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Jüdische Zeitung · 1918-11-22 · 47 (22.11.1918) · p. Seite 2

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
12 (1918)
Issue
47 (22.11.1918)
Date
1918-11-22
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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JÜDISCHE ZEITUNG Nr. 47 'c.u 2 Die Pogromberichte Przemysi. Ein Mitglied der jüdischen Miliz ia Przemysi, dem die Legionäre mit vorgehaltenem Revolver 1000 Kronen weggenommen haben, erzählt: Sonntag, den 10. November, begannen in der Vorstadt Zasanie die Kämpfe zwischen den Polen und Ukrainern. Nach Beschießung der Stadt seitens der Polen gelang es ihnen, in diese einzudringeiL Ihre erste Tat war die Entwaffnung der jüdischen Miliz. Mit der Parole: „Przemysi muß von den Juden befreit wenden!“ überfielen polnische Legionäre, Offiziere und Soldaten die jüdischen Gassen und raubten und plünderten. Das dem Juden Nußbaum gehörende Haus, wo die jüdische Miliz untergebracht war, wurde von der Artillerie ganz zerschossen, viele jüdische Bethäuser in Brand gesteckt. Dann drangen die Hooligans in die Häuser, erschossen und mordeten alle, denen sie begegneten: Männer, Frauen und Kinder. Tote und Verwundete liegen in den Gassen. Dienstag vormittags schätzte man .die Zahl der ' Toten an die 60. Unzählige Verwundete. Vor den Augen des Berichterstatters erschossen die Pogromhelden einen . Juden und seine beiden Söhne. Ibe Juden flüchten in wilder Panik. Zur Zeit der Abreise des Herrn J. T. (des Berichterstatters) am Dienstag vormittags dauerte der Pogrom fort Herr Weich, der um einen Tag später Przemysi verlassen hat, bestätigt die oben gemachten Angaben. Er ergänzt sie dahin, daß der Kaufmann Abraham Rotteilberg vorher ausgeraubt und dann von den Hooligans ermordet sein Sohn schwer verwundet wurde. Dasselbe geschah mit Frau Löwenthal und deren Schwiegertochter. Alle Bet- Muser sind in Brand gesteckt worden die Thorarollen -zerrissen und aut die Gasse geworfen worden. Der Bethausdiencr Meschei Weiß ist schwer verwundet — Herr Hersch Koller bestätigt ebenfalls die obigen Angaben. Nach seiner Mutmaßung sollen zwischen 15 und 20 Tote sein, aber auch er kann diesbezüglich nichts Genaues angeben, da infolge des unbeschreiblichen Schreckens niemand gewagt hat hinauszugehen und so niemand weiß, was mit dem andern geschehen ist Unter den Toien befindet sich der 60jährige Tischler Abraham Rotter und ein Fuhrmann der Kopernikagasse. Ausgeraubt wurden u. a. das Geschäft dies Rubin Nacht die Juwelengeschäfte Löwenthal, Krochmal und Klang. Alle jungen Leute wurden arretiert und Interniert Dasselbe Schicksal erwartete auch dien Berichterstatter Hersch Koller; er wurde jedoch auf die Bitte des Dr. Licbermann, dem er zufällig begegnete, vom diensthabenden' Oberleutnant freigelassen. Der schreckliche Pogrom dauert auch Mitwoch den ganzen Tag fort. Mittwoch nachts wurde das erwähnte Juwelengeschäft der Witwe des Jakob Klang ausgeraubt Herr Koller verließ Przemysi Donnerstag früh und hat von den späteren Vorgängen keine Ahnung. — Der Schauspieler Jakob Reles erzählt: Nach den furchtbaren Pogromen in Przemysi haben junge polnische Legionäre öffentlich Golduhren zu 40 K,. feine Goldringe zu 50 K feilgeboten. Das