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Jüdische Zeitung · 1919-02-21 · 8 (21.2.1919) · p. Seite 3

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
13 (1919)
Issue
8 (21.2.1919)
Date
1919-02-21
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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JÜDISCHE ZEITUNG Seite 3 Nr. 8 Jugend wollte und konnte nicht mehr ihre geistige ftaurung von biuibeilecKten nänaen empfangen, umsomenr, als oie semue aas LeDen. kopierte und die poimscuen J ungens aen ,*A eiteren“, was Pogromstimmung und Pogromtaten anbelangt, meut nacusteuen. wollten. Der Antisemitismus leierte in aen oiientliciien Schulen Orgien una tägitcii wieaernolte sicn aort aer 22. November inverkleinerter Auüage. unsere Jugend woinfe nicht langer aen ctiromscnen r-ogromzusiand in der iaeuuie ertragen una verlangte stürmisch vom Jiiaiscueii Natiuualrat una der ziomstischen Executive Oie senanung einer eigenen geistigen heimstatte, wo sie vor physischen und moraiiscnen uearonungen gesenutzt wäre. Dem ungestümen, nur allzu berechtigten Verlangen der Jugena muhte entsprochen werden und obwohl es an Zweuieru und Kleinmütigen nicht lehlte, die vor „überstürzten Handlungen“ warnten, wurde die selbständige jüdische bchule binnen kurzem zur voiienueten Tatsache. .. Unter unsäglichen Schwierigkeiten, die sich auf Schritt und 1 ritt faäutten, verstand der ebenso, gesumungstuctibge, wie energische rörderer oes iuinscuen 2-cuuigedanKens Dr. Israel Münzer, seineu Uebnngsgeaanken zu verwirklichen. £r ging last onne jeae materielle Cirundlage ans Werk und kann bereits heute mit Stolz auf die fruchte seiner Bemühungen zurückblicken. Neben einer hebräisch - polnischen Volksschule wurden folgende Mittelschulen eröffnet: ein Knaben-Gymnasium und eine Realschule, in denen zirka 800 Schüler Unterricht genielien, sowie ein Mädchengymnasium mit 40U Schülerinnen. Das erstere Institut steht unter Leitung des vortrefflichen Pädagogen £)r. Urandstätter, Sohn des hebräischen Schriftstellers gleichen Namens, und . hat 25 Lehrer. Das Mädchengymnasium hat in' Professor Freilich einen tüchtigen Leiter gefunden. Der Schulunterricht begann mit dem 3. Februar 1. J. Außer dem Mittelschulwesen wurde auch für die Gründung von Fachschulen vorgesorgt und eine moderne Handelsschule unter Leitung des Baakdirektors Eisler gegründet, wodurch einem empfindlichen Mangel in unserem öffentlichen Schulwesen begegnet wurde. Die Frequenz dieses Instituts ist eine ungewöhnliche, und beträgt über 400 Schüler. Cs finden 15 Lehrer in dieser Schule Anstellung und es werden immer mehr Lehrkräfte herangezogen. Ein hebräisches Seminar mit 30 Schülern unter Leitung des Schriftstellers Meier Chartiner krönt das verheißungsvolle Werk. Doch blicken die Gründer und Förderer dieses Schulwesens in Lemberg nicht ohne Sorgen in die Zukunft Begreiflicherweise verschlingt ein so. großartig angelegtes Werk große Summen und da die derzeitige Regierung es nicht, für nötig findet,- ihrer Pflicht der. jüdischen Bevölkerung gegenüber nachzukommen, so bleibt das Ganze nur auf private Mittel angewiesen. Und diese sind nun im zerstörten, völlig ausgesogenen Lemberg begreiflicherweise sehr spärlich zu finden. Das Monatsbudget beträgt 60.000 Kronen, wovon nur 3200 K auf Miete, der Rest auf Einrichtungsgegenstände und Gehälter entfällt