Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 13 (1919)
- Issue
- 16 (18.4.1919)
- Date
- 1919-04-18
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 JÜDISCHE ZEITUNG /Nr. 16’ iassiingen, Traditionen und im Gegensatz« zu überlebten Programmen stehen. Man gelangt dann aber vor allem zur Ueberzeugimg, daß ohne! Menschenrcform, das beißt ohne Umwertung der einzelnen Individuen, aus denen die Massen bestehen, die oberste Voraussetzung sowohl zur Verständigung der Völker untereinander und mit dem jüdischen Volke fehlt, ebenso wie zur Erneuerung des jüdischen Volkes selbst sowohl in der Diaspora als auch in Palästina, und vor allem auch die Vorbedingung einer die individuelle Freiheit verwirklichenden sozialistischen Gesellschaftsform. Die vollkommene Uebersehumg der Tatsache und besonders auch die .Verkennung des Umstandes, daß nicht bloß einseitig nationale, religiöse oder ,ökonomische Motive ■ allem, sondern auch vielfach "psychische und ethische Motive das Tom und Lassen van Individuen und Völkern bestimmen, führen in der zionistischen Bewegung — genau so wie in andersnatiohalen und sozialistischen Bewegungen — zu immer neuen Thesen imd' Antithesen. obwohl gerade in der J udenf.rage heute notwendiger als je die synthetische Betrachtung wäre! Wenn schon die alte Generation, gewohnt, das jüdische Problem entweder nur von der nationalen- oder von der .religiösen, beziehungsweise sozialen Seite aufzufassen, schwer den Weg zu ihrer Tot'allösung, das beißt zur Ueberwindung.des Antisemitismus finden kann, so obliegt der jungen, jüdischen Generation umso mehr die Aufgabe, am der Wende zweier -Zeiten, ungetrübt durch konventionelle Lügen, in den Gesamtkomplex der Judenfrage einzudringen. Eine r a t ioneile Jugenderziehung muß der naiipnaljüdiseben Jugend es ermöglichen, zu harmonischen Menschen zu werden, ihr nationales Empfinden in Einklang zu bringen, mit moderner sozialer Betätigung. Die Jugenderziehung' wind dies Ziel aber nur dam erreichen, wenn sie sich nicht auf mechanischen DriM in gewissen Disziplinen beschränkt, sondern alleri Kulturproblemea gerecht wird. Diese' werden auch nicht an den Toren Palästinas halt machen, wo heute bereits die Streitfragen der Gegenwart, die Sprachenfrage, das religiöse. Problem und.der Kampf um eine neue Wirtschaftsordnung auf der Tagesordnung stehen. - Me diese Probleme müssen unter dem Gesichtspunkte des Zionismus — wenn man darunter nicht bloß eine Kolomsationsbewegimg zur Besiedlung Palästinas, sondern eine .allgemeine jüdische Renaissamcebewegung versteht — eine gründliche . Erörterung auf Parteitagen, Kongressen, in.der Presse und in Broschüren finden und dürfen nicht immer von neuem durch organisatorische oder personelle Streitfragen überwuchert werden:" Nur daun, wenn die jüdische; Moderne jenseits eines.: die Volksindividualität leugnenden Kosmopolitismus und eines der jüdischen Eigenart fremden Chauvinismus sch entfaltet, Sn religiöser ■ Hinsicht abseits des Materialismus und kofessionellen Dogmatismus an der Ethisjerung der jüdischen Massen arbeitet, wird sie zum Hel ihres Volkes imdder gesamten Kültunnenschhedf auch die Vorkämpferin eines solchen Sozialismus werden, der die freie Entwicklung der Eigeorpersönlichkeit mit der Notwendigkeit einer genossenschaftlichen Produktion in Einklang bringt . ' , .' . Zur Ansiedlungsfrage Von Adolf Böhm. . Auf die Erwiderung von D avis Trietsch kann ich nur insoweit entgehen, als sie sachlich ist Rias Hervorkehren persönlicher Momente und die Ironisierung des Gegners sind Kampbnethoden, für die mir jedes Verständnis fehlt Ob ich „gouverrixentai“ bin, ob ich* als „Nationalfondsmann“ gekennzeichnet werden kann etc., dis sind Dinge, die wohl niemand1 interessieren und zur Klärung einer sachlichen Frage nichts beitragen. Ebensowenig kann ich, wie es Trietsch für seine Person in epischer Breite tut, einen Nachweis dafür erbringen, ob und wie ich legitimiert bin, über die einschlägigen Fragen