Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 12 (1918)
- Issue
- 50 (13.12.1918)
- Date
- 1918-12-13
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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SS» * Seite 8 - , JÜDISCHE ZEITUNG _- : ' # ' ~ Nr. 50 ’, Krakau. Sonntag, am 24. d. M. fand hier unter Beteüfgung von etwa 20.000 Menschen das Begräbnis des 2Qiährigen Wolf R o s e statt Rose, der Mitglied des Krakauer jüdischen Selbstschutzes war, ging nach Brzesko, um jüdische Ehre und jüdisches Leben zu schützen. Er kehrte sicht zurück: er fiel im Kampfe mit den Pogromhelden. — Am Grabe sprachen die Herren Dr. Thon im Namen des J. N. R., Ing. Wechsler für: den jüdischen Soldatenrat, Dr. Feldblum für das zion. Lokalkomitee, Dr. Schwarz für die Poale Zion und H o r o w i t z für den „Merkas Hazeirin“, dem der Verstorbene angehörte; Varanua. -Hier starb unser Gesinnungsgenosse, der bekannte Holzgroßhändler Terner Izsäk. Nur seinem Mut und seiner Aufopferung ist es zu danken. daß in unserem Orte die Juden in den Revolutionstagen unbehelligt blieben. Er hinterläßt eine trauernde Witwe und zwei Kinder. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Wiener Neustadt Am Montag, den 9. Dezember fand hier eine von einem Komitee junger Zionisten veranstaltete Makkabäerfeier statt, die ein zahlreiches Publikum aller Gesellscbafts- ■ ' d schichten in -einem' der größten Säle der-Stadt\ vereinte; Nach den einleitenden Worten des Herrn Dr. Braun hielt Herr Dr. E. Tisch (Wien) die mit großem Beifall aufgenommene Festrede. Hierauf brachte Herr Opernsänger Kogan vom Klagenfurter Theater einige Arien und Lieder unter, großem Applaus zum Vortrag. Die Musiknummern der Herren Cohen und Schlesinger wurden ebenfalls mit Beifall aufgenommen1. Alsdann brachte Herr Dr. Landau eigene Gedichte und eine reizende Chanukah-Erzählung zur1 Vorlesung. Schließlich wurden einige Zuckermannsche Gedichte rezitert. Briefkasten der] Redaktion Au! mehrere Zuschriften: Ihne Mitteilungen sind sehr Interessant; wir können aber in dieser Torrn keinen Gebrauch davon machen. Wenn die Herren den „Aufruf“ nicht unterschrieb«, haben, so'müssen sie den. Mut haben, dies öffentlich zu erklären, um sieh vor dbr jüdischen Oeffentiichkeit zu rehabilitieren. — Sal. I. A. Sie haben den Herren die richtige Antwort gegeben. Viele selbstbewußte jüdische Bürger haben das gleiche getan. Es sind uns eine fähige solcher Briefe zur rffigung gestellt worden und es ist leider nicht möglich; alle zu veröffentlichen. — Proskribenh Wir-werden uns schon noch mit den Persönlichkeiten der einzelnen - Unterzeichner zu befassen Gelegenheit haben. Nur Geduld. Letzte Nachrichten Jüdische Massenversammlung in Berllu.' Berlin, 11. Dezember. (Tel. d. „J£d. Zte.“ — Gekürzt.) In einer Massenversammlung in der Philharmonie sprach Kurt Blumenfeld über den Antisemitismus und seine Ueberwindung. Die Ausführungen waren van stürmischen Zustimmungskundgebungenbegleitet, welche sich erneuerte!j, als unter dem Eindruck der Kundgebung der bekannte Schriftsteller Emil Ludwig seinen Anschluß an die zionistische Bewegung erklärte und seine ganze Kraft zur Verfügung stellte. Die Schlußresolution begrüßt den jüdischen Kongreß als die Zusammenfassung aller Juden, die im Bewußtsein ihrer Zugehörigkeit zum jüdischen Volke' an der Entwicklung des lebendigen- Judentums mitarbeiten wollen. ~ Oslos Herling liosa Walzer Svc<«t.ica Veiiobte, im Oktober 19JS Ich gratuliere herslichst dem Frl. Misst Streifler su ihrer VeUbung mit Herrn Heinrich Baratt Juda Friedler. «ss Sara Messner Masche Buchen Prsentyel ca nd. jphif, Siemaira Verlobte, im Dezember 1918. 