Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 13 (1919)
- Issue
- 2 (10.1.1919)
- Date
- 1919-01-10
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 Erster SitziiBgstae. Sonntag, den 5. Jänner. Der Präsident des 'Jüd. N. R. eröffnet um 10 Uhr die Sitzung. Ueber Vorschlag von Dr. Rufeisen. Mähr.-Ostrau. wird zum Präsidenten des Kongresses der Vorsitzende des Landesverbandes der Mährischen Kultusgeineindeu. Dr. Alois Hilf ge-wähli. zum Vizepräsiden len Dr. Max Brod. ins Präsidium ferner Emil Arnstein. Gustav Finzi. Dr. Hermann Fuchs. Prof. Dr. Eugen Lieben. Dr. Rufei sem, Hugo Waldstein. Dr. Rufeisea schlägt die Wahi folgender Ausschüsse vor: Permanenz-, Organisation-. Finanz-, Presse-, Schul-, Gemeinde-, slowakische- und sozialpolitische Kommission. Die Anträge werden angenommen. Dr. Hilf dankt für die Wahl und erteilt das Wort Dr. Singer zum fiechenschaf tsb ericht. Dr. Singer skizziert ku-z die Tätigkeit des Nationalrats seit seiner Begründung. Er verweist auf den schriftlichen Rechenschaftsbericht, hebt die politische Tätigkot des Nationalrats, die Maßnahmen gegen die antisemitischen Ausschreitungen. die umfassende Fiüchtlingstätigkeit und andere Aktionen hervor, und erstattet insbesondere eingehenden Bericht üiPr den letzten Empfang beim Präsidenten MasaryJt Die Speziaberichte werden die einzelnen Referenten erstatten. Der Sekretär des N. R., Dr Angelo Goldsteiu. hält das Organisatlonsreferat Er bespricht ausführlich die politische Lage der.. Juden in Böhmen. Mähren und Schlesien und die aus der Forderung einer politischen Vertretung des jüdischen Volkes sich ergebenden verschiedenen Fragen, verweist darauf, daß der jüdische Nationalrat ebenso wie die tschechoslowakische Nationalversammlung nicht aus demokratischen Wahlen hervorgegangen ist und deshalb provisorischen Charakter trage, der erst durch die jüdische Konstituante im tschechoslowakischen Staat in ein Dennitivnm verwandelt werden könne. Schließlich gibt er Richtlinien für «len Ausbau der Organisation. die Gegenstand der Beratung der Organisationskomnössron bilden soll. Das Korreferat über cie Organisation hält Dr. Rufeisea. Mäbrisch- Ostrau. der eine Dreiteilung der Kompetenz hinsichtlich der religiösen, der politischen und der wirtschaftlichen, und kulturellen Interessen der Juden für notwendig (hält. Er macht diesbezügldh Vorschläge. Den F i n a« z h e r i c h t erstattet .Herr Max FiscliL Er berichtet über die bisherigen Auslagen und -legt ein Budget für das Jahr 1919 vor. Dieses, das sogenannte kleine oderordentliche Budget sieht ein Minimalcrfordcmis von K 110.000.— für 1919 vor. Für das außerordentliche Budget können auch nicht annähernd die Ziffern angegeben werden. Der Referent schlägt verschiedene Methoden zur Aufbringung der nötigen Mittel vor. Hierauf erstattet Dr. Altbach. Mährisch- Ostiau. namens der Permaneozkommission die Vorschläge für die verschiedenen Ausschüsse.- die nachmittags zusammentreten. Schluß der Sitzung uro Vs\ Uhr mittags. Nachmlttasssiizung. 5 Beginn 3 Uhr Nachmittag. Den Vorsitz führt D r. Brod. Das Referat über die Lage der Kultusgemeinden in. Mähre« erstattet Dr. Hermann Fuchs. Mähr.- Ostrau. Er gab einen historischen Ueberbläck über die Entwicklung der Gemeinden, streiite die politische Lage der mährischen Juden und berichtete ausführlich über die Grürdung des Landesverbandes der Kultusgemeinden in Mähren. Er betonte, daß mit ganz verschwindenden Ausnahmen die mährische Judenschaft heute auf nationalem Boden stehe. Hierauf referierte Bürgermeister Dr. Gustav Zweig. Prossnitz, über die politischen Judengemeinden in Mähren. Er gab zunächst eine Skizze ihrer Entstehung, zeichnete ihre besonderen Rechte, insbesondere das zur Vere. J leihung des Heimatsrcchtes und berichtete hierauf über die drohende Auflösung der politischen Judengemeänden Mährens, da nach einer Aufforderung des mährischen Landesausschusses die Vereinigung mit den entsprechenden christlichen Gemeinden bevorsteht Der Referent