Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 13 (1919)
- Issue
- 25 (20.6.1919)
- Date
- 1919-06-20
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite '4 dabei war: Wir richteten, erwarteten, verlangten. Diese Delegaten hatten Ungünstiges ■* über denStand unserer diplomatischen Verhandlungen vernommen, hatten, was weiß ich. Dillons Bericht gelesen, glaubten ihm und wurden pessimistisch. Sie aber, Herr Dr. Weizmann, wandten.sich an diese mißmutig Gewordenen mit den Worten: „Ich wiederhole und betone* nochmals : Ich bin nicht pessimistisch Ich : bitte Euch, verlanget keine raschen Resultate Was ist Euch denn geschehen, daß Ihr plötzlich den Glauben verloren habt? Wie lang ist es denn her, daß ich Euch üb» die historischen Verhandlungen auf der Friedenskonferenz berichtet habe? Ihr wäret damals voll Begeisterung, voll des Glaubens, und wie kommt es, daß Ihr plötzlich in Verzweiflung geraten seid? Ich frage Euch nochmals, glaubt Ihr einem Dillen, der noch Tausende anderer Sachen im Kopfe hat, oder glaubt Ihr mir? Wir werden nicht erlauben, daß unsere Feinde triumphieren. Verlieret nicht die Hoffnung. Palästina, ist unser.-Dies unterliegt nicht dem geringsten Zweifel.“ - So sprachen Sie — und erzielten damit, wie der.Bericht lautet, stürmische Ovationen, wobei „viele Delegierte weinten“. Und. dag egen wende ich mich hier. Dagegen, daß Sie wider den jetzigen Pessimismus losgezogen, sind, nicht aber eher gegen den früheren Optimismus. Sie riefen: „Ich kenne euch doch, ihr seid ia alte Zionisten“ — und Sie hatten recht! Jawohl, das sind die alten Zionisten mit der unseligen Ueberlieferung (so schrieb ich. einmal) .noch aus der Zeit Herzls her, immer an die Leitung große Forderungen zu stellen, nicht an sich..Nach dies» Art Zionist sein, hieß: zustimmen, daß die Juden eine Nation fand, daß überall irgend eine Art Judennot besteht — d» Masse od» der Emzelpersönlichkeit — und daß das jüdische Volk darum eine Heimat »langen muß. Dieses Bekenntnis kostete nichts. . Verpflichtung sollten nur die Führung haben und die, Organisation; die hätten vieles leisten . müssenden Chart» »langen, die Zustimmung und Garantie der Mächte erwirken, die Milliarden aufbringen, die jüdischen Massen »wecken, deren Umsiedlung durchführen und allerlei anderes noch. D» Einzelzionist aber zahlte höchstens den Scheckei, das sind zwei Heller wöchentlich, und eventuell noch ein Kleingeld für den Nationalfonds, ging einmal jährlich zur .Makkabäerfei», gelegentlich zu ein» zionistischen Veranstaltung und — was das einzige Intensive an d» Betätigung dieser Art zionistischer Gesinnung war — er suchte mit intensiv» Neugierde injedem neuen Heft d» „Welt“ nach, ob sich nicht darin' irgend eine durch die große Ueberschrift als bedeutend klassifizierte Nachricht fände, ob H»zi - schon; wohl beim Sultan Palästina.