihres Handelns zugunsten eines Pro- gramms begeben, das nicht die Plattform war, auf welcher sie gewählt wurden. Ich gehöre nicht zu den Eingeweihten der zionistischen Partei. Ich bin bloß Mitglied meiner in den ersten Anfängen sich befindlichen Bezirkssektion und des Nationalvereins. einer von den vielen Tausenden, die sich -erst im und nach dem Kriege der iüdischnationalen Partei anschlossen. Vielleicht sehe ich gerade deswegen klarer und halte.es daher für meine Pflicht. Ansichten, wie sie Margulies entwickelt und die geeignet sind, die Sache unseres politischen Kampfes zu schädigen. entgegenzutreten. Wir leben in einer Zeit, wo das doktrinäre und dogmatische Festhalten an papierenen, starren Grundsätzen ein vollkommenes Fiasko erlitten hat. „Leicht bei einander wohnen die Gedanken, doch hart im Raume stoßen sich die Sachen.“ Wäre die' Sozialdemokratie ie die große Partei ohne so manches Konzessiönchen geworden? Und hätte die jüdischnationale Partei als Wahlparole nur Zionismus und Palästina ausgegeben, wie viele von den mehr als 15.000 Stimmen in Wien hatte sie wohl auf sich vereinigt? Was folgt nun daraus? Nicht „Zurück zum Zionismus“, sondern „Vorwärts im Zeichen des Nationalismus“, vorwärts zur weiteren Ausgestaltung der' iüdischnationalen Agitation, vorwärts zu weiteren Siegen, zur Eroberung der Kultusgemeinden und deren Umbildung io Volksgemeinden, vorwärts zum Ausbau unserer Bezirkssektionen, damit sie ein wirksames Instrifinent werden, um uns fernere Siege bei den nächsten Wahlen in die öffentlichen Körperschaften zu bringen. „Vorwärts“ und nicht ..Zurück“. Was jedem wahren Juden vor Augen schwebt, ist die Förderung des Wohlergehens aller Volksgenossen in allen. Ländern ohne Herabsetzung unserer »nationalen und kulturellen JEigenart Dies unser Gegenwartsstreben. .Das Ideal der Zukunft ist die Vereinigung aller Juden in Palästina. Die Realisierung dieses Ideals ist vorderhand noch -in weiter Ferne, verlangt aber intensive, zielbewußte Arbeit aller maßgebenden Faktoren in den nächsten Jahren, um vorerst nur unsere Staatlichkeit zu gründen. Die mögliche Abwanderung derjenigen Volksteile, welche schon heute nach Palästina streben, muß selbstverständlich von den4üdischen Parteien der ganzen Welt mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gefördert werden. Wir sind uns alle darüber einig, daß wir sobald .als möglich unser ideelles und geistiges Zentrum in Zion schaffen müssen. Für die Entfaltung dieses geistigen und nationalen Zentrums wirken, wird das Streben der jetzigen und künftiger Generationen sein. Aber in den Vordergrund darf die Palästinaarbeit nicht gestellt, die Gegenwartspolitk ncht als quantite nöligeable betrachtet werden. " Wohlgemerkt! . Unser Streben für die Entwicklung Palästinas kann nur in der Diaspora einen Angriffspunkt finden und bleibt bei Vernachlässigung der Gegenwartspolitik leerer Schall. Solange der Zionismus eine rein geistige und ideelle Bewegung war und mit den Zuständen in sich bestreben. Das vorliegende Heft ist ein Anfang. Es enthält eine Betrachtung von Eugen H o e f 1 i c h über unsere Stellung bei der Friedenskonferenz, die insbesondere betont, daß keinerlei Verleihung Palästinas an das jüdische Volk uns wirklich , zu Herren des Landes machen kann, sondern daß wir zunächst einmal die Verständigung mit den Arabern suchen müssen und darüber hinaus au! die-Durchdringung der iüdi-: sehen Massen mit Arbeitsgesinnung alle Kräfte konzentrieren müssen. Nur dann kann Palästina jüdisch sein. Dr. Oskar Rosenfeld steuert eine Arbeit über das Pr oblem der jüdischen Kunst bei, Max Brod veröffentlicht einen Abschnitt aus dem unvollendeten Buch „Heidentum, Christentum, Judentum“, in welchem an Hand von Beispielen aus deiti Talmud die Ansichtwiderlegt wird, als ob im Judentume die Naivität fremd wäre, besonders