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Jüdische Zeitung · 1918-12-06 · 49 (6.12.1918) · p. Seite 3

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
12 (1918)
Issue
49 (6.12.1918)
Date
1918-12-06
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 49 Die amerikanischen Juden an Wilson. Richter Julian W. Mack namens der zionistischen Organisation Amerikas und Louis Marshall namens des American Jewish Commitee richteten einen dringenden Appell an den Präsidenten Wilson, er möge mit seiner ganzen Macht dahin wirken, daß die Pogrome in Polen und Galizien eingestellt werden. > Zürich. 4. Dezember (Tel. d. Jüd. Ztg.) Die am 3. Dezember tagende mehrtausendköpfige vom ExekutivausschuB zionistischer Vereine ' Zürichs,“ Komitee pro causa judaica, Aktionskomitee ostjüdisclier Organisationen in der Schweiz, Zentralkomitee der Agudas Jisrae! und von der jüdischen Studentenschaft einberufene Versammlung hat nach Referaten von Frau Dr. Weldler, Dr. Kohn Basel, Dr. Traub und Eisenstadt eine scharfe Protestresolution einstimmig beschlossen. Die holländische Intervention zugunsten der Juden. Aus dem Haag wird dem J. P. W. telegraphiert: Das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten im Haag hat vom Wiener holländischen Gesandten ausführliches Material über die Pogrome in Galizien erhallen und dieses an die Cntenteregierungen weitergeleitet. Die Entente schreitet ein. Zürich. Die Vorgänge in Polen haben nach hier eingelangten französischen Zeitungsstimmen nunmehr dazu geführt, daß die Entente die Hilferufe der durch die letzten Ausschreitungen so schwer heimgesnehten Juden nicht ungekört lassen konnte. Der „Temps“ meldet zu diesem Gegenstände, daß die alliierten Kabinette offiziell die Intervention in Polen beschlossen haben. Haag tTel. d. ..Jüd. Ztg“). Der Londoner Korrespondent des Haager J K B. telegraphiert von: 30. November: „Manchester Guardian“ fordert die sofoitige militärische Intervention ler Entente in Galizien wegen der Pogrome. Er verweist darauf, daß die Waffenstillstar.dsbcdingungen die JVlöglichkeit hiefür bieten. Der Prager Jüdische Nationalrat beim Schweizer Konsul Am 28. November begab sich eine Deputation des Jüdischen Nationalrates für den tschechoslowakischen Staat zum Schweizer Konsul in Prag und überreichte ihm den folgenden Appell an die Schweizer Bundesregierung: „Der jüdische Nationalrat für den tschechoslowakischen Staat ruft im Namen der Menschlichkeit das Eingreifen der Schweizer Bundesregierung 2um Schutze der nach Tausenden zählenden jüdischen Opfer der polnischen Judenverfolgungen in Ost- und Westgalizien, insbesondere in Lemberg an. Wir bitten die Schweizer Bundesregierung, die stets eine Vorkämpferin für die Menschlichkeit und die Gerechtigkeit unter den Völkern war, bei der polnischen Regierung gegen die entsetzlichen Schandtaten des polnischen Heeres und der polnischen Bevölkerung an den wehrlosen Juden feierlichst zu protestieren. Wir rufen das.Gewissen der ganzen zivilisierten Weit auf und fordern, daß den von grauenhaftester Vernichtung bedrohten hunderttausenden Juden in Galizien und Polen der Schutz aller zivilisierten Staaten geboten wird. Dieser Schutz kann wirksam nur durch Entsendung neutraler Missionen, durch sofortige Intervention der Alliierten und schließlich durch militärische Sicherungsmaßnahmen derselben gewährt werden. Wir bitten im Namen der Humanität die Schweizer Bundesregierung, nichts unversucht zu lassen, uni das Leben von Hundertfausenden im letzten Augenblicke zu. retten.