Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 13 (1919)
- Issue
- 13 (28.3.1919)
- Date
- 1919-03-28
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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'»»'UV? Jugend.“*) Bernfeld weiß, daß di» Alternative^ die dem jüdischen. Volk gestellt ist, nicht lautet: Untergang oder nationales Leben. Wir gehen nicht unter. Die Frage ist einzig, wie wir leben werden. Aus einer .rückhaltlosen Bejahung des Volkstons und seiner Eigenart ergibt sich die Forderung, der ganzen Fülle geistiger Realität im Judentum gerecht zu werden und mehr zu wollen als eine bloße Nachahmung des Lebens anderer zivilisierter Nationen. Daher die grundsätzliche und radikale Abkehr von der europäischen Erziehung, deren Fundament das europäische Bürgerton ist und die nicht wirklicher Bildung, sondern nur der Präparierung der menschlichen Individuen für die Zwecke der Gesellschaft dient. Es ist Bernfeld gelungen, im zweiten Kapitel seines Buches „Das europäische Vorbild und die Südische Gegenwart“, den ganzen Widersinn des europäischen Erziehungswesens darzutun. Wenn wir unsere aus tragischen Queilen entstandene Gegenwart überwinden und wieder ein Volk werden wollen, so vermögen wir kein Erziehungswesen zu ertragen, das Verzicht auf jene höchsten Werte wäre, die unsere Nation durch zwei Jahrtausende besessen hat und die sie erst in unserer Zeit zu verlieren begännt. Bernfelds Schilderung des Wesens der Jugend ist1 wie eine Erleuchtung im Dunkel unserer iage. Aufbauend auf den Erkenntnissen der modernen Wissenschaft konzipiert er das Bild der äugend, das die Trägheit a’tgewordener Menschen mcht sehen will. Im jugendlichen Menschen erwacht die tiefe Ehrfurcht vor dem Wert dessen Autorität er sich unbedingt unterwirft; und es erwacht der unbedingte Wille zur Verwirk- lichung des rein erT Zieles, der Wüle zur Durchbrechung der Schranken des Alltags und zum Entgrät in der» Gang der Welt um ihn zum Gutem zu verändern. Dieses Gnunderlebnis jugendlichen Wesens Ist, jedem Menschen beschieden und es ist mt Grunde auf kein Lebensalter beschränkt Aber zwischen den Mühlsteinen des heutigen Lebens wird das Göttliche zerrieben, der jugendliche Mensch wird geknickt und unterwirft sich nur allzuschnell den Gesetzen des wirtschaftlichen Mechanismus. Daher kommt es, daß die empirische Jugend so weinig gemein hat mit jener unvergleichlichen Gnade der Menschheit Früher Wirtschaftskampf und eine entgeistigende Welt and die Mittel, um eh» grauenhaft früh erwachsenes Geschlecht zu erziehen. Aber ein lebendiger KuMurwille vermag auch der Jugend ihre Eigenart und ihre Funktion zurückzugeben Wenn Kultur mir dort möglich ist wo das unbegreifliche Ereignis. das Gottesgeschenk großer Menschen, vom Volke erkannt, und die Sendünge Gottes zu Führern des Volkes erhoben werden, das erst dinch diesen Akt recht eigentlich Volk wird, so muß auch hier das Teine und empfängliche Fühlen der Jugend als das entscheidende' Organ des Volkes Wirken.' Das jüdische Volk .hat;.wie kein zweites dieses Verhältnis von Führer und Volk gelebt -es hat die Autorität der Geistigem in der' Gemeinde aufgerichtet. Nur durch eine Erneuerung dieses Verhältnisses kann dem jüdischen Volk wieder Leben und Kultur kommen, kann es wieder Volk werden. Wie nun soll die Erziehung