Diese Ausgaben werden zum Teil aus den monatlichen Einzahlungen der Schüler — welche 40 Kronen betragen — zum Teil aus den Beiträgen der Mitglieder des Schulvereiines gedeckt Doch mußten drei Viertel der Schüler infolge Mittellosigkeit vom Schulgeld befreit werden und diesen Ausfall können begreiflicherweise -die 5 Kronen Monatsprämie der Vereinsmitglieder nicht decken. So kämpft das junge Schulwesen bereits an der Schwelle seines Daseins mit finanziellen Schwierigkeiten und es droht die Gefahr, daß das Ganze unter der Last der Geldnot zusammenbrechen könnte — eine Gefahr, die für die Lemberger Juden eine Katastrophe bedeutet. Diese Gefahr muß gebannt werden mtd die Lemberger Juden sind gezwungen an Ihre westlichen Brüder einen Appell zu richten, sie mögen das Werk nach Kräften unterstützen. Es ergeht der Ruf an alle diejenigen, die der Pogrom zur größten Opferwilligkeit aufgerüttelt hat, sie mögen sich vergegenwärtigen, daß der Pogrom nicht nur körperliche; sondern auch geistige Wunden geschlagen hat; die nicht aufhörenwollen zu bluten, solange nicht eine radteikale Reform auf diesem Gebiete ins Leben treten wird Alle Hilfskomitees seien auf diesen wichtigen Faktor aufmerksam gemacht und eingedenk der Formel: „bis dat, qui cito dat“. mögen dazu beitragen, daß das mit so unsäglicher Alühe aufgebaute jüdische Schulwesen nicht etwa aus Mangel an materiellen Mitteln zugrunde gehe; Eine gesunde, an Geist und Körper ungebrochene Jugend braucht das jüdische Volk in seinem Daseinskämpfe, helfet sie schaffen. Der Pogrom hat vieles zerstört, doch den Keim der Zukunft müssen wir retten. Tejo. Frauenarbeit in Palästina Von Nanny Margtüies-Auerbach. Die „Jüdische Zeitung“ brachte in der letzten Woche eine Mitteilung, die in weitesten Kreisen große Befriedigung hervorgeruien hat: die Ankündigung von der Eröffnung einer Haushalt- und Gartenöauschule für Mädchen. Machen wir uns die Tragweite dieser Gründung klar: sie ist einer der wichtigsten Bestandteile für den Auibau unseres Landes. Wie viele Jahre schon warten unsere Mädchen auf diese Schule, die ihnen endlich die Möglichkeit erschließen soll, in einem ihren innersten Wesen und ihrer wirklichen Begabung entsprechenden Beruf am Auibau unserer Heimat in Palästina mitzuwirken. Nur noch za klein ist der Kreis, dem sich diese Möglichkeit bieten wird — aber nun, da die erste Bcliuie kein Phantom mehr ist, sondern eine Realität, werde» nicht mehr Jahre vergenen, bis-in leuem jüdische» Zentrum eine solche biatte geschanen wird. Di» näcusie Schule muß in berhn eronnet werden, wo eocniaiis eine große Anzahl tüchtiger, zu aller ■ jüdischen Arbeit bereiter junger Frauen sehnsüchtig darauf wartet Wir sind garnicht im Zweitel daruoer, oaß die Existenz der ersten Schute fest gesichert ist: Cie Leitung von Frau Erna Panik verbürgt eine solide Grundlage und eine eifrige. ztelbtwußie Aroeit. Aber die ganze zionistische Oiganisation, das ganze nationale Judentum muß mit materieller und moralischer hilf» hinter dieser Gründung stehen; nicht viele Frage» der neuen Siedlung in Palästina sind so brennend wie die der jüdischen Hausfrau. Seit Jahren kennen wir die Klagen der i» Palästina lebenden jüdischen Arbeiter, die Mitteilungen der Palästinakenner, die Forderunge» der Initiatoren nationaler Arbeit in Erez Israel. Das Bild der eingewanderten Studentin, die