Mannheim
Compact Memory

Jüdische Zeitung · 1919-04-04 · 14 (4.4.1919) · p. Seite 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Zeitung
Volume
13 (1919)
Issue
14 (4.4.1919)
Date
1919-04-04
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2438141-2438727-2438741--6209-2446264
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Seite 4 „Schanunes“ ist das notwendigste Konreinf! des „Gabbe“. Dessen ganze Existenz ist verwurzelt in «fieser Relation. Dr. Pappenheim wollte, seine Behauptung, daß die Kultusgemeindß immer die demokratischeste Institution gewesen ist, damit belegest, daß er ein Ziriat aus dem Buch Siegmund Mayers anführte, wonach . in Preßburg ' der Schanunes dem Kultusvorsteher gesagt hat: „Ich garantiere Ihnen, ich werde länger Schanunes sein als Sie VorsteherDas nennt Dr. Pappenheim Demokratie; Er fehlt hier eben. am den primi-, tivsten Begriffen europäischer Gesittung, man stecht „noch durch und durch im Ghetto. Man -verwechselt: Frechheit auf der einen Seite, herablassende Jovialität auf der anderen Seite mit' ehrlicher Demokratie, die jeden Menschen mit seinen Rechten anerkennt, dabe^ aber keineswegs dias Gefühl für Distanz und Anstand beseitigt Nur die grotesken' Verhältnisse' im Ghetto' imd noch mehr in dem nach der äußerlichen Beseitigung des Ghetto gebildeten Kahal, wo nicht die wirklich wertvollen und geistig oder sittlich überragenden Persönlichkeiten, sondern die saturierten und reichem Parvenüs ~ auf Vorsteherposten berufen .wurden, mußten auch die Autorität der Vorsteher untergraben, da der einfache Jude, der seiner ganzen Veranlagung nach den tiefsteii Respekt vor geistiger Ueberlegenheit hat, in diesen Männern, die er notwendig, nach außenhin als seine Herren anerkennen mußte, insgeheim nur lächerliche Figuren sah. Aber wenn man etwas erreichen wollte, so mußte man bei diesen Leuten kriechen und, wer es am besten verstand; sich die'Gunst oder Protektion eines dieser Mächtigen zu erwerben, der konnte es am weitesten bringen. Diese Kriecherei wurde von dem System begünstigt und der jüdische Funktionär, der im Dienste der Gemeinde stand, als eine Art Schnorrer aufgefaßt, den man' aus Wohlwollen eine Unterstützung zukonuraen läßt, eine Art Almosen, für das er bei der göttlichen Allmacht im Dienste seines Auftraggebers zu intervenieren hat Das ganze zu tiefst unmoralische System der Käuflichkeit der liturgischen Funktionen, wie es noch heute aufrecht besteht, ist vielleicht das grauenhafteste Erbe, das wir aus dem Ghetto mitgebracht haben. Grauenhaft aber ist vor allem, daß das Gros der Juden bis heute die Würdelosigkeit dieses Zustandes überhaupt nicht sieht und'nicht begreift, und sich dabei wohl fühlt' Seine Stützen sind die Leute, welche sich fortschrittlich und liberal nennen und davon faseln, daß der jüdische Nationalismus, dessen oberste Forderung die Reinigung des Judentums ist die Juden in ein Ghetto zurückfuhren wifL Das ist der wahre Grund, warum der Kultus- Vorstand die Funktionäre von der Wählbarkeit ausschtießen will. Er gebärdete rieh dabei so, als obäes-sich V darum . handelte, sofort; sämtliche - Schamiposim■ in die Vbfstandsstube zu führen und übersah, daß es sieb jp bloß um «Me- Zuerkeniumg des Rechtes, gewäMt zu werden, handelt und daß daher jeder Beamte erst gewählt werden muß, bevor er in den Vorstand gelangt Es ist nicht