Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 13 (1919)
- Issue
- 12 (21.3.1919)
- Date
- 1919-03-21
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 12 Fracht-r. Konservenöder Maimelädenfabrik oder «me Gerberei oder Ziegelei Oder ein: Sägewerk, Oder eine Mühle, öder eine Züridfiölzchenfabril, «der ein. groß angelegtes Konsumgeschäft für Le-' bensmittel angelegt werden und zwar wollen es prävalierend diejenigen kapitalkräftigen Elemente anTegen, welche bisnun solche Geschäfte gehabt haben oder die nötigen Fachkenntnisse besitzen. In einem solchen Falle wird die Unternehmung gesetzlich verhalten sein, der jüdischen Volksgemeipde die Eigenschaft des Kompagnons zu einem Drittel mit Sitz, Stimme Und Besitzverfügungsrecht zuzuerkennen. Das so erlangte Drittel wird die jüdische Volksgemeinde zur Erhaltung der Witwen, Waisen, Kranken, Alten. Invaliden, Mittellosen und Hungernden, eventuell der Schufen, Erzrehungs- und Kulturinstftute verwenden. Die jüdische Volksgemeinde wfrd die Arbeitsuchenden und Mittellosen in ihrer Mitte registrieren, in Evidenz führen, für den Unterhalt -sorgen und Verdienst- und Erwerbsquellen, sei es durch Vermittlungsstellen, sei es durch Anregung neuer Unternehmungen schaffen müssen. Mit den Konsumenten wird die jüdische Volksgemeinde in den einzelnen Unternehmungen ihren Einfluß in der Richtung der Spekulationsverhinderung, Arbeitsverteilung unter Bedachtnahme auf die einzelnen Familien der Ortschaft, der Preisbestimmung und der Beschäftigung von verdienstsuchenden Arbeitskräften ausüben müssen, so daß die Volksgemeinde sich immer mit der Frage wird beschäftigen müssen, ob die einzelnen Familien entsprechende, menschenwürdige, reelle und die Umgebung nicht aufreizende Geschäfte bezw. Erwerbsquellen haben. Wer heiite fürs Volk Dienste leisten will, der muß Volkswirtschaft im praktischen Sinne betreiben. Und da werden die Massen des jüdischen Volkes, insbesonders die Orthodoxie den Beweis erbringen müssen, ob sie wirklich das Volk der Bibel sind, ob sie wirklich die Lehren derselben nicht nur im Munde, sondern auch im Herzen haben. Denn heute, wo das ganze Jüdische Volk ohne Wohnung, Nahrung, Kleidung, ärztliche Hilfe, Schulen usw. steht, heute, wo so viele Tausende und Tausende von Witwen, Waisen, Kranken, Invaliden ohne Mittel dastehen und Hungers sterben, werden wir uns mit Steuereinhebungen zugunsten der jüdischen Gemeinde m'cht bescheiden können, zumal die Steuern in der Regel nicht den Steuerkräftigen, sondern den. wirtschaftlich Schwachen treffen Ich hoffe, daß wir für diese Art und Weise der Arbeit und für diesen ehrlichen Willen die Unterstützung der Regierungen der betreffenden Staaten und ihr Verständnis finden werden. 3. Je nach der staatlichen Bodenordnung werden wir besondere Maßnahmen treffen müssen für die Schaffung von geschlossenen Landwirtschaftseinheiten mit i einem Flächenminimum aüf* Ermöglichung einer rationellen und. . billigen Bewirtschaftung des Grundes und Bodens seitens der in den arrondierten Gebieten anzusiedelnden Juden. Zu diesem Zwecke muß schon jetzt beim Wiederaufbau und der Rückkehr aus dem Exil das Augenmerk auf systematische plan- JÜDISCHE ZEITUNG mäßige Ansiedlung der Jude» entsprechend dem sozialen und nationalen Bedürfnisse gelenkt werden. Es wäre überhaupthöchst an-der