“ Der Konsul sagte der Abordnung zünden Appell dem Bundesrat persönlich in den nächsten Tagen zu übergeben. Er verwies auch darauf, daß der Wiener Gesandte der Schweiz in dieser Sache bereits eingegriffen habe Die Deputation hatte auch Gelegenheit, mit ’ dem Konsul verschiedene andere jüdische Angelegenheiten darunter auch die Frage der im tschechoslowakischen Staat weilenden Flüchtlinge, zu besprechen. Die Lembereer Juden bei dem Bevollmächtigten. Dem J. P. W. wird ans I.emberarjberichtet: Kurz vor Ausbruch des Pogromes begab sich Dr, Israel Waldmann in Lemberg an der Spitze einer nationaljüdischen Deputation zum Oberst Villah», der als Bevollmächtigter der Entente zwischen den Ruthenen und den Polen vermitteln sollte, und überreichte ihm ein Memorandum über die politische Lage der Juden in Ostgalizien. Oberst Vilain bedauerte sehr, daß c: von der Entente keine Vollmächten mitgenommen habe, um auch die jüdische Frage zu regeln: dies sei deshalb unterblieben. weil von dem nolnisch-iüdischen Konflikt nichts bekannt war. Er könne aber versichern, daß von seiten der Entente die jiationalen Forderungen der Juden tatsächlich als berechtigt anerkannt worden seien. Oberst Villain sprach sich auch zugunsten der jüdischen Miliz ans. die gerade infolge der neutralen Stellung der Juden am ehesten geeignet sei, den Schutz der Stadt zu übernehmen. Gesellschaftlicher und finanzieller Boykott gegeu die Polen. In den Wiener Geseilschafts- und Fmanzkreisen haben die - Nachrichten über die Pogrome in Lemberg eine ungeheuere Em- »örimg hervorgerufen. Die polnischen Versuche, i» Wien eine Anleihe aufzuneftmen. begegnen den größten Schwierigkeiten. Verschiedentlich machen fleh Anzeichen eines gesellschaftlichen Boykotts eenerkbar. („J. P. W“) Ela Tagesbefehl Rozwadowskis. In einem Tagesbefehl des Kommandanten der polnischen Trappen Ostgaliziens. General v. Rozwadows k i, wird vor der Erneuerung der Ausschreitungen «chdrücklichst gewarnt. Schweigen ist aich eine Sprache. Die in Wien erscheinende Wochenschrift .Polen“ erwähnt auch in ihrer ff «mm er vom 29. November JÜDISCHE ZEITUNG Seite 5 kein Wort von den Pogromen. Trotzdem die Wiener Tagesblätter die ganze Woche spaltenlange Berichte über die Ereigvisise und über die Protestbewegung :m Ausland brachten, findet das einzige in Wien erscheinende polnische Organ kein Wort der Entschuldigung oder des Bedauerns. Dafür wird die Noie Pilsudskis an alle Staaten abgedruckt, tri. der das Entstehen des unabhängigen polnischen Staates notifiziert wird. Darin heißt es: „Die politische Regierung wird an Stelle der Gewaltherrschaft. die hündertvierzig Jahre lang auf dem Schicksal Polens lastet, eine auf Ordnung und Gerechtigkeit auigebaute Gesellschaft errichten.“ Arme Ordnung und Gerechtigkeit, arme Gesellschaft! Das Verhalten der Sozialdemokratie. Die Wiener Sozialistische Wochenschrift „Der freie Arbeiter“, das Organ der „Roten Garde", schreibt unter der Ueberschrift „Pogrome und internationale Solidarität“: In ganz Wien iindet nur die jüdischnationale Partei Anlaß gegen die entsetzlichen Judcnmetzeleien in ganz Galizien Protest einzulegen. Wir sindüberzeugt, daß die Wiener Arbeiterschaft, die genau weiß, wie auch bei uns antisemitische Propaganda und Hetze systematisch betrieben wird, nach dem Gefühl ihrer internationalen Solidarität laut nach Protest schreit. Die Sozialdemokratie, die diese Gelegenheit benützen könnte, um einmal energisch gegen den Antisemitismus auizutreten, um einmal gegen die Verhetzung der Nationen und Konfessionen zu sprechen, hat. wieder geschwiegen, Dabei dürfen wir nicht glauben, daß es bei uns so überflüssig wäre, dieses Thema gerade jetzt gründlich vom Standpunkt des Internationalen Sozialismus durchzubesprechen. Aber wie kann man von Leuten, die, obgleich selbst dem Judentum nicht fernestehend. wiederholt gehässige Angriffe gegen* die Juden erhoben, anderes erwarten. Wie die Warschauer Blätter melden, ist der Präsident des Jüdischen Nationalrates in Krakau, Dr. T h o n. in besonderer Mission, die mit den letzten Judenpogromen und speziell mit dem Pogrom. in Lemberg zusammenhängt, in Warschau eingeirofien. .. - Hie Polnische Liquidierungskommission bestimmte einen Betrag vor. 50.000 Kronen zur Unterstützung der heimatlosen und ärmsten Opfer der Pogrome in Westgalizien. Davon wurden mit der Begründung, daß die meisten Betroffenen Juden seien, dem Krakauer jüdischen Hilfskomitee uö.OOO Kronen überwiesen Die restlichen 5000 Kronen sind für die christlichen Beschädigten bestimmt. Diese Aufteilung ist eine amtliche Bestätigung. daß 95 Prozent der Pögrombetroffenen Juden sind. Vortrag Moses Waldmann. Montag Abend, spraclt der frühere