Mannheim
Compact Memory

Jüdische Zeitung · 1919-04-04 · 14 (4.4.1919) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Zeitung
Volume
13 (1919)
Issue
14 (4.4.1919)
Date
1919-04-04
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2438141-2438727-2438741--6210-2446265
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Nr. 14 RüNDSeHAU - ^Antisemitismus der Tschechen. Die io Prag erscheinenden jüdischnationalen Organe „Selbstwehr“ und' „ZidovskS Zprävy“ bringen, wieder- -holt Zitate aus der tschechischen Presse* welche beweisen, daß besonders in “der agrarischen -Presse eüw beispiellose antisemitische Hetze m icfen rohesten Formen betrieben wird!, Die letzte Nummer' der „Seibstwebr“ veröffentlicht einen 'Artikel aitfs dem „Pnazsky Vecernik", in weichem tEe Forderungen der tschechischen Antisemiten in zehn Punkten .zusammengefaßt werden und zran Beitritt m die christlich-detnokratische Vereinigung -eängeladen wird-iDiesre zehn Punkte smd einDokrement schwärzesten und giftigsten Völkerhasses, welches die techechüsdhe Natiori auf eine Stufe mit Öen unzwtilisiertesten Nationen der Welt stellt Es wird nichts Geringeres verlangt, als Ensperrung dar Juden in ein Ghetto wie un Mittelalter, Aus- , schiuß von öllen Gebiete® des wirtschaftlichen und statetlidhen Leberts inklusive der freien Berufe Prozeirtnorm für däe Schuten; Verbot der Mischehe, Emführimg des Jubeljahres in dem Sinne, daß allen Juldfen jedes 50. Jalhr ihr gesamtes Vermögen ab-, ^genommen wflrd usw. Weiter heißt es: „Christliche Dienstmädfchen dürfen nicht bei jüdischen Famlten diene». Vor jüdischen Osterfeiertagen werde "die Kontrolle verstärkt!“ M'it derartig unverblümter Rätuatonordihetze..traut man sich kurz vor den Feiertagen hervor. Die „Selbstwehr“ nennt dies mit Recht ein „Spiel mit dem Feuer’’. Das PräsicHium des Jüdischen Nationafrates wurde, wie bereits gemeldet, am 23. März vom Präsidenten Masar y k empfangen und hat ihm die Beschwerden der jüdischen Bevölkerung übermittelt Man darf wohl .hoffen: daß-der Mann, der immer zu* den eifrigsten Bekämpfenn der antisemitischen Seuche gehört hat .auch ib dem Land, zu dessen Fürsten er jetzt berufe» ist energisch Ordnung schaffen wird. * Tagung der jüdischen. Votksräte in Mähren. Dte Tagung. welche von 126 Delegierten ans allen TeäfenMährens beschickt wtar, «nahm eüneu würdigen Verlauf und hat wertvolle sachliche Arbeit geleistet. In Chüar fefertidhen Eröffn ungsversaimnlang sprach vor einem tausemdköpfigen Publikum der-Präsident des-Prager Nationalraltes, Dr. Ludwig _ Singer,- feiiner. 'der Sekretär Dr. GoliJstein und der Präsident des Prager jüdischen SoziaKstenrates Rudolf Kob®. Die Beratungen besäumen Sonntag unter Vorsäzft des Herrn Doktor Hi lf (Mährisch-Ostrau) und es wurden mehrere * Kommissionen gewählt m» welchen die Beschlüsse vorbereitet wurden Dr. Singer erstattete das Reiteraft über die politische Lage undl beschäftigte sich'besondere eing-öhend! mit der antisemitischen Bewegung. Er verwies darauf, daß die nationatlü(^»Aept.1Delegatte<neaiin idesti; Sdrwete! undin; . Paris genau infpriniert Mod nnd ,die; Rechte der Jadeit, von doirt aus wahnnehmen werden. Auf Antrag dfer Orgartisationskommision wurde nie Schafftmg eines mährischen