sämtliche’ geraubte und geplünderte jüdische Vermögen wird in den Gassen veräußert — Von .einem jüdischen Soldaten, der im Przemysler Internierungslager sich befindet, erhält die „Wiener Morgenzeitung“ folgendes, vom 15. d M. datierte Schreiben: „Vom Internierungslager der polnischen Räuberbanden sende ich die erste traurige Nachricht Montag, den 11. tL M., nachts, veranstalteten die Polen einen großen Pogrom gegen die Juden und raubten fast alle jüdischen Geschäfte aus. Dienstag früh würden in den Gassen, Kaffeehäusern und Privaitwohmmgen Juden im Alber von 10 bis 70 Jahren -Verhaftet und in Zasanie interniert. Unterwegs wurde ihnen ilir Geld, die .Uhren und sonstige Gegenstände geraubt; sie wurden mit Gewehrkolben geschlagen und mit dem Erschießen bedroht Die seit Dienstag internierten Juden leben in den schrecklichsten Verhältnissen. Man gibt ihnen keine Nahrung und zwingt sie zu den schwersten Arbeiten. Alles wurde durch polnische Offiziere und Soldaten vollzogen. Die Lage ist zum Verzweifeln“ Die Vorgeschichte. Uebcr die Vorgeschichte der Vorfälle in Przemysi erhält der Jüdische Nationalrat in Wien von Dr. Max Rcsenfeld einen ausführlichen Bericht, dem wir Folgendes entnehmen: Am 1. November d. J bildeten Zionisten, Poalezionisten und Jüdische Sozialdemokraten einen Volksrat, am selben Tag wurde in einer großen Versammlung ein - Jüdischer Soldatenrat eingesetzt und eine bewaffnete Miliz gegründet. Der Volksrat besteht aus 6 Zionisten, 3 Poalezionisten, 3 jüdischen Sozialdemokraten, 2 Orthodoxen, 1 Assimilanten. 2 P. PS. und 2 organisierten Handwerkern, 1 unabhängigen Juden. Vorsitzender ist Dr. Max Rosenfeld, Stellvertreter Honigwachs (Zionist), Oesterreicher (P. PS.), Dr. Leib Landau (jüdischer Sozialdemokrat). Der Volksrat verkündete die strikte Neutralität der Juden im polnisch-ukrainischen Streit und bestellte die eigene Miliz zum Schutz des jüdischen Volkes. Der Volksrat und die Miliz wurden von der provisorischen Stadtverwaltung anerkannt. Am 3 d. M. erfolgte deT Putsch der Ukrainer, die Polen zogen sich auf Zakanie zurück. Der jüdische Volksrat versicherte nochmals die Polen der striktesten Neutralität, trotzdem kolportierten die Polen das bewußt falsche Gerücht, daß die Juden den Ukrainern beim Putsch geholfen haben. Der Jüdische Volksrat delegierte ein Mitglied und elften Offizier zum polnischen Kommando behufs Aufklärung und erhielt efne schriftliche Erklärung des polnischen Kommandos, daß die Aufklärung zur Kenntnis genommen wurden Der Polnische Nationalrat verpflichtete sich, eine gedruckte Erklärung seines Exekutivkomitees, daß die jüdische Miliz loyal Neutralität bewahrt, zu publizieren. Die Erklärung wurde nicht affichiert, weil die antisemitischen Elemente im Nationalrat die Oberhand gewannen. Erst am 8. d. M., nach mündlicher Aussprache mit dem Exekutivkomitee des Polnischen Nationälrates wurde die Erklärung veröffentlicht Die Erklärung wirkte beruhigend auf die Juden, erregte aber die Unzufriedenheit der Polen. Die Miliz erfüllte ihre Aufgabe vollauf. Die Juden fühlten sich sicher. Die braven Offiziere Hauptmann Eisner, Oberleutnant Gottfried, die Leutnante Astei, Herzbaum, die Brüder Alexandrowicz und viele andere erfüllten als stolze Juden ihre schweren