Mannheim
Compact Memory

Jüdische Zeitung · 1919-04-04 · 14 (4.4.1919) · p. Seite 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Zeitung
Volume
13 (1919)
Issue
14 (4.4.1919)
Date
1919-04-04
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2438141-2438727-2438741--6208-2446263
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

d«ite 3 Nr. 14 JÜDISCHE ZHTUNO - v. .' . . v zjanflstäschen Abgaben auch «las Püitihtab anmBment 4er; jüdischen ZeHwg“ m decken wate. Es wird beschlossen, daß das Landeskomitee einen) Arnsscjiuß. efeisdtizeji soll, der im ■ engen pinve-nfeftmen mit allen ztöBäsiÖSGben Gruppen die Ftaamtzirage 5räft;pjd dem künftigen Parteitag! ein genaues Efabörat hierüber verlegt -•Ätentef werfen'in später Abenfetenfe die .;; Waiden San! Qnmd dies Vorschlages des PenrranienzaMS- Bejfusses ivorgenommen. Es wW fofeeridies Laäuäes- Itömfifoe gewählt: Abg. Stricker (Vorsitz und Politik), Dir. Isidor S c h a 1 i t (Vizepräsident), Doktor' Emil Säein (2. Vizepräsident. Palästtaalarat hnd!Nätionalfonds), Dozent Dr. Torcziner (Kultur), Dr. Tartakowet (hebräische Sprache). Dr. Siegfried Bentfeld (Jugemferzfehifnff). Heinrich Margujies (Jugentibewejjihg), Böhm (Wirtschaft), Anifta Müller und Frau Dr. S f r kes (für fee Fratren). Jakob W eine r (für die Studentenschaft), Dr. Tisch (Sekretariat), ferner Adolf Stankt, Lndwi® Ba’fco, Dr. Jakob Ehrlich, Löbl Taubes. ■n:i Als ^Revisoren Werden die Herren: Qewitsc-h *und Waltucto, als Schiedsgericht die Herren: Dr. Lanzer. Dr. Pachtjraann and Dr. Bramo Pol lack gewöbili. Dr. Weizmann für die unverzügliche Aufnahme der Arbeit in Paläastina Der „Jewish ’GhronicIe“ bringt in seiner #umiper vom 14. März eine Fortsetzung dies Besuchtes, dler „Iirteraltüenten ZranKstenkonferenz“ Sn London. Darnach ihfielt Dr. Weizmann am DSensden 11. . März ehie lange Ansprache, 'Um, wie »T sagte, einigen Leitideen Ausdruck zu geben. Der springende Punkt, zu dem die Konferenz sich äußern müsse, sei der: langemommen, daß der Frtedensvertrag am 1. Juni 1919 'unterzeichnet wird, was werkten die Zionisten am 3. Juni tun? Das sei die Frage, de Hauptfrage, 'die es zil beantworten gilt Alle anderen Fragen stünden iin zweiter Reihe. Doch habe man das Gefühl, wekflves »jeih in den letzten Tagen, auf drängte, daß sich hier und dort ein Mangel an Mut' zeige, diese Frage zu behandeln. Unbedeutendere Probleme habe man behandelt, aber düe Hauptsache sei uud bleibe, wie erwerben wir Erez IsraeL Wenn man die Blätter, besonders die volkstemtacbe in England, - Frankreich und anderen Ländern studiert stößt man auf die Losung, daß ■ England den Engländern, Frankreich den Franzosen gehören soll. Auch auf dieser Konferenz sei der Meinung Ausdruck gegeben worden, (daß Palästina den Palästinenserin gehören tolle. Da$ hei(te,: daft fee-Juden; der Diaspora, m palästinensischen Angelegenheiten gar rechts dreinzuredlen hätten Die Palästinenser hüben anschei- «epd croe Art Furcht vor dten. künftigen Ereig- Kessem * Eine neu» Macht wolle nach Palästina kommen und unsere Freunde, dfe dort bisher die Arbeit vorwärts gebracht hatten, fürchten nun igfcse Macht; doch dürfen Sie nicht vergessen, daß Pew-.York. Paris und Warschau noch immer ein 8.tn*erla«t| lüt Palästina sein,Werden. Von «fiesen Zentr^r aus werde die Arbeit belebt werdlere. darf' keine Scheidewand zwischen Palästina und der Diaspora ^Hifgerichte'* werden. Furcht kommt ge- ■'Sfähnjißh von Schwäche und1 die Furcht der Palä- Sjgp&pset _wfte d!