äußerte sich dann über die seither erfolgten Schritte und besprach auch eingehend die Frage der jüdischen Schulen in diesen Gemeinden. Er plaidierle zum Schluß für «Be Errichtung der jüdischen Volksgemeindeh. Hierauf erstattet Dr. Theodor Haas, Btünn. ein Referat über die Lage der J uden in der Slovakei. Er gab statistische Daten und einen Ueberblick über die Entwicklung der politischen Verhältnisse, die durch das Bestreben der ungarischen Regierung, die Juden in der Slovakei zu Vorkämpfern des- Magyarentunis zu mißbrauchen. herbeigeiührt wurden. Das Korreferat hielt Herr Markus U n g a r, der soeben von einer längeren Reise in die Slovakei im Auftrag des jüdischen Natäomainates zurückgekehrt äst. Der Referent berichtet über die gegenwärtige Situation der slowakischem Juden, tritt den falschen Nachrichten der Presse über den Widerstand gegenüber den tschechischen Okkupationstruppen entgegen, schadert die Notlage dter slowakischen Juöenscfaaft und' weist auf die Wichtigkeit von interventfionen beä dien Behörden in der Slowakei und in Prag hin. Redner verlangt eine Modemrasäerung der zahlreichen jüdischen Schulen in der Slowakei Der folgernde Redner, Herr Emil Waldstein, spricht über die Presse, rät die Gründung eines jüdischen Verlags am und erstattet namens dfer Pressekommission verschiedene Vorschläge. Namens des LegifimatSonsausschusses erstattet Herr Oskar Busch einen schriftlichen Bericht Der Legitimationsausschuß hat mit einer Ausnahme, sämtliche 296 Mandate anerkannt. Diese Zahl dürfte Jedoch durch zahlreiche, dm Laufe des JÜDISCHE ZEITUNQ Sonntags noch eingetroffene Delegierte, insbesondere aus Böhmen, weiit überschritten, worden sein und insgesamt ungefähr 340 betragen. Sodann wird die Generaldebatte eröifnet. Als erster spricht1 Professor Engel, der sich für die Umwandlung der Kultusgemeinden einsetzt Nach Herrn Herz (Lemberg), Rabbiner Dr, Goldschmied (Plößnitz), Dr. Haas (Brünn), Fuchs (Ung.-Brod) spricht Herr Richard Schlesinger (slowakischer Delegierter) hebräisch über die verfehlte bisherige Politik der Juden in der Slowakei, die sich jetzt auf nationaler Grundlage organisieren wollen. Herr Er. Groß (jüdischer Sozialist aus der Slowakei) spricht über die Assimilat&ansbewegimg der slowakischen Juden. Seine Ausführungen werden von Herrn Miksa Schwarz, ebenfalls aus der Slowakei, ergänzt. Dr. Goldstern erstattet den Bericht der Organisationskomrmsskxrt. Da über einige Fragen Unklarheiten bestehen, werden die Thesen nochmals . an die Organäsatioriskonuntssion zu rückver wiesen. J>r, L oria (Brünn) erstattet den Bericht der Finanzkommission. Dieser prältmiriier.t als Mänlmalerfordernis dem Betrag von K 160.000, dfer folgendermaßen an die einzelnen Länder repartiert ward1: Böhmen K 60.000, Slowakei K 30.000,. Mähren K 40.000, Schlesien K 10.000. Es wird •eine permanente Einamzkomnii$skm vorgesciilagen, sös deren Obmann Hern Max Fi sc hl gewählt wtird. Es wenden hierauf Generafoedner gewählt und die Debatte auf Montag verschoben. Schluß der Sitzung 7 Uhr abends Zweiter Sitzungstag. Den Bericht über den zweiten Sitzungstag müssen wir wegen Raummangel für die nächste Nummer zurücfesteälen. Wär erwähnen nur, daß nach Erstattung einer Anzahl von Referaten die einschlägigen Anträge der Referenten und Kommissäonen angenommen wurden. Wir bringen weiter unten vorläufig einige dter wichtigsten Be- , schlösse. "Die Tagung wurde Montag abends unter großem Enthusiasmus geschlossen. _ Alle Delegierten hatten das Bewußtsein, daß in der kurzen Zeit des Beisammenseins fruchtbare Arbeit geleistet worden war- und vor allem befestigte sich das starke Gefühl des Zusammenhanges zwischen allen Gruppen des Judentums äm tschechoslowakäschen Staat, welche zum erstenmale zusammengekommen waren. Die persönlichen Beziehungen, (Me in der, Arbeit für die gemeinsame Sache gestiftet wurden, bilden de sicherste Grundlage für däe Weiterführung und Ausgestaltung. Es hat sich erwiesen, daß der jüdische Nationalgedanke in dem neuen demokratischen' Staatswesen zu starkem und kräftigem Leben erwacht ist. Daraus entsteht die Hoffnung, daß das tschechoslowakische Judentum, dessen Hauptstadt Prag immer ein Zentrum jüdischen Geisteslebens war, ein kraftvolles und wertvolles Glied des Gesarntjudentums werden wird/ Das Vertrauensvotum für, den Nationalrat. 