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Jüdische Zeitung · 1918-12-13 · 50 (13.12.1918) · p. Seite 7

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
12 (1918)
Issue
50 (13.12.1918)
Date
1918-12-13
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 50 JÜDISCHE ZEITUNG . Seite 7 Karl Kautsky gegen den Zionismus. Der bekannte sozialistische ’ radikale Theoretiker Karl Kautsky schreibt in der Zeitschrift „Sozialistische Auslandspolitik“ im Rahmen einer Artikelserie „Nationalität, Nation und Volk“ (mit Bezug auf eine New-Yorker poale-zionistische Resolution), daU nachdem Prinzip des Sclbstbestimmungsrechtes der Nationen die Entscheidung über ein Ciebiet jener .Nation zusteht, die dieses Gebiet bewohnt und den Boden bearbeitet, nicht aber einer solchen, die von draußen kommt und es besetzen will. Unter den 700.000 Einwohnern Palästinas sind bloß 100.000 Juden gegen 600.000 Araber und Syrer — soll man diese vertreiben, um einen national-jüdischen Staat zu gründen? Die jüdische Forderung kann nicht auf Grund des Selbstbestimmüngsrechtes der Nationen gegründet werden, sondern _ nür auf Grund des historischen Rechfstitels, was heute nicht maßgebend sei Soweit Kautsky, der bekanntlich auch schon vor dem Kriege eine Broschüre gegen den Zionismus veröffentlicht hat. Für uns Zionisten ist es klar, daß er in seiner Argumentation ganz falsche Pfade wandelt. Es bleibt immer das Gleiche: handelt es sich um eine jüdische Sache, so halten es auch Berufstheoretiker nicht für nötig, sich wirklich mit der Theorie bekannt zu machen. Hätte dies Kautsky getan, so hätte er erstens gewußt, daß ln der zionistischen Ideologie von einem Vertreiben der Araber nichts zu finden ist. Bei den vielen Millionen, die Palästina nach gehöriger Vorbereitung zu fassen vermag, ist eine Vertreibung der 600 003 Araber gar keine Notwendigkeit. Dort gibt es jetzt nur zirka 26 Menschen per Quadratkilometer, während im benachbarten Aegypten zirka 300 Menschen ein Quadratkilometer bewohnen. Das zweite Argument, daß'our diejenigen ein Bestimmungsrecht über ein Land haben, die es bearbeiten, spricht nicht nur nicht-gegen uns, sondern gerade für uns; denn die Araber haben eben nur einen Bruchteil des Landes bearbeitet, und zwar indolent, schlecht; wir aber kommen eben dorthin, nicht um das Land bloß zu besitzen, sondern es auch zu bearbeiten. (Da zeigt sich die große, auch außenpob'tische Bedeutung der Lösung des „Hapoel Hazäir“: „Palästinensische Aibeit nur durch jüdische Händel“) Die Araber in der Nähe der jüdischen Kolonien haben schon -bisher vielfach von den Juden die neuen Arbeitsmethoden und den Gebrauch der neuen Werkzeuge und Maschinen erlernt und sind so zu größerem Wohlstände gelangt. Die denkenden Araber, müssen selber zugeben, daß sie allein nicht die Voraussetzungen für die Urbarmachung des so arg vernachlässigten und so spärlich bewohnten Landes haben. Die zionistische Palästina-Kommission die jetzt dort unter Dr. Weizmanns Leitung weilte, hat es auch verstanden, mit den Arabern die besten Beziehungen herzustellen. Uebrigens haben, im Gegensatz zu Kautsky. der auch sonst ein Eigenbrödler ist. bekanntlich die bedeutendsten sozialistischen Vereinigungen.; wie die