Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 13 (1919)
- Issue
- 19 (9.5.1919)
- Date
- 1919-05-09
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 19 und schnellere Ausnutzung des Bodens, gestattet, allerdings“ aber auch eine sehr viel gründlichere künstliche Einigung verlangt. Nebenher, hätte die Bevorzugung der Erdnuß in' der Oelgewinnung ‘den großen Vorzug, daß dadurch“ ein Kraftfutter gewonnen würdet das der Viehzucht sehr zugute kommen würde und eventuell auch ein außerordentlich wertvolles Kompensationsobjekt im Außenhandel, z. B. gegen Maschinen und landwirtschaftliche Werkzeuge im Handel mit Deutschland oder ähnlich gestellten Ländern bilden könnte. Desgleichen ist Ausfuhr von gedörrten Früchten möglich, Ausfuhr von Obst- und Gemüsekonserven und von Seife. Aber das sind schon Industrien, bei denen der auswärtige Markt gegenüber dem Absatz auf dem inländischen Markt eine sehr geringe Rolle spielen würde, und auch-hier hängt die Konkurrenzfähigkeit mit dem Ausland ganz davon ab, ob es möglich ist, ohne ■ Rücksicht auf die geldlichen Produktionskosten auf dem ausländischen Markt zu verkaufen. Schließlich käme noch die weitere Pflege der kunstgewerblichen Tätigkeit in Frage, aber ein großes Objekt für den Außenhandel ist das auch nicht. Dagegen wäre es möglich, im großen,' sobald auf Reingewinn nicht Rücksicht genommen werden muß, Ackerbau und Viehzucht auch mit der Absicht auf den ausIändischenfKompensationsverkehr zu betreiben. Vom Zuckerrohr sprachen wjt schon. Das gleiche gilt insbesondere auch vom Getreide und von der Rindviehmast. Wirtschaftlich, bedauerlich bleibt es, daß Schweinemast ausgeschlossen ist . ■' Wenn man alles dies zu Grunde. legt, dann kann man sagen, daß in Pal äs fina im Lauf e von 25 Jahren 2 Millionen iü di sehe -Familien Unterkunft finden können, aber wohlverstanden nur dann, wenn man nicht auf Reingewinn wirtschaftet. Kann man sich aber entschließen, davon abzusehen, dann wird man mit gutem Gewissen versuchen dürfen, das jüdische Volk aus seinen bisherigen Wohnsitzen nach Palästina zu verpflanzen. Kann man das nicht, so soll man die Juden lassen, wo sie sind. Mit einem neuen Ghetto erniedrigt man. nur die alte Heimat, zu einem neuen Golus. Ueber all das ist man sich bisher nicht klar. Charakteristisch dafür ist das Durcheinander in den Berechnungen der Sachverständigen über die Kosten jüdischer Ansiedlung in Palästina Die Ergebnisse schwanken innerhalb der weitesten Grenzen. Alle diese Berechnungen sind ohne jede Grundlage, weil man immer nur berechnet, wieviel nach dem Bodenprers vor dem Kriege die Anlage landwirtschaftlicher Betriebe kosten würde. Daß man, wenn man eine Massenbevölkerung von Juden in Palästina schaffen will, Industrie dort machen muß, spielt wenigstens bä diesen Berechnungen gar keine Rolle. Stellte man das in die Rechnung ein, so käme man zu den wahnsinnigsten Summen, zu Summen, die es jedem sofort klar machen würden, daß eine solche kapitalistische Besiedlung Palästinas nur möglich werden kann durch einen entsetzlichen Lohndruok. Zweifellos ist es bei der jetzigen Begeisterung weitester Kreise des national fühlenden Judentums möglich, auf dieses Risiko hin große Massen des armen Judentums nach Palästina'zu führen. Ein kapitalistisches Palästina würde entstehen und vielleicht sogar auf Kosten seines jüdischen Proletariats jahrelang dahinvegetieren. Eines Tages aber wird dieses Vegetieren daran sein Ende finden, daß die Volksmassen nicht mehr mitmachen werden^ und dann wird man vor der großen Frage stehen, ob eine Umkehr von dem verfehlten Wege noch möglich ist anders als durch e^en radikalen Umsturz, durch eine Revolution, wie sic JÜDISCHE ZEITUNG vernichtender nicht gedacht werden kann. Wehu man jetzt; in der Zeit der großen sozialistischen Welle, die über die Welt geht, in Palästina ein Gemeinwesen errichtet, in dein die meisten Menschen nur ausgepreßt werden und sich abarbeiten .müssen, dann züchtet man mit allen