mit glühendster Begeisterung, mit schärfstem Intel- - lekt, aber ohne jede Sachkenntnis sich der Landarbeit nur wenig erfolgreich widmet, der Kolonistentochter, die mit Stöckelschuhen' und Sonnenschirm auf den Feldern spaziert und derea Hände zu „edel“ sind, um sie mit Nähen und Flicken zu verunstalten — es ist uns noch friscV im Gedächtnis — aber ebenso die Arbeiterkaserne in_der Kolonie; in der diemüde gearbeitete» Männer nicht einmal eine Suppe bekommen können, die vielen kleinen Wirtschaften, die so dringend Frauenarbeit benötigen, die blumenlose» Vorgärten und Fenster an Bauern- und städtischen Häusern. Es ist tragisch, daß jetzt, bet Beginn der großen freien Arbeit drüben nock immer die Frau fehlt, die » Oppenheimer. Oettinger, Ruppin und Lichtheim die wesentlichste Helferin nennen: die einfache Hausfrau, die im beschränkten Kreise, auf kleinem Besitz, in ihrem Häuslein, im Gemüsegarten, in dem kleinen Stück Feld, im Geflflgelhof durch ihre ernste frohe Mitarbeit erst den Typ vervollständigt, auf dem die Zukunft des Volkes sich aufbaut, den des einfachen jüdischen Bauern. Es kann uns keineswegs genügen, mit der Gründung der ersten Schule die Frage einer Lösung näher gebracht zn haben. Damit ist erst ei» Anfang gemacht Wenn wir auch fünfzig, hundert Mädchen in dieser Schule nach dem Programm, das in Nummer 7 der „Jüdischen Zeitung“ vergen die Assimilation, so ist der Wahlausgang in Krakau obendrein eine deutliche Absage an den ehemaligen „unabhängigen“ Beherrscher des Krakauer jüdischen Viertels. Und dieser bewirkte es sichtlich, daß Dr. Groß, der erst in der erwähnten Warschauer Konferenz, für die Bildung eines gemeinsamen jüdischen. Klubs im polnischen Landtag eimrat jetzt die Zionisten als die enfants terribles hinstellt und von der zu gründenden demokratischen jüdischen Partei ausschließt. Sollen wir deswegen dieser geplanten Neubildung entgegen treten? Wir halten dies im Hinrbück auf die letzten Ereignisse im jüdischen Le-, ben und namentlich rücksichtlich des Wahlausganges in Polen für überflüssig. Nicht nur daß wir von dieser Seite für den Siegeszug des nationalen und demokratischen Gedankens keine Hemmung befürchten, sondern wir betrachten diese Neugründung von vorneherein als totgeboren. Eine jüdische Partei, die ach einerseits zum allergrößten Teile aus Karrierejägern und Mandatshaschern und andererseits — wenn überhaupt — nur zum allergeringsten Teile aus ehrlich meinenden Asshnilanten zusammensetzt und dabei den nationaljüdischen Elementen schon zu Beginn in niedrigster Weise den Fehdehandschuh zuwirft, hat sich selbst den Boden entzogen. Die jüdischen Massen sind mündig geworden und lassen sich nicht mehr als Leiter zum Aufstieg von Einzelpersonen benützen. Auch ist der nationale Gedanke in ihrem Herzen derart verankert, daß sie für den ..Veredeiungsprozeß“ — so bezeächnete neulich einer der ältesten galizischen Assimilanten die Assimilation an das Polentum — nichts mehr übrig haben. Die Assimilation hat für immer ausgcspielt. Die erwähnten Bemühungen des Herrn Dr. Groß sind, wie die der Warschauer Assimilanten, hinsichtlich der Gründung einer besonderen Gemeinde auf rein •konfessioneller Grundlage, die letzten häßlichen Zuckungen einer verendenden Epoche. Erstaunlich ist dabei nur die Treue, die die amtlichen polnischen Kreise der Assimilationspolitik auch im