Sozialisten der alliierten Länder, die British Labour Party, das Holländisch-skandinavische Komitee, das Internationale ••ozialistische Büro, sowie auch die hervorragendsten Sozialistenführer, wie Camille - Htysmans. P. J. Troelst-a. Branting usw. sich für die zionistischen Forderungen ausgesprochen. (Vergleiche z. B auch den Brief von Dr. Josef Bloch in voriger Nummer der „Jtid. Zeitung“.) Ankündigungen Die iiidische Jugend und die Palästinakolonisation. Die für Sonntag, den 8. d. M., um 5 Uhr nachmittags änberaumte Besprechung konnte wegen des .ergangenen Beleuchtungsverbotes nicht abgehalten werden und wird Sonntag, den 15. Dezember ,1918, um halb 2 Uhr naclimittags im Jugendheimr II., Obere Donaustraße 91. -abgehalten. Efnberufer: Wiener Zionistische Vereinigung. Abendkurse. Die Eröffnung *der Abendkurse mußte wegen Lokalschwierigkeiten hinäusgeschoben werden. Nunmehr hoffen wir, den bereits eingeschriebenen Hörern fn den nächsten Tagen Ort. Beginn, und Stundenplan der Kurse mitteilen und in der nächsten „Jüdischen Zeitung“ auch allgemein fcekamntgeben zu können. — Studiengruppe für jüdische Erziehung. . IV. Vortrag des Oberrabbiners Dr. Chafes. Donnerstag, den 19. Dezember 1. J.. Uhr abends, findet der vierte der von der ..Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler in Wien“ ver- - anstalteten Vorträge des Herrn Oberrabbiner Dr. - Caies statt. Thema: „Der Satan“. Kartenverkauf kn Vereinslokale der Lese- und Redehalle jüdischer Uochschüler. Wien IX.. Türkenstraße 9. an Wochentagen zwischen 3 und 4 Uhr nachmittags und iri der Buchhandlung Löwit. I.. Rotenturmstraße 22._ Vereinsnachrichten Sie Generalversammlung des Vereines „Zion“. Sonntag, den 26. November, fand die zweite Generalversammlung der Sektion Ik des Wiener Zionistischen Zentralvereines statt wobei diese In einen selbständigen Verein „Zion“ umgewandelt wurde. Der Saal der „Reichshallen“ war von mehreren Hundert Leuten besucht die mit Interesse den überaus reichhaltigen Tätigkeitsbericht, der in ein Generaireferat des abtretenden Vizepräsidenten. Herrn Löbl Taubes, und in Snezlalreferate der Herren Weinstock. Picker. Horowitz und Feiler zerfiel, entgegennah- »en, was auch die darauffolgende Debatte zeigte. Dem Berichte ist zu entnehmen, dal der seltaeht Monaten bestehende Verein, dessen Mit- «Bodexzahl fortwährend wächst zirka 2000 männliche Mitglieder, größtenteils Ostjimden. zählt. Ueberdies besteht im Verein eine weibliche Sektion mit beiläufig 500 Mitgliedern. Im Vereinslokai besteht eine öffentliche Lesehalle und sind mehrrere hebräische Kurse eingerichtet Ferner wurden seitens der Jugendkommission regelmäßig halbwöchentlich öffentliche Vorträge veranstaltet. Eine bisher noch niedagewesene Propagandatätigkeit entfaltete - die einschlägige Kommission mit großem Erfolge unter der ganzen Wiener Judenschaft, namentlich m den Reihen der Ostjuden. Sie veranstaltete über 30 Volksversammlungen ferner Versammlungen in den einzelnen Bethäusern, wobei der korporative Beitritt der Bethausmitgiieder überall zum Beschlüsse erhoben und zum großen Teile bereits vollzogen wurde. Auch für den Nationalfond war eine sDezieiie Kommission, mit Herrn David Horowitz ..an der Spitze, tätig, welche