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Jüdische Zeitung · 1919-06-20 · 25 (20.6.1919) · p. Seite 2

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
13 (1919)
Issue
25 (20.6.1919)
Date
1919-06-20
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seile 2 Der Jüdische Nationaifonds Sr. 25 . . In dieser aHgemeineu Fässaag trifft dieser . Satz nicht .Jür alle Völker mit gleicher AnsscfifieS-; lichkelt zu. Handelt es sich-darum, bisher vernachlässigte Volkssplitter einer an und für sich bereits kulturell .gesicherten Nation, in den Kreis der neu erweckten Kultur eänzubeziehen. so Ist der Kampf gegen die Assimilation im gleichen Augenblick beendet, in welchem das nationale - Bewußtsein an sich erweckt worden ist. Das heißt: wenn die Tschechen bei ihren in anderssprachigen Gebieten. lebenden Minoritäten Kulturpolitik treiben, so ist ihre Aufgabe im Wesentlichen dann gelöst, wenn esibnen gelingt zu erwirken, daß diese Minoritäten gleichfalls in. tschechische Schulen geben können. So bald erst dieser Nachwuchs in der tschechischen Sprache und im tschechischen Bewußtsein auferzogen worden ist findet er seine nationale Kulturgemeinschaft vor als eine Gegebenheit die er bedenkenlos hinnehmen Rann. Anders aber verhält es sich mit den Juden. Bei der jüdischen Nation ist eine doppelte Stufe im Kampf gegen die Assimilation festzustelien. Zunächst handelt es sich darum, im Juden das nationale Bewußtsein überhaupt zu erwecken und ihm klar zu machen, daß er ach den assimilierenden Einflüssen des deutschen Sprechens, Denkens und Fuhlens zu entziehen hat Hat man den jungen Juden glücklich so weit gebracht daß er nicht mehr deutsch, sondern jüdisch denkt. . spricht nnd empfindet so ist aber der Kampf gegen die Assimilation noch keineswegs abgeschlossen. Denn diese Jüdische Kultnrgemeinschaft zu der er Zurückgefunden fiat wird keineswegs als ' Gegebenheit hingenotnmen. sondern nun setzt erst die zweite Stufe im Kampfe gegen die Assimilation ein, nämlich der Kampf.gegen die Assimilation an den jüdischen Galuthgeist an den Dlieftbgeist 4 Jüdische Kulturpolitik bedeutet also ein Doppeltes: zunächst den Kampf gegen die deutsche Umgebung, einen Kampf, der durch die Erweckung des nationalen Bewußtseins schlechthin seinen Ausdruck findet Dann aber bedeutet jüdische . Kulturpolitik die Revolntionienmg dieses neu er- ■ •weckten, nationalen Bewußtseins zwecks Ueberwindung des Ghetto- und Galuthgeistes durch den Zionismus. Hier ist es notwendig, sich über den Begriff der Galuthbewertung verständigen. Mancher ist versucht zu sagen — wie es Bernfeld unlängst tat — Wien sei bereits eine nationale Stadt Man brauche um die Jugend nicht mehr die Sorge zu haben, daß sie sich in ihrem späteren Leben nicht dfer nationalen Bewegung eingliedere. und man könne ihr ruhig Zeit lassen, sich den allgemein menschlichen Dingen hinzugeben. Daraus will man dann die Berechtigung dafür abieiten. daß man für die jüdische Kulturpolitik 'keineswegs jenes Vorherrschen der rein nationalen Erziehung Über .die allgemeine Erziehung, von welcher Ich früher gesprochen habe, zugestehen will. Nun kann dies leicht einen extremen. Grad von Gax Juthbejahung und öaluthzufriedenheit bedeuten oder zumindest zur Folge haben. Man ist damit zufrieden, daß' die jüdischnatiortale Bewegung an sich in gutem Voranschreiten ist, man, begnügt sich nfit jenem ersten Stadium des Kampfes gegen die