die zitierte entzückende Geschichte vom Streit zwischen Rabbi Elieser und Rabbi Jehoschua ist voll von echtem Humor und Tiefsinn. Aus den weiteren Beiträgen des Heftes sei die Schilderung einer Straßenepisode „Dezembergang“ von Albert E h r e n s t e i n, ein Essay „Besinnung, Vergeistigung. Verantwortung“ und eine Bemerkung über „Auserwähltheit“ von Felix Welt sch erwähnt. Außerdem wird Landauers Aufruf zum Sozialismus von Siegfried Schmitz und Hugo Bergmanns Buch „Jawne und Jerusalem“ von Ernst Müller besprochen. Es wäre vielleicht wünschenswert, daß die späteren Hefte der Zeitschrift sich auch mehr mit den konkreten Aufgaben des Akademikers befassen; Die Ausstattung ist gut;- das Einzelheft kostet K 2.6Q, Vierteljahrsabonnement K 7.50. de.- Welt, in der wir jeinmal leben, wenig rechnete, war und blieb er auf'dem toten Punkt. Sein großer Aufschwung datiert erst von der. Zeit, wo aus dem Zitrismus jüdischer Nationaismus wurde, der erst den Kontakt mit den breiten Massen fand. Drohte der Zionismus in dem Kram literarischer Utopien zu vei kümmern, so wurde der Nationalismus zu einer gewaltigen, .nicht mehr einzudämmenden Volksbewegung, die nicht im Zionismus aufzugehen - braucht, um diesem zum Durchbruch zu verhelfen: Der jüdische Nationalismus, in welchem nicht eine Spur von Imperalismus vorhanden ist und in dem alle sozialen und kulturellen Anschauungen — ich schließe auch den Kommunismus nicht ans — Platz haben, muß und wird sich die jüdische Welt erobern. Darum sage ich nochmals: Night „Zurück zum Zionismus“, sondern „Vorwärts im Zeichen des Nationalismus“. - - Der zweite Artikel des Gg. Heinrich Margulies. über das Galuthproblem in Nr. 24 der „Jüdischen Zeitung“ wird, soweit er veröffentlicht ist. nicht nur meine, sondern gewiß auch die Zustimmung der meisten Gesinungsgenossen finden, mit den Einschränkungen! welche sich aus den obigen Ausführungen ergeben._ Hechaluz Von Viktor Ch. Arlosoroff. (Schluß.) Es wird unmöglich sein, die Beantwortung dieser Fragen sorglich zu sondern. Vielmehr fließen ia alle: Anforderung und Erfüllung, Vorbereitung und Ausführung so ineinander, daß eins dem amdem Voraussetzung und eins des andern notwendiger Grund ist . Was aber auch immer , in der Entwicklung stärker betont wird'oder natürlicherweise zurücktiitt: .eins steht unverrückbar fest. Die Grundlage des Chaluztums, des Pionierseins ist die Verantwortung für die ungeheure Aufgabe, die gerade die kultur- und zukunftsbewußten Elemente für die Zukunft Palästinas werden zu erfüllen haben. Die äußere Lage des jüdischen Volkes wird die zionistische Kolonisation, wie wir eingangs sahen, in Maßstabe (hitneakidrängen, die vielleicht jenseits des Willens und der Tragfähigkeit der zionistischen Leitung stehen, werden. Und selbst wenn der ftninigrationsstrom nach .Palästina nur die einige Zehntausende jährlich umfassen wird, von denen man offiziell sprächt, werden noch immer neun Zehntel der. Einwanderer entweder den Sinn der Siedlung und ihres Wirkens an ihr nicht erkennen oder allzu leicht geneigt sein, ihre „Berechnungen“, ihre kleinen toteressen, ihre Empfindungsträgheit vor das; nationale Schaffen und die Bedürfnisse der Gesamtheit zu stellen. Das Hechaluzelement muß da doppelt und vielfach auf der Wacht sein und allen diesen Einflüssen.. die Lebenskraft seines . Idealismus entgegensetzten, Und war bisher das Große, <ier Chaluztat der Uebergang, das AUe-Brückeri-binter-säch-abbrechen, um des Volks willen, so beginnt heute ihr Großes im Leben und Bauen knJitschuw selbst. Was nur nein kopieret gefaßt, die Frage der Vorbereitung anbetrifft, so zerfällt sie ganz von selbst, automatisch in eine geistige und eine technische. , Unsere Kolonisation Palästinas — es ist Zeit, das jetzt ganz freimütig zu betonen — hat ja ihren letzten Grund nicht in einer ökonomischen