außer den bekannten Sammelnvitteln auch durch die Abhaltung von Minianim- Veranstaltungen, von literarischen und Theaterabenden u. a. für die Vergrößerung des Volksschatzes wirkte und so zirka 30.000 Kronen zusammenbrachte. Die Idee des Oesterreichischen Opfertages ging von diesem Vereine aus und wurde von ihm in die Tat umgesetzL Das bisherige Ergebnis beläuft sich auf zirka 200.000 Kronen. Kürzlich wurde auch ein Komitee zur Erwerbung eines jüdischen Nationalhauses kreuert. welches bereits über 30.000 Kronen veriügt. Ans der hierauf vorgenommenen Wahl ging ein 36gh'edriger Ausschuß hervor, der sich in ein Exekutivkomitee und einen Vereinsrat teilen wird. Zum Präsidenten wurde Herr. Löbl Taubes gewählt. S. P. Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler. Bei der am 7. d. M abgehaltenen Plenarversammlung wurde der nachstehende Ausschuß gewählt: Präses: JUC. Jakob Weiner. 1. Vizepräses: MUC. Ludwig Stamm. 2. Vizepräses: JUC. Hermann Bloch. Schriftführer: JUC. Kurt Saxl und MUC. Josef Weidenfeld. Kassier: stud. techn. Fritz Ginsberg. Bibliothekar: MUC. Markus Lande. Beisitzer: A. H. Dr. Heinrich Schiffmann. A. H. Dr. Joachim Auerbach. A H Arch. Hans Sobelsohn. Der nächste Konvent findet Samstag, den 14. d. M„ um 5 Uhr nachmittags statt. Die jüdisch-akademische Verbindung „Robur“ hat sich für das Wintersemester 1918/19 aktiv erklärt. Die Chargenwahl ergab folgendes Resultat: 1. MUC. Eugen Felix. 2 MUC. Robert Stern. 3. MUC. Alfred Gold. Es wird gebeten. Zuschriften an IX., Berggasse 17. Tür 24. zu richten. Couleurcr.fe: Damencafe. I.. Singerstraße. „Jung Juda“. Die Z. St. V. „Jung Juda“, -Wien, hat ihre Aktivität wieder aufgenommen. Die Chargenwahlen, für das Wmteresmester 1918/19 hatten folgendes Ergebnis: Stad, med. Kuxt Sax *, Stad, jurrJacques Metzger **, Stud., mecL Bruno Willenz - Mit der Kassagebarung wurde betraut: Stud. agr. Paul Broch. Briefe sind vorläufig an den Erstchargierten, Wien, VIII., Schlösselgasse 11, zu richten. Jüdsch-akademlsche Verbindung Maccabäa. (Wien, III., Reisuerstraße 23.) Das Ergebnis der Chargenwahlen für. das-Wintersemester 1918/19: Med Norbert Seif *, Dr. Josef Berger **, IUC. Fritz Geiringer ***. Akademischer Verein Jüdische Kultur. Der Verein 'hat seine Tätigkeit wieder aulgenommen. Zusammenkunft jeden Samstag von 7 bis 9 Uhr abends im Cafe City. IX.. Porzellangasse, wohin auch Zuschriften z i richten sind. Jüdisch-akademischer Kultarverband „Jabne“. Wien. Vor kurzem hat sich daselbst ein jüdisch-akademischer Kulturverband „Jabne“ konstituiert, der demnächst eine rege kulturelle,Tätigkeit aufnehmen wird. Sonntag, den 15. d. findet im Lokale II„ Glockengasse 30/12, um 10 Uhr vormittags, eine Versammlung mit der Tagesordnung „Unsere programmatischen Grundsätze“ statt, zu der die jüdischen Hörer und Hörerinnen aller Fakultäten höffichst eingeladen werden. Große Kinder-Chanukah-Feier. Sonntag, den 1. Dezember fand in den Reichshallen eine von den „Jüdischen Kinderfreuttden“ veranstaltete Kinder-Chanukah-Feier statt, an der mehr als 700 Kinder, darunter zirka 300 Kinder ans Heimen, teilnahmen. Eröffnet wurde die Feier durch Oberkantor Morgenstern mit Chorassistenz. Dr. Glanz erzählte die Chanukahgeschichte. Die