emzasehen, warum ein Kultusbeamter dieses Recht nicht haben soll, .welches jeder jüdische Dienstmaim oder Kommis des Herrn Kauders bat Vollends belekligend ist aber diese Zurücksetzung für die Rabbiner und Lehrer. Diese Männer, welche nach der heutigen Sachlage dazu berufen wären, die eigentlichen Führer des Judentums zu sein, «Me schon beruflich verhalten sind; die Kenntnis des Judentums zu erwerben, welche den meisten Ktdfosvorstehera abgeht werden von vornherein deir Möglichkeit beraubt bei der Verwaltung der jü<Mschen Gemeinde mitzuwirken. Die Rabbiner .haben in einer Eingabe an den Vorstand dagegen Verwahrung eingelegt Der Vorstand aber ist zynisch genug, ihre Abweisung mit der Fürsorge für «Me Würde des Standes zu begründen. Daß in Wirklichkeit diesem Standpunkt eine überhebliche Geringschätzung des Lehrerstandes zugrunde liegt hat Abgeordneter Stricker in einer meisterhaften Rede überzeugend nachgewiesen. .Nicht nur, daß diese oberste jüdische Instanz sich über ihre Verpflichtung «fern jüdischen Erziehungsweseri gegenüber! einfach hinwegsetzt, macht sie es dpfch diese Behandlung der Lehrer auch unmöglieh. daß die Zahlreichen idealistischen jungen Menschen, «Iie heute Lehrer zu werden bereit wären, einen solchen erniedrigenden Beruf wirklich ergreifen imd sich von der Kiritusgememde in Dienst nehmen lassen. Stricker hat auch für die Nationalen die Erklärung abgegeben, daß wir dagegen protestieren, daß' in einer Zelt wo überall die Angestellten an der Leitung der Betriebe Anteil bekommen, die Kultusgeme'mde ihre Bediensteten von den Beratungen über ihre -materiellen Ansprüche ausschließen will. Es ist’ von Wichtigkeit festzusteflen, daß wir mit einem solchen System nichts za tun haben wollen. Die Mehrheit deren Repräsentant Dr. Schreiber ist steht allerdings auf dem Standpunkt daß es in einer KhiUe Herren und Dieser geben müsse. Je unbedeutender und hohler einer, ist desto'lieber spielt er den Herrn. Des ging, solange, als die besseren Elemente im Judentum'der ganzen-Kultusgemeinde wenig Aufmerksamkeit und wenig Interesse schenkten. Jetzt aber, wo das Judentum aus seiner Lethargie za einer lebendigen Bewegung erwacht ist wird es sich seine-Herren selbst wählen.' •Der erste Schritt aber wird sein, diaß'es erkennt wie sehr das Geschwür des Ghetto', das nach -Niederreissung der Mauerh sich In den Serien etabliert hat an seinem Körper frißt Das .Judentum, in: Schwerer Not führt einen ' Kämpf irach zwci Seiten: den Kampf gegen die Bedrücker andH'dkxfe von «traußen. die seinen Körper, und den Kampf gegen die verstockten eigenen Söhne, die seine Serie gefährden. Is dieser Zeit der Kris» ist unser briHger Krieg der Feldzug gegen das Ghetto. ’ JÜDISCHE ZEITUNG - Hapoe! Hazäif Die ■ zionlstisch-volkssozialistische Bewegung. Der „Hapoel Hazair“ ist vor etwa zwölf Jahren . in Palästina; als Pionierbewegung erstanden. - : - Von der Erkenntnis' ausgehen«!, daß Palästina den Juden auf die Dauer nicht im wahren' und realen Sinne gehören wird, wenn sie es zwar pri- ' vatrechtlich im Besätze haben und . auf Grund irgend eines Staatsaktes autonom verwalten werden, die Arbeit aber .am Boden und in allen primitiv-produktiven Berufen von anderen, von den Arabern geleistet werden wird — in dieser Erkenntnis haben die - Initiatoren jener Bewegung als ihren ersten Grundsatz aufgesteilt: Jüdische Arbeit durch jüdische Händel Im Mittelpunkte ihrer Ideologie steht das Prinzip der Preduktiv ierung der jüdischen Massen fin erster Reihe in Palästina, aber auch m der Galuth) und Arbeit ist ihnen, Dank besonders dem Einflüsse ihres .bedeutendsten Führers und Denkers, des Arbeiterphilosophen A. , D. G ordons. nicht bloß ein ökonomischer Begriff, sondern Träger einer ganzen Weltanschauung, ein geradezu Heiliges. ,;.A ' - Nach und nach wäird diese Organisation zu diner der kräftigstem,.