zu sprechen. Das ersäht sich von selbst daraus, ob meine Ausführungen sachlichen Gehalt besitzen. Nur mit einem Wort scheint es mir nötig, darauf einzugehen. Wenr Trietsch Göttingers.' Kapazität mit einer Handbewegung abtut und ihm auf Grund seiner eigenen schriftstellerischen Leistungen als Fachmann gegenübertritt so muß ich, ganz ohne Ironie, sagen: Ein Agronom, der durch zwei Jahrzehnte praktisch in der Kolonisation von Juden — auch in Palästina — tätig war, erscheint mir gegenüber einem Palästinaschriftsteller doch einigermaßen „legitimiert“, über Kolonisation zu reden. Bei Trietsch.schätze ich diesbezüglich die eine praktische Leistung: die Einführung der Spitzenindustrie, höher ein, als seine sämtlichen Schriften. Nun zur Sache: Trietsch wirft anir vor: daß ich ihn' in einem Atem als ausgezeichneten Palästinakenner bezeichne und doch seinem Palästinaprogramm entgegentrote. Es handelt sich aber in der entscheidenden Frage nicht nur um Palästinakenntnis. sondern nur um ökonomische Einsicht Davis Trietsch geht auf meine Unterscheidung von primärer und sekundärer Produktion nicht ein. Hier liegt aber die hauptsächlichste Differenz der Auffassung. Er stellt sich vor, daß man mit Geld, das aus einer Anleihe stammt Massen-in vorbereitenden Arbeiten beschäftigen kann. Er vergißt daß aß diese vorbereitenden Arbeiten einem Endzweck der Produktion dieneri müssen, die eine in Palästina und von Juden betriebene, rentable sein muß. Daher bleibt die Grundfrage die: welche ' ach lohnende Beschäftigungen, namentlich der Produktion unentbehrlicher Bedarfsartikel, bieten sich in Palästina, in welchem Umfang* und in welchem Tempo körnten sie aktiviert werden. Kein Kunstgriff — das Wort von den Notstandsarbeiten ist ein solcher — bringt uns darüber hinweg. Denn auf die Dauer kann sich die palästinensische Wirtschaft, soll -sie nicht eine andere Art von Chalukka sein, nur durch eigene Produktion' erhalten.; Und durch Üeberschüsse der-' selben die riesigen Kapitalien, die benüföt werden, verzinsen und weiter anlocken. Es ist daher ganz unmöglich, etwa für „eine halbe Milliarde“ öffentliche Arbeiten nach Herzenslust durchzuführen, wenn nicht die primäre Produktionstätigkeit damit Schritt halten kann. Dies ist für die Landwirtschaft ganz ausgeschlossen. Weder haben wir in Palästina eine tabula rasa, noch verfügen wir über unbeschränkte Mittel, noch aber ist die Ueberführung der. Juden in Landwirte eine einfache. Sache. Das sind Axiome und mau braucht nur Kostenaufwand, Tempo etc. der üiuerear Kolonisation in europäischen Ländern zu betrachten, die Erfahrungen in Palästina dazu heranzuziehen, um zix wissen, daß eine rasche Ansetzung von jüdischen „Massen“ in der Landwirtschaft eine Unmöglichkeit ist.! ... Was übrigens die von .Davis Trietsch^ so-bevorzugten öffentlichen Arbeiten betrifft, so erschien soeben in Nr. 24 der „Jüdßchen Rundschau“ ein Artikel eines ausgezeichneten Fachmannes. und Mitarbeiters ' von. „Volk und Land“, Ing.";M. Hecker, in dem gewissen „irrigen Vorstellungen“, die erweckt werden von Aeußerungen, die „von Sachkenntnis ungetrübt sind“, entgegengetreten wird. Hecker sagt, die „Notstandsarbeiten“ liegen nicht angriffsbereit vor uns. Die meisten bedürfen sehr langwieriger V o rar beiten, um für ihre Projektierung zuverlässige Grundlagen zu» schaffen. I)Le künstliche Bewässerung und die Anlage von Elektiizitäts-; werken — beides Dinge, für die Davis Trietsch sofort Massen verwenden will — bedürfe«, jahrelanger Studien. Auch dann können sie nicht in einem Zuge duxchgeführt werden, der Kostenaufwand sei enorm, die Rentabilität uns i c h er, meist gar nicht vorhanden. Hecker spricht auch davon, daß für die gewöhnlichen Meliorationen, Erdarbeiten, Wegebau, sich die dafür gar nicht geeigneten, weil zw wenig stumpfsinnigen jüdischen Arbeiter nicht in genügender Zahl finden werden und daß man da zur Dienstpflicht werde schreiten müssen: So bestätigt ein eminenter Fachmann das, was