Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 12 (1918)
- Issue
- 49 (6.12.1918)
- Date
- 1918-12-06
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 JÜDISCHE ZEltUNG Nr. 49 Lösung , der Judenfrage in nationalem Sinne kann auch das einzig Wünschenswerte Verhältnis der Klarheit und gegenseitiger Achtung zwischen jüdischer und nichtjüdischer Bevölkerung geschaffen werden. Durch die würdelose, aus der deutlichen Angst um die persönliche Stellung entspringende Beteuerung des Deutschtums ist nur neuer Konfliktstoff gegeben. Es ist noch in aller Erinnerung, wie der polnischnationale Gesinnungsgenosse der Herren Kuranda, Fleischer, Ehrmann und Konsorten, Herr Dr. v. Löwenstein, vor dem Kaiser erklärt hat, daß die Juden Galiziens sich als Polen fühlen und die Judenfrage von den christlichen und jüdischen Polen gemeinsam gelöst werden wird! Wie diese Lösung ausschaut, zeigt sich jetzt der schaudernden Mitwelt. Die galiziscben Judenpogrome sind eine unmittelbare Folge der assimilatorischen Verbrecherpolitik. Herrn Löwenstein, der selbst Juden erschießen ließ, um ein Mandat zu ergaunern, wird wohl auch das Lemberger Blutbad nicht weiter stören. Er wird nach wie vor nur um die polnische Ehre besorgt sein. Das jüdische Volk aber kann sich das nicht bieteii lassen und wird mit diesen Schädlingen gründ- _ liehe Abrechnung halten Ein besonderes Wort gebührt aiich der „Union“. Die erste Tat, die-in dieser kritischen Zeit von dieser Karrikatur eines jüdischen Vereines bekannt wird, ist dieser Protest. Im Osten werden jüdische Massen gemordet, die jüdischen Flüchtlinge werden als Ausländer aus den neuen Staaten ausgewiesen, aus Galizien kommen neue Flüchtlinge und wissen nicht, wohin sie sich wenden sollen, namenloses Elend droht den demobilisierten Stellungslosen, Hunger und Seuchen zerrütten das jüdische Proletariat, das innere jüdische Leben ist verrottet und gewürgt, all das berührt die Union nicht. Die Union interessiert es nicht, daß das jüdische Vereinswesen, die Wohlfahrtspflege, die soziale Fürsorge, in einem Zustand völliger Unzulänglichkeit ist, sie interessiert nicht, daß der jüdische Unterricht seit 30 Jahren geradezu eine Beleidigung der Würde und des Geistes des Judentums ist und daß die neue Generation ohne jüdische Kenntnisse aufwächst, sie interessiert alles nicht, was wertvoll und groß ist im Judentum Der Jüdische Nationalrat arbeitet seit Wochen ununterbrochen fieberhaft, um dem jüdischen Volk in seiner Bedrängnis zu helfen und das jüdische Leben zur Gesundung zu bringen. In der Abwehrbewegung gegen die Pogrome ist nur der Jüdische Nationalrat hervorgetreten; nur er hat das öffentliche Gewissen der Welt ■ wadigerufen, nur er hat die großartigen eindrucksvollen frotestversainnilungen in . Wien veran- "staltet. nur der Jüdische Nationalrat nimmt sich der. Flüchtlinge -an, nur der Nationalrat hat' ein positives Programm füi die Reorganisation des jüdischen Lebens und die Verwaltung jüdischer Angelegenheiten. Von der Union war nichts zu hören. Wo Positives zu leisten ist, sind die Herren nicht da. Dann aber tritt die Union hervor und führt eine Anzahl von Leuten an, die sich plötzlich ihrer jüdischen Konfession erinnern, um dem Nationalrat' bei seiner Arbeit in den Rücken zu fallen. Der Nationalrat hat sich bis jetzt jeder aggressiven Tendenz enthalten. Er hat viel zu wichtige Dinge zu tun, um sich mit ein paar Volksverrätern befassen zu können. Aber die Union möge sich hütenrDem Nationalrat ist es bitter ernst um die Sache des jüdischen Volkes. Er wird es nicht dulden, daß unberufene Elemente sich erfrechen, aus niedrigsten Motiven die Sache des Volkes zu schädigen. Wir wollten der Welt das widerliche Schauspiel des Kampfes im Judentum ersparen. Nachdem, was geschehen ist. ist er unvermeidlich und eine Pflicht der Reinlichkeit, Wir sind überzeugt, daß der Sieg unserer Sache nicht mehr aufgehalten werden kann. Die mächtigsten Faktoren der Welt haben für uns entschieden und die überwältigende Mehrheit des jürii.c-iicn Volkes wird ihr Selbstbestimmungsrecht Als Nation ausüben. Wenn die