Lamfesvolksrates aas 19 Mit®®Octern beschlossen. Weiters wurden Resolutionen betreffend' energische Maßnahme des Natiomalnates gegen .die systematische wirtsdhaftfiche Benachteiligung der Juden im Staate und betreffend die Demokratisierung der Kultgsgomeinden heotrfossen. Der Landesvolksrat, der gewählt ,wurde,.ha!t skfli sofort •provisorisch'wie folgt konstituiert: Präsident Dr. SonnenfeJd, Vizepräsajdemten Dr. Haas, Keßler. Dr. HdS, Ka&säer Schuiler, Schriftführer Staatsbähnrat Pisk und Dr. Loria. — Die Tagung hat nach dem .großen jüdischen Natiönalkongreß. in.1 Prag wesentlich zur Zusammenfassung der mährischen Jiudjenheit beßgetragen. Di-. Singer konnte dem jüdischen Nationalrat berichten, daß das mährische Judentum geschlossen hn nationalen Lager steht . . * Die Asslmllanten und die Verwirklichung des Zionismus. Das „Hamburger Israelstische Fanrifienhlatt“, das Organ der dem „Zentralwerein’’ reahesteihenden Asssmilanrteii Deutschlands, schreibt in eflnem Artikel über die Verhandlungen der Friedenskonferenz betreffs Palästinas, nach kurzer Darstellung der Beratungen und. einer ger iWimdenen Bestätigung des zionistischen Erfolges: „Sollte das Projekt m seiner definitiven Gestalt mit, dem allgemein jüdischen Interesse in keinem unlösbaren Gegensatz stehen, so wird es — wie. von1 jeher betont — namentllcih mit Rßcksicfrii aiji die palästinensischen Ansiedhingsg-etegenheiten für europamüde und bedrückte Ostjuden die Sympathien der gesam ten Jmderiheilt für sich habe® Ei» unerläßliche Voraussetzung dafür ist natürlich, daß keine Versuche gemacht werden, den Ufttionaljüdrsche® Charakter m der palästinensischen Siedlung auf die Juden, besonders der westeuropäischen Länder zu übertragen und aus ihnen ein besonderes „Volk“ in ihren Wohntämfern zusammenzuscbwefßen.” —- Pie deutschen Assämilanten haben wenig gelernt jEidsind zum Verständnis des Zionismus noch nicht Snrchgedrangen. Es ist schön, "daß sie angesichts der geschichtlichen Tatsachen flwer Sympathie“ für -eine Anstedhmg bedrückter ' Ostjnden aussprechen. Die Sympathie wird nur von Wert «hi .wenn sie in werktätiger Mitarbeit umgesetizt wird, hJlercfeigs müßte da die- Furcht vor dem Prozeß ttervNarionalaiennrg der europäischen JadenbeM etwas nadiiassen. Dieser 'Prozeß wird eine notwendige und-elementare Folge der Gestaltung dies Lebern In Palästina sein und wird sich durch Froeesse imd Abwehhbewegungen dter deutschen AssJmflanten nicht aufhalten lassen. _ e Dilettantismus oder Verbreche»? Dr. I Ziegler, dar. bekannte Karlsbader Reformrabbiner, der einmal bekanntlich soweit’ gegangen ist, den Juden das. Anzünden der .ChanukahlicWer . Sal Taimenbäum e» am 2-4. Dezember zu empfehlen, oiBcltt sich jette »fetter einmal in jüdische Politik. ta der Wäsaer Wochemdriit „Der Friede" wr- JÜDISCHE ZEITONO t ■ : . i ' . ■ ' - öffentlicbt er einen Artikel „Nationalismus umf Judentum’ Sn welchener (die Ziele der jüdischnationalen Politik dem ahnungslosen Publikum in einer grotesken Verzerrung darstellt, um dann mit entsprechendem Nachdruck vor dem jüdischen Nationalismus zu warnen, zu welchem Zweck er sogar den Weltfrieden beschwört. Dr.. Ziegler behandelt nichts Geringeres, als daß das wichtigste Ziel der Nationalitäten