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Jüdische Zeitung · 1919-05-02 · 18 (2.5.1919) · p. Seite 6

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
13 (1919)
Issue
18 (2.5.1919)
Date
1919-05-02
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 JÜDISCHE ZEITUNG, nr. 18 Ob nuri ein Betras vcm-.K 25.000.—-zur. Ausiedlung und Erhaltung , einer Kolonistenfamilie an«* wirklich genügt, muß füglich bezweifelt werden. - Alle anderen . bisher . verlautbarten Achusa-PJäne Technen mit weit höheren Betragen; am nächsten kommt ihr noch der Plan der neuen Gesellschaft „Schear Jasclmw“ in Berlin mit einer billigsten Type von Mk. 25.000.—. Golfen sucht seinen so verlockend' niedrigen Ansatz dadurch plausibel zu, machen, daß er unter den anzupfianzenden Fruchtbäuinen vor allem die Mandel berücksichtigen will, .die früher volle Fracht trägt als die bisher beliebten Bäume, und ach mit lehmigem Sandboden begnügt, wie er im Hinterland© von Gaza in Süd-Judäa besonders, wohlfeil zu haben sei, schließlich, daß er seinen -Kolonisten vom ersten Augenblick an durch intensive Gemüsezucht, durch Viehzucht und -banded und durch eine ganze Reihe lohnender landwirtschaftlicher und industrieller Nebenbetriebe anderwärts bisher. vernachlässigte Eüinahmsquellen erschließen will. Wenngleich Cohen in seiner Schrift, die wohl auf frühere Zeit zurückgeht, mehrfach Kronen und Francs afs gleichwertig - behandelt, hat er ach schließlich doch der ■ seitherigen Entwertung der Krone entsonnen und tröstet sich mit der Hoffnung auf einen Kremt der jüdischen Bank in Palästina, die bis über die Zeit der. Devalvierung htoweghdfen soll. Wie uns aus der letzten Generalversammlung der von Cohen gegründeten Wiener Acbusa .beirannt Ist, wurde übrigens eine Korrektur schon daliin vorgenommen, daß von neuem tretenden Mitgliedern -eän Zuschuß bis zn.K 10.000.— verlangt werden solL Ob mm diese K 25.000.— oder K 35.000.—- geaügea oder nicht, so bleibt das Verdienst des Verfassers, „der in unserem seit Je an Entschluß- . 'kraft schwachen und jetzt vollends darniederliegenden und entmutigten Deutschöstermch die hÄäaöve ergriffen hat, 'ungeschmälert Verbesserungsvorschläge im Detail vorzubringep, ist nötig und wir rufen die Fachleute dazu auf. Genug aber, um mit Biialik in seinem „Birkath am“ ■za sprechen, daß ein Grundstein gelegt Ist zur weiteren Arbeit! Dr. Egon Zweig. Sport Erste Tagung des J. T. V. „Makkabi“ ln der tscbccho-slowakischen Republik. Am 30. März fand in Brünn der erste Turn- ■tag des J. T. V. „Makkabi“ in der tschechoslowakischen Republdc statt. Er wurde durch einen zu Ehren der Gäste vom „Makkabi“ Brünn veranstalteten B egrüßnngsabend am 29. März eröffner. der nebst musikalisch-deklamatorischen Vorträgen auch ein Schauturnen der ersten Damen- und der ersten Herrenriege brachte und diesen- Gelegenheit, gab.