der Jugend in Erez Israel beschaffen sein? Bernfeld gibt die Antwort nicht in. Form einer pädagogischen Anleitung ■oder einer methodischen Auseinandersetzung, sondern durch die hinreißende Darstellung eines Zukunftsbildes. das alles verwirklicht zeigt was die neue Erziehung bringen muß. Der Autor versetzt den Leser in eine Zeit nach der Errichtung des jüdischen Gemeinwesens. Er schildert das ganze jüdische Erziehungswesem von der Geburt bis zum Ende der Jugendzeit das etwa im zwanzigsten Lebensjahr angenommen wird. Die Einzelheiten dieser Schilderung sind im Rahmen eines Referates nicht wiederzugeben. Jeder, dem die Zukunft unseres Volkes nicht gleichgültig ist muß selbst zu dem Buch greifen und muß sich durch diese packende Utopie, die wie eine überwältigende Symphonie an ihm vorüberrauscht überzeugen lassen. Der oberste Grundsatz für die Erziehung der Jugend ist in Bernfelds zionistischem Zukunftsstaat daß jeder Jugendliche bis zu seinem zwanzigsten Lebensjahr von jeder wirtschaftlichem. , Leistung frei sein muß. Die Gemeinschaft hat für die Pflege. Ernährung und Erziehung der Kinder ihrer Bürger aufzukommen. Die oberste Gewalt haben die ärztliche und pädagogische Behörde, denen es obliegt, in den notwendigen Fällen Ausnahmen von dem vorgeschriebenen: Weg der Erziehung und Fürsorge zu verordnen. Auch das Bestimmungsrecht der Elterrn dem sonst ein weiter Raum gewährt, wird, ist durch die Gebundenheit an das Gutachten dieser Behörden eingeschränkt Jedem Kind muß unabhängig vom wirtschaftlichen, physischen, seelischen und sittlichen Zustand der Familie die gleiche möglichst beste Pflege zuteil werden. Vom vierten bis dreizehnten Lebensjahr wohnen die Kinder im Dorfe und sind im .JGnderhaus“ untergebracht, das zwet „Zimmer“ für die Kleinen und für die AeHeren enthält. Dieses Kinderhaus, in welchem weitestgehende Lernfreiheit herrscht hat zunächst für das leibliche WohJ der Kinder zu sorgen, weiters die Entwicklung Ihrer Geisteskräfte zu überwachen und drittens die Einfügung in eine sinnvolle Gesellschaft allmählich zu vollziehen. Wer das Kinderhaus verläßt, kommt in den .Jugendbereich“.indem ungefähr zehntausend junge Menschen und 2000 Erwachsene wohnen. Der Bereich zerfällt in den öffentlichen Teil der Siedlung und in die Quartiere der Jugendbünde. Diese Bünde sind die geistigen Gemeinschaften - der Jugend, in denen sie ihren Idealen nachlebt Im Bereich sind alle geistigen Betätigungwi völlig *) Vortag R. Löwit, Wien. » JOBISCHE ZEITUNG frei Jeder Jugendliche muß zwfcä Handwerke oder ein Handwerk und eine Wissenschaft erlernen- Die großen Künstler und Gelehrten haben sich im Jugendberich niederzulassen, um sie bilden sich Gruppen, die von ihnen lernen und sich ihrem geistigen Einfluß unterstellen. Die oberste Aufsicht führt der „Vater“'des Jugendbereiches und der oberste Rat Die wesentliche Gewalt liegt in den Händen jener Mäner. welche durch ihre geistige Kraft von der Jugend als Meister erkannt werden. Ein Mann, der im Bereich die große geistige Gewalt über die Jugend erlangt hat wird von ihr in einem Akt der freien Wahl zu „Morenu“ erwählt. Die Macht des „Morenu“ ist außerordentlich und reicht weit über die Grenzen des Bereiches hinaus. Aus der Zahl dieser ‘Meister .wird jedes Jahr der „Vater des Bereiches* gewählt Die „Väter“ haben