ich in kurzen Worten Davis Trietsch entgegengehalten habe. Auch ich wies darauf hi«, daß man (nicht ins Blaue öffentliche Arbeiten machen könne, daß man sich bei gewissen Anlagen (Elektrizitätswerken etc.) erst der Rentabilität versichern müsse, daß der Jude kein geeigneter Erdarbeiter sei. Ich kann mir daher ersparen, auf die phantastische Vorstellung, wir würden sofort um Riesenbeträge öffentliche Arr beiten machen können, am Masse» zu beschäftigen, zu reagieren. Ist es uns aber klar, daß dies nicht in einem überhitzten Tempo geht, daß ferner in der .Urproduktion eine rasche „Massen“siedlung nicht möglich ist, so fällt die ganze Berechnung vom Trietsch zusammen. Es bliebe die Industrie und diese hat in Palästina nur Aussichten, soferne es sich um Verarbeitung von Landesprodnkten handelt. Solche können nur durch Landwirtschaft und Abbau von Mineralien and Chemikalien geliefert werden, sie werden daher nicht rasch in Mengen verfügbar sein. Es ist sehr leicht, das Gegenteil za behaupten, wie Davis Trietsch es bezüglich der Textilrohstoffe tut, in der Praxis aber wird es ganz anders damit sein, als auf dem geduldigen Papier, Ein Beispiel: wen» auch die Baumwollkultur in Palästina Aussichten hat,; so muß man bedenken, daß das mächtige. Deutsche.. Reich, das-in 'den dazu geeigneten afrikanische* Kolonien den Baumwollbau einzuführen suchte, nach den ersten 10 Jahren, bei Aufwendung vo« 2 ‘ Milliarden Mark, 'auf eine ■ Gesamtjalires- Produktion von 1100 Tonnen kam. Auf die Frage von Zigarrenfabriken, die mir Davis Trietsch immer wieder vorhält, gehe ich auch diesmal nicht ein. Ich denke, unser-Plan ist nicht, um jeden Preis Industrien zu schaffen, die von einem höheren Gesichtspunkt aus nicht wünschenswert Bücher lind Zeitschriften Der Lemberger Pogrom. Unter .all den zahllosen Pogromen, die in den Monaten November-Dezember des letzten Jahres über die Juden in Polen hereingebrochen sind, marhtp:' ans vielen Gründen keiner «nach innen und außen einen so tiefen und nachhaltigen Emdruek, wie der von Lemberg. Doch konnte man infolge der verschiedenen, einander widersprechenden Nachrichten sich kein klares BHd über' die Ursachen* Veranlassungen und Dimensionen des Unglücks machen. Viele unverantwortliche, auch vom* jüdischen Standpunkt unverzeihliche Ueberfreibungen flogen überallhin auf, während anderseits die Polen alles oder fast alles dementierten, „erklärten“, leugneten — und sie logen fast täglich anders. Nun liegt ein authentisches Dokument vor: Josef Bendow, einer, der mit bei der Katastrophewar, veröffentlicht jetzt eine 167 Seiten starke, mit 16 Originalaufnahmen versehene Schrift, -die „Der Lemberger Judenpogrom“ betitelt und im Verlage M. Hickl, Wien-Brünn, erschienen ist. ' Ihre Wichtigkeit beruht, mehr noch als in der sehr detaillierten Darstellung der. schrecklichen Ereignisse selbst, in der breiten und weit äusholenden Behandlung der Lage der Juden in Polen,-was zum Verständnis der Voraussetzungen der Pogrome unumgänglich nötig ist — Eine große Anzahl von Protokollen und Auszügen aus solchen geben der ganzen Darstellung eine zwingende Wahrheiikraft' und wer an der Schuld der maßgebenden, verantwortlichen Kreise und Behörden bis jetzt noch zweifeln konnte — der lese diese Schrift Aus dem statistischen Teil (es konnten nicht alle Opfer und Schäden festgestellt werden) sei hervorgehoben: Todesopfer 72, Verwundete 443; Sachschaden: geraubt (Geld und Waren) um rund 82 Millionen, verbrannt 16 Millionen, vernichtet .5 Millionen Kronen. An den Raub- und Mordüberfällen waren beteiligt: Soldaten ohne Offiziere: ln 1918, Soldaten unter Anführung von Offizieren in 494, nur Offiziere in 6 Fällen. Anzahl der stattgehabten Ueberfülle 4658. —m. n. Neue ostjüdische Literatur des Verlages Georg Müller. /Der Verlag Georg Müller, München, hat neuerdings eine Reihe von Büchern aus der ostjüdischen Literatur für das deutsche Publikum herausgegeben. Alexander Eliasberg hat das unbestreitbare