letzten Moment bewahren, indem sie heute ■ noch die Meldung über die erwähnten Bestrebungen oftizieli verbreiten. Wenn der Herzog fällt, muß auch der Mantel nach. Dies müßten die polnischen Regierungskreise auch in bezug auf die Judenpolitik und die Neuordnung der jüdisch-polnischen Beziehungen gelten lassen, wenngleich sie der in Agonie hegenden Assimilation aus begreifr tchen Gründen nicht teilnahmslos gegenüberstehen. Einerseits in Lemberg eine Enquete über die polnisch-jüdische Frage unter Beteiligung der jüdischnationalen Partei zu veranstalten und so zumindest das Problematische dieser Frage offen zuzugeben. andererseits aber sich im Auslande auf die intransigente Assimilationspolitik festzulegen, ist ein krasser Widerspruch und offenbart auch das Janusgesicht der gengenwärtigen offiziellen polnischen Machthaber in bezug auf, die .so heikle Ju- "denfrage; Dadurch-wirddiese Frage der im Interesse der Juden, noch mehr aber im Interesse des neuen polnischen Staates liegenden unaufschiebbaren Lösung kaum nähergebracht werden. Meir Henisch. Dm jüdische Schulwesen in Lemberg . . Ela Gssinniiasscenaaae. der lUngsl aua Lemberg eintret, sendet nas die ««chfoigenden Ausführungen Die Not ist der Meister der Erfindungen. Die .Not auf dem Gebiete des Schulwesens stellte sich für die Juden insbesondere nach dem Lemberger Pogrom ein. Denn obzwar' das jüdische Schulproblem in Haupt-Galizien und insbesondere in Lemberg von jeher das Interesse des nationalen Judentums beanspruchte und es immer klarer wurde, daß dieses Problem gebieterisch eine positive Lösung erfordert, hatte trotzdem Lemberg Im Gegensatz zu Krakau, wo ein nationales Volks- und Mitteischulwes&n existiert, nichts unternommen, um dieser Forderung zu genügea Erst der Pogrom schuf h» dieser Hinsicht WandeL Dieser größte Pogrom dei letzten Jahrhunderte wirkte ■revolutionierend, auf das jüdische Volk und unsere Tiere, das sind seine Mächtigen, die Vögel seine Reiter, die Dämonen seine Heere. Die Geister werden. Euch auf Euren Lagern erwürgen, das Wild wird Euch auf dem Felde zerreissen, und die Vögel werden Euer Heisch fressen.“ Als die Königin dieses Schreiben gelesen hatte, griff sie zunr zweitenmal mit der Hand nach ihren Kleidern und zerriß sie. Sie ließ alsobald ihre Aeltesten und Ratgeber kommen und sprach zu ihnen:' Erfahrt, was der König Salomo mir schreibt. Die Hofieute antworteten alle zusammen: Wir kennen einen König namens Salomo nicht, und seine Herrschaft dünkt uns nicht groß. . Allein die Fürstin achtete .nicht der Worte ihrer Mannen. Sie rief die Seeleute ihres Landes zusammen und befahl ihnen, Schiffe mit Tannenholz und kostbaren Perlen* zu laden. Danach suchte sie sechstausend Kinder. Knaben und Mädchen, aus, die alle gleich von Wuchs und Gestalt waren und auf das Jahr, den Monat, den Tag und die Stunde dasselbe Alter zählten. Sie ließ sie in Purrnrkleidgj-- hüllen und gab ihnen einen Brief für König Salomo mit, in dem es hieß: Von der Stadt" . Kitor bis zum Lande .Israel ist ein Weg von sieben Jahren. Deinem Gebet aber, das zu entsenden ich dich bitte, wird es gelingen, mich in drei Jahren zu dir zu bringen. Nach Ablauf der drei Jahre kam die Königin von Saba nach Jerusalem zu dem König Salomo. Und Salomo schickte seinen Feldherrn Benaja ben Joiada voraus, damit er die Fürstin empfange. Bcnaia aber war von