- seänen guten Friedensruf - nefterdings zu -rechtfertigen- Den ungeklärten Verhältnissen Rechnung tragend,, wurde noch keine Zentralleitung. sondern vorläufig nur drei Landesverbände, und zwar l für Böhmen, 2. für Mähren und Schlesien und 3. die Slowakei geschaffen. Der mährisch-schlesische Verband hat die elf mährischen Vereine in einer einheitlich straffen Organisation zu erfassen, während es die Hauptaufgabe des böhmische» und slowakischen Verbandes ist, die Gründung neuer „Makkabi“-Vereine anzuregen, zu unterstützen und zu organisieren. Allen diesen Vereinen müssen die von Tb. Paczovsky in Präg im Oxgamsationsreferat festgelegten Grundlinien 4er „Makkabi“-Bewegung über die körperliche, geistige und moralische Erziehungsmethode zu eigen sehn Das Verhältnis zum Zionismus (Referat Tb. Landau, Brünn) die Notwendigkeit der Gründung einer jüdischen Tunt- und Sportzeitung, sowie Verwendung der Presse- (Referat Ing. Hoff mann. Prag) der Ausbau und Zw eck der hebräischen Kommandosprache (Tb. Breda. Brünn). Die Wichtigkeit des Turnens für die jüdisch-nationale Erziehung der Jugend (Tb. Sc hu sc hny. Brünn) waren Gegenstände eingehender Referate und der anschließenden Debatte ' Dieter ihnen festgesetzten Grondzüge wurden Sfdc-I-Z, d+n ßan,wes.endeP'44 Delegjerteil aus de. ganzen tschecho-slowakisqhen Republik fäht, n ^d ke,»e k“Psthche. nicht lebensvi“fc P^amsanon ist sondern daß die vom vertrauen des. jüdischen Volkes - scetrüKen wird und aus seinen Bedürfnissen hervorgegängen ist Damit mt. auch die Stellung der „Mäkkabi“- vereine zu den anderen jüdischen Organisationen gegeben. Sie bezweckt Männer und Frauen. Zög- -uv I5in<i?1r, S0W0t|1 3jh Turnbodeh als auch fröhlichen Wanderungen in sportlicher Betätigung zu verläßlichen kräftigen und disziplinierten Mitgliedern der jüdischen Gemeinschaft neranzuziehen. Gleichzeitig mit der Tagung ianden von den rurn\varten gehtete Vortumerstunden für Mädm scfa- Ma«thner. Prag) und für Männer Hb. Man timer. Prag) am Turnboden statt, rur 1 fingsteit.dieses Jahres wurde ein Vorturner-- kurs angesetzt, der in Prag stattfindeu soll und «Makkabi**-Vereinen beschickt werden wird, uni den-'Turnbetrieb nach einheitlichem System überall^ durchführen zu können. ... Makkabi Brümj. (Sportsektion.) Der Wichogkat des Schwimmens für die allgemeine Körperpflege bewußt, wunde am 9. v. ML die Makkabi Schwim-msektion gegründet und damit ein weitoer Schritt zum Ausbau der Sportsektion unternotnnren, so daß in dieser bereits der Fußball und Schwimmsport geübt wird. Vor allem sieht die SchwummsektSon ihre Aufgabe darin, jedem Makkabi-Mitgliiede die Möglichkeit zur Erlernung des Schwimmens zu bieten, im weiteren Verlauf© ihnen durch Training ordentliches Tempo und richtige Atemtechnik a-nzulerrien. Es gelang, 'mit der Leitung des hiesigen Gharlottenbades ein Ueberemkommen zustande zu bringen, in welchem sich diese verpflichtete, das Schwimmbad dem Makkabi zweimal wöchentlich durch je zwei Stunden (Dienstag und Freitag) zur Verfügung zu stellen, so daß einmal wöchentlich sowohl die Damen als auch die Herrenriege TraiiHngsmöglichkeit besitzt. Die' Sektion umfaßt bereits 80 Mitglieder und zwar 39 Damen und 41 Herren. Unter. letzteren wurde zur Aufstellung einer Spoririege eine Auslese von 7' der besten Schwimmer getroffen, welche das rein sportliche Schwimmen pflegen und die in späterer Zeit sich auch dem Springen zuwenden werden. Die ganze Schwiimmsektion steht -unter Leitung eines bekaimten Brunner Sport- und Meisterschwinnneis. J- T. V. Makkabi Gaya. Am 30. Ap/di fand in Gaya In Anwesenheit der Vertreter des mährischschlesischen Land esvertjan des die Gründung des „J. T. V- Makkabi Gaya“ statt und haben sich gleich bei der Gijühdungsversaitipilung 