Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 13 (1919)
- Issue
- 16 (18.4.1919)
- Date
- 1919-04-18
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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Sette 6 JÜDISCHE ZEITUNG Nr, 16 Fragen der Neubesiedlung des Landes zu entscheiden hat eben ln den „Wessen und Gerechten” des alten Jischubs, „der noch intensiver unterstützt und gefördert werden soll.“ Dem Kampfruf, in den diese merkwürdige Friedensschritt ausklingt: „Vom Zionismus trennt uns eine unüberbrückbare Kluft“, halten, wir Zionisten in unbeirrter Ruhe die Auffassung Herzls entgegen, daß wir jeden Juden, gerne in unsere Reihen auf nehmen, möge er sich noch so spät zum Eintritt entschließen. Dem Misraclü aber bleibt die hohe Aufgabe Vorbehalten, zur, Ueberirßckimg Jener Kluft ein gut Teil beizutragen. Dr. Egon Zweig. jüdisches Volksbildungswesen Von Dr. Wilhelm Stein. Mit vollem Rechte steht das Jüdische Schtdwerk im 'Vordergründe des Interesses. Aber ' man wird doch nicht leugnen können, daß die Frage der Volksbildung ebenso dringend eine Lösung verlangt Schon die Tatsache, daß es sich um die numerisch stärkere Gruppe im jüdischen Volke und um die Masse handelt die hei allen politischen Aktionen augenblicklich den Ausschlag gibt macht uns die Bedeutsamkeit der Mer zu lösenden Aufgabe Mar. Allerdings ist gerade in den sn Betracht kommenden Kreisen die Sehnsucht nach Bildung nicht in dem Maße vorhanden, Ms man bei dem Volk des Buches erwarten müßte; je stärker der Moloch Wien die eben erst Zugewanderten in sich aufnämmt, je mehr die innere Assimilation an die schon Eingesessenen wirkt umso ger&tger wird der Durst nach echtem Wissen. Bei aßen Völkern steht! die Bourgeoisie satt und stumpf der Bildung gegenüber, bei keänem Volke aber wirkt in so hohem Maße wie bei uns Juden und mit .so unentrinnbarem Zwange diese Stumpfheit und Verständnis-. losigkeit für Jede Erhöhung dies geistigen Gehens.. Ehe vidge&ühmte intellektuelle Regsamkeit der. Juden geht, hier nur bis zum Interesse für dkl vöHig minderwertige Presse, deren niedriges, Niveau hier in. Wien nicht zum wenigsten von dieser geistigen Bedürfnislosigkeit verursacht! wäriL Und doch zwingt die Demokratie der Gegenwart zur Aufklärung; nicht allein in den aktuellsten Tagesiragen, was sonst zur völligen Urteilslosigkeit! und Schlagworteherrschaft führen müßte, sondern zn jener tieferen Durchbildung des Einzelnen, zu jener kontinuierlichen Information auch über scheinbar ferner liegende Gebiete, die allein die notwendige Schärfe und Freiheit, die jede wahre Demokratie braucht; schaffen werden. Dabei ist zu bedenken, daß es sich hier um die Eltern der uns so wertvollen eben beranwachsenden Jugend bandelt, also um das Milieu, in dem eben diese Jugend heranwächst Der Mangel jeg-1 liehen Verständnisses der älteren Generation für die jüngere, müßte « gleicher Weise zu tragischen Konflikten innerhalb’ der Familien , wie zu mühsam zu überwindenden Hindernissen für die gesamte Jugendbewegung führen. Ganz abgesehen von. der selbstverständlichen Forderung, daß jede günstige Revötafiomerimg mit Naturnotwendigkeit möglichst weile Kreise zieht Auf dem Gebiete der Volksbildung hat ja bekanntlich die Wiener Kultusgemeinde u> einer Weise, versagt* die selbst alle ihre 2sMneichen und beschämenden Blamagen in den Schatten stellt. Ein paar Vorträge, die gänzlich zusammenhanglos und' nur gelegentlich gehalten wurden, sind alles, wenn-man nicht die Kultusgemeindebibhothek heranzieht die gerade an ihrer BoppdsteHung als wissenschaftliche und volkstümliche Bibliothek stark leidet Aber auch wir Zionisten sind über gutgemeinte Ansätze noch nicht hinausgekommen, wobei uns allerdings die notwendigen Geldmittel und Lokalitäten nicht zur Verfügung stehen. - Nunmehr ist es aber höchste Zeit, an diese wichtige Aufgabe heranzutreten. Dabei werden wir uns von den erprobten Grundsätzen leiten lassen, die im Volksbildungswesen der fortgeschrittensten Kultnrstaaten gewonnen *ind Zu- ' nächst