®? anderen kommt daher, «Haß ste sich -nicht entschließen können, all ihre alten Methoden zu ändern. Wenn ein Jude vor zehn Jahren (ÖW3 oder auch 100 Dunam Land gekauft habe, ©RjChien ihnen das faafcal&Erlösung des Landes, i J^tzt. inetaem solchen Maßstab zn kaufen, sei unszureichend. Es se», unsere Aufgabe, Methoden zu tEWägen, dhrch 4fe wir innerhalb einer vemünftl- KO®, 2e*t dag kamt fo jüd&ehe Handle bekommen. In sanea pO'liHsehea Ansprüchen habe Redner reffih.geoiäßigt, weil er es für umnögldh erachtet habe1, dlas Maximum an poBtäscben Rechten jetzt zu erreichten. Später einnifll, wenncfas endgültige Ergebnis unserer Arbeit vorfoege. könne mau mehr verlangen. Die Frage spürt säch tdarairf *u: Was können wir iraerttalb der nächsten fünf Ws zehn Jahre feisten? Dies sei.' «Be .kritische Periode. Der Uebergang von rechts zu eins sei stets um vieles, schwerer, als der von eins au zehn. Seiner Memirng uach seien «tWdref wichtigsten Auf gaben, die es in der nächsten Zukunft zu lösen gilt, folgende. Zunächst müsse der ganze Kolottisaicfonspian auf Südpatästina konzentriert werden, welches veihältnSsmäßig unbewohnt sei und wo das Eigentumsrecht von 80 Prozent nicht klar festgestellt erscheint Wenn ein Gerichtshof ernannt würde, um feie Eigentumsrechte an diesen Ländereien gründlich zu prüfen, so wären düe Eigner nicht Imstande, Ihren Grund und Boden zu behaupten. Der Süden sei keine Wildnis, viele Tauseride von Kolonisten kramen hier ganz Jeicht angesietdelt werkte n. Ferner sei es von politischer Bedeutung, daß dfce jüdischen Kolonisten nach Süden gingen und sich von Süden her nach Norden ausbreiten, weit auf diese Are die Schwierigkeiten mit den Arabern sich .vermeiden ließen. Zweitens müsse man trachten, alte öffentlichen Arbeiten, und zwar sowohl die schon In Angriff genommenen als auch die zym Bant bestimmten besonders die Wasserwege, in unsere Hand zu bekommen. Der Beiwässerungsplan müsse unverzüglich entworfen werden, weil derjenige, der über das Wasser verfüge, auch über das Land verfüge. Jede andere Arbeit werde von diesem Eigentumsrecht am Wasser abhängen. Schon lägen gute» von Ingertteuren unterbreitet» Projekte vor. Man kenne auch schon d3e Kosten ihrer Ausführung. Uebenfies werden die Bewässerfmgsairbeiten einer großer Anzahl von Ansiedlern Beschäftigung geben, düe derart für andere öffentliche Arbeit vorbereitet würden. Es sei von wesentlicher Bedeutung. daß nooh vor dem 2. Juni der jüdische Rät dlais Wasser in seine Macht bekomme. Das sei eine Frage, .mit der man such beschäftigen und auf die man eine Antwort geben müsse. Der dritte Punkt sei der Ban dler jüdischen Universität; dieser müsse sofort beginnen. Dies sei gleicherweise bedeutend vom politischen wie vom landwirtschaftlichen Gesichtspunkt Der Bau der Universität sei auch von großer Wichtigkeit für Jerusalem. Die Frage der Jeschiwas _ser zur Erörterung gekommen, . doch habe er stets anerkannt, daß die Jeschiwas von Bedeutung sind und zu item Ziel verhelfen können, daß das Gesetz vcuv Zion ausseht, weil dann Jerusalem zum Mittelpunkt des gesamten