Pflichten bei Tag und Nacht Bemerkt wird, daß die jüdische Miliz die Gewehre von der provisorischen Regierung erhielt, weiters ihr eine Kaserne, nebst Verpflegung aus den zurückgebliebenen Beständen, zugewiesen wurde. Die Ruthenen anerkannten die jüdische Miliz, das machte böses Blut bei den Polen. Die Juden verständigten sich jedoch mit dem Polnischen Nationalrat und versicherten neuerdings, daß sie strikteste Neutralität bewahren. Sonntag übersiedelte die Miliz in.eine andere Kaserne, weil die frühere als strategischer Punkt leicht von Zazanie .aus beschossen werden konnte. Sonntag 12 Uhr begann die Kanonade. Die. Ruthenen stellten in der erwähnten Kaserne ein Maschinengewehr gegen die Polen auf. Die Schießerei dauerte bis 4 Uhr nachmittags. Montag erfolgte der Rest der Uebersiedlüng der jüdischen Miliz, . ab 12 Uhr abermals Schießerei, Artilleriefeuer, Panik, Straßenkämpfe in der inneren Stadt, in allen Hauptstraßen. Nachmittags eroberten die Polen die. Stadt, gegen 7 Uhr abends begann die regelrechte Plünderung der jüdischen Geschäfte In der Fränziskanerstraße (die Geschäfte Löwerithal, Streng, Goldberg wurden total ausgeplündert), der materielle Schaden betrug über eine Million; die Plünderungen wurden .vollzogen, während der Kampf andauerte, und beteiligten sich hauptsächlich die.regulärenTruppen daran. Zwei Juden wurden ermordet, viele arg mißhandelt. In der Nacht wurden die Plünderungen fortgesetzt, und zwar in den Häusern Glanz, Rosenbach, Herzog, M. ’ G Rosenfeld. Sämtliche jüdische Milizianten sowie die oben aufgezählten Offiziere wurden in entwürdigender Weise verhaftet, die Mannschaft mit Kolben geschlagen, in die Kaserne des Inf.-Reg. Nr. 45 nach Zazanie verschleppt, wo sie in förmliche Löcher gesteckt wurden, kein Essen erhielten und zum Reinigen der Kloaken verwendet;.werden. Die Besetzung des Kahal. Nach der Konstituierung des Jüdischen Volksrates hat derselbe an die Repräsentanz der israelitischen Kultusgemeinde die Aufforderung gerichtet, sie möge zurucktreten. Die Repräsentanz der Kultusgemeinde ist _ formell zurückgetreten und hat dem Volksrat das gesamte bewegliche an unbewegliche Vermögen übergeben. Der Volksrat hat sofort positive Arbeit in Angriff genommen. Er setzte eine Approvisionierungskommission. eine Finanzkommission und einen Kultusausschuß ein. Die Fnianzkommission beschloß, ein Budget von einer halben Million aufzustellen, zu dessen Deckung die Mittel sofort einzuziehen sind. Am ersten Tag liefen bar mehr als K 50.000.— ein. Die Approvlsidnierungkommission verzeichnetc die Vorräte der-Grossisten, intervenierte in einzelnen Preistreibereifällen etc. Durch die Ausschreitungen bekam der Jüdische Volksrat bald Gelegenheit zu einer umfassenden Hilfstätigkeit. Brzesko Der ..Nowy Dziennik“ vom 14. November 1918 schildert die Ereignisse wie folgt: Während des heutigen Tages kamen die von den' Pogromen in ■ Brzesko -Entronnenen nach Krakau herbeigefahren. Die Pogrome in Brzesko erinnern vollständig an Kiscbenew! Die polnischen Lecionisten, deren Pflicht es war. die jüdische Bevölkerung vor den Hooligans zu schützen, nahmen selbst, wie Augenzeugen erzählen, an den blutigen Pogromen tätigen Anteil. Die Zahl der jüdischen Leichen ist noch nicht festgestellt Gewiß ist