Assimilation, welches damit abgeschlossen ist daß das nationale Bewußtsein überhaupt wieder erwacht man empfindet nicht jene elementare Notwendigkeit darüber hinaus die eigene nationale Kultur zu revolutionieren und neu zu schaffen. inan, glaubt bereits lenes Stadium nationaler Kulturgeborgenheit erreicht zu haben, in welchem man ungefährdet allgemein menschliche Kulturpolitik treiben darf. Mit dieser Auffassung hat auch die (auch von mir vertretene) Forderung nach Einbeziehung der Galüthkomponente in den Zionismus nicht das Mindeste gemein. Das Galuthiüdentum wird in absehbarer Zeit nicht aufhören zu existieren: damit muß man rechnen! und folgerichtig die Wahrnehmung lind möglichste Sicherung^ und Stärkung der Galutbinteressen in das Arbeitsfeld der jüdischen Bewegung aufnehmen. Aber darin darf keineswegs eine Billigung gegenwärtiger kultureller Verhältnisse gefunden werden und der' Kampf gegen die' Assimilation in seiner doppelten Gestalt gegen das Unjudentum wie gegen das Ohettojudentum. darf an Schärfe'nichts verlieren, ln, einer Zeit wo das Bekenntnis zum Judentum mitunter auch politisch vorteilhaft sein kann. ' wo Twrht immer bereits m dem.Bekenntnis ein Oofer , enthalten ist bedeutet Rückkehr zum Judentum picht Immer Abkehr von der Assimilation. Und treten dam Stimmen auf. welche darauf iünwel- . sCn wallen, daß., man die kulturellen' nationalen .Gegebenheiten in irgend einer Form' bejahen und .■mtf 3t«wn Vorhandensein! zufrieden erklären kann, so ist der Assimilation wieder breitester Spielraum gewährt Erleben wir es doch Tag für Tag. daß jedes nationale Bewußtsein, dessen Erwachen von manchen als ausreichend zur Kenntnis genommen wird,- sich lediglich darin äußert, daß man für sein Judentum eine -neue Bezeichnung gefunden hat Man Pennt sich national, wie man sich religiös genannt hat aber man spricht, denkt und fühlt genau so wenig jüdisch wie man es' bisher . getan hat Wir aber befinden uns in einer so ungeheuer gefährlichen und exponierten Stellung, daß für uns keine Maßregel zu schart . keine Abgrenzung zu radikal gelten darf; wenn sie owe nur <£e Möglichkeit gibt der Assimüaüon entgegenzuwirken. - Darum lautet hier die Erkenntnis und Forderung: .• Da unsere Kulturpolitik keine dringendere Aufgabe hat als den Kampf gegen die Assimilation In jeder Form rücksichtslos durchzuführen, müssen wir, innerhalb dieser Kulturpolitik nach'wie vor. «der besser gesagt stärker als bisher die rationalen Gesichtspunkte völlig auf Kosten der allgmein menschlicheo in den Vordergrund steHeo. Poale - Zion .und Bolschewismus Von AdoU Böhm. - Vor kurzem habe ich an dieser Stelle (Nr. 19 d. BL) die Frage aufgeworfen, ob .Zionismus und Bolschewismus theoretisch miteinander vereinbar seien. Der Poale Zionismus hätte seine vornehmlich durch Borochow begründete Theorie bisher auf die „Exterritorialität“ der jüdischen Wirtschaft eingestellt: der jüdische Arbeiter . müsse sich erst den Kampfplatz (Arbeitsplatz) erobern nud dies sei nur in einer jüdischen Eigenwirtschaft möglich. Eine Exterritorialität der jüdischen Wirtschaft gibt es, .so meinte ich weiter, in einem kommunistischen Staatswesen nicht. Die Antwort, auf meine Frage kann aus den Leitsätzen der russischen Poale Zion-Konferenz, die in der „Freien Tribüne“ abgedruckt sind, entnommen werden. Da es sich mir. bei diesen Dingen zunächst um ein rein theoretisches Interesse handelt, das hervorgeht