Zeit, durch Aufklärungen und Informationen die neue Ansiedlung aer Juden m Galizien im Sinne entsprecntttder sozialer and poutscner Tendenzen vorzunehmen, una zwar könnte man dies sction hier durch kleine Volksversammlungen, bei welchen jeder bürget seine Wünsche und Forderungen Vorbringen durue. einleiten. bezüglich der Hilfe in der Landwirtschaft sei hier nur angedeutet, daß. man im Sinne der Popper'scnen laee die alteren Jahrgänge der Jugend zum niltsnahrptlicht-Uienst tur die jüdische Gemeinde wird heranzienen müssen und zwar so. dan sowohl die intellektuellen wie auch die manuellen Kräite der älteren Jugend sich wechselseitig zu geeigneten Zeiten ablosen. Hiebei muß tür jeden Fäll wenigstens kurz angedeutet werden, daß mit diesem Plane die großen Unternehmungen der Inaustriefabriken, des Importes und Exportes, der btraßen- und Eisenbannbauten, der Telegraphen- und Telephonnetze, der Großbanken und der Ausnützung der Wasserkräfte mclit gemeint sind, denn ich setze voraus, daß bei diesen Unternehmungen andere Faktoren and Momente entscheiden werden. ‘ 4 Mit Rücksicht darauf, daß die Flüchtlinge Deutschösterreich, Jugoslawien und Böhmen bald werden verlassen müssen, und daß derzeit noch so viele jüdische kranke Soldaten, bezw. jüdische Männer, Frauen und Kinder in den Spitälern und Heilanstalten untergebracht sind, welche einerseits nicht transportfähig sind und andererseits in den ersten Monaten nach der Rückkehr in Ansehung des Wohnungs- und Nahrungsmangels bei ihren Angehörigen nicht die entsprechende Pflege und Heilung finden können, möchte ich unter Bedachtnahme aut den Umstand, daß in Galizien derzeit die Spitäler und Heilanstalten total verwahrlost sind, anregen, daß für diese Kranken ein Kuratorium gegründet werden sollte. Dessen Aufgabe würde es sein, für die Beibehaltung der Kranken in Spitälern und Anstalten zu sorgen und während der Abwesenheit der zur Rückkehr genötigten Angehörigen die Kranken zu überwachen und zu unterstützen, eventuell sie in einem entsprechenden Institut unterzubringen. * . Ich wende mich an die Intelligenz, daß sie in dieser kritischen Zeit die jüdischen Massen nicht verlassen soll und an den jüdischen Nationalrat Galiziens, alle arbeitswilligen Kräite aus allen Kreisen des Volkes und insbesonders die erfahrenen Praktiker lind die Intelligzen zur Arbeit heranziehen. Der Kampf um die Wahlreform in der Kultusgemeinde Airi^ 13. d. M. hat wieder eine Sitzung des Kultusvorstandes' stattgefuödcn. die das gewohnte Bild bot-Für die jüdische,-Q^jentlichkeit wird es aui die Dauer etwas ennuyant, sich mit dieser Körperschaft ernsthaft zu befassen. Der Standpunkt. den wir in der vorigen Nummer unseres Blattes dargeiegt haben, findet bei der Majorität des Kultusvorstandes so wenig Verständnis, daß Seite sie ernsthaft meint mit uns über die unerläßlichen Prinzipien eines demokratischen Wahlrechts ha% dein zu können. Das Komitee, welches zur Vorlage eines neuen Entwurfes nach Ablehnung des von* VertreterkoUegiimi verfaßtes eingesetzt wurde», hat folgende Konzessionen gemacht: Die Kurie des ftöchstbestenerten ist aalgelassen worden. Dies bedeutet so beteuerte der Obmann des Ausschusses. Herr Simon, für den Kultusvorstand ein großes Opfer, da er überzeugt ist daß die Kurie zum Segen der Gemeinde gereicht hat Die zweite Konzession