konfessionellen Juden, die diesen Aufruf, unterschrieben haben, den Staat zu einer Judenpolitik verleiten wollen, ■die mit den von der Welt anerkannten. Grundsätzen im. Gegensatz stehen, so leisten sie dem Staate einen schlechten Dienst. Der Jüdische Nationalrat wird unbeirrt in seiner Arbeit fortiahren. Er vertritt wir diejenigen Juden, die sich zum indischen Volk bekennen. Das Schicksal der Getauften und Brirtffefauffen fuferesessiert ihn nicht. Wenn Leute israelitischer Konfession, die nota bene auch zum konfessionellen Judentum gar keine Beziehungen haben, und dessen Vorschriften nicht beachten, sich zur deutschen oder einer anderen Nation bekennen, so sind die Wortführer dieser Nation ihre Vertreter. Das iüdische Volk hat mit ihnen nichts zu tun. Aber es wird sich von diesen Fremdlingen nichts gefallen lassen. Sollten sie bi ihrer verbrecherischen Tätigkeit fortfahren, so wird der Nationalraf es hatten wie Teil in der Sage. Seine erste und einzige Arbeit gilt der Sicherung einer glücklichen 7ukunft des jüdischen Volkes. Auf diese Karte setzt er alles. Sollte jedoch dieses Werk fehlgchen. dann wird er sich der Verräter erinnern. dis in der Stunde der Gefahr ihm in den Rüchen gefallen sind. „Freunde, der zweite Pfeil ist für' Mauschels Brust bestimmt!“ Abwehr der Pogrome Das polnische Ministerium des Aeußern an den jüdischen Nationalrat für Deutsch- Oesterreich Die polnische Regierung in Warschau gab in einem an^den Jüdischen Nationalrat für Deutsch- Österreich gerichteten Telegramm unter Hinweis auf ihre Bestrebungen zur Besserung des Verhältnisses zwischen den Pole« und den Juden der Erwartung Ausdruck, daß der Nationalrat „im Interesse der Freiheit der Völker und des Weltfortschrittes“ seinen- Einfluß ziur Einstellung der polenfeindlichen Agitation geltend machen wende, ln seiner Antwort wies der Jüdische Nationalrat darauf hin. daß die von der polnischen Regierung gewünschte Aenderung in der internationalen Gesinnung gegen Polen nur dann erwartet werden könne, wenn Polen sich in grundsätzlicher Abkehr von der bisher verfolgten Tendenz; das Prinzip der „Freiheit der Völker" und der nationalen Gleichberechtigung auch hinsichtlich der Juden zu eigen machen werde. Unter Hinweis auf die gegenwärtigen Pogrome, in Galizien forderte der jüdische Nationalrat gleichzeitig eine Reihe sofort wirksamer Maßnahmen. Hinsichtlich der einzusetzenden Untersuchungskommisäon beanspruchte er für sich das Recht, deren jüdische Mitglieder zu nominieren, indem er darauf verwies, daß der Druck, der auf allen der. polnischen Machtsphäre zugänglichen Juden lastet, bereits jetzt die Lancierung unfreiwilliger Dementis von namhaften jüdischen Persönlichkeiten zur Folge hatte. Der polnische Gesandte in Wien Dr. Habicht hat dieses Antworttelegramm zur Weiterbeförderung enlgegengenommen und gleichzeitig den Jüdischen Nationalrat ersucht, seinen Standpunkt in einem ausführlichen Memorandum niederzulegen. Der Nationalrat hat diesem Ansuchen entsprochen. Pressestimmen Haag. Der. Amsterdamer „Telegraf“ bringt einen aufsehenerregenden Artikel über die Pogrome. Er ij£nnt die Polen der Freiheit unwürdig. .— „Manchester Guardian“- schreibt: Die Polen litten immer unter der Unfähigkeit ihrer Führer. Die polnische Oligarchie fühlt sich erschüttert durch die drohende Revolution und sucht das Volk abzulenken durch imperialistische Gelüste gegen die Nachbarländer und durch Pogrome. — „Ällgemeen Handelsblad“ schreibt: Aus Galizien werden Mordtaten gemeldet, wie wir sie jetzt, wo Europa die Waffen niederlegt., nicht erwarteten. Im Aügehblicfc der’EHüiru'äg1'der polnischen .Wünsche; äußert sich polnischer . Rassenhaß in tierischer Weise. Die Pogrome zeigen die Gefahr der plötzlichen Befreiung führerloser Völker. Die Geschehnisse beweisen, daß die englische Warnung ungenügend und kräftiges Einschreiten nötig ist. — „Haagsche Courant“ schreibt: Polnische Verwilderung und Sitten. erinnert an mittelalterliche Zustände. Die einlangenden Beweise und Berichte machen die polnischen Dementis unglaubwürdig. •— „Het Volk“, Amsterdam: Für alle, die Polens