Kriegsberichterstatter Waldmann vor überfülltem. Saale im Hotel Post, in dem man eine große Anzahl, von ehemaligen Abgeordneten. bekannten Journalisten und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sah. über die politische Grundlage des Lcmberger Pogroms. Ausgehend von der statistischen Feststellung, daß die Polen in Ostgalizien ohne Zuzählung der Juden keine Majorität haben, erklärte er auf Grund der verschiedenen Ausführunegn der polnischen Gesellschaft den Pogrom in Lemberg nicht etwa, wie -die „Arbeiterzeitung“ schrieb, als ein Strafgericht gegen die Preistreiber, sondern als Strafexpedition gegen die Juden, die wegen der von ihnen eirorehaltenen Neutralität im Kampf der Polen und Ukrainer als Verbrecher hingestellt wurden, während ihre Führer als Hochverräter gehängt werden sollten, wie ein in Lemberg anwesender Journalist aus .dem Munde eines polnischen Gendarmeriekommandanten vernahm. Das Ergebnis des Pogroms ist aber dennoch nicht nach dem Wunsch der Polen ausgefallen. Selbst eingefleischte jüdische Assimilanten sind zur Lieberzeugung gekommen, daß das Problem des Verhältnisses zwischen Juden und Polen nicht in der von ihnen gewünschten Weise zu lösen sein wird. Die Beschwichtigungsversuche der Polen werden durch die Macht der Tatsachen keinen Erfolg aufzuweisen haben. Die Juden sind durch die -unerträgliche Lage gezwungen. von der Entente vorerst unverzügliches Einschreiten zum Schutz von Leben und Eigentum und nationaler Minderheits: vchte zu verlangen, für die Zukunft aber die Möglichkeit in allen Fällen an das Schiedsgericht der zivilisierten Menschheit appellieren zu können, wenn sie Verfolgungen ausgesetzt sind Denn die Friedenskonferenz muß die Polen erst lehren, wie man andere Völker und Menschen belehren solL „Bis in die fernste Zeit“, schloß der Vortragende, „wird sich das jüdische Volk daran erinnern, daß in der Zeit als die ganze Welt dem jüdische« Volke Rechte einräumte und in Palästina seine nationale Heimstätte wieder errichtet wurde, ein Volk, das polnische. es war. das es terrorisierte, schändete und mordete.“ Erpressuagsversuch Drohung mit weiteren Pogromen. Krakau. 27. November. Die polnische Liquidier ungskommission sandte an die polnische Gesandtschaft in Wien zwecks Weiterleitimg an die Entente und neutralen Mächte folgende Erklärung: Die polnische Liauidierungskommission verweist darauf, daß die tendenziös seitens der jüdischen Nationalräte sowie der jüdischen Presse verbreiteten Nachrichten über die angeblich planmäßig ln Westgalizien veranstalteten Judenpogrome im höchsten Grade die polnische Nation provozieren. In Galizien herrscht überall Ordnung. Hie . und .da auftretenden Unruhen sind unabwendbar. Folgen desselben Banditentums. welches in größerem Umfang ganz Ungarn und Siavomen. in gleichem Maße auca ganz Oesterreich. Deutschland. Böhmen unri Mähren auftritt. Die iiküsche Presse verzeichnet zwar Nachrichten über indische Pogrome, welche anderswo stattfinden, führt jedoch eine internationale Verleumdungs- Offensive ausschließlich gegen Polen. Das Verhältnis des überwiegenden Teiles der Juden zu Preußen und der ehemaligen österreichischen Regierung ist zu gut bekannt um es nicht zu veistehen, in wessen Interesse die jüdische Presse arbeitet Die polnische Limiidierungskommission ersuchte schon die Entente um Entsendung ihrer Delegierten nach Polen, welche sich über die Wahrheit und den wirklichen Tatbestand an Ort und Stelle überzeugen können. Die polnische Liquidierungskommission sieht sich jedoch genötigt, schon heute zu erklären, daß. fallsdie iüdisclic Presse fortfahren wird Polen ungerecht -weiter vor der Welt zu verleumden, die politischen- Behörden außer Stande sein werden, die Herrschaft über die aufgeregten Massen zu behaiten. Es könnte dann wirklich das geschehen, was in den verbreiteten Verleumdungen enthaltenist * Diese Erklärung der P. K. L. bedarf wohl keines Kommentares. Sie ist ein Dokument, das für alle Zeiten avigenazelt zu werden verdient Nach dem Lemberger Massenmord wagen die Polen zu behaupten, in Galizien herrsche überall Ruhe, wagen den