„gekauft“, öder ' irgend eine diplomatische Wundertat vollbracht hätte oder dergleichen. Diese Art Zionisten weiß es noch'bis heute nicht, daß der Zionismus nicht etwas Distanziertes, Fremdes, Aeußeres, Fernes ist, das in Berlin, in Kopenhagen, in Paris, ' in "London sitzt,' im Aktionskomitee, im Zentralkomitee, im Vereinspräsidium. Sondern, daß du, ich. er, sie, wir die Bewegung sind: daß die Bewegung nur groß ist wenn wir nicht klein sind; daß sie nichts taugt wenn wir nichts taugen. Jedesmal, wenn man an Zionisten jener Art wegen Arbeiten, Leistungen herantritt versagen sie: aber von d» Leitung alles zu verlangen, ohne ' ihr die Mittel dazu zu geben, ohne sich ihr zur Verfügung zu stellen — das ist ihre Leistung. Ich aber sage: immer noch waren bei uns die Führer bess» als die Geführten; immer noch war bei uns unter allen Lötungen die Bewegung zumindest leidlich, ab» die Bewegten waren es nicht Es gilt bei uns ungefähr die' Ansicht daß nur die Führ» zum Arbeitrav da sind, wir dagegen manchmal auch etwas beizusteuem. jedenfalls -ab» immer als Besserwisser, Kontrolleure, Ford»» zu fungieren haben. SchlaffnacMge sind solche Optimisten:dife wfnzive Kraftmemre. die sie einer überpersön- . liehen Sache zu widmen geruhen, muß durch tausend Seile festbeeründteter Hoffnungen angezogen werden, wenn sie sich bi Arbeit und Leistung Umsetzen soll Jetzt werden säe sich phrasengeschwämrert in die ebenso schön-heroische wie windig-leere Atfötude des vom großen Moment inspirierten Erwartenden, Fordernden gegenüb» -der - Lötung werfen, um die eigene Untätigkeit und Unzulässigkeit vor sich selb» indirekt zu entschuldigen. ohne daß sie gezwungen wären, auf den Genuß der stattlich-stolzen Gehobeniheit ..dies» historischen Stunde“; zu verrichten.“ Und' immer ist ein solcher Ziomstling ein Optimist Er weiß, wie leicht und billig es ist ohne Anstrengung zu hoffen, und weiß rächt, wie bitter schwer es kommt das Kleinste ordentlich^und mit Verantwortungsgefühl durchzuführen —■ warum sollte » sich denn die herrlichsten Hoffnungen ' auf Grund fremder Bemühung rächt leisten? Jeder von uns erinnert sich wohl aus früheren Jahrein, daß die englische Föderation — vereinzelte dortige Zionistear in allen Ehren! — als Ganzes in d» Skala der diversen zionistischen Leistungen weit hinter dem zurückzubleiben pflegte, was man von ihr füglich erwartet hat — aber jetzt reichlich vor'Freude weinen. ..warum denn rächt?“ Wir sollten ab» eine hohe Minimal- Opfer grenze festsetzen, oberhalb welcher erst das Recht »steht Optimist zu sein; wir sollten bestimmen, daß, wer rächt ein gewisses großes Maß von Leistung aufzuweisen hat gepeitscht werde, sobald » es wagt aas Begeisterung und Freude, die ihn nichis oder fast nichts kosten, zu weinen. Sie aber, verehrt» Herr Doktor Weizmann, fanden*es für angezeigt und nützlich und nötig, ' diesen nichtsnutzigen Optimismus wieder zu ent¬ JÖ1MSCHE ZEITUNG fachen. Wozu? „Wir werden nicht erlauben, daß unsere Feinde triumphieren. Dies unterliegt rächt dem geringsten Zweffirä“, sagten Sie; Ist' das ab» wirklich sich»? Können Sie. kann überhaupt menschliche. Kurzsichtigkeit und Ohnmacht räch däfür verbürgen? Können Sie wissen, was morgen kommt? Ob rächt irgend ein Sturm schon diese Nacht oder in zwei oder in x nahen Jahren die Mann» od» das System od» die ganze Weltordnung wegfegt auf die Sie — im besten Und ehrlichsten Glauben — Ihne feste Zuversicht . gründen? Weswegen sollen und wollen Sie der» dafür dfie rächt notwendige Verantwortung über- 'nehmen? Ich spreche allda nicht vom sogenannten moralischen Standpunkt von der moralischen Verantwortung, in jemandem, in Massen.