297 Cafe zum Roten Turm Bekannter Pädagog Wien II., Obere Donaustraße 99 «nd Leiter moderner hebräischer Schulen lefclens , an der Marienbrücke —= in Solka Bukowina, erteilt Privatstunden. Zwschrif- Neues Stamm-Caf6 der Zionisten len an, S. Schäner Wien, V., Zentagaaso 38/4. 2»s k [Nudiim banczenerj Geschäftsstelle der m Klasseniotterie in Wadowice 1 empfiehlt den P. T. Gesinnungsgenossen Lose zur 11. Klassen- , Lotterie. Ziebungsbeginn der I. Klasse 11, snö 12. Ds&mber 1918. 1I1 Los kostet K -lOBO, ^4 Los kostet K 10'20, V, Los kostet I< 5‘10. Eine Postkarte genügt. Offener Versand! s»l werden aufgenommen JÜDISCHE ZEITUNG 11., Zirkusgasse Nr. 33 tm MOSES RATfTS Lehrbücher der hebr. Sprache . «) «w nsia? Lehrbuch der hebr. Sprache für Schul- und Selbst- < unterricht mit Schlüssel und Wörterverzeichnis. Es ist das einzige praktische Lehrbuch mit deutscher Unterrichs^prache zur völligen Erlernung der hebräischen Sprache in Wort u. Schrift. Einführung in die Literatur. Soeben erschienen dritte verbesserte Auflage. Die „Histadruth lbrilh“ in Berlin u. Lemberg, wie auch die gesamte Fach- und Tagespresse, hat das Buch als bestes und für den Selbstunterricht als geeignetstes anerkannt. Preis eines schön ausgestatteten, 400Seiten starken, geb. Exempl. K12.—, Porto 80 h, Nachnahme K 1.20 b) Samouczek polsko-hebrajski Es ist dasselbe Buch mit polnischer Unterrichtssprache. 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Belehnungsbegünstigungen . bei der Oesterreichisch-ungarischen §ank und bei der Kriegsdarlehenskasse und besondere Gebührenbefreiungen. Die Schatzscheine werden bei einer eventuellen einmaligen Vermögenssteuer bis *zu einem Viertel der Steuer Schuldigkeit zum Preis von 97 K für je 100 K Nennwert in Zahlung genommen. Zeichnungen beim Postsparkassen-Amt, bei den Postämtern, Steuerämtern, Staatskassen, - sämtlichen Banken, Sparkassen, Kreditgenossenschaften, Versicherungsgesellschaften und Privatbankiers. Zeichnungsfrist vom 2. bis 18. Dezember/1918 .290 Die Wiener israelitische Kultusgemeinde, in tiefer aufrichtiger Trauer vereint mit der Israelitischen Allianz, dem Israelitischen Waisenhiifsverein-und der Israelitisch-Theologischen Lehranstalt, beklagt, schmerziichst bewegt, das flinscheiden ihres langjährigen Präsidenten, des Präsidenten beziehungsweise Vizepräsidenten und Vorstandsmitgliedes der genannten Korporationen, des.Ehrenmitgliedes der Wiener Chewra Kadischa und anderer jüdischer Körperschaften, des Herrn Alfred Stern Ehrenpräsident der Wiener Israel. Kultüsgemeinde, welcher am 1. Dezember 1918 im 88. Jahre' seines an Arbeit und Erfolgen reicjten.Lebens^ abberufen wurde. ' . ■ ... .Begnadet durch üjberiagende bis in seine letzten Tage unvermindert erhaltene : Geistesstärke, hervorragend durch eine ungewöhnliche Tatkraft,.beseelt vom tiefsten Empfinden «] für' alles, was Wohl und Wehe des Judentums betraf, beispielgebend in seiner unermüdlichen,. Hingabe, für die Interessen, für Ehre und Ansehen des Judentums und der-Wiener Gemeinde, wird sein Name als der besten Einer in der Geschichte des Judentums für alle Zeiten in hohen. Ehren verzeichnet bleiben. : . - Das Leichenbegängnis des.Dahingeschiedenen fand Mittwoch, den 4. Dezember 1918, 19 Uhr vormittags’, vom Tempel, L Seitenstettengasse 4, aus statt. . .Wien- 1. Dezember 1918* Der Vorstand der Israeli Kaltnsgemeinde Wien»' Herausgeber Alexander.Geller, verantwortlicher Redakteur David Nebenzahl. — Druck von Igna$ Spi$ & Söhne, Wien IL, Robertgasse 2