wirdtna» mit der Gewohnheit der einzelnen Vorträge, die keine Beziehung zu einander haben, brechen müssen; nichts ist gefährlicher, als dieses Vielerlei aus allen möglichen Gebieten, d!as kaum als vage Vorstellung in der Erinnerung zurückbleibt, so leicht zu dünkelhaftem Halbwissen führt Vielmehr müssen die "Vorträge mit einander organisch Zusammenhänge«, wenn auch dabei mir ein Gebiet oder "einige wenige durchgearbeitet werden können. Nicht auf eine Anhäufung ungenutzter Kenntnisse kommt es an, sondern im Menschen soll sich etwas bilden und formen, das ihn selbst zu etwas macht und seinem inneren Leben. einen für sich wertvollen geistigen Gehalt gibt Das ist aber nur dann möglich, wenn aus "den Zuhörern Teilnehmer werden, d, h. nicht allein. Menschen, die eine Stunde etwa den Ausführungen des Vortragenden folgen, sondern Mitarbeiter, die durch eine direkt imterrichtliche, die (figene Tätigkeit des Lernenden in Anspruch nehmende Behandlung das Gehörte verankern wollen. Damit ist auch schon der Uebergang zum Kurs vorbereitet, aber auch'schon die Diskussion oder der Fragekasten zeigen, inwieweit das Verständnis Me Anregung zuin eigenen Denken wirklich erzielt worden ist Ehen dieser Erfolg macht daun die leicht zugängliche Bibliothek notwendig; leicht zugänglich sowohl m /döft Sinne, daß sie von jedermann ohne bes^ndSte Schwierigkeiten betreten werden fcäjmjglber noch, mehr nach der Richtung, daß dferLaie vor diesem Wust von Büchern mebt' völlig hilflos stehe, sondern daß «er Wunsch des Lernbegierigen von einem verständnisvollen Beamten erfüllt werde oder ein rasch informierender Wegweiser ihm selbst die Erfüllung seines Wunsches ermögliche. Nur dieser Innige Zusammenhang zwischen Vorträgen, Kursen und Bibliotheken, event. Wanderungen durch Museen und Ausstellungen können dauerndes Wissen bringen./Man vergleiche nur die herkömmliche. Art, jüdische Geschichte in Eanzeivorträgenzu bieten, naf dieser Methode, organisch zusammenhängendes Wissen zu bieten, es durch eogeries, leicht durchzuführendes Arbeiten zu verwurzeln- '.. . Wenn man diese Volksbildung nun im alle .Bezirke Wiens zii.;tragen gedenkt, so wird man zweifellos unter dem Mangel an geeigneten V ört r a g s k r ä f t ie n' leidem Wir J uden M. Wien haben nicht die' Möglichkeit1, eine Universitäte- Ausdehnungsbewegmig zu schaffen; wie es in Amerika der Fall ist, oder dem deutschen Rhein- Mainischen Verband! nachzuahmen; ich fürchte, daßselbst das Niveau des Wiener „Volksheims“ oder' der „Urania“ in absehbarer Zeit nicht zu erreichen Ist, da uns keine Universttätsprbfessoren zur Verfügung stehen und wir auf die Mithilfe der überwiegenden Mehrzahl der ReBgionslebTer aus begreiflichen Gründen gerneverzichten- Wir werden wohl unsere Studentenschaft zu diesem schwierigen Werk heranzäehen, vorausgesetzt, daß die-geplanten Hochschulkurse verwirklicht werden und dort die für den Lehrenden unumgänglich notwendige Menge des jüdischen Wissens erworben wird; die wissenschaftliche Vorbildung und die bereits erarbeitete Methodik wird ein rasches Einarbeiten ermöglichen, der Enthusiasmus der Jugend aber wird! leichter den Weg zum Herzen des Volkes .finden, als es der oft einseitige und . dörre Gelehrte vermöchte. .; Daneben müßte bereife an die Schaffung der Lesehallen und Bibliotheken in allen Bezirken geschritten werden,. um diese Bildungstätigkeit wahrhaft zu vertiefen; diese Bezärksinstitufionen wären als Filialen einer Zentrale gedacht, die außer der Vereinheitlichung des Büchergetriebes noch die Ausbildung der erfahrenen Bibliotheks-' beamten und Ausarbeitung der lacht benützbaren Kataloge und literarischen Wegweiser zu besorgen hätte v Das neue Jerusalem Ein Artikel der „Times“. Die Londoner „Times“ brachte kürzlich einen ausführlichen. Artikel Ober Me bestehenden Pläne zum Wiederaufbau Jerusalems. Dieser Aufsatz geht von dem Standpunkt aus, daß Jerusalem das Zentrum -der drei großen WeltreJigionen, der jüdischen, der christlichen und der mohammedanischen ist, und daß es von Wichtigkeit