aus der Befürchtung, die Radikalisierung der Poale Zion könnte sie lür den Zionismus überhaupt verloren gehen lassen (was zweifellos ein schwerer Verlust für die Bewegung wäre), so will ich auch diesmal mich bemühen, - ihre neue Theorie , vor allem auf ihre innere Logik hin, zu untersucheii. Der Angelpunkt der Argumentation in jenen Leitsätzen ist Punkt II, 4. Es heißt , darin: „Die höheren Produktionsformeu, welche ln der sozialistischen Wirtschaft iubegriffen sind, haben nur wenig Raum im jüdischen, ökonomischen Lebern Die soziale Revolution zerstört die Grundlagen der jüdischen Wirtschaft, weshalb die negativen Auswirkungen der sozialen Revolution im jüdischen Leben am krassesten zutage treten. Die Unerläßiichkeit der Organisation der durch diese Umwälzungsprozesse resultierenden Auswanderung macht die Umgestaltung der jüdischen Wirtschaft auf neuer Grundlage zur Notwendigkeit“ Die ersten beiden Sätze enthalten unleugbare Wahrheiten, sofern es überhaupt angängig ist ,von einer „jüdischen Wirtschaft“ zu reden. Richtiger wäre es wohl, von „vorwiegenden Wirtschaftsbetätigungen der Juden“ zu sprechen, denn eine .jüdische Wirtschaft“ gibt es auch 4m Osten nicht Sehen wir davon ab, so iät eszweifellos, daß die bolschewistische Umwälzung die Juden Rußlands, ’ die hauptsächlich Kleingewerbe ler und Kleinhandwerker sind, grausamer betroffen hat als die Nichtjuden, In Parantüese gesagt, wäre das wohl ein Grund mehr dafür: daß nicht gerade Juden die Extremsten der Bolschewisten werden müßten. Die ferner^ Zukunft unter der Herrschaft des Bolschewismus mag man rieh noch, so schön vorstellen, sie ist heute nur eine Hoffnung und ein Traum. Sicher und real ist die Zerstörung der gegenwärtigen jüdischen Wirtschaftsposition: rDas geben ja auch jene Leitsätze selbst zu: Aber lassen i wir; diese: „Moralpredigt“,' die in eine theoretische Untersuchung nicht gehört und die auch auf die vom bolschewistischen Ideal Besessenen keinerlei Eindruck machen wird. Die zweite Phase des Bolschewismus — nach Zerstörung der bisherigen Produktionsweise — soll der Aufbau sein. Es ist nun absolut nicht einzuseben, warum die durch die Zerstörung .zu besitzlosen nnd arbeitslosen Proletariern gewordenen Juden nicht bei dem kommunistischen Aufbau in Rußland dieselbe Rolle spielen könnten, wie die nichtjüdischen, ja vielleicht eine größere, weil sie ja intelligenter und für ideologisch gerichtete Ziele viel besser, geschult sind als die russischen Proletarier. Warum müssen sie also auswandern? Die Antwort auf diese Frage bleiben die Leitsätze völlig schuldig. 'Sie wäre auch sehr schwer zu geben. Demi im Momente, wo im Sinne des völkerbefreienden Kommunismus augestanden werden müßte, daß die jüdischen Proletarier sich an dem Auibäu der neuen Gesellschaft beteiligen würden, fiele der Zionismus, soweit er ökonomisch begründet werden muß, völlig, durch, wie . ich dies schon in meinem letzter. Artikel dargelegt habe. Deshalb muß dann beiden, wichtigen Vordersätzen der im Sinneder bolschewistischen Theorie völlig unlogische, aber In der praktischen Wirklichkeit leider allzu wahre Satz von der - erzwungenen .Auswanderung . der Juden, deren wirtschaftliche Existenz der Bolschewismus zerstört bat,, angeklebt werden. Bleiben wir noch einen Moment bei diesem «lands nicut Platz finden können? Sollte man nicht Satz. Dem nüchternen Menschenverstand wird er niemals einleuchten können. Wartan