die größte Macht im ganzen Lande, obwohl ihnen keine Exekntionsgewalt zusteht Gegen einen Beschluß des Kollegiums der „Väter“ ist eine Auflehnung schlechthin undenkbar. So ist durch die Tat der Jugend die Diktatur des Geistes im Volke verwirklicht Dies •die Berufeldsche Utopie. Uns dünkt, daß selten noch ein schöneres, größeres Ziel für das jüdische Volk aüfgestellt wurde. Es wird leicht fallen, alle möglichen Emwände gegen diese Forderung vorzub ringen. .Wer Einwände sucht, wird sie finden. Aber Berufelds Buch spricht gar nicht zum Verstand und will nicht diskutieren. Es spricht zum Herzen des ganzen Volkes und will das Volk . an dem entscheidenden Wendepunkt seines Lebens aus dem Halbschlaf aufrütteln und zu einer Tat anfrufen. Bernfeld' weiß selbst sehr wohl, daß das ganze Problem der Erziehung auf das innigste mit den Fragen der Gestaltung des politischen und wirtschaftlichen Lebens zusammenhängt. Er weiß sehr wohl, daß die neue Erziehung nur in einem sozialistischen Staat Jiur_in« einem Gemeinwesen von Menschen mit gänzlich neuer Gesinnung verwirklicht werden1 kann. Aber wenn man Vorhalten wird, daß zunächst also die wirtschaftliche'Umgestaltung kommen müsse, so sei man dessen eingedenk, daß eine schematische Trennung der Gebiete des Lebens in Wahrheit nicht möglich ist und man sei ferner eingedenk, daß Zion erst eine gedachte und nock keine irdische Wirklichkeit Ist In dem Neuland, das wir betreten,, wird alles darauf ankommen, daß der rechte Geist und der' reine Wille von allem Anfang herrsche. Wir sind ein Volk, das zwischen der blassen Erinnerung an eine große Vergangenheit und dem Willen zu einer großen Zukunft auf der Messerschneide einer problematischen Gegenwart schwebt. Wenn wir nicht ijis Bodenlose sinken wollen, so müssen wir alle Kräfte der Seele zu einem großen, einem letzten, einem entscheidenden Wollen spannen. Ans dem Bewußtsein der Unzulänglichkeit unseres schiffbrüchigen, in. allen Häfen steuerlos umhergeschleuderten Volkstons retten wir iuris zuS^offnung aufdie reine und den heiligen Genius der Jugend, die uns in die Zukunft Ins gelobte Land führen soll. Im Anfang war die Utopie: es folgt die Tat wenn die Not unerträglich und die Sehnsucht riesengroß geworden ist Robert W e lisch. Vermögenssteuer ln diesen Tagen tritt der Staat an seine Bürger heran und fordert von ihnen einen großen Teil ihres Vermögens. Es ist unerläßlich notwendig, daß die Privatpersonen ihr Vermögen der Gemeinschaft zur Verfügung stellen, da sonst die wichtigsten und unentbehrlichsten Einrichtungen. che für jederinänns Privatleben von größter Bedeutung sind, nicht aufrecht! erhalten werden können, wodurch nicht etwa irgendeine dritte konstruierte Persönlichkeit „Staat“ getroffen istl sondern jeder Einzelne selbst im höchsten Maße. Diese Maßregei ist etwas, was für die Anschauungen' unserer liberalen, individualistischen Wirtschaftsordnung vor dem Krieg völlig unfaßbar gewesen wäre. In der mdividuaSstischen Wirtschaft hat jeder instinktiv und gedankenlos den Staat als eine feindliche Macht aufgefaßt, sofern er die egoistischen Interessen des Einzelnen beeinträchtigte. Man konnte sich nicht zu der Einsicht aufschwingen,' daß die Erhaltung der gemeinsamen Einrichtungen der Gesellschaft die unerläßlichste Voraussetzung auch für das Gedeihen