ist diew miß das aktive Wahlrecht allen Steuerträgern ohne Unterschied des Geschlechtes zuerkannt wird welche die ihnen für das Jahr der Wahl oder das vorangegangene Kalenderjahr vorgeschriebene Kultussteuer entrichtet haben. Bisher konnte bekanntlich nur der wählen, der außer dem Wahljahr auch in den beiden vorangegangenen Kalenderjahren die Kultussteuer bezahlt hatte: außerdem bedeutet diese Fassung eine, wenn auch geringfügige Erweiterung des Frauenwahlrechtes, dz früher das Fräuenwahlrecht auch noch an die Bedingung einer staatlichen Steuerleistung geknüpft war. Die dritte Konzession ist. daß den Verwaltungsbeamten der Gemeinde das passive Wahlrecht gegeben wird, während es den Rabbinern, Religionslehrern und Kultusfunktionären wie bisher vorenthalten bleibt Viertens wird der Zensus auf 10 Kronen herabgesetzt. Demgegenüber wird dem Entwurf eine neue, bisher nicht vorhandene Beschränkung eingefügt: Während bisher alle im Bereiche einer Gemeinde wohnenden Juden Mitglieder der Gemeinde waren und. falls sie den vorgeschriebenen Bedingungen genügten, das Wahlrecht hatte«, soll jetzt das Wahlrecht an die deutschösterreichische Staatsbürgerschaft gebunden sein; Jetzt also, wo wir ein winziges Staatswesen bilden und wo durch den Umsturz sehr viele der in Wien wohnenden Juden, die früher Staatsbürger waren, zu Ausländern geworden sind, werden plötzlich diese Juden in der jüdischen Gemeinde entrechtet Daß Oesterreich zerfallen iSt ist sicherlich keine jüdische Angelegenheit Aus einem Grund alsoi der mit dem Wesen der Gemeinde überhaupt nichts zu tun hat. werden die Juden; die bisher Gemeindemitglieder waren, des Wahlrechtes beraubt. Es läßt sich hielür kein Grund finden, der auch nur eine Spur von Berechtigung aufwiese. Es ist ganz klar, daß hier nur ein Instrument gesucht wird, um einen mißliebigen Teil der Judenschaft mundtot zu machen. Die Herren vom Kultusvorstand können sich dabei auf das antisemitische Machwerk unseres Staatsbürgergesetzes stützen, welches die galiziscben Flüchtlinge von der Staatsbürgerschaft ausschließt. Diese allen Grundsätzen des Rechtes und der Vernunft hohnsprechende, ausschließlich von antisemitischen Instinkten eingegebene Verfügung kommt dem Kultusvorstand sehr gelegen. Was hätte er getan, wenn« die ^schändliche Bestimmung in der deutschösterreichischen Nationalversammlung nicht akzeptiert worden wäre? Denn ihm handelt es sich doch wahrhaftig nicht um staatsrechtliche Bedenken. sondern um die Wahrung des assimilatorischen judentumsfeindlichen Charakters der Kultusdas Volk die höchsten Forderungen stellt Darin liegt auch die große ethische Bedeutung des Zionismus, während der rein animalische, selbstgerechte und daher machtbedürftige Nationalismus gerade in diesen letzten Jahren seine ganze Absurdität enthüllt hat Es ist ein merkwürdiger Faß, daß eine Generation, die den kulturellen Zusammenhang mit dem Volke verloren hat aus freiem Willen zum Volkstum zurückkehrt Dies ist der Fall des modernen westlichen Zionisten. Ihn. führt die leidenschaftliche Liebe' zum Volke zurück, nachdem er durch fremde Gärten gewandelt ist Aber da er sehend geworden ist muß er immer wieder Zweifeln, tausendfach verwerfen, aus einem ewigen Kampf gegen dieses Volk erhärtet sich sein Wille zur Vereinigung mit ihm und zur nationalen Tat Wie in