ist, die Stätten der Traditionen dieser drei Religionen zn erhalten und zu erneuern! ln dem Aufsatz heißt es: „Es war notwendig, das Werk des Wiederaufbaus der heiligen Stadt in gewisse Abteilungen zu gliedern, nämlich:,;. - * a) Wiederherstellung von Werkstätten und Handelsindustrien; -- b) Erhaltung des eigentlichen Jerusalem; c) Anlage der neuen Stadt am Nonien tozw. eine systematische Ausgestaltung dieser neuen Stadt; d) Reform der Stadtverwaltung und Schaffung einer Organisation hiezu; e) Festsetzung von Bauvorschriften und Bestimmungen über dife Erhaltung palästinensischer Altertümer, archäologischer Werte und Ausgrabungen. und Erziehung der Bürgerschaft zum Verständnis dieser Bestimmungen, kurz: die Einführung einer Art von Bürgerkunde; f) Schäftung einer Körperschaft beratender * Natur, die von alten religiösen und nationalistischen Vorurteilen frei sein muß, zar Wahrung der - Interessen der heiligen Stadt Der „Times“ zufolge ist dieser Arbeitsplan von General Sir Arthur Al ortest dem obersten Verwaltungsbeamten in Palästina, und Generali Stotts, dem Gouverneur von Jerusalem, auf gestellt worden, denen eine Reihe von Forschern zur Seife steht Weiter heißt, es in dem Aufsatz: „Unter aßen Unternehmungen zum Wiederaufbau Jerusalems ist vielleicht däe interessanteste und wichtigste das Pro-Jerusalem-Komitee, das von General Stores geschaffen wurde. Das Komitee ist eine beratende Körperschaft, die in allen Fragen der Bautechnik und.der Verbesserung - der städtischen Anlagen Vollmacht hat Sie ist durchaus international; Mohammedaner, Christen und Juden sind in ihr vertreten. Der Gouverneur hat den Posten des Vorsitzenden übernommen. Die Verhandlungen werden In französischer Sprache geführt Ihm steht der Großmufti, das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche, der griechische Patriarch, der armenische Bischof, der Vorsteher der jüdischen Gemeinde und der bekannte französische Orientalist Pere Abel zur Seite. Auch führende Italiener und amerikanische und englische Sachverständige sind vertreten. Das Pro.-Jerusalem-Komitee, das von dem Gouverneur ins Leben gerufen ist, will die heilige Stadt nach Jahrhunderten des Elends und der Mißwirtschaft leiten und einigen. Folgende Arbeiten,sind in Aussicht genommen: 1. Die Freilegung der alten Stadt von Salomos bis auf Suleiman des Großen Zeiten, die Erhaltung der Stadtmauer und der alten Bauten; 2. die Errichtung einer neuen Stadt außerhalb dieses Terrains, für die ein besonderer Stadtplan ansgearbeitet wird; 3. die Anlage von Parks; •£ die Pflege des Kunsthandwerks, Eröffnung von Suks und Bazaren, Aufstellung von Webstühlen und Einrichtung von Hafidwcrksstuben; 5. die Erhaltung besonders der-heiligen Stätten des Islam, des Felsen-Doms, der Al Aksah- Moschee und der übrigen Gebäude auf dem früheren Tempelplatze; 6. die Einrichtung eines Systems technischer Schulen, wenn möglich,.eine.Entwicklung der Bezaäel-Schuäe. Beabsichtigt-ist, : die traditionellen Werkstätten zu fördern .durch Einrichtung, von. städtisch unterstützten Lehrwerkstätte« mit einem eigentlichen Lehrlingssystem; r . 7. die Anlage:eines festen Planes für künftige Ausgrabungsarböten.“ RUNDSCHAU Neue polnische Pogrome Aus Polen; kommen wieder, fürchterliche Meldungen.über Judenmassakers.,In.Pinsk wurde eine jüdische Versammlung, welche zum Zwecke, der Verteilung der amerikanischen Hilfsgelder und des Mazzothmehles eitiberufen worden war, auf Befehl des Stadtkommandanten-auf gelöst, die Teilnehmer wurden .vom Militär ' herausgetriebea und auf der Stelle erschossen. Auch jüdische Passanten wurden in die Exzesse hereingezogen und viele ermordet und verwundet. Das Mitglied der amerikanischen Lebensmittelkommission, Herr Zuckermann,- schildert in einem Brief, den er an sämtliche Abgeordnete des polnischen Landtages richtete, die grauenhaften Vorfälle und berichtet, -daß die polnischen Soldaten sich offen gerühmt hätten, das Geschehene sei noch gar nichts und den Juden werde es noch viel „heißer“ werden. In der liste