Mitteln den Bolschewismus, dann setzt man Prämien auf ihn. -Aber ich glaube nicht, daß es so kommen wird. Ich glaube, daß der sozialistische Geist im national-jüdischen Proletariat ' schon so mächtig ist, daß. wir entweder gar keine oder nur eine sozialistische Kolonisation Palästinas erleben werden. Es fragt sich lediglich, ob die Führer der Kolonisationsbewegung klug genug sein werden, freiwillig von vornherein zu sozialisieren, oder ob sie es darauf ankommen lassen, daß der Sozialismus sich nachträglich mit Gewalt durchsetzt. Kommt der Zionismus dazu, die ausgetretenen Pfade der kapitalistischen Kolonisationspolitik wieder zu wandeln, wiederholt er noch einmal, was von den anderen Kolonisatibnsvölkerrr Europas gesündigt worden ist, -• dann darf er sich nicht wundern, wenn der Endpunkt einer1 solchen Entwicklung ebenfalls in- Palästina wie sonst in Uebersee der Krieg aller gegen1 alle wird. Wird aber sozialistisch kolonisiert, werden die privatwirtschäftlicKen Interessen Einzelner an der Ausbeutung ihrer Volksgenossen ausgesehaltet, dann darf man fest daran glauben, daß das Werk gelingt, daß am Ende mehrerer arbeitsreicher Jahrzehnte die vom Vertrauen des jüdischen Volkes getragenen Führer mit dem alternden Faust sagen dürfen: „Grün das Gefilde, »fruchtbar; Mensch und Herde Sogleich behaglich auf der neusten Erde, Gleich angesiedelt an des Hügels Kraft, . De» -aufgewälzt kühn emsige Völkerschaft. Im Innern hier ein paradiesisch Land, Da rase draußen Flut bis auf zum Land, Und wie sie nascht, gewaltsam einzuschließen. Gemeindrang eilt, die Lücke zu verschließen.“ Jugenderziehung — Jugendbewegung Der außerordentliche Parteitag hat es iür richtig befunden, das bisherige Referat für Jugendbewegung m zwei zu Dealen und zwei versciüedenen Referenten anzuvertrauen. Die Gründe, die dafür entscheiden ließen; mögen persönlicher und sachlicher Natur gewesen sein. Da ich durch Krankheit verhindert war, am Parteitag teilzunehmen, bin ich nicht imstande zu entscheiden, welche der beiden Motivengruppen die eigentlich treibende und welche eine bloß verstärkende war. Es sei mir daher gestattet den Fall so zu nehmen, als wären bei ihm persönliche Gründe überhaupt nicht mitspielend gewesen. Heinrich Margulies, offenbar Vater der „Trennungsidee" und Motor ihrer Durchführung, hatte schon öfter während der letzten Wochen in Aufsätzen in der jüdischen Zeitung mit kurzen Sätzen und Nebensätzen eingeflochten, daß unserer Partei ein Referat für Jugendbewegung und vor allem ein Referent für Jugendbewegung fehle. Da ich zweifellos als solcher eingesetzt war — und zwar seit Anfang 1918 — da ich seit Mai 1918 als solcher amtierte, und zwar von 10 Uhr vormittags bis 6 oder 10 Uhr abends (täglich mit Ausnahme des Samstags und Sonntags), da in meinem Bureau, dem „Jugendamt“, ein so starker Parteienverkehr herrschte, daß ihn die drei und zuweilen fünf Hörerinnen des Pädagogiums, die mir bei den Bureauarbeiten auf¬ Seite 3 opfernd halfen, kaum zu bewältigenvermochten, und daschließlich die Unternehmungen: des Jugendamtes oder des Referenten für Jugendbewegung zuweilen beträchtliches Mißvergnügen in ziemlich weiten Kreisen erzeugt hatten — ließ sich, so schien mrr wenigstens, die Existenz eines Jügendreferates und eines Jugendreierenten schlecht leugnen oder übersehen, und ich hatte vielleicht Recht, anzunehmen, daß jene kleinen Stiche in den Aufsätzen von Margulies gegen mich persönlich gerichtet waren. Darum reagierte ich nicht, in der Woche vor dem Parteitag rückte mein geschätzter Kollege im J ugendreierat, Heinrich Margulies, mit seiner ganzen Wahrheit heraus:' Er wählte zwar noch immer die anmutige Form, ein Referat für Jugendbewegung zu fordern, sagte aber dabet doch klar genug, daß er etwas gegen den bisherigen Referenten habe, und dankenswerterweise auch, was er geändert haben wollte. Der Parteitag hat ihm Recht gegeben, d. h.