der alten Geschichte unseres Volkes der „Seher", der allein die Wahrheit schaute, mit der Masse des Volkes kämpfen mußte, immer wieder sie aufgebend und immer wieder sie an sich ziehend vor lauter Liebe, so ist die Situation des Zionisten, der zum Volke kommt, nicht um darin unterzutauchen, sondern um im Namen der Idee Forderungen zij erheben. Nicht nur in der Gegenwart des Volkslebens; sondern auch in der Kunde der Vergangenheit die als Tradition weiterlebt wird Vieles vor seiner Forderung nicht bestehen. Wir müssen den Mut haben, uns zu gestehen, daß das jüdische Volk zu allen Zeiten nicht nur Gott gedient hat sondern auch den Bealim. Wenn etwas Volksbrauch ist, so, muß es darum nicht gut geheißen sein. Ich komme damit gleich zu dem Gegenstände, der Anlaß zu mehrfachen Auseinandersetzungen gegeben hat Ich glaube, daß die Feier des Purimfestes uns zum Bewußtsein der nationalen Würde erwachten Zionisten nicht entspricht. Ich glaube, daß unser Freund Hoeflich. dem ich mich hiemit als Schreiber der Notiz vorstelle, unrecht hat. wenn er das Purimfest als einen integrierenden Bestandteil der jüdischen Religion hinstellt Kein Fest hat mit Religion weniger zu tun als Purim. In der ganzen Megülah kommt bekanntlich der Name Gottes nicht vor. Sie ist eine Erzählung oder Sage aus demVolksleben und hat daher höchstens eine nationale Bedeutung. Und diese nationale Bedeutung eben spreche ich ihr ab, womit. nichts gegen den literarischen Wert des Buches; gegen „die ungeheure dramatische Wucht" gesagt ist Ich glaube tatsächlich, daß der Zionismus hier eine ganz neue Einstellung geschaffenhat, die auch die zweitausendjährige Tradition zu erschüttern vermag. Wenn man aus Leichtsinn oder Uebermut oder aus Beuemlichkeit irgendwelche Bräuche einfach beiseiteschiebt, so ist das sicherlich verwerflich (dies der Fall des Reformjudentums). Wenn aber eine ungeheure nationale Bewegung, die an einem geschichtlichen Wendepunkte das Volk neu zu gestalten unternimmt, eine neue geistige Verfassung erzeugt vor der das Alte nicht standhalten kann und durch das Werk lebendiger Erneuerung ersetzt wird, so ist das ein schöpferischer Akt, dem gerade eine gewisse Religiosität innewohnt Genau so wie der Zionismus das alte Makkabäerfest eigentlich neu entdeckt bat genau so, glaube icb, könnte aus einem spontanen Entschluß des Volkes heraus die Purimleier abgeschafft oder wenigstens auf ein gewisses Maß reduziert werden. Uebrigens bin ich vielleicht mißverstanden worden. In den jüdischen Städten des Ostens, wo es noch ein richtiges, natürliches und naives Volksleben gibt dort wird das Purimfest als harmloser Karneval gefeiert die Gestalten der Estbergeschichte sind zu Fastnachtsgestalten geworden, das ungebundene, fröhliche Leben fragt nicht nach dem tieferen Sinn. Gegen ein solches Volksfest der naiven Masse ist sicher nicht viel einzuwenden. obwohl es gerade heuer wahrscheinlich wenig Purirastimmung im Osten gegeben hat Wogegen ich mich aber wende, ist daß Zionisten, die keinen unmittelbaren Zusammenhang mit dem Volksleben haben, hier den Purim lebendig machen wollen. Man konnte gerade in diesem Jahre spaltenlange Ankündigungen von Purimfeiern zionistischer Vereine lesen. Was dabei herauskommt ist gewöhnlich etwas recht Unoriginelles, Unjüdisches, sicherlich nichts religiöses. ' Eugen