großer Schönheit und sein Angesicht glich der Morgenröte und dem Planeten Venus, der heller als die/anderen Sterne leuchtet: auch konnte man es mit einer Rose vergleichen. Als die Königin von Saba den Feldherrn Salomos erblickte, stieg sie.aus ihrem Wagen. Da fragte der Sohn Joiadas: Warum verläßt du dein Gefährt? Die Königin erwiderte: Bist du denn nicht der König Salomo? Darauf sagte der Feldherr: Ich bin nicht der König Salomo, ich bin nur einer seiner Diener, die unf ihn sitzen. Da wandte sie sich um und sprach in Gleichnisrede zu ihren Begleitern: Ihr habt den Löwen noch nicht geschaut, wohl aber den, an den er sich iehnt Hierauf führte Benaja die fremde Königin zu Salomo. Der Sohn Davids aber verließ, als die Königin kommen sollte, das Schloß, in dem er sich aufgehalten hatte und stieg m seinen Glaspalast, um dort die Sabaerfürstin zu erwarten. Die Königin betrat das Gemach und wähnte, Salomo sitze im Wasser. Also hob sie den Saum ihres Kleides und entblößte ihre Beine; diese aber waren behaart. Salomo sprach: Deine Schönheit ist wie der 'Frauen Schönheit,' allein die Behaarung steht eher einem Manne als einem Weibe an. Die Königin von Saba sprach: Mein Herr und König! Ich will dir drei Rätsel aufgeben; lösest du sie, so weiß ich, daß du weise bist, wo nicht, so bist du wie die anderen Menschen. Und sie hnb an und fragte: Aus einem hölzernen Brunnen schöpit ein eiserner Eimer Steine, worauf ein Wasser fließt. Salomo entgegnete: Das ist das Schmuckrohr, dem man mit einem eisernen Löffel die harten Steinchen der Augenschminke entnimmt; reibt man die Lider damit ein, so tränen ■die Augen. Da sonach d*e Königin von Saba weiter: Was ist das? Es stammt von der Erde, frißt Staub, ist flüssig und schaut ins Hans. Salomo antwortete: Das ist das Erdharz, womit man die Häuser beim Banen vernicht Und mm fragt» die Königin von Saba zum dritten Male: Im Sturme bewegt es sich und erhebt ein großes und bitteres Geschrei. Gleich dem Schilf läßt es den Kopf hängen; es ist ein Ruhm für die Reichen, ein Spott für die Armen, eine Zierde für die Toten, ein Schmerz für die Lebenden, eine Freude den Vögeln, ein Aerger den Fischen. Das ist der Lein, erriet Salomo. Die Aehren auf dem Felde senken ihr Haupt. Ais Segel braust er im Sturme auf dem Meere. Er ist ein Ruhm für die Großen, die Byssus tragen, ein Spott für die Armen. die in Lumpen einhergehen, eine Zierde für die Verstorbenen, die in das leineme Totengewand gehüllt werden, ein Schmerz für die Lebenden. wenn sie an den Galgenstrick denken, eine Freude den Vögeln, die den Flachssamen picken, ein Aerger den Fischen, die in Garnnetzen gefangen werden. Da sprach die Königin von Saba: Mir ist noch nicht die Hälfte von deiner Weisheit geschildert werden. Du hast Einsicht und großen Ruhm gewonnen; selig dein Volk und selig deine Diener! Danach führte Salome die Sabaerkönigin in seinen Wehnpalast. Als die fremde Fürstin die große Pracht, die Salomo umgab, gewahrte, ließ sie Dank und Preis dem rukommen, der den König erschaffen hatte und sprach: Gelobt sei der Herr, dein Gott, der an dir Gefallen gefunden und dir den Herrscherthron verliehen hat. auf daß du Recht und Gerechtigkeit übest! Und sie beschenkte den König mit Gofd und Silber. Auch der König gab der Fürstin alles, was sie nur begehrte.

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