Notwendigkeit und nicht in einer politischen Immtgrationsmöglichkert, ■ wie die Koloufsationswerke der meisten anderen Völker. Sondern unsere Kolonisation hat vor allem ungeheuer starke, geistige Aufgaben zu erfüllen; sie muß sich bemühen, dem "ganzen Volk (das. Vaterland zu ersetzen, sie muß als kultureller -Mittelpunkt der Nation wirken. Und eine solche Kolonisation darf nicht nur kein geistiges Moment vernachlässigen, sondern sogar nicht irgend ein anderes zum herrschenden an seiner Stelle erheben. Palästina (darf me vergessen, daß es für . uns Zion ist . Bisher haben auch alle schaffenden Kräfte, die im Lande waren; sich bestrebt, das nie zu vergessen und haben däeriadturelle Wiedergeburt, die Bficherefnlauf Verlag Die Aktion, Berlin-Wilmersdorf: Politische Aktionsbibliothek, BtL 5: Das kommunistische Manifest 40 Pf. — Der Rote Hahn, Bd. 36: A. Lunatscharski, Die Kulturaufgaben der Arbeiterklasse. 80 Pf.-Aktions- - bücher der Aetemisten,’Bd. 9: Gottfried 'B ehn, Der Vermessungsdirigent. - Jüdische Jugend. Heräusgegeben vom Kartell Jüdischer Verbindungen und der Jüdischen Tumerschaft Heft DL Berlin 1919, Jüdischer Verlag. Aus dem Inhalt: Alfred Kupferberg, Per Jude in der deutschen Jugendbewegung; Hans Goslar, JüdischeKäuflente im deutschen Wirtschaftsleben; Kurt Blumenfeld, Antisemitismus; Kriegserlebnlsse etc. etc. Dr. Arthur Ruppin, Der Aufbau des Landes Isräe 1.-Berlin 1919, Jüdischer Verlag. Mk. 8.—. . ' . Der Jude. Eine Monatsschrift, herausgegeben von Martin Bub er. Wien-Berlin, R. Löwits -Verlag. IV. Jahrgang. Abonnement pro Jahr K 41.20. Einzelheft K 4.—. Doppelheft 1/2 (Äpril-Mai 1919). Aus dem Inhalt: Theodor B e h r. Unserenationalen Forderungen und der Friedenskongreß; Josef Tennen bäum. Wirtschaftspolitische Postulate der Juden in Galizien; Siegfried Lehmann, Ueber 'die Grundlagen eines jüdischen Gemeinwesens In Palästina; Nathan ben Nathan, Die Erbpacht: Herrmann Glenn, Um-die Jugend; E. M. L i p s-c h ü t z. Ein hebräisches 'Institut; Gh. N. B;a 1 ik, Halacha urid Aggada; Henri Nathan- ’sen, Zwei Briefe; Ernst Müller, Sohar-Uebertragungen; ferner Bemerkungen und Bücherschau. sich wesentlich um die Renaissance der hebräischen Sprache konzentriert hat. gefördert" und gepflegt. v Vor allem waren es da zwei Klassen, dieproduktivsten des ganzen Jischuw: Arbeiterschaft und Lehrerschaft — insbesondere in den Reihen des. „Hapoel-Hazair“ — die sich zusammen mit der allerdings an Zahl noch geringen, schon im Lande aufgewachsenen Jugend, um die. Durchsetzung des Hebräischen im ganzen Leben, um die Erhaltung und Fortentwicklung unserer. viertausendjährigen Kultur verdient gemacht haben. Und je stärker-der Zustrom jüdischer Arbeiterschaft nach Palästina wind, desto größere Verantwortung liegt auf ihren Schultenn. Wird uns die Zeit nach dem Weltkriege die große Massenbewegung nach Palästina bringen, deren eine dei schwersten Aufgaben des neuen Landes," aus den angehörenden Immigranten-Bestandteilen die -kulturelle Einheit zu schmieden, die von Palästina erwartet werden -muß. ' Auch bewußte V-erfälscfeimgstendemzen, die sich im Galuifli entwickelt haben;- werden im Lande nicht ausbteiben. Da muß die „Hechaluz“-Bewegung wiederum die Kerntruppe sein, in der das Ideal unserer einzigen originellen Kultur lebt, die uns durch die Jahrtausende geführt, genährt und erhalten hat' die „Hechaluz,,-Bewegimg, die nach Palästina kommt, muß soweit im Hebräischen wurzeln; daß sie nicht nur ohne weiteres äußerlich, der Verständigung wegen einheitlich ist, sondern vor allem, daß sie innerlich-geistig so mit der hebräischen Wiedergeburt verwachsen.Jst, daß sie imstande ist. sich, sofort einzufühlen in das erwachende Kulturleben im Lande, sich organisch einzugliedera in das werdende und neue Palästina, daß sie. sei es als schaffender,- sei .es als. aufnehmender