jüdischen Lebens und Wirkens würde. Wenn diese dreiPuokteertäcfigtsein werden, dann känn man sagen, däß däe wahre Geufa nafce. Man muß das Recht erlangen mit dem Aufbau sofort zu beginnen. Die palüsttbiensischen Juden mit Ihrer großen Erfahrung werkten gute Dienste leisten, doch nur dann; wenn sie harmonisch mit den Juden, dte m der Biaspony 'leiben, Zusammenarbeiten. Man muß zum indischen Volke mit konkreten Vorschlägen kommen und es aufiordesn, für eine jüdische Naifiionalanle'the zu zeichnen. Man muß dem jüdischen -Volke ein Bild davon geben, wie es seine Ziele erreichen könne. Das Geld werde man bestimmt bekommen. Es ist gesagt worden, daß er ein Pessimist sei. Er möchte diesen Eindruck riehtigstellen Er sei ein Pessimist nur bezüglich, dar Uebe rgangspe riode. Man stünde am Vorabend einer heuen Aera und müsse sich den neuen Umständen anpassen. Die amerikanische Judenschäft werde eine große RoKe zu 'spielen haben, ln Amerika denken :dde Leute großzügiger als in England!. Main muß von affen Mitteln Gebrauch machen, de sich für diese \Aufgabe vereinigen lassen. Er trete dafür «in, daß der 'nächste Kongreß in Amerika abgehalten werde, weil er eine enge Verbindung zwischen den. .luden Aaneritfeen Zustände. Beziehungen des Rabbiners und des Kantors. zum Gottesdienste. Reform der Thora-Vorlesung. Das Mussaph-Gebet Gottes- Äieast an Werktagen. Die Mittel zur Herstellung? der Ordnung im Gottesdienste.- Aeußeres.- Die obligatorische Einr - richtung des Jugendgottesdrenstes. Die innere Einrichtung des Jugendgottesdienstes. Di» Stelkffig der Rabbiner. Statutenänderung. Wahlrecht Frenere Erziehung: Der Religionsunterricht Die- Aussprache des Hebräischen. Der Unterrfcht säbsfe; Das Hebräischlesen. Abfallsbewegung; apologetische Bildung und Volks er Ziehung der Juden. * Ein flüchtige^ Blick auf dieses Inhaltsverz.ei;chnis zeigt, schon, daß der Verfasser keineswegS hält wäs: er dem Leser in der Eikrieitung versprochen -hat Wem» wir schon die Beantwortung, der .ffrage der ümeren und .äußeren Erziehung der Juden als; dfe Lösung der Frage der Zukunft und des' Fortbestandes des Judentums gelten, lassen wollen, gelingt es uns doch beim besten. Willen nicht herauszufinden, was der Verfasser dem jüdischen Volke, .für seine, erstrebte ^ejgejr.eration .zu tun anrät Denn anzunehmehi, ' daß Chor, , und Orgel und Aehnliches die degenerierte^ Juden regenerieren würden, kann kaum den Intentionen des Autors entsprechen. Dennoch ist diese nichtbeantwortete Frage; kemeswegs die schwächste Stelle der vorlj?eggndüp Denkschrift yielmehr^^t seine. Abhanüluhg dayön,.daß. Tschiassriy an dem Wesen der^Probleime, die er behandeln' will, vorbeigeht. wäh?er sie-’ nicht" sieht' vielleicht gar nicht alnit; daß er lediglich am Aenßeren naftet ob des-Sekundären des Primären nicht achtet und fast nirgends in die Tiefe dringt. ^Es würde den Rahmen (fieses Aufsatzes erheblich überschreiten, wenn dieses Urteil an allen Einzelheiten erwiesen werden ‘ sollte. Zimt Teile ist die Widerlegung^ zahlreicher Unrichtigkeiten der Denkschrift rn dem erbst zu nehmenden Teile der: jüdischen Zeitschriften bereits erfolgt. Bei aller Vermeidung einer Wiederholung des anderwärts Gesagten sollen hier nur die wesentlichen Momente und solche Partien herausgegriffen werden, welche