1 Auf -Antrag Dn Meißnej- (Olpiütz) wird beschlossen: 1. Der Nationalkongreß spricht dem Jüdischen Nationalrat, insbesondere dessen Präsidium, den Wärmsten Dank für seine aufopferungsvolle Tätigkeit und das Vertrauen aus. 2. Eier Naiäoiralkangreß bestätigt das Mandat des provisorischen Nationalrates und erteilt demselben Vollmacht, sich nach Gestaltung der Verhältnisse durch Kooptation zu ergänzen. Anträge der Organisationskoinmissiun. 1. Der Aufbau der Organisation der nationalen Juden im tschechoslowakischen Staat erfolgt in der Weise, daß sämtliche Juden, soweit sie sich dem jüjischnationalen Standpunkt anschließen. Vereine unter dem Namen „Jüdischnatiönale Vereinigung" („Sdruzeni ' «arodnich Zidu“) bilden. Der jüdische Nationalrat hat ein Musterstatut für diese auszuarbeiten. 2. Wo keine andere national]iidisciie Organisation besteht soll eine Ortsgruppe -der Natiolialjüdischen Vereinigung geschaffen, werden. Der Ausschuß dieser Ortsgruppe ist der Volksrat für den betreffenden Ort 3. Besteht außer dieser Ortsgruppe in einem Orte noch eine national jüdische (z. B. zionistische, pöalezionlstische usw.) Organisation, wird der Volksrat von diesen Organisationen einverständiicli gewählt 4. Dort, wo die Kultusgemeinde auf jüdischnationaler Grundlage steht, entsendet auch diese nationaljüdisch gesinnte Delegierte in den jüdischen Voiksrat im Einvernehmen mit diesem. 5. Alle Volksräte in Böhme« unterstehen direkt' dem jüdischen Nationalrat in Prag. In Mähren unterstehen diese lokalen Volksräte dem Zentralvolksrat in Brünn, der jedoch auch dem jüdischen Nationalrat in Prag unterstellt ist 6. Der Organisationsplan für die Slovakei wird von der slovakischen Kommission vorgelegt. Das Gemeicdeprogramm des Nationalkongresses. *■ Der Referent der Gemeinde- Kommission, Herr Dr. Hugo Bergmann, unterbreitete dem Nationalkongreß folgende Thesen, welche einstimmig angenommen wurden. 1. Der Nationalkongreß der Juden im ‘tschechoslovakischen Staat erstrebt die Umwandlung der derzeit bestehenden israelitischen Kultusgemeinden in jüdische Volksgemeinden. Diese umfassen alle Juden ihrer Sprengel,- sorgen für deren kulturelle, soziale und soweit solche^ vorhanden sind, auch für deren religiöse Bedürfnisse und vertreten diese Juden in politischer und wirtschaftlicher Beziehung. 2. Für die Vertretung der jüdischen Gemeinde verlangt der Nationalkongreß die Einführung des Nr. 2 allferneinen, gleichen und direkten Wahlrechts für Männer und Frauen, aktiv vom 21., passiv vom 24. Lebensjahre an Er verlangt Minderheitsvertrttung durch Proporz und Listenwahl 3\Die soziale Wirksamkeit der jüdischen Volksgdpeinde. wird auf dem alten jüdischen Grundsatz basieren: „Kol Jisroael areivim säh basäh.“ li ganz Israel ist einer Bürge für den anderen. Von diesem Grundsatz ausgehend, verlangt der Nätionalkoügreß zunächst: ä) Die iüdische Volksgemeinde soll ihre Angehörigen für das am genossenschaftlicher, Siedlung und Grundsätzen sozialer Grundlage beruhende Leben in Palästina vorbereiten. b) Zur Erreichung dieses Zieles wird sie das jüdische Gemeinschaftsgefühl heben. Sie soll in diesem Sinne jüdische Gewerkschaften fördern, Erwerbsmöglichkeiten schaffen, Konsum- und Produktivgenossenschaften gründen, eine Berufsstatistik anlegen und im Zusammenhang damit auf die Berufswahl der Juden den; erforderlichen Einfluß ausüben. Sie wird auf dem Prinzip der Selbsthilfe beruhende jüdische Kreditorganisationen schaffen und unbeschadet der bezüglichen Verpflichtungen des Staates die , Fürsorge .für alte, kranke und arbeitslose Juden auf sich nehmen. Wo der Jude als. Jude in seinem Rechte verletzt wird, wird sie ihm. Rechtshilfe leisten. Die iüdische Volksgemeinschaft'wird die körperliche Ausbildung ihrer- Jugend durch Unterstützung des jüdischen Turnens,_Spm-Ps trficf jeder Art von Körperpflege fördern.'Sie wird Abendheime schaffen für die ipvrTJeruf stehende, heranwaclisende Jugend. jwJr Heranbildung der jüdischen Kinder>muif Lande Schülerheime gründen. 