- lebendigsten Stützen des ■neuen palästinensischen Jischuw: bei der Gründung der Wächterorganisation „Haschomer“, bei den Okkupationsgenossenschaften, im Kampfe für das Hebräische, überall; stand sie mit fanatischem . Eifer imd tiefer Hingabe an der Spitze, der Opfer- „ willigen, Opferbringenden.. ‘ - Im Laufe der Jahre, durch die Erfahrungen des Krieges und der jetzigen allgemeinem sozialistischen Revolutionen hat sich «iiese Bewegung im Sinne eines zionistischen Volkssozialismus weter entwickelt und die große Organisation der „Zeire Zion“ in Rußland, die im vorigen Jahre •40.000 Mitglieder zählte, bildet gewissermaßen ihre Schwesterorganisation in der Galuth. Der „Hapoel Hazair“ gab bis jetzt in Jaffa eine Wochenschrift unter gleichem Namen heraus, ebenso verschiedene Volks- und Sammelschriften; darunter auch die bekannte „Haarte w‘Haawoda“; alles inhebräischer Sprache. In deutscher Sprache aber gab es bis jetzt unseres Wissens keine informierende Schrift über diese Bewegung. Diese Information müßte aber nicht nur jeder Zionist, sondern auch-jeder Sozialist, auch der Nichtnationale, sich verschaffen; weil diese Bewegung Ideen propagiert, «läe wohl berufen sind, auf die internationale; sozialistische Ideologie tiefen Einfluß zu gewinnen und in ihr allgemein menschlich fruchtbar zu Werden. Es ist daher zu begrüßen, daß nun Avrigdor . Chi' Ar 16 s o ro ff, einer.' der'; bekanntesten’.Pro^’- pagaiören des „Hapoel Hazair“, eiue informferende : S«:hrift über diese Bewegung veröffentlicht 'hat Sie heißt „Der jüdische Volks Sozialismus“; (Verlag des „Hapoel Hazair“, Berlin, Rosentalerstraße 16/17, Preis Mk.' 2.—) und enthält folgende Abschnitte: Nationaler und internationaler -Sozialismus. — Volks¬ oder Klassensozialismus. — Die Idee der Arbeit. — Unsere sozialePolitik. — Unsere kulturelle Politik. — Unsere Bewegung. Wir glauben, dem .Fernestehenden besser als durch eine Besprechung, durch die Wiedergabe einiger charakteristischer Stücke aus dieser Stritt zu «Menen. Zusammenhanglos und umver- - binuieni — es möge sich eben jeder durch «las Lesen der Schrift gründlicher informieren.*) m. n. -. - * Der jüdische Wirtschaf tsorganismus < ■ Von Viktor Cb. Arlosoroif. Wie baut sich der Wirtschaftsorganismus des jüdischen Volkes auf? Wie ist seine geschichtliche -Entwicklung, welche normalen Funktionen erfüllt er? Welche sind apostrophiert? Welche " Gesetze bewegen 3m? Welche Ziele sind ihm gestellt? Die Reihe von Fragen, die sich hier vor uns auftun, kann erst in ihrer Be«ieutung erfaßt und in aller; Klarheit beantwortet werden, wenn wir in gedrängtester Kürze «iie Entwicklung der europäischen Wirtschaft, auf der die moderne Sozial- «lamokratie, vor allem der Marxismus, beruht, uns vor Augen führen. y; Aus den feudalen Wirtschaftsverhältnisseri' erwächst im Verläufe des Mittelalters; besonders nach der Bildung