Be- , freiung wünschten, ist es eine Enttäuschung, daß Polen seine Freiheit mit Greueln befleckt. Die holländische Regierung muß zugunsten der Juden bei- . der polnischen Regierung intervenieren. Der holländische Gesandte in Petrograd schützte die Engländer gegen Bolschewiki. Die jüdische Nation in Polen hat kein geringeres Recht auf Schutz. Das in Stockholm erscheinende, vieigelesene Blatt „Tidningen“ wendet sich in'einem scharfen Leitartikel gegen die Lemberger Pogrome. Die empörenden Grausamkeiten beflecken die Freiheit Polens und fordern den Protest, der ganzen zivilisierten Welt heraus. — „Afton Tidningen“ erklärt, die Lemberger Metzeleien beweisen, daß das polnische Volk nicht reif sei für die Freiheit die ihm Europa immer gern zugestanden. Der angesehene Wissenschaftler A r n c wendet sich in einem Artikel des „Afton Tidningen“ gegen die verdam- ■ menswerte Haltung der intellektuellen und sozial- . demokratischen Kreise. Er fragt, wo. ein einziger Pole eine Proteststimme erhoben hätte und'sagt, die Pogrome hätten endgültig die Legende von der polnischen Ritterlichkeit zerstört Die Baseler „National-Zeitung“- schreibt am Schluß eines vier Spalten langen Leitartikels: „Polen kann wieder verloren sein, wenn.es die. blutige Schande seines großen Judenmordes in ' Galizien nicht sofort vow seiner. Ehre abwäscht und seine Schuld aufrecht erkennt und sühnt, statt sie verschlagen und verächtlich zu beschönigen und abzuleugnen.“ . Anerkennung der jüdischen Nationalität in Böhmen Die „Bohemia“ (27. November) meldet: In Smichow wird demnächst eine Volkszählung vörgenommen werden. Wie verlautet soll in der Rubrik „Nationales Bekenntnis“ eine Aenderung elntreten. und zwar teilt man von nun an die Bevölkerung in drei Kategorien ein. in: Tschechen. Deutsche und Juden. Durch diese Neuemteilung kommt die Behörde den Wünschen der Jüdischnationalen entgegen, die eine Absonderung^von den übrigen Nationalitäten verlangen. Die jüdische Miliz in Warschau. Im Einverständnis mit den polnischen Regierungsbehörden wurde in Warschau eine jüdische Miliz ins Leben gerufen, welche mit Gewehren aus dem polnischen Arsenal ausgestattet wurde. Diese Miliz dient lediglich dem Schutze der jüdischen Bevölkerung bei eventuellen Ausschreitungen und darf für politische oder polizeiliche Zwecke nicht ver-, wendet werden. Die Zahl der Mitglieder der Miliz, die sich ,. vorwiegend aus den . akademischen Vereinen „Bar Kochba“ und „Makkabi“: rekrutieren. beträgt derzeit 300. . . Eine Hilfsaktion Stockholm (Tel. d. ...Tiid. Ztg.“). Das Jüdische Preßbüro teilt’mit: Unter der Wirkung der Nachrichten über die Lemberger Pogrome hat sich in Stockholm aus Vertretern der Zionisten, der Poale-Zlonlsten. ' des Hilfsvereines für die Kriegsopfer, der jüdischen Gemeinde und anderen jüdischen Persönlichkeiten ein „Jüdisch-politisches Komitee“ zwecks Aufklärung der'schwedischen Oeffentüchkett. Schritten bei den Regierungen. Schaffung roa Mitteln für die Pccromoofer sowie zur-Vermittlung zwischen dem verfolgten Judentum Galiziens. Polens und anderer Länder mit dem Judentum der neutralen und alliierten Länder gebildet. Die Jüdische Gemeinde Stockholm überwies als erste Rate für die Pogromoofer in Lear berg 100.000 österreichische Kronen. Proteste Protest der Wiener kultusgemeinde. Dfo jüdische Kultusgemeinde Wien, hat an Wilson folgendes Telegramm gerichtet: :.Der Vorstand der Wiener istraelitischen Kultusgemeinde richtet ün eigenen sowie im Namen der übrigen jüdischen Gemeinden Deutschösterreichs an Sie. Herr Präsident, die aus tiefster Seele der Juden der ganzen Welt kommende Bitte, den ungeheuerlichen, himmelschreienden .Vorgängen in Galizien. .. der Niedermetzlung. Verbrennung, Beraubung hilfloser unschuldiger Männer. Frauerr und Kinder Einhalt zu gebieten. Die polnische Regierung steht auch nach eigenem Zugeständnis den Ereignissen machtlos gegenüber. Die Herstellung der Ordnung und die Verhinderung. ähnlicher Vorkommnisse v könnte nur mit Hilfe entsprechend starker, in der Nähe Galiziens befindlicher Truppen der Entente erfolgen. Wir bitten