Vorführungen der Turnerschaft des I. Wiener jüdischen Turnvereins und des Fävoritner jüdischen Turnvereins im Verein mit musikalischen Darbietungen und Vorlesungen von jüdischen Kmdermärchen ergötzten die große Kfitderschar. welche die Abschredsworte Dr. Glanz* mit dem Wunsche auf baldiges Wiedersehen mit großem Hurrahgesqhrei erwiderten. Während der Panse wurden die Heimkinder mit einem Imbiß. Kuchen. Aepfel und Zuckerl, beteilt. Dank der SDende Frau P a t a k s konnten diese Kinder auch mit Büchern beschenkt werden. Verein Cheruth. Sonntag, den 15. <L M.. findet im Saale der Rede- und Lesehalle (IX.. Türkenstraße 9) ein Vortrag des . Genossen Dr. Nagler über J3ie Methoden der Kolonisation in Palästina“ statt Jüdische Landarbeiterschaft Sonntag, den 24. November, hielt Herr Rappenort im Aufträge der vorbereitenden Leitung der jüdischen Landarbeiterschaft einen Informationsvortrag über Zweck. Ziel und Organisation der jüdischen Landarbeiterschaft Der Vortrag hatte Im wesentlichen folgenden Inhalt: Im Vordergrund unseres Interesses muß die landwirtschaftliche Okkupationsarbeit stehen. Damit verbunden ist die Frage der Art der Kolonisierung. Die jüdische Landarbeiterschaft will nun die Organisierung der arbeitswilligen jüdischen Jugendlichen unter einen Kolonisationsplan, der die Möglichkeit gibt, unbeschränkte Massen von Landarbeitern nach einer Reihe von Arbeitsiahren . in einem disziplinierten Arbeiterpionierbataillon gemeinwirtschaftlich anzusiedeln. Die j. L. will aus den Arbeits- und Auszugswilligen ein Pionierbataillon bilden, das in disziplinierter Form und unter technischer Leitung dio Okkupationsarbeiten in Palästina vor allem für sich und die dem ersten Arbeiterbataillon •nachfolgenden Landarbeiter zu leisten. Da diese Arbeiter des Pionierbataillons trotz ihrer körperlichen Vorbereitung im Galuth als ungelernte Arbeiter zu betrachten sind, ist für eine genügend große Schar gelernter Arbeiter als Vorarbeiter und Partieführer zu sorgen. Aus diesem Grunde ist dafür zu sorgen, daß sich ein Landeskreis der —jüdischen Lamlarbeiterschaft in Palästina möglichst bald bilde, der vor allem diese Aufgabe hat Die Arbeiter des Pionierbataillons ’scheiden nach einiger Zeit gruppenweise aus dem Pionierbataillon. um als Wirtschaftsfamilien in Gemeinwirtschaft den bereits ertragfähig gemachten Boden zu bewirtschaften. Die j. L. umfaßt Palästina und alle Galuthländer. Die Aufgaben der einzelnen Länder führt der betreffende Landeskreis aus. dem die Ortskreise unterstehen. Die Ortskreise zerfallen in drei Bereitschaften, nach dem Grade, in dem die Zugehörigen zur Auswanderung bereit sind. Danach hätte die erste Bereitschaft vor allem die Auigabe. dafür zu sorgen, daß sie sich in irgend einer schweren körperlichen Arbeit auf die Okkupationsarbeit in Palästina vorbereite. Die zweite Bereitschaft hat daneben auch Zeit für Erlernen der hebräischen Sprache und für Erwerbung landwirtschaftlicher Praxis in geringem Ausmaße zu sorgen. Auigabe der dritten Bereitschaft wäre vor allem die Erziehung eines gesunden Nachwuchses der Landarbeiterschait aus den Kreisen der jüdischen Jugend. Als Form der späteren Gemeinwirtschalt in Palästina schlägt die vorbereitende Leitung