« in unsiücidächen .Herzen von Kriegs- und Pogromopfem zuv»sichtliche Hoffnungen zu »- wecken oder zu verstärken, dfie sich möglicherweise rächt erfüllen. Auch spreche ich nicht vom Bedenklichen darin, Erwartungen zu erregen, die, wenn sie trügen, . wenn wir es. trotz' Ihrer Zusicherung, werden „erlauben müssen, daß unsere Feinde triumphieren“, eine Enttäuschung und Verbitterung zurücklassen würden, , dfie für die jüdische Erlösungsbewegung unübersehbar schädlich, geradezu verhängnisvoll wären: Vom ethisch» und allgemein jüdlsdHnützlichett Gesichtspunkt will ich also edramal ab sehen. Ab» auch w» sich durch diese Unmoral rächt behindern läßt und die Folgen dies» Enttäuschung räbht fürchtet auch d» müßte einfach vom Standpunkte der Nützlichkeit nach Innen, vom partei-egoisüfscheni Interesse ans sich gegen diesen unfruchtbaren Optimismus werden. Wozu ist er. rein praktisch gesehen, gut? Werden sich sonst die Gedanken und Herzen der Masse rächt nach Palästina wenden? Jetzt, wo wir infolge des Krieges ’ und der Pogrome IpM» — o Ironie des Schicksals, daß wir entgegen unseren ,inn»sten Wünschen viel» Jahrzehnte jetzt darauf „leider“ sagen müssen! — wirklich Massen, haben, die auf Palästina zitternd warten: jetzt wo bei günstiger Gestaltung der paläs tinapoMschen Sachlage unser all» tiefste Sorge rächt darauf wird gerichtet sein müssen, wie man die Juden nach Palästina bringt sondern wie man sie vorläufig, von dort abhält — wozu brauchen wir jetzt diesen Anreiz des Optimismus? Diese „alten bewährten Zionisten“ vor Ihnen weinten gleichsam. verzweifelt ob d!» ungünstigen, Beriohte. weinten aber gleich wied» vor Freudie und Aufschwung, als Sie ihnen versicherten, unsere Verhandlungen stünden gut: die Wandlung vollzog sich in wenigen Minuten — mußten Sie schon rächt daraus allein die sichere Empfindung schöpfen, wie nichtsnutzig diese Begeisterung und dies» filmrasche Pessimismus — Optimismus ist und daß darum die Zuv»sicht dies» Zionisten ebensowenig ein Gewinn bleibt, wie ihre .Verzweiflung *ein Verlust" war? ’ ' ';i* Ja. Sie habe» vor alten, bewährten' Zionisten gesprochen und die. so sie' hinsichtlich d» Leistung auch im Uebsrschwang des rosenroten Optimismus in bleiern» Indolenz; verbleibeit, können natürlich ohne ihn rächt leben. Ebenso wenig wie die Millionen Konjunktur-Zionisten, die uns unsere jetzige Erfolgswelle amseschwemmt hat Ab» Gott sei es gedankt: unalte Zionisten wachsen b»an, die des Optimismus rächt bedürfen: die überzeugt sind, daß die gewisse Sorte von Optimisten, geschieht das günstige Wund», durch Ihre Unzulänglichkeit ihren .Mangel an Opferbereitschaft sowie Unter-und Einordnungs- Willen erst recht die Welt das jüdische Volk, die zionistische Organisation und deren Leitung enttäuschen werden und daß dagegen die Arbeit, die Wirkungsmöglichkeit .dieser Jungen erst gerade beginnt sobald# die Pessimisten recht behalten: der Jungen, der Piontere. deren1 man eigentlich gar .rächt braucht wenn uns»e Dinge nach Wunsch u»d Hoffnung gehen, deren Wert nnd Notwendigkeit erst »stehen, sobald. ..unswe Feinde triumphieren“: d» Jungen, deren geballte Hand zu mühe- und entbehrungsreicher Arbeit sich »st recht erhebt sobald die Optimisten die Hände sinken lassen, sobald, sagen wir. rächt Sie. verehrter Herr Doktor, sondern DM Ion recht behalten wird: d» Jungen-Pessimisten, die eventuell bereit sein werden zum Sturmrufe: „Hurrah, denn die Sache steht schlecht!