Hoeflich. In der öden Langeweile irgendeines Tanzkränzchens, bei den Klängen von „Wo die Lerche singt“, sucht man sich die Illusion eines jüdischen Festes vorzumachen. .So etwas finde ich unzionistisch. Wirklich lebendig kann für uns nicht im nationalen Milieu lebende Zionisten nur ein Fest werden, das für uns auch wirklich einen nationalen Sinn hat das wir mit vollem Bewußtsein ergreifen. Daher sage ich, daß für uns nicht mehr der Weg naiver Fortsetzung übernommenen Brauches ofiensteht sondern nur der Weg des nationalen Bewußtwerdens. Ich halte die Purimfeiern für einen Ausfluß zionistischer Gedankenlosigkeit Und, warum ich in merito gegen die Uebernahme des Purimfestes in unseren zionistischen Kalender bin, kann nur angedeutet werden. Die Gründe dafür sind von anderer Seite und ah anderen Orten schon so häufig angeführt worden, daß es mich befremdet, daß manchem Gesinnungsgenossen dieser Standpunkt neu zu sein scheint Wenn Hoeflich Judith und Deborah mit Esther? zusammenstellt so übersieht er den großen Gegensatz zwischen diesen beiden, welche wirklich Heldengestalten von tragischer Größe sind, und Esther, welche das Volk selbst eben nur als_ Purimgestait erhalten hat Uebersetzen wir uns nur die Esthergescliichte in die Gegenwart Wenn irgendein Würdenträger Gefallen an einem schönen jüdischen Mädchen findet und sie zu sich kommen läßt ist das eine Ehre für das Jüdische Volk? Ich fürchte, daß ein solcher Fall sich in den letzteil Jahren oit ereignet hat als die fremden vornehmen Herren mit den bunten Röcken in das jüdische Städtchen kamen. Daß auch hier diese Art Wohlwollen den Juden als eine Ehre erschienen ist haben selbstbewußte Juden mit tiefem Schmerz empfunden, obwohl sich auch hier der Fall hätte ergeben können, daß das Volk djjrch die Fürbitte der schönen Frau aus einer Gefahr hätte gerettet werden können. Unlängst hat Stricker in der „Wiener Morgenzeitung" sehr gut auseinandergesetzt daß der Zionismus das Gefühl für jüdische Würde wieder aufgerichtet hat daß heute das jüdische Volk es verschmäht durch Winkelzüge und allerlei Schtadlanuth sei» Recht zu finden. Ich kann mich hier nicht daran! einlassen. das ganze Intriguenspiel der Esthergoschicbte durchzugehen und im einzelnen za zeigen, wie viele Charakterzüge dort verherrlicht werden, die wir als Produkte des Ghettolebens zu verwerfen gelernt haben. Es kommt mir auch wirklich gar nicht darauf an. Worauf ich nur mit allem Nachdruck bestehen möchte — und deswegen habe ich so weit ausgeholt —, ist die Freiheit auch gegenüber Einrichtungen, die durch die Geschichte „geheiligt" scheinen, einen Maßstab sittlicher Beurteilung aus unserem neuerwachten nationalen und — wenn Hoeflich will — religiösen Bewußtsein heraus anzulegen. Wenn Ich dabei manchem wehgetan haben sollte, dessen Gefühle an diesem alten Volksgut hängen, so lag das nicht in meiner Absicht Auch ich habe innige Gefühle für die überkommenen Volksbränche und ich glaube, wie schon erwähnt, daß auch eine ehrliche, wirklich gemütvolle und ursprüngliche Kamevalsfreude nicht vergällt werden soll. Aber Gefühle dürfen uns nicht blenden, wenn es gilt der Wahrheit ins Auge zu sehen, und das neue Weltgefühl, das sich in uns vorbereitet die wir ein Geschlecht der Wüste sind, wird auch vor den Gefühlen des Volkes nicht haltmachen können.