‘ mindestens seinen sachlichen Erwägungen sich angeschlossen. Und einzelne Aeußerungen, die ich in den letzten Tagen hörte, oder die mir mitgeteilt wurden, beweisen, daß eine Gruppe unserer Gesinnungsgenossen: — i. . ' ' mag nicht zu entscheiden, ob sie groß ode, ' l .ln ist, aber einige von mir sehr geschätzte und überaus verdiente Führer des Wiener Zionismus sind in ihr —- etwa die folgenden Anschauungen über den m Frage stellenden Gegenstand hegt: Die Jugendbewegung ist auf falschem Weg. Sie ist nicht mehr zuverlässig in zionistischen Dingen, schon gar .nicht die Avantgarde der zionistischen Partei. Sie beschäftigt sich zuviel mit geistigen Dingen, mit „Verinnerlichung“, zu wenig mit der wahren Gegenwartspolitik; an den deutschösterreichischen Fragen nimmt sie zu wenig Anteil, anden inneren Parteifragen überhaupt nicht. (Dabei gehen die Meinungen über die Ursachen dieser Erscheinung beträchtlich auseinander. Einige geben mir die ganz unverdiente Ehre, mich als Haupt-Schuld-Tragemlen hinztistellen.) Die Aufgabe der Jugend ist, der tüchtige Nachwuchs der Partei zu werden, oder wie die Oppositionellen (z. B. Margulies) meinen, in sie eSnzudiringeii und sie zu revolutionieren — durch jugendlichen Geist, den es nicht gibt, nicht geben soll, den die Jugend nicht pflegen soll? Oder wie ist das? Man erziehe die Jugend zum Parteizionismus. der ja der Zionismus ist (Wie das zn machen wäre, darüber hat kaum jemand nachgedacht, außer den führenden jungen Leuten in der geschmähten Jugendbewegung. Ob Margulies davon eine Ausnahme macht, weiß ich nicht. Bisher hat er jedenfalls noch nicht verraten, zu welchen Ergebnissen sein Denken über die zionistische Erziehungsmethode ihn geführt hat.) Es verlohnt sich, einmal die Gegenseite anzuhören. Die Jugendbewegung in Wien ist nichts einheitliches und es gibt in ihr nicht wenige Gruppen, die dem Ideal von Margulies völlig entsprechen — ob freilich sich in der zionistischen Partei etwas Wesentliches ändern würde, wenn diese Jugend statt der „Spießbürger“ in die Partei „eindränge“ (wobei ich bemerke, daß dies keine Worte der „hochmütigen“ Vertreter einer' anmaßenden Jugendbewegung sind, sondern vpn Dr. Tisch und H. Margulies stammen) dies vermag ich nicht zu entscheiden. Gewiß, ein Teil der Jugendbewegung, und nicht ganz der schlechteste, steht der Partei feindlich oder fremd gegenüber. Und hier wird man die folgenden Kläger» hören: Die Partei kümmert sich um uns überhaupt nicht. Und das ist in vollem Maße richtig. Als ich von der Partei den Auftrag erhielt mit Weltsch zusammen den ersten innerösterrcichiscl»eni Distrikts tag seit Kriegsbeginn vorzubereiten, hat das damalige Zentralkomitee — und das sind zum größten Teil dieselben Männer, die sich mit Margulies in den Klagen über setzt sind. Er, der ein so lebhaftes Interesse an der Neu-Aufrichtung der jüdischen Gemeinschaft nahm,- mußte auch konsequent genug sein, seinen Platz dort zu suchen, wo es nicht durch Propaganda und durch Gewalt, sondern durch Beispiel zu wirken galt für die Menschheit. . Auch/das jüdische Volk hat seine großen Männer, welche die aut dem ‘Gleichgewicht der abstoßenden Kräfte labil ruhende Weltordnung zu erschüttern drohten, verfolgt und getötet. Aber in der wahren jüdischen Welt lebte ihr Geist und wirkte durch die Jahrtausende. Landauer ging in fremdem Volk verloren. Es ist unfaßbar, daß dem Buben, der zum Streich gegen ihn ausholte, r:cht die. Ehrfurcht in die Glieder fuhr vor dem Bifck dieses' königlichen Menschen. Sozialisten nennen sich, die ihn gemordet haben. In einem großen Teil der jüdischen Jugend haben Landauers Worte und sein Aufruf innigsten1 -Widerhall geweckt. Dort wird sein Geist, lebendig werden, wenn es darum geht, zu schaffen, wofür Landauer lebte und starb: wahre Gemeinschaft. Robert Weltsch. Literarischer Anzeiger ‘ Eine treffliche Flugschrift („Nationale und soziale Judenfrage“ von Dr. J. Ruf eisen.) Das mährische Distriktskomitee gibt soeben das erste Heft ihrer Flugschriftenbibliothek heraus. Es ist von Dr. Ruf eisen verfaßt und betitelt