“ .Abraham Schwadron. Pf. Karl Weisels tot J Mittwoch, den 18. Juni 1919, verschied einer unser» Besten, Dr. Karl Meiseis. Ein schwerer Verlust für die Partei: d» » sein ganzes Leben voll Arbeitslust und -kraft gewidmet hat Meiseis war 1893 als Sohn eines Arztes in Stryj geboren und schloß räch schon dort als Untergymnasiast mit Begeisterung der zionistischen Bewegung an, welch» er auch nach Uebersiedlung seiner Eltern nach Lemberg zugetan blieb. Nach der Matura widmete er sich den juridischen Studien und trat in die Lemberg» Hochschulverbindung „Judäa“ ein. Ha» wurde er alsbald Leiter der sogenannten kidexenkommission, welche es sich zur Aufgabe stellte: dem Jüdischen Nationalfonds ständig ansehnliche Beträge zuzuführen. Daneben übernahm Meiseis mit Erfolg die Administration der in polnisch» Und hebräischer-Sprache in Lemberg erscheinenden Kinderzeitschrift „Haschacher“. Bei Kriegsausbruch kam er mit seinen Eltern nach Wien, wo sich ihm ein weiteres Arbeitsfeld' eröffnete. Er wollte es nicht dulden, HaR durch die Kriegswirren, die Organisation in ihrem Aufbau gestört werde und widmete sich zunächst im Rahmen des zionistischen Exekutiv- Nr/25 ■ komrtees mit zähem;Eif» d» Schekelpröpägaoda. Zugleich führte-* efdie' Administration 'der nunmehr in Wien »scheinenden polnischen Monatsschrift für die reifere jüdische Jugend „Moriah“, die sich dank seiner unermüdlichen Tätigkeit einen großen Aboimentenkreis är Galizien - und! Polen eroberte. ’ ~ D» rastlose: durch nichts beirrbare Elf» Meisels erweckte die 'Aufm»ksaihkeit der Wiener Nation alfonds-Kommission und diese übertrug ihm Ende 1917, nach dem Rücktritte Dr, Wilhelm Beigel's, das' Sekretariat. Dank seinem ausgesprochenen Orgarä-; satäönstalent gelang es flun, die Einnahmen des Jahres 1918 auf das Doppelte des Vorjahres za bringen. Dies ist umso höher zu werten, als » räch bereite' schwer5 krank fühlte und sich den ..Verfall 'sein» Kräfte .rächt verbergen könnte,. Vergeblich mahnten Seine Eltern und .Freiunda ihn, sich von' der Arbeit zurückzuziehen oderdoch ein weinig zu schonen. Er hielt es für"seine heilige Pflicht, auf dem Posten aüszuharren'. " Als er ab» im Frühjahr 1919 sich im Wiener Allgemeinen Krankenhause ein» Operation ’ünt»zieheri müßte, führte dies zu einem so rapiden Kräfteverfall, daß er 1das Sanatorium Feiler in' Judendorf und hernach das Sanatorium, Wiesterin Graz äufsuchen müßte, wo ihn nunmehr; d» Tod von seinem Leiden erlöst hat ■ ' . Ein groß» Kreis' p»söräicher Freunde. trau»t uni den Verschiedenen, dessen. Kennzeichen die uneigennützige. Hingabe und unbedingte Treue waren. Wir alle ab» wollen ihm Treue mit Treue vergelten lind sein Andenken •für immer hochhalten. Dr. E. Z. ... 