die Wiederherstellung der Judikatur des Talmud -und Schulchan-Aruch sei. Dagegen wendet sich natürlich mit aller Entrüstung sein rabbinisebes Gefühl Er schwelgt in Bewunderung für das hohe Niveau der niöbtjüdischen Kultur, zu der sch die Juden erheben sollen. Dabei ist er geschmacklos genug, vor Henzl und dem Zionismus ein Kompliment zu machen und verspricht sogar, sich mit dem Judenstaat aiuszusöbnen, falls dieser „politisch und wirtschaftlich prosperiert“. — Mit diesen Ausführungen zu polemisieren können wir uns ersparen. Sie' lohnen wahrhaftig keines Streichs. Aber angenagelt muß werden, wohin die Volksfremdheit und die panische Angst vor jedeT Regung des Lebens selbst jüdische Funktionäre verführt Main-könnte zweifeln, ob man es mit Perfidie oder mit Dummheit zu tun hat Wahrscheinlich ist es nur jene Angst!, -die das Erbstück des Ghetto-ist Die große, unheilbar scheinende Krankheit unseres Volkes und seine große Schande. Zionistische Bewegung Weltkonierenz der zionistischen volkssoziaßsti- sehen Partei Das Nachrichtenbureau der deutsche® Landsmannschaft der .zionistischen volkssozialistischen Partei „Hapo§l- Hezarr“ meldet: Auf Anregung der palästinensischen Hapoel - Hazair - Organisation werden Vorbereitungen für eine W e 11 k o uferenz der zionistischen volkssozialistischen Partei Hapoel-Hazair und Zeire-Zion getroffen. Zionistische Propaganda-Literatur. Die vom Kopenhagener zionistischen Bureau herausgegebene Schrift „Der Zionismus, sein Wesen und seine Organisation“, von Dr. Bernstein, ist soeben in zweiter Auflage erschienen. Diese für die Propaganda sehr geeignete Schrift findet starke, Verbreitung. Demnächst soll sie in'englischer und französischer Sprache herausgegeben werden. hi Prag und Budapest wircL von zionistischer Seite eine Uebersetzung der Schrift ins Tschechische und Ungarische vorbereiteti Preisausschreiben. Der Ausschuß der national-jüdischen und .zionistischen Jugendvereine Deutschlands erläßt ein ^Preisausschreiben, für , einen Leit!adep „The'or re de s Z i o n i sm u s“. Der Leitfaden muß geeignet sein: den Leitern von Ausbildtmgskursen über das gleiche Thema die systematische Vorbereitung und Durchführung des Kurses, insbesondere auch durch spezialisierte Hinweise auf 'die einschlägige Literatur, zu ermöglichen. Umfang etwa zwei Druckbogen in Broschürenform. Es sind zwei Preise von Mk. 250.— und Mk. 150.— ausgesetzt Zu Preisrichtern sind die Herren Kurt Blümenfeld, Dr. Zlocisti, Berlin, und Studienrat Calvary, Crosse®, bestimmt. Die Manuskripte smd bis zum 15. April & J. an das Jugendsekretariat der zionistischen Vereinigung für Deutschland, Berlin W 15, Sächsische Straße 8, zu senden. Sie . sollen keinen Ver fasse mamen, sondern ein Merkwort tragen. Name® und Adresse des Verfassers sind im verchlossenem Umschlag beizulegen, der mit dem gleichen. Merkwbrt versehen ist Durch Erteilung des Preises geht das Veröifentlichungsrecht an den Ausschuß über. 