der Getöteten.' befinden sich eiine große Anzahl von Mitgliedern der „Zedre Zion“-Organisation sowie' der „Chaluzim“. Natürlich sucht der mit Lügenmeldungen arbeitende polnische Pressedienst die Wahrheit über diese Ereignisse wieder zu entstellen ünd zu verschleiern. Bei den Interpellationen der jüdische» Abgeordneten im polnischen Landtag kam es zu großen Tumulten und der zionistische Abgeordnete Grünbaum wurde von den polnischen Kavalieren beinahe verprügelt. Der Heeresminister beantwortete die an ihn gerichtete Interpellation natürlich wieder dahin, daß es sch um eine bolschewistische Veranstaltung gehandelt habe und behauptet, daß beim Herannaben der polnischen Soldaten aus der Versammlung auf diese geschossen worden sei. Alle diese Darstellungen sind durch die Berichte von Augenzeugen widerlegt und sind auch so unsinnig, daß sie bei halbwegs emgeweihten Leuten keinen Glauben finden können. Gerade in dem Zeitpunkt, wo. über die polnische Frage in Paris entschieden werden soll, kommt, die Nachrieht aus Pinsk als warnendes Flammensägnal, daß . der Welt zeigen kann, wie es mit der polnischen Kultur äussieht; ,und was zu erwarten ist, wenn man die kleinen, ( in Polen lebenden Völker der polnischen Herr- ^haft blindlings auslfefert. /•J -. .. ,. / ,!..,; Die Flüchtlinge werden verjagt! Der Wiener Stadtrait- Lat sch mit der Frage dter geplanten Maßnahmen gegen die in Wien weilenden Flüchtlinge befaßt. Nach eingehendem Bericht des Stadtrates Kienböck, wmnde folgender Stadtiratsanfraig gestellt: Der Stadtrat verlangt, daß im Hinblick auf die steigende Wobmmgs- - und' Lebensmittelnot an Personen, weiche weder die deutschösterreichüsdie Staatsbürgerschaft erlangt haben, -noch die Voraussetzungen! zu ihrer Erwerbung besitzen, Lebensmittelkarten nur mehr für einige Tage ausgegeben werden rauf daß' die bereite aiusgegefeenen Karten 'hach Prüfung der Verhältnisse eingezogen werden. Ferner ist von dem bestehenden A usweisungstechte gegenüber Ausländern aus den östlichen Nationalstaaten angemessejier Geb r ait eih iznt marihen. Zum Zwecke dieser Maßnahme wird die I^plizeidirektion ersiicht, raschestens upd unter wirksamer Kontrolle des Meldungszwanges eine genaue Uebersieht der hier wohnenden Ausländer auizustatten und auf Grund derselben, unter Stellung angemessener Frist, ‘für die Entfernung idfcr hier nicht ansässigen obgenannten Personen, eventuell für ihre Unterbringtung in Flüchtlingslagern Sorge zu tragen. Nach bewegter Aussprache wurde der Antrag mit den Stimmen der CHirtstlichsozialeu und Sozialdemokraten gegen die Stimmen der Freiheitlichen angenommen. ' Durch diesen grausamen, 'unmenschlichen Beschluß werden die jüdischen Flüchtlinge schwer getroffen. Der Besrihlüß zeugt von fanatischem Antisemätäsmus, dler jede Stimme der Vernunft erstickt.Niemand, hat sich gefragt wohin denn mm eigentlich diese gequälten Menschen sollen?. Ihr Stammland ist ihnen verschlossen, das Gastland, die ehemalige Metropole, jagt sie hinaus! Gewiß soll nicht übersehen wenden, daß Wien sich m schwerer Notlage befindet Aber die Zuschüße der Entente nehmen von Tag zu Tag zu und die Entente wird es nicht verstehen, daß sie mir die Bewohner des feindlichen Devrtschösterrerch. nicht aber Staatsbürger der ihr verbündeten Oststaaten, ernähren soll. Außerdem hat die amerikanische LebensTraäbelkomTnrssiori, über Intervention des Oberrabbimers Dr, Ch ajes in Bern, aiisdrückfich in Aussicht gestellt, .daß sie der' Frage der Flüchtlinge ein spezielles Augenmerk widlmen wird. Und So nn ino hat persönlich in . diesem Same an die Wienes italienische Mission telegraphiert. Es hätte, sich also zweifellos bei - einigem guten Willen ein Ausweg finden lassen, der die Wiener Bevölkerung nicht geschädigt hätte. Aber bei uns in Wien kann man nicht eine Nasenlänge weit denken. Main greift zu dem bequemsten Mittel und treibt,die Leute aus, ohne sich Rechenschaft darüber'zu geben, wie das geschehen soll. Die Sozialdemokraten sind dabei die Anführer. Sie. machen- -den Christlich-