soll ein drei Mülicmen-Volk. ^höchstens so viele Juden werden . nach Abtrennung "Polens, Litauens, . Bessarafbiens usw. im Rätecnßland bleiben) in einem kommunistischen, «Gemeinwesen . von der - «Größe und -den Produktionsciöglicldteiten - •Rußjnnipiunen, daß .gerade in «einem kommunistis-nen ' Staat von .so j-ngeheaien .'Möglichkeiten (fiel bisherige Auswanderung aufhören müßte, ja. daß noch leine «Emwanderung stattfinden konnte? Die Bevölkerung -Rußlands ■ ist trotz ihrer absoluten Höhe eine der dünnsten, in Europa., . Um die naturgegebenen, riesenhaften Produktionsmöglichkeiten des Landes auszunützen; kann sie gar nicht im entferntesten genügen. Das alte europäische Rußland hatte £0 Einwohner auf den .Quadratkilometer, .Belgien hat 252, Holland. . 171, , Großbritannien 144,.Italien-121, Deutschland 120. selbst das alte Oesterreich-Ungarn hatte 76. Rußland leidet daher an einer -beispiellosen Unterbevölke-, •rung. Die Auswanderung.« aus dem Lande hätte •ökonomische und politische Ursachen. Beide sind durch den Bolschewismus von Grund auf geändert worden. Nichts hindert, die Kommunisten, ihr wirtschaftliches Programm zu verwirklichen und die Produktivität des Landes « auf «die .höchste Stufe .zu bringen,. wie «ihr Programm« es verspricht. .• Gebert aber die: Poale Zion za, daß der: iücHscfce Auswahderungsstrom weiter fließen wird, ja daß er sich noch vergrößern wird, soj bedeutet das. indirekt, daß die Bolschewisten nicht Imstande wären, die Produktion nach ihren Grundsätzen zu regeln. Wie dem auch sei, w i r habenkeine». Grund, von der bolschewistischen Herrschaft mehr zu erwarten,, als die Bolschewisten-Poaler Zion selbst. Es bleibt also die von ihnen konstatierte Tatsache: Bolschewismus ’ heißt zunächst Zerstörung der Wirtschaft der Juden in noch viel größerem Ausmaß als der Nichtjuden, infolgedessen verstärkte Auswanderung der" Juden! Darum also, zu solchem Endzweck, soll" der jüdische Proletarier Kommunist werden? Wir angeblich .„bürgerliche“. Zionästen werden wenig Sinn für derartige herostratische JudenpcHitik haben. Doch kehren wir zur Theorie -zurück. «Der Bolschewismus verstärkt das jüdische Elend .und« die jüdische Auswanderung. Wie hilft er nun der eingestandenermaßen von ihm selbst verschuldeten Läge ab? Der Ausw.eg. ist der Aufbau:, eines „jüdischen wirtschaftlichen und territorialen Zentrums“ (Punkt 5). Für'dieses ist „in Palästina schon eine genügende wirtschaftliche Basis - gegeben“ (Punkt 6). Hier könnte ein Fragezeichen gemacht werden. Die Auswanderung der Ostjuden betrug-vor dem Krieg durchschnittlich 100.000 Köpfe, stieg aber manchmal auf 150.000. Bei dem gewaltige* Antrieb zur Auswanderung, der gegenwärtig in Osteuropa herrscht, kann man die Zahl derer, die dringend auswandern wollten, mit einem Vielfachen dieser Zahlen ansetzen. Wie immer man über die Möglichkeiten Palästinas denken mag, es ist völlig ausgeschlossen, daß es auch nur einen größeren.'Prozentsatz der gegenwärtig Auswanderungsbedürftigen wird aufnehmen können. Die theoretische Verknüpfung von Zwattg zur Emigration und Aufbau "einer jüdischen Wirtschaft in Palästina ist prinzipiell gewiß unatt-' tastbar, in der Praxis liegen aber die'Dinge dicht so leicht nnd einfach, wie im Postulatprogramm« der russischen Poale Zion. Mit gespanntestem Interesse sucht man deshalb in diesem nach dem Rezept, wie der Aufbau der jüdischen Wirtschaft in Palästinasich