'Zionistische Bezirkssektion Landstraße. Ein Komitee, bestehend aus den Herren Dr. Oersuny, Dr. Josef Auerbach und Dr. Emil Stein, hatte für Donnerstag, den 27. März. 6Uhr abends, III„ Untere Viaduktgasse 13, die im dritten Bezirke wohnhaften Miglieder des zionistischen Zemtralvereines und jüdischen Nationalvereines einberufen. Nach einer herzlichen Begrüßung der Versammlmigsteilnehmer durch Dr. Auerbach, der auf, die großen Errungenschaften des Zionismus hinwies, hielt Dr. Egon Zweig eine ausführliche Ansprache, in der er durch logische und historische Darlegung erwies, daß die zionistische und jüdisch-nationale Bewegung wesensgleich sind und daß ihre bisherige Differenzierung nur auf gesetzfechnische, durch die freiheitliche Entwicklung der jüngsten Zeit überholte Gründe zurückzuführen sei. - Die Versammlung beschloß einhellig, -die im Bezirke wohnenden Mitglieder der beiden Organisationen zu einer arbeitskräftige® Bezirkssektion Landstraße zu vereinigen. Aus der Kultusgemeinde. Der Kultusvorstand /versendet nachstehende» Communiquö: ln der am 30. Mütz d. J. unter dem Vorsitze des ersten Vizepräsidente® Hofrat Dr. Rappaport stattgefnndenen Plenarsitzung wurde eine wesentliche Verbesserung der Versorgungsansprüche der Beamten der israelitischen Kultusgemeünde Wien beschlossen; weiters werden an Beamte und Diener übliche Remunerationen bewilligt. Die mit Kriegsende zurückgekehrten Angestellten erhielten ohne Unterschied ihres Ranges» einen a. o. Heimkchrerbertrag von je K 400.—. Nach Behandlung weiterer Personalange- ' legenheiten wurden Subventionen an ' fönende Vereine bewiUigt': Ah den Ersten Wiener Jüdische® Turnverein, den Jüdischen Turnverein in Fünfhaus, den Jü£-> ' schoi Turnverein Favoriten, den Turnverein JKaasada.“, den-Verein Jüdischer Hörer an der Seite S Hochschule für Bodenkultur, den JücEscb-akafdenüscbe-techmscbe® Verband, die Akademische Verbindung „libanonie“, die Wiener Zionistische Vereinigung, den Verband Jüdischer Hochschüter „Theologia“, den Verband für. hebräische Sprache und Kultur, - die Schülerlade der Staatsrealschute im IX. Bezirk, die Schülerlade des Rainer- (Gymnasiums im U. Bezirk, den Verein „Atheneurri“ weiblicher Bildung,- den Jüdische® Schulverein im X. Bezirk, die Bibelschule des Tempelvereines Wieden—Margarethen, die Talmud-Thorascbnle. 11., Malzgasse 16. Nach Erledigung einer großen Anzahl von Stirtungsangelegenheifen und einer außerordentlichen Aufnahme in das Versorgungshaus wurde die Sitzung geschlossen. Mitteilung des jüdischen Berufsamtes . (Wie®, II-, Praterst'raße 43). a) Arbeitsnachweis: Das Jüdische Berufsamt weist allen, die hebräischen Sprachunterricht nehmen wollen, hebräische Lehrkräfte nach und zu, sowohl für Kurse als auch für Einzelunterricht. Ferner sind, für Bäcker, Lohnarbeiter, und Kinderpflegepersonal Stellen offen. Jüdische Unternehmungeiv die Bedarf aa technischem und kommerziellem Personal habe®, werden dringendst aufgefordert, ihren Bedarf aa uns zu melden. Es ist unbedingt notwendig, daß alle jüdischen Unternehmungen ihre.Pilicht tim bei der Bekämpfung der immer größere. Form, ausnehmenden jüdischen Arbeitslosigkeit auf allen Gebieten b) Berufand Studienber.atansi Die Beratungsstelle amtiert täglich mit Ausnahme von Simstag und Sonntag von 2 bis 5 Uhr nachmittags. Es werden Auskünfte über die Ausbildung zu verschiedensten Berufen erteilt, die Aussichte® und Erwerbsmöglichkeiten in den einzelne®. Belrufszweigen erörtert, eventuell eine geeignete Ausbildungsstelle verschallt. Alle