plumpen Versuch, durch eine Hereinziehung Preußens und Oesterreichs die Stimmung der Entente fälschen zu wollen. Niemand wird darauf hereinfallen. Die letzten Sätze sind zu deutlich. Die Polen wollen Stillschweige« der gemarterten Opfer erpressen, indem sie offiziell mit weiteren Pogromen drohen. Der jüdische Nationalrat für Deutschösterreich hat Gelegenheit genommen, bei Beantwortung der vom polnischen Außenminister m Warschau an ihn gerichteten Note aui dieses schändliche Dokument gebührend hinzuweiseu. Wahre Ursachen Von Moses Waldmann. Der Judenpogrom in Lemberg in Anbetracht des Ausmaßes und der Opfer wohl der furchtbarste Pogrom in Osteuropa, darf absolut nicht als ein Ausnahinsfall betrachtet werden. Schon Monate vorher hieß es sogar in der besten polnischen Gesellschaft, daß man nach dem Abzüge der regulären österreichisch-ungarischen und deutschen Truppen-mit den Juden abrechnen werde. Die Pogromstimmung wurde von den verantwortlichen polnischen Führern nicht geduldet sondern gebilligt. Alle Parteien wendeten sich in ihren Erklärungen ausdrücklich gegen die Juden. Die Klerikalen wegen des jüdischen Freisinns, die National- Demokratea aus ökonomischen Gründen, die ententisch gestimmten Polen wegen der den Zentralstaaten freundlichen Orientierung der Juden: die Sozialdemokraten wegen des .Jüdischen Bolschewismus“ und die Bolschewiken wegen des jüdischen Kapitalismus. Mit einem Worte: Keine einzige polnische Partei machte auch nur den schüchternsten Versuch sich unvoreingenommen zum Judenproblem zu steilem Da die polnische Gesellschaft in viele Parteien und Parteigruppen gespaltet ist und keine dieser Parteien allein oder in Verbindung mit anderen imstande ist. der großen polnischen Volksmassc sinnfällig die Bedeutung des selbständigen Polens vor Augen zu fühen. so wendete sich iede dieser Parteien an die schlimmsten Instinkte der polnischen Masse. Da die Dinge in Polen nicht in Ordnung sind und voraussichtlich auch in vielen Jahren nicht geordnet werden können. die Polen sich ledneh für ein auserwähltes Volk halten, so müssen natürlich die Juden daran Schuld sein, daß der gesamte Aufbau der polnischen Gesellschaft abnormal und verfehlt ist. Aus dieser psychischen Disposition sind alle Judenpogrome der letzten Zelt auf polnischem Gebiete hervorgegangen. Ich habe vor 2 Tagen eine Reise durch Galizien gemacht nnd mit Vertretern aller Parteien und Berufstämlen gesprochen. Alle waren hmsrchtlich der Juden einei Meinung: daß die Juden „schuldig“ seien und ehebaldigst -das polnische Gebiet verlassen müssen. Man kann ruhig sagen, daß jedes Gespräch zwischen Polen in ein wüstes Schimpfen auf die Juden ausgeht. Charakteristisch ist die Haltung der polnischen Presse, Begonnen vom roten „NaDrzod“ bis zum schwarzen „Glos Narodu“ — alle schreiben von den Juden mir mit Ausdrücken des Hasses _ und der Verachtung. Das erste große sozialdemokratische Meeting im freien Polen (Krakau, am 6. November) wurde dazu benützt um gegen die Juden zu hetzen. Daß die Versammlungen aller anderen Parteien." mögen sie aus beliebigen Gründen und zu beliebigen Zwecken einberufen sein, in eine antisemitische Kundgebung münden, ist selbstverständlich. Als Einer, der wahrend der letzten Schreckenswcchcn in Lemberg Gelegenheit hatte alle Ereignisse genau zu verfolgen, kann ich ruhigen Gewissens erklären, daß der Judenpogrom bewußt organisiert war und den Zweck verfolgte, die Juden für die schüchternen Regungen des Selbstbewußtseins zu bestrafen. Mag es sich in Przemysl. Kielce. Rzeszow und Krosno um geduftete Ausbrüche des Pöbelantisemitismus gehandelt haben — in Lemberg ist der Judenpogrom bewußt veranstaltet worden. Während der Pogromtage hat keine einzige polnische Zeitung in Lemberg, kein polnisches Komitee und kein polnischer Führer Tgendwie gegen die Ausschreitungen Stellung genommet» oder Maßnahmen gegen die Pogrome verlangt oder getroffen. Erst als das Werk vollbracht war. widmeten polnische Zeitungen und Körperschaften den Ausschreitungen größere Aufmerksamkeit, wobei man darauf bo-

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