jedoch. daß sieben Juden' und ein jüdischer Soldat von den Händen der entmenschten Horde einen martervollen Tod erlitten haben. Mil einem Gefühl der Verachtung und des Ekels für die Urheber dieser Morde, mit einem Gefühl blutigen Schmerzes über die Verderbtheit und Verbrech erschaff der Anstifter, gehen wir -an die Beschreibung des Brzeskoer Gemetzels. Augenzeugen erzählen : Die Brzeskoer Schutzwehr bestand aus einer unter polnischem Kommandostehenden. von den einheimischen jüdischen Soldaten verstärkten Wachabteilung jüdischer Soldaten aus Krakau. Diese Abteilung in der Stärke von 60 Mann besetzte in der kritischen Nacht vom 11. zum 12. d. M die vom Dorfe JedownikL welches das Zentrum aller Pogromleute war. zur Stadt führenden Wege. Um halb 12 Uhr nachts näherten sich mit Gewehren bewaffnete Bauern- und Soldatenbanden der Stadt und versuchten, durch die Abteilung der jüdischen Soldaten durchzubrechen. Es begann eine Schießerei und ein Kampf, welcher bis zum Morgen andauerte. Einige jüdische Soldaten wurden verwundet doch die Hooliganswürden' in dlo Stadt nicht hereingelassen. Die hooliganische „Arbeit" begina erst, nachdem! das polnische Ortskammando <tt* jüdischen Soldaten entwaffnet batte. Ei» Augenzeuge schildert den Verlauf der Verteidigung folgendermaßen: Samstag abends kam nach Brzesko eine Abteilung der jüdischen Sicherheitswache aus Krakau, bestehend aus 14 Mann und 2 Offizieren und vereinigte sich mit der dortigen organisierten jüdischen Abteilung. Montag, am 11. d. M.. bemerkt« ein Posten auf der nach. Jadowniki führende« Straße eine herannahende Fuhre mit 6 Leuten. Auf Befehl des Postens hielt die Fuhre an und mit vorgehaltenen Gewehren wurde einer der Insassen zur Herausgabe der Feuerwaffe gezwungen. Bis 3 Uhr früh herrschte Ruhe. Um 3 Uhr früh wurde gemeldet daß auf-der Jadownikier Straße eine bewaffnete. Bande herannahe und auf Leute feuere. Zugleich fing man an. das Ouartier der Wachabteilung zu beschießen. Auf Befehl des Abteilungskommandanten wurden die Lichter ausgelöscht und man legte sich zu Boden, dann verließ man i» aller Stille das Ouartier. um sich gegen die Stadt zurückzuziehen. Vom Posten blieben zwei bis drei Soldaten und zwei Ordonnanzen zurück, welche die Bande umringte. Unter diesen.Soldaten, befand sich Rakower. der. obgleich er die Waffe hergab. mit einem Bajonett am. Halse verwundet würde, sowie Brandstätter. auf den sich zwei Leut» stürzten und ihn am Bauche und an der rechten Seite von rückwärts verwundeten. Ebenso wurde dort der Soldat Finder verwundet. Die aus beiläufig 100 Mann bestehende, mit Handgranaten und Gewehren bewaffnete Abteilung Banditen begab sich nach Brzesko. wo sie mit der Krakauer jüdischen Wachabteilun? bis 9 Uhr früh einen Kampf führte.' Der Bezirkskonimandant Dr. Cyga. welcher zur Einstellung der Exzesse aufiorderte. wurde von der Pogrombande umringt und am Lebe» bedroht. Schon waren die Revolverläufe gegen Dr. Cyga gerichtet, da stürzte aus dem Exzedentenhaufen dessen Bruder heraus und warf sich zwischen ihn. und die Bande Von der Hordegezwungen. leistete Dr. Cyga derselben das Gelöbnis der Treue und versprach der raubenden Bande, sämtliche Waffen auszuliefern Auf Befehl des Dr. Cyga mußte die jüdische Abteilung die