jüdischere Jügeitülfchen. die über den zu wählenden Beruf im Unklaren sind, sowie, alle, die durch die gegenwärtigen Verhältnisse oder durch schlechte Erfahrungen zu einem Berufswechsel gezwungen sind, wolle® diese Berufung^ stelle aufsuchen. Es werden auch schriftliche Auskünfte für entfernt Wohnende erteilt Korrespondenzen Krems. Am 15. März fand in Krems a. cL D. im Felktersaale eine große Purimieier, verbünde» mit einem Tanzkränzchen, statt die von einem Komitee, gebildet aus Mitgliedern des Vereines. „Zion“, der Z. M. V. „MaJkkabäa“ und der J. M. JE „Ruth“ veranstaltet wurde. Mit einem reizende® Kinderreigen begann das Fest worauf eine Reihe ernster und heiterer Vorträge folgte. Das Reiner trägnis von K 360.— fällt wohltätigen Zwecken zu. Um das Gelingen des Abends haben sich besonders die Herren Josef Pisker und Ernst Ne*; ner verdient gemacht Uhg.-Brod., Aus Anlaß der Annahme! der zionistischen Forderungen auf der FriedemskoiH ferenz in Paris wurde am Freitag, den 15. v. Mt vor dem Abendgottesdienste ein feierlicher Festgottesdienst im Tempel abgehalten, bei welchem Herr Rabbiner Dr. Kalman Nürnberger die Festrede hielt und die Bedeutung des Tages, an dem dem jüdischen Volke die Heimstätte wie der gegeben wurde, gewürdigt hat. Am Abend fand im Saale des „Hotel Smetana“ eine Festversanunluug statt bei welcher Herr Paul März aus Ung.- Hradisch, die Festrede hielt Mödling. Bei der am 16. März stattgefundenen Wahl in den Mödlinger Kuhurvorstand, bezw. den verstärkten Ausschuß, wurden folgende Herren gewählt: Ferd. Diamant SaL Eisler, Jos- Fischer, Louis Donnebaum, Sigism. Hochstädt (Zionist), Jak. Kaufmann. (Zionist), Eman. Kraus, Dr. Emst Moser, Bern. Seide® (Zionist)*. Siegt Stransky, Hermann Szmetana. Leop. Stößler, Bernh. Weih, Dav. Rosenfeld (Zionist). Im verstärkten Ausschuß sitzt u. a. der Zionist Dr. JuL Schwarz. Der gemeinsame, jüdische Hochschulausschnß Wien veröffentlicht folgenden Aufruf an die Wiener jüdischen Hoclischäler:. Viele van euch leben in größter wirtschaftlicher Not Nur wenige sozial denkende Juden sind sich ihrer Pflichten gegenüber dem armen jüdischen Studenten bewußt; die meisten jedoch läßt euer Los. kalt Darum, jüdische Studenten* organisiert euch. An sämtlichen Wiener Hochschulen sind 4800 jüdische Hörer inskribiert. Jeder ohne Ausnahme trete dem vom. jüdische* Hochschulausschuß zu gründenden Selbsthitieverein bei. Ihr seid es euch und den Aermste» unter euch schuldig. Erkennt jeder jüdische Student seine Pflicht, soergäbe der Mitgliedsbeitrag von nur K 1.— monatlich den Betrag von K 4800t— monatlich. Eine bescheidene Summe, aber.immerhin eine* mit welcher in den krassesten Fälle® äußerster Not Hilfe geleistet werden könnte. Ans diesen studentischen Pfennigen soll zunächst eine Darlehenkasse errichtet werden mit der Bestimmung, den Aermste® unter euch einmalige, nach einer gewissen Zeit rückzahlbare, unverzinsliclte Darlehen zu gehrähren. Dies ist die momentan dringendste und nicht mehr aufschiebbare Aktion .des Selbsthilfevereines. Eia Kind der Not; wird der Selbst hilfevenste jedoch auch nach Eintritt konsolidierter Verhältnisse wichtige soziale Aufgabe® zu erfüllen habe®.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.