das Verhältnis des Verfassers zn den wirklichen Kultus— und Erziebungsfragen im J.udentume beleuchten. Wir werden darum seine Ausstellungen an den jetzigen Zuständen seine rettenden Mittel der Abhilfe mit dem Wesen der angeregten Probleme zu vergleichen haben. Schon in der Einleitung erfahren wir, daß die „Außdärungsbestrebungen einzelner erleuchteter Köpfe an dem Mangel an Selbstetkeantnis, an dem Erbübel der Disziplinlösigkeit scheitern, aber auch an der geistigen Erschlaffung und Trägheit weiter Kreise, die, sich selbst überlassen, mit rieh zerfallen, um- , tobt .von. der Brandung dahinfahren und einem Vrrlichte zusteüem, das sie in die Sümpfe des Abfalls führt“ Das, wäre eine niederbeugende Erkenntnis. Zum Glück für uns sind andere, und _ wir wollen gleich hinzufügen, genauere Kenner der jüdischen Volksseele zu einem anderen Resultate gelangt. An Stelle des Mangels an, Selbsterkenntnis schreibt kein Geringerer als Moritz Lazarus den Juden die höchste Selbsticritik zu. hm "'.Anschlüsse an den bekannten Ausspruch uoethes: Das jüdische Volk hat niemals viel getaugt, wofür er die Vorwürfe und Geißelredea kas und Palästinas zustandezubringen wünsche. Es wyr immer eine schwere Aufgabe, im Exil Verstreute zn 'sammeln, doch dürfe man die Schwierigkeiten nicht übertreiben. Palästina halbe viel Sonnenschein. Das werde sdhoo» aller Art Produktion aäribelren, ohne daß Einfuhr nötig wäre; In EI-Arisch, wohin man seinerzeit 1903 eö» Kommission ausgesendet habe und wo die Kommission kein Wasser finden konnte, haben nun düe Engländer jetzt. doch Wasser, gefirodert. Man müsse aQe Kräfte zusammenfaasen nmid vereinigen. Die Aufgaben sind groß. Man braucht 50 Billionen Francs und es gilt sse aufizubringen. Man muß sich der großen. Zeit von heute würdig erweisen. Die Erlösung ist nahe. (Großer Beifall) E.Z. Unser Feldzug gegen das Ghetto Der Beschluß, den der Wiener Kultusvorstand in seiner letzten Sitzung über die Wahlreform faßte, ist von allen bisher gefaßten Beschlüssen vieleicht der charakteristischste. Niemals zuaor hat sich mit solcher Deutlichkeit gezeigt wOTher Geist in dieser traurigen Stube in der Seitenstettengasse herrscht Der. .ganze Tom und das Niveau der Beratungen, die geschlossene Front der von gleichem Geist erfüllten Majorität gab ein Bild von der Mentalität dieser jüdischen Schicht das die ganze tiefe Kluft empfinden ließ; durch die modernes Judentum von diesen Ruinen des Ghetto getrennt ist Auf der Tagesordnung stand die Frage des passiven Wahlrechtes. Den von Dr. Schwarz-Hüter und dien Zionisten gestellte Antrag auf Zulassung der Frauen gab Gelegenheit zu einem Intermezzo, das komisch genannt werden konnte, wenn es recht so traurig wäre. Herr Kauders, der sich noch immer „Kaiserlicher Rat“ titulieren läßt las aus den Sprüchen Salomonis das Lob der braven Hausfrau vor und knüpfte daran das schlagende Argument daß der Kultesvorstand nicht weiser sein dürfte als Salomon der Weise und rieh damit begnügen müsse, das Betätigungsfeld für Fraueotugerefen am Herd und in der Wirtschaft jedenfalls nicht in der Kultusstube zu sehen. Auf den Vorhalt, daß er das Leben des Volkes, die tatsächlichen sozialen Funktionen der Frau und die Bedürfnisse der modernen Zeit nicht kenne, wurde er sehr erregt und beteuerte, er