50.TeIlnetonef gemeldet' Der Turnverein Makkabi Brünn hat sielt bereit erklärt, den jungen Verein durch BelsteHung von Geräten- und allwöchentliclie Entsedung einesVorturners nach Gaya zu unterstützen; Mitteilungen des jüdischen Berufsamtes Die jüdische Berufsberatungsstelle ist in das jüdische Jugendheim, II., Obere Donaustraße 91, 2. Stiege, 1 Stock; verlegt worden. Die Sprech'stundenetoteihaig in der Berufsberatung ist folgende: Montag und Donnerstag Frida Schiff, Dienstag, Mittwoch und Freitag Erwin Kohn. Die Sprechstunde am Freitag, ist für die Spezialberatung von Jugendlichen, die sich für ein Leben in Palästina .vorbereiten wollen, bestimmt. Zur Zeit der'Sprechstunden werden auch die Anmeldungen für den Arbeitsnachweis entgegengenommen. Außerdem können von nun ab schriftliche Stellengesuche unter. genauen Adressenangabe eingebracht werden. In der nächsten Zeit werden sich die beiden ersten Arbeitsgruppen der Abteilung für Berufs- . forscliung konstituieren,' und zwar eine für Be- Zion-Nadeln per Dutzend K 24.— Zion-Knöpfe per Dutzend K 50.— Zion-Broschen per Dutzend K 50.— £on>Keiien per Dutzend K 72.— Palästina-Postkarten 100 Stück K 15.— Postkarten „Jüdische Kunst“ 100 Stück K 18.— Versand per: Nachnahme. ycrlaashaus tnsliclit AbfeHungr „Verlag Zion“ Hicii, I„ Baueromarlit 19. =MOSES RATH’S Lehrbücher Öer hebr. Sprache - a) 1312? naw. Lehrbuch der-hebr. Sprache fUr-Schul- und Selbstunterricht mit Schlüssel und Wörterverzeichnis. Es ist da8 einzige praktische Lehrbuch jnit deutscher Unterrichtssprache zurvölligen Erlernung der hebräischen Sprache in Wort u. Schrift. Einführung in die Literatur. Soeben erschienen dritte, verbesserte Auflage, Die „Hisiadniih.lbriih“ i» Berlin ti. Lemberg, wie auch die gesamte Fach-uiid Tagespresse, hat das Buch als bestes und für den Selbstunterricht als geeignetstes anerkannt. Preis eines schön ausgestätteten, 400Seiten starken. geb.Exempl. K 1-7.60, Porto K l.—.Nachnahme K 1.4-0 b) Samonczek polsko-hebrajsfei Es ist dasselbe Buch mit polnischer Unterrichtssprache. Preis und Porto wie oben. c) wp.'rev'- -•'•/._; nur hebräisch nach der Methode „Jwrith b’iwrifh". Preis gebd. K 10.30, Porto 75 h, Nachnahme K 1.—. ’ -Überall lO'/c BnoWiS»ai«r-Krl»i:Exm»ohlR*r‘ Zn bestellen bei Mo^es Rath, Wien I., Postg. 11 uhdjin allen. Buchbandlungen. ruispsyohologie- und eine, für jüdische Statistik. Anmeldungen zur Mitarbeit - werden, schon jetzt entgegengeaiornmeit - Sie haben zuenthalten; Name, - Adresse,; Vörkeimtnisse, verfügbare Zeit, eventuell Angabe; des Spezialgebietes, für welches besonderes Interesse vorhanden-ist Sehr' er; wünscht ist bei der/ Arbeitsgruppe für Beriifspsychologie die Mitarbeit von Fachleuten auf-dem Gebiete der Industriearbeit,- des Handwerks und der Landwirtschaft Ankündigungen David Pinskis „Der Schatz“. Donhenstag, den 8. Mak wird irii Komödienhause „Der Schatz“ von Pinski in Szene gesetzt Es ist dem Palästina-Amte zu danken, daß es zum 25jährigen Dichterjubiläum dieses reichsten jüdischen Talentes die Initiative gegeben hat zur Auf- .fühnmg der eindrucksvollen Tragödie des Geldliungers. . '. . Pinski kam aus der jüdischen Arbeitergasse. Mit dem wachsenden Klassenbewußtsein der pro1jetarlschen Massen wuchs auc hseine-große Kunst der Erzählung und des