der Städte, die Herrschaft der Bourgetnsie. Ihre Waffen, sind vor‘allem die freie Konkurrenz, die Häufung ..vöii Produktionsmitteln - imd das Privateigentum. Durch sie wird die*Spaltung der ganzen Gesellschaft ln zwei Klassen, die’ die Produktionsmittel besitzende und die sje. nicht besitzende, hervorgerufen, ihdemfür-die Stellung des' Einzelnen in der Gesellschaft nun mehr'und mehr seine wirtschaftliche Macht entscheiden wird. Dadurch ist der Grund zü dem letzten, entscheidenden Klassenkampf gelegt der das gemeinsame Merkmal aller Industrieländer ist. Dieser Kampf wird notwendigerweise'außer nach .der -ökonomischen Seite auch sozial'und politisch g©V führt Er. rechtfertigt sichdurchdie. Tatsache, daß ' er das Interesse einer gewaltigen Mehrheit gegen-' übte einef verschwindenden ’ Minderheit verteidigt ... Diese, allgemeine Entwicklung, man kam® säe' Verdammen oder preisen, wird' für «MeLänderWest- •). Außerdemerschien, über den;,H, H.“ in deutscher .Spratdie: ^Land und Arbeit“, rin« - Sammelschrift (Mk.-1;75). Auch erscfaeint jetzt eine Halbmonatsschrift„Die,iArbeit“ (Berlin W. <35, Kurfürstenstraße 150; Mk. 3.— vierteUäbriichL ' Nr. 14europas in den' ■ wesentlichsten Zügen als richtig anerkannt werden-müssen. Sie setzt aber eben die wirtschaftliche Entwicklung bis - zur hoch-, kapitalistischen Produktionsweise unbedingt; voraus. Vielleicht ist für alle Völker, Europas ‘«Bei soziale Revolution unvermeidlich, wenn auch Sin ariderem Geiste geleitet als bisher in Europa. . . Wie aber liegen «Be. Dinge bei uns? Ntm, tfic alten jüdischen sozialistischen Parteiwv cter „Bund“, aber auch die national zum Teil schon, fortgeschritteneren PoaleZfon übertragen einfach, .und man muß. sagen, in primitiver Weis», «iiese Theorie und die darauf.fußenden Folgerinr^ gen auf das jüdische Wirtschaftsleben. Auch was. die allgemeinen , nationalen Fragen anbetrifft; :sq existieren sie heute,in,der entscheidenden Stund» des jüdischen Volkes,, für diese Parteien nur bis. zu einem ganz bedingten Maße Wie die Thora, von Karl Marx es gebietet; so schreibt auch (fit biederer Poalezionist: „Die, nationale Frage, ist für das jüdische Proletariat verbunden mit de», Bedingungen und Formen seines Klassenkampfea; mit der sogenannte^ strategischen Basis und auch mit den Bedingungen seiner Proletarisiertosg. qder' seines Arbeitsortes; Die national© Frage e*-. scheint dem jüdischen Proletarier nur, wenn-sich sein schwererer und anormalerer KlassenkainpS fühlbar macht und nur insofern der Klassenkangif kränkliche Ansriahmefonnen annimmt. .. , Auch die Foale Zion achten nicht'darauf, ob «Be Entwicklung unserer Gesellschäft eine so einfache Uebertragung zuläßt. Wo alles haßt, könne» die jüdischen Sozialdemokraten doch nicht lieben! Wir wollen regelrechte Arbeiter sein, wir wolle» emen regelrechten Klassenkampf. Wirklich, als. wenn nicht die Arbeit, sondenr das Marxistischer Programm den Menschen zum Arbeiter machte. Wie'aber, wenn diese Regeln nur für uns näcWi recht sin«!, wie, wenn für uns ganz andere Regel* recht sind?.. r' Dieses industrielle' Proletariat nun; das in den europäischen Völkern unzweifelhaft die relativ stärkste Gruppe des Volkes-bildet, das unzweifelhaft dort auch der starke Träger und der erfolgreiche Kämpfer der sozialen Bewegung ist, stellt bei den Juden r eine ganz verschwindend© Minderheit