3.. E)ie jüdische. Volksgemeinde wird an Stelle der bisherigen entwürdigenden Wohltätigkeit geregelte Wohlfulirtsarbeit setzen. Sie wird nicht mehr Schnorrer züchten, sondern trachten, die Armut zu verhüten. Zur Erreichung dieses Zweckes verlangt .sie für sich das Aufsichtsrecht über die Wohlfahrtsvereine privaten Charakters und, wo es das allgemeine Interesse erheischt, die Befugnis, diese Vereine in Gemeindeiustitutionen umzuwandeln. 4. Die Volksgemeinde wird für ihre Angestellten eine den Grundsätzen der Gleichberechtigung entsprechende Dienstpragmatik schaffen und ihnen das unbeschränkte aktive imd passive Wahlrecht sichern. Um den Würdigsten, ohne Rücksicht auf seine materielle Lage an die Spitze stellen zu können, wird sie das Amt eines' Gemeindevorstehers entsprechend besolden. Alle Arbeiten und Anstellungen wird sie im öffentlichen Konkurswege vergeben. 5. Die jüdische Volksgemeinde wird die jüdische Presse fördern 6. Auf dem Gebiete der Erziehung wird die jüdische Volksgcmeindeden jüdischen Unterricht in sämtlichen Schulen radikal reformieren und die Unterrichtserfolge streng überwachen. Der Unterricht .wird dahin gehen, daß das Hebräische wieder zur Volkssprache wird und daß die Schüler durch den Geschichtsunterricht vor allem die Grundlagen unserer . Geschichte verstehen lernen. Sie wird die Errichtung jüdischer Volksschulen, Mittelschulen und Lehrerbildungsanstalten durchsetzen und für die Befriedigung des Bedürfnisses nach Religionsunterricht sorgen, soweit ein solches vorhanden ist. 7. Die jüdische Volksgcmeinde wird dem jüdischen Nachwuchs den Besuch der jüdischen Zentren in Europa und Amerika, besonders aber in Palästina ermöglichen und zu diesem Zwecke Stipendien schaffen. 8. Die jüdische Volksgemeinde wird die, iiidisüie Jugendbewegung fördern, jüdische Volksheime errichten, jüdische Häuser mit allgemein zugänglicher Bibliothek und jüdischen Zeitschriftenzinvnern schaffen, die jüdischen Museen popularisieren und die jüdischen Musik- und Literaturvereine fördern. 9. Die jüdische Volksgemeinde wird Wanderlehrer zur Verbreitung jüdischer Kenntnisse in kleinen Judeneemeinden bestellen. 10. Zur Bestreitung der Auslagen wird die jüdische Volksgemeinde eine Gemeindesteuer einheben, welche progressiv der Einkommensteuer entsprechend und nach oben hin nicht begrenzt ist. 11. Sämtliche Gemeinden des tschechoslowakischen Staates sind, gegebenen Falles im Wege von Zwischeninstanzen, in einem Reichsverband der jüdischen Volksgemeinden des tschechslowakischen Staates zusammenzufassen. Palästina-Resolution. Der am 4., 5. und 6. Jänner in Prag versammelte Nationalkongreß der Juden im tschechoslowakischen Staat fordert von der , Friedens^ konferenz die Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in einem ungeteilten und unteilbaren Palästina, in den durch geschichtliche Ueberlieferung und durch politische und ökonomische Notwendigkeit bestimmten Grenzen unter Sachwalterschaft des für den künftigen Völkerbund handelnden Großbritannien. Das Organ der tschechischen Sozialdemokraten über den jüdischen Nationalismus . „Prävo Iidun schreibt als Einleitung siebtes eine Spalte langen Berichtes über dse Eröffnungssitzung des jüdischen Nationalkongresses in Prag: „Gestern war der große Saal der Produktenbörse der Schauplatz einer merkwüdiigen, aber bedeutungsvollen Tagung. Es wurde , dort die Eröffnungssitzung des natkmalj üdischen Kongresses der tschechoslowakischen Republik abgehälten. Die Bestrebungen, die die Juden schon seit längerer Zeit äußern, säeh-als bestimmte feste nationale Individualität zur. Geltung zu bringen, nicht nur als religiöse Sekte, sondern als Nation,