Dramas. Im Mittelpunkte seiner. Schöpfungen steht das jüdische arbeitende Volk nirt all seinen Leiden und Freuden, seinein Hoffen .und Ringen. * . •! Eisik Scheftel, das Drama der schöpferischen. Arbeit des Juden, hat einen großen, Erfolg gc- .zeitigt Es ist zu wünschen, daß das Interesse der Oefientlichkeit sich auch dfeser Aufführung vollauf zu wendet. Aus dem unversiegbaren Quell der .jüdischen Kunst ist noch lange; nicht genug geschöpft worden! Die Träger der Hauptrollen sind Rudolf Schildkraut und Gisela WerbeziTk. Schildkrauts Kunst wurzelt tief in den Impulsen der jüdischen Seele. Sein großes Können , und die höchste * schauspielerische Entfaltung verdankt ör der Jüdischen Bühne in New-York. Es ist zu begrüßen,. daß er der Träger der Hauptrolle iin „Schatz" von Pinski sein wird. . Kollektiv-Ausstellung Uriel Birnbaum. Die. Wiener Zeitkunst-1.. Maysedergasse 2, eröffnet die Ausstellung am 4. Mai. , Zionistische Mädchenvereinigung ..Morlah“ (II., Obere Dondustraße 91. Jugendheim). Dienstag, den;6. Mai. präzise %7 Uhr abends: Vortrag . des Herrn Dr. Hersch Nagler.; Thema: Zumsozialen Aufbau ^Palästinas. Dienstag.\den 13. Mal, präzise 6 Uhr abends: Vortrag des Herrn rfeivirich Marguiies. Thema: Jugendbewegung. Gäste, herzlich wßlkommen. Vortrag Oberrabbiner Dr. Chajes. Im Rohr men ' des von ' der Lese- und- Redehalle veranstalteten Vortragszyklus spricht Oberirabbiner Dr. Chajes am Donnerstag, den 8.- -MaL um: halb 7i Uhr .abends;- im Festsaale -des Gewerbever eines;- I., Eschenbachgasse. 11, über „Jüdische. Staatsmänner“. Karten bei Löwit I„ Rotenturmstraße, Schlesinger, I.. Rabensteig, und im Veneinslokale, IX„ Türkenstraße 9, erhältlich. Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler in ■ Wien. Heute um 6 Uhr nachmittags spricht toi Vereinslokale Herr Doktor Gelber über „Die polnische Judenfnage zur ,Zeit des Aufstandes 1863“. Gäste willkommen. . ’ . . ' Jüd.-äkad. Juristenverein. Anfangs "Maiwerden.für den Julitermin für alle Staatsprüfungen' unentgeltlich Kurse äbgehalteii. - Anmeldungen' an den JütL-akad. Juristenverein, Wien, 1., Universität .oder in den Amtsstunden. VereinsnadiriditeR ' Jüdischer Gesangs verein. Bä der. am 22. April I. J. stattgefundeneu Vorbesprechung hat äch ein Komitee zwecks Gründung eines jüdischen Gesangsvereines in Wien gebildet, welches an alle Sangeslustigen jüdischen-’ Kreise - die 'Aufforderung ergehen läßt, bei der am 7. Mai 1. J. um 7 Uhr abends im Wiener Künstler-Cate, I., Franzensring (vis-ä-vis der Universität), -stattfiindenden g r ü n - denden VerSammlung zuverlässig .zu erscheinen; i Es wäre erwünscht, vorher-schriftliche Beitrittserklärungen an die Adresse: I„ Bönseplatz Nr. 7 gelangen zu lassmi. Für das vorbereitende . Komitee: 'Dr. Hermann E b n er- und Dr. Einst S chube r t, Rechtsanwälte in Wien, I., Tuchlauben 8. „DIB SEHNSUCHT' 3 Briefe in Ordnung erhalten. ■ Es küßt dich innigst Dein ’ 2j5: :- r FRANZr V,r AHL JOSEF SXARK .’ Verlobte. '-.nl 1919. ,-'T» T"- Cafe zum Roten Turnt Wien 11„ Obere Doiiausiräße 99 " - ' an der. MarienbrUcke .=. Neues Stamm-Caf€der, Zionisten Herausgeber Alexander Gelier, veranJwortlidier Redakteur David Kebenzahl. — Druck von Ignaz Spil? & Söhne, Wien, 11., Robeiigässe 2.

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