dar. Selbst'die poalezionistische Statistik, die das Maß der Arbeiterschaft -möglichst zu erhöhen sich bemüht, -weil sie ihre Theorien .den sozialderpokratischen Forderungen gemäß hauptsächlich auf sie stützt, kann diese Tatsache . nicht verschleiern. Sie, führt Tür, Rußland nach der letzten Zahlenerhebung unter 5,063.000 Juden als * im Lohndienststehend insgesamt 335.000 an. Fftr, Oesterreich-bei 1,225.000 Juden 67.000 im Loh»- dienst. -Tatsächlich dürfte die Zahl noch vid nitfc driger,-sein, und sie hat sich m der letzteä Ent Wicklung; nicht*.nurmcht; vennebrt;?SC>nderii-eher;i verringert,;So,schreibt eiri;Forscheri; der-äls' vlörr f urteilslos angesehen werden darf, wefl er uuintear- ' essiert ist, Prof. Julius Hirsch aus Köln: ^Ari der. Tatsache kann kein Zweifel mehr sein. Unter fast 6.:Mjllionen, Juden, in Rußland findet man nicht ganz 35.000 wirkliche Fabriksarbeiter. In der Fafbriksstadt Lodz leben- 20.000 jüdische ReiSCrid© undsonstige'Handelsangestellte, viele Tausend1 Handwerker aber, kaum 1000 wirkliche Fabrik»^ arbeiter.'l Unter der bolschewistischen Herrschaft in Rußland smd zudem noch: Teile der Arbeiterschaft nach Stillegung ’ der großen Betriebe von der industriellen; Arbeit fort in den Handelsstamk der letzt in Rußland überhaupt ungesunde und ' ^unnatürliche Formen angenommen hat, fibengegangen.; ' : ,• Wenn aber,* auf. der einen Seite das Pro}©-; tariat im Marxschen Sinne, der BevölKerimgsteS nämlich, der sich in keinem Besitz' von Produktionsmitteln befindet, so gering vertreten ist, so folgt, mit. zwingender Notwendigkeit - auf der anderen.Seite,, daß auch der gegenteilige Prozeß, der der Konzentration des Kapitals nämlich im judäschen Volk noch volikoinmen unentwickelt ist, . Diese, große,Masse des .Volkes, die-überwiegende ' Mehrheit, hat ihre Produktionsmittel, ihr Kapital nicht an die .Großbourgeoisie verloren. Sie zeigt auch keine Tendenzen dazu, sie lebt aber auch nicht von; den Erträgnissen , des Kapitals- ' Di» breite jüdische, Masse bteteht vielmehr aus MeatscHen, die Eigentümer urid. Arbeiterzugleich sind aas.Menschen, die zwar iro Besitz von Produktionsmitteln sich befinden, aber nicht ohne ihr© eigene Arbeit auskommeri können,; die trotzdem auf ihre eigene mäuueile Arbeit angewiesen and, Die breite jüdische Masse lebt also in. der typischen kleinkapitalistischen Wirtschaftsweise ,.... , . So„stelit sieb also das jüdische. Wirtschnf tsleb.e.n^ dar : Kein selbstständiger, gesunderi eigener Wirtschaftskörper, keine ausgebildete Klasse'n.differehzierung, Keine großkapitalistische Wirt schaf tsordnn-n g; dabei eine -ungeheure Häufung selbständiger kleiner Wirtschaft«-' ei n h e i t e n. Und in dieses Wirtschaftssystem, das eigentlich schon' an sich krank-und -kaum lebensfähig ist, und das im Grunde nur dank der tmgeheuren Widerstandskraft des Jüdischen Handwerkers und des selbsttätigen Kleineigentümern sich hat * erhalten können, wollen unsere- Sozialisten die europäischen Klassendoktrmen und de» europäischen Klassenkampf tragen \. i (Ein weiterer Teil folgt): . Samstag, 5.. April, 5 Uhr aachmlHms, findet Im Zion. Bnrean, Zlrknsgasse 33, afo» Sitzung der Partelfeitang statt; 'stiif-; . nche Veretae werde».., anfgefeidert, , Meza JMb- . ■ glerte..znlentsradn.. . - * ■}>■■ - - - ■ Das Laadeakemllee.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.