Teil, der Träger der hebräischen Kultur wird. So ist vor allem die hebräische' Vorbereitung ein wichtiger Bestandteil der geistigen Vorbereitung der Chaluzim. Wo die zeitliche Möglichkeit noch vorhanden ist. soll sie selbstverständlich durch das elementare Wissen an' Palästina-Geographie, Geschichte des Jischuw, Arbeiterfragen, Genossenschaft?! ragen usw. ergänzt werden. Darüber hinaus aber muß „Hapoel-Hazair“ seinen Genossen-Chaluzim eine weitere, für. ihn sehr wesentliche, geistige Erziehung vermitteln, die Erziehung zum Gedanken-der Arbeit und des Volkssozialismus. Wenn eine Bewegung, so muß der „Hechaluz“ den Geist, den unschöpferischen Geist des Gaiuth überwunden haben, sie muß wissen, daß nur. wenn, die Arbeit im Lande jüdisch wird, wenn das neue Leben im Lande ganz von unseren Händen gebaut-wird; daß nur dann das Leben wirklich unser Leben sein wird.. Sie muß (kämpfen gegen eine Kolonisation, die von fremden Händen ausgeführt wird — wie, es" bis zum Erscheinen des „Hapoel-Hazair“ tatsächlich iu Palästina war. Nicht um 'eines Klassen» oder eines nationalen Hasses willen, sondern aus der Erkenntnis heräüs, daß. die nationale und menschliche Wiedergeburt des jüdischen Volkes unmöglich ist. eine Illusion, ein Phantom, ohne daß .die jüdische Arbeit in ihrem ganzen Umfang wieder- -geboren wurde. Jeder Chaluz muß wissen, daß mit dem Augenblick, wo er'sich der Bewegung anschließt, das alte Leben des Gaiuth hinter ihm liegt, und seine höchste Pflicht ist," sich fähig zu machen in irgend einer Form, am schöpferischen Aufbau Palästinas sich zu beteiligen. Deshalb vor allen Dingen, weS wir erkannt haben, daß die produktiven Volksschichten die Grundlagen unseres Lebens an Palästina bilden müssen, wendet sieb unsere „Chaluz“-Bewe- -gung auch vor allem an diejenigen Menschen, die auch im Gaiuth schon produktiv tätig gewesen sind, an die jüdische Arbeiterschaft, an die jüdische Handwerkerschaft, an die jüdische schaffende Intelligenz, die an dier Seite der' breiten Massen des arbeitenden, jüdischen Volkes steht und kämpft. ' Aber nicht nur die ideelle Vorbereitung der „Hechaluz’-Bewegung des „Hapoel-Hazair“ zum Gedanken der jüdischen Arbeit und -des . Volkssozialäsmus, nicht , ihre Einstellung in den hebräischen Kulturkreis allein ist notwendig, sondern auch die rein technische, die es ermöglicht, ihren Gedankenin Palästina in. die Wirklichkeit umzusetzen. Und die erste Stelle wind! unter allen diesen Arbeiten die landwirtschaftliche einnehmen ' müssen. Nicht nur, weil der ganze Jischuw auf dieser Grundlage .sich aufbaut, sondern vor allem weil das d!as große, zentrale Problem der jüdischen Voiksneaaissance darstellt, ans; dem heimatlosen Volk wieder ein bodenständiges zu. machen, und weil da nichts mehr an die Heimat, an das Land bindet, als die Arbeit, dge sich täglich ihm verbündet, weil nichts soan die Scholle fesselt, als der Schweiß, der-sie tränkt. Zudem ist es auch eine unbedingte Notwendigkeit für den Jischuw, daß die AibeitsRrä!te,-die nach Palästina kommen, und die meist aus demstädtischen Industrie- Proletariat stammen, nicht ganz der Vorbereitung für die agfikultorelle, Arbeit entbehren. Vielleicht ist dieser Mangel einer der stärksten, den unsere Kolonisationsarbeit vor dem Kriege aufzuweäsen gehabt, und der. der die Landairb'eiterfrage so brennend und so unlösbargemacht hat. Für den ur.ausgebikieten Arbeiter war weder Platz noch genügend Ausbildungsmöglichkeit' im Lande , vorhanden. ~Er brachte dem Jischuw keineswegs den Nutzen, den er hätte brtngerTkönnen, und mußte ' teilweise selbst das Land verlassen. Der ausgebildete, landwirtschaftliche Arbeiter dagegen fand stets sein Auskommen und warfür die Entwicklung der jüdischen Kölohi&ation von der weittragendsten Bedeutung. ,

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