des Einzelnen ist. Heute hat man umgelernt. Selbst dem verstocktesten Kapitalisten beginnt es unheSmiich zu werden: sie merken, daß die ganze Ordnung, die ihnen den Genuß ihrer Güter ermöglicht, in ihren Fugen wankt. Sie wissen, daß die Ordnung nur erhalten werden kann, wenn sie. .ihr Vermögen der Gesamtheit geben. In den fürcjjterlichen Erschütterungen und Leiden dieser Zeit’hat man noch in weit höherem Maße als durch die Schrecken des Krieges gelernt wie der Einzelne der Gesamtheit verhaftet äst. . . Sollte es aber doch' noch Menschen geben, welche ähre Verpflichtung gegenüber der Gesamtheit nicht erkennen, so kaiin der Staat nicht auf das Dämmern dieser Erkenntnis warten: Er hat das Mittel des Zwanges. Er verordnet die Vermögenäabgabe Jeder Besitzer -von Vermögen ist gezwungen, den . vom Staat vorgeschriebenen Teil seines Vermögens abzutreten. fn dieser Zeit, müssen wir an die Juden herantreten und fragen: Jtrr. die Ihr jetzt fühlet und einsehen müßt, daß die der Gesamtheit dienenden Institutionen nicht bestehen können, wenn nicht jeder Einzelne dazu beiträgt, nicht in Form einer gelegentlichen kleinen Spende, sondern durch Abtretung eines wesentlichen Teiles seines Vermögens,, habt IhT Eure Pflicht dem jüdischen Volke gegenüber erfüllt? Ais Angehörige des jüdischen Volkes ISr, 13 seid Ihr veranfwortKch für die Gemeinschaftseinrichtungen des jüdischen Volkes. Ihr seid dafür verantwortlich, daß unser jüdisches Leben so im Argen liegt. Wir sind in der letzten Zeit feinen wesentlichen Schritt vorwärts gegangen, indem ein Organ geschaffen wurde, welches die Angelegenheiten dies jüdischen Volkes in unserem Staate in Verwaltung zu übernehmen bereit und ' geeignet ist. Der Jüdische National rat für Deutschösterreich, der das Vertrauen der breiten Massen des jüdischen Volkes genießt und die Verbindung mit dem Judentum der ganzen Welt hat', hat in der kurzen Zeit seines Bestandes eine immense Arbeit geleistet Er hat Einrichtungen getroffen, die die Möglichkeit bieten, die ärgsten Mißstände im Judentum zu be- . heben. Er hat durch mannhaftes Eintreten für die Interessen der Judenschaft eine Besserung der öffentlichen Stellung der Juden ungebahnt Er hat in unzähligen Einzelfällen sich mit Erfolg für Juden eingesetzt Er hat ein Amt für soziale Organisation und' ein Amt für Erziehung und Unterricht ins Leben gerufen, welche bereits, zu aribeiten begonnen haben und' nach ErJecSgiung der dringendsten Vorarbeiten, die selbst schon das wertvollste Material zutage fördern^ geeignet sein werden, die beiden schwierigsten Probleme d'er jüdischen Gegenwart deren Vernachlässigung die Existenz und Würde des Judentums .auf das Schwerste gefährdet', einer' Lösung zuzuführen. Der Jüdische Nationalrat hat auch durch eine Delegation dafür Sorge getragen, daß bei der Lösung der Weltfnagen in Paris die Forderungen und, Lebensbedürfnisse der Judenschaft Deutschösterreichs nicht unbeachtet’ bleiben. Für seine großen Aufgabein braucht aber der Jüdische Nationalr.at große Mittel. Er hat sich daher an alle Juden mit der Auffordei'.rung gewendet eine freiwillige jüdische Volkssteuer, zu entrichten. Die Judenschaft ist dieser Aufforderung auch nachgekommen. Aber die bisherigen Eingänge genügen nicht für die Bedürfnisse: die Juden müssen für die jüdische Volkssache