Verdienst, durch rastlose Uebersetziingstätigkeit, deren Resultate freilich nicht immer einwandfrei sind, zur Popularisierung der jiddischen Literatur in Westeuropa beigetragen zu haben. Auch die. neu vorliegenden Werke sind von Eliasberg ausgewählt, übertragen und in Sammelbände zusammengefaßt Zunächst ist zu nennen der Band „Ostjüdische Novellen“, mit Zeichnungen des bekannten Radierers Joseph Budko. Der Band enthält Novellen von Perez, Scnolem Alechem, Asch, Frischmann und von der jüngeren Generation ist Onoichi zu nennen, dessen Skizze „Unser Land“ zu den besten Stücken der neueren jüdischen Literatur gehört*) Die Anfänge der jüdischen dramatischen Kunst hat Eliasberg in zwei Bänden gesammelt und unter, dem Titel „Jüdisches Theater“ herausgegeben. Vertreten sind wieder Perez, Scholem Alechem. Asch, Frischmann, ferner Gordin, Pinskij, Hirsch-, bein und Weiter. **) — Die Lyrik endlich ist vertieten durch „Ostjüdische Volksliedcr“, welche der Herausgeber im transslcribierten Urtext mit Uebersetzung und Anmerkungen veröffentlicht. Es Ist eine Anzahl der schönsten Lieder gesammelt und Eliasberg hat sich der wenig dankbaren und schwierigen Aufgabe der Uebersetzung mit Geschick entledigt. Die Wiedergabe der Originale und der einzelne Melodien enthaltende Anhang sind besonders willkommen. Diese Bücher, bedeuten eine Bereicherung der deutschen Literatur, aber auch dem jüdischei/ T.eser. der qicht oder noch nicht jiddisch Hast, bieten sie die Möglichkeit, einen. Zusammenhang mit dem I.eben der jüdischen Volksmassen zu gewinnen. Daher sind sie auch unabhängig von ihrem künstlerischen Wert für uns von Bedentrnff. Ueher Wert und Bedeutung wird ein andermal noch kritisch zu sprechen sein. **) Preis 9 Mk, geb 12 Mk. **) 14, geb. IS Mk. Jüdische Jugendblätter. Soeben erscheint die Pessach - Nummer der „Jüdischen Jugendblätter“. Aus dem überaus -reichhaltigen Inhalt seien erwähnt: Odginalbeiträge von Artur Sichnitzler (Sprüche in Versen), Josef Popper- Lynkeus (Iba Roschd). Prof. Dr. Iak Abr. Brawer, Konstairtinopel (Die Klagemauer), Rabb. Dr. D. Feuchtwang- (Pessach), Adolf Gelber (Mit dfcr Bahn nach Jerusalem), ferner Beiträge von Robert Weltsch, Ernst Müller, Heinrich Margulies, Emanul Fascus, Robert Weiß u. a. Abonnementsbestelltingen an (Ke Administration der „Jüdische» Jugendblätter“, II., Obere Donaustraße 91. Da« Vierteljahr (6 Nummern) K 4.50. Jerubbaal, eßne Zeitschrift der jüdischen Jugend, hier ausgegeben von Dr. Siegfried Bernfeld. R. Löwit Verlag Berlin-Wien. Soeben erschien Doppelheft 10—11 dies 1. Jahrganges. Inhalt: Jaäcov Kien Hacohen: Brief an den jungen Liebknecht. Adolf Böhm: Der Betrieb, Isadhair Röiss: Dip Geschichte der Schomrim-Kwuzah iilidh, Louise Farchy: Von der Schande eurer Namen, Fra iz Sachs: Gespräch von der Heimkehr, Ludwig Strauß: Vom „jüdischen Erlebnis“. Bernhard Weinert: Volk nrnd Jugend, Felix Weltsdh: Wälle und Tat. Marie Popper: Jüdische Mädchen. Erwin Kohn: Ueber das jffidäsche Beruisproblem, Max Brod: Das große Wagnis arsw. usw. Richard Lichtheim: Der Aufbau des jüdischen Palästina. Jüdischer Verjag, Berlin 1919. Preis 60 Pfennig. Von all den wichtigen Kolonisationsproblemen, die mit der Besiedlung Palästinas in großem Stil zusammerih^ngert. Werden itn dar Broschüre die wichtigsten wirtschaftlichen und sozialen behandelt,vor allem dfe Besiedlung«- und Liaindfrage. Verfasser vertritt im großen ganzen die systematiche Richtung, c'fie für dlie künftige palästinensische Volkswirtschaft einen soliden agrarischen Unterbau schaffen will. Um diesen Unterbau vor allen Erschütterungen za bewahren, tritt er fiir die Nationalisierung von Grund und Boden ein. — Die Schrift ist eine Umarbeitung des Referats, das der Verfasser ami dem letzten Delegäertentag der deutschen Zionisten gehalten bat, und das in seinem klaren Gediamken-': •aufbau, in seiner wissenschaftlichen Gründltclikeit und seiner sicheren Zielsetzung den Höhepunkt der Versammlung bildete.