3; - , - Zionistische Bewegung Delegiertentag des schweizerischen Ziönistenverbandes . Mittwoch, am 28. Mai: wurde im GroBratssaal in Basel die Tagung des schweizerischen Zibnlstenverbandes »öffnet Anwesend waren 67 Delegierte, die 24 Vereine vertraten und' aüß»- dem eine Anzahl von LandeskoimteemitKlBederit. In seiner Eröfnungsrede besprach Verbandspräsi- ’ dent Dr. Brunschwig zunächst die Leiden unseres Volkes Im Osten. Bei' Besprechung d» Palästinafrage erwähnte Redner, daß alle Mächte klar urts»e Ansprüche an»kennen. Redner erörterte sodami die Probleme der Kolonisation in Palästina. Es unterliegt keinem Zweifel, daß uns» Volk den starken Willen zur . Durchführung dies» Aufgabe hat. Ohne ein starkes Galuth sei jedoch kein Palästina möglich. Dazu gehöre innere Geschlossenheit der'jüdischen Gesamtheit Ansprache Dr. Mosslnsohns,. -. r 1 Vi Nächeiner bebräischen' BÖCTüBuhg des' De-V Iegiertentages namens der Zionisten Basels durch Herrn Sie m (Basel) ergreift der. als Gast anwesende Dr. Mossirtsohh, Direktor des-hebräischen Gymnasiums in -Jaffa, das Wott ztt einer hebräischen Ansprache. Uns» Volk leidet unmenschlich, schlimemr als in den Zeiten des Mittelalters. Anderseits entsteht nun in Erez disroel ein neues jüdisches Leben. An uns liegt es nun. zu zeigen, daß wir den Aufgaben.' gewachsen sind. Die Zeiten wechseln. Es gab Zeiten, in welchen der Osten groß war und dann wieder solche, in denen der Westen.es war. Der Osten gab der Menschheit den Geist, der Westen die Technik. Die westliche Technik hat jedoch in diesem Kriege ach selbst vernichtet und jetzt harrt der Westen auf das'Erlösungswort aus dem Osten. Das jüdische Volk.soll nun nach Palästina.* der Brücke zwischen Ost und West, kommen. Vondort wird wieder, wie einst d». Geist nach dem Westen .strömen, das große Erlösungswort. auf das die Völker harren. In 200 Jahren werden all die Tagesfragen, die uns heute beschäftigen, längst vergessen sein: aber denken wird inan daran, daß der zionistische Gedanke es gewesen ist, der unserem Volke die Rückkehr in sein altes Land ermöglicht habe. Dr. Diamant Güd. Nat-Rat Czemowiitz) spricht den schweizerischen Zionisten den Dank aus für die 1 Unterstützung, die die Nationalräte in ihrer Tätigkeit für die Durchführung der nationalen Forderungen der Juden des Ostens hier gefunden haben. Der Präsident liest eine soeben eingetroffene Meldung vor. wonach Mar sh all, der Präsident d» jüdischen Delegation in Paris, am 26. MaLvon Wilson empfangen wurde und Wilson sich scharf gegen die Judenpogrome in Pole» wie auch für dile Autonomie dter östlichen Juden erklärt habe. Zum Tagespräsidenten wird Dr. Arnstein (Basel), als Vizepräsident Dr. Levy (Bfel) und Grünberg (Genf), zu Protokollführern Rabb. Dr. Lauer (Biel) und Prof, da Fano (Zürich) gewählt. Fünf neue Vereine werden in den Verband aufgenonunen. Dr. Brunschwig (Basel) erstattet den J a h r e s b e r d c h t. 749 neue Schekelzahler wurden in der Schweiz gewonnen. Die ZaM d» zionistischen Vereine beträgt 29. Die Zahk deren Mitglieder stieg um das Doppelte auf 2398. Der Kassenumsatz beträgt 80.000- Frcs. Im Oktober 1918 üb»reichte d» Vorort dem schw eizerischen Bu n d es tat ein Memor andum, in dem die zionistischen Bestrebungen dargelegt wurden. Der Vorort intervenierte auch bei den Ententegesandischaften wegen der polnischen Pogrome. Die Petition d» schweiz»ischrat Juden für Palästina ergab 7488 Unterschriften, das sind zirka 80 Prozent der Untefzeichnungsberechtigten. ■