mehlv geben als bisher. Juden, die Ihr jetzt gelernt habet was der Einzelne der. Gemeinschaft schuldig ist, die Ihr am eigenen Leibe spürt daß, wer nicht freiwillig gibt gezwungen werden muß, da sonst die Räder des öffentlichen Lebens stillestehen, Juden, denen daran gelegen ist daß das Judentum diese kritische Zeit glücklich überdauert, — Ihrmüßt auch dem J üdischen Nationalrat eine Vermögensabgabe leisten! Nicht wie bisher mit kleinen Spenden und Almosen ’ dürft Ihr Euch von der jüdischen Volkssache loskaufen. Die Volkssache ist keine Wohltätigkeit. . Man soll nicht einwenden, daß jetzt, wo der Staat die Vermögensabgabe einhebt kein Geld für, idas.jüdisfhe,Volk mehr übrig bleibt. Die Vermögensabgabe isf em riehr reicbes ' Mittel' der' Erziehung. Sie öffnet' die Augen für die Tatsache, daß jedermanns Eigentum in gewissem: Sinne der Gemeinschaft gehört. Und wer die Vermögensabgabe entrichtet wird sich leicht entschließen, noch darüber hinaus einen Betrag für sein Volk zu geben, für die Gemeinschaft, der er durch Blut Geschichte und Interessen verbunden ist und die auf sein Verantwortungsgefühl angewiesen ist da säe keine Mittel des Zwanges besitzt. ‘ Als der Krieg die gesamte Jugend von ihrer v normalen Beschäftigung wegführte und sie jahrelang im verhaßten Militärdienst festhielt da entstand spontan in der jüdischen Jugend der Gedanke der Einführung einer zionistischen Dienstpflicht. Niemand dachte daran, daß er volle fünf Jtore unvorhergesehen verloren und daß er deshalb im egoistischen Interesse letzt mit seiner Zeit kargen müsse. Vielmehr war es ein1 elementares Bedürfnis, nun auch dem eigenen. Volke zu dienen, da man-einmal’ gesehen hatte,, daß Dienstpflicht überhaupt möglich ist. Jetzt liegt es genau . so mit der Vermögensabgabe Nur mit dem Unterschiede, daß Geld im Grunde ein viel geringfügigeres Geschenk äst! als die besten Jugendjahre. Es wäre eine Schande ohne gleichen, wenn der Jüdische Nationalrat durch materielle Schwierigkeiten in seiner Arbeit auch nur 4m geringsten behindert wäre. Die jüdische Oeffent- Üchkeit muß alles aufbieten, ,um ihfn die Mittel zu geben. In kurzem werden die Wahlen ausgeschrieben werden und der Nationalrat wird sich in eine frei gewählte Körperschaft umwandeln, welche die Judenschaft. Deutschösterreichs vertritt Eine solche Instanz ist eine unerläßliche Notwendigkeit Fruchtbringende Arbeit kann sie aber nur leisten, wenn die breiten Schichten der Judenscbaft an ihrer Arbeit teilnehmen und sich der Verpflichtung bewußt sind, diese ihre Vertretung mit deu erforderlichen Mitteln auszustatten. ■ In diesen Tagen, wo. die. Vermögen für die Gemeinschaft _ in Anspruch genommen werden, soßen .die Juden nicht vergessen, daß sie ihrer Gemeinschaft eine Spezialsteuer schuldig sind. Brief aus Palästina, Vor der Konstituante. — Ein Verband der Arbeiterschaft. Jaffa. Ende Februar. Die zionistische Palästiiiakommission ’ hat einen Aufruf an die jüdische Bevölkerung erlassen, in-dem die Wahl zur jüdischen konstituierenden Versammlung angekündigt wird. Alle Juden, ohne Unterschied des Geschlechtes. die das zwanzigste Lebensjahr erreicht haben, sind wahlberechtigt. Wählbar sind diejenigen. die das vierundzwanzigste Lebensjahr überschritten 'haben. Um für die konstituierende Versammlung kandidieren zu können, muß man