sich: „Nationale und soziale Judenfraken“. Man würde es nicht für möglich halten, daß auf 30 Seiten die tiefsten Menschheitsfrageu — Nationalität, Religion. Sozialismus etc» — in ihrem geistigen Zusammenhang befriedigend erörtert werden können. Die Art, wie der Autor es tut und zustande bringt, ist neu und anziehend. Es gelingt ihm, ohne eine schwierige Terminologie zu gebrauchen und ohne bei den Lesern etwas anderes voraus-’usetzen als intelligentes Mitgehen, in einfacher Weise jene Zusammenhänge aufzuzesgen und besonders das innerste Wesen des Judentums daran zu orientieren. So kann er den Zionismus als die Bewegung zur Durchsetzung des . wahren jüdischen Geistes, der wahren jüdischen Religiosität, des Strebens nach sittlicher Vollendung "begründen und ihn" entstellen sowohl in die allgemein-menschlichen Bewegungen als auch in das jüdische Werden. Die kurze Flugschrift, die es unternimmt, eine Weltanschauung in ihrem inneren. Zusammenhang mit wenigen Strichen zu charakterisieren, kann natürlich die großen Probleme nur streifen. Hie und da wäre eine präzisere Ausdrucksweise erwünscht. Zum Beispiel sagt Dr. R u f e i s eu. , daß unsere Empfindungen und Wahrnehmungen uns die materiellen Dinge überhaupt erst ins Bewußtsein bringen (Seite 7). Damit ist das Erkenntnisproblem gestreift, aber nicht n:!i der nötigen Sri»?’r<- siehe Kant — definiert Aähnliches g;'' . ~a'>+. daß jedes Ding eine ide"""' ... -iiü Seite hat. Damit ist das Verhältnis des erkennenden Subjektes zur empirischen Realität der Dinge angedeutet, jedoch nicht in einer erkenntniskritisch zulänglichen Form. Wie diese, wären auch in einer zweiten Auflage einige andere Flüchtigkeiten zu korrigieren. so die kritiklose Uebernahme der marxistischen Wirtschaitsauiiassung. Solche kleine Mängel der Schriit treten jedoch gegenüber ihren glänzenden Vorzügen gänzlich zurück. Wie man mit wenigeden Kern der jüdischen Religiosität und Ln. des jüdischen Nationasbegriffes herausschäleh kann.'wird man von Dr. Rufeisen lernen müssen. Pe'n Blick und seine Darstellung geh<' .:v;r sv.-is Wesentliche, deshalb ist seine Aus" " d -..eise an den entscheidenden Steilen von größter Prägnanz und Klarheit. Der größte" Vorzug der Flugschrift aber ist es. daß sie den Zionismus als ethische und soziale, uicht uur als politische und nationale Bewegung darstellt und damit seinen höchsten Zielen gerecht wird Man legt sie mit dem Wunsch aus der Hand, der Verfasser möge bald mehr geben, und eine ausführlichere Schriit über iden Zionismus veröffentlichen. ad. hm. Jüdische Jugendblätter. Soeben erschienen Heft 5 dieser Zeitschrift, die durch ihren gediegenen Inhalt, rasch beliebt geworden ist. Z. B. dieses iHeft enthält unter anderem einen Original- Aufsatz von Ing. agr. S. Tolkowsky (Jaffa) über die .Jüdische Kolonisation in Palästina“: aus der „Geschichte der Juden“ von Graetz: „Vom Leben der Juden während der babylonischen Gefangenschaft“. Dr. N. M. Gelber schreibt über „Moses Heß und seine Zeit.“ Ferner ein Aufsatz „Jugendbewegung!“ von Robert Weiß und von J e h n d i t h ein Brief aus Ostgalizien, der die Probleme der Jugendbewegung im Osten bespricht. Weiters Bücherberatung u. a. m. Den jüdischen' Eltern, die ihre Kinder mit den Inhalten des Judentums vertraut machen w ' '.. diese Zeitschrift uicht genug em ' — Am 20. Mai erscheint eine Do „Jüdischen Tugendbiätter“. die in . - sätze sozialistischen Inhaltes bringen \v. und zwar u. a. von V. Ch. Arlosoroif. Heinrich Margulies. H. Kadisch, Dr. P. Weisen grün. Sch. Rudel (Poale Zion). Dr. Wilhelm Stein. Dr. Nagler (Poale Zion). Eugen Höflich. Robert Weiß. Josef Deutsch. — Die „Jugendblätter“ (Einzelnummer 80 h) sind im Einzelverkauf erhältlich bei R. Löwit. in der Administration der „Wiener Morgenzeitung“. II.. Taborstraße » im Jugendheim. II., Obere„,D<^_ naastraße " 1 .. s Abonnement (das Vientäl&yC' 6 Nummer-: K 4.50) wird in der Adde* ..' I , en Jugendblätter“. II.. Obeicbsxg^v i Straße 91 bestellt.