Waffe» strecken, wonach die Bande ungehindert grassierte, ausschließlich jüdisches Hab raubend und vernichtend. Die Schießerei währte den ganzen Tag. weggeführt. Der Gewährsmann: verließ am Nacninittag Brzesko. indem er die Verwundeten Rakower und Finder mitnahm, welche auf einem Auto des Garnisonsspitals in Krakau fortt.eschafft wurden. Brandstätter hingegen wurde in einem Automobil der Rettungsgesellschaft vom Krakauer Bahnhof* weggeführt. Nach ■ den Angaben' unseres kiiormators blieben auf der Walstatt sieben jüdische Leichen, außer Jim sah er. wie man einen getöteten jüdischen SoMaten am den Fru'hoi überführto. Dieser jüdische Soldat war der Wolfrose aus Krakau. ' Die Stadt steht in Flammen, fanden setze« die Plünderungen in den jüdischen Gassen fort. Diesen Bericht müssen wir mit der Schilderung des cigcnt'i.'hcn Pogroms ergänzen. Die Art. wie die Entwaffnung der jüdische« ..Soldaten vollzogen wurde, ist einfach beispiellos^ Wie uns erzählt wird, kamen die Legionisten zu der jüdischen Abteilung mit der Erklärung..gemeinsam die Juden schützen zu wollen, und so führten sie dieselben hinter die Stadt, wo schon die Hooliganbandeu versammelt waren. Hier entwaffnete« sie dieselben, dann schwenkten sie die Mützen und gaben den Pogromisten nöch andere Signale zum Zeichen, daß der Weg bereits frei wäre und sie sich auf die wehrlose jüdische Bevölkerung stürzen könnten. Und tatsächlich fiel die mit Gewehren bewaffnete Horde über die jüdischen Häuser her und plünderte mit besessener Verbissenheit. Ein Individuum in dev Uniform eines Legionisteuleutnants verkündete öffentlich, daß ..heut» die Juden zu plündern gestattet sei“ (1). Als Beweis für das schändliche Verhalten dieses Herrn möge folgende Tatsache dienen: Es meldete sich bei ihm Gusta Kornhäuser mit der Bitte, daß er ihren Bruder, einen Invaliden, den die Hooligans a* beiden Beinen verletzt hatten, ins Spital aufnehme. Hierauf erklärte der Herr L ei'tnant. daß er diesen nicht aufnehme, da er nach Brzesko nicht zuständig sei (er wohnt in einem Dorfe bei Brzesko). im übrigen ..sei jetzt gestattet. Juden zu morden", fn die Wohnhäuser kamen Legionisten zusammen mit den Progromisten. kehrten die Revolver gegen di« verängstigten Juden mit dem Rufe ..Hände hoch!“ und nahmen ihnen Gold. Juwelen usw. weg. Den Kaufmann Goldmann hat ein Individuum in Legionistenumform ermordet. Die Hooligans haben auch den Chie! Mose* ermordet. Die Frau des Chiel. Dwora Moses, ist iu den Flammen des vom ..Schwarzen Hundert“ angezündeten Hauses umgekommen. Ermordet wurde auch Moses Löffelholz und eine Reihe anderer, deren Namen wir zur Stunde noch nicht kenne«. (Wie wir vernehmen, hat dieses schreckliche Los auch u. a. den Mös. Schick und Ephraim Langer ereilt.) .Nachdem die Pogromisten bereits alle jüdischen Handlungen und Wohnungen ausgeraubt hatten, so daß nichts mehr übrig blieb, zündeten sie die Stadt an. Neben den brennenden Häuser« wurden Patrouillen aufgestellt., um das Löschen des Brandes zu verhindern. Die jüdische Bevölkerunghatte panikartig die Flucht ergriffen. Auf dem Wege zum-Bahnhofe stellten sich Patrouillen den vor ihren Verfolgern Fliehenden entgegen.. Wer *deh dicht fügte. :wnrde angeschossen. * ’ - -

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