vollziehen soll. Leider aber sind die Leitsätze, die sich darauf beziehet^ alles weniger, als klar und eindeutig.: Da es im Palästina von heute ' nur wenig „Produktion*; mittel“ gibt, welche sozialisiert werden könnten; so müßte ein riesiger Strom von Kapital, oder mit einem anderen Worte gesagt, von Produktionsmitteln und Gütern aller Art nach Palästina gelenkt werden. Wer soll sie dorthin bringen? Die alte Theorie.der Poale Zion sprach davon, daß dies die Kapitalisten hin würden, gegen die« sodann das jüdische' Proletariat -in- Palästina de* Klassenkämpf führen werde. Die neue Theorie «enthält «nur an einer Stelle, eine Andeutung darüber, wie sich die Partei die Sache vorstellt Es heißt in Punkt III, 4; daß die jüdische Arbeiterschaft von der dritten Internationale die Mitwirkung an der Bildung einer sozialistischen Gesellschaft in Palästina fordern wird: (Merkwürdig, daß ln. -einem Postulatprogramm nicht steht: „wir fordern“, sondern nur „wir w er d e n fordern“, was viel schüchterner klingt!) Wie immer ma* über die Bereitschaft der dritten Internationaledenken mag, ein zionistisch-sozialistisches Programm mit Mitteln zu unterstützen — das . erste müßte jedenfalls sein, daß die Poale Zion in Rußland diese ihre Forderung zunächst bei ihren heimatlichen Bolschewiken durchzusetzen versuchen müßten. Daß solche «Bestrebungen bisher . gescheitert sind, beweist «die bohnvolle Zurückweisung der Poale Zion durch den jüdischen Volkskommissar Diamandstein, die ich im «letzten Artikel zitierte. Er sieht — für einen .Bolschewiken ganz folgerichtig — den Zionismus als eine reaktionäre bourgeoise Sache an, darauf ausgehend, den Araber von seiner Scholle za vertreiben: ' . Nebenbei; Auch bei denrußländtschen Poale Zion bemerken .wir 'die Erscheinung, daß sie 1h» Kräfte ganz einseitig auf die -Bekämpfung de* Zionisten, in Rußland noch dazu auf die Zerstörung der Jüdischen Positionen, ferner au£ •Revohitiomeruagi -des ganzen Landes richten, ahex dort,- wo sie ihre jüdischna tionalen und zionistischen Forderungen innerhalb der allgemeinen Partei durchsetzen sollen, ganz «merkwürdig schwach« werden. . Jene Ansicht Diamandsteins ist natürlich falsch, -aber « der Programmentwurf . macht sieb die Sache leicht. Er verteidigt nicht' den Zionismus gegen ' diese falschen Beschuldigungen,, sondern -er gibt--sie an .die Adresse des allgemeinen Zionismus weiter imd -zieht , eine -scharfe Trentiungslinie Zwischen dem imperialistischen . wBourgeoisziqni^müs“ and.. dem revolutionären Poalczionismits. Ersterer soil: bekämpft werden. Worin besteht aber dieser imperialistische Bourgcoiszkmismss“? Das -Programm sägt darsübef : in. .den Versuchen: „in' Palästina Privüegaettxn - erlangen und dort einen. Jüdischen Staat auf- . zurichten,, ehe im Lahde eine jüdische arbeitende Majorität herangebildet ist“. Was es mitder zionistischen Forderung «nach «einem „Staat*auf sich hat, weiß heute jeder Nichtzionist scheinbar besser, als die Poale Zion. Aber.das. interessant«#, .ist an jener These, daß die Staatsidee nur für die Zeit bekämpft wird, in der die «Juden noch mcht in der Majorität sind. Also wenn dies der Fallt sein wird,-dann darf — .«bei etwa-60 Prozent. Juden „und 40 , Prozent. Arabern — der. jüdische: Staat errichtet, werden? Entspräche dies wirklich der revolutionären Denkweise der Kommauisten? \ ■ " . .

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