der jüdischen Landarbeiterschait die ..Wirtschaftsfamilie“ an Stelle bloßer Genossenschaften vor. Die Wirtschaitsfamili-e unterscheidet sich von der Genossenschaft dadurch, daß das einigende Band der Gemeinsamkeit nicht nur die gemeinsamen Wirtschaftsinteressen und die Erwerbsgleichheit sein sollen, sondern die Wirtschaftsfamilien Sollen sozusagen auch geschlechtliche Einheit ähnlich den gewöhnlichen Familien bilden. Sie sollen als Einheiten der Gemeinde gegenüber auigefaßt werden. Zur Wirtschaftsiamilie sollen auch sämtliche Kinder der eingeschlossenen Arbeiter gehören, denen die Wirtschaftsfamilie wirtschaftlich gleichmäßig verpflichtet ist. Finanziert soll das Kolonisationswerk durch einen großzügigen Kredit an Nationalfondboden verschaffen soll. Um aber Propaganda. Organisation. Schule. Vorbereitung. Reise etc. in großem Umfange durchführen zu können, sind sogleich verschiedene Fonds zu schaffen, die in der ersten Zeit ihre Tätigkeit vereinigen, um gemeinsam wirken zu können und einer den anderen zu stützen. Sie führen den Sammelnamen: „Vereinigte Fonasder jüdischen Landarbeiterschait“. Nach dem Vortrage wurden die Organisationsgrundsätze verlesen. Die Konstituierung des Ortskreises Wien und des deutschösterreichischen Landeskreises findet am Sonntag, den 1. Dezember, halb 10 Uhr vormittags, im Lokale des jüdischen Handlungsgehilfenvereines. Obere Donaustraße 65. statt Die Anmeldungen sind mündlich im Jugendheim. Obere Donaustraße 91. oder schriftlich an das Jugendheim mit dem Vermerk ..Landarbeiterschaft“ zu richten. Sonntag, den 1. Dezember, wurde gemäß diesem Plane der Wiener Ortskreis der jüdischen Landarbeiterschait gegründet der inzwischen leider durch die eingetretene Unmöglichkeit der Zusammenkünfte in seinen Arbeiten auigehalten ist, der aber trotz der erschwerten Bedingungen durch das Instrument seiner Leitung bereits begonnen hat, sich nach den Möglichkeiten der augenblicklichen Vorbereitung umzusehen. Alle, die uns helfen wollen, bitten wir, uns dies mitzuteilen au das „Jüdische Jugendheim“, Wien, II., Obere Donaustraße 91. Vermerk: Landarbeiterschait. Korrespondenzen Ung.-Brod. In der letzten Zeit ist m Ung.- Brod der jüdisch-nationale Verein „Hatikwah“ unter dem Präsidium des Herrn Karl Beek ins Leben gerufen worden. Der Verein hat den Zweck, jüdische Kunst und Wissenschaft au! nationaler Basis zu verbreiten Dies geschieht zumeist m Form von Vorträgen und Vorlesungen, die ein- bis zweimal wöchentlich von den Vereinstmtgliedern abwechselnd abgehalten werden. Ebenso wurde mit dem Unterricht der hebräischen Sprache begonnen, welcher durch vier Abendkurse in drei Klassen von Oberrabbiner Dr. Kalman Nürnberger und Rabbiner Josef Weil abgehalten wird. — Sonntag, den 1. d. M., veranstaltete der Verein eine Chanukafeier. Nach der Begrüßung durch dem Präsidenten Herrn Karl Beck folgte das Zünden der Chanukalichter thirch Herrn Oberkantor Körner, unter Mitwirkung des Männerchores der jüdischen Jugend. FrL Irma Schön trug sodann das Gedicht „Chanuka" von Moritz Rosenlekt vor. Hierauf folgte ein boch- . interessanter Vortrag des Herrn Dr. S. Deutsch aus Baden: „Meine Reise nach Palästina“.

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