Sie. Herr Präsident. . ün Namen der durch die Pogrome geschändete» Menschlichkeit unverzüglich einzugreifen. Vizepräsident Dr Rappaport. Protest der schwedischen Sozialdemokratie. Die 'sozialdemokratische Fraktion des schwedischen Reichstages sandte eine Depesche zur' schwedischen Regierung, weiche ihrer Empörung über die Pogrome in Galizien Ausdruck gab und die Regierung aufforderte, der polnischen Regierung eine Protestnote zu überreichen... Die Delegation betonte, daß dieser Protest zwar niir"moralische Bedeutung habe, aber trotzdem bei der heutigen Weltstimmung nicht ohne Wert sei. Der schwedische Minister des Aeußern erklärte, daß -er die grpße Empörung gegen die Pogroms teile, jedoch außerstande sei. die Note zu übermitteln, weil Schweden keine diplomatische Verbindung mit der polnischen Regierung unterhalte. Proteste der holländischen Sozialisten. Die sozialdemokratische Partei richtete ein Schreiben an das auswärtige Amt im Haag und beantragte einen Protest der holländischen Regierung gegen die Pogrome; Der holländische Senator van Kol richtete ein Telegramm an . Barnes. Hemferson. Thomds. Huysmam Vanderielde und Brantimg und verlangte ' militärisches’ Eingreifen der Entente gegen die Pogrome. /; Der Erzbischof von Upsala gegen die Pogrome. Dem Wiener Jüdischen Preßbüro wird aus Stockholm telegraphiert: Das Oberhaupt der schwedischen Staatskfrche Erzbischof Nathan Soederb'oem in Upsala, deriauch als Reügionshistoriker und früherer Professor an der Leipziger Universität Weltruf genießt, telegraphierte anden sozialistisch-zionistischen Arbeiterverband anläßlich einer. Protestversammlung gegen die Pogrome: „Leider verhindert ihrer Versammlung beizuwohnen. will ich hiemit meine warme Sympathie. für den Zweck., der Versammlung aussprechen. Die Judenverfolgungen waren schon lange genug eine Jurchtbare Schande. Wenn sie von den Polen wieder aufgenommeu werde«. so zeugt dies von einer verbrecherischen Verstocktheit. die nichts gelernt hat.“ Stockholm (Tel. d. „Jiid. Ztg.“). Das Stockholmer Verbandsbüro der jüdisch-sozialistische.» Arbeiterpartei Poale Zion richtete folgenden telegraphischen Appell an die Labour Party, in England. - die sozialistische Partei Frankreichs, die sozialistischen Parteien Italiens, die American of Federation of labours und die sozialistischen Parteien Amerikas: : „Der Pogromorkan in- Galizien und Polen, der wohiorganisierfe grauenhafte Massenmord in Lemberg, der von. polnischen Legionären mit raffinierter Grausamkeit unter der Führung ihrer Offiziere bei unbestreitbarer Billigung des Kommandos und bei offenkundiger Schadenfreude der polnischen Bevölkerung durchgeführt wurde, die systematische Entwaffnung c‘es jüdischen Selbstschutzes. die dringende Gefahr ' der physische« Vernichtung der jüdischen Bevölkerung irT ganz Galizien durch' einen Mofdhntisemitismus. der die . Schandtaten'des Zarismus in den Schatten stellt, d i e T at sä c h e. da ß £-r. gl a nds .War nung an Polen völlig-wirkungslos, geblieben ist. machen es den Demokraten des Westens, die allein in der Läge sind, das Blutbad, einzustellen und die durch weiteres passives Verhalten sich mitschuldig machen Würden aii dem ' polnischen Verbrechen, zur ernstesten Pflicht sofort aktiv eirizugreifen. Wir appellieren dringend an alle sozialistischen Parteien und Arbeiterorganisationen Großbritanniens.' Frankreichs.-Italiens und,der Vereinigten Staaten,-ihren ganzen Einfluß aufzubieten, um ihre Regierungen zu einer sofortige« m i 1 ft är.i sch en Inte r v_e n tf o n-zurTJettunx ' der jüdischen Bevölkerung und anderer nationaler Minderheiten-in Polen und Galizien zu .veranlassen.“ - -...- Protest gallzischer Mittelschüler. Montag, den 18. Noyember 1918 setzten, alle jüdischen Schüler und Schülerinnen! der obeien Klassen der Be- . schäftigungskürse für. gälizische Mittelschüler i* Wien, VIII. Albeftgasse 23. den Schulbesuch aus. Sie versammelten sich um 3 Uhr nachmittags im „Jüdischen, Jugendheime“ za: einer Protestkundgebung gegen die polnischen Judenpogrome in Galizien, bei der eine Resolution einstimmig angenommen wurde. -