sei aiuch verheiratet und seine Frau gehöre sicherlich zn den besten jüdischen Frauen. Gegen solche Argumente mußte natürlich die aus sieben Menschen bestehend» Opposition die Waffen strecken and die Majorität beschloß im Bewußtsein ihrer Männlichkeit den Ausschluß der Frau, Viel deutlicher offenbarte 'sich der Geäst dieser Körperschaft im zweiten Teil der Debatte; wo über die Zulassung der Rabbiner, Beamten, Lehrer und Diener gesprochen wurde. Die Kommission batte beantragt, nor die Rabbiner.. Lehrer and Diener aoszuschlfeßen; den Beamten sollte; ■als Konzession an die Opposition, das passive Wahlrecht gegeben werfen. Aber auch dies konnten die Herren nicht über sich bringen. Dr. Pappenheim stellte den Antrag, auch die Beamten auszuschließen und erleichterten Herzens stimmten 'ihm die in ihrer sozialen Ehre bedrohten Kultusräte bei. Dr. Pappen he im, der diesmal d#r Gnearalredner war, schützte vor, daß man gewissermaßen aus Delikatesse fee Beamten und Rabbiner nicht in den Kultusvorstand hereinlassen wolle. Da zwischen diesen Personen und der Gemeinde materielle Beziehungen bestünden; so könnten sich bei der Beratung von damit zusammenhängenden Fragen peinliche Situationen ergeben. Mit Recht würfe jedoch in der Debatte hervorgehoben, daß der Grund für den Ausschluß einfach der ist, daß die Herren es recht über sich bringen können, mit einem von ihnen „Angestellten“ an einem Tisch zu sitzen. Sie würden dabei eine nicht zu verschmerzende Einbuße an Autorität erleiden. Das Gefühl, „Vorsteher“ zu sehr, besteht zum guten Teil in dem' Buwußtsein, daß so and soviel Personen von einem abhängig smd Der. der Propheten als Beweis m Anspruch nimmt; sagt Lazarus: Das jüdische Volk war von jeher das klassische Volk der Selbstkritik. Unser Seibstlob hat man billiger» eise getadelt, unseren Seibsttadel hat man unbilügerweise anerkannt. (Ich zitiere aus dem Gedächtnisse) Das Erbübel der Disziplinlosigkeit der Joden aber zieht sich wie ehr roter Faden durch fee ganze Schrift; es Ist förmlich ihre Basis, so daß wir dieser Anklage ln sämtlichen hier behandelten Zusammenhängen begegnen. Ist dieser Vorwurf auch nicht sehr wohlwollend und etwas mehr verallgemeinere! und gerecht, so belehrt uns der Verfasser des weiteren, daß stramme Disziplin schon im Schulleben den halben Unterricht bedeutet Weihj es gewiß niemandem einfallen dürfte, den Wett der Disziplin für das Schulleben irgendwie 'anzuzweifeln, so ist es doch modernen Schulmännern geläufig, daß heute die Forderungen nach Berücksichtigung der Individualität im Schüler erfreulicherweise fee Oberhand erlangt haben. Die Erfahrung lehrt daß ein stramm disziplinierender Lehrer, der nicht auf der Höhe seiner Lehraufgabe , steht kaum einem solchen vorzuziehen sein dürfte; der. ohne auf fee Disziplin direkt auszugehen, durch das,: was. er den Schülern bietet und.« wie er es ihnen bietet ohne Kunstmittel weit eher durch fee Mittel seiner Kunst eine erfreuliche Disziplin herstellt Hier bereits sehen wir,: daß der Verfasser am Aeußeren haftet daß er sekundäre Erscheinungen mit primären: verwechselt Was